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Pötte un Pannen - Microplane Vierkantreibe

Wie versprochen möchte ich Euch in Zukunft ab und zu auch die ein oder andere Küchengerätschaft, die mittlerweile in meiner Küche unverzichtbar ist, vorstellen. Den Start dieser losen Reihe bildet meine wirklich heißgeliebte Microplane Vierkantreibe*. 

die grobe Seite ist ideal für Weichkäse

Bevor ich mir diese, zugegeben nicht ganz günstige Vierkantreibe zugelegt habe, hatte ich eine Standreibe von Lurch, von der ich anfangs auch ganz angetan war. Leider war die Verarbeitung, bzw. das Material Parmesan und anderen Hartkäsen auf Dauer nicht gewachsen und so hat sie sich nach nicht einmal einem Jahr Gebrauch in Wohlgefallen aufgelöst.

Das nächste Modell sollte natürlich stabiler, aber mindestens so scharf wie die Lurchreibe sein, denn scharf war sie auch, das war ja auch nicht das Problem ;o)
Klar, dass da eigentlich nur eine Microplane-Reibe in Frage kam, die Frage war halt nur, welche? Ich brauche eine Reibe für verschiedene Zwecke, nämlich hauptsächlich für 

  • Zitronenabrieb & Co
  • Weichkäse wie Edamer, Emmentaler, Mozzarella, etc. 
  • Hartkäse, wie Parmesan
  • Pasta (geriebene Nudeln)

Eine Reibe reicht also nicht, es müssen mindestens 3 sein.  Microplane hat zwar verschiedene Stabreiben im Angebot, als ich diese Vierkantreibe gefunden hatte, war aber sehr schnell klar, diese oder keine!  Mit knapp 50 € ist sie wie schon geschrieben nicht ganz billig, 3 einzelne Stabreiben wären aber nicht nur teurer, sondern auch unpraktischer. 

Feine Seite für Zitrusfruchtabrieb, fein geriebenen Parmesan, etc. 
Bei dieser Standreibe muss man die Reibe nicht mit der einen Hand in der Luft halten, um mit der anderen zu reiben, sondern hält sie nur am Griff fest - sehr viel leichter in der Handhabung. Die Reibe ist ausgesprochen gut verarbeitet und zur gründlichen Reinigung lässt sich eine Seite der Reibe herausdrücken, so dass man die Reibe auch leicht von innen reinigen kann.

Neben den beiden oben beschriebenen Seiten hat diese Reibe noch eine Seite für Scheiben, die ich aber nicht nutze (ich hab zusätzlich noch einen Börner V-Hobel) und eine mittelgrobe Reibe, die ideal für Parmesan ist, siehe unten  links.


Um Verletzungen vorzubeugen, bietet Microplane einen Schutzhandschuh an, der die Finger vor der wirklich höllisch scharfen Reibe schützen soll. Runde 20 € für nen Handschuh waren mir aber doch n büschen zu zuviel, trotzdem hänge ich natürlich an meinen Fingern und so hab ich nach einer günstigeren Alternative gesucht ... und natürlich auch gefunden ;o)

Tchibo hatte vor einer Weile Handschuhe im Angebot, mit denen man Gemüse schrabbeln kann, zwei im Pack für knappe 4 Euro. Ich hab sie mittlerweile ca. ein halbes Jahr in Gebrauch und sie sind immer noch wie neu, nutzen also auch nicht unbedingt schnell ab - meine Finger sind ebenfalls unversehrt. Eine wirklich empfehlenswerte und günstige Alternative, mit der man zudem noch prima Karotten oder Kartoffeln schrabbeln kann.

Wenn Ihr also eine neue Reibe sucht, kann ich Euch die Microplane-Vierkantreibe wärmstens empfehlen!
Fast vergessen, zur Reibe gibt's zusätzlich noch eine durchsichtige Hartplastik-Schutzhülle dazu. 

