herzhafte Käsepoffertjes

Poffertjes gehören, seit ich sie das erste Mal auf dem Bremer Freimarkt gegessen habe, zu meinen allerliebsten Lieblingsnaschereien, wenn's mal auf den Markt geht. 
Da ich diese Massenansammlungen von Menschen aber mittlerweile eher meide, blieb mir gar nichts anderes übrig, als selbst in die Poffertjes-Produktion einzusteigen. Die allseits (zumindest in Norddeutschland) bekannte süße Variante hab ich ja schon vor einer ganzen Weile vorgestellt, wieso aber nicht mal herzhaft? 
Ich hab jetzt schon verschiedene Varianten probiert, mit Kräutern, mit Käsefüllung - alles sehr lecker!
Dazu ein kleiner Joghurt-Dip oder ein Kräuter-Quark und fertig ist ein schnelles Essen, das besonders meinem käseverrückten Mitesser gefallen hat.

Zutaten
250 g Mehl
1 gestrichener TL Salz
350 ml Milch
1/2 Tütchen Trockenhefe

2 Eier
 
Gruyére oder ein anderer würziger Käse nach Geschmack 
evtl. Kräuter nach Geschmack

Zubereitung  
Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen. Die Milch ein wenig erwärmen und die Hefe darin auflösen - ca. 10 Minuten ruhen lassen, damit sich die Hefe auflösen kann. Eine Vertiefung in das Mehl drücken, die Eier dazugeben und die Milch-Hefemischung ebenfalls hinzufügen. Mit dem Mixer von innen nach außen arbeiten und alles gleichmäßig verquirlen. Ca. 1 Stunde gehen lassen.In der Zwischenzeit den Käse in knapp 1 cm große Würfel schneiden.
Eine gusseiserne Poffertjespfanne erhitzen und in die Vertiefungen jeweils einen kleinen Stich Butter oder etwas Öl geben. Die Vertiefungen zu 3/4 mit Teig füllen und auf der Unterseite braun backen.  Jeweils einen Käsewürfel in die Mitte des Teiges geben und mit Hilfe einer kleinen Gabel wenden - der flüssige Teig legt sich um den Käsewürfel und schließt ihn ein, so dass er nicht ausläuft. Die zweite Seite ebenfalls goldbraun backen. 
Mit einem leckeren Joghurt-Dip oder einem Kräuterquark servieren. 



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Goldener Windbeutel 2010 - die Gewinner

Mir fällt gerade auf, dass ich das Ergebnis der Wahl zum Goldenen Windbeutel noch gar nicht gebloggt habe.

Mein persönlicher Favorit war zwar Herr Schubeck, aber irgendwie sind sie ja alle Gewinner, oder? ;o)

Weitere Infos findet Ihr hier


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Hefe"zopf"

Nu hab ich diesen Hefe"zopf", der eigentlich keiner ist, weil rund und nicht länglich, schon zwei- oder sogar 3x in die wöchentliche Abstimmung gegeben und jedesmal ist er sang- und klanglos auf den hinteren Plätzen gelandet.

Ok, ein Hefezopf ist jetzt nicht so superspannend, weil ich diese Variante, bzw. Flechttechnik aber so besonders hübsch finde, blogge ich das trotzdem, ätsch :o)
Gesehen hab ich diese Hefezopf-Form schon häufiger, aber mangels Anleitung konnte ich ihn leider nie selbst backen - mein Vorstellungsvermögen reicht für einen Selbstversuch ohne Anleitung nicht aus. 
Glücklicherweise hat Zorra vor einiger Zeit ein solches Brot gebloggt und sogar eine Schritt-für-Schritt-Anleitung verlinkt, die besser nicht sein könnte.
Also, nichts wie ab in die Küche und ausprobiert! Das Resultat war ein wirklich wunderschönes Hefebrot und das Flechten weit weniger kompliziert, als ich vermutet hatte.
Wenn man das Zopfkreuz erstmal gelegt hat, muss man eigentlich immer nur den unteren Zopf über den daneben liegenden Zopf, der über einen andere Zopf verläuft legen - das Ganze im Kreis und nicht so locker, sondern recht eng. Sind die Zöpfe aufgebraucht, schiebt man die Enden unter das Brot, so dass ein runder Laib entsteht.

Zutaten
500 g Mehl, Typ 405
250 ml lauwarme Milch
50 g Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
75 g zimmerwarme Butter
1 TL Salz
1 Ei
Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone

1 Ei mit etwas Milch verkleppert zum Bestreichen
2 EL Hagelzucker oder Sesam

Zubereitung
Die Trockenhefe in der Milch verrühren und zusammen mit einem TL Zucker einige Minuten auflösen lassen.
Mehl, Zucker und Salz trocken miteinander verrrühren. Hefe/Milchmischung, Butter, Ei und Zitronenabrieb zufügen und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine gründlich zu einem geschmeidigen, elastischen Teig verkneten.
Abgedeckt in einer Schüssel gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat, das kann je nach Zimmertemperatur bis zu 2 Stunden dauern, aber auch erheblich schneller gehen. Man kann den Teig auch am Vorabend zubereiten und bis zum nächsten Tag abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen.
Ca. 1 Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.
Den Teig erneut durchkneten, in 4 gleich große Portionen teilen und diese rund wirken.  Abgedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen, damit sich der Teig entspannen kann, danach die Teiglinge zu langen Strängen ausrollen. 
Weiterverfahren wie oben bereits erwähnt, bzw. in der verlinkten Anleitung ersichtlich.

