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"Wegen Krankheit vorübergehend geschlossen"



Bitte nicht wundern, wenn hier in den nächsten Tagen nicht viel, bzw. gar nichts passiert und der Kuriositätenladen geschlossen bleibt. Mich hat es ziemlich zerlegt, ich hab unter Anderem eine sehr fiese und ausgeprägte Bindehautentzündung, da ist an Bloggen zur Zeit nicht zu denken.
Morgen gibt's nochmal das wöchentliche Salatrezept und dann mach ich erstmal blau bis ich wieder aus meinen verquollenen Augen gucken kann und Husten/Schnupfen/Heiserkeit von dannen gezogen sind.

Also, man sieht sich ;o)

Sellerierisotto mit sautierten Flusskrebsen

Sellerie mal wieder! Eine weitere Möglichkeit, die neuerdings von mir so geliebte Knolle zu verwerten. Das Resultat ist ein sehr feines Risotto, das überhaupt nicht penetrant nach Sellerie schmeckt.
Das Rezept hab ich bei der Chaosqueen gefunden und ein klein wenig abgewandelt, nachdem ich bei ihr gelesen habe, dass sie bei einer Wiederholung auf die Sahne verzichten und stattdessen eher einen Stich Butter nehmen würde.

Im Gegensatz zu ihrem Risotto, war der Sellerie bei mir noch nicht ansatzweise zerfallen, trotzdem ich ihn zu Beginn angedünstet und die ganze Zeit mitgekocht habe - wahrscheinlich ein besonders dickköpfiger Sellerie ;o)
Anstelle der Riesengarnelen gab es bei uns Flusskrebsfleisch dazu, eine ebenfalls sehr leckere Kombination.
Resultat: Wenn ich mal Zeit hab, wird es dieses Risotto auf jeden Fall wieder geben, ich muss halt nur Platz in meinem Kochplan finden ;o)

Zutaten
400 g Knollensellerie
1 kleine Zwiebel
Olivenöl zum Andünsten
250 g Risottoreis
150 ml Weißwein
700 ml Fischfond
1 EL Butter

Flusskrebsfleisch
2 Knoblauchzehen
1 entkernte Chilischote
Olivenöl

Zubereitung
Die Zwiebel fein würfeln, in einem Topf im heißen Öl glasig dünsten, den in Würfel geschnittenen Knollensellerie hinzufügen und mitdünsten. Den Reis untermischen und rundum mit Öl benetzen. Dann salzen, den Wein angießen und komplett einkochen lassen.
Nach und nach die heiße Brühe hinzufügen. Leise köcheln, dabei immer wieder einen Schuss Brühe angießen, bis der Reis gar ist. Regelmäßig umrühren, damit nichts unten ansetzt.
Sobald der Reis al dente ist, die Butter unterrühren.
Vor dem Servieren einige Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Knoblauchzehen mit dem Messerrücken anquetschen und zufügen. Das Flusskrebsfleisch in der Pfanne schwenken (nicht zu lange, sonst wird es trocken) und mit Salz, Pfeffer und fein gehackter Chilischote würzen.

Als Beilage zu dem Risotto servieren. 


Liebe Miriam & Freunde

Jeden Tag kommentiert Ihr fleißig in meinem und vielen anderen Foodblogs, nehmt sogar direkten Bezug auf die jeweiligen Beiträge und das alles nur, um den Pagerank von irgendwelchen Müsli-, Ticket-, Schokoladen- und Billigflug-Seiten in die Höhe zu treiben. 
Es ist ja durchaus löblich, dass Ihr Euch anscheinend sogar die Mühe macht die Blogbeiträge zu lesen, nichtsdestotrotz  hab ich diese Spam-Kommentare nicht so gern und lösche sie daher so schnell wie möglich, inkl. Link. 
"Miriam", nutz Deine Zeit doch lieber sinnvoll, lackier Dir die Nägel, lies ein gutes Buch oder probier tatsächlich mal das ein oder andere Rezept aus, aber verschon mich in Zukunft bitte mit Deinen Kommentaren ... 

