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Kakao-Hefeschnecken

Ich geb's zu, in letzter Zeit ist es hier ein wenig schokolastig, aber diesmal kann ich nichts dafür, Anikó hat Schuld! Jawohl! 
Hätte sie nicht diese unglaublich leckeren Schnecken gebloggt, hätte ich nicht sofort in die Küche laufen und sie nachbacken müssen.

Glücklicherweise bin ich in solchen Dingen sehr leicht zu beeinflussen, sonst hätte ich wirklich etwas verpasst. Die Schnecken sind superfluffig, sehr saftig und richtig schön schokoladig.
Wie immer hab ich einige klitzekleine Kleinigkeiten am Rezept verändert (ich kann einfach nicht anders ;o) )

Zutaten

Hefeteig
500 g Mehl, Typ 405
250 ml lauwarme Milch
50 g Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
75 g zimmerwarme Butter
1 TL Salz
1 Ei
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
1 TL Vanilleextrakt

Füllung
8 EL Puderzucker
4 EL Kakaopulver

Guss
150 ml Milch
50 g zerlassene Butter

Zubereitung
Die Trockenhefe in der Milch verrühren und zusammen mit einem TL Zucker einige Minuten auflösen lassen.
Mehl, Zucker und Salz trocken miteinander verrrühren. Hefe/Milchmischung, Butter, Ei und Zitronenabrieb zufügen und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine gründlich zu einem geschmeidigen, elastischen Teig verkneten.
Abgedeckt in einer Schüssel gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat, das kann je nach Zimmertemperatur bis zu 2 Stunden dauern, aber auch erheblich schneller gehen. Man kann den Teig auch am Vorabend zubereiten und bis zum nächsten Tag abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen.

Den aufgegangenen Teig abschlagen und nochmals durchkneten. Rund wirken und ca. 10 Minuten entspannen lassen. Den Hefeteig rechteckig ausrollen und großzügig mit der Zucker-Kakaomischung bestreuen. Von der Längsseite aufrollen und in ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden.
Die Schnecken in eine ca. 25x40 cm große Backform legen und nochmals abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Butter in einem kleinen Topf zerlassen. 
Die Schnecken herausholen und mit der Milch begießen, sowie der flüssigen Butter bestreichen. Zurück in den Ofen schieben und weitere 15 Minuten fertig backen.

Barbara und Noémi haben es auch nicht lang ohne Schnecken ausgehalten und sie mittlerweile ebenfalls nachgebacken. Kakaoschnecken für alle! ;o)

Schokoladen-Milchreis

Meine ausgeprägte Zimt-Aversion hat sich ja sicher schon rumgesprochen. Im Prinzip hab ich sie von meiner Mutter geerbt, schon ihr kam kein Zimt ins Haus, geschweige denn in die Küche.
Eine meiner gruseligsten Vorstellungen ist Milchreis mit Zimt, wahrscheinlich würd ich eher einen großen Teller Erbsensuppe essen, als nen Löffel Milchreis mit Zucker und Zimt, und das will was heißen ;o)
Weil Milchreis selbst ja durchaus was Leckeres ist und Schoki sowieso immer geht, mach ich mir (und ab und zu auch meinem Mitesser) gerne einen Schokoladenmilchreis. Am Besten schmeckt er mir mit Valrhona-Kakaopulver, aber natürlich kann man auch jedes andere ungesüßte, echte Kakaopulver oder eine gute, hochprozentige Schokolade verwenden.
Besonders unkompliziert kocht sich der Milchreis, wenn man die Temperatur nach einmaligem Aufkochen auf ein Minimum reduziert oder die Platte sogar komplett ausstellt und den geschlossenen Topf darauf oder unter der Bettdecke stehen lässt. Es dauert dann zwar ein wenig länger, der Reis setzt aber garantiert nicht an und kocht sich quasi von alleine.

Zutaten
600 ml Milch
100 ml Sahne
150 g Risotto- oder Milchreis 
50 g Valrhona-Kakaopulver
60 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote

gehackte Valrhona-Bohnen zum Bestreuen

Zubereitung
Die Milch und die Sahne in einen Topf geben und Kakaopulver, Zucker und gemahlene Vanille unterrühren. Den Reis dazugeben und zum Kochen bringen. Regelmäßig Rühren, damit die Milch und der Reis nicht ansetzt.
Sobald die Milch kocht, die Platte auf kleinste Stufe schalten und ziehen lassen, bis der Reis gar ist.

