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Kräuterhuhn mit Ofengemüse

Ich hatte einen riesigen Appetit auf Hühnchen. So ein richtig knuspriges, gut gewürztes Hühnchen. Genau wusste ich noch nicht, was ich mit dem Huhn machen wollte, aber erstmal hab ich beim Schlachter meines Vertrauens ein besonders schönes und fotogenes Huhn besorgt und im Kühlschrank übernachten lassen.
Die einfachsten Dinge sind ja meist die Besten, und so wurde einstimmig beschlossen (also von mir ;o) ), ein einfaches Kräuterhuhn mit gaaanz viel Gemüse zu machen - nicht die schlechteste Entscheidung ;o)
Der Herr des Hauses hat diese Huhn-Variante zu seinem neuen Lieblingshuhn erklärt und ich werde ihm da sicher nicht widersprechen, mir hat's auch besonders gut geschmeckt.


Zutaten
1 Hähnchen
100 g zimmerwarme Butter
Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Salbei, Thymian, Rosmarin)
Salz und Pfeffer

4 Kartoffeln
2 Paprikaschoten
1 Fenchelknolle
4 Pimentos
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 junge Knoblauchknolle
2 rote Zwiebeln
1 unbehandelte Zitrone

1 guter Schuss Noilly Prat

Zubereitung
Die Kräuter fein hacken und mit der Butter vermengen - Mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Hähnchen innen und außen waschen und trocken tupfen. Die Haut über der Brust vorsichtig, vom Hals ausgehend, vom Fleisch lösen. Die Haut an den Keulen ebenfalls etwas lösen - dafür mit den Fingern zwischen Haut und Fleisch fahren.
Die Kräuterbutter portionsweise unter die Haut von Brust und Keulen schieben. Die Zitrone, sowie den Knoblauch längs vierteln und das Huhn mit der gesamten Zitrone, sowie 1 Knoblauchviertel füllen. Das Huhn auf ein Blech oder in eine Reine legen.
Die Gemüsesorten grob portionieren und um das Huhn verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen und einen Schuss Noilly Prat dazugeben.
Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Je nach Huhngröße ca. 45-60 Minuten bei 200°C garen. Sollte das Hähnchen nach 45 Minuten noch nicht kross sein, den Backofengrill einschalten und das Hähnchen einige Minuten nachbräunen.


links: nackiges Huhn vor der Weiterverarbeitung; rechts: Huhn bevor es in die Röhre geschoben wird.


Der Schlachter meines Vertrauens, Fleischer Harms im Lehmweg in Eppendorf, bei dem ich neben erstklassigem Fleisch auch die für Exil-Bremer besonders wichtige Pinkelwurst bekomme ;o)

Bastelstunde im Kuriositätenladen

Heute: Wir basteln uns ganz schnell eine günstige Hakenleiste für ganz viel Küchengedöns

Die recht angespannte Platzsituation in meiner Küche hab ich ja mittlerweile ausführlich dokumentiert - ich bin eigentlich ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, die wenigen verbliebenen ungenutzten Plätze in der Küche optimal zu nutzen.
Die Anschaffung zweier neuer Mokka-Kannen für meinen Mitesser hat mich nun auf die Idee gebracht, aus einer Gardinenstange und den dazugehörigen Wandbefestigungen eine Hakenleiste zu basteln. Nun hab ich die Stange, die sonst nur unnütz im Abstellraum rumsteht, sinnvoll genutzt und eine Menge Platz für Gerätschaften gewonnen.
Wer also eine günstige Hakenleiste braucht und zufällig noch eine Gardinenstange rumstehen hat - so sieht das dann aus:


Grissini

Grissini sind eine meiner allerliebsten Knabbereien. Man kann sie mit Kräutern, Tomatenmark, Salz, Mohn usw. aromatisieren oder einfach pur backen (so mag ich sie am liebsten). Sie eignen sich zum Dippen, mit Parma umwickelt als Vorspeise oder halt einfach nur so zum knabbern... Ein Allround-Talent ;o)
Aus dem gleichen Teig, aus dem ich hier die Grissini gebacken habe, kann man sehr schön die Suppenschüsseln aus Brotteig, die ich vor einiger Zeit bereits gebloggt habe, herstellen. Da der Teig besonders knusprig wird, eignet er sich hierfür ausgezeichnet.



