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Pinguine in kulinarischer Mission!

Diese putzigen Gesellen schwirren schon seit einigen Jahren durch das www und wie so oft wollte ich sie auch schon seit Ewigkeiten nachbasteln, bin aber immer wieder drüber weggekommen.
Glücklicherweise hat sie, vor Kurzem erneut ein Foto von ihnen bei Foodgawker veröffentlicht, so dass sie mir wieder ins Gedächtnis kamen und sofort ganz nach oben auf meine imaginäre Liste wanderten.



Sie sind eine schöne Alternative zu den üblichen Käsespießen und machen sicher auf jedem Buffet eine tolle Figur.


Also fix besonders große Jumbo-Oliven gekauft und dann nichts wie ran an die Pinguin-Produktion.



Zutaten
schwarze Jumbo-Oliven
normal große Oliven
Karotten
Frischkäse
Schaschlikspieße

Zubereitung
Die Karotten sollten einen gewissen Durchmesser haben, damit die Füße auch groß genug sind - diese Pinguine leben gerne auf besonders großem Fuß.
Die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Aus jeder Scheibe einen kleinen Keil herausschneiden, der bildet die Pinguin-Nase. Die Nase in das runde Loch der kleinen Oliven stecken.
Den Körper kann man auf zwei Arten machen - entweder, man arbeitet besonders vorsichtig, schneidet die Olive vorne ein, drückt sie ein wenig auseinander und füllt sie mit Frischkäse oder man schneidet vorne einen entsprechend großen Spalt und füllt diesen mit Frischkäse.
Bei der ersten Methode kann es passieren, dass die Oliven auch hinten ein wenig einreißen, aber dafür hat man weniger Verschnitt.
Nun den Kopf von oben mit einem Schaschlickspieß durchboren und diesen Spieß von oben nach unten in den Pinguinkörper stechen - ich weiß, das liest sich ziemlich martialisch ;o)
Mit der Spitze in der Karottenscheibe fixieren und fertig ist ein putziger, kleiner Olivenpinguin.



Und weil Pinguine gesellige Tierchen sind, wiederholt man diesen Schöpfungsvorgang noch ganz oft, so dass bald eine ganze Kolonie die Küche bevölkert.



Um sie artgerecht zu halten, bringt man die kleinen Kerle am besten im Kühlschrank unter - das Klima kommt dem in ihrem natürlichen Lebensraum am nächsten.


Ravioli al limone

Pasta gibt es bei uns das ganze Jahr hindurch (ohne geht natürlich gar nichts!), gefüllte Pasta aber eher in der kälteren Jahreszeit. Keine Ahnung warum, ist halt so ;o)
Die Kombination, Pasta/Ricotta/Zitrone ist eine meiner Lieblingskombinationen und wurde ja schon häufiger vorgestellt. Diesmal gab es sie als Ravioli, mit einer leckeren Nussbutter und ein paar Blättchen Minze - Comfort-Food vom Feinsten!
Da kann es draußen noch so sehr stürmen und regnen, nach einem Teller dieser leckeren Pasta geht sprichwörtlich die Sonne auf.




Zutaten

300 g Hartweizenmehl

3 Eier

1 TL Salz

3 EL Olivenöl


250 g Ricotta
1 Ei
50 g frisch geriebener Parmesan

Abrieb einer Bio-Zitrone

Salz und Pfeffer
2 EL fein gemahlenes Panko oder Semmelbrösel

1 Handvoll Minze, Basilikum oder einige Zweige Thymian - ganz nach Geschmack

80 g Butter

frisch geriebener Parmesan zum Bestreuen


Zubereitung

Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.


Für die Füllung den Ricotta mit dem Zitronenabrieb, dem Parmesan, Ei, Panko, Salz und Pfeffer verrühren.
Den Nudelteig ausrollen und mit einem Ausstecher nach Wahl Quadrate oder Kreise ausstechen. Jeweils eine kleine Menge Füllung in die Mitte geben und die Teigplatte umklappen. Die Luft herausstreichen und die Kanten gut festdrücken.
Die Butter in einem kleinen Pfännchen erhitzen und etwas bräunen lassen, die in feine Streifen geschnittene Minze unmittelbar vor dem Servieren hineingeben und zusammenfallen lassen.
Die Ravioli in reichlich gesalzenem Wasser einige Minuten als dente kochen, abtropfen lassen und sofort mit der Nuss-Butter und frisch geriebenem Parmesan servieren.


