Schokoladenpudding

Es gibt tatsächlich Menschen, die behaupten, einen Pudding ohne Fertigtüte zu kochen, würde länger dauern, als mit diesem Fertigzeugs und dazu noch schlechter schmecken - ist natürlich absoluter Unfug! ;o)
Auf fertiges Puddingpulver zu verzichten bietet einige Vorteile, zumindest für mich:
  • Da ich sowieso immer Maisstärke im Haus habe, bin ich jederzeit für einen akuten Pudding-Notfall gerüstet
  • der selbstgemachte Pudding enthält keine Zusatzstoffe wie Farbstoffe (E104, E110, etc.), Aromastoffe, usw. usf.
  • In der Wahl der Geschmacksrichtung sind mir keine Grenzen gesetzt - ein wenig Chili, ein Hauch Kardamom, ein EL fein gehackter kandierter Ingwer, grob gehackte Valrhona-Bohnen, ein Schuss Whisky oder andere Spirituosen - das findet man in gekauftem Puddingpulver eher selten, bzw. gar nicht
Um nun noch zu beweisen, dass selbstgemachter Pudding nicht nur mindestens genauso lecker ist wie sein Pendant aus der Tüte, sondern man auch weder mehr Zeit-, noch Geschirraufwand hat, hab ich unten genau aufgeschrieben, wie ich meinen Pudding anrühre.

Und wer es so richtig auf die Spitze treiben möchte, der kocht einen sehr flüssigen Pudding, d.h. dickt im Prinzip einen Trinkkakao etwas mit Maisstärke an und backt sich dazu Churros, die in den flüssigen Pudding getaucht werden - aber Vorsicht! Danach hat man nicht nur einen Schokoladen-, sondern wahrscheinlich auch einen Kalorienschock, spätestens beim anschließenden Blick auf die Waage ;o)


Zutaten

500 ml Vollmilch
40 g Valrhona-Kakaopulver
2 TL gehackte Valrhona-Bohnen
30 g Maisstärke
40 g Zucker
Mark einer Vanilleschote

Zubereitung
Die Milch in einen Kochtopf abwiegen, etwas der abgewogenen Milch in eine kleine Schüssel umfüllen. Kakao und Zucker ebenfalls in den Topf abwiegen, das Vanillemark inkl. der ausgekratzten Vanilleschote dazugeben und auf dem Herd zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit die Stärke zu der Milch in die Schüssel geben und gut verrühren, so dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die Milch mit dem Kakao und dem Zucker verrühren und sobald es kocht, von der Platte nehmen und unter stetigem Rühren die Stärke-Milch dazugeben. Erneut auf die Platte stellen und nochmals aufkochen lassen. Vom Feuer nehmen und die gehackten Valrhona-Bohnen oder ähnliches unterrühren. In Portionsschüsseln füllen und abkühlen lassen. 

Tipp: Darauf achten, dass Maisstärke und keine Kartoffelstärke verwendet wird, weil diese eine unangenehme Konsistenz bewirkt.
Ganz nach Geschmack kann man natürlich auch noch Schokolade in der Puddingmasse auflösen, das gibt je nach Sorte noch einmal einen besonderen Kick.



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Fremdkochen Mein liebstes Mamarezept

Mein allerliebstes Lieblingsgericht meiner Mama? Schwierig, ganz schwierig! Es gibt sooo viele Speisen, die bei meiner Mama um Längen besser schmecken, als wenn ich sie koche. Erst letzte Woche hat sie bewiesen, dass Sauerkraut und Sauerkraut nicht das Gleiche ist - ihres ist besser!
Eine meiner absoluten Leib- und Magenspeisen ist Linsensuppe, die versuch ich gar nicht erst selbst zu kochen, klappt eh nicht.
Leider ist meine Mama, was das Aufschreiben ihrer Rezepte angeht, nicht ganz so emsig wie ich es bin - ja, da liest Du ganz richtig! Ich hab Dir so ein schönes Rezeptarchiv eingerichtet. Das kann man auch nutzen!
Das Rezept für das Buttermilchbrot fehlt übrigens auch noch ;o)

Aber zurück zum Thema...
Die Linsensuppe ist, obwohl sie mein erklärtes Lieblingsgericht meiner Mama ist, mangels Rezept und ob der, sagen wir mal, optischen Reizlosigkeit gleich weggefallen. In der engeren Auswahl waren nun noch der Ameisenkuchen, DER Kuchen meiner Kindheit und eben die Rouladen.
Da mein Mitesser ein genauso großer Rouladen-Fan ist wie ich, war ziemlich schnell klar, die Rouladen werden mal wieder gekocht und anschließend gleich im Rahmen dieses Events gebloggt. Der Ameisenkuchen kommt dann demnächst, den hat sich mein Mitesser nämlich auch mal wieder gewünscht.

Ohne meine Mama hätte ich sicher nie so einen großen Spaß am Kochen entwickelt, wie ich ihn heute habe. Ich durfte ziemlich früh in der Küche helfen und hab zwar nicht gleich allein drauf los gekocht, aber immerhin auf Anweisung gerührt, geschüttelt und auch mal abgeschmeckt. Im Prinzip hat meine Mama also den Grundstein für den Kuriositätenladen gelegt.

Traditionell gab es bei uns Salzkartoffeln zu Rinderrouladen, die konnte man prima in der Sauce matschen. Als kleine Abwandlung (schließlich muss ja auch eine klitzekleine eigene Note in diesem Rezept enthalten sein, und sei es nur bei der Beilage), gab es bei uns ein Kartoffel-Sellerie-Püree. Sellerie hab ich erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit für mich entdeckt und so die Gelegenheit genutzt, dieses Püree auszuprobieren.
Durch die leicht süßliche Note und die verhaltene Schärfe passt das Püree wirklich ausgezeichnet zu den Rouladen und ist von nun an als feste Beilage gesetzt - mein Mitesser hat das so beschlossen.

