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Wie versprochen: "Making of " Laugengebäck

Anscheinend gibt es einige Probleme mit dem von mir letzte Woche gebloggten Rezept für Laugengebäck, daher hab ich mich gestern nochmal ran gemacht und hab eine weitere Ladung gebacken - mein Mitesser hat sich gefreut ;o)
Ich hab versucht soviele Bilder wie möglich zu machen, ein paar Schritte fehlen aber trotzdem, ich war abgelenkt. 
Also los geht's, diesmal werden es Brötchen!

Den Teig wie im Rezept angeben zubereiten und dann abgedeckt in die hinterste Zimmerecke stellen. Warten, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. 

Teig abschlagen und nochmals kurz durchkneten. Je nach Vorliebe in Portionen von 80-100 g teilen und entweder rund schleifen oder längliche Rollen daraus formen.

Mit einem Küchentuch oder einem aufgeschnittenen Müllbeutel abgedeckt nochmals ca. 20-30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit Wasser in einem weiten Topf erhitzen, mein Wasser hat immer eine ungefähre Temperatur von 80°C.

Je nach Wassermenge 3-5 EL Natron zufügen. Mein Topf fasst ca. 2 1/2 Liter, normalerweise verwende ich 3 EL, gestern hab ich aber die Dosis bis 5 EL gesteigert, danach fängt's an bitter zu werden. Grob kann man also sagen 1-2 EL Natron auf 1 Liter Wasser. 

Die Brötchen oder Stangen  mit der Oberseite nach unten in das Wasser geben und ca. 30 Sekunden schwimmen lassen, kurz vor Ende der Zeit umdrehen. 

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 1 Minute "trocknen" lassen, die Oberfläche lässt sich dann leichter einschneiden. Mit einem scharfen Messer (am Besten funktioniert ein sehr scharfes Brotmesser oder ein Skalpell), über Kreuz oder die Stangen schräg einschneiden.

Mit grobem Meersalz oder Sesam bestreuen und im auf 180-200°C vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, bis die Brötchen oder Stangen schön gebräunt sind.

Nachtrag: Wenn man die Brötchen oder Stangen kurz vor Ende der Backzeit noch mit Wasser besprüht, bekommen sie einen sehr schönen Glanz - ich Schussel hab das mal wieder vergessen ;o)

Tagliatelle mit Räucherlachs

Heut gibt es eine meiner Lieblings-Pastasaucen, ratzfatz zubereitet und superlecker. Ich steh natürlich auch sehr gern mal etwas länger in der Küche (Sonntags mach ich selten etwas anderes ;o) ), ab und zu ist so eine schnelle Pastasauce, die bei uns trotzdem nicht zur Alltagsküche gehört, aber auch mal ganz schön.

Als bekennende Muschelschubser sind wir zwar absolute Fischfans, trotzdem steht Fisch bei uns noch viel seltener auf dem Tisch als Fleisch, und auch das gibt es bei uns maximal 2x pro Woche, Tendenz eher sinkend. 
Wir achten sehr genau darauf, wo der Fisch herkommt, wie er aufgezogen wurde und ein entscheidendes Kriterium ist natürlich die Überfischung der Meere, viele Fischsorten scheiden da von vornherein komplett aus. Mittlerweile hab ich die Fischsorten, die man heute noch guten Gewissens kaufen kann im Kopf, ansonsten lohnt immer ein Blick in den Fischratgeber des WWF.

Ich mag es eigentlich nicht, mit dem erhobenen Zeigefinger mahnend den Verzehr von Biofleisch, -fisch, -obst- und -gemüse zu predigen, das muss letzendlich jeder selbst wissen. Trotzdem ist es mir wichtig, auf die Aktion "Foodies against Overfishing" hinzuweisen, die ich schon seit Langem in meiner Sidebar verlinkt habe. 
Schaut doch mal in diesem Blog vorbei und noch besser, unterstützt diese Aktion. Übernehmt das Banner in Eure Blogs, macht darauf aufmerksam, dass es so nicht mehr weitergehen kann und zeigt, dass es auch besser geht. Dass nicht jeden Freitag Fisch auf dem Teller liegen muss, dass man auch aus den Fischsorten, die man fast bedenkenlos, aber trotzdem sehr bewusst zubereiten kann, leckere Gerichte zaubern kann und dass es nicht allzu aufwendig ist, sich nach der Liste des WWF und Greenpeace zu richten.

