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Waldbeerensirup

Als ich neulich den Limetten-Basilikum-Sirup von Nicky gekocht hab, gab es diesen hier gleich dazu. Ich hatte noch genau 500 g Waldbeerenmischung im Gefrierschrank, die darauf warteten verarbeitet zu werden - und wenn man eh schon mal dabei ist, so ein büschen Abwechslung ist ja schließlich auch nicht zu verachten ... 
Mein Favorit war zwar eindeutig der Limetten-Basilikum-Sirup, der ist einfach ungewöhnlich lecker, dieser war aber auch klasse - nur eben anders, trotzdem lecker.
Wenn Ihr also mal einen Rest Beerenmischung im TK habt oder einfach zuviele Beeren im Garten, die auf die Verarbeitung warten, macht Sirup draus!

Zutaten
500 g Waldbeerenmischung (TK)
Saft einer halben Zitrone
300 g Zucker
350 ml Wasser

Zubereitung
Alle Zutaten in einen Topf geben und den Inhalt zum Kochen bringen, ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis der Sirup etwas eingedickt ist.
Alles durch ein Sieb passieren und den Sirup in zuvor sterilisierte Flaschen füllen.

Den Sirup im Verhältnis 1:4 mit eisgekühltem Sprudelwasser auffüllen und mit Eiswürfeln  servieren.   

Quelle: Delicious Days (Kochbuch)

Eingelegte Tomaten in Olivenöl

Das Einlegen und Haltbarmachen von Lebensmitteln ist ein Bereich, der mich ungemein fasziniert, am liebsten würde ich von früh bis spät in der Küche stehen und Obst und Gemüse einmachen. Leider gibt's da nur einen kleinen Haken, nämlich meine winzig kleine Wohnung. Nach ein paar Gläsern Pesto sind die Kapazitäten schon fast aufgebraucht.
Als  Martina Meuth und Bernd Neuner Duttenhofer der Tomate neulich eine ganze Sendung gewidmet haben, war aber gleich klar, dass ich zumindest die eingelegten Tomaten ganz schnell nachmachen musste. Letzte Woche hab ich dann meinen Raubzug auf dem Wochenmarkt gestartet und bin mir reicher Beute nach Hause gekommen. 
Für diese Tomaten hab ich mir Roma-Tomaten gekauft, weils so hübsch aussieht in rot und gelb, aber das ist nur eine optische Geschichte. 

Im Originalrezept werden die Tomaten gehäutet, den Schritt hab ich mir diesmal gespart, werd's beim nächsten Mal aber ausprobieren. Generell stört mich die Haut nicht, aber evtl. schmecken diese unglaublich leckeren Tomaten gehäutet ja tatsächlich noch besser - kann ich mir aber kaum vorstellen ;o) 

Zutaten
2-3 kg Tomaten
einige Thymianzweige
Salz und Pfeffer
evtl. Zucker
3 EL Olivenöl

Olivenöl zum Bedecken 
confierter Knoblauch nach Geschmack

Zubereitung
Die Tomaten zunächst häuten, je nach Größe vierteln oder nur halbieren und entkernen (wenn die Kerne aufgefangen werden, kann man daraus noch eine leckere Suppe kochen).
Die Tomaten eng nebeneinander auf ein Backblech legen und mit Salz und Pfeffer würzen, etwas frischen Thymian darüber streuen. Je nach Intensivität und Geschmack der Tomaten evtl. noch etwa Zucker darüber streuen, das verstärkt den Geschmack.
Mit Olivenöl beträufeln und darauf achten, dass auch Olivenöl daneben läuft, damit die Tomaten nicht ansetzen.
Im auf 100 °C vorgewärmten Ofen zwei bis zweieinhalb Stunden trocknen. Nach der halben Zeit die Tomaten wenden. Dann abkühlen lassen.

Zum Aufbewahren in ein sterilisiertes Weckglas schichten, nach Geschmack etwas confierten Knoblauch dazugeben und mit gutem Olivenöl bedecken.

Tagliatelle mit Pesto Genovese, oder so ähnlich ...

Ihr kennt das sicher, sobald man nicht nur für sich allein kocht, muss man zwangsläufig Kompromisse schließen. 
Bei uns gibt es reichlich Zutaten, die ich mag, mein Mitesser aber nicht und umgekehrt. Grundsätzlich kann man sagen, dass mein Mitesser vieeel krüscher ist als ich, er mag beispielsweise keine Kirschen, Spargel, Pilze, Spinat und auch keine Nüsse ... 

Ihr fragt Euch jetzt sicher, wie kann man keine Kirschen mögen? Hab ich mich (und ihn) auch schon oft gefragt. Kirschen sind doch ausnahmslos lecker, daran kann man eigentlich gar nichts nicht mögen. Er schon, er kann das. Sobald ich ihn dazu "überrede" doch mal wieder eine Kirsche zu probieren, verzieht er völlig angewidert das Gesicht und wartet nur darauf, sie möglichst schnell wieder auszuspucken. Ich hab's jetzt aufgegeben, ist ja schade drum und hat durchaus auch etwas Positives, so bleibt mehr für mich ;o)

Ganz ähnlich verhält es sich mit Nüssen, Mandeln, Pinienkernen, usw. usf., die mag er nämlich auch nicht. Glücklicherweise bin ich kein Nuss-Junkie, ich mag sie zwar, kann aber auch drauf verzichten und ersetze sie halt bei Gebäck durch eine Extraportion Mehl, Kekskrümel oder Ähnliches. Bei Pesto ist das schon schwieriger, aber irgendeine Lösung findet sich natürlich auch hier, und sei es halt Panko ... 