Vielen Dank an die Hüttenhilfe-Jungs für diesen wirklich ganz tollen Event. Wenn ich es auch sonst selten schaffe, an einem Event teilzunehmen - diesen konnte ich mir nicht entgehen lassen :o)


Zutaten
4 Rinderrouladen
1 Zwiebel
1 Stück durchwachsener Speck
Salz und Pfeffer
Paprika, edelsüß
Senf
Tomatenmark
Butterschmalz zum Anbraten
2 Lorbeerblätter
2 Markknochen
Wasser

Kartoffeln
Sellerie
Milch
Salz und Pfeffer


Zubereitung
Rinderrouladen mit Senf bestreichen und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. In Streifen geschnittene Zwiebeln, sowie etwas durchwachsenen Speck an ein Ende legen und fest aufrollen. Mit Küchengarn verschnüren oder mit Rouladenringen oder -spießen zuammenhalten.
Zusammen mit den Markknochen in heißem Butterschmalz von allen Seiten gleichmäßig anbraten - die Rouladen sollen rundherum schön gebräunt sein. Mit Wasser aufgießen, so dass die Rouladen nicht ganz bedeckt sind. Die Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer und jeweils einen TL Senf und Tomatenmark zufügen und alles je nach Größe der Rouladen für ca. 1-1 1/2 Stunden bei niedriger bis mittlerer Hitze sanft köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Kartoffeln und den Sellerie schälen, in Stücke schneiden und weich kochen. Durch eine Kartoffelpresse drücken und heiße Milch dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles mit einem Kochlöffel oder einem Schneebesen cremig rühren.
Abgedeckt ruhen lassen, bis die Rouladen fertig sind.
Sobald die Rouladen gar sind, aus dem Saucenfond nehmen und abgedeckt beiseite stellen. Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und ggf. noch etwas nachwürzen. Mit kalter Butter oder etwas Speisestärke abbinden und zusammen mit der Roulade und dem Püree servieren.


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Pasta, Fisch und Kürbis in einem Gericht? Das sind ja gleich 3 Lieblingsspeisen auf einmal - DAS geht nun wirklich nicht ;o)

Hab ich zumindest gedacht, bis ich diese Cannelloni neulich bei mipi entdeckte, wurde aber dank ihm eines Besseren belehrt.

Cannelloni sind eine meiner Lieblingssorten, wenn es um gefüllte Pasta geht, denn in keine andere gefüllte Pasta passt soviel Füllung wie in einen Cannellono - außerdem sind sie wirklich sehr schnell gemacht und man braucht keinerlei Zubehör.
Selbstverständlich kann man sie auch mit gekauften Cannelloni zubereiten, in dem Fall ganz nach Packungsanweisung verfahren.



Zutaten


Nudelteig

200 g Hartweizenmehl
2 Eier
2 EL Olivenöl
1/2 TL Salz

Kürbissauce
1 Hokkaidokürbis
2 Knoblauchzehen
Öl zum Braten
1/8 l trockener Weißwein
300 ml Gemüsefond
1 säuerlicher Apfel
1 walnussgroßes Stück
frischer Ingwer
Salz, Pfeffer und Chilipulver
Saft einer halben Zitrone

Cannellonifüllung
350 g Fischfilet (Seelachs)
250 g Ricotta
Schalenabrieb einer halben unbehandelten Zitrone
Salz, Pfeffer
Panko oder Semmelbrösel zur Bindung

Etwas frisch geriebener Parmesan

Zubereitung

Nudelteig

Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Kürbissauce
Den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und den Kürbis in Spalten schneiden. Bei 180°C ca. 45 Minuten im Backofen garen, bis der Kürbis weich ist. In einem Mixer mit etwas Gemüsebrühe pürieren und 500 g Kürbismus abwiegen - den Rest in einen Gefrierbeutel geben, dünn ausstreichen und für den späteren Gebrauch einfrieren.
Olivenöl in einem Topf erhitzen, den fein gehackten Knoblauch darin anschwitzen und das Kürbismus hinzufügen. Mit Weißwein ablöschen, Gemüsebrühe angießen und aufkochen lassen. In der Zwischenzeit den Apfel schälen, entkernen und das Fruchtfleisch in Scheiben schneiden. Den Ingwer schälen und fein hacken. Beides in den Topf geben und umrühren.
Das Ganze bei niedriger Hitze für ca. 15 Minuten köcheln, bis der Apfel weich ist. Dann vom Herd nehmen, pürieren und mit Salz, Chilipulver und Zitronensaft abschmecken.

Fisch-Cannelloni

Das Fischfilet gründlich unter fließendem Wasser abspülen und trocken tupfen. Gräten entfernen und in feine Würfel schneiden. Das Fischfleisch mit dem Ricotta, dem Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermengen. Nach Bedarf evtl. noch etwas Panko oder Semmelbrösel hinzufügen um überschüssige Flüssigkeit zu binden.

Fertigstellung der Cannelloni
Den gut bemehlten Nudelteig mit der Nudelmaschine zu dünnen Bahnen ausrollen. Die Nudelbahnen in jeweils ca. 10 cm lange Stücke schneiden.



In einer Pfanne Wasser zum Kochen bringen und gut salzen. In einer Pfanne lassen sich die Teigbahnen sehr viel besser vorkochen als in einem Topf, denn sie bleiben so in Form liegen und man kann sie mit einer Schöpfkelle sehr gut entnehmen.
Die Nudelbahnen nacheinander für 1-2 Minuten kochen und auf einem Küchen-Handtuch abtropfen und abkühlen lassen.



Ca. 2 EL Fischmasse auf die Nudelbahn geben und aufrollen. Mit den restlichen Nudelbahnen ebenso verfahren.





