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Kartoffelsalat mit Belugalinsen und Postelein

... dazu eine Wildschweinbratwurst.
Kürzlich in der Bullerei hab ich ganz köstliche Orecchiette mit Steinpilzcreme und Rinderfiletstreifen gegessen - die Pasta al dente, das Fleisch auf den Punkt wunderbar zart, rosa gebraten und dazu eine grandiose cremige Sauce - sehr, sehr lecker! 
In der Hoffnung, dass Tim Mälzer das Rezept dafür schon mal irgendwo veröffentlicht hat, hab ich mal wieder seine Homepage durchgestöbert und was finde ich dort? Nein, nicht das Rezept für die Orecchiette, aber dafür ein neues, interessantes Kartoffelsalat-Rezept! Ok, das Eine hat mit dem Anderen nix zu tun, aber so ein Salat ist ja immerhin etwas, besser als gar nix! 

Die Kombination Kartoffeln/Linsen kannte ich noch nicht, schmeckt aber wirklich klasse. und Belugalinsen machen ja schon optisch was her, schmecken aber zu allem Überfluss auch noch richtig gut. Brunnenkresse, wie im Rezept angegeben, war hier nicht aufzutreiben, dafür aber Postelein. Auch nicht verkehrt. 
Wie schon geschrieben, dazu eine Wildschweinbratwurst - gibt's mal wieder, garantiert!

Noch was in eigener Sache:
Wenn Tim Mälzer zuuuufällig mal einen Blick in den KuLa wirft (schon gut, ich weiß, nicht wirklich wahrscheinlich ;o) ), wäre es bannig nett, wenn er mir das Rezept für die Pasta verraten könnte - ich behalt's auch für mich und werd's garantiert Niemandem verraten, Blogger-Ehrenwort! *FingerhintermRückenkreuz ...

Zutaten
1,5 kg festkochende Kartoffeln (Leyla)
Salz
½ Zwiebel

Öl zum Anbraten
1 Tl Zucker
50 ml Weißweinessig
200 ml Brühe
Pfeffer
5 EL Olivenöl
100 g Beluga-Linsen
200 g Postelein

Zubereitung
Kartoffeln gründlich waschen und 20-25 Min. in kochendem Salzwasser garen. Kartoffeln abgießen, ausdämpfen und leicht abkühlen lassen. Kartoffeln noch warm pellen. In Scheiben schneiden und in einer großen Schüssel verteilen.
Zwiebel fein würfeln und in Öl glasig dünsten. Zucker zugeben, leicht karamellisieren lassen. Mit Essig ablöschen, mit Brühe auffüllen. Einmal aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen. Kartoffeln mit der Marinade vorsichtig mischen. 6 El Olivenöl zugeben und mind. 30 Min. ziehen lassen.
Inzwischen die Linsen in Wasser ca. 15-20 Min. bei mittlerer Hitze kochen, abgießen, gut abtropfen lassen und zum Kartoffelsalat geben.
Postelein putzen, waschen und abtropfen lassen.
Kartoffel-Linsensalat evtl. nachsalzen und Postelein unterheben. 

Auberginenpizza mit Oliven

Bei uns gibt es nicht oft Auberginen, meist als Antipasti gegrillt und in Olivenöl und Gewürzen mariniert oder auch mal als Pastasauce wie gerade erst letzte Woche. Auberginen gehören nicht unbedingt zu meinen Lieblingsgemüsen (ich weiß, Beeren...), trotzdem mag ich sie recht gern, aber es gibt soooviele andere Dinge, die ich lieber mag, da schafft sie es nicht allzu häufig auf unsere Teller. 

Auf der Suche nach neuen Pizzavariationen bin ich nun häufiger über Auberginenpizzen gestolpert, auf unterschiedlichste Weise zubereitet. Ich hab mir jeweils die besten Ideen daraus geklaut und herausgekommen ist diese Pizza - überraschenderweise so lecker, dass sie zwar nicht meine persönliche TopTen der Lieblingspizzen anführt, aber doch ziemlich weit vorne mitspielt. 
Zusammen mit dem Pesto rosso und den Oliven eine sehr würzige, aromatische Pizza, die es nicht zum letzten Mal gegeben hat. 
Das Pesto bereite ich übrigens bewusst ohne Käse oder Mandeln, Pinienkerne, usw. zu, weil es sich so länger hält und vielseitiger einsetzbar ist. Den Käse füge ich dann je nach Einsatz später zu oder lasse ihn ganz weg - Mandeln, Pinienkerne, usw. sind im KuLa ja eh tabu ;o)
Zutaten für 4 Pizzen
 
Teig
250 g Hartweizenmehl
250 g Mehl 550 
1/2 Paket Trockenhefe
1 TL Zucker
10 g Salz
 
50 g Olivenöl  
320 g Wasser

Belag 
2 gute Handvoll getrocknete Tomaten 
2 confierte Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer
neutrales Öl 

