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3. Hamburg kocht!-Treffen am 29.05.2010

Wir haben es ja schon angedroht: Beim zweiten Treffen entstand gleich die Idee zum dritten Treffen – inklusive Menü, das wir aber noch überarbeiten und ergänzen. Diesmal lautet das Motto „Viva Italia!“.
Es wird einen kleinen Pastakurs (den mach dann wohl ich ;o) ) geben und im Anschluss lassen wir es uns bei Antipasti, Ossobucco, Melonensorbet, Dessertvariationen und einer leckeren Käseauswahl so richtig gut gehen. 

Für weitere Details schaut bitte bei Hamburg kocht! vorbei, Kaoskoch hat dort alles sehr detailliert aufgeführt. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr mit dabei seid und wir zusammen einen gemütlichen und unterhaltsamen Tag verbringen können!

Chinesische Gewürztee-Eier

Diese Eier sind mir in meinen Kochbüchern und im Internet schon häufiger über den Weg gelaufen und jedes Mal war ich begeistert von der Optik. Diese ungleichmäßige braune Marmorierung macht jedes Ei zu einem kleinen Kunstwerk, einem Kunstwerk, dass man auch noch essen kann - besser geht's doch nicht, oder? :o)

Damit diese Eier geschmacklich auch etwas von der Marinade annehmen, muss der Tee wirklich stark sein und die Eier lange genug ziehen. 3 Stunden sind, wie ich finde das Minimum, man kann sie auch gut über Nacht in der Marinade liegen lassen - trotzdem bleiben es hartgekochte Eier, erwartet also keine riesige Geschmacksbombe ;o)

 
Zutaten 
6 Eier
4 EL helle Sojasauce
4 EL dunkle Sojausauce 
3 TL starker schwarzer Tee
3 Scheiben Ingwer
1 Sternanis 
2 Nelken
Wasser

Zubereitung 
Eier 10 Minuten hart kochen. Gründlich abschrecken und mit dem TL mehrfach die Schale anknacken. Darauf achten, dass sich die Schale nicht vollständig löst. 
Alle Zutaten für die Marinade in einen kleinen Topf geben, die Eier hineinlegen und mit Wasser auffüllen, so dass die Eier fast bedeckt sind. 
Auf kleinster Stufe ca. 3 Stunden ziehen lassen.

Besonders gut schmecken die Eier mit einem leckeren Dip, beispielsweise einer asiatisch gewürzten Mayonnaise oder einem Sojasaucen-Ingwer-Dip. Sie sind ein idealer Snack für zwischendurch und lassen sich prima auf ein Picknick oder als Mahlzeit auf der Arbeit mitnehmen.

Potetkaker - norwegische Kartoffelfladen

Es folgt eine offizielle Beschwerde beim Sender arte, bzw. den Verantwortlichen für die Programmgestaltung:

Ich bin wahrscheinlich einer der größten Fans der Sendung "zu Tisch in...", für mich war das Schauen dieser Sendung am Sonntagnachmittag ein festes Ritual, ich hab sie nur in absoluten Ausnahmefällen verpasst. Seit einiger Zeit hat "zu Tisch in..." nun aber einen neuen Sendeplatz, Samstags um 17.45 h ...

Das ist einfach nicht meine Zeit! Seit die Sendung auf diesem unmöglichen Sendeplatz läuft, hab ich noch keine einzige sehen können - so geht das nicht! Was war denn so schlecht an dem sonntäglichen Sendeplatz? Der war doch klasse :o(
Wenn ich hier jetzt keine Rezepte mehr aus dieser Sendung vorstellen kann, ist das ganz allein Eure Schuld, so!

Das wahrscheinlich letzte "zu Tisch in-Rezept", dass ich Euch heute hier präsentiere, stammt natürlich noch aus der guten alten Zeit, als  "zu Tisch in ..." noch sonntags lief ... Ja, damals war alles besser ;o)

Wenn man sich das Rezept mal anschaut, wird man feststellen, dass es sich bei der Grundmasse im Prinzip um einen Gnocchi-Teig handelt, der nicht gekocht, sondern in der Pfanne zu Fladen gebacken wird.
(Achtung, Monster-Satz!) Ich hatte mir zwar schon gedacht, dass wir diese Fladen gern mögen würden, dass ich aber derart begeistert sein würde, wie ich es schlussendlich war, hatte ich nicht erwartet. Durch das Backen der Fladen bekommen sie einen tollen, intensiven Kartoffelgeschmack, schmecken ganz ähnlich wie Kartoffeln aus dem Lagerfeuer. Sie sind leicht süßlich und sehr aromatisch. 
Wir haben die Fladen mit Salat, geräuchertem Heilbutt und dem bereits vor einer Weile gebloggten Räucherforellen-Aufstrich, diesmal mit Makrele anstelle von Forelle gegessen - wirklich eine absolute Delikatesse, die ich sehr bald wieder machen werde. 
Die Fladen lassen sich auf Vorrat herstellen und eignen sich daher auch prima für ein Picknick oder als "Pausenbrot".