Cannelloni in eine Auflaufform legen, Sauce darübergeben und mit etwas Parmesan bestreuen.



Bei 200 °C für ca. 30 Minuten im Backofen backen, bis die Cannelloni schön goldbraun überbacken sind und mit etwas fein gehackter Petersilie bestreut servieren.




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Schwäbische Flachswickel

Vor gar nicht allzulanger Zeit war ich, wie ich ja schon mal berichtet hab, in einem großen Kochforum aktiv. Neben vielen Dingen, die mich dort sehr gestört und schließlich zum Rückzug bewogen haben, gab es natürlich auch ein paar schöne Seiten, so beispielsweise der nette private Austausch mit anderen Community-Mitgliedern, von denen ich einige auch persönlich kennengelernt habe.
Eine besonders nette Bekanntschaft war die einer Schwäbin mit einer besonderen Vorliebe für Norddeutschland, die wir einige Male hier in Hamburg treffen konnten.
Sie war es dann auch, die mich damals auf diese schwäbische Spezialität aufmerksam gemacht hat - haste gut gemacht! ;o)

Flachswickel sind schnell gemacht und passen durch ihren simplen Geschmack einfach perfekt auf jede norddeutsche Kaffeetafel - im Prinzip könnte das auch gut ein ostfriesisches Gebäck sein, aber die Schwaben waren halt schneller ;o)
Im Vorwege dieses Blogeintrages hab ich mich bei besagter Schwäbin erkundigt, ob meine Flachswickel in etwa den Originalen entsprechen, aber es ist dann wohl doch eher eine norddeutsche Interpretation.
Die richtigen urigen Flachswickel haben einen bauchigen Teil mit ein Mal überschlungenen "Füßchen". Und diese Füßchen gehen dann am Ende ein wenig auseinander. Sieht eigentlich dann aus wie eine festliche Schleife.
Das kommt nu davon, wenn man sich auf Bildmaterial aus o.g. Forum und der Google-Bildersuche verlässt ;o)
Ihr müsst hier also ein bisschen Eure Phantasie spielen lassen, die sehen halt im Original etwas anders aus.
Geschmacklich gehen sie ein wenig in Richtung trockener, bzw. keksiger Butterkuchen - ich hoffe, wenigstens das stimmt mit dem Original überein ;o)



Zutaten
500 g Mehl
250 g Butter, zimmertemperiert
2 Eier, zimmertemperiert
4 EL Milch, zimmertemperiert
1 Tütchen Trockenhefe
2 TL Zucker
1 Prise Salz
1 TL Vanille-Extrakt
Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung
Die Hefe in der Milch auflösen und einige Minuten ruhen lassen, bis sie sich vollständig aufgelöst hat.
Die Butter schaumig rühren. Eier, Salz und Mehl zugeben, zuletzt die Hefe-Milch unterarbeiten und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Fingerdicke Rollen auf Hagelzucker ausrollen und 30 cm lange Stücke abschneiden, zur Hälfte zusammenlegen und umeinander schlingen.
30-45 Min gehen lassen und dann 15 Min. bei 200 Grad goldbraun backen.

Wichtig bei der Zubereitung ist, dass die Zutaten (Eier, Butter und Milch) Zimmertemperatur haben, weil sie sich nur dann optimal verarbeiten lassen.



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Pizza ist ja bekanntlich eines meiner absoluten Lieblingsessen und eines der wenigen, das ich kaum verändere. Ich hab ein paar Pizzabeläge, die ich für mein Leben gern esse und überlege es mir sehr gut, bevor ich mal einen neuen ausprobiere - zu groß die Befürchtung, enttäuscht zu werden, denn dann verpass ich ja die Gelegenheit, mal wieder meine Lieblingspizzen zu essen ;o)
Als ich diese Pizza im Netz gesehen hab, hat mich als erstes die Farbe der Pizzasauce angesprochen - die ist natürlich ein absoluter Knaller. Die Idee, anstelle einer Tomatensauce eine Sauce aus Kürbis zu kochen, fand ich toll, schließlich hat mich das überaus hinterhältige Kürbisfieber voll im Griff.



Die Kombination der pikanten, leicht süßlichen Kürbissauce mit dem salzigen Feta, den roten Zwiebeln und dem leckeren Hackfleisch ist wirklich klasse und wird zur Kürbiszeit einen Stammplatz auf der Liste unserer Lieblingspizzen haben.



Zutaten für 4 Pizzen

Für den Teig
500 g Hartweizenmehl
1/2 Paket Trockenhefe
10 g Salz
50 g Olivenöl
320 g Wasser

Kürbissauce
1 Knoblauchzehe
700 g Kürbisfleisch
Wasser
2 TL selbstgemachtes Suppengewürz
1 TL frischen Thymian, fein gehackt
1 TL frischen Salbei, fein gehackt
Salz und Pfeffer
Chili nach Geschmack

Belag
500 g Rinderhack
2 rote Zwiebeln, in feine Streifen geschnitten
200 g Feta
4 Frühlingszwiebeln
Salz und Pfeffer
fein gehackter Thymian

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst.
Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Kürbissauce den Kürbis schälen (bei Hokkaido nicht notwendig) und grob in Würfel schneiden.
Den Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, den Kürbis dazugeben und einige Minuten mit dünsten. Das Suppengewürz unterrühren und je nach Feuchtigkeitsgehalt und Sorte des Kürbis ein wenig Wasser angießen, den Deckel auflegen und bei kleiner Flamme ca. 30 Minuten dünsten, bis der Kürbis weich ist. Mit dem Pürierstab gut durchpürieren und die Kräuter und Gewürze unterrühren.
Die Sauce lässt sich sehr gut vorbereiten, einfrieren oder auch einwecken und bei Bedarf verwenden.

Eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, diese ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
In der Zwischenzeit das Backblech direkt auf den Boden des Backofens legen und den Backofen auf höchster Stufe (Ober und Unterhitze) gründlich vorheizen - das Backblech muss richtig heiß sein. Man erreicht dadurch ein Backergebnis, das gar nicht sooo weit von der in einem Steinofen gebackenen Pizza entfernt ist.
Das Hackfleisch in einer Pfanne krümelig braten, dabei aufpassen, dass es nicht zu trocken wird.
Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die ausgerollten Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und jeweils ca. 4-5 EL Kürbissauce dünn darauf verteilen. Hackfleisch darüber verteilen und mit roten und Frühlingszwiebeln, sowie Feta belegen. Etwas frisch gemahlenen Pfeffer, sowie fein gehackten Thymian darüber streuen und im Backofen so lange backen, bis die Pizza schön knusprig und goldbraun ist.



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Estragon-Brathähnchen mit Ofengemüse

Wenn ich keine große Lust auf Kochen hab, aber nicht nur die obligatorischen Nudeln, etc. zubereiten möchte, gibt es oftmals ein Brathähnchen mit Ofengemüse. Saftiges Hähnchenfleisch, knusprige Haut, dazu Ofengemüse und eine Scheibe frisches Baguette - hmmm ...
(Hört sich an wie ein Werbeslogan, oder? ;o) )

Das Hähnchen muss nur startklar gemacht und das Gemüse geputzt werden und schon geht alles ab in den Backofen und ich kann mich wieder auf's Sofa verziehen - sobald es verführerisch nach knusprigem Hähnchen duftet, geht's wieder ab in die Küche und alles wird lecker angerichtet.
Bei der Methode mit der unter der Brusthaut verteilten Kräuterbutter bleibt die Brust sehr schön saftig und auch wenn ich eher der Schenkeltyp bin, schmeckt selbst sie gar nicht übel.
Eigentlich könnte ich jede Woche Brathähnchen essen ;o)



Zutaten
1 Bio-Maishähnchen
1 Zitrone, geviertelt
100 g zimmerwarme Butter
4 Zweige französischer Estragon
2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
1 Lorbeerblatt
250 ml Riesling
500 ml Geflügelfond
1 Bund Karotten
1 Bund kleine Teltower Rübchen
10 Silberzwiebeln, geputzt
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

1 EL grober Senf
3 EL Sahne

Zubereitung
Das Hähnchen innen und außen waschen und trocken tupfen.
Den Estragon zupfen und fein hacken. Zusammen mit Salz, Pfeffer und Knoblauch unter die Butter mischen.
Die Haut des Hähnchens über der Brust vorsichtig, vom Hals ausgehend, vom Fleisch lösen. Die Haut an den Keulen ebenfalls etwas lösen. Das Hähnchen innen kräftig mit Fleur de Sel und Pfeffer würzen.
Die Estragonbutter vorsichtig portionsweise unter die Haut von Brust und Keulen schieben. Das Hähnchen mit der Zitrone füllen und in einen großen Bräter legen.
Die Gemüse putzen und um das Hähnchen geben. Den Wein und den Geflügelfond dazu geben um in den auf 200°C vorgeheizten Backofen schieben.
Im Ofen je nach Größe des Huhns ca. 45-60 Minuten garen, zwischendurch immer wieder mit der Brühe übergießen. Sollte das Hähnchen nach der Zeit noch nicht kross sein, den Backofengrill einschalten und das Hähnchen einige Minuten nachbräunen.
Das Gemüse auf einer Platte anrichten und das Hähnchen darauf geben.
Den Bratenfond in einem Topf reduzieren und Senf und Sahne einrühren - ggf. nochmals nachwürzen.


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Hähä, reißerische Überschrift, oder?
Nein, hier geht's jetzt nicht um das Bloggen an sich, böse Zusatzstoffe oder Ähnliches - es geht um etwas ganz Anderes, nämlich um Licht, Food-Fotos und mächtig viel Frust...
Seit ich im letzten Jahr den Kuriositätenladen eröffnet hab, ist neben dem natürlich bereits vorhandenen Spaß am Kochen und Backen, der am Fotografieren meiner Kochergebnisse stetig gewachsen.
Mittlerweile macht mir das Fotografieren fast genauso viel Spaß wie das Kochen selbst, es gehört einfach dazu und ich freu mich immer riesig, wenn ein hübsches Bild dabei rauskommt :o)
Im Sommer ist das Fotografieren ja einigermaßen problemlos, dann ist es lange hell und die Sonne scheint wenigstens ab und zu mal durch mein Küchenfenster. Mittlerweile wird es aber teilweise den ganzen Tag nicht richtig hell und um noch ein einigermaßen vernünftiges Bild zu schießen, muss ich das Essen schon fast zur Frühstückszeit fertig haben.
Da wir gerade am Wochenende gerne "etwas" später essen, hab ich nun ein echtes Problem - meine Küchenbeleuchtung lässt wirklich zu wünschen übrig und so wird fast jedes Bild gelb-, oder blaustichig.
So macht mir das Fotografieren keinen Spaß mehr, also muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Ich brauche eine Lichtquelle, die mich unabhängig von der Tageszeit macht, die mir egal wie hell es draußen ist, eine Tageslichtatmosphäre schafft.
Nun fotografiere ich zwar wirklich gern und auch nicht grad wenig, neben der Food-Fotografie allerdings ausschließlich im Freien und bei Tageslicht - ich kenn mich mit künstlicher Beleuchtung also komplett gar nicht aus.

