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Tag der offenen Tür im Kuriositätenladen

Ich hab ja schon öfter meine winzig kleine Küche erwähnt und nun wird es mal Zeit, dass Ihr seht, wie es im Kuriositätenladen (bzw. wie Ihr unten seht, in der Düvelsköök) aussieht. Ich hab ein paar Bilder, die zugegeben schon ein wenig älter sind, herausgesucht. Eine kleine Veränderung hat es gegeben, als ich neulich nach einem klitzekleinen Küchenunfall die Wandfarbe unfreiwillig verändern musste ... Ansonsten ist aber alles beim Alten geblieben ;o)


Leider hab ich in der Küche keine Tür (wurde im Zuge der Sanierungsmaßnahmen vor unserem Einzug einfach entfernt) - also haben meine kleinen Mitbewohner jederzeit Zutritt zur Küche und sind natürlich auch stets zur Stelle, wenn es etwas gibt, um dass es sich in ihren Augen zu kämpfen lohnt ...
Beim Einzug musste ich mich entscheiden, ob ich eine Geschirrspülmaschine haben möchte, oder doch lieber die Waschmaschine in der Küche unterbringe - ich hab mich für die Waschmaschine entschieden, denn für jede Ladung Wäsche aus dem 4. Stock in den Keller zu laufen, nein Danke! Da wasch ich lieber mit der Hand ab ;o)



Der Wächter über das Küchenpapier: Barbapapa! Ich liebe diesen Küchenpapierhalter heiß und innig, auch wenn er die Größe eines kleinen Fernsehers hat und mich bei der Suche nach einem geeigneten Platz in arge Bedrängnis gebracht hat. Nun hängt er aber über dem Waschbecken und lächelt mich immer an - da ist das Abwaschen dann auch gleich nicht mehr ganz so nervig ;o)
Das Gewürzregal ist mittlerweile noch ein wenig angewachsen und ich muss teilweise arg hochstapeln ;o)



Meine fleißige Küchenhilfe Rita ist immer zur Stelle - natürlich ganz ohne Hintergedanken ;o)
Ich hab in meiner kleinen Küche ja kaum Platz für Schränke, also platzt das Regal im Vordergrund fast aus allen Nähten. Als ich es im Zuge meiner Renovierungsarbeiten ausgeräumt habe, war der Rest der Küche voll und ich wusste gar nicht mehr, wohin mit dem ganzen Krams ...



Neben Barbapapa mein zweiter Stolz - meine selbstgebastelte Mops-Uhr ;o)

So, das war er, der kleine Streifzug durch den Kuriositätenladen - ich hoffe, es hat Euch gefallen und Ihr habt einen kleinen Einblick bekommen ...

Lasagnette mit Fleischbällchen und Tomatensauce

Das Rezeptebuch ist doch wirklich ne feine Sache! Beim Freischalten der Bilder ist mir ein Rezept der Hedonistin für Pasta mit Fischbällchen aufgefallen.
Nu mach ich ja recht oft Nudeln, aber ich hab doch tatsächlich noch nie eine Sauce mit Fleisch- oder Fischbällchen gemacht - eine ernstzunehmende Wissenslücke!
Für Freitag hab ich sowieso ein schnelles Pastarezept gesucht, also war das genau das richtige. Da ich noch Hackfleisch eingeforen hatte, hab ich eine Fleischbällchen-Variante gemacht und dafür meine hauseigene Lieblings-Tomatensauce verwendet.
Die Lasagnette sind selbstgemacht, aber natürlich kann man dieses Gericht mit jeder guten gekauften Pasta machen.
Dieses Pastagericht ist bestechend simpel, hat aber eindeutig das Potential zu einem festen Standard zu werden.




Zutaten
400 g Rinderhack

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

Salz und Pfeffer
Oregano
3 EL frisch geriebener Parmesan
1 Ei
Semmelbrösel

750 ml Pizzaiola
Pasta nach Wahl
frisch geriebener Parmesan

Zubereitung
Alle Zutaten für die Hackbällchen in eine Schüssel geben, würzen und gut vermischen. Kleine Bällchen formen und in Olivenöl von allen Seiten knusprig anbraten (klappt übrigens ganz wunderbar in einer Eisenpfanne ;o) )
Die Tomatensauce erhitzen und die Fleischbällchen dazugeben (das Olivenöl darf natürlich mit dazu) -
ziehen lassen, bis die Pasta gekocht ist.
Pasta mit der Fleischbällchensauce und frisch geriebenem Parmesan servieren.