Kürbisrisotto 2.0 - Diesmal mit gebackenem Ofenkürbis

Ist Kürbis nicht ein unglaublich tolles Gemüse? (Schon klar, eigentlich ist Kürbis eine Beere, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein, oder? :o) )
Es ist gar nicht unbedingt der Kürbisgeschmack, der mich zu einem solchen Kürbis-Fan hat werden lassen - natürlich schmeckt Kürbis klasse, aber ein so umwerfendes Geschmacks-erlebnis ist er ja nun auch nicht.
Vielmehr sind es die wunderschönen Farben, die Gelb-, Orange- und Grüntöne, die jedes Kürbisgericht zu einem optischen Knaller werden lassen und für mich stellvertretend für die Farbexplosion des Herbstes stehen. Die Vielfalt der Formen, von kleinen Ufos bis zu riesigen Schlangenähnlichen Gebilden und die schier unendliche Variationsmöglichkeit, die Kürbis bietet.
Ich hab mittlerweile eine meterlange Liste mit Rezepten, die ich diese Saison unbedingt ausprobieren möchte und daher gibt es nach den Kürbisbrötchen von letzter Woche gleich schon das nächste Kürbisrezept.



Kürbisrisotto ist eigentlich nichts Neues im Kuriositätenladen - ich glaube, es war sogar das erste Gericht, das ich mit Kürbis gekocht hab, bislang aber "konventionell" mit rohem, gewürfelten Kürbis, der zusammen mit dem Reis gegart wurde. Das ist sicher sehr lecker, aber der ganz große Hit war das noch nicht.
Beim Blogzapping hab ich nun neulich das Stichwort "roasted pumpkin" gelesen - Ha, stimmt ja! Gebackener Ofenkürbis ist noch mindestens 100x leckerer als gekochter. Hier also mal wieder eine gepimpte Version eines bereits gebloggten Rezeptes.



Zutaten

1 Hokkaido-Kürbis

1 Bund Suppengrün (1/4 Sellerieknolle, 1 Petersilienwurzel, 2-3 Karotten, 1 Stange Lauch, etwas Petersiliengrün) + 1 Zwiebel oder ca. 1,5 l Gemüse- oder Geflügelfond

400 g Risottoreis
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
200 ml Weißwein
80 g geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer
Muskatnuss

Kürbiskernöl
Kürbiskerne

Zubereitung
Den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und den Kürbis in Spalten schneiden. Die Kürbisspalten im Backofen bei 180°C 30-45 Minuten backen, bis sie gar sind.

In der Zwischenzeit das Suppengrün putzen, grob hacken und in Wasser aufsetzen - bei mittlerer Hitze so lange köcheln lassen, bis der Kürbis gar ist - fertig ist der Gemüsefond.
Die Kürbisspalten in einem Mixer fein pürieren, evtl. noch etwas Brühe zufügen, dann lässt er sich leichter pürieren.

Die Zwiebel fein hacken und in Olivenöl anschwitzen, Reis hinzufügen und kurz mitdünsten lassen.

Mit Weißwein ablöschen und diesen einkochen lassen, jetzt nach und nach unter stetigem Rühren die Brühe angießen. Nach ungefähr der Hälfte der Kochzeit 3-4 EL Kürbismus hinzufügen und mitköcheln lassen. Unter stetigem Rühren den Reis al dente garen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und zum Schluss den geriebenen Parmesan unterrühren.

Mit angerösteten Kürbiskernen und Kürbiskernöl servieren.



Den Rest des Kürbismuses friere ich in einem Gefrierbeutel ein und habe so gleich fertiges Mus für Nudelfüllungen, Saucen, Brot, Kartoffel-Kürbis-Püree, das nächste Kürbisrisotto usw. usf.