Zutaten
400 g Hartweizenmehl
100 g Hartweizengrieß
1 Päckchen Trockenhefe

275 ml Wasser

2 TL Salz
3 EL Olivenöl


Sesam, Mohn, Meersalz, Rosmarin, Thymian oder andere Kräuter

Zubereitung
Mehl, Grieß, Trockenhefe, Wasser, Salz und Olivenöl in eine Schüssel geben und verkneten. Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und ca. 10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Abgedeckt 10 Minuten ruhen lassen, dann nochmals durchkneten.
Den Teig zu einem Rechteck von ca. 1 cm Dicke ausrollen, bedeckt wiederum 10 Minuten ruhen lassen. Den Teig quer in der Mitte in 2 gleichgroße Teile schneiden. Nun die Teigstreifen in 1 cm breite Streifen schneiden und jeweils etwas rund rollen.
Die einzelnen Streifen auf ein Backblech legen und nach Geschmack mit Wasser bestreichen und mit Kräutern, Salz, Sesam oder Mohn bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen nacheinander ca. 15 Minuten bei 200°C backen.

Wenn alle Grissini fertig sind, nochmals zusammen auf das Backblech geben und ca. 30 Minuten bei 50°C und leicht geöffnetem Backofen trocknen lassen. So entweicht auch die letzte Feuchtigkeit aus den Grissini und sie werden dauerhaft wunderbar knusprig.

Auf einem Drahtrost auskühlen lassen und in einer Keksdose aufbewahren.




Piadina - Pfannen-Fladenbrot aus der Emilia-Romagna

Ich bin ja selten so vollkommen 100%ig von einem Rezept, bzw. einem Gericht überzeugt, aber diese Piadine haben es mir wirklich angetan - und dabei hab ich beim ersten Mal ein Ei vergessen, wodurch der Teig ziemlich fest wurde ... Manchmal sollte man sich das Rezept halt doch genau durchlesen, obwohl, nun hab ich durch das Ausrollen des festen Teiges mächtig Muckies bekommen ;o)...


Die Teigfladen werden aus einem normalen Hefeteig hergestellt, dem keine Butter oder Öl, sondern Schweineschmalz zugefügt wird. Natürlich kann man auch auf Olivenöl ausweichen, das Schweineschmalz gibt den Fladen aber einen wirklich leckeren Geschmack.
In Italien gibt es spezielle Platten, auf denen die Piadine gebacken werden, bei mir kam mal wieder meine heißgeliebte gusseiserne Crêpes-Pfanne zum Einsatz - ein absoluter Tausendsassa und für Pfannen-Fladenbrote absolut perfekt!
Ich hab jetzt mittlerweile verschiedene Fladenrezepte ausprobiert, diese waren aber bisher mit Abstand die besten. Sie bleiben nach dem Backen weich und saftig und lassen sich so ganz prima füllen.
Im Prinzip kann man Piadine mit allem Füllen, wonach einem gerade der Sinn steht.


Wir haben uns am Freitag bei unserem Lieblingsitaliener unglaublich leckeren Parmaschinken, tolle Coppa und leckeren Mozzarella und Scamorza besorgt. Den Rucola, der eigentlich auch für die Piadine gedacht war, hab ich völlig vergessen, der liegt nun noch im Kühlschrank und wartet darauf, morgen in einem schnellen Salat verarbeitet zu werden ...
Zusammen mit getrockneten Tomaten, mit Pfeffer und Salz gewürzter saurer Sahne und frischem Basilikum sind sooooo leckere Fladen dabei herausgekommen - am liebsten hätte ich so schnell nicht mehr mit dem Essen aufgehört ... Aber irgendwann geht einfach nichts mehr rein ;o)
Da ich die doppelte Menge Fladen gebacken habe, ist der Rest gleich in den Gefrierschrank gewandert und wird nun bei Bedarf schnell aufgetaut - wird sicher nicht lange dauern.
Das Rezept für die Piadine hab ich aus dem Teubner-Kochbuch "Italienisch kochen".



Zutaten für 8 Fladen
500 g Mehl
1 Tütchen Trockenhefe
1/2 TL Salz
1 Prise Zucker
50 g weiches Schweineschmalz
1 Ei
230 ml Milch

Zubereitung
Das Mehl mit der Hefe, dem Salz und Zucker trocken vermischen. Schmalz, Ei und Milch dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Abgedeckt ca. 1 Stunde ruhen lassen.
Den Teig in 8 Portionen teilen, jeden Teigling rund schleifen und ca. 10 Minuten abgedeckt entspannen lassen.
Eine gusseiserne oder antihaftbeschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze aufheizen und die Teiglinge zu dünnen Fladen ausrollen. Die Fladen mit einer Gabel in regelmäßigen Abständen einstechen und in der Pfanne nacheinander beidseitig backen.
Die fertiggebackenen Fladen abkühlen lassen und nach Geschmack füllen.