Die fertig geformten Brote abgedeckt nochmals gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Mit Ei-Milch-Mischung bestreichen und Hagelzucker oder Sesam nach Geschmack bestreuen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, bis die Brote goldbraun sind und hohl klingen.


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Siu Mai

Diese Woche starten wir mit einer chinesischen Vorspeise, gedämpften Hackbällchen im WanTan-Blatt. Genau wie die Perlenbällchen neulich, sind die Siu Mai auch schnell und einfach gemacht und sehen wirklich hübsch aus.

Die Füllung kann ganz nach Geschmack und Vorräten variiert werden, klassisch werden Siu Mai mit Schweinehackfleisch gemacht, die Garnelen/Hack-Variante hat sich aber immer mehr durchgesetzt.
Wenn man verschiedene Varianten machen möchte, kann man auch einen Grund-Fleischteig herstellen und den dann portionieren und verschiedene Zutaten zufügen. So kann man nicht nur Siu Mai oder Perlenbällchen, sondern auch andere chinesische Vorspeisen zubereiten und übereinander im Dampfgaren dämpfen.

Zutaten
100 g Garnelen
50 g Wasserkastanien aus der Dose
250 g Schweinehackfleisch
1 1/2 EL helle Sojasauce
1 EL Shaoxing-Reiswein
1 1/2 TL dunkles Sesamöl
frisch gemahlener Pfeffer
1 EL fein gehackter Ingwer
1 fein gehackte Frühlingszwiebel

1 Eiweiß, leicht verkleppert

Wan Tan-Blätter (TK)

Zubereitung
Die Garnelen putzen (Schale und Darm entfernen), in ein Geschirrtuch einschlagen und die Flüssigkeit ausdrücken. Die Garnelen fein mit dem Hackbeil hacken.
Die Wasserkastanien abgießen und ebenfalls fein fein hacken.
Alle Zutaten in einer Schüssel gründlich mit der Hand vermengen und würzen.
Jeweils 1 EL Füllung auf die Mitte eines WanTan-Blatts setzen und die Ränder ringsherum hochziehen. Das Täschchen zwischen Daumen und Zeigefinger klemmen und eine leichte "Taille" hineindrücken. Gleichzeitig mit der freien, etwas angefeuchteten Hand die Füllung oben glatt drücken.

Wasser in einem Wok zum kochen bringen und einen Bambusdämpfer mit Backpapier auslegen. Die Siu Mai in ausreichendem Abstand hineinsetzen, den Deckel des Dämpfers aufsetzen und die Siu Mai 15 Minuten dämpfen. Nach der Hälfte der Zeit die Dämpfeinsätze umsetzen, so dass der oberste Einsatz ganz unten steht.
Mit einer Dipsauce servieren. 

WanTan-Blätter hab ich eigentlich immer im Haus, nicht nur gedämpft, sondern auch frittiert sind sie wirklich lecker.
Für alle, die keinen Nudelteig selbstmachen, aber trotzdem mal Ravioli herstellen möchten, bieten sich WanTan-Blätter  ebenfalls an, denn im Prinzip sind sie nichts anderes als Nudelteig, der hauchdünn ausgerollt und eckig zugeschnitten ist.  

Quelle: China kulinarisch entdecken


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Mal wieder ein Rezept von Tim Mälzer. 
Früher hatte ich ja ein sehr gespaltenes Verhältnis zu ihm, dass sich zwischenzeitlich  durchaus entspannt hat - seine aktuelle Sendung mag ich wirklich gern. Leider hat er mich erst kürzlich bitter enttäuscht, als er meine Einladung zum Foodbloggertreffen, die ich ihm über Facebook zugesandt hab, kaltblütig abgelehnt hat. 
Mal ehrlich, das geht doch echt nicht, oder? Da bekommt der Herr Mälzer die einmalige Gelegenheit, einen richtig schönen Tag mit uns zu verbringen und sicher auch die ein oder andere Leckerei zu bekommen und was macht er? Er will nicht kommen ... tsä ... 
Diese unangenehme Episode hat unser gerade entspanntes Verhältnis natürlich wieder deutlich verschlechtert, weshalb ich mir auch sehr genau überlegen musste, ob ich dieses Rezept hier vorstelle, aber ich bin da ja nicht so - ich kann verzeihen ;o)

Dieser Kartoffelsalat hat uns richtig gut gefallen, durch die Gurken bekommt er eine feine Säure und die Radieschen und die Kresse bringen ein wenig Schärfe.
Ganz wichtig ist natürlich der gekörnte Senf, eine meiner allerliebsten Lieblingszutaten. Ich liebe gekörnten Senf, gekörnter Senf passt doch zu fast allem, mit einigen wenigen Ausnahmen :o)

