
Advent,
Advent, ein Lichtlein brennt ...
Heute darf ich ein Türchen im kulinarischen Adventskalender füllen und zur Abwechslung gibt's mal wieder was Süßes ;o)
Als mich
Zorra fragte, ob ich am Adventskalender
teilnehmen möchte, hab ich mich riesig gefreut. Für mich ist dieser
Kalender eine sehr schöne Tradition. Wer braucht schon Schokolade,
wenn er täglich ein Türchen öffnen kann, dahinter ein tolles Rezept
findet und dazu noch die Chance auf einen der vielen tollen Gewinne hat?
Gar nicht so einfach, sich für ein Rezept zu entscheiden, es gibt ja soviele leckere Weihnachtsnaschereien, aber bei mir haben dieses Jahr Baumkuchenspitzen das Rennen gemacht.
Traditionell wird Baumkuchen sehr aufwendig schichtweise an langen, sich drehenden Walzen gebacken, früher sogar über offenem Feuer. Zuhause ist das natürlich schwer umzusetzen, glücklicherweise gibt es aber auch eine vereinfachte "Home-Version" ;o)

Bereits
im letzten Jahr hab ich diese Baumkuchenspitzen gebacken und wollte sie
eigentlich auch bloggen, dann machte mir das Resultat aber einen Strich
durch die Rechnung - am Tag nach der Zubereitung, als ich sie
fotografieren wollte, waren sie plötzlich alles andere als schön.
Die
noch am Vortag schöne, glatte Schokoladenoberfläche war nun auf einmal
alles andere als glatt - im Gegenteil, die Baumkuchenspitzen hatten
kleine, hässliche Pusteln! So ein Ergebnis konnte ich natürlich nicht
bloggen, also hab ich es auf dieses Jahr vertagt.
Wie gut, nun hab ich in diesem Rahmen die Möglichkeit, die Spitzen zu präsentieren.

Vor
einem Bereich der Küche hab ich einen ganz besonderen Respekt und das
ist die Patisserie - wahrscheinlich, weil mir besonders der Umgang mit
Schokolade, bzw. Kuvertüre so ganz und gar nicht gegeben ist. Ich hab
schon häufig etwas mit einem Schokoladenmantel überzogen, aber mangels
Thermometer ist mir die Schokolade immer zu heiß geworden und das
Resultat war ein matter Schokoladenüberzug.
Auch in diesem Jahr ist der Überzug nicht perfekt geworden, aber egal - ich find die Spitzen trotzdem ganz hübsch :o)
"Normale"
Baumkuchenspitzen find ich in den meisten Fällen ziemlich langweilig,
wenn überhaupt, sind sie meistens nur mit weißer Kuvertüre verziert -
in den meisten Fällen aber nichtmal das.
Um meine Baumkuchenspitzen ein wenig aufzuhübschen, hab ich sie mit allerlei Sachen bestreut.
Neben
gehackten Pistazien und Valrhona-Kakaobohnen, Rosenblüten und
Matcha-Pulver, hab ich einige Spitzen in Kakaopulver gewälzt - meine
ganz persönlichen Lieblinge, denn man kann so sehr elegant über den
nicht ganz perfekten Schokoüberzug hinwegtäuschen :o)
Neben der bereits genannten Deko kann man seiner Phantasie natürlich
freien Lauf lassen. Ich könnte mir beispielsweise auch gehackte
Berberitzen, Cranberries, Pinienkerne, rosa Pfefferbeeren, Fleur de
Sel, Chilifäden oder wer es besonders krachen lassen möchte, Blattgold,
vorstellen.
Im Anschnitt, bzw. Anbiss kommt dann das typische Streifenmuster zum Vorschein.
Zutaten
250 g Butter
250 g Zucker
1 Vanilleschote
7 Eier, getrennt
abgeriebene Schale einer Zitrone
150 g Mehl
100 g Speisestärke
1 Prise Salz
2 TL Kakaopulver
300 g dunkle Kuvertüre
Zubereitung
Die
Butter und den Zucker cremig rühren. Die Eigelbe nach und nach zufügen
und unterrühren. Das Vanillemark, sowie den Zitronenabrieb ebenfalls
dazugeben.
Das Mehl und die Speisestärke trocken miteinander vermischen und unter die Eiermasse heben.
Die Teigmenge halbieren und unter eine Hälfte den Kakao mischen.
Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und behutsam unter die Teige heben.
Den
Grill des Backofens auf voller Hitze vorheizen und das Rost im oberen
Drittel einhängen. In den Boden einer Springform Backpapier einspannen,
bzw. ein Backblech leicht mit Wasser beträufeln und mit Backpapier
auslegen, das verhindert, dass das Backpapier verrutscht.
2 EL hellen Teig auf dem Backpapier verstreichen und 1-2 Minuten
goldbraun backen. Dann 2 EL dunklen Teig aufstreichen und backen. Auf
diese Weise abwechselnd den Baumkuchen Schicht für Schicht backen, bis
der Teig verbraucht ist. Aufpassen, dass die einzelnen Schichten zwar
durchgebacken und leicht gebräunt sind, aber nicht zu dunkel werden!
Den
Baumkuchen vollständig abkühlen lassen, den Springformrand entfernen,
dann auf ein Brett stürzen und das Backpapier abziehen.
Den
Baumkuchen in 3 cm breite Streifen schneiden und diese Streifen jeweils
in Quadrate schneiden. Die Quadrate einmal diagonal in der Mitte
durchschneiden, so entstehen Dreiecke. Natürlich kann man die
Baumkuchenspitzen auch quadratisch schneiden, da sind er Phantasie
keine Grenzen gesetzt.
Dunkle
Kuvertüre behutsam im Wasserbad schmelzen, dabei darauf achten, dass
die Kuvertüre nicht über 38°C erwärmt wird, der Schokoladenüberzug wird
sonst grau und nicht glänzend.
Die Baumkuchenecken in die flüssige Kuvertüre tauchen, auf eine große
Gabel setzen und gut auf dem Topfrand abklopfen - so wird die
Schokoladenschicht knackig dünn.
Baumkuchenspitzen
mit weißer Kuvertüre, Rosenblättern, gehacktem Ingwer, Pistazien- und
Mandelsplittern, gehackten Valrhona-Kakaobohnen, gehackten
Kaffeebohnen, etc. bestreuen oder einfach pur belassen.
Der Teig wird abwechselnd schichtweise aufgebracht und unter dem Backofengrill gebacken.
~ Darf's noch ein bisschen mehr sein? ~
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