Pastakolleg Teil 6 - Pasta mit ganzen Kräuterblättern

Diese Nudeln sind besonders einfach und schnell herzustellen und sehen, wie ich finde besonders hübsch aus. Im Gegensatz zu gefärbten Nudeln, braucht man hierzu keine besonderen Zutaten wie Färbepulver oder Gewürze (Safran, Kurkuma, etc.), sondern lediglich einige schöne Kräuter.
Besonders schön sehen fiedrige Kräuter, wie glatte Petersilie, Dill oder Estragon aus, aber auch Salbei und Schnittlauch wirken sehr schön.
Wichtig ist, dicke Stiele zu entfernen, da sonst beim Auswalzen des Teiges, die Teigbahnen einreißen.
Ich verwende zum Auswalzen des Nudelteiges eine Imperia SP150 mit 6 Auswalzstufen und werde anhand dieser 6 Stufen die Herstellung der Kräuternudeln erklären.





Zutaten
300 g gemahlener Hartweizengrieß
3 Volleier
1/2 TL Salz
1 EL Annatto- oder Olivenöl

Zubereitung
Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.
Den Nudelteig in 2 Portionen teilen und die erste Teigportion in der Nudelmaschine bis zur 6. Stufe ausrollen.
Die Nudelbahn auf die Arbeitsfläche legen und einmal in der Mitte übereinanderklappen, so dass in der Mitte eine Falz entsteht. Die Nudelbahn wieder auseinanderfalten und die Teigplatte nun einseitig bis zur Falz mit Kräuterblättern belegen. Dabei darauf achten, die Stiele der Kräuter von der Falz weg zu legen, das erleichtert später das Ausrollen mit der Maschine.



Die nicht belegte Teigplattenseite über die andere klappen und mit einem Nudelholz vorsichtig festrollen.
Nun die Teigbahnen mit der geschlossenen Seite zuerst in die Nudelmaschine schieben und mit der Stufe 4 beginnend, erneut bis zur 6. Stufe ausrollen. Hierbei reißen die Kräuterblätter auseinander und es entsteht ein hübsches Kräutermuster.



Besonders gut wirken diese Nudeln, wenn sie nicht allzu schmal zugeschnitten oder gleich als Lasagneplatten verwendet werden. Ich schneide den Teig auf Länge, klappe die Bahnen dann mehrmals zusammen und teile den Nudelstapel in 4 Nudeln, so entstehen sehr breite Nudeln (ich weiß gar nicht, ob das dann noch Pappardelle sind oder ob sie einen anderen Namen haben), bei denen das Kräutermuster noch sehr gut zur Geltung kommt.

Kräuter-Pappardelle mit gerösteten Semmelbröseln

Eine besonders einfache und schöne Möglichkeit, Pasta zu "pimpen" ist es, Kräuter in den Teig einzuarbeiten. Damit meine ich nicht, Kräuter unter den Teig zu mischen, sondern ganze Kräuterblätter zwischen zwei Teigplatten auszuwalzen und so besonders schöne Muster zu erzeugen. Wie genau das gemacht wird, werd ich übermorgen im nächsten Pastakolleg zeigen, hier möchte ich ein ganz schnelles und einfaches Pastagericht, das natürlich auch mit ganz normalen Nudeln gemacht werden kann, vorstellen.
Die Idee, Nudeln in gerösteten Semmelbröseln zu schwenken hab ich mal in einer "zu Tisch in" Folge aufgeschnappt (wo auch sonst ;o) ), in der unter anderem Ferrazzuoli vorgestellt wurden.
Traditionell werden die Ferrazzuoli in Semmelbröseln, die in ganz viel Olivenöl frittiert werden, geschwenkt. Weil ich Panko sehr viel lieber als normale Semmelbrösel mag, hab ich das verwendet und noch ein paar getrocknete Tomaten und Frühlingszwiebeln zugefügt.
Kein wirklich leichtes, aber ein besonders schnelles und leckeres Pastagericht.