Zutaten
1 kg festkochende Kartoffeln

1 Zwiebel
3 El Olivenöl
150 ml Gemüsebrühe
3 El Weißweinessig
Pfeffer

150 ml Rapsöl
1 Ei
1 TL Senf
1 EL saure Sahne oder Joghurt
3 EL Gewürzgurkensud

1 Bund Radieschen
4 Gewürzgurken
½ Beet Kresse

Zubereitung
Die Kartoffeln gründlich schrubben und in Salzwasser gar kochen - am Besten bereits am Vortag. Die vollständig abgekühlten Kartoffeln pellen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden.
Die Zwiebel fein würfeln und im Olivenöl glasig dünsten. Gemüsebrühe und Essig zugeben, erhitzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Essigmarinade über die Kartoffelscheiben verteilen, vorsichtig mischen und mindestens 1 Stunde ziehen lassen.
Öl mit Ei, Senf und 1 Prise Salz in ein schmales, hohes Gefäß geben und mit dem Zauberstab zu einer Mayonnaise mixen. Dabei den Schneidstab langsam von unten nach oben ziehen. Saure Sahne und Gewürzgurkensud untermischen.
Radieschen und Gewürzgurken in dünne Scheiben schneiden.
Vom Kartoffelsalat eventuell etwas Marinade abgießen. Dann Mayonnaise, Radieschen und Gurken unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kresse vom Beet schneiden und über den Salat streuen.

Weil wir Lust auf Fisch hatten und die Frühlingsrollenblätter im Gefrierschrank unbedingt weg mussten, gab es zum Kartoffelsalat Fischsticks, d.h. gewürzte und in Frühlingsrollenteig eingerollte Fischstreifen, die dann in der Pfanne knusprig gebacken wurden. Eine leckere Alternative zum Backteig.


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Ich seh das so ...

Da ist man mal n büschen krank und darum nur eingeschränkt, bzw. gar nicht bei den Kollegen Foodbloggern unterwegs und schon „entbrennt“ eine Diskussion um das Bloggen an sich und die Art und Funktion der Kommentare. Ich hab gerade erst gestern davon gelesen, hinke der Diskussion also etwas hinterher, weil ich das Thema aber doch sehr interessant finde, möchte ich es nicht versäumen, meinen Senf dazu zugeben ;o)
Vorsicht, das wird seeehr lang ... 

Zu allererst, warum blogge ich eigentlich, wie hat das alles angefangen?
Im Gegensatz zu vielen anderen Foodbloggern hab ich den Kuriositätenladen nicht mit dem Vorsatz, nun unter die Foodblogger zu gehen, ins Leben gerufen – diese Szene war mir zum damaligen Zeitpunkt gar nicht wirklich bekannt. 

Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, sollte aus dem Kuriositätenladen eigentlich ein buntes Sammelsurium werden, evtl. mal das ein oder andere Rezept, aber der Fokus sollte eigentlich auf anderen Dingen liegen – keine Ahnung, auf was genau, darum hab ich mir gar keine großen Gedanken gemacht. Ziemlich schnell nahmen die Rezepte aber überhand und so wurde aus dem Kuriositätenladen halt ein Foodblog.

Anfangs war es ein Experiment, ein Projekt, das mir aber nicht besonders wichtig war – es hätte genauso gut passieren können, dass ich nach kurzer Zeit das Interesse am Bloggen verliere und meinen Laden wieder schließe. Sehr schnell war ich aber sehr fasziniert von der Fülle von Foodblogs und natürlich von den fantastischen Rezepten, die ich dort auf einmal fand – diese Kreativität war ich aus dem Kochforum, indem ich zum damaligen Zeitpunkt noch aktiv war gar nicht gewohnt ;o)

Für wen blogge ich, was ist mein Antrieb?
In erster Linie blogge ich natürlich für mich, der Kuriositätenladen ist mein ganz persönliches Küchentagebuch, zwar hab ich neben dem KuLa noch ein sehr gutes und meiner Meinung nach sogar übersichtlicheres Rezeptarchiv, das Einige von Euch ja auch kennen, der KuLa ist aber nochmal was Anderes, er vereint 3 meiner größten Hobbys: Kochen, Fotografieren und Schreiben – gleich 3 Dinge auf einmal, ja das geht ;o)

Natürlich blogge ich auch für Euch, meine Leser, das ist ja klar, sonst könnte ich den KuLa auch für die Öffentlichkeit sperren und nur so vor mich her bloggen. Logisch eigentlich …
Es freut mich, die Rezepte, die ich irgendwo finde oder auch selbstentwickle weiter zugeben. Ich finde es toll, anderen Hobbyköchen Anregungen bieten zu können – quasi ein Dankeschön für die vielen tollen Ideen und Rezepte, die ich in den unzähligen Foodblogs weltweit finde.

Was blogge ich, welche Rezepte schaffen es in den KuLa?
Es spielt für mich keine Rolle, wie „originell“, ausgefallen, anspruchsvoll oder was auch immer ein Rezept ist. Um im KuLa veröffentlicht zu werden, muss das Gericht uns zu allererst mal geschmeckt haben. Punkt.