Ich bin ja sowieso ein Fan von allem, was knusprig ist und daher mag ich diese Abwandlung des Pesto Genovese mittlerweile auch lieber als das Original. 
Wie gut, dass mein Mitesser keine Nüsse mag ;o)

Zutaten 

Für das Pesto
1 großes Bund Basilikum 
2 confierte Knoblauchzehen 
etwas Abrieb einer Bio-Zitrone 
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Zusätzlich 
Panko 
etwas Piment d'Espelette 
Olivenöl

frisch geriebener Parmesan
Tagliatelle oder andere Pasta nach Wahl

Zubereitung 
Basilikum waschen, gründlich trockenschleudern und die evtl. vorhandenen holzigen Teile der Stiele entfernen. Zusammen mit den Knoblauchzehen in einen Mixer geben und Zitronenbrieb, Salz, Pfeffer und nach und nach Olivenöl dazugeben, dass sich das Basilikum aufmixen lässt. 
Soll das Pesto aufbewahrt werden, in ausgekochte Gläser füllen und mit Olivenöl bedecken. Im Kühlschrank hält es sich so wochen-, bzw. monatelang. 

Für die Knuspervariante Pasta al dente kochen. In der Zwischenzeit Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Panko darin bei mittlerer Hitze goldbraun rösten, mit etwas Piment d'Espelette oder anderem Chilipulver würzen. 
Die Pasta abgießen und tropfnass zurück in den Topf geben. Pesto dazugeben und frisch geriebenen Parmesan unterheben, durchschwenken. Pasta in die Pfanne zu dem angeröstetem Panko geben, ebenfalls kurz durchschwenken und sofort servieren.

Melonensalat mit Minzdressing

Bevor die Melonensaison bald vorbei ist, gibt's heut noch eine besonders schnelle und einfache Salat-Variante, die mir besonders gut geschmeckt hat. 
Durch die Minze und den Zitronensaft bekommt die, wie ich finde, leicht dumpfe Cantaloupe-Melone eine ganz tolle Frische, ideal für einen heißen Sommertag - aber auch sehr lecker an einem nur mäßig warmen Spätsommertag ;o)
Ich hab noch eine Wassermelone daheim, die ich aber pur verspeisen werde, im nächsten Sommer gibt's dann auf jeden Fall wieder diesen Salat. 
Bei der Wahl der Melonensorten könnt Ihr Euren persönlichen Vorlieben völlig freien Lauf lassen, nehmt einfach die Sorten, die Ihr bekommt - schmecken wird der Salat auf jeden Fall!

Zutaten
ca. 1/4 Wassermelone (hängt von der Größe ab)
1 Cantaloupe-Melone
Vanillesirup
Saft einer Zitrone
1 Bund Minze

Zubereitung
Melonen in Würfel schneiden oder mit einem Kugelausstecher in Form bringen.
Sirup, Zitronensaft und gezupfte Minzblätter in einen Blender geben und gründlich pürieren. Mit den Melonenbällchen mischen und für einige Zeit in den Kühlschrank stellen.
Gekühlt servieren. 

Pötte un Pannen - Die Mälzer-Zange war gestern, heut ist die Kochpinzette!

Ganz herzlich willkommen in der allgemeinmedizinischen Abteilung des Kuriositätenladens. Richtig, als gut sortiertes Fachgeschäft führen wir natürlich auch Medizinbedarf, versteht sich ja von selbst ;o)
Ok ok, ganz so ist es natürlich nicht, aber erstmal ganz von vorne: 
Vor einigen Jahren hab ich mir auf der Suche nach einem geeigneten Greifwerkzeug für die Küche eine Mälzer-Zange gekauft, war damals ja in aller Munde und wurde einem an allen Ecken quasi nachgeschmissen. Leider bin ich mit diesem Ding absolut nicht warm geworden, ich fand sie unhandlich, ständig schnappte das Ding nach allem, nur nicht nach den Dingen, die es greifen sollte und wirklich gut zu Reinigen war sie auch nicht. 
Irgendwann ist sie in den Besitz meiner Mutter übergegangen, die wunderbar mit ihr zurecht kommt und ich war wieder alleine - zangenlos ... 

Nun wissen wir ja alle, dass Fernsehen bildet und so hab ich irgendwann in einer Kochsendung (ich glaube es war bei Herta Poletto) gesehen, dass dort eine medizinische Pinzette zum Wenden von Fleisch, Gemüse und allem, was man halt so wenden kann, verwendet wurde - prima Idee!
Und wo bekommt man eine solche Pinzette? In der Apotheke, im Medizinbedarf oder im Sanitätshaus? Gaaaaanz kalt. 
Auf dem Wochenmarkt, ist doch klar :o)
Auf eigentlich jedem Wochen- oder Flohmarkt (entsprechender Größe) gibt es mittlerweile Stände, die von Dentalspiegeln, über Skalpelle bis hin zu Spekula alles verkaufen. Im Prinzip kann sich so Jeder eine kleine Privatpraxis einrichten... 
Wollte ich natürlich nicht, auch wenn ich vor vielen, vielen Jahren mal in dieser Branche gearbeitet hab und daher eine besondere Affinität zu derlei Gerätschaften habe. In diesem Fall wollte ich aber nur eine solche Pinzette - ehrlich. 
Diese Pinzetten sind ca. 30 cm lang (die genaue Länge wird heut noch nachgereicht, ich kann grad nicht aufstehen und sie nachmessen), man kann ganz wunderbar präzise damit greifen, sie lassen sich sehr leicht reinigen, und, und, und.
Die Pinzette und ich sind so -Platzhalter für gekreuzte Finger- und ich möchte sie wirklich nicht mehr missen. Und darum hat mein kleines Schätzchen einen Eintrag im KuLa verdient und musste Euch unbedingt vorgestellt werden.