Zutaten
Pasta nach Wahl
Eine Handvoll getrocknete Tomaten
1 Bund Frühlingszwiebeln
Panko (alternativ getrocknete fein geriebene Brotkrumen oder Semmelbrösel)
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Piment d'Espelette
schwarze Oliven (optional)

Zubereitung
Pasta in reichlich gesalzenem Wasser al dente kochen. In der Zwischenzeit ein paar EL Panko in reichlich Olivenöl knusprig braun braten und mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette würzen. In Streifen geschnittene getrocknete Tomaten und in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln dazugeben und durchschwenken.
Die Pasta abgießen und direkt zur Bröselmischung geben. Durchschwenken und sofort servieren.

Stint mit Bärlauch-Speck-Kartoffelsalat

Stint ist einfach einer der leckersten Fische überhaupt. Er hat nur einen Fehler, es gibt ihn nur sehr kurze Zeit im Jahr, also heißt es, soviel essen, wie irgendwie geht oder halt die ein oder andere Portion einfrieren - ich bevorzuge letzteres ;o)
Wie ich hier schon gebloggt habe, ist die klassische Beilage zu Stint ein Speck-Kartoffelsalat. Da momentan der Bärlauch sprießt, habe ich anstelle der glatten Petersilie einfach eine Handvoll gehackten Bärlauch zu dem Salat gegeben und schon hat man ein komplett anderes Aroma.


Zutaten
750 g festkochende Kartoffeln
1 Messerspitze Kurkuma (optional)
1 TL Salz
2 Bund glatte Petersilie
2 EL selbstgemachtes Gemüsebrühpulver *
1 Tasse Wasser *
2 EL Weißweinessig
Salz & Pfeffer
2 EL Öl
125 g durchwachsener Speck

Zutaten
Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen. Den Speck in schmale Streifen schneiden und in der Bratpfanne langsam ausbraten.
Inzwischen das Wasser mit dem Gemüsebrühpulver, dem Essig, Salz, Pfeffer und dem Öl verrühren.
Die Kartoffeln noch warm schälen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Die Kartoffeln mit der Salatsauce und den Speckwürfeln vermischen und die gehackte Petersilie, bzw. den Bärlauch darunter mischen.
Den Kartoffelsalat warm zum Stint servieren.

Wenn es mal schnell gehen soll, kann man die Kartoffeln auch schälen, mit dem Hobel in ca. 0,5 cm dicke Scheiben hobeln und ca. 5 Minuten in Salzwasser (ich geb gern noch eine gute Prise Kurkuma dazu) gar kochen.
Das Wasser dann abgießen und die Kartoffelscheiben im Topf kurz ausdampfen lassen, danach die Marinade, den Speck, sowie die Petersilie dazugeben.

* Anstelle der Gemüsebrühe kann auch die gleiche Menge Fleischbrühe verwendet werden.

Spaghetti-Gemüse-Torte

Ich mag Gerichte, die wandelbar und unkompliziert sind. Wenn sie dann noch Pasta beinhalten sind sie quasi schon perfekt.
Diese Spaghetti-Torte hab ich neulich hier gefunden und gleich markiert. Das Schöne bei dieser "Torte" ist, dass man sowohl Spaghetti-, als auch Gemüse-Reste verwerten kann. Ein tolles Resteessen, dass unbegrenzt wandelbar ist.
Ich hab sie vegetarisch zubereitet, aber selbstverständlich kann auch Wurst, Hackfleisch oder evtl. Fisch unter die Spaghetti gemischt werden.
Bei den Mengenangaben war ich sehr frei, deshalb hat die Menge auch nicht in die Kranzform gepasst - ich kann halt keine kleinen Mengen kochen ;o)
Die Torte lässt sich übrigens auch prima vorbereiten und schmeckt sowohl warm als auch kalt sehr gut.


Zutaten
500 g Spaghetti
1 Knoblauchzehe
2 Karotten
1 Aubergine
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 rote Paprika
3 frische oder 1 Handvoll getrocknete Tomaten
1 Bund glatte Petersilie
200 g geriebener Bergkäse
5 Eier
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Die Spaghetti nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser al dente kochen und unter kaltem Wasser abschrecken (in diesem Fall wirklich von Vorteil).
Die Gemüse in kleine Würfel schneiden und entsprechend ihrer Garzeit kurz in Olivenöl anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und von der Platte nehmen. Die feingehackte Petersilie unterheben und mit den Spaghetti vermischen.
Die Spaghettimasse in eine gut gefettete Springform geben und den geriebenen Käse darüber verteilen.
Eier verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Eimasse über den Spaghetti verteilen und in den auf 180°C vorgeheizten Backofen schieben. Die Torte ca. 30 Minuten backen, bis das Ei gestockt und der Käse schön gebräunt ist.
Die fertige Torte ca. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann den Rand lösen. Nochmals abkühlen lassen, die Torte schmeckt lauwarm am Besten.