Danke, das musste mal gesagt geschrieben werden ;o)  

P.S.: Damit sind selbstverständlich nur die professionellen Kommentar-Spammer gemeint, über alle ernstgemeinten Kommentare freu ich mich natürlich sehr :o)

Eingelegte Salzzitronen

Ich hab eine ganz große Vorliebe für alle Lebensmittel, die irgendwie haltbar gemacht werden, sei es nun, dass sie eingelegt, -gekocht, -gesalzen, oder was auch immer werden. Am Liebsten würde ich im Spätsommer tonnenweise Obst und Gemüse einwecken, nur leider habe ich weder einen Garten, noch ein großes Haus mit riesigem Keller, wo ich meine Schätze einlagern könnte - ich wohn halt in einer winzigen Wohnung mitten in Hamburg und kann daher nur davon träumen ;o)

So ein paar Dinge muss ich aber trotzdem ausprobieren, und dazu gehörten eben auch diese Salzzitronen. Sie standen schon seit langer Zeit auf meiner Liste, aber immer hab ich es irgendwie verpasst - dieses Jahr hab ich dran gedacht! 
Nachdem ich im Internet und in meiner Bibliothek ein wenig nachgeforscht habe, hab ich mich für ein Rezept von epicurious entschieden - warum gerade für dieses? Keine Ahnung, es erschien mir auf Anhieb sympathisch ;o)
Fast wäre aus der Salzzitronen-Produktion nichts geworden, denn das Glas, das ich dafür vorgesehen hatte, ist mir beim Auskochen zersprungen (selber Schuld, ich hab aus Versehen kaltes Wasser über das heiße Glas laufen lassen ...), aber Gott sei Dank haben wir hier in Eppendorf einen ganz fantastischen kleinen Haushaltswarenladen, das Eppendorfer Haushaltsstübchen
Dieser kleine Laden ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Kuriositätenladen, winzig klein, unglaublich unordentlich und trotzdem bekommt man einfach alles. Ich hab dort schon ausgefallene Raviolibretter, meinen heißgeliebten Rundstößel und letzten Samstagnachmittag genau das Glas, das mir 10 Minuten vorher geplatzt war, bekommen. 
Wenn Ihr in der Gegend seid, schaut unbedingt mal rein, es lohnt sich wirklich!
So, nu aber zurück zu meinen Zitronen. Seit Samstag sind sie eingelegt und ziehen langsam aber sicher vor sich hin - heute haben sie noch die finale Ölschicht bekommen. Was ich daraus machen werde, weiß ich selbst noch nicht, aber bis sie fertig sind, ist ja auch noch etwas Zeit. Ich werd Euch auf dem Laufenden halten.

Zutaten
15 Bio-Zitronen
10 EL grobes Meersalz 
Olivenöl
kochendes Wasser

Zubereitung
Die Zitronen unter heißem Wasser gründlich abspülen. In kochendem Wasser ca. 5 Minuten blanchieren.
Jeweils von beiden Enden eine Scheibe abschneiden und die Zitronen längs über Kreuz zu 3/4 einschneiden - darauf achten, dass die Zitronen nicht ganz aufgeschnitten werden.
In die Einschnitte pro Zitrone jeweils 1 EL grobes Meersalz geben und die Zitronen in einem Weckglas stapeln.
Den Saft von 5 ausgepressten Zitronen darüber geben und soweit mit kochendem Wasser auffüllen, dass die Zitronen vollständig bedeckt sind, aber noch Platz für das Olivenöl bleibt.
Die Zitronen 5 Tage ziehen lassen, währenddessen das Glas immer mal wieder schwenken. Nach 5 Tagen soviel Olivenöl dazugeben, dass die Zitronen komplett bedeckt sind und alles mehrere Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen.

Vor dem Verwenden, die Salzzitronen mit Wasser abspülen, da sie sonst zu salzig sind. 