Nun noch schnell ein paar Worte zum Rezept:
Ganz wichtig ist, dass der Räucherlachs nicht noch ewig mitgart, sondern wirklich erst ganz zum Schluss zur Sauce kommt. Keine Sorge, ein guter Räucherlachs ist so aromatisch, dass sie Sauce auch so seeehr lecker wird.
Lässt man den Lachs zu lange mitköcheln, wird er sehr schnell knochentrocken, daher nur kurz durchschwenken und dann auch schon die Pasta dazugeben.

Den Forellenkaviar kann man auch bedenkenlos weglassen, die Sauce schmeckt trotzdem ;o)
 
Zutaten

Für den Teig
200 g Hartweizenmehl
2 Eier
½ TL Salz
2 EL Olivenöl

Für die Sauce
2 Schalotten, sehr fein gehackt
200 ml Weißwein
200 ml Crème fraîche
2 EL Zitronensaft
200 g Bio-Räucherlachs
2 EL Dill, fein gehackt
Salz und Pfeffer
1 Glas Bio-Forellenkaviar
Olivenöl

Zubereitung

Für den Nudelteig
Die Zutaten komplett in eine Schüssel geben. Mit dem Handmixer grob vermengen, so dass Brösel entstehen und anschließend mit der Hand verkneten, bis ein grober Teig entsteht. Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und mit der Hand gründlich kneten, bis ein elastischer, glatter Teig entsteht. In Frischhaltefolie einschlagen und mind. 1/2 Stunde ruhen lassen.
Den Teig mit der Nudelmaschine oder dem Nudelholz ausrollen und in Tagliatelle schneiden.

Für die Sauce
Schalotten in Olivenöl anschwitzen und mit dem Weißwein ablöschen. Crème fraîche und Zitronensaft hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Von der Platte nehmen und den in Stücke geschnittenen Lachs, sowie den Dill und die Hälfte des Forellenkaviars hinzugeben. Die Sauce soll nun auf keinen Fall mehr kochen, da der Lachs sonst trocken wird.

Die Nudeln kochen, und bissfest garen. Abgießen und eine Tasse des Nudelwassers zurückbehalten. Die Nudeln sofort zur Sauce geben und dort ziehen lassen, evtl. noch etwas Nudelwasser hinzufügen.
Auf Tellern anrichten und mit etwas gehacktem Dill und dem restlichen Forellenkaviar garnieren.

Holunderblüten-Lassi

Der Buschfunk unter Foodbloggern klappt prima, so hab ich über Facebook neulich auch von Kollegin Anikó von diesem köstlichen Lassi erfahren. 
Ich hatte alle Zutaten im Haus, also stand das Frühstück für den nächsten Tag schon mal fest - ein toller, erfrischender Start in den Tag!
Je nach Süße des verwendeten Holunderblütensirups, muss man die Zuckermenge halt anpassen, mein Sirup war anscheinend etwas süßer, so dass ich weniger Zucker genommen hab, aber das kann ja jeder selbst nach Geschmack entscheiden.  
Nach den Ricotta-Gnocchi mal wieder ein tolles Rezept von Nicole Stich - es werden immer mehr :o)

Zutaten
600 ml Joghurt 3,5%
3 grüne Kardamom-Kapseln
1 Vanille-Schote
3-4 TL Zucker
5 EL Holunderblüten-Sirup
Eiswürfel

Zubereitung
Die Vanilleschote längs mit einem scharfen Messer aufschneiden und das Mark mit dem Messerrücken auskratzen. Die Kardamomkapseln öffnen und die Samen im Mörser mit einem TL Zucker sehr fein mörsern.
Alle Zutaten in einen Mixer geben und gut durchmischen. Im Kühlschrank kalt stellen und mit Eiswürfeln gekühlt servieren. 