Schmeckt sehr gut zu einem grünen Salat.

Sehr lecker kann ich mir auch eine Spaghetti-Torte griechischer Art mit Feta und Hackfleisch vorstellen - das probier ich dann beim nächsten Mal aus.

Ingwer-Schokoladen-Scones

Eine neue Scones-Variante in meiner hoffentlich weiterhin stetig wachsenden Sammlung und wie ich finde, die beste bisher. Ingwer und Schokolade passen einfach perfekt zusammen und in einem Scone schmeckt diese Mischung nochmal so gut.



Zutaten

500 g Mehl
3 gestrichene TL Backpulver
1 TL Natron
2 EL Zucker

1/2 TL Salz
120 g zimmerwarme Butter
140 g kandierter Ingwer

200 ml Milch

Saft einer halben Zitrone
100 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung
Das Mehl mit dem Backpulver, Natron, Zucker und Salz verrühren. Die Butter mit den Fingern einarbeiten, bis Brösel entstanden sind.
Den kandierten Ingwer in der Moulinette oder mit dem Messer fein hacken und zu der Milch geben (Der gehackte Ingwer klebt gern aneinander, löst sich aber in der Milch wieder, so dass er sich besser im Teig verteilt). Den Zitronensaft zufügen und alles mit der Mehlmischung verkneten.
Den Teig ca. 2 cm dick ausrollen und entweder wie hier gezeigt in Dreiecke schneiden oder eine andere beliebige Form wählen. Im auf 200 °C vorgeheizten Backofen ca. 10-15 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind. Auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen.
Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Scones mit der Unterseite in die Kuvertüre tunken - mit einem Messer etwas Kuvertüre von der Unterseite abstreifen und die Scones auf ein Backpapier zum Trocknen legen.


Süßkartoffelchilisuppe mit Avocadotatar

Steffen Henssler hat die Suppe neulich genauso nur ganz anders bei "Lanz kocht" gekocht. Ich hab sie nun in vereinfachter Form abgewandelt. Aus den marinierten Krebsschwänzen ist ein reines Avocadotartar geworden und die Sahne in der Suppe fand ich völlig überflüssig.
Auch so ist diese Suppe sehr lecker, das Avocadotartar gibt ihr noch eine schöne Frische.



Zutaten
200 g Süßkartoffeln
50 g Zwiebeln
40 g Butter
1/2 Schote Chili
2 EL Weißwein-Essig
40 ml Port
40 ml Madeira
350 ml Brühe
(175 ml Sahne)

1 Avocado
1 EL Koriandergrün oder glatte Petersilie
1 TL Chilipaste
1 EL Mayonnaise
ein Spritzer Zitronensaft
Salz & Pfeffer

Zubereitung

Die Süßkartoffeln schälen, klein schneiden und zusammen mit den Zwiebeln in der Butter anschwitzen. Essig dazugeben und mit Port und Madeira ablöschen, mit Brühe auffüllen und die Kartoffeln gar kochen. Die klein gehackte Chilischote dazugeben und mit dem Zauberstab gründlich aufmixen.
Avocado schälen und klein schneiden. Mayonnaise, Chilipaste, Zitronensaft und gehackte Petersilie dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Suppe mit dem Avocado-Tartar anrichten.


Pastakolleg Teil 5 - Fagottini

Tortellini sehen bei mir immer irgendwie verunglückt aus, deshalb hab ich nun Fagottini für mich entdeckt. Sie sind ganz einfach zu formen und haben den Vorteil, dass ganz viel Füllung reinpasst ;o)



Zutaten
200 g gemahlener Hartweizengrieß
2 Volleier
1/2 TL Salz
1 EL Annatto- oder Olivenöl

Zubereitung
Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Fertigstellung der Fagottini
Den gut bemehlten Nudelteig mit der Nudelmaschine zu dünnen Bahnen ausrollen. Die Nudelbahnen jeweils längs in der Mitte durchschneiden und diese wiederum in Quadrate schneiden.



Je einen Teelöffel Füllung auf die Quadrate setzen. Nun zwei gegenüberliegende Teigecken nehmen und an der Spitze leicht zusammendrücken.



Jetzt die anderen zwei Ecken ebenfalls an die Spitze drücken und die Ränder zusammendrücken, so dass ein Hütchen entsteht.

Die Fagottini auf ein mit Grieß bestreutes Backpapier geben.