Ich brauch nun also mal die Hilfe der Spezialisten. Wenn mir Jemand von Euch weiterhelfen kann (ich freu mich auch sehr über Kauf-Tipps), wär das wirklich bannig nett :o)


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Küchenfenster zum Hof

Barbara hat sich vor einigen Tagen gewünscht, einen Blick aus unseren Küchenfenstern zu werfen - aber gerne doch! :o)



Wie ich ja schon ab und zu erwähnt hab, wohnen wir im 4. Stock unter dem Dach - der direkte Blick richtet sich also hauptsächlich auf andere Hausdächer und Baumkronen. Wenn man nach unten schaut, sieht man in Nachbars Garten, wo außer Rasen, Vögeln, Eichhörnchen und ein paar streunenden (aber nicht heimatlosen) Katzen auch nicht viel zu entdecken ist - unser Hinterhof ist halt trotz der zentralen Lage sehr ruhig gelegen ;o)


Den Grund, weshalb aber gerade mein Mitesser besonders oft aus dem Küchenfenster schaut, seht Ihr unten - unsere überdimensionale externe Küchenuhr. Wir haben zwar allein in meiner winzigkleinen Küche 3 Uhren (darunter eine ganz wunderschöne, selbstgebastelte Mops-Uhr), die Turmuhr scheint aber eine ganz besondere Anziehung auf ihn auszuüben - doof nur, dass sie nicht beleuchtet ist, so muss er abends doch auf eine der hauseigenen Uhren ausweichen ;o)



Und wer jetzt noch nicht genug hat, bzw. mein Küchenfenster auch mal von innen sehen möchte, kann seine Neugier hier stillen - dort gibt's auch ein Bild meiner Mops-Uhr ;o)
Wie es in unserem Hinterhof aussieht, wenn der Winter in Hamburg voll zuschlägt, seht Ihr hier.


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Nektarinen-Pflaumen-Galette

Diese Woche gab es Pasta und Spielkram - fehlt eindeutig noch was Süßes zum Wochenende!
Dem aufmerksamen Stammkunden des Kuriositätenladens wird sicher aufgefallen sein, dass ich sehr gern und viel in amerikanischen Foodblogs stöbere. Dort hab ich auch schon oft diese kleinen Kuchen gesehen, im Prinzip sind es Frei-Hand-Tartes, für die man keine Form benötigt und die nicht vorgebacken werden.



So eine Galette ist besonders schnell gemacht. Der Teig lässt sich wunderbar vorbereiten und kann durchaus ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn es dann losgehen soll, muss er nur ein wenig Zimmertemperatur annehmen und kann dann ausgerollt und ganz nach Geschmack belegt werden.
Weil der Teig nicht vorgebacken wird, bieten sich für diese Galettes eher trockene Beläge an, ein saftiger Guss wäre vielleicht ein wenig problematisch, allerdings hab ich da noch keine Erfahrung - also reine Spekulation ;o)
Als nächstes werd ich mich mal an einer Quitten-Galette versuchen, muss mir nur noch ein Rezept überlegen.
Ich hab richtig Gefallen an diesen kleinen Kuchen gefunden, die sind wirklich lecker!



Zutaten
200 g Mehl
90 g zimmertemperierte Butter, in Würfeln
2 EL Zucker

3-4 EL Eiswasser

3 Nektarinen

ca. 10 Pflaumen

Saft einer Limette

1 EL Maisstärke
2 EL Mandelgries oder gemahlene Amarettini

Zubereitung
Das Mehl trocken mit dem Zucker vermischen. Die Butter hinzufügen und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine verkneten. Nach und nach Wasser dazugeben, so dass ein nicht zu weicher Mürbeteig entsteht. In einen Gefrierbeutel geben und mindestens 1 Stunde, besser aber über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Teig ca. 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.
Die Nektarinen und die Pflaumen entsteinen und in Spalten schneiden. Die Maisstärke mit dem Limettensaft glatt rühren und das Obst damit etwas marinieren lassen.
Den Mürbteig auf der bemehlten Arbeitsfläche geschmeidig kneten und kreisrund ca. 0,5 cm dick ausrollen.
Den Mandelgries auf dem Teig verteilen, dabei einen Rand von ca. 5 cm lassen. Das Obst auf dem Mandelgries verteilen und den Rand darüber klappen.
Da der Teig bei einer Galette nicht wie bei einer klassischen Tarte vorgebacken wird, ist es wichtig, dass die Galette bei verhältnismäßig hoher Hitze gebacken wird, damit der Teig nicht durchweicht.
Die Galette im auf 220°C vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist und der ausgetretene Obstsaft brodelt. Lauwarm mit halbsteif geschlagener Vanillesahne servieren.



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Und aus aktuellem Anlass: Der Plüschmors!




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Pinguine in kulinarischer Mission!

Diese putzigen Gesellen schwirren schon seit einigen Jahren durch das www und wie so oft wollte ich sie auch schon seit Ewigkeiten nachbasteln, bin aber immer wieder drüber weggekommen.
Glücklicherweise hat sie, vor Kurzem erneut ein Foto von ihnen bei Foodgawker veröffentlicht, so dass sie mir wieder ins Gedächtnis kamen und sofort ganz nach oben auf meine imaginäre Liste wanderten.



Sie sind eine schöne Alternative zu den üblichen Käsespießen und machen sicher auf jedem Buffet eine tolle Figur.


Also fix besonders große Jumbo-Oliven gekauft und dann nichts wie ran an die Pinguin-Produktion.



Zutaten
schwarze Jumbo-Oliven
normal große Oliven
Karotten
Frischkäse
Schaschlikspieße

Zubereitung
Die Karotten sollten einen gewissen Durchmesser haben, damit die Füße auch groß genug sind - diese Pinguine leben gerne auf besonders großem Fuß.
Die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Aus jeder Scheibe einen kleinen Keil herausschneiden, der bildet die Pinguin-Nase. Die Nase in das runde Loch der kleinen Oliven stecken.
Den Körper kann man auf zwei Arten machen - entweder, man arbeitet besonders vorsichtig, schneidet die Olive vorne ein, drückt sie ein wenig auseinander und füllt sie mit Frischkäse oder man schneidet vorne einen entsprechend großen Spalt und füllt diesen mit Frischkäse.
Bei der ersten Methode kann es passieren, dass die Oliven auch hinten ein wenig einreißen, aber dafür hat man weniger Verschnitt.
Nun den Kopf von oben mit einem Schaschlickspieß durchboren und diesen Spieß von oben nach unten in den Pinguinkörper stechen - ich weiß, das liest sich ziemlich martialisch ;o)
Mit der Spitze in der Karottenscheibe fixieren und fertig ist ein putziger, kleiner Olivenpinguin.



