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Cornish Cream Tea

Tatatataaa, Tatatataaa, Tatatatatatatatatataaaa... 

Heut issas soweit, der große Tag, auf den wir seit Monaten gewartet haben - William und Kate heiraten!

Ihr denkt jetzt wahrscheinlich "Nu hattse endgültig n Rad ab, wen interessiert denn son Kram?" Mich! :O)
Nicht etwa, weil mein heimlicher Berufswunsch Prinzessin ist und ich in unbeobachteten Momenten mit Tüllröckchen und Plastikkrone vor dem Spiegel posiere, sondern weil ich seit der Hochzeit von Charles & Diana (deren Kleid, meiner Meinung nach übrigens das wahrscheinlich hässlichste Hochzeitskleid der Geschichte war) schlicht und einfach alle Hochzeiten des britischen Königshauses gesehen habe und das halt einfach dazu gehört - Basta! ;o)

Eigentlich wollte ich dieses kulturelle Hochereignis viel ausführlicher zelebrieren, die ganze Woche sollte unter dem Eindruck der Hochzeit stehen, der KuLa sollte entsprechend geschmückt werden und ich wollte gaaanz viele britische Rezepte vorstellen. Aber wie so oft, hab ich das mal wieder nicht rechtzeitig geschafft - erst kam mir letztes Wochenende das tolle Wetter dazwischen, dann mein Geburtstag und schlussendlich mein neues Projekt, das KuLa-Forum (das hoffentlich bald nen anständigen Namen bekommt). 
Glücklicherweise hat die Zeit aber für ein, bzw. genauer gesagt sogar zwei Rezepte gereicht und so gibt es heut anlässlich der Hochzeit wenigstens ne anständige TeaTime, ist ja immerhin auch was ... 

Das Rezept für die Scones hab ich mir bei Rebecca gemobst und das Rezept für den/die/das Apple Lemon Curd stammt mal wieder - ich mag es schon gar nicht mehr schreiben - von Hugh Fearnly-Whittingstall, diesmal aus seinem Buch "Preserves" - just love it! ;o)
Der/Die/Das Curd schmeckt mir noch besser als die pure Zitronenvariante, quasi son büschen wie cremiger, buttriger Apfelmus mit ner leckeren Zitronennote. Dazu frisch gebackene Scones, ein Traum und diesem königlichen Ereignisses absolut würdig!

Scones

Zutaten
500 g Mehl Typ 405
1 1/2 Tütchen Backpulver
125 g Butter
1/2 TL Salz
knapp 200 ml Milch

Zubereitung
Das Mehl abwiegen und trocken mit dem Backpulver und Salz vermischen. Die Butter in kleinen Stücken mit den Fingern gut einarbeiten, bis ein krümeliger Teig entstanden ist.
Die Milch nach und nach zugeben und mit den Händen zu einem weichen Teig verkneten. Er sollte nicht klebrig sein und sich in etwa anfühlen wie ein Hefeteig.
Cen Teig au der bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 cm dich ausrollen und Kreise ( ca. 6 cm ) ausstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten backen, bis die Scones gut aufgegangen und leicht gebräunt sind.
Mit Clotted Cream und Marmelade oder Lemon Curd servieren.

Apple Lemon Curd

Zutaten
450 g Äpfel, bereits geschält und entkernt
100 ml Wasser
Abrieb und Saft von zwei Zitronen (200 ml Zitronensaft)
125 g Butter
450 g Zucker
4-5 Eier (200 g)

Zubereitung
Die Äpfel in Stücke schneiden und zusammen mit dem Wasser in einem Topf bei mittlerer Temperatur weich köcheln. Mit einem Zauberstab pürieren.
Das Apfelpüree zusammen mit den anderen Zutaten, außer den Eiern vermischen und im Wasserbad erhitzen. Sobald die Butter geschmolzen ist, die Eier unter ständigem Rühren zufügen, dabei darauf achten, dass die Temperatur der Masse nicht zu hoch ist, da die Eier sonst sofort stocken - die Temperatur sollte nicht über 60°C liegen.
Mit dem Schneebesen oder dem Mixer solange rühren, bis die Masse andickt und schaumig wird, das dauert auch mit dem Mixer durchaus 10-15 Minuten. Mit dem Schneebesen entsprechend länger. Die Temperatur sollte schlussendlich bei ca. 82°C liegen. 
Sofort in sterilisierte Gläser füllen und gut verschließen. Im Kühlschrank aufbewahrt hält sich das Apple Lemon Curd ca. 4 Wochen. 