Räucherlachspizza mit Dillschmand

Wenn es bei uns Pizza gibt, mach ich meistens mehrere unterschiedliche Versionen, was übrig bleibt, wird dann am nächsten Tag kalt zum Frühstück gegessen - ich mag kalte Pizza! ;o)
Beim letzten Mal gab es die unglaublich leckere Kartoffelpizza mit Pancetta und eben diese Räucherlachspizza, eine sehr leckere Kombination. Mipi hat vor einer Weile bereits eine solche Pizza vorgestellt - ich mach meine ganz ähnlich, mit dem Unterschied, dass ich die Schmandcreme, ähnlich wie beim Flammkuchen, mitbacke und nicht nach dem Backen aufstreiche.

Zutaten für 4 Pizzen

Für den Teig
500 g Hartweizenmehl
1/2 Paket Trockenhefe
10 g Salz
50 g Olivenöl
320 g Wasser

Belag
Räucherlachs
1 rote Zwiebel, in sehr feine Streifen geschnitten
1 Becher Schmand
Salz und Pfeffer
1 Bund Dill
evtl. 1 Frühlingszwiebel, in Scheiben geschnitten

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst.
Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, diese ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen.

In der Zwischenzeit das Backblech direkt auf den Boden des Backofens legen und den Backofen auf höchster Stufe (Ober und Unterhitze) gründlich vorheizen - das Backblech muss richtig heiß sein. Man erreicht dadurch ein Backergebnis, das gar nicht sooo weit von der in einem Steinofen gebackenen Pizza entfernt ist.

Den Schmand mit Salz und Pfeffer würzen, 1/2 Bund Dill fein hacken und unterrühren.

Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die ausgerollten Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und wie folgt belegen:

Etwas Schmandcreme auf dem Boden verstreichen und mit roten Zwiebeln bestreuen. Die Pizzen mitsamt des Backpapiers auf das Backblech legen und einige Minuten anbacken lassen. Durch die extrem hohe Hitze wird das Backpapier schnell dunkel, ich ziehe es also nach einigen Minuten unter den Pizzen heraus, quasi sobald die Pizza nicht mehr am Backpapier klebt. Die Pizza nun ohne Backpapier zu Ende backen. Aus dem Backofen nehmen und jede Pizza mit Räucherlachs belegen und grob gezupften Dill oder fein geschnittene Frühlingszwiebel darüber streuen - Fertig.

Macaroni & Cheese

Jetzt gab es hier fast 2 Wochen nichts zu Essen, da wird es so langsam wieder Zeit. Um die verlorenen Kalorien aufzuholen, und weil der Winter ja erneut voll zugeschlagen hat, nutze ich die Gelegenheit, Euch mal wieder eine kleine  Kaloriensünde unterzujubeln ;o).
Dieses Nudelgericht hab ich bisher 2x gemacht. Beim ersten mal die klassische Variante, also quasi überbackene Nudeln mit Käsesauce - lecker, aber kein Knaller.
Beim zweiten Mal war ich schlauer und hab unter die Käsesauce noch angebratenen Speck und Zwiebeln gemischt - eine gute Entscheidung ;o)

Dies ist absolut kein Essen für die schlanke Linie und bei 25° im Schatten würd ich es auch nicht gerade servieren, wenn aber draußen der Winter wütet und man die fiesen Kalorien mal außer Acht lässt, ist es ein absolutes Wohlfühlessen.
Der Auflauf kann komplett vorbereitet werden und zu einem späteren Zeitpunkt in den Ofen geschoben werden. Ich hab die Portionen immer auf mehrere kleine Auflaufformen verteilt, so hatte mein Mitesser noch eine Portion für den nächsten Tag. 

