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Maccheroni-Fleischkäse-Torte mit Gorgonzola

Wann habt Ihr das letzte Mal Maccheroni gegessen? Bei mir ist das sicher über 15 Jahre, vielleicht aber auch 20 Jahre her - damals gab es bei uns im Großen und Ganzen 3 Nudelsorten, Spaghetti, Spirelli und eben Maccheroni.
Mit dem Auftauchen von geschätzten 1365 "neuen" Nudelsorten verschwanden die Maccheroni dann immer mehr - bei uns ist es mittlerweile so, dass es im Geschäft zwar ca. 35 verschiedene Sorten Tagliatelle gibt, aber nur eine, max. 2 Sorten Maccheroni, wenn überhaupt.
Eigentlich bin ich gar kein großer Maccheroni-Fan, mich hat immer gestört, dass sich die heiße Sauce in den Maccheroni gesammelt hat - das kann ganz fiese enden! ;o)
Für diese Nudeltorte sind Maccheroni aber deshalb perfekt, weil sie den Auflauf durch ihre Länge zusammenhalten und man ihn so sehr schön in Tortenstückchen portionieren kann - außerdem sehen die Maccheroni so kreisrund ausgelegt auch ziemlich hübsch aus, also rettet die Maccheroni, esst mehr Aufläufe!

Obwohl ich eigentlich kein großer Freund von Aufläufen bin, hat es dieser bei uns von 0 auf 100 geschafft - es war quasi Liebe auf den ersten Biss.
Die Kombination des knusprig gebratenen Fleischkäses mit den Zwiebeln und dem würzigen Ei-Gorgonzolaguss ist nur klasse - da mag selbst ich die kräftige Gorgonzolanote, und das will was heißen ;o)
Neben dem Geschmack ein weiterer großer Pluspunkt ist für uns, dass man die Reste dieser Torte sehr gut portioniert einfrieren kann - so hat mein Mitesser wieder eine weitere Abwechslung in seinem Wochenexil.

Zutaten
500 g Maccheroni
Salz
2 Zwiebeln
400 g Fleischkäse
4 Zweige Thymian
300 g Sahne
100 g Gorgonzola
5 Eier
Pfeffer
frisch geriebener Parmesan
Panko
Butterflöckchen

Zubereitung
Die Maccheroni nicht ganz al dente kochen, die Nudeln sollen noch deutlich Biss haben, abschrecken und gründlich abtropfen lassen.
Zwiebeln fein würfeln und in  einer Pfanne glasig anschwitzen, den Fleischkäse dazugeben und ebenfalls anbraten.
Eine Springform gründlich fetten. Die Hälfte der Nudeln kreisförmig darin verteilen. 
Die Zwiebel-Fleischkäsemischung darauf geben und dabei einen ca. 2 cm breiten Rand lassen.
Den Rest der Nudeln am Rand und über der Zwiebel-Fleischkäsemischung verteilen.
Sahne, Gorgonzola und Eier mit einem Stabmixer verquirlen.
Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen und über die Nudeln gießen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für 30 Minuten backen. Herausnehmen und mit Panko und Parmesan bestreuen, sowie mit Butterflöckchen belegen und weitere 30 Minuten backen.
Die Maccheronitorte aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden ca. 15 Minuten ruhen lassen.

Idee: EatSmarter

Ossi di Morti

"Wieso fotografierst Du denn ein Bund Spargel?" 
"Das da auf dem Bild, das sind aber keine Kekse, sondern Spargel, oder?
 ... Grrrr, Banausen! ;o)

Nein, kein Spargel - Kekse!
Ich geb zu, eine gewisse Ähnlichkeit ist sicher nicht zu verleugnen, diese Kekse schmecken als Begleiter zu einer Tasse Tee oder Kaffee aber deutlich besser als eine knackige Stangel Spargel. 
Ehrlich gesagt hab ich diese Kekse hauptsächlich der Form wegen gebacken. Ich fand sie so hübsch und außergewöhnlich, dass ich sie gleich mal ausprobieren musste.
Geschmacklich gehen sie ein wenig in Richtung Cantuccini - sie sind recht fest, haben eine kräftige Mandelnote und sind mordssüß. Mein Geschmack sind sie nicht unbedingt, die Kollegen meines Mitessers fanden sie aber ziemlich lecker, besonders in den Kaffee gestippt.

Zutaten
40 g Butter
1 TL Vanilleextrakt
1 TL Zitronenabrieb
335 g Zucker
1 Eiweiß, leicht verschlagen
300 g Mehl, Typ 450
40 g Mandelgrieß
30 ml Wasser

Puderzucker

Zubereitung
Die Butter mit dem Vanilleextrakt, Zitronenabrieb und dem Zucker cremig rühren. Das Eiweiß hinzufügen und miteinander verrühren. Das Mehl und den Mandelgrieß dazugeben und mit dem Mixer zu einem Teig verkneten, dabei nach und nach das Wasser zufügen - evtl. ist etwas mehr notwendig.
Den Teig zu einer Kugel formen und für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Etwa 15 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und etwas Temperatur annehmen lassen. Den Teig in 4 Portionen teilen und auf der bemehlten Arbeitsfläche zu Rollen mit ca. 1 cm Durchmesser ausrollen. Ca. 20 cm lange Stücke abschneiden und auf einem Brett erneut ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180°C ca. 15 Minuten backen. Auf einem Kuchenrost abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.