Blood Orange Curd

Lemon Curd ist wahrscheinlich eine der größten kulinarischen Erfindungen der Briten und als schnöder Brotaufstrich fast zu schade. Hier hab ich mal eine andere Variante ausprobiert, und wie schon der Löffel im Glas verrät, braucht man gar kein Toast oder Scones, das schmeckt auch ohne alles ;o)



Zutaten
Zesten und Saft einer Zitrone
Zesten und Saft einer Blutorange
70 g Zucker
90 g Butter
3 Eigelb

Zubereitung
Alle Zutaten in einen Topf geben und auf kleinster Stufe solange rühren, bis die Masse cremig, ja regelrecht schaumig wird - das kann schonmal 15 Minuten oder auch länger dauern. - hängt halt ganz von den Muckies ab. Heiß in Gläser füllen, fest verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.
In den meisten Rezepten ist angegeben, dass Lemon Curd über dem Wasserbad aufgeschlagen werden soll, ich mache es aber immer auf geringster Hitze (Stufe 1) direkt im Topf und das klappt ganz wunderbar.

Schoko-Orangen-Scones

Scones-Puristen aufgepasst, diese Scones sind ganz und gar nichts für Euch! ;o)
Klassische Scones sind ja schon eine leckere Sache, mit Clotted Cream und Little Scarlet Erdbeermarmelade - aber manchmal darf es auch etwas Neues, bzw. mal eine andere Variante sein.
Diese Scones sind mit Orangenzesten aromatisiert und weil Schokolade ja eigentlich immer geht, haben sich noch ein paar Schokotropfen in die Scones verirrt.
Hier braucht es keine Marmelade mehr, da die Scones bereits Zucker enthalten und die Schokotropfen zusätzliche Süße bringen, schmecken für sich allein schon sehr lecker
.


Zutaten

500 g Mehl
3 gestrichene TL Backpulver
1/2 TL Salz

2 EL Zucker

120 g Butter

Abrieb einer Bio-Orange
100 g Schokotropfen

200 ml Milch

Zubereitung

Das Mehl mit dem Backpulver, dem Salz und Zucker trocken vermischen. Die Butter in das Mehl einarbeiten, bis ein krümeliger Teig entsteht. Die Milch dazugeben und alles zu einem recht festen Teig verkneten.
Die Teigmenge halbieren und beide Portionen rund ausrollen. Die Teigkreise sollen eine Höhe von ca. 2 cm haben. Mit einem langen Messer oder Teigrad in 8 "Tortenstücke" teilen und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.
Im auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 10-15 Minuten backen. Die Scones sollen leicht gebräunt sein.



Im Kuriositätenladen wird es jetzt wohl öfter Scones geben, besonders für den spontanen Heißhunger auf Süßes sind sie wie gemacht, denn innerhalb einer Dreiviertelstunde ist der Teig hergestellt, die Scones sind gebacken und soweit abgekühlt, dass man schonmal einen testen kann - einfach perfekt :o)


Bulgur-Linsen-Burger mit Curry-Mayonnaise

Ein leckerer Burger muss nicht zwangsläufig von einer der allseits bekannten Ketten sein und vor Fett nur so triefen - es geht auch vegetarisch und trotzdem lecker ;o)



Zutaten
200 g rote Linsen, getrocknet
200 g Bulgur (mittlere Körnung)
3 TL Tahine
2 Eier
4 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten
1 Handvoll glatte Petersilie, grob gehackt
1 große Karotte, fein geraspelt
Salz und Pfeffer
1/2 TL Chili-Pulver
Semmelbrösel oder Panko nach Bedarf

Zubereitung
Die Linsen mit Wasser bedeckt aufsetzen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Zusammen mit dem Restwasser pürieren und beiseite stellen.
Den Bulgur mit soviel kochendem Wasser übergießen, dass er bedeckt ist und ca. 30 Minuten quellen lassen.
Linsenmus mit Tahine vermischen und zu dem Bulgur geben. Petersilie, Frühlingszwiebeln, Karotte, Eier, Gewürze und Semmelbrösel hinzufügen und gut vermischen.
Die Masse zu Bratlingen formen und in der Pfanne knusprig ausbraten.

Sehr gut schmecken die Bratlinge auf englischen Frühstückmuffins mit einer Curry-Mayonnaise.

Curry-Mayonnaise
1 Bio-Ei
ca. 150 ml Rapsöl
Salz und Pfeffer
etwas Zitronensaft
1 TL Currypulver

Alle Zutaten in einen Mixbecher geben und mit einem Mixstab zu einer Mayonnaise hochziehen.