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Schoko-Whisky-Kugeln

Gestern Abend um 22:00 Uhr:
Ich mache es mir mit meinem Laptop gemütlich und will schnell noch den Blogbeitrag für den nächsten Tag schreiben. Normalerweise ist so ein Beitrag sehr schnell "im Kasten", ich schreib ja keine Romane und übermäßig anspruchsvoll sind meine Texte auch nicht.
Trotzdem will mir gestern so ganz und gar nichts einfallen. Einen Text-Anfang verwerfe ich nach einigen Minuten (klingt doof und nachher denkt Ihr noch, ich wär eingebildet ;o) ), danach ist richtig Schicht im Schacht - Schreibblockade!
Ok, schau ich mir halt noch die verpasste Folge Weltbilder an, Denis' Reihe "Mit 80.000 Fragen um die Welt" ist für mich ein Muss, also erstmal eine kleine Pause...
Knappe 10 Minuten später bin ich in Sachen Ché Guevara zwar ein bisschen schlauer, einen Anfang für meinen Beitrag hab ich aber immer noch nicht.
Also mach ich etwas, was mir bis dahin noch nicht passiert ist (schließlich ist es ja eigentlich! nicht allzu schwer, eine Einleitung für einen Food-Blog-Beitrag zu schreiben), ich mach meine Kiste aus und schlaf erstmal drüber.
Jetzt, 15 Stunde später, sieht die Sache schon ganz anders aus, ich schreib Euch einfach von meiner gestrigen Schreibblockade und Tadaaa, da isser, mein heutiger Blogbeitrag ;o)
Als Belohnung für diese geistige Anstrengung gibt's heut was Süßes, das hab ich mir verdient, so!
Diese Schokokugeln sind fester als beispielsweise Pralinen, die mit Sahne hergestellt werden, sie sind also nicht so geschmeidig und zergehen auf der Zunge, dafür können sie problemlos bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Zutaten
100 g zimmerwarme Butter
100 g Puderzucker
300 g 70%ige Schokolade
5 EL Single Malt (Balvenie)
Schokostreusel zum Wälzen

Zubereitung
Die Butter mit dem Mixer oder der Küchenmaschine mehrere Minuten mixen, bis sie sehr schaumig ist. Den Puderzucker hinzufügen und beides nochmals sehr cremig rühren.
Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und zusammen mit dem Rum in die Butter-/Zuckermischung einrühren.
Den Teig ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
Zum Formen der Kugeln, die Hände immer wieder in kaltes Wasser tauchen. Jeweils einen TL Schokoladenmasse portionieren und mit den Händen rasch zu Kugeln formen. In Schokostreuseln oder -splittern wälzen und erneut 1 Stunde kalt stellen.
Sind die Kugeln fest, können sie auch bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Bei der Auswahl des Whiskys profitiere ich natürlich von der mehr als umfangreichen Whiskysammlung meines Mitessers, wähle aber meistens für Süßspeisen immer den gleichen, nämlich einen 10jährigen Balvenie, der sich durch eine ausgeprägte Süße und eine leichte Sherrynote auszeichnet - perfekt für Süßspeisen aller Art und der ideale Begleiter für Schokolade. Schade, dass es ihn in dieser Abfüllung nicht mehr gibt - das ist unsere letzte Flasche ;o)

Gebackene Parmesankartoffeln


Vergesst alles, was ich bisher über angeblich perfekte Potato-Wedges geschrieben hab. Alles Unsinn, diese Parmesan-Kartoffeln, die sind's!

Knusprig, würzig und kartoffelig sind ja viele, käsig aber nur diese ;o)
Ich war erst ein wenig skeptisch, ob die Käsemasse an den Kartoffeln haften bleibt, ich hätte vermutet, dass sie während des Backens einfach runterläuft, aber nix da, das klappt.
Bei der Zugabe des Öls ist ein wenig Augenmaß gefragt, das hab ich nämlich nicht abgemessen. Es soll eine weiche, aber nicht zu flüssige Masse entstehen, wie auf der Collage unten zu sehen ist.
Während des Backens tritt das Öl und das Fett des Käses aus und sammelt sich auf dem Backblech. Ich hab dieses Fett 2x abgeschöpft, als ich die Kartoffeln gewendet hab, so schwimmen sie nicht so im Fett und werden rundherum knusprig.