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Buchweizenwaffeln mit Dill-Schmand

Auch wenn die große Hitze uns eine kleine Verschnaufpause gönnt, ist mir momentan nicht nach aufwendiger Küche, also gibt's hier auch nur Kleinigkeiten ;o)
Diese Waffeln hab gab es vor ein paar Wochen, als die Matjes-Saison gerade begonnen hatte. Ich hab nach einer leckeren Beilage, fernab von Pell- oder Bratkartoffeln oder Schwarzbrot gesucht und bin dabei bei diesen Waffeln gelandet.

Buchweizenmehl wird hier oben besonders gern in der Küche der Lüneburger Heide verwendet. Ehemals ein sättigendes Arme Leute-Essen, das durch den verstärkten Kartoffelanbau im 18. Jahrhundert an Bedeutung verlor, findet man Buchweizen-spezialitäten, wie beispielsweise Buchweizen-Pfannkuchen oder -torte mittlerweile wieder vielerorts. 
Buchweizenmehl hat einen kräftigen, nussigen Geschmack und eine bräunlich-graue Färbung. Ich selbst mag Buchweizen sehr gern, nicht zuletzt in Form von Poffertjes, da lag es nah, diese Waffelvariante schnellstmöglich auszuprobieren.

Wie Ihr seht, gab es bei uns im Endeffekt nicht nur leckeren, milden und zarten Matjes, sondern auch meine heißgeliebten Krabben, oder wie wir in Bremen sagen, Granat
Allen Hamburgern kann ich für den kleinen Krabbeneinkauf Fische Schmidt empfehlen, dort gibt es zwar keine ungepuhlten Krabben (laut Besitzer puhlen der Eppendorfer Krabben nicht selbst - kann ich bestätigen, der typische Eppendorfer wird sich sicher seine kreativen Finger nicht an diesem Fischzeugs schmutzig machen, ich bin nicht typisch ;o) ), aber keine Krabben, die eine halbe Weltreise hinter sich haben, sondern frische Krabben, sozusagen direkt vom Kutter - Ich sag Euch, das schmeckt man!
Zu den Waffeln hab ich einen schnellen Dill-Schmand gemacht, also Schmand mit Salz und Pfeffer gewürzt und fein gehackten Dill unter gerührt, mehr muss gar nicht sein. 

Zutaten
200 g Buchweizenmehl
150 g Mehl Type 550
1 Tütchen Trockenhefe
350 ml lauwarme Buttermilch
1/2 TL Zucker
2 Eier
75 g weiche Butter
1 TL Salz
1 TL Zitronenabrieb

Zubereitung
Die Hefe mit dem Zucker in die lauwarme(!) Buttermilch einrühren und einige Minuten stehen lassen, bis sich die Hefe komplett aufgelöst hat.
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Mixer gut verrühren. Ca. 30 Minuten stehen lassen.
Im Waffeleisen knusprig braun backen und mit einem Dill-Schmand-Dip und Krabben, Lachs oder Matjes servieren. 

Quelle: GU Waffeln

Erdbärchen

Nich lang schnacken, Kopp in' Nacken!
Angesichts der momentanen Temperaturen spar ich mir alle überflüssigen Worte und lege Euch dieses Erdbeer-Buttermilch-Getränk dringend ans Herz - frisch, fruchtig und ganz fix gemacht, genau das Richtige für dieses tropische Klima.


Zutaten
600 g Erdbeeren
50 g Himbeermark
300 ml Buttermilch
Saft einer halben Limette
Puderzucker nach Geschmack
Eiswürfel

Zutaten
500 g Erdbeeren pürieren und mit Himbeermark, Limettensaft und Buttermilch aufmixen, nach Geschmack evtl. zuckern und für einige Stunden kalt stellen.
Vor dem Servieren 100 g Erbeeren in Scheiben schneiden, unten in die Gläser geben und mit der Erdbeer-Buttermilch und Eiswürfeln servieren. 