King Arthur Fudge Brownies

Da haben sich die Amerikaner zur Abwechslung doch mal was wirklich Gutes einfallen lassen - die Erfindung der Brownies war nun wirklich genial!
Es gibt kaum einen Kuchen, der so simpel in der Vorbereitung ist wie ein Brownieteig. Nur die Suche nach der perfekten Backform ist immer wieder ein wenig knifflig.
Brownierezepte sind natürlich nicht alle gleich, im Gegenteil, die Mengenangaben differieren teilweise mächtig, d.h., man muss ab und zu ein wenig rechnen, um Brownies herauszubekommen, die nicht nur minimal dicker als ein Knäckebrot oder im Gegenteil die Dicke eines 3 stöckigen Tortenbodens haben.
Ich hab seit einer Weile die perfekte Form für mich gefunden, sie ist ca. 22x33 cm groß und hat eine Höhe von 4 cm - ursprünglich wohl als Bratform gedacht, ideal für diese Brownies. 
Das Beste an Brownies ist natürlich, dass sie zum Großteil aus Schokolade oder Kakao bestehen - eine sehr wichtige Eigenschaft ;o)
Nüsse darf ich leider nicht verarbeiten, sonst streikt mein Mitesser und der soll die schließlich zum Großteil verputzen.
Ganz wichtig für den perfekten Brownie ist, dass er noch nicht ganz durchgegahrt aus dem Backofen genommen wird. Da jeder Backofen anders backt, ist hier im wahrsten Sinne des Wortes etwas Fingerspitzengefühl gefragt.
Wenn man mit dem Finger auf die Oberfläche des Brownies drückt, soll es sich weich, aber nicht mehr flüssig anfühlen. Beim hin und herschubbern (wie sagt man dazu richtig?) muss sich die Oberfläche leicht hin und her bewegen, ähnlich wie beim Wackelpudding, nur einen kleinen Tick fester, dann ist der Brownie perfekt.


Zutaten
200 g Butter
400 g Zucker
4 große Eier
100 g Kakaopulver
1 TL Salz
1 TL Backpulver
1 TL Espressopulver
1 EL Vanilleextrakt
160 g Mehl
300 g Schokotropfen

Zubereitung
Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Den Zucker zufügen und alles verrühren - erneut erwärmen, aber nicht zum Kochen bringen. Weiter rühren, damit sich der Zucker vollständig auflöst. Von der Platte nehmen und etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Eier in eine Schüssel geben und mit dem Kakaopulver, Espressopulver, Vanilleextrakt und Salz verrühren.
Nach und nach vorsichtig die warme Buttermischung unterrühren.
Mehl und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermischen und zusammen mit der Hälfte der Schokotropfen unter die Buttermischung rühren, den Teig ca. 20 Minuten abkühlen lassen, bis er nur noch mäßig warm ist. Die restlichen Schokotropfen unterheben.
Eine 23x33 cm große Form mit einem Tropfen Öl ausreiben und mit Backpapier auslegen. Durch den Öltropfen hält das Backpapier besser in der Form.
Den Teig in die Backform geben und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen - Stäbchenprobe machen! Der Brownie sollte gerade mal so durchgebacken, aber trotzdem sehr! feucht sein. 

Quelle: King Arthur Flour

Ich hätte da gerne mal ne Frage ...

... oder auch zwei oder drei ;o)
Als selbständige (Kuriositäten-)Ladenbesitzerin macht frau sich ja ab und zu mal Gedanken, wie es mit dem Lädchen weitergehen soll und wie das Angebot weiterhin interessant gestaltet werden kann, daher hab ich mir eine eventuelle Erweiterung des Sortiments überlegt. 
Bevor ich mich aber voller Tatendrang ans Werk mache und meine Beiträge im Endeffekt gar Niemanden interessieren, frag ich lieber mal nach, ob meine Idee überhaupt irgendwie interessant ist. 
Aaaalso, angenommen, ich würde ab und zu mal von einem Gewürz, Öl, Küchengerät,  Kochbuch usw. usf. berichten, von dem ich ganz besonders angetan bin und das im KuLa nicht mehr wegzudenken ist, wär das interessant für Euch?
Nicht falsch verstehen, ich habe nicht vor, Produkttests durchzuführen, KitchenAid, Canon und Vorwerk werden ja eher nicht bei mir anklopfen ;o). Ich würd Euch nur von Dingen berichten, die ich sehr mag, Geld gibt's dafür nicht. 
Also was denkt Ihr, interessant oder überflüssig? 

P.S.: Solange dieses Umfrage-Gadget in der Sidebar nicht funktioniert, nehm ich das mal raus, diese Fehlermeldung sieht mächtig unschick aus und sowas stört mich immer bannig ;o) 

Nachtrag: Für alle, die wissen möchten, wo ich in Hamburg und im Netz einkaufe, hab ich  vor ein paar Tagen schon mal ganz rechts oben meine liebsten Einkaufsquellen aufgeführt.