Zutaten
1 kg festkochende Kartoffeln
200 g Parmesan
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL Paprikapulver
Salz und Pfeffer
Öl

Zubereitung
Die Kartoffeln längs halbieren und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Den Parmesan fein reiben und mit Knoblauch, Gewürzen und soviel Öl vermischen, dass der Parmesan gebunden wird.
Die Kartoffeln in eine große Schüssel geben und mit der Parmesanmasse vermischen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten.
Im auf 200° C vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten backen. Währenddessen mehrfach wenden und das austretende Fett abschöpfen. 

Viva Italia! - Nach dem Kochtreffen ist vor dem Kochtreffen

Ich bin mit meinem Beitrag mal wieder spät dran, aber gestern waren andere Dinge wichtiger - dieses Treffen musste ich im wahrsten Sinne des Wortes erstmal verdauen ;o)
Eigentlich hatte ich ja vor, gaaanz viele Fotos zu knipsen, aber wie immer kam es mal wieder anders - von den paar, die ich tatsächlich gemacht hab, ist nur ein kläglicher Rest übrig geblieben, meine Speicherkarte hatte anscheinend nen Knacks und die wenigen Dateien, die drauf waren, sind fast alle defekt. Bilder vom Essen müsst Ihr Euch also bei meinen Damen und Herren Kollegen (Nokedli, Kochessenz, Hamburg kocht!, Küchengeister, Küchenlatein, Rebeccalecka) anschaun und ich sach Euch, da gibt es eine Menge zu sehen. 
Wenn eine Meute fotohungriger Foodblogger zusammenkommt, ist ausreichend Fotomaterial eigentlich schonmal garantiert. Es wurde  quasi jeder Schritt, jede Nudel und jedes Schnittchen aus allen erdenklichen Perspektiven geknipst ;o)
Aber natürlich gab es auch Wichtigeres als Fotos zu knipsen - zum Einen mussten wir Nudeln, Kochen und nicht zuletzt Essen bis nun wirklich so ganz und gar nichts mehr ging, zum Anderen war da noch Brutus, der wahrscheinlich im wahren Leben Pinki, Tiger oder Fritzi heißt und der 3. (Orsi, war doch der 3. niedlichste, oder?) niedlichste Kater der Welt ist. Winzig klein, unglaublich verschmust und sowieso supersüß - der Tag hat sich also schon deshalb gelohnt ;o)
Kulinarisch war für mich Orsis phänomenaler Erdbeer-Gurkensalat der absolute Knaller, ich hab den Geschmack jetzt noch auf der Zunge und fand es gar nicht nett, dass Ihr mir den ganzen Salat weggegessen habt - ich hab ja man nur ein klitzekleines Gäbelchen abbekommen ;o)
Orsi, Du musst das Rezept dringend noch bloggen, dieses Rezept braucht die Welt!
Aber auch die Werderschnitten, die Tomaten-Waldmeister-Bruschette, die Antipasti, das Ossobuco, das Sorbet, die Granite und die Panna Cotta waren unglaublich lecker.
So, und nu freu ich mich schon bannig auf das nächste Treffen im November - mein Kopf schwirrt schon, weil ich mindestens 1365 Ideen habe ;o)
Vielen Dank für den wirklich schönen Tag, es hat richtig, richtig, richtig viel Spaß gemacht und war durch die Bank weg soooo lecker!
 