Zutaten
1 kg mehlig kochende Kartoffeln
ca. 100 g Mehl
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung
Die Kartoffeln in Salzwasser gar kochen, abgießen und auf der ausgeschalteten Herdplatte sehr gründlich ausdampfen lassen. Je besser man die Kartoffeln ausdampfen lässt, desto weniger Mehl muss man später hinzufügen.
Noch warm pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und soviel Mehl unter die warmen Kartoffeln mischen, dass ein Teig entsteht, der gerade nicht mehr klebt. 
Mit den Händen aus dem Teig eine Rolle formen und Scheiben abschneiden. Die Scheiben mit einem Nudelholz auf der gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in einer ungefetten Crêpes- oder anderen gusseisernen Pfanne von beiden Seiten jeweils 3-4 Minuten backen. 

Die Fladen werden traditionell kalt mit gesalzener Butter und Zucker oder Marmelade, oder warm mit gebeiztem Lachs, Schinken oder anderen pikanten Beilagen gegessen.

Der Teig sollte recht zügig verarbeitet werden, da er schnell Feuchtigkeit zieht und sich dann nur noch schwer verarbeiten lässt. Im Zweifelsfall muss man noch etwas Mehl unterkneten, dann lässt er sich wieder leichter ausrollen und ausbacken.

Kakao-Hefeschnecken

Ich geb's zu, in letzter Zeit ist es hier ein wenig schokolastig, aber diesmal kann ich nichts dafür, Anikó hat Schuld! Jawohl! 
Hätte sie nicht diese unglaublich leckeren Schnecken gebloggt, hätte ich nicht sofort in die Küche laufen und sie nachbacken müssen.

Glücklicherweise bin ich in solchen Dingen sehr leicht zu beeinflussen, sonst hätte ich wirklich etwas verpasst. Die Schnecken sind superfluffig, sehr saftig und richtig schön schokoladig.
Wie immer hab ich einige klitzekleine Kleinigkeiten am Rezept verändert (ich kann einfach nicht anders ;o) )

Zutaten

Hefeteig
500 g Mehl, Typ 405
250 ml lauwarme Milch
50 g Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
75 g zimmerwarme Butter
1 TL Salz
1 Ei
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
1 TL Vanilleextrakt

Füllung
8 EL Puderzucker
4 EL Kakaopulver

Guss
150 ml Milch
50 g zerlassene Butter

Zubereitung
Die Trockenhefe in der Milch verrühren und zusammen mit einem TL Zucker einige Minuten auflösen lassen.
Mehl, Zucker und Salz trocken miteinander verrrühren. Hefe/Milchmischung, Butter, Ei und Zitronenabrieb zufügen und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine gründlich zu einem geschmeidigen, elastischen Teig verkneten.
Abgedeckt in einer Schüssel gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat, das kann je nach Zimmertemperatur bis zu 2 Stunden dauern, aber auch erheblich schneller gehen. Man kann den Teig auch am Vorabend zubereiten und bis zum nächsten Tag abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen.

Den aufgegangenen Teig abschlagen und nochmals durchkneten. Rund wirken und ca. 10 Minuten entspannen lassen. Den Hefeteig rechteckig ausrollen und großzügig mit der Zucker-Kakaomischung bestreuen. Von der Längsseite aufrollen und in ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden.
Die Schnecken in eine ca. 25x40 cm große Backform legen und nochmals abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Butter in einem kleinen Topf zerlassen. 
Die Schnecken herausholen und mit der Milch begießen, sowie der flüssigen Butter bestreichen. Zurück in den Ofen schieben und weitere 15 Minuten fertig backen.

Barbara und Noémi haben es auch nicht lang ohne Schnecken ausgehalten und sie mittlerweile ebenfalls nachgebacken. Kakaoschnecken für alle! ;o)

Schokoladen-Milchreis

Meine ausgeprägte Zimt-Aversion hat sich ja sicher schon rumgesprochen. Im Prinzip hab ich sie von meiner Mutter geerbt, schon ihr kam kein Zimt ins Haus, geschweige denn in die Küche.
Eine meiner gruseligsten Vorstellungen ist Milchreis mit Zimt, wahrscheinlich würd ich eher einen großen Teller Erbsensuppe essen, als nen Löffel Milchreis mit Zucker und Zimt, und das will was heißen ;o)
Weil Milchreis selbst ja durchaus was Leckeres ist und Schoki sowieso immer geht, mach ich mir (und ab und zu auch meinem Mitesser) gerne einen Schokoladenmilchreis. Am Besten schmeckt er mir mit Valrhona-Kakaopulver, aber natürlich kann man auch jedes andere ungesüßte, echte Kakaopulver oder eine gute, hochprozentige Schokolade verwenden.
Besonders unkompliziert kocht sich der Milchreis, wenn man die Temperatur nach einmaligem Aufkochen auf ein Minimum reduziert oder die Platte sogar komplett ausstellt und den geschlossenen Topf darauf oder unter der Bettdecke stehen lässt. Es dauert dann zwar ein wenig länger, der Reis setzt aber garantiert nicht an und kocht sich quasi von alleine.

Zutaten
600 ml Milch
100 ml Sahne
150 g Risotto- oder Milchreis 
50 g Valrhona-Kakaopulver
60 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote

gehackte Valrhona-Bohnen zum Bestreuen

Zubereitung
Die Milch und die Sahne in einen Topf geben und Kakaopulver, Zucker und gemahlene Vanille unterrühren. Den Reis dazugeben und zum Kochen bringen. Regelmäßig Rühren, damit die Milch und der Reis nicht ansetzt.
Sobald die Milch kocht, die Platte auf kleinste Stufe schalten und ziehen lassen, bis der Reis gar ist.