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Tagliatelle mit Räucherlachs

Heut gibt es eine meiner Lieblings-Pastasaucen, ratzfatz zubereitet und superlecker. Ich steh natürlich auch sehr gern mal etwas länger in der Küche (Sonntags mach ich selten etwas anderes ;o) ), ab und zu ist so eine schnelle Pastasauce, die bei uns trotzdem nicht zur Alltagsküche gehört, aber auch mal ganz schön.

Als bekennende Muschelschubser sind wir zwar absolute Fischfans, trotzdem steht Fisch bei uns noch viel seltener auf dem Tisch als Fleisch, und auch das gibt es bei uns maximal 2x pro Woche, Tendenz eher sinkend. 
Wir achten sehr genau darauf, wo der Fisch herkommt, wie er aufgezogen wurde und ein entscheidendes Kriterium ist natürlich die Überfischung der Meere, viele Fischsorten scheiden da von vornherein komplett aus. Mittlerweile hab ich die Fischsorten, die man heute noch guten Gewissens kaufen kann im Kopf, ansonsten lohnt immer ein Blick in den Fischratgeber des WWF.

Ich mag es eigentlich nicht, mit dem erhobenen Zeigefinger mahnend den Verzehr von Biofleisch, -fisch, -obst- und -gemüse zu predigen, das muss letzendlich jeder selbst wissen. Trotzdem ist es mir wichtig, auf die Aktion "Foodies against Overfishing" hinzuweisen, die ich schon seit Langem in meiner Sidebar verlinkt habe. 
Schaut doch mal in diesem Blog vorbei und noch besser, unterstützt diese Aktion. Übernehmt das Banner in Eure Blogs, macht darauf aufmerksam, dass es so nicht mehr weitergehen kann und zeigt, dass es auch besser geht. Dass nicht jeden Freitag Fisch auf dem Teller liegen muss, dass man auch aus den Fischsorten, die man fast bedenkenlos, aber trotzdem sehr bewusst zubereiten kann, leckere Gerichte zaubern kann und dass es nicht allzu aufwendig ist, sich nach der Liste des WWF und Greenpeace zu richten.

Nun noch schnell ein paar Worte zum Rezept:
Ganz wichtig ist, dass der Räucherlachs nicht noch ewig mitgart, sondern wirklich erst ganz zum Schluss zur Sauce kommt. Keine Sorge, ein guter Räucherlachs ist so aromatisch, dass sie Sauce auch so seeehr lecker wird.
Lässt man den Lachs zu lange mitköcheln, wird er sehr schnell knochentrocken, daher nur kurz durchschwenken und dann auch schon die Pasta dazugeben.

Den Forellenkaviar kann man auch bedenkenlos weglassen, die Sauce schmeckt trotzdem ;o)
 
Zutaten

Für den Teig
200 g Hartweizenmehl
2 Eier
½ TL Salz
2 EL Olivenöl

Für die Sauce
2 Schalotten, sehr fein gehackt
200 ml Weißwein
200 ml Crème fraîche
2 EL Zitronensaft
200 g Bio-Räucherlachs
2 EL Dill, fein gehackt
Salz und Pfeffer
1 Glas Bio-Forellenkaviar
Olivenöl

Zubereitung

Für den Nudelteig
Die Zutaten komplett in eine Schüssel geben. Mit dem Handmixer grob vermengen, so dass Brösel entstehen und anschließend mit der Hand verkneten, bis ein grober Teig entsteht. Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und mit der Hand gründlich kneten, bis ein elastischer, glatter Teig entsteht. In Frischhaltefolie einschlagen und mind. 1/2 Stunde ruhen lassen.
Den Teig mit der Nudelmaschine oder dem Nudelholz ausrollen und in Tagliatelle schneiden.

Für die Sauce
Schalotten in Olivenöl anschwitzen und mit dem Weißwein ablöschen. Crème fraîche und Zitronensaft hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Von der Platte nehmen und den in Stücke geschnittenen Lachs, sowie den Dill und die Hälfte des Forellenkaviars hinzugeben. Die Sauce soll nun auf keinen Fall mehr kochen, da der Lachs sonst trocken wird.

Die Nudeln kochen, und bissfest garen. Abgießen und eine Tasse des Nudelwassers zurückbehalten. Die Nudeln sofort zur Sauce geben und dort ziehen lassen, evtl. noch etwas Nudelwasser hinzufügen.
Auf Tellern anrichten und mit etwas gehacktem Dill und dem restlichen Forellenkaviar garnieren.