Was Ihr da oben auf dem Käse seht, ist natürlich mal wieder Panko, ich kann den kleinen Flocken einfach nicht widerstehen ;o). Sie geben dem Gericht noch ein wenig Crunch

Zutaten
500 g kurze Maccheroni oder andere kurze Nudeln wie Penne oder Hörnli
200 g durchwachsener Speck
4 Zwiebeln
etwas Zucker zum Karamellisieren der Zwiebeln
60 g Butter
40 g Mehl
500 ml kalte Milch
2 TL grober Senf
1 Ei, verkleppert
450 g frisch geriebener Cheddar, Gruyère (oder ein anderer würziger Käse)
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
je 1 gute Prise Chili- und Paprikapulver

Zubereitung
Die Nudeln in reichlich gesalzenem Wasser kochen, bis sie nicht ganz al dente sind, also noch deutlich Biss haben. Abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
Den Speck in Streifen schneiden und bei mittlerer Hitze in einer Pfanne auslassen, herausnehmen und beiseite stellen. In dem ausgelassenen Speckfett die Zwiebeln goldbraun braten, mit etwas Zucker bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Beiseite stellen.
In einem großen Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl dazugeben und für 5 Minuten unter regelmäßigem Rühren köcheln lassen - dabei aufpassen, dass die Mischung nicht braun wird.
Die kalte Milch unter ständigem Rühren langsam einrühren. Den Senf dazugeben und alles ca. 5 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen, bis die Milch eingedickt ist. Vom Herd nehmen.
Das Ei in eine kleine Schüssel geben und mit einer Gabel oder einem kleinen Schneebesen verkleppern. Vorsichtig etwas von der Mehlschwitze dazugeben und gründlich verrühren.
Die Eimischung behutsam unter die Mehlschwitze rühren. Den Käse nach und nach unterrühren und die Käsesauce mit Salz, Pfeffer und den restlichen Gewürzen abschmecken.
Die gründlich abgetropften Nudeln mit der Speck-Zwiebel-Mischung vermischen und alles zu der Käsesauce geben und miteinander vermischen. In eine oder mehrere Auflaufformen geben und mit Panko bestreuen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 20 Minuten backen, bis die Oberfläche schön gebräunt ist.

Mayonnaise ohne Ei

Mayonnaise = Öl + Ei, Senf, Zitronensaft und Gewürze

... dachte ich zumindest immer ...

Trugschluss oder wie wir hier oben an der Küste sagen - Tühnkram! Es geht mindestens genausogut auch ohne.

Ich hab gar nichts gegen das rohe Ei in der Mayonnaise, schließlich ess ich auch Mousse au Chocolat. Auf der Suche nach einem schönen Aioli-Rezept bin ich aber neulich irgendwo auf diese Mayo-Variante gestoßen und fand die Idee einer eifreien Mayo wirklich spannend.
Besonders im Sommer  können Salate mit einer selbstgemachten Mayo ja durchaus problematisch sein und weil ich meinem Mitesser ab und zu gern mal einen mit Mayo angemachten Salat mitgebe, der dann evtl. nicht dauerhaft gekühlt werden kann, aber doch ein bisschen halten soll, ist eine eifreie Mayo dafür ideal.

Bei Wiki ist nachzulesen, dass man diese Mayonnaise wohl ausschließlich mit einem Stabmixer herstellen kann, da Milch kein ebenso guter Emulgator wie Ei ist. Gibt man den Senf aber schon direkt vor dem Mixen zu der Milch und dem Öl, wirkt er als zusätzlicher Emulgator.
Je nach Konsistenz der Mayonnaise, ist das Verhältnis von Milch zu Öl ungefähr 1:2 - 1:3. Ich mag Mayo nicht, die so fest ist, dass ein Löffel drin stehen bleibt, daher verwende ich eher weniger Öl oder verlängere die Mayo anschließend noch mit Joghurt.


Zutaten 
1 Teil Milch
2-3 Teile Öl
Senf
Salz und Pfeffer
ein Spritzer frisch gepresster Zitronensaft

nach Geschmack Tomatenmark, klein gehackte Anchovis, Kräuter, fein gehacktes gekochtes Eigelb, sehr fein gehackte Gewürz-Gurkenwürfel etc.

Zubereitung
Öl, Milch und Senf in ein hohes Gefäß geben und mit dem Mixstab solange mixen, bis eine Mayonnaise entstanden ist. Je nachdem, wofür die Mayonnaise verwendet werden soll, evtl. noch etwas Milch oder Öl zufügen, um die Konsistenz zu beeinflussen. 
Nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen und evtl. noch andere Aromen  oder Joghurt zum Verlängern zufügen.
Die Mayonnaise ist im Kühlschrank abgedeckt einige Tage haltbar.