Die Beiden (Paul & Emma) mögen diese Hitze übrigens mindestens genauso wenig wie mein Mitesser und ich, mit dem Unterschied, dass ein Erdbärchen den Beiden leider keine Erfrischung verschafft.
Nicht auf dem Bild Rita, die tagsüber nicht unter dem Bett hervorkommt, sondern sich erst nach Sonnenuntergang wieder blicken lässt. 
Ich mag Frühling, Herbst und Winter, ich mag keinen Sommer!

Quelle: lecker.de

Pizza mit karamellisierten Balsamico-Zwiebeln und Ziegenkäse

Als ich vor einer ganzen Weile die unglaublich leckeren Balsamico-Zwiebeln gemacht hab, war mir noch nicht klar, was für eine eierlegende Wollmilchsau ich damit entdeckt hatte, sprich was man alles mit diesen leckeren Zwiebeln anstellen kann. 
Wir haben sie mittlerweile nicht nur als Beilage zu leckerem Käse oder mit Tomaten gemischt als Bruschetta-Belag gegessen, sondern nun auch als Pizza-Belag entdeckt. 

Beim Stöbern hab ich irgendwo & irgendwann mal etwas von einer Pizza mit karamellisierten Zwiebeln gelesen und da noch ein großes Glas dieser Balsamico-Zwiebeln im Kühlschrank stand und mal wieder eine Pizzaorgie angesagt war, hab ich die Gelegenheit gleich mal beim Schopfe gefasst und drauf los gelegt. 
Im Gegensatz zu anderen Pizzen gibt's diesmal keine Pizzaiola als Grundlage, sondern ich hab die Zwiebeln nur mit etwas sehr gutem Olivenöl, Thymian, Salz und Pfeffer auf den Pizzateig gegeben. Obendrauf noch ein wenig Ziegenfrischkäse verteilt und fertig ist eine grandios leckere Pizza - Gutes kann so einfach sein ;o)

Beim Schreiben fällt mir ein, die Zwiebeln sind mittlerweile alle, ich muss dringend wieder ran - also notieren, Zwiebeln kaufen!

Zutaten für 4 Pizzen

Für den Teig
500 g Hartweizenmehl
1/2 Paket Trockenhefe
10 g Salz
50 g Olivenöl
320 g Wasser

Belag
karamellisierte Balsamicozwiebeln
Ziegenfrischkäse
getrocknete Thymianblüten
Olivenöl
Fleur de Sel
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst.
Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, diese ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die ausgerollten Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und wie folgt belegen:
Karamellisierte Balsamicozwiebeln auf der Pizza verteilen, Aus dem Frischkäse mit zwei TL kleine Nocken abstechen und ebenfalls auf der Pizza verteilen.
Mit Oregano, Fleur de Sel und grob gemahlenem Pfeffer bestreuen und etwas sehr gutes Olivenöl darüber geben.  

In der Zwischenzeit das Backblech direkt auf den Boden des Backofens legen und den Backofen auf höchster Stufe (Ober und Unterhitze, soviel der Backofen hergibt) gründlich vorheizen - das Backblech muss richtig heiß sein. Man erreicht dadurch ein Backergebnis, das gar nicht sooo weit von der in einem Steinofen gebackenen Pizza entfernt ist. 
Die Pizzen mitsamt des Backpapiers auf das Backblech legen und einige Minuten anbacken lassen. Durch die extrem hohe Hitze wird das Backpapier schnell dunkel, ich ziehe es also nach einigen Minuten unter den Pizzen heraus, quasi sobald die Pizza nicht mehr am Backpapier klebt. Die Pizza nun ohne Backpapier zu Ende backen.