Holunderblüten-Lassi

Der Buschfunk unter Foodbloggern klappt prima, so hab ich über Facebook neulich auch von Kollegin Anikó von diesem köstlichen Lassi erfahren. 
Ich hatte alle Zutaten im Haus, also stand das Frühstück für den nächsten Tag schon mal fest - ein toller, erfrischender Start in den Tag!
Je nach Süße des verwendeten Holunderblütensirups, muss man die Zuckermenge halt anpassen, mein Sirup war anscheinend etwas süßer, so dass ich weniger Zucker genommen hab, aber das kann ja jeder selbst nach Geschmack entscheiden.  
Nach den Ricotta-Gnocchi mal wieder ein tolles Rezept von Nicole Stich - es werden immer mehr :o)

Zutaten
600 ml Joghurt 3,5%
3 grüne Kardamom-Kapseln
1 Vanille-Schote
3-4 TL Zucker
5 EL Holunderblüten-Sirup
Eiswürfel

Zubereitung
Die Vanilleschote längs mit einem scharfen Messer aufschneiden und das Mark mit dem Messerrücken auskratzen. Die Kardamomkapseln öffnen und die Samen im Mörser mit einem TL Zucker sehr fein mörsern.
Alle Zutaten in einen Mixer geben und gut durchmischen. Im Kühlschrank kalt stellen und mit Eiswürfeln gekühlt servieren. 

King Arthur Fudge Brownies

Da haben sich die Amerikaner zur Abwechslung doch mal was wirklich Gutes einfallen lassen - die Erfindung der Brownies war nun wirklich genial!
Es gibt kaum einen Kuchen, der so simpel in der Vorbereitung ist wie ein Brownieteig. Nur die Suche nach der perfekten Backform ist immer wieder ein wenig knifflig.
Brownierezepte sind natürlich nicht alle gleich, im Gegenteil, die Mengenangaben differieren teilweise mächtig, d.h., man muss ab und zu ein wenig rechnen, um Brownies herauszubekommen, die nicht nur minimal dicker als ein Knäckebrot oder im Gegenteil die Dicke eines 3 stöckigen Tortenbodens haben.
Ich hab seit einer Weile die perfekte Form für mich gefunden, sie ist ca. 22x33 cm groß und hat eine Höhe von 4 cm - ursprünglich wohl als Bratform gedacht, ideal für diese Brownies. 
Das Beste an Brownies ist natürlich, dass sie zum Großteil aus Schokolade oder Kakao bestehen - eine sehr wichtige Eigenschaft ;o)
Nüsse darf ich leider nicht verarbeiten, sonst streikt mein Mitesser und der soll die schließlich zum Großteil verputzen.
Ganz wichtig für den perfekten Brownie ist, dass er noch nicht ganz durchgegahrt aus dem Backofen genommen wird. Da jeder Backofen anders backt, ist hier im wahrsten Sinne des Wortes etwas Fingerspitzengefühl gefragt.
Wenn man mit dem Finger auf die Oberfläche des Brownies drückt, soll es sich weich, aber nicht mehr flüssig anfühlen. Beim hin und herschubbern (wie sagt man dazu richtig?) muss sich die Oberfläche leicht hin und her bewegen, ähnlich wie beim Wackelpudding, nur einen kleinen Tick fester, dann ist der Brownie perfekt.


Zutaten
200 g Butter
400 g Zucker
4 große Eier
100 g Kakaopulver
1 TL Salz
1 TL Backpulver
1 TL Espressopulver
1 EL Vanilleextrakt
160 g Mehl
300 g Schokotropfen

Zubereitung
Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Den Zucker zufügen und alles verrühren - erneut erwärmen, aber nicht zum Kochen bringen. Weiter rühren, damit sich der Zucker vollständig auflöst. Von der Platte nehmen und etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Eier in eine Schüssel geben und mit dem Kakaopulver, Espressopulver, Vanilleextrakt und Salz verrühren.
Nach und nach vorsichtig die warme Buttermischung unterrühren.
Mehl und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermischen und zusammen mit der Hälfte der Schokotropfen unter die Buttermischung rühren, den Teig ca. 20 Minuten abkühlen lassen, bis er nur noch mäßig warm ist. Die restlichen Schokotropfen unterheben.
Eine 23x33 cm große Form mit einem Tropfen Öl ausreiben und mit Backpapier auslegen. Durch den Öltropfen hält das Backpapier besser in der Form.
Den Teig in die Backform geben und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen - Stäbchenprobe machen! Der Brownie sollte gerade mal so durchgebacken, aber trotzdem sehr! feucht sein. 