Manchmal schmeckt es nur mir, manchmal kommt ein Gericht auch eher bei meinem Mitesser an – Hauptsache, es gefällt einem von uns beiden.

Eine zweite Grundvoraussetzung ist ein einigermaßen anständiges Foto. Für mich spielen die Fotos eine große Rolle, ganz einfach deshalb, weil Fotografie eines meiner liebsten Hobbys ist und ich mich genauso über ein schönes Foto wie über ein leckeres Essen freue.

Apropos, die „Qualität“ der Food-Fotos ist ja immer mal wieder Thema, sowohl in den Foodblogs selbst, als auch bei Koch- und Bloggertreffen. Es wird dann gerne beklagt, dass die Fotos einen immer größeren und wichtigeren Teil der Blogs ausmachen, dass Rezept und der Begleittext dabei in den Hintergrund rücken.

Ich denke, dieser Ansatz ist absolut falsch. Ein Grund, warum mir das Bloggen viel mehr Spaß macht, als beispielsweise meine frühere aktive Beteiligung in einem bekannten Kochforum, ist die Tatsache, dass ich in meinem Blog machen kann was ich will, ich bin selbständig und eigenverantwortlich – ich gestalte meinen Blog mit den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen und vor allem nach meinem Geschmack. In meinem Fall bedeutet das, dass ich meine Rezepte im Rahmen meiner Möglichkeiten sehr gerne schön bebildere. Andere Foodblogs legen dafür andere Schwerpunkte, verfassen evtl. besonders interessante und witzige Texte, veranstalten Blog-Events, usw. usf.

Jeder Foodblog spiegelt doch die Interessen des jeweiligen Betreibers wieder, warum wird sich also über die Gestaltung und die Inhalte anderer Foodblogs beklagt? Es ist doch ein leichtes, Foodblogs, die nicht dem persönlichen Geschmack entsprechen, zu ignorieren.

Ich meide selbst beispielsweise Blogs, in denen es vor Werbung nur so wimmelt, mag sein, dass mir das ein oder andere interessante Rezept entgeht, aber für mich passen Blogs und kommerzielle Werbung halt so ganz und gar nicht zusammen – mein ganz persönliches Empfinden...

Die Sache mit den Kommentaren …
Zu allererst, ich freu mich über alle Kommentare – mit zwei klitzekleinen Ausnahmen ;o)
Sobald ich mitbekomme, dass Kommentare nur dem Zweck dienen, den Pagerank anderer, kommerzieller websites zu erhöhen, werden sie gelöscht, denn wenn ich schon selbst keine Werbung in meinem Blog schalte, werde ich es sicher nicht unterstützen, dass kommerzielle Fremdseiten durch meinen Blog profitieren … Das nur dazu …

Die andere Sorte Kommentare, bei denen ich von meinem Hausrecht Gebrauch mache und sie lösche, sind die, die sich eindeutig im Ton vergreifen – Gossensprache, Beleidigungen, etc. haben im KuLa keinen Platz, dafür gibt’s ja Europas größtes Kochforum - sorry, das  konnte ich mir jetzt nicht verkneifen ;o) …

Sicher sind Kommentare wie „Oh, das sieht aber gut aus, werd ich demnächst auf jeden Fall nachkochen“ nicht sonderlich originell, aber mein Gott, das sind meine Rezepte und Texte auch nicht immer - auch über solche Kommentare freu ich mich.

Besonders schön ist natürlich ein angeregter Austausch, kritische, aber dennoch sachliche Kommentare und im optimalsten Fall sogar die ein oder andere Diskussion, da ich ja aber selbst nicht zu den aktivsten Kommentierern gehöre, maße ich mir nicht an, das für meinen Blog einzufordern …
  
Ich seh das so, einige Foodblogger stehen auch nach dem Kochen noch gern in der Küche und freuen sich bannig, wenn sie ein schickes Bild zustande gebracht haben, die Anderen betrachten die Fotos als Zustands-Anzeige, schießen schnell eines und sind auch mit dem Resultat zufrieden. 
Einige schreiben meterlange Blog-Posts, andere fassen sich kurz und beschränken sich auf das "Wesentliche".
Ein paar Foodblogger betreiben ihre Blogs kommerziell und verdienen damit Geld, andere machen das nur zum Spaß und schalten keine Werbung.

Es gibt sicher für uns alle eine Nische in der "Blogosphäre", oder?

Nachtrag
Gerade hat mich Heidi Zwo auf ein sehr interessantes Interview mit Robert hingewiesen, dass Tine und Steffen von Kochen mit Liebe durchgeführt haben - sehr empfehlenswert!