2 Auberginen 
Olivenöl zum Anbraten
1 Handvoll grüne Oliven 
1 Handvoll schwarze Oliven 
Salz und Pfeffer
frischer Thymian 
Provolone, frisch gerieben oder ein anderer würziger Käse nach Wahl

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst. Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. 
Eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. 
In der Zwischenzeit die Auberginen in 1 cm dicke Scheiben schneiden und leicht geölt in einer Grillpfanne oder im Kontaktgrill von beiden Seiten grillen, so dass das typische Grillmuster entsteht. Auf Küchenpapier entfetten, beiseite stellen.
Für das Pesto die getrockneten Tomaten mit dem Knoblauch, Gewürzen und Öl in einem Blender fein mixen, so dass ein cremiges Pesto entsteht. In einem Glas verschlossen aufbewahren. 
Die Oliven nach Geschmack in Scheiben oder Viertel schneiden oder auch ganz lassen. 
Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, rund wirken und ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen. 
Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die ausgerollten Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und belegen. 

Dazu jeweils 2 -3 EL Pesto dünn verstreichen und Auberginen-scheiben (je nach Vorliebe ganz oder geviertelt) darauf verteilen. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. 
Die Oliven, sowie frisch geriebenen Provolone darüber verteilen. Etwas Olivenöl darüber geben.
In der Zwischenzeit das Backblech direkt auf den Boden des Backofens legen und den Backofen auf höchster Stufe (Ober und Unterhitze) gründlich vorheizen - das Backblech muss richtig heiß sein. Man erreicht dadurch ein Backergebnis, das gar nicht sooo weit von der in einem Steinofen gebackenen Pizza entfernt ist. 


Die Pizzen mitsamt des Backpapiers auf das Backblech legen und einige Minuten anbacken lassen. Durch die extrem hohe Hitze wird das Backpapier schnell dunkel, ich ziehe es also nach einigen Minuten unter den Pizzen heraus, quasi sobald die Pizza nicht mehr am Backpapier klebt. Die Pizza nun ohne Backpapier zu Ende backen, evtl. noch kurz unter Grill bräunen.

gebackener Vacherin Mont-d’Or

Kalt isses draußen. Kalt, nass und windig. Genau richtig für mich, endlich ist die Sonne dauerhaft in ihre Schranken gewiesen und das typische norddeutsche Wetter ist zurück. Aufatmen! Wohlfühltemperatur! 

Passend zum Wetter und zum morgigen Herbstanfang gibt es heut ein Käsefondue, für das man weder ein Rechaud braucht, noch verschiedene Käsesorten. Klar, das ist nix Neues, mittlerweile gibt es in jedem Supermarkt diese sog. Ofenkäse, die nach genau dem gleichen Prinzip zubereitet werden - die schmecken aber nicht. 
Der Vacherin Mont-d’Or ist schon eine komplett andere Veranstaltung, den mag nämlich sogar ich als bekennende "Käse-darf-nicht-stinken-und-maximal-so-intensiv-schmecken-wie-junger-Gouda"-Esserin. Er ist mild, aber trotzdem würzig und unglaublich cremig. 

Die Vacherin-Saison hat gerade begonnen und erhältlich ist er bis Ende März - viel Zeit um diesen Käse ausgiebig zu genießen - das nächste Mal mit Kartoffeln.  
Bevor Ihr das nächste Mal zum Ofenkäse aus dem Supermarktregal greift, fragt an der Käsetheke nach dem Vacherin oder, sofern es so etwas in Eurer Nähe gibt, in der nächsten Fromagerie - Ihr werdet es nicht bereuen!

Zutaten 
1 Vacherin Mont-d’Or
100 ml trockener Weißwein 
2 Knoblauchzehen 
Thymian nach Geschmack

dazu ein knuspriges Baguette oder Kartoffeln

Zubereitung 
Plastikbanderole entfernen und das Spankörbchen in Alufolie einwickeln.
Den Käse mehrfach mit einer Gabel oder einem Messer einstechen und mit dem Weißwein übergießen. 
Knoblauch in Scheiben schneiden und entweder in den Käse stecken oder oben auf dem Käse verteilen. Nach Geschmack mit Thymian bestreuen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten backen, dann noch einige Minuten unter dem Grill backen, bis das Innere des Käses zerläuft. 
Zu knusprigem Baguette oder Pellkartoffeln servieren.

Dinkel-Roggen-Brötchen

In der hintersten Ecke meines Kühlschranks steht ein kleines, unscheinbares Glas mit undefinierbarem Inhalt, zumindest für Nichtbäcker. Jeder Brotbäcker erkennt ihn aber auf den ersten Blick, meinen Sauerteig.
Mein Sauerteig führt ein sehr beschauliches, ruhiges Leben, d.h. er kommt nicht viel rum. Genauer gesagt geht er kaum noch vor die Tür. Früher, als ich noch mehr Brot gebacken hab, war er sehr gesellig, ist mindestens 1x pro Woche ausgegangen und hat sich unter das Mehl gemischt. Mittlerweile ist er aber zu einem regelrechten Einsiedler mutiert und hat auch schon eine ordentliche Schicht Fusel angesetzt. 