Und weil Pinguine gesellige Tierchen sind, wiederholt man diesen Schöpfungsvorgang noch ganz oft, so dass bald eine ganze Kolonie die Küche bevölkert.



Um sie artgerecht zu halten, bringt man die kleinen Kerle am besten im Kühlschrank unter - das Klima kommt dem in ihrem natürlichen Lebensraum am nächsten.




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Ravioli al limone

Pasta gibt es bei uns das ganze Jahr hindurch (ohne geht natürlich gar nichts!), gefüllte Pasta aber eher in der kälteren Jahreszeit. Keine Ahnung warum, ist halt so ;o)
Die Kombination, Pasta/Ricotta/Zitrone ist eine meiner Lieblingskombinationen und wurde ja schon häufiger vorgestellt. Diesmal gab es sie als Ravioli, mit einer leckeren Nussbutter und ein paar Blättchen Minze - Comfort-Food vom Feinsten!
Da kann es draußen noch so sehr stürmen und regnen, nach einem Teller dieser leckeren Pasta geht sprichwörtlich die Sonne auf.




Zutaten

300 g Hartweizenmehl

3 Eier

1 TL Salz

3 EL Olivenöl


250 g Ricotta
1 Ei
50 g frisch geriebener Parmesan

Abrieb einer Bio-Zitrone

Salz und Pfeffer
2 EL fein gemahlenes Panko oder Semmelbrösel

1 Handvoll Minze, Basilikum oder einige Zweige Thymian - ganz nach Geschmack

80 g Butter

frisch geriebener Parmesan zum Bestreuen


Zubereitung

Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.


Für die Füllung den Ricotta mit dem Zitronenabrieb, dem Parmesan, Ei, Panko, Salz und Pfeffer verrühren.
Den Nudelteig ausrollen und mit einem Ausstecher nach Wahl Quadrate oder Kreise ausstechen. Jeweils eine kleine Menge Füllung in die Mitte geben und die Teigplatte umklappen. Die Luft herausstreichen und die Kanten gut festdrücken.
Die Butter in einem kleinen Pfännchen erhitzen und etwas bräunen lassen, die in feine Streifen geschnittene Minze unmittelbar vor dem Servieren hineingeben und zusammenfallen lassen.
Die Ravioli in reichlich gesalzenem Wasser einige Minuten als dente kochen, abtropfen lassen und sofort mit der Nuss-Butter und frisch geriebenem Parmesan servieren.




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Ist Kürbis nicht ein unglaublich tolles Gemüse? (Schon klar, eigentlich ist Kürbis eine Beere, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein, oder? :o) )
Es ist gar nicht unbedingt der Kürbisgeschmack, der mich zu einem solchen Kürbis-Fan hat werden lassen - natürlich schmeckt Kürbis klasse, aber ein so umwerfendes Geschmacks-erlebnis ist er ja nun auch nicht.
Vielmehr sind es die wunderschönen Farben, die Gelb-, Orange- und Grüntöne, die jedes Kürbisgericht zu einem optischen Knaller werden lassen und für mich stellvertretend für die Farbexplosion des Herbstes stehen. Die Vielfalt der Formen, von kleinen Ufos bis zu riesigen Schlangenähnlichen Gebilden und die schier unendliche Variationsmöglichkeit, die Kürbis bietet.
Ich hab mittlerweile eine meterlange Liste mit Rezepten, die ich diese Saison unbedingt ausprobieren möchte und daher gibt es nach den Kürbisbrötchen von letzter Woche gleich schon das nächste Kürbisrezept.



Kürbisrisotto ist eigentlich nichts Neues im Kuriositätenladen - ich glaube, es war sogar das erste Gericht, das ich mit Kürbis gekocht hab, bislang aber "konventionell" mit rohem, gewürfelten Kürbis, der zusammen mit dem Reis gegart wurde. Das ist sicher sehr lecker, aber der ganz große Hit war das noch nicht.
Beim Blogzapping hab ich nun neulich das Stichwort "roasted pumpkin" gelesen - Ha, stimmt ja! Gebackener Ofenkürbis ist noch mindestens 100x leckerer als gekochter. Hier also mal wieder eine gepimpte Version eines bereits gebloggten Rezeptes.



Zutaten

1 Hokkaido-Kürbis

1 Bund Suppengrün (1/4 Sellerieknolle, 1 Petersilienwurzel, 2-3 Karotten, 1 Stange Lauch, etwas Petersiliengrün) + 1 Zwiebel oder ca. 1,5 l Gemüse- oder Geflügelfond

400 g Risottoreis
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
200 ml Weißwein
80 g geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer
Muskatnuss

Kürbiskernöl
Kürbiskerne

Zubereitung
Den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und den Kürbis in Spalten schneiden. Die Kürbisspalten im Backofen bei 180°C 30-45 Minuten backen, bis sie gar sind.

In der Zwischenzeit das Suppengrün putzen, grob hacken und in Wasser aufsetzen - bei mittlerer Hitze so lange köcheln lassen, bis der Kürbis gar ist - fertig ist der Gemüsefond.
Die Kürbisspalten in einem Mixer fein pürieren, evtl. noch etwas Brühe zufügen, dann lässt er sich leichter pürieren.