Mal angenommen ...

... ich würde ein Forum basteln, ein kleines, gemütliches und überschaubares Forum, das allen, die gern essen, kochen und darüber sprechen & schreiben die Möglichkeit zum Austausch darüber bieten soll - egal ob Leser, Blogger, Hobbykoch, Kochanfänger oder selbsternannter Profi - was würdet Ihr davon halten? 

Mir spukt diese Idee schon sehr lange durch den Kopf, eigentlich schon mehr als ein Jahr, aus verschiedenen Gründen hab ich sie aber immer wieder verdrängt. Gestern bin ich die Sache mal angegangen, hab mir nen Foren-Anbieter rausgesucht und die ersten Schritte in Richtung Forum unternommen - ziemlich viel Arbeit, das kann ich Euch sagen ... 

Eigentlich war meine Idee, das Forum komplett öffentlich zu gestalten, so dass jeder, der möchte auch unregistriert etwas beitragen kann, das gestaltet sich aber schwierig, bzw. nicht möglich, also wird es ein Forum werden, für das man sich registrieren muss, wie das halt so üblich ist. 
Da ich ja in den nächsten Tagen und vielleicht noch Wochen über Gestaltung, Aufbau und Inhalt des Forums brüte, brauch ich mal wieder ein wenig Input von außen, also von Euch. Vorausgesetzt, Ihr fändet die Idee eines solchen kleinen, überschaubaren Forums gut und würdet es gern nutzen, ...
  • wie würdet Ihr es nennen?
  • welche Kategorien fändet Ihr sinnvoll?
  • würdet Ihr es komplett einsehbar machen, oder einen Bereich integrieren, der nur für Mitglieder, nicht aber für unregistrierte Leser einsehbar ist? 
  • welche sonstigen Ideen & Wünsche hättet Ihr für ein solches Forum?
Das Forum soll gar nicht besonders groß werden. Ich plane also nicht, bereits bestehenden Foren Konkurrenz zu machen (wäre auch ein wenig vermessen ;o) ), sondern es soll einfach einen netteren Rahmen zum Austausch bilden, als es eine Facebook-Gruppe oder eine Klönstuv könnte, auch für Nichtblogger die Möglichkeit zum Veröffentlichen und Austauschen von Rezepten bieten und vielleicht im Laufe der Zeit ein Nachschlagewerk für alle Mitglieder werden. 

Natürlich wird es nicht bierernst ausschließlich ums Essen und Kochen gehen, sondern auch ausreichend Platz für Themen fernab der Küche geben - ich denke, das versteht sich von selbst. Ich bin also offen für alles, schießt einfach los! ;o)

Da hamwer den Eiersalat, 2.0!

Immer noch Eier übrig oder habt Ihr zu Ostern etwa nicht genug Eier abbekommen? Da hab ich doch die Lösung für Euch!
Lasst die Eierharfe klingen und schneidet die übriggebliebenen Eier klein, rührt ein wenig Mayo an, vermischt das Ganze mit ein paar Gewürzen und Kräutern und fertig ist ein leckerer Eiersalat. 
2.0 mal wieder deshalb, weil ich vor ziemlich genau einem Jahr bereits ein Eiersalat-Rezept gebloggt habt - dieses ist aber viel besser, vergesst das erste also am Besten wieder :o)
Das Rezept stammt wie so viele momentan aus meinem aktuellen Lieblingskochbuch "River Cottage Everyday" und natürlich könnt ihr es wie immer nach Lust & Laune abwandeln, das versteht sich ja von selbst. 