Chinesische Perlenbällchen

Endlich kam mein kleiner Bambusdämpfer mal wieder zum Einsatz! Ich freu mich immer sehr, wenn ich den Dämpfer mal wieder hervorkramen, bzw. von seinem Wandhaken befreien kann.

Zugegeben, ich mag den Dämpfer nicht nur, weil das, was rauskommt immer besonders lecker ist, sondern auch, weil ich ihn so hübsch finde.

Ich hab ja eine große Abneigung gegen den ganzen Plastikkrams, der sich mittlerweile in vielen Küchen tummelt - mit diesen ganzen Tupperdöschen, -brätern und was es da nicht noch alles gibt, kann man mich jagen. Ich verstehe einfach nicht, wie man sich allen Ernstes einen Plastikbräter oder -schüsseln auf den Esstisch stellen und behaupten kann, das sähe auch noch schön und womöglich festlich aus. Mich erinnert dieses Plastikgedöns immer sehr an Campinggeschirr, da ändern schicke Namen und hypermoderne Farben auch nix dran - ich mag kein Plastik!
Wenn möglich, weiche ich auf Materialien wie Keramik oder Naturmaterialien wie Holz oder Ähnliches aus, und genau das ist der Grund, warum ich diesen Bambusdämpfer so mag. Sobald er in Betrieb genommen wird, beginnt er zu duften - ok, das ist jetzt nicht gerade ein berauschendes Parfum, das von ihm verströmt wird, aber immer noch besser, als Plastikkrams ;o)

Die Perlenbällchen sind eine tolle Vorspeise zu einem chinesischen Menü, man kann sie komplett vorbereiten und muss sie dann nur noch schnell dämpfen. Dazu noch ein Dip aus Sojasauce, Sesamöl, Chili und Ingwer und fertig ist eine besonders schöne, und einfach herzustellende Vorspeise.
Zusätzlich zu den Perlenbällchen, gab es bei uns noch Siu Mai, Hackfleisch-Garnelenbällchen im Wantan-Kleidchen. Das Rezept dafür gibt's dann demnächst in diesem Theater Laden.

Zutaten
300 g Klebreis
8 getrocknete Shiitake-Pilze
150 g Wasserkastanien
450 g Schweinehackfleisch
1 kleine Karotte, geraspelt
2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
1 1/2 EL Ingwer, fein gehackt
2 EL helle Sojasauce
1 EL Shaoxing-Reiswein
1 1/2 TL dunkles Sesamöl
2 1/2 TL Tapiokastärke

Zubereitung
Den Reis in ein Sieb geben und unter fließendem, kaltem Wasser sehr gründlich spülen. In einer Schüssel mit kaltem Wasser ca. 1 Stunde beiseite stellen, dann gut abtropfen lassen und auf einem Backblech oder einem anderen flachen Gefäß ausbreiten.

Die Shiitake-Pilze mit kochendem Wasser übergießen und 30 Minuten einweichen lassen. Die Pilze abtropfen lassen, gut ausdrücken, die Stiele entfernen und fein hacken.

Die Wasserkastanien abgießen und ebenfalls fein hacken.

Das Hackfleisch mit den Pilzen, den Wasserkastanien und den restlichen Zutaten und Gewürzen zu einem glatten Fleischteig vermengen.

Kleine Hackfleischbällchen mit ca. 2 cm Druchmesser formen und diese in dem Klebreis wälzen, so dass sie vollständig davon umhüllt sind. Den Reis etwas festdrücken, damit er haften bleibt.

Wasser in einem Wok zum kochen bringen und einen Bambusdämpfer mit Backpapier auslegen. Die Perlenbällchen in ausreichendem Abstand hineinsetzen, den Deckel des Dämpfers aufsetzen und die Perlenbällchen  25 Minuten dämpfen. Nach der Hälfte der Zeit die Dämpfeinsätze umsetzen, so dass der oberste Einsatz ganz unten steht.
Wenn der Reis am Ende der Garzeit noch zu fest ist, weiter dämpfen, bis er weich ist.

Mit einer Dipsauce servieren.


Quelle: China kulinarisch entdecken