Die Zwiebel fein hacken und in Olivenöl anschwitzen, Reis hinzufügen und kurz mitdünsten lassen.

Mit Weißwein ablöschen und diesen einkochen lassen, jetzt nach und nach unter stetigem Rühren die Brühe angießen. Nach ungefähr der Hälfte der Kochzeit 3-4 EL Kürbismus hinzufügen und mitköcheln lassen. Unter stetigem Rühren den Reis al dente garen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und zum Schluss den geriebenen Parmesan unterrühren.

Mit angerösteten Kürbiskernen und Kürbiskernöl servieren.



Den Rest des Kürbismuses friere ich in einem Gefrierbeutel ein und habe so gleich fertiges Mus für Nudelfüllungen, Saucen, Brot, Kartoffel-Kürbis-Püree, das nächste Kürbisrisotto usw. usf.



Nichts für den Alltag, aber zu besonderen Anlässen sieht es besonders hübsch aus, das Risotto in einem kleinen Kürbis zu servieren. Die riesige Sortenvielfalt bietet hierfür Kürbisse in jeder benötigten Größe - von der Vorspeise, über den Hauptgang, bis hin zur großen Familien-Terrine ;o)


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Im Hause Datenhamster war man am vergangenen Wochenende fleißig und hat ein ganz tolles alphabetisches Register aller gebloggten Rezepte zusammengestellt.
Ich fand die Idee so klasse, dass ich mich gestern Abend auch mal hingesetzt, und ebenfalls ein solches Register gebastelt hab - mehr Arbeit, als ich vorher gedacht hätte, denn ich war in den vergangenen 11 Monaten anscheinend ziemlich fleißig. Unglaublich, wieviele Rezepte sich in der Zeit angesammelt haben.
Ihr findet nun also ganz oben in der Leiste mit den kleinen Reitern an dritter Stelle ein alphabetisches Verzeichnis aller Rezepte - mit jedem weiteren Rezept wird das Register fortlaufend erweitert.
Ich hoffe, dadurch wird meine Rezeptsammlung noch ein wenig übersichtlicher - viel Spaß damit und danke an Petra und Torsten für die tolle Idee!


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Schottisches Shortbread

Wenn ich meinen Mitesser frage, was für Kekse ich ihm backen soll, kommt nicht selten die Antwort: " Shortbread!"
Shortbread war schon immer eine seiner Lieblingskekssorten, als Begleiter zum five o'clock Tea geradezu ideal.



Normalerweise mache ich immer die allgemein bekannten Shortbread-Fingers, diesmal wollte ich aber eine Variante ausprobieren, die ich vor vielen Jahren einmal in einem kleinen Heftchen mit schottischen Rezepten gesehen habe. Hier wird das Shortbread nicht schon vor dem Backen portioniert, sondern quasi als kleiner Kuchen gebacken.
Durch die vorher markierten "Sollbruchstellen" kann man die Kuchenstückchen danach ganz leicht unterteilen und erhält so sehr hübsche Shortbread-Kuchenstückchen.
In der Gestaltung des Randes sind der Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt, meiner ist nicht so super schön gelungen, das geht sicher noch viel schöner.
Wer sich das Foto genau anschaut, wird kleine, verräterische schwarze Punkte entdecken - als Vanille-Junkie konnte ich nicht widerstehen und hab natürlich auch das Shortbread vanilisiert. Wer es lieber authentisch mag, lässt es einfach weg - aber mit schmeckt es natürlich vieeel besser ;o)


Zutaten
320 g Mehl
200 g Butter
60 g Puderzucker
1/2 TL Salz
Mark einer Vanilleschote
evtl. Zucker zum Bestreuen


Zubereitung

Die Butter mit dem Puderzucker und dem Mark der Vanilleschote ca. 5 Minuten mit dem Mixer oder der Küchenmaschine richtig schaumig schlagen, so dass die Butter heller wird - das Shortbread wird so besonders mürbe. Salz hinzufügen und ebenfalls unterrühren.
Das Mehl nur solange unterrühren, bis es mit der Butter vermischt ist - nicht zulange mixen!
Eine Springform mit Backpapier auslegen, das klappt am besten, wenn man das Backpapier zwischen Boden und Rand einklemmt. Den Shortbread-Teig in die Springform drücken, so dass das Shortbread eine runde Form bekommt. Den Rand der Springform lösen und das Shortbread kopfüber auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen. Den Rand des Shortbreads mit den Fingern eindrücken, so dass ein dekorativer Rand entsteht und mit einem scharfen Messer 16 Torten-Stücke anzeichnen - nicht ganz durchdrücken.
Das Shortbread mit Zucker bestreuen, mit einer Gabel das Shortbread in regelmäßigen Abständen einstechen und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Aus dem Kühlschrank nehmen und das Shortbread im auf 160°C vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten backen, bis es leicht gebräunt ist.

Aus dem Backofen nehmen, ca. 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen und dann die einzelnen Stücke mit einem scharfen Messer, entlang der vorgeschnittenen Linien zerteilen.
Auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen und in einer Keksdose aufbewahren.