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Tarte au Citron

Heut gibt's keine große Einleitung, es hat mich schon wieder/immer noch dahin gerafft, diesmal ist zu der immer noch nicht abgeheilten Bindehautentzündung auch noch Husten/Schnupfen/Heiserkeit/entzündete Mandeln, usw. usf. hinzugekommen. 
Um es mal ganz klar zu sagen, ich hab keine Lust mehr! Kranksein ist immer doof, aber so lange am Stück ist echt ätzend. 
Aber bevor ich doch noch ins Tratschen gerate, noch ein paar Worte zu der Tarte, auf dem Bild seht Ihr nämlich nicht das Endresultat, sondern die Tarte vor ihrem abschließendem Kurzbesuch unter dem Backofengrill. Stellt Euch die Oberfläche der Tarte also bitte leicht karamellisiert vor. 
Eine Zitronentarte solle immer schön gekühlt serviert werden, dann schmeckt sie am besten.

Zutaten

Sandteig
250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei

Belag
4 Eier
200 g Zucker
250 ml Zitronensaft
250 ml Sahne
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Sandteig
Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat.
Den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht.
Den Teig ca. 30 vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. Auf das Nudelholz aufrollen und über der Tarteform wieder abrollen. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und den überschüssigen Teig am Rand abschneiden. In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Belag
Die Eier mit dem Zucker so schaumig rühren, dass die Masse weißlich wird. Die Sahne und den Zitronensaft dazugeben und alles ruhen lassen, bis sich der abgesetzte Schaum etwas gesetzt hat.
Die Masse auf den vorgebackenen Teigboden geben und bei 140°C im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Höhe ca. 60 Minuten backen.
Für die Garprobe mit einem Messer in die Tartemitte stechen, es sollte möglichst nichts daran haften bleiben. Komplett abkühlen lassen und vor dem Servieren mind. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
Den Backofengrill aufheizen und die Tarte mit Puderzucker bestreuen. Unter dem Grill bei geöffneter Backofentür einige Minuten karamellisieren lassen.
Herausnehmen und sofort servieren. 

Quelle: Tartes & Quiches von Delphine de Montalier


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Die Sache mit den Fonds ...

Vor einigen Jahren, als ich noch nicht ganz so kochverrückt war wie heute und noch viele Zutaten fertig gekauft habe, hab ich auch fertige Fonds in Gläsern gekauft. Nicht das billige Zeugs, sondern durchaus gute Markenware ;o)

Fischfond im Pfand-Weckglas von Fische Schmidt in Hamburg-Eppendorf
 
Schon beim Öffnen der Gläser war ich aber jedes Mal enttäuscht, bzw. abgestoßen. Kein Fond aus dem Glas hat wirklich gut gerochen, stattdessen rochen sie alle bitter, künstlich oder ganz einfach so gut wie gar nicht.
Der Geschmack war durch die Bank weg nicht besser, eher im Gegenteil ...
Ich hab trotzdem versucht, daraus Saucen zu zaubern und mich gewundert, warum das einfach nicht geklappt hat - die Saucen bei meiner Mama haben immer komplett anders, besser geschmeckt. 
Nun koche ich seit langer Zeit meine Fonds selbst und hab auch in der Regel einen Vorrat eingefroren oder eingeweckt, aber ab und zu kommt es vor, dass die Vorräte aufgebraucht sind und ich entweder vergessen hab, neuen zu kochen oder gerade akute Platzprobleme in meinem Gefrierschrank oder dem winzigen Lagerregal habe. 
In diesem Fall kaufe ich Fond, aber nicht im Geschäft. Fleischfond kaufe ich bei meinem Schlachter um die Ecke und Fischfond bekomme ich bei den Fischhändlern m.V. 
Diese Fonds sind hausgemacht und beinhalten weder Konservierungsstoffe noch irgendwelche Aromen. Ich bin jedes Mal ganz begeistert von den Fonds, denn besser schmecken meine selbst gemachten auch nicht. 

Also, kleiner Tipp für alle, die auf gekaufte Fonds zurückgreifen - einfach mal beim Schlachter und Fischhändler vorbeischauen, vielleicht verkaufen die auch selbstgemachte Fonds ... Dann klappt's auch mit den Saucen ;o)


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Ghiottole mit überbackenem Camembert

So, Ihr habt erstmalig gewählt und Euch unter Anderem für dieses unglaublich simple Pastagericht entschieden.

Bisher kannte ich einen solchen "Ofenkäse" eigentlich nur in Kombination mit Baguette, dass man reindippt, da foodbloggen ja aber bekanntlich bildet, hab ich bei Noob Cook gelernt, dass man den Camembert auch prima mit Pasta kombinieren kann, mein käseverrückter Mitesser war absolut begeistert. Das cremige Innenleben des Camemberts dient als Sauce und wenn die Pasta alle ist, kann man als Nachtisch noch die knusprige Camembert-Rinde knabbern. 

Zutaten
1 Camembert
2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten 
frischer Thymian
frisch gemahlener Pfeffer und Fleur de Sel
Olivenöl

Ghiottole oder andere Pasta corta nach Wahl
1 Bund Rucola oder Spinat
100 g frisch geriebener Parmesan
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
Den Camembert in eine ofenfeste Schüssel legen und kreisförmig mit Knoblauchscheiben belegen. Thymian darauf verteilen und mit Salz und Pfeffer würzen, sowie mit Olivenöl beträufeln. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 25 Minuten backen, bis der Camembert goldbraun ist.