Bei der Mayonnaise hab ich auf die eifreie Variante zurückgegriffen, so ist der Salat länger haltbar und muss nicht gleich am Tag der Herstellung verbraucht werden.
Wer seinen Cholesterin-Wert in ungeahnte Höhen treiben möchte, rührt sich einfach eine mit Ei an, da entscheidet allein der Geschmack und die vorraussichtliche Lagerdauer.
Bzw. halt, auch Menschen, bei denen das Immunsystem gedrückt ist (so wie bei mir zur Zeit durch die Chemo), sollten auf rohes Ei verzichten, daher ist die eifreie Mayo auch in diesem Fall perfekt. 

Zutaten
6 Eier, zimmertemperiert
3-4 EL Mayonnaise, selbstgemacht
1 TL grober Senf
2-3 Spritzer Tabasco
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
4 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
3-4 Cornichons, in feine Würfel geschnitten
1 EL Kapern, abgetropft und sehr fein gehackt
2 EL Petersilie, fein gehackt
1 EL Dill, fein gehackt

Zubereitung
Die Eier anpicksen und in kaltem Wasser zum Kochen bringen, die Wier sollen mit Wasser bedeckt sein. Sobald das Wasser kocht, den Deckel auflegen und den Topf beiseite stellen. 10 Minuten ziehen lassen.
Die Eier unter fließendem kalten Wasser abschrecken und komplett abkühlen lassen, dann pellen und würfeln.
In der Zwischenzeit die Mayonnaise zubereiten, dafür ein Eigelb mit etwas Salz, Pfeffer und einem TL Senf in einen Mixbecher geben. Einen Schluck Rapsöl dazugeben und mit dem Zauberstab mixen. Soviel Öl dazugeben, bis eine feste Mayonnaise entstanden ist, dabei immer weiter mixen.
Die Mayonnaise in eine Schüssel geben und mit Tabasco und evtl. noch etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Cornichons, Frühlingszwiebeln und Kapern dazugeben und alles miteinander vermischen. Eierwürfel, Dill und Petersilie unterheben und evtl. noch nachwürzen. 

Crostata di Ricotta e Cioccolato

Letzte Woche Dienstag 10:00 Uhr in Hamburg: Ich schlendere wie jeden Morgen virtuell durch den ein oder anderen Foodblog, da ist er plötzlich, dieser wunderschöne Kuchen. Ein Käsekuchen auf italienisch mit Schokostückchen - geht's noch leckerer? Kaum!
Glücklicherweise war ich quasi grad auf dem Weg zum Wochenmarkt und hab daher gleich noch nen kleinen Schlenker gemacht und Ricotta besorgt, alles andere hab ich eh immer daheim. 
Am frühen Nachmittag war er dann fertig und sowohl ich, als auch mein Mitesser im Käsekuchenhimmel. 

Natürlich hab ich mal wieder ein wenig am Rezept gedreht, den Boden hab ich durch ein bewährtes Sandteig-Rezept ausgetauscht, da ich den besonders gern mag und in der Füllung ist etwas weniger Zucker als im Original - ansonsten ist alles original und das ist gut so ;o)
Weil immer wieder geschrieben wird, dass meine Tarteböden so gleichmäßig aussehen, hab ich diesmal genau dokumentiert, wie ich beim Auslegen der Form zu Werke gehe.


Zuerst wird der Teig, nachdem er im Kühlschrank geruht hat, ein wenig weich geknetet und auf der sehr gut bemehlten Arbeitsfläche dünn ausgerollt. Dabei immer wieder umdrehen, bemehlen und so rund wie möglich ausrollen. 
Zum Transport zur Form rolle ich den Teig auf dem Nudelholz auf und direkt über der Form wieder ab.

Dann den Teig vorsichtig in die Form drücken und an der scharfen Kante der Tarte- oder Quiche-Form den Rand abknipsen. 
Mein Teig war in diesem Fall schon etwas weich, weil ich mal wieder abgelenkt war. Im Normalfall ist der Teig fester und stabiler und lässt sich dadurch auch besser verarbeiten.

Sobald der Rand abgeknipst ist, den Teig in die ribbelige Form eindrücken und die Form richtig ausarbeiten. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen, damit er sich beim Blindbacken nicht aufbläht und ausgekleidete Form so wie sie ist in den Kühl- oder Gefrierschrank stellen, so dass der Teig wieder fest wird.