Wenn ich jetzt Brot backe, dann meist reine Hefebrote. So ganz ab und zu hab ich aber doch mal Appetit auf ein Sauerteigbrot und weil ich dann meist zu faul bin, meinen Sauerteig aufwendig wieder zu beleben, backe ich meist Brot oder Brötchen nach diesem Rezept. 
Durch die Buttermilch bekommen die Brötchen eine fein säuerliche Note, die ganz wunderbar zum Geschmack des Roggenmehls passt - quasi Pseudo-Sauerteigbrötchen.
Natürlich wird jeder Hobbybäcker oder Sauerteig-Fan den Unterschied zu einem richtigen Sauerteigbrot sofort schmecken, aber lecker isses schon - find ich jetzt ;o)

Zutaten
350 g Dinkelmehl 630
100 g Roggenmehl 1150
550 g Weizenmehl 550
22 g Salz
2 TL Zucker
2 Tütchen Trockenhefe
300 ml Buttermilch
300 ml Wasser

Zubereitung
Dass Wasser in einen Becher geben und die Trockenhefe, sowie den Zucker zufügen. Verrühren und alles einige Minuten stehen lassen, so dass sich die Hefe auflösen kann.

Die verschiedenen Mehlsorten mit dem Salz trocken verrühren. Wasser-/Hefemischung und Buttermilch zufügen und alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Zugedeckt gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
Den Teig nochmals kurz durckneten und in 16 gleichgroße Portionen teilen. Die Brötchenteiglinge ind die gewünschte Form bringen und abgedeckt erneut gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
Den Backofen auf 250°C vorheizen.
Die Teiglinge in den vorgeheizten Backofen schieben und gründlich schwaden. Die Temperatur auf 200°C reduzieren und die Brötchen ca. 20 Minuten backen, bis sie schön gebräunt sind und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.  


Nachtrag:
Diese Brötchen haben eine recht feste Konsistenz, die mit fluffig-luftigen Brötchen vom Bäcker nicht zu vergleichen ist, daher kann man diesen Brotteig auch sehr gut als Brot backen.

Bulgur-Bohnen-Salat

Vor einiger Zeit hab ich ja einen Beitrag veröffentlicht, in dem ich Euch um Salatrezepte gebeten hab - die Auswahl an Salatrezepten im KuLa konnte man bis dato wirklich an einer Hand abzählen. Mittlerweile hat meine Salatbar schon stattliche Ausmaße angenommen und sowohl mein Mitesser, als auch ich möchten auf den fast wöchentlichen Salat-Tag nicht mehr verzichten.
Heute gibt's mal wieder einen Salat, der sich prima 2-3 Tage hält und sowieso erst am 2. Tag so richtig gut schmeckt. Er muss schon n büschen durchziehen.

Grüne Bohnen koche ich immer mit etwas Natron und schrecke sie dann in eiskaltem Wasser (so kalt wie möglich aus dem Wasserhahn + Eiswürfel) ab, so behalten sie ihre schöne grüne Farbe. Wer darauf keinen Wert legt, kann auf das Natron verzichten, und schreckt die Bohnen einfach in wasserhahnkaltem Wasser ab. 
 
Zutaten
200 g getrocknete Wachtelbohnen
400 g grüne Bohnen
1 EL Natron
Salz
200 g mittelfeiner Bulgur
300 ml Gemüsebrühe
1 rote Paprika
1 Bund glatte Petersilie

Dressing
Saft einer Orange
2 confierte Knoblauchzehen
8 EL Aceto Balsamico
8 EL Olivenöl
1/2-1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Die getrockneten Bohnen am Vorabend in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen und mit frischem Wasser in einen Topf füllen und zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze ca. 45-60 Minuten kochen, bis die Bohnen gar, aber nicht zu weich sind. In eiskaltem Wasser abschrecken und beiseite stellen.
In der Zwischenzeit den Bulgur in eine Schüssel geben und mit kochender Gemüsebrühe übergießen. Ca. 30 Minuten quellen lassen, dabei mehrfach mit einer Gabel auflockern. Abkühlen lassen.
Die grünen Bohnen putzen und in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. In kochendem Salzwasser mit einem EL Natron bissfest garen. Ebenfalls in eiskaltem Wasser abschrecken.
Die Paprikaschote putzen, vierteln und in dünne Streifen schneiden.

Aus Orangensaft, Knoblauchzehen, Balsamico, Olivenöl und Gewürzen ein Dressing herstellen, mit den Bohnen und dem Bulgur in eine Schüssel geben und alles gut vermischen. Die fein gehackte Petersilie unterheben und den Salat 1-2 Stunden durchziehen lassen, evtl. noch nachwürzen.