Käsekuchen "Sweet Dreams"

Für Hobbyköche, -bäcker und alle die sich für Essen und Trinken interessieren ist Hamburg sicher ein Schlaraffenland, denn es gibt hier eigentlich nichts, was man nicht bekommt - man muss halt nur wissen wo ;o)
Eppendorf ist dann nochmal eine Steigerung, hier reiht sich wirklich Versuchung an Versuchung.
Eine der wahrscheinlich größten Versuchungen ist eindeutig Sweet Dreams, eine unglaublich schöne Konditorei im Lehmweg. Hier werden an 3 Tagen in der Woche die leckersten Kuchen, Torten und Pies verkauft, die man sich nur denken kann. Nicht selten kommt es vor, dass die Warteschlange bis auf den Gehweg reicht und die Kuchen und Torten (und das sind nicht wenige) schon früh ausverkauft sind.
Meine Favoriten sind natürlich die Schokotorten, wie könnte es auch anders sein?
Neben der Qualität der ganzen Köstlichkeiten ist das Ambiente, die liebevolle Ausstattung der Konditorei und die phantasievoll gestalteten Verpackungen der Schokoladen, Pralinen, Kekse, usw. ein Grund, warum ich die Konditorei so mag - von den beiden Inhabern mal ganz abgesehen, die sind nämlich wirklich sehr nett.
Einmal drin, würd ich am liebsten den gesamten Laden leer kaufen, die Überwindung, die es mich kostet, nur mit nem Stückchen Kochen wieder rauszugehen, könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen - das sind schon fast körperliche  Schmerzen ...
Als ich jetzt neulich dieses Käsekuchenrezept (ein Original Sweet Dreams-Rezept) bei der Chaosqueen entdeckt habe, war sehr schnell klar, dass ich den UNBEDINGT!!! sofort nachbacken muss.
Käsekuchen ist ein Kuchen, bei dem ich nicht so gern experimentiere, ein klassischer Käsekuchen schmeckt mir am besten und eine Spur Zitrone finde ich besonders lecker.
Dieser Käsekuchen ist genau das, ein ganz klassischer, wunderbar lockerer und saftiger Käsekuchen, genauso, wie er sein muss! Wenn Käsekuchen, dann ab jetzt dieser und sonst keiner, so!

Zutaten

Mürbeteig

225 g Mehl
75 g Puderzucker
100 g kalte Butter
4 EL kaltes Wasser
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Salz

Füllung

250 g Butter
250 g Zucker
Abrieb einer Bio-Zitrone
1 Prise Salz
6 Eier
70 g Speisestärke
1 kg Schichtkäse

Zubereitung

Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat.
Den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht.
Backpapier zwischen Boden und Rand einer Springform einspannen, so verrutscht es später nicht.
Den Teig ca. 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. Auf dem Nudelholz aufrollen und über der Springform wieder abrollen.
Den Teig auf dem Boden verteilen und einen 2-3 cm hohen Rand hochdrücken.

Für die Füllung Zucker, Zitronenabrieb, Salz und Butter cremig-schaumig rühren. Die Eier und die Speisestärke dazugeben und kurz unterrühren. Den Quark hinzufügen und untermischen.

Die Füllung auf dem Boden verteilen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 1 Stunde backen.
Nach 20 und 40 Minuten Backzeit den Kuchen jeweils rundherum mit einem Messer vom Rand lösen, so reißt die Oberfläche nicht auf.
Kuchen in der Form  ca. 15 Minuten abkühlen lasen. Dann herauslösen und auskühlen lassen. 