Ab in die Pilze? Nee, ab in den Bärlauch!

Gestern haben wir den Besuch bei meinen Eltern in Bremen genutzt und sind auf Bärlauch-Pirsch gegangen.





Da der Bärlauch dort sehr ergiebig wächst, waren unsere zwei Beutel innerhalb kürzester Zeit gefüllt und ich hab mich heut gleich an die Verarbeitung gemacht. Den größten Teil hab ich mit etwas neutralem Öl gemixt und portionsweise eingefroren und einen kleinen Teil hab ich grob zerkleinert in einem Gefrierbeutel eingefroren.
Nun sind meine Bärlauch-Vorräte erstmal wieder aufgefüllt ;o)



Nachtrag: Insgesamt haben sich 7 blinde Passagiere in die Bärlauchbeutel geschmuggelt, die ich natürlich nach bestem Wissen und Gewissen herausgesucht und in einem kleinen, provisorischen Terrarium zwischengeparkt habe.
Mittlerweile wurden sie im Garten an einer geschützten Stelle ausgewildert - Fressfeinde werden sicher einen großen Bogen um die Bande machen, die Knoblauchfahne wirkt garantiert abschreckend ;o)


Labskaus für Anfänger - Labskaus-Fagottini mit Räucherforellen-Schaum

Das Originalrezept stammt von Cornelia Poletto und wurde neulich bei "Lanz kocht" vorgestellt. Schon zu Beginn meiner "Nudelkarriere" wollte ich mit Labskaus gefüllte Nudeln machen und Frau Poletto hat es mir wieder ins Gedächtnis gerufen.
Ich hab das Originalrezept stark abgewandelt, da wir unter Anderem seit einer ganzen Weile keinen Aal mehr essen und ich dieses Essen auch nicht allzu exklusiv halten wollte - übrig geblieben ist aber eine sehr leckere Nudelvariation und wie mein Mann sagte, Labskaus mal in schön ;o)
Eine genaue Anleitung für die Fagottini ist schon in Arbeit.



Zutaten


Nudelteig
200 g gemahlener Hartweizengrieß
2 Volleier
1/2 TL Salz
1 EL Annatto- oder Olivenöl

Füllung
1 Rote Bete
2 große, mehligkochende Kartoffeln
1 Zwiebel
150 g Corned Beef
1 TL Butter
50 g Cornichons
Salz
Pfeffer

Räucher-Forellenschaum
1 Räucherforelle
2 Schalotten
1 EL Butter
50 ml Weißwein
400 ml Fischfond
100 ml Sahne
Meersalz, fein

Zubereitung

Nudelteig
Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Füllung
Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen, abgießen, ausdämpfen lassen und durch die Kartoffelpresse drücken. Rote Bete sehr fein würfeln und zu der durchgedrückten Kartoffel geben.
Die Zwiebel fein würfeln und in etwas Butter in der Pfanne anschwitzen. Das Corned Beef dazugeben und weich werden lassen. Kartoffel/Rote-Bete-Masse dazugeben und alles vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die fein gewürfelten Cornichons unterheben und evtl. noch einmal nachwürzen.

Fertigstellung der Fagottini
Den gut bemehlten Nudelteig mit der Nudelmaschine zu dünnen Bahnen ausrollen. Die Nudelbahnen jeweils längs in der Mitte durchschneiden und diese wiederum in Quadrate schneiden. Je einen Teelöffel Füllung auf die Quadrate setzen. Nun zwei gegenüberliegende Teigecken nehmen und an der Spitze leicht zusammendrücken. Jetzt die anderen zwei Ecken ebenfalls an die Spitze drücken und die Ränder zusammendrücken, so dass ein Hütchen entsteht.
Die Fagottini auf ein mit Grieß bestreutes Backpapier geben.

Räucherforellenschaum
Die Röucherforelle häuten und filetieren.
Die Schalotten fein würfeln und in schäumender Butter glasig anschwitzen, die Hälfte der Räucherforelle zu den Schalotten geben und kurz mit dünsten. Leicht salzen, mit dem Weißwein ablöschen und um die Hälfte einkochen lassen. Mit dem Fischfond aufgießen und nochmals um die Hälfte einkochen lassen. Die Hälfte der Sahne angießen und abschmecken.
Wer die Sauce besonders fein mag, passiert sie durch ein Sieb.

Die übrige Räucherforelle in Stückchen schneiden und zusammen mit den Fagottini und dem Forellenschaum servieren.