Quelle: King Arthur Flour

Ich hätte da gerne mal ne Frage ...

... oder auch zwei oder drei ;o)
Als selbständige (Kuriositäten-)Ladenbesitzerin macht frau sich ja ab und zu mal Gedanken, wie es mit dem Lädchen weitergehen soll und wie das Angebot weiterhin interessant gestaltet werden kann, daher hab ich mir eine eventuelle Erweiterung des Sortiments überlegt. 
Bevor ich mich aber voller Tatendrang ans Werk mache und meine Beiträge im Endeffekt gar Niemanden interessieren, frag ich lieber mal nach, ob meine Idee überhaupt irgendwie interessant ist. 
Aaaalso, angenommen, ich würde ab und zu mal von einem Gewürz, Öl, Küchengerät,  Kochbuch usw. usf. berichten, von dem ich ganz besonders angetan bin und das im KuLa nicht mehr wegzudenken ist, wär das interessant für Euch?
Nicht falsch verstehen, ich habe nicht vor, Produkttests durchzuführen, KitchenAid, Canon und Vorwerk werden ja eher nicht bei mir anklopfen ;o). Ich würd Euch nur von Dingen berichten, die ich sehr mag, Geld gibt's dafür nicht. 
Also was denkt Ihr, interessant oder überflüssig? 

P.S.: Solange dieses Umfrage-Gadget in der Sidebar nicht funktioniert, nehm ich das mal raus, diese Fehlermeldung sieht mächtig unschick aus und sowas stört mich immer bannig ;o) 

Nachtrag: Für alle, die wissen möchten, wo ich in Hamburg und im Netz einkaufe, hab ich  vor ein paar Tagen schon mal ganz rechts oben meine liebsten Einkaufsquellen aufgeführt.

Annatto-Öl

"Annatto-Öl? Was das denn?" fragt Ihr Euch jetzt sicher. Keine Sorge, kein super angesagtes Gourmet-Öl, Ihr habt also nicht den neuesten kulinarischen Trend verschlafen, sondern nur ein mit Annatto eingefärbtes neutrales Öl. Und wer hat's erfunden? Nicht die Schweizer, sondern ich, ich war's ;o)
Nun ist Annatto-Öl nichts, was man unbedingt in der Küche braucht, die Annatto-Saat aromatisiert das Öl nicht wirklich, sondern färbt es, wie Ihr auf dem Bild seht, nur orange. Trotzdem möchte ich es nicht mehr missen.

Ihr wisst ja, der Nudel gehört meine große Liebe, ich liebe selbstgemachte Pasta! 
Es gibt sicher mindestens soviele Nudelteigrezepte wie Regionen in Italien, ich bereite meine Alltagsnudeln aber meistens gleich zu, nämlich 1 Vollei auf 100 g gemahlenen Hartweizengrieß + Salz und Öl. 
Im Gegensatz zu anderen Nudelteigen, die ausschließlich Eigelbe anstelle von Volleiern verwenden, bringt mein Standardteig nicht so quietschegelbe Nudeln hervor, sie sind etwas heller. Ich mag aber gerade diese wunderschönen gelben Nudeln, also helfe ich etwas nach, trickse also n lütt beten ;o)
Wieso mach ich es mir nicht einfach und verwende gleich ausschließlich Eigelbe? Ich weiß schlicht nicht, wohin mit all dem Eiweiß. Baiser ist ab und zu mal ok, auf die Dauer aber nicht meine Leibspeise und andere Verwertungsmöglichkeiten für Eiweiß auch keine Lösung für mich. Also Volleier und ein Schuss Annatto-Öl
So, jetzt wisst Ihr's - Annatto-Öl ist kein geheimes Würzöl, sondern nur ein kleines Hilfsmittel aus der Hexenküche einer leidenschaftlichen Hobby-Nudlerin ;o)

Zutaten  
2 TL Annatto-Samen oder gemahlene Annatto-Samen
500 ml neutrales Öl

Zubereitung
Die Annattosamen im Mörser grob zermörsern.
Öl und Annatto in einen Topf geben und langsam erwärmen, die Temperatur sollte nicht über 80°C steigen. Steigt die Temperatur zu hoch an, den Topf evtl. 5 Minuten von der Platte ziehen.
Das Öl ca. 45 Minuten ziehen lassen, durch ein feines Sieb gießen und in einer Flasche dunkel im Kühlschrank aufbewahren.