Schneeflöckchen

Die Zeit bis Weihnachten ist ja mittlerweile sehr überschaubar und ich hab immer noch 3 Keks-Rezepte in Petto, also wird es in den nächsten Tagen etwas kekslastig - irgendwie muss ich die Rezepte vor Weihnachten ja noch unterbringen ;o)
Dieses Keksrezept reiht sich in die große Schar der sehr unkomplizierten, einfachen Kekse, die ich so sehr mag, ein- keine Ausstecher, kein besonders ordentliches Arbeiten -> ganz nach meinem Geschmack ;o)

Zutaten
250 g Butter
100 g Puderzucker
2 Vanilleschoten
120 g Mehl
250 g Speisestärke
100 g Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung
Butter und Puderzucker schaumig rühren. Die Vanilleschoten längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und unterrühren. Mehl und Speisestärke mischen, zur Buttermischung geben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Danach zu 3 cm dicken Rollen formen und 30 Minuten kühl stellen.
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Jeweils 1 cm dicke Scheiben von den Rollen schneiden und diese zu Kugeln formen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 12 Minuten backen.
Die erkalteten Kugeln mit Puderzucker bestäuben.

Orecchiette mit Kürbis-Rucola-Sauce

Zwischen all dem Süßkrams der letzten Zeit ist so eine herzhafte Pasta mal dringend notwendig. Diese Pasta ist recht schnell gemacht und wie eigentlich jedes Kürbisgericht auch noch ein farbliches Highlight. Das Beste ist aber, sie schmeckt auch noch sehr gut und das nicht nur warm, sondern auch kalt.

Zutaten
1 große Zwiebel, in feine Streifen geschnitten
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 kleiner Butternut- oder Hokkaidokürbis, je nach Sorte geschält und fein gewürfelt
70 g Pinienkerne
Salz und Pfeffer
Olivenöl
2 Handvoll geputzter Rucola
150 ml Gemüse- oder Geflügelfond
Olivenöl

Orecchiette oder Penne

Zubereitung
In einem Topf Olivenöl erhitzen und die Zwiebelstreifen und den Knoblauch glasig dünsten. Die Kürbiswürfel dazugeben und ebenfalls dünsten, so dass er schön goldbraun wird - dabei aufpassen, das der Kürbis nicht zu weich wird und auseinanderfällt.
In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett vorsichtig anrösten, dabei aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden.
Das Kürbisgemüse mit Salz und Pfeffer würzen, den Fond angießen und die Pinienkerne, sowie den Rucola unterheben.
Die al dente gekochten Orecchiette abgießen und tropfnass untermischen. Durchschwenken und sofort servieren.

Safran-Rosen-Zucker

Zugegeben, dieser Zucker ist nicht gerade ein Schnäppchen, aber man verwendet ihn ja auch nicht alltäglich und ein sehr schönes Geschenk ist er zweifellos!
Frau Jawied, die Inhaberin des orientalischen Ladens m.V. betont immer wieder "Safran ist Gold für Körper!" und trinkt ihren Tee grundsätzlich mit einer Prise Safran.
Ich selbst trinke meinen Tee ja grundsätzlich ungesüßt, mein Mitesser ist von diesem Zucker aber ganz begeistert - seinen Sonntags-Tee bekommt er nun immer mit Safran-Zucker ;o)

Mein Zucker war nach dem Mahlen noch etwas feucht, daher hab ich ihn auf einem Backblech ausgebreitet, nochmals über Nacht auf der Heizung trocknen lassen, und am nächsten Tag erneut gemahlen. Er ist jetzt wirklich vollständig getrocknet und verklumpt auch nicht erneut.

Zutaten 
0,3 g Safran
50 ml Wasser
250 g Zucker
3 TL getrocknete Rosenblüten

Zubereitung 
Den Safran mit dem Zucker und dem Wasser in einem Topf unter Rühren aufkochen lassen. Die Temperatur reduzieren und bei mittlerer Hitze ca. 6-8 Minuten köcheln lassen, bis ein dicklicher Brei entstanden ist.
Den Zuckerbrei auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech laufen lassen und vollständig abkühlen lassen.
Der Zuckerbrei härtet beim Auskühlen aus, so dass er in einem Mixer fein gemahlen werden kann, danach die getrockneten Rosenblüten untermischen.

Quelle: Lust auf Genuss 13/2009