Cranberry-Müsliriegel

Seit Samstag hab ich nen Neuen!
Nee Unsinn, es ist kein Neuer, sondern ein Neues, ein neues Waffeleisen. Das wahrscheinlich schönste und begabteste Waffeleisen der Welt, macht es doch die leckersten Waffeln überhaupt. Ich hab mich schon ein bisschen verliebt in das Kleine und bin seit Samstag dem Waffelfieber befallen - heimtückisch, sag ich Euch, bannig heimtückisch!
So, seit Samstag hab ich also Pizzawaffeln, Lütticher Waffeln und Zwiebelwaffeln gemacht, mehr ging wirklich nicht ;o)
Nun fragt Ihr Euch, warum ich die ganze Zeit von meinem (ich sag's gern nochmal) neuen Waffeleisen erzähle, wo es doch laut Überschrift um Müsliriegel und nicht um Waffeln geht.
Ich kann Euch beruhigen, ich hab die Müsliriegel nicht gewaffelt, aber neben der Waffel an sich, sind Müsliriegel ein zweites großes Thema, dem ich mich in Zukunft verstärkt widmen möchte. Ich bin absolut begeistert von dem Ergebnis, die sind mächtig lecker! Sehr süß, aber das passt schon ;o)

Bis die Müsliriegel so aussahen wie jetzt, hat es zwei Anläufe gebraucht, ich musste quasi  erstmal meine Technik perfektionieren ;o)
Im Originalrezept (das ich schon ne Weile suche, aber mal wieder nicht finde - die Quelle wird  also nachgereicht), werden die noch warmen, und somit auch noch sehr weichen Riegel bereits in Form geschnitten. Das kann nix werden, zumindest sehen sie dann nicht so aus wie oben, sondern, sagen wir mal sehr rustikal.
Natürlich ist das auch sehr schick, ich mag das eigentlich ganz gern, aber so eine adrette Riegelform ist ja auch nicht zu verachten, oder? ;o)
Ich hab die Riegel also vollständig in der Form auskühlen lassen und dann mit einem sehr! scharfen Messer zugeschnitten - hat prima geklappt!

Zutaten
200 g Butter
160 g brauner Zucker
150 g heller Sirup
400 g kernige Haferflocken
200 g Cranberrys
1 Prise Salz

Zubereitung
Butter, Zucker und Sirup in einem Topf unter ständigem Rühren schmelzen. Salz, Haferflocken und Cranberrys dazugeben und alles bei mittlerer Hitze köcheln und unter ständigem Rühren ca. 10 Minuten köcheln, bis die Haferflocken karamellisiert und schön gebräunt sind. 
Auf ein 21x24 cm großes Backblech einen Tropfen Öl geben und damit das Blech bestreichen, so hält das Backpapier besser. Backblech mit Backpapier auslegen und die Haferflockenmasse darauf verteilen. Mit einem kleinen Nudelholz, die Masse sehr fest rollen, so dass sie sich verfestigt.
Vollständig in der Form auskühlen lassen, dann mit einem sehr scharfen Messer in Riegel schneiden.
Die Müsliriegel lassen sich in einer luftdicht verschlossenen Keksdose recht lang lagern.

Ergibt ca. 22 Müsliriegel

Die Riegel unterscheiden sich ganz enorm von gekauften Riegeln, sie sind bei Weitem nicht so locker, sondern sehr fest und daher auch enorm sättigend.
Die Cranberrys verleihen den Riegeln eine leichte Säure.

Diese Miniatur-Walze hab ich schon seit Jahren, aber bisher hing sie jungfräulich an ihrem Haken, höchstens mal bewegt, wenn ich Staub gewischt hab. Für diese Riegel ist die Walze aber geradezu perfekt, quasi die geborene Müsliriegel-Walze!

In Zukunft wird es sicher noch einige Müsliriegel-Varianten geben, ich hab schon unglaublich viele Ideen und auch schon die ein oder andere Zutat besorgt, es kann also bald losgehen :o)

Logisch eigentlich, dass diese Riegel geradezu perfekt sind, um sie unterwegs zu essen - dafür sind solche Riegel ja eigentlich gedacht, oder? Sie sind also mein Beitrag zu Zorras aktuellem Blogevent.

Nachtrag: Als ausgewiesener Schussel hab ich das extra geknipste Bild des hellen Sirups völlig vergessen. Ich glaube, den gibt es auch von Grafschafter, sollte also auch über die Grenzen Hamburgs hinaus zu bekommen sein.