Patate e Melanzane - Kartoffel-Auberginen-Gemüse auf Brot

Dieses "Rezept" hab ich neulich bei "zu Tisch in... Kalabrien" aufgeschnappt, dort wurde es den auf dem Feld arbeitenden Männern als kleiner "Pausensnack" serviert und da der beginnende Frühling Lust auf Gemüse macht, hab ich es gleich mal ausprobiert.
Im Prinzip ist das wohl nichts anderes als ein Ratatouille, also nichts Besonderes, aber dass es auf Brot so lecker schmecken würde, hätte ich nicht gedacht. Das gibt es jetzt auf jeden Fall öfter - ein sehr lecker Brotbelag, der auch kalt ganz klasse schmeckt.


Zutaten
2 große Auberginen
3 große, festkochende Kartoffeln
1 Zucchini
2 mittelgroße Zwiebeln
3 Tomaten
2 rote Spitzpaprika
Olivenöl
Salz & Pfeffer
Einige Stängel Basilikum oder glatte Petersilie

Zubereitung
Die Kartoffeln schälen und zusammen mit den anderen Zutaten in Scheiben schneiden.
Das Öl in einer großen, schweren Pfanne erhitzen und alle Gemüse bei geringer Hitze erst anbraten und dann ca. 30 Minuten im eigenen Saft dünsten, bis sie gar sind. Salzen, pfeffern. und mit frischem Basilikum oder gehackter glatter Petersilie bestreuen.
Etwas abkühlen lassen und zu frischem Brot servieren.

Kartoffelpüree mit Wasabi und Sesam

Kartoffelpüree ist für mich ein absolutes Wohlfühl-Essen, oder wie es neudeutsch heißt, Comfort-Food. Immer nur Kartoffeln mit Sahne oder Milch und etwas Butter ist aber soooo spannend nun auch nicht, also variiere ich immer mal gerne. Diese Variante, mit Wasabi und Sesam passt wunderbar zu Fisch, schmeckt aber auch so ohne Alles ganz wunderbar. Wer keinen Wasabi zur Hand hat, kann auch normalen Meerettich nehmen - das Püree schmeckt dann zwar anders, aber nicht minder lecker.

Kartoffelpüree mit Wasabi und Sesam
Zutaten 
800 g mehlig kochende Kartoffeln
150 ml Milch
150 ml Sahne
1 EL Butter
1 1/2 EL Wasabipulver
Salz und Pfeffer
2 EL dunkles Sesamöl
3 TL Limettensaft
weißer Sesam zum Bestreuen
 
Zubereitung 
Kartoffeln schälen und ca. 20 Minuten garen, bis sie weich sind. Abgießen und etwa 5 Minuten ausdampfen lassen. In der Zwischenzeit Sesamsamen trocken anrösten, bis sie duften.
Milch und Sahne mit der Butter und etwas Salz aufkochen. Die heißen Kartoffeln durch die Presse drücken oder stampfen. Das Milchgemisch in die Kartoffelmasse rühren. Wasabipulver, Sesamöl und Limettensaft unterrühren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, anrichten und dem gerösteten Sesam bestreuen.

Quelle: Würzen - einfach besonders - besonders einfach von Bettina Matthaei (*Affiliate-Link)

Tortellini in Brodo - Hähnchentortellini in klarer Brühe

Dieses Rezept habe ich in Giorgio Locatellis "Made in Italy" gefunden, und schon vor einiger Zeit als unbedingt nachkochenswert gekennzeichnet. Wie es aber immer so ist, kommt grundsätzlich etwas dazwischen und so hat es ein paar Monate gedauert, bis es endlich an der Reihe war.
Wie schon der Herr Locatelli schreibt, lebt dieses Gericht besonders von der Qualität der Zutaten - die Hühnerbrühe sollte unbedingt selbstgekocht sein, da ein Großteil des Geschmacks aus ihr kommt, bzw. durch sie verstärkt wird.
Natürlich kann dieses Essen vorbereitet werden, so kann die Brühe bereits im Voraus gekocht und eingefroren werden. Wenn es zeitlich arg knapp ist, können die Tortellini ebenfalls vorbereitet und gefroren werden. Man gibt sie dann auch gefroren in das siedende Wasser und lässt sie so gar ziehen.