In der Zwischenzeit die Pasta al dente kochen und den Rucola waschen, putzen und etwas klein schneiden. In etwas Olivenöl in einer Pfanne kurz angehen lassen und zusammen mit dem Parmesan unter die fertige Pasta heben. Pasta auf Teller verteilen und jeweils etwas von dem cremigen Innenleben darüber geben. Mit der Gabel unterheben und sofort servieren.

Die knusprig gebackenen Knoblauchchips geben dem Gericht noch den gewissen Crunch. 




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Die Idee für diesen Salat ist mal wieder geklaut und zwar genau da, wo ich auch schon am Anfang meines Salatmarathons stiebitzt hab, bei bitchincamero. Anstelle der Paprika hab ich mal wieder getrocknete Tomaten verwendet, ich mag die einfach unglaublich gern. Besonders im Winter, wenn man keine guten frischen Tomaten bekommt, sind sie eine tolle Alternative. Als Salatzutat find ich sie deshalb so klasse, weil sie nicht, wie frische Tomaten saften und matschig werden, sondern ihre Form und Konsistenz behalten und den Salat damit auch nicht schneller verderblich machen, außerdem geben sie ein tolles Aroma ab.
Wichtig ist, nicht diese getrockneten Tomaten zu nehmen, die so hart sind, dass man sie kaum mit einem Messer bearbeiten kann, sondern sog. Softtomaten. Diese Tomaten gibt es meist eingeschweißt in türkischen Lebensmittelgeschäften und sie ähneln selbstgetrockneten Tomaten - ich hoffe, das war jetzt einigermaßen verständlich ;o)

Zutaten
250 g getrocknete Kichererbsen
250 g Orzo
1 Handvoll getrocknete Tomaten
Frühlingszwiebeln
Salz

3 EL Olivenöl
2 EL Sherry-Essig
1 TL Rotisseur-Senf 
Salz und Pfeffer
1 TL Knoblauchpaste oder 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Prise Zucker

Parma, San Daniele oder Serrano-Schinken (optional)

Zubereitung
Die Kichererbsen in eine Schüssel geben und mit reichlich kaltem Wasser bedecken. 12 bis 24 Stunden einweichen lassen, zwischendurch das Wasser einmal wechseln.
Das Einweichwasser abgießen und die Kichererbsen in Wasser gar kochen. Die Orzo in Salzwasser ebenfalls al dente kochen. Die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden und die Frühlingszwiebeln schräg in dünne Scheiben schneiden.
Aus Olivenöl, Essig, Senf, Salz, Pfeffer, Zucker und Knoblauchpaste ein Dressing herstellen.
Kichererbsen, Orzo, Tomaten und Frühlingszwiebeln in eine Schüssel geben und mit dem Dressing begießen. Gut umrühren und 2-3 Stunden marinieren lassen.
Nach Geschmack mit einer Scheibe Schinken servieren.

Der Salat schmeckt am nächsten Tag besonders gut. 




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Grießpudding

Meine Mutter ist ein Grießpudding-Junkie, war sie schon immer. 
Ab und zu kocht sie sich eine riesige Schüssel Grießpudding und isst dann den ganzen Tag nichts anderes. 
Es heißt ja, mit fortgeschrittenem Alter ähnelt man den Eltern immer mehr, oder? Naja, ich mach das auf jeden Fall mittlerweile auch - ich sag zwar immer, ich hätte den Pudding für uns (also meinen Mitesser und mich) gekocht, im Endeffekt bekommt er aber selten etwas ab ... Alles meins ;o)

Einen gravierenden Unterschied gibt es zwischen meiner Mutter und mir. Sie bevorzugt die Grießpudding-Variante bei der man den Pudding wie eine Polenta schneiden kann, ich mag es lieber cremiger und rühre daher Eigelb und steif geschlagenes Eiweiß drunter - irgendwie muss man sich ja von den Eltern lossagen ...

Zutaten
1 l Vollmilch
Mark einer Vanilleschote
2-3 EL Zucker
1 Prise Salz
Abrieb einer Zitrone
130 g Weichweizengrieß
2 Eier, getrennt
1 Prise Salz

Zubereitung
Die Milch in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark, sowie die ausgekratzte Schote zur Milch geben. Zucker und Zitronenabrieb zufügen und verrühren.
Sobald die Milch kocht, vom Feuer nehmen und langsam unter ständigem Rühren den Grieß einrieseln lassen. Zurück auf die Platte schieben und solange rühren, bis der Grieß quillt und der Pudding andickt. Beiseite stellen.
Eier trennen und die Eigelbe mit etwas Milch glatt rühren. Das Eiweiß mit einer Prise Salz mit dem Mixer steif schlagen.
Die Eigelbe unter ständigem Rühren in den Pudding einrühren, das steif geschlagene Eiweiß mit dem Schneebesen unter den Pudding heben.
In Schälchen füllen und erkalten lassen. 



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Flusskrebsravioli an Safran-Schaum

Ich hab das Nudeln mal wieder sträflich vernachlässigt, besonders gefüllte Nudeln hab ich schon ewig nicht mehr gemacht. Es gab soviele andere Dinge, die gekocht und gebacken werden mussten, da hab ich das irgendwie aus den Augen verloren. Geht natürlich gar nicht, schließlich ist Pasta meine große Leidenschaft, also mussten dringend mal wieder Ravioli gebastelt werden.