Nichts für den Alltag, aber zu besonderen Anlässen sieht es besonders hübsch aus, das Risotto in einem kleinen Kürbis zu servieren. Die riesige Sortenvielfalt bietet hierfür Kürbisse in jeder benötigten Größe - von der Vorspeise, über den Hauptgang, bis hin zur großen Familien-Terrine ;o)

Puuuh ... Nun sind sie alphabetisch geordnet, die Rezepte ...

Im Hause Datenhamster war man am vergangenen Wochenende fleißig und hat ein ganz tolles alphabetisches Register aller gebloggten Rezepte zusammengestellt.
Ich fand die Idee so klasse, dass ich mich gestern Abend auch mal hingesetzt, und ebenfalls ein solches Register gebastelt hab - mehr Arbeit, als ich vorher gedacht hätte, denn ich war in den vergangenen 11 Monaten anscheinend ziemlich fleißig. Unglaublich, wieviele Rezepte sich in der Zeit angesammelt haben.
Ihr findet nun also ganz oben in der Leiste mit den kleinen Reitern an dritter Stelle ein alphabetisches Verzeichnis aller Rezepte - mit jedem weiteren Rezept wird das Register fortlaufend erweitert.
Ich hoffe, dadurch wird meine Rezeptsammlung noch ein wenig übersichtlicher - viel Spaß damit und danke an Petra und Torsten für die tolle Idee!

Schottisches Shortbread

Wenn ich meinen Mitesser frage, was für Kekse ich ihm backen soll, kommt nicht selten die Antwort: " Shortbread!"
Shortbread war schon immer eine seiner Lieblingskekssorten, als Begleiter zum five o'clock Tea geradezu ideal.



Normalerweise mache ich immer die allgemein bekannten Shortbread-Fingers, diesmal wollte ich aber eine Variante ausprobieren, die ich vor vielen Jahren einmal in einem kleinen Heftchen mit schottischen Rezepten gesehen habe. Hier wird das Shortbread nicht schon vor dem Backen portioniert, sondern quasi als kleiner Kuchen gebacken.
Durch die vorher markierten "Sollbruchstellen" kann man die Kuchenstückchen danach ganz leicht unterteilen und erhält so sehr hübsche Shortbread-Kuchenstückchen.
In der Gestaltung des Randes sind der Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt, meiner ist nicht so super schön gelungen, das geht sicher noch viel schöner.
Wer sich das Foto genau anschaut, wird kleine, verräterische schwarze Punkte entdecken - als Vanille-Junkie konnte ich nicht widerstehen und hab natürlich auch das Shortbread vanilisiert. Wer es lieber authentisch mag, lässt es einfach weg - aber mit schmeckt es natürlich vieeel besser ;o)


Zutaten
320 g Mehl
200 g Butter
60 g Puderzucker
1/2 TL Salz
Mark einer Vanilleschote
evtl. Zucker zum Bestreuen


Zubereitung

Die Butter mit dem Puderzucker und dem Mark der Vanilleschote ca. 5 Minuten mit dem Mixer oder der Küchenmaschine richtig schaumig schlagen, so dass die Butter heller wird - das Shortbread wird so besonders mürbe. Salz hinzufügen und ebenfalls unterrühren.
Das Mehl nur solange unterrühren, bis es mit der Butter vermischt ist - nicht zulange mixen!
Eine Springform mit Backpapier auslegen, das klappt am besten, wenn man das Backpapier zwischen Boden und Rand einklemmt. Den Shortbread-Teig in die Springform drücken, so dass das Shortbread eine runde Form bekommt. Den Rand der Springform lösen und das Shortbread kopfüber auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen. Den Rand des Shortbreads mit den Fingern eindrücken, so dass ein dekorativer Rand entsteht und mit einem scharfen Messer 16 Torten-Stücke anzeichnen - nicht ganz durchdrücken.
Das Shortbread mit Zucker bestreuen, mit einer Gabel das Shortbread in regelmäßigen Abständen einstechen und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Aus dem Kühlschrank nehmen und das Shortbread im auf 160°C vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten backen, bis es leicht gebräunt ist.

Aus dem Backofen nehmen, ca. 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen und dann die einzelnen Stücke mit einem scharfen Messer, entlang der vorgeschnittenen Linien zerteilen.
Auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen und in einer Keksdose aufbewahren.