Zum Blindbacken Backpapier kreisrund ausschneiden, die Form damit auslegen und mit Hülsenfrüchten befüllen. Ich verwende seit Jahren immer die gleichen Kichererbsen, es eignen sich aber alle getrockneten Hülsenfrüchte, Kirschkerne, Backkugeln aus Keramik, usw. usf.
Da beim Auskleiden der Tarte- oder Quicheform eigentlich immer ein Teigrest übrig bleibt, gebe ich den in einen Gefrierbeutel, rolle ihn darin flach aus und friere ihn ein. Viele Reste ergeben dann bald wieder die Menge für eine neue Tarte :o)
Durch das flache Ausrollen kann man die Platten sehr platz- sparend im Gefrierschrank unterbringen. 
Auf die gleiche Weise friere ich übrigens auch Hackfleisch ein, hier hat diese Form noch den Vorteil, dass das Hackfleisch schneller durchfriert als bei einer Kugel.

Zutaten

Sandteig

250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei

Ricottafüllung

400 g Ricotta
2 Eier, getrennt
80 g Zucker
Abrieb und Saft ½ Biozitrone
1 Prise Salz
70 g Schokotropfen
1 EL Mehl
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung


Sandteig

Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat.

Den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht.
Den Teig ca. 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. Auf das Nudelholz aufrollen und über der Tarteform wieder abrollen. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und den überschüssigen Teig am Rand abschneiden. In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Ricottafüllung

Die Ricotta mit dem Zitronensaft und -abrieb, dem Zucker und den Eigelben mit dem Mixer zu einer glatten Creme verrühren, die Schokotropfen unterrühren. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steifschlagen und unter die Ricottamasse heben. Die gesamte Masse auf den blindgebackenen Boden geben den Kuchen im auf 180° vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, bis die Masse komplett gestockt ist.
Auskühlen lassen und nach Geschmack mit Puderzucker bestreuen. 

Himbeer-Essig

Ihr kennt sicher den Spruch "Gibt Dir das Leben Zitronen, mach Limonade draus!". In diesem Fall kann man diesen Spruch abwandeln zu "Gibt Dir das Leben flaschenweise Weißweinessig aus dem letzten Jahr und eine unerwartet ausgegrabene Tüte TK-Himbeeren, mach Himbeeressig!"
Tatsächlich brauchte ich neulich für irgendein Rezept Himbeeressig und hatte die Zutaten daher schon so gut wie auf der Einkaufsliste, fand aber durch Zufall noch rechtzeitig eine Tüte Himbeeren im Gefrierschrank. Den Essig hatte ich eh noch im Regal, da ich im letzten Jahr eigentlich einige Essige ausprobieren wollte, aber mal wieder auf später verschoben hab. 
Also nix wie ran an den Essig!

Es gibt wohl kaum etwas, was einfacher herzustellen ist, als aromatisierte Essige. Einfach den neutralen Weißweinessig mit dem Aromat in eine Flasche geben, ziehen lassen, evtl. filtern und einmal aufkochen, abfüllen, fertig! 
Kinderleicht und schnell gemacht, viel günstiger als gekauft und der Geschmack ist auch noch ungleich besser als bei gekauften Essigen.  
Probiert es mal aus, Himbeeressig ist wunderbar fruchtig und ideal für Dressings und Vinaigrettes. 

Zutaten
300 g Himbeeren, frisch oder TK
500 ml Weißweinessig

Zubereitung
Für den Fall, dass TK-Himbeeren verwendet werden, diese in einem Sieb auftauen lassen.
Himbeeren in eine sterilisierte Flasche geben und mit Weißweinessig auffüllen.
Verschlossen für 2 Wochen an einem sonnigen Ort ziehen lassen, währenddessen täglich schütteln.
Nach zwei Wochen den Essig durch ein Sieb abgießen und in einem Topf einmal aufkochen. Je nach Zustand der Himbeeren diese wieder mit dem Essig in eine Flasche füllen oder auf die Himbeeren verzichten.