Butterschmalz, selbstgemacht

Jaja, ich weiß. Butterschmalz gibt es doch in jedem Supermarkt, in fest und mittlerweile auch in flüssig in der Plastik-Quetschflasche und kostet nicht die Welt - weshalb also selbstmachen? Die Antwort ist ganz einfach: Weil es mir Spaß macht, kein großer Aufwand ist, sondern sich nebenbei fast von selbst macht und dazu noch besser schmeckt als gekauftes Butterschmalz, deshalb ;o)

Grob kann man sagen, dass 1 kg Butter ca. 800 g reines Butterschmalz ergibt. Ich stelle immer gleich eine größere Menge her und lasse ca. 2 kg Butter aus, das daraus hergestellte Butterschmalz reicht dann erstmal für die nächsten Monate. 

Zutaten
1 kg Butter
1 Passiertuch

Zubereitung
Die Butter bei milder Hitze in einem Topf schmelzen lassen. Sobald die Butter geschmolzen ist, die Temperatur etwas erhöhen, so dass die Butter etwas aufwallt und leise simmert. Die Eiweiße und der Milchzucker trennen sich und das Wasser verdunstet. Mit einem Schöpflöffel den Schaum, der sich auf der Oberfläche bildet, immer wieder abschöpfen.
Die sich am Boden absetzenden Bestandteile sollen nicht bräunen, dann ist die Temperatur zu hoch.
Sobald das Wasser vollständig verdunstet ist, d.h. keine knisternden Geräusche mehr zu hören sind, die Butter von der Herdplatte nehmen und etwas ruhen lassen.
Das flüssige Butterschmalz nun entweder vorsichtig in ein Glas füllen und dabei sehr genau darauf achten, dass alle abgesetzten Trübstoffe im Topf bleiben, da diese die Haltbarkeit des Butterschmalzes ungünstig beeinflussen, oder wie ich es mache, das flüssige Butterschmalz durch ein extrafeines Passiertuch gießen. Ohne Deckel auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann verschlossen in den Kühlschrank stellen.
Im Kühlschrank erstarrt das Butterschmalz und wird fest.

Vorausgesetzt, man hat ordentlich gearbeitet, hält es sich mehrere Monate.

Aus meiner Bücherkiste: Schöne Geschäfte - Außergewöhnliche Läden in Hamburg

Ich sag's ja immer wieder, ein Schlachter des Vertrauens ist Gold wert. 
Neuerdings gibt es bei meinem Schlachter nicht mehr nur Fleisch, Wurst, Pasteten und andere Leckereien, sondern auch Bücher. Ok, eigentlich nur ein Buch, dafür ist dieses Eine umso interessanter und für alle Norddeutschen aus Hamburg und umzu (Achtung bremisch!) quasi unverzichtbar.

Mathias Turm porträtiert in seinem Buch 37  außergewöhnlich schöne Hamburger Geschäfte, die sich durch ein besonders individuelles Angebot, schönes Ambiente und persönlichen Kundenkontakt auszeichnen. Ich muss sicher nicht extra erwähnen, dass unser Fleischer Harms ebenfalls in diesem Buch vorgestellt wird? ;o)

Traraaaa, das isser, unser Fleischer Harms! Und Mathias Turm hat vollkommen Recht, wenn er schreibt, dass sich ein Besuch der Fleischerei nicht nur wegen des außergewöhnlich guten Fleisches und Services (das schließt seine Frau  selbstverständlich mit ein) lohnt, sondern auch die wunderschönen Verkaufsräume ein wahres Schmuckstück sind.

Neben Fleischer Harms werden noch einige andere meiner Lieblingsgeschäfte vorgestellt, wie etwa das Eppendorfer Haushaltsstübchen, die Kaffeerösterei Burg oder das Kräuterhaus, von anderen Geschäften hab ich noch nie etwas gehört oder schon ewig vor, mal hin zu gehen.
Die "Schönen Geschäfte" sind ein ganz tolles Nachschlagewerk für alle, die gerne abseits von großen Kaufhäusern mit standartisiertem Angebot und unpersönlichem Service einkaufen. 
In der nächsten Zeit werden wir sicher  wieder mehr Bummeln und einige der vorgestellten Geschäfte besuchen - Auswahl genug ist ja jetzt vorhanden :o)