Diese Ravioli mache ich immer wieder gern, das Aroma ist sehr fein und nicht so kräftig wie bei vielen Pastagerichten, in denen Tomaten dominieren und die Kombination Flusskrebsfleisch/Dill mit dem leckeren Safranschaum ist einfach toll.

Zutaten
Nudelteig
200 g gemahlener Hartweizengrieß
2 Volleier
1/2 TL Salz
1 EL Annatto- oder Olivenöl

Füllung
150 g Ricotta
200 g Flusskrebsfleisch
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
1 Bund Dill
Salz und Pfeffer
evtl. etwas Panko zum Abbinden

Sauce 
1 Schalotte
Butter
1 kleine Knoblauchzehe
50 ml Noilly Prat
100 ml trockener Weißwein
200 ml Fischfond
100 ml Sahne
1 Msp. Safranfäden (ca. 0,05 g)

Zubereitung 

Nudelteig
Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Füllung
Flusskrebsfleisch in einem Sieb sehr gut abtropfen lassen. Zusammen mit dem Ricotta in der Moulinette durchmixen. Mit Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb und fein gehacktem Dill würzen. Je nach Feuchtigkeitsgehalt der Masse, evtl. noch etwas Panko oder Semmelbrösel hinzufügen, um der Füllung mehr Festigkeit zu geben.

Fertigstellung der Ravioli
Den gut bemehlten Nudelteig mit der Nudelmaschine zu dünnen Bahnen ausrollen. und in ausreichendem Abstand jeweils 1 TL Füllung geben. Eine weitere Nudelbahn darüberlegen und vorsichtig die Luft zu den Seiten herausdrücken. Mit einem Ausstecher Ravioli ausstechen und auf ein bemehltes Backblech legen.

Sauce
Die Schalotte fein würfeln, die Knoblauchzehe einmal mit dem Messerrücken anquetschen. Beides in der Butter anschwitzen, nicht bräunen lassen. Mit Noilly Prat und Weißwein ablöschen und jeweils fast komplett einkochen lassen. Den Fischfond angießen und die Safranfäden hinzufügen. Nochmals etwas einkochen lassen.
Die Sahne zugeben und evtl. mit Salz und Pfeffer würzen.
Durch ein feines Sieb passieren und unmittelbar vor dem Servieren mit einem Mixstab aufschäumen.

Die Ravioli in siedendem Wasser al dente kochen und zusammen mit der Sauce anrichten.



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"Frühstücks"-Pizza

So, Ostern ist jetzt fast vorbei, ich hoffe, Ihr habt nicht zu viele Eier gefuttert, so dass Ihr jetzt womöglich keine mehr sehen mögt, denn ich hätte da eine Kleinigkeit für Euch.
Vor einer Weile blinkte in meiner Blogroll das magische Wort "Pizza" auf, smitten kitchen war Schuld. Eigentlich stand das Essen für den darauf folgenden Freitag ja schon fest, aber diese Pizza hat meine perfekte Planung mal wieder völlig zunichte gemacht.  
Also Pizza, mal wieder ;o) ... 

Mein Mitesser war von dieser recht kräftigen & herzhaften Pizza sehr begeistert, ich fand sie auch lecker, werd sie aber nicht in den Kreis meiner Lieblingspizzen aufnehmen, da bin ich streng ;o)
Das Ei auf der Pizza hat mich irgendwie irritiert, war ein komisches Mundgefühl.
Trotzdem, eine leckere Pizza, mal was Anderes und für meinen Mitesser wird es sie sicher wieder geben, ich mach mir dann lieber eine Avocado-Tomaten-Pizza oder meine heißgeliebten Kartoffel-Pizzette.
  
Teig für 4 Pizzen

500 g Hartweizenmehl
1/2 Paket Trockenhefe
10 g Salz
50 g Olivenöl
320 g Wasser

Belag pro Pizza
frisch geriebener Bergkäse
frisch geriebener Parmesan
3 Eier
Frühstücksspeck
1/2 rote Zwiebel in feine Streifen geschnitten
Kresse oder Schnittlauch 
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst. Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, diese ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
In der Zwischenzeit den Frühstücksspeck in Streifen schneiden und in einer Pfanne knusprig ausbraten. Nicht so lange braten, der Speck soll nicht hart werden. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die ausgerollten Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und wie folgt belegen:

Pizzaboden mit Parmesan und Gruyere bestreuen, die Speckstreifen gleichmäßig darauf verteilen und die Eier darauf geben.  Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Pizzen mitsamt des Backpapiers auf das Backblech legen und einige Minuten anbacken lassen. Durch die extrem hohe Hitze wird das Backpapier schnell dunkel, ich ziehe es also nach einigen Minuten unter den Pizzen heraus, quasi sobald die Pizza nicht mehr am Backpapier klebt. Die Pizza nun ohne Backpapier zu Ende backen. Aus dem Backofen nehmen und jede Pizza mit fein geschnittener Kresse oder Schnittlauch bestreuen - Fertig.