Zutaten

Für den Nudelteig
300 g Hartweizenmehl
3 Volleier
1 Schluck Oliven- oder Annatto-Öl
1 gute Prise Salz

Für die Füllung
100 g Hühnerbrust
3 EL saure Sahne oder Crème double
100 g Pancetta
100 g Mortadella
1 EL geriebener Parmesan
Pfeffer

Außerdem
1 l selbstgemachte Hühnerbrühe
geriebener Parmesan
fein gehackte glatte Petersilie

Zubereitung
Die Zutaten komplett in eine Schüssel geben. Mit dem Handmixer grob vermengen, so dass Brösel entstehen und anschließend mit der Hand verkneten, bis ein grober Teig entsteht. Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und mit der Hand gründlich kneten, bis ein elastischer, glatter Teig entsteht. In Frischhaltefolie einschlagen und mind. 1/2 Stunde ruhen lassen.

Inzwischen die Füllung zubereiten: Hähnchenbrust im Zerkleinerer mit einem EL saurer Sahne glatt pürieren. Pancetta, Mortadella, Parmesan, Pfeffer und restliche saure Sahne dazugeben und nochmals pürieren, bis alles gut vermengt ist. Die Mischung bis zum Gebrauch in den Kühlschrank stellen.

Den Nudelteig nochmals durchkneten und mit der Nudelmaschine zu langen Teigplatten ausrollen. Diese Teigplatten längs halbieren und in Vierecke schneiden. 1/2 TL Füllung auf die Teigquadrate geben und schräg zusammenklappen, so dass ein Dreieck entsteht. Die Kanten gut festdrücken. Jedes Dreieck mit der Spitze nach oben in die Hand nehmen, die gegenüberliegenden Seiten unter dem Dreieck zusammenbringen und zum Verschließen zusammendrücken.

Die Brühe zum Kochen bringen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Tortellini hineingeben und 4-5 Minuten köcheln lassen. Evtl. noch etwas nachwürzen. In Tellern anrichten und mit frisch geriebenem Parmesan und gehackter Petersilie servieren.

Löwenkopf-Fleischklöße

Ich weiß, der 1. April war gestern, der Name dieses chinesischen Gerichtes ist aber auch kein Aprilscherz, die heißen wirklich so ;o)
Angeblich sollen diese Fleischklöße, angerichtet auf dem mitgeschmorten Chinakohl oder Pok Choi, aussehen wie Löwenköpfe mit wallender Mähne - ok zugegeben, hier braucht's ne Menge Fantasie ...

Zutaten
450 g Schweinehackfleisch
1 Eiweiß
4 Frühlingszwiebeln, sehr fein gehackt
1 EL Shaoxing-Reiswein
1 EL Ingwer, fein gerieben
1 EL helle Sojasauce
2 TL brauner Zucker
1 TL Sesamöl
1 EL Tapiokastärke

Tapiokastärke zum Bestäuben der Bällchen

500 g Chinakohl oder 300 g Pok Choi
1:1 Erdnuss- und dunkles Sesamöl zum Anbraten

500 ml Geflügelfond
2 EL dunkle Sojausauce
1 EL Shaoxing-Reiswein

Zubereitung
Das Hackfleisch und das Eiweiß mit dem Mixer zu einer luftigen Masse schlagen. Frühlingszwiebeln, Reiswein, Ingwer, Sojasauce, Zucker, Sesamöl und Tapiokastärke dazugeben, salzen und pfeffern und nochmals gründlich mit dem Mixer vermengen. Einen kleinen Testbratling braten, und wenn alles passt den Fleischteig zu walnussgroßen Kugeln formen. Die kleinen Klöße in Tapiokastärke wälzen, dabei überschüssige Stärke abstreifen.
Den Wok erhitzen, Erdnussöl hineingeben und die Fleischklöße darin nach und nach rundherum ca. 2 Minuten anbraten. Auf einen Teller geben und beiseite stellen.
Den Kohl in Streifen schneiden, die unteren Kohlteile ca. 1 Minute im Wok pfannenrühren, dann die oberen Teile hinzufügen und eine weitere Minuten pfannenrühren.
Die Hälfte des Kohls auf dem Boden eines Topfes verteilen, die Löwenköpfe darauf legen und mit dem restlichen Kohl bedecken. Erst das Öl aus dem Wok, die Sojasauce und den Reiswein darüber verteilen, dann den Hühnerfond angießen.
Die Löwenköpfe nun 1 Stunde bei geringer Hitze garen. Den fertig gegarten Kohl in eine Schüssel geben und die Löwenköpfe darüber verteilen. Die im Topf verbliebene Sauce mit etwas Tapiokastärke andicken und über die Löwenköpfe löffeln.
Bei uns gibt es dazu ganz klassisch Reis oder auch Hua Juan.