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Augenblicke




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Chicken Tikka masala

... oder: der Kuriositätenladen goes to Bollywood!
Obwohl ich, wie ich denke, recht abwechslungsreich koche, fehlen mir einige Länderküchen komplett, bzw. hab ich damit nur wenig bis gar keine Erfahrung - die indische Küche ist so eine.
Natürlich spielt meine ausgeprägte Zimt-Aversion hierbei eine entscheidende Rolle, denn aus der indischen Küche ist Zimt ja kaum wegzudenken. Als ich nun vor einiger Zeit dieses Gericht bei Tastespotting sah, schien es genau das Richtige zu sein, um mal einen Anlauf zu starten und mich an indisches Essen heran zu wagen.
Es handelt sich bei "CTM", genau wie beim General nicht um ein wirklich landestypisches Gericht, d.h. Chicken Tikka masala selbst gibt es in Indien eigentlich nicht, sondern ist eine Abwandlung der dort üblichen marinierten und gegrillten Geflügelstückchen.
Wie hier nachzulesen, war es ein britischer Gentleman, der in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts diese landestypischen gegrillten Hähnchenstückchen als zu trocken befand und eine Sauce dazu orderte. Der verzweifelte Koch mischte nun auf die Schnelle Tomatensauce, Joghurt und Gewürze zusammen, gab diese Sauce über das Geflügel und geboren war das Chicken Tikka masala!
Mittlerweile werden in Großbritannien 18 Tonnen dieses Gerichtes verzehrt - pro Woche! Es ist also eigentlich nicht das bekannteste indische Gericht, sondern das Nationalgericht Großbritanniens ;o)
Als Einstieg in die indische Küche befand ich dieses Gericht aber als genau richtig, denn ich vermutete dahinter eine abgemilderte Variante indischen Essens.

Um aber nicht lange um den heißen Brei, bzw. das heiße Hühnchen zu reden - mir hat's nicht geschmeckt... Die Hälfte meiner Portion hab ich geschafft, aber dann ging nichts mehr - das Aroma, des im Garam masala enthaltenen Zimtes war einfach zu stark.
Mein Mitesser hingegen fand dieses Gericht ganz klasse, er mochte es genau so wie es war und so blieb auch nichts übrig, denn der von mir verschmähte Rest meiner Portion fand einen dankbaren Abnehmer.
Allen, die europäisiertes indisches Essen mit einer Zimtnote mögen, wird dieses Gericht sicher schmecken - die Anderen lassen lieber die Finger davon ;o)

Das war er nun also, der kleine Ausflug des Kuriositätenladens in die indische Küche - eine Wiederholung ist eher ausgeschlossen. Ich bleib lieber bei der chinesischen und japanischen Küche, da weiß ich, was ich hab ;o)


Zutaten

4 Bio-Hühnerbrüste, entbeint und ohne Haut in mundgerechte Stücke geschnitten

Marinade 
250 g Joghurt
1 EL Ingwer, fein gehackt
2 TL gemahlener Cumin
1 TL Garam masala
2 TL Chili Pulver

2 TL frisch gemahlener Pfeffer
Salz

Sauce  
250 g Dosentomaten
250 g Sahne
 
2 Knoblauchzehen, fein gehackt oder 1 TL Knoblauch-Würzcreme
2 rote Chilischoten, fein gehackt (ohne Kerne)
2 TL gemahlener Cumin  
2 TL Paprika Pulver, edelsüß
1/2 TL Kurkuma
1 TL Garam masala
 
Salz und Pfeffer

1 EL Ghee oder Butterschmalz

1 Handvoll Koriandergrün
 

Zubereitung
Alle Zutaten für die Marinade in eine Schüssel geben und verrühren. Die Hühnerbrustwürfel dazugeben und vermischen, so dass die Hühnerbrust mit der Marinade bedeckt ist. Abgedeckt im Kühlschrank mehrere Stunden, besser noch über Nacht marinieren lassen. Für die Sauce in einer hohen Pfanne das Ghee erhitzen. Den Knoblauch und die gehackten Chilischoten hinzufügen und andünsten, bis sie gut duften. Cumin, Paprikapulver und etwas Salz dazugeben und ca. 1 Minute anrösten, bis eine dickliche Paste entsteht. Die Dosentomaten dazugeben und den evtl. entstandenen Bodensatz loskratzen. Für ca. 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Sauce beginnt, anzudicken.Die Hühnerbrustwürfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (überschüssige Marinade etwas abschütteln) und unter dem Grill im Backofen von beiden Seiten ca. 4-5 Minuten grillen. Aus dem Backofen nehmen, zur Sauce geben und weitere 5-10 Minuten köcheln lassen. Mit gehacktem Koriander oder Petersilie bestreuen und mit Basmatireis oder Naan servieren.

Quelle: Rasa Malaysia


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Tagliatelle mit Ricotta und Rucola

Heut gibt es mal wieder ganz schnelle Pastaküche im Kuriositätenladen. Die Zubereitung dieses Essens dauert genau so lang, wie die Pasta braucht um al dente zu sein, denn die Sauce kann in der Zwischenzeit ganz fix zusammengerührt werden.



Vor einiger Zeit hab ich bereits ein ganz ähnliches Pasta-Gericht vorgestellt, nämlich Fusilli mit Ricotta und Zitrone. Diesmal ist aus dem Basilikum Rucola geworden, den ich nicht mit püriert, sondern direkt unter die heiße Pasta gemischt hab, dadurch fällt er etwas zusammen, nimmt Temperatur an und das Aroma des Rucolas kommt noch besser zur Geltung.



Wer jetzt noch behauptet, eine frisch gekochte Mahlzeit würde zuviel Zeit beanspruchen, bzw. Tütenessen wäre schneller gemacht als "richtiges Essen", dem ist auch nicht mehr zu helfen ... ;o)

Zutaten
Pasta nach Wahl

250 g Ricotta
geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
1 Bund Rucola
2-3 EL frisch geriebener Parmesan
3 EL Nudelkochwasser
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Die Tagliatelle in reichlich gesalzenem Wasser al dente kochen. In der Zwischenzeit den Ricotta mit dem Zitronenabrieb, Parmesan und 3 EL Nudelkochwasser in einem Blender 2 Minuten cremig mixen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die gegarten Nudeln abgießen, zurück in den Topf geben, den geputzten und grob gehackten Rucola zufügen und mit der Ricottacreme verrühren. Garniert mit etwas Zitronenzesten, Parmesanspänen und einigen Rucolablättern servieren.




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