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Ich kann wieder ein Gemüse von meiner "Mag-ich-nicht-Liste" streichen - grüne Bohnen!
Grüne Bohnen fand ich bisher alles andere als lecker, wenn ich sie mal essen musste, waren sie geschmacklich meistens kein Knüller und oft haben sie zwischen den Zähnen gequietscht - fast genauso schlimm wie mit der Kreide über eine Tafel zu kratzen ...
Mein Mitesser hingegen isst schon immer sehr gern Bohnen, hatte nur bisher selten die Gelegenheit, zumindest hier zuhaus. Was ich nicht selbst mag, kann ich halt auch nicht zubereiten ;o)

Als Schnick Schnack Schnuck auf mein Salatgesuch ihren Bohnen-Bratkartoffel-Salat vorschlug, war die Gelegenheit günstig, der grünen Bohne an sich mal wieder eine Chance und meinem Mitesser so die Gelegenheit zu einer "Bohnenmahlzeit" zu geben. 
Ich fand die Kombination Bohnen/Basilikumpesto recht gewagt, wahrscheinlich, weil ich mit Bohnen keine großen Erfahrungen hatte, aber diese Bedenken waren absolut überflüssig, das passt so unglaublich gut zusammen, wirklich toll!
Schnick hat es mit diesem Salat geschafft, mich zu bekehren, ich bin absolut begeistert von diesem Salat, von den Bohnen - mein Mitesser übrigens auch. 
Sonst bemühe ich mich ja immer, die Mengenangaben bei Rezepten, die ich blogge so genau wie möglich anzugeben, diesmal hab ich aber sehr "Frei Hand" gearbeitet. Da es sich bei diesem Salat ja aber um einen 3-Komponenten-Salat handelt, wird das sicher jeder hinbekommen. 

Weil mein Mitesser eine ausgeprägte Nuss-Abneigung hat, hab ich kein Basilikumpesto verwendet, sondern einen Topf Basilikum mit etwas Öl vermixt und anschließend mit Salz und Pfeffer gewürzt.
Schnick, im Namen meines Mitessers und auch von mir vielen Dank für dieses tolle Rezept, der Salat ist ab sofort ein gesetzter Standard - wirklich lecker! 

Zutaten
festkochende Kartoffeln
Butterschmalz
Prinzessbohnen
Basilikum
Olivenöl 

Zubereitung
Die rohen Kartoffeln in Würfel schneiden und bei mittlerer Hitze in Butterschmalz knusprig goldbraun rösten.
In der Zwischenzeit die Bohnen putzen (das Stielende abknipsen und schräg in ca. 2 cm lange Stücke schneiden) und in kochendem Wasser (+1 EL Natron) bissfest garen. Bohnen in Eiswasser abschrecken und in einem Sieb gründlich abtropfen lassen.
Basilikum mit etwas Öl in einem Mixer pürieren und anschließend mit Salz und Pfeffer würzen. 
Die Bohnen in eine Schüssel geben und mit der Basilikumcreme vermengen. Die Bratkartoffelwürfel dazu geben und unterheben. 



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Frohe Ostern!



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Was Ihr wollt ...

Nein, ich möchte an dieser Stelle nicht Shakespeare rezitieren, ich hab lediglich den Titel geklaut ;o)

Diese Woche hab ich ja hauptsächlich in meiner abgedunkelten Dachkammer verbracht, geschützt vor der hinterhältigen Sonne, die keine Gelegenheit ausgelassen hat, meine geschundenen Augen zu quälen. Vielleicht war es die Langeweile, die irgendwann zwangsläufig aufkam und mich auf wundersame Ideen brachte, keine Ahnung. Ihr müsst das jetzt auf jeden Fall ausbaden.

Jede Woche überlege ich aufs Neue, was ich als Nächstes blogge, ich hab ja im Normalfall immer recht viele Rezepte in petto und muss mich daher "nur" noch entscheiden, welches als Nächstes dran ist. Unentschlossen wie ich nun mal bin, dauert diese Entscheidung manchmal länger, als das Fertigstellen eines Blogbeitrages - schlimm sowas!
Warum also nicht die Entscheidung deligieren? Ihr macht das doch sicher gern für mich, oder?

Ich hab mir jetzt also Folgendes ausgedacht: Ich stelle zum Wochenende oder am Wochenanfang 5 Rezepte zur Wahl (da rechts in der Sidebar → findet Ihr den Wahl-O-Mat) und Ihr stimmt ganz einfach für Eure Favoriten ab.

In der darauf folgenden Woche werd ich die 2 "Gewinner" dann bloggen - ganz einfach, oder? Die Entscheidung für ein Rezept (+ dem wöchentlichen Salatrezept) behalt ich mir auch weiterhin vor, sonst wollt Ihr einige Rezepte womöglich nie lesen ;o)

Die Premieren-Abstimmung wird ein wenig länger ausfallen, diesmal habt Ihr bis zum Ende der nächsten Woche Zeit abzustimmen.

Ich bin sehr gespannt!


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