Blogroll

Ghiottole mit überbackenem Camembert

So, Ihr habt erstmalig gewählt und Euch unter Anderem für dieses unglaublich simple Pastagericht entschieden.

Bisher kannte ich einen solchen "Ofenkäse" eigentlich nur in Kombination mit Baguette, dass man reindippt, da foodbloggen ja aber bekanntlich bildet, hab ich bei Noob Cook gelernt, dass man den Camembert auch prima mit Pasta kombinieren kann, mein käseverrückter Mitesser war absolut begeistert. Das cremige Innenleben des Camemberts dient als Sauce und wenn die Pasta alle ist, kann man als Nachtisch noch die knusprige Camembert-Rinde knabbern. 

Zutaten
1 Camembert
2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten 
frischer Thymian
frisch gemahlener Pfeffer und Fleur de Sel
Olivenöl

Ghiottole oder andere Pasta corta nach Wahl
1 Bund Rucola oder Spinat
100 g frisch geriebener Parmesan
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
Den Camembert in eine ofenfeste Schüssel legen und kreisförmig mit Knoblauchscheiben belegen. Thymian darauf verteilen und mit Salz und Pfeffer würzen, sowie mit Olivenöl beträufeln. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 25 Minuten backen, bis der Camembert goldbraun ist.

In der Zwischenzeit die Pasta al dente kochen und den Rucola waschen, putzen und etwas klein schneiden. In etwas Olivenöl in einer Pfanne kurz angehen lassen und zusammen mit dem Parmesan unter die fertige Pasta heben. Pasta auf Teller verteilen und jeweils etwas von dem cremigen Innenleben darüber geben. Mit der Gabel unterheben und sofort servieren.

Die knusprig gebackenen Knoblauchchips geben dem Gericht noch den gewissen Crunch. 


Kichererbsen-Orzo-Salat mit getrockneten Tomaten

Die Idee für diesen Salat ist mal wieder geklaut und zwar genau da, wo ich auch schon am Anfang meines Salatmarathons stiebitzt hab, bei bitchincamero. Anstelle der Paprika hab ich mal wieder getrocknete Tomaten verwendet, ich mag die einfach unglaublich gern. Besonders im Winter, wenn man keine guten frischen Tomaten bekommt, sind sie eine tolle Alternative. Als Salatzutat find ich sie deshalb so klasse, weil sie nicht, wie frische Tomaten saften und matschig werden, sondern ihre Form und Konsistenz behalten und den Salat damit auch nicht schneller verderblich machen, außerdem geben sie ein tolles Aroma ab.
Wichtig ist, nicht diese getrockneten Tomaten zu nehmen, die so hart sind, dass man sie kaum mit einem Messer bearbeiten kann, sondern sog. Softtomaten. Diese Tomaten gibt es meist eingeschweißt in türkischen Lebensmittelgeschäften und sie ähneln selbstgetrockneten Tomaten - ich hoffe, das war jetzt einigermaßen verständlich ;o)

Zutaten
250 g getrocknete Kichererbsen
250 g Orzo
1 Handvoll getrocknete Tomaten
Frühlingszwiebeln
Salz

3 EL Olivenöl
2 EL Sherry-Essig
1 TL Rotisseur-Senf 
Salz und Pfeffer
1 TL Knoblauchpaste oder 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Prise Zucker

Parma, San Daniele oder Serrano-Schinken (optional)

Zubereitung
Die Kichererbsen in eine Schüssel geben und mit reichlich kaltem Wasser bedecken. 12 bis 24 Stunden einweichen lassen, zwischendurch das Wasser einmal wechseln.
Das Einweichwasser abgießen und die Kichererbsen in Wasser gar kochen. Die Orzo in Salzwasser ebenfalls al dente kochen. Die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden und die Frühlingszwiebeln schräg in dünne Scheiben schneiden.
Aus Olivenöl, Essig, Senf, Salz, Pfeffer, Zucker und Knoblauchpaste ein Dressing herstellen.
Kichererbsen, Orzo, Tomaten und Frühlingszwiebeln in eine Schüssel geben und mit dem Dressing begießen. Gut umrühren und 2-3 Stunden marinieren lassen.
Nach Geschmack mit einer Scheibe Schinken servieren.

Der Salat schmeckt am nächsten Tag besonders gut. 


Grießpudding

Meine Mutter ist ein Grießpudding-Junkie, war sie schon immer. 
Ab und zu kocht sie sich eine riesige Schüssel Grießpudding und isst dann den ganzen Tag nichts anderes. 
Es heißt ja, mit fortgeschrittenem Alter ähnelt man den Eltern immer mehr, oder? Naja, ich mach das auf jeden Fall mittlerweile auch - ich sag zwar immer, ich hätte den Pudding für uns (also meinen Mitesser und mich) gekocht, im Endeffekt bekommt er aber selten etwas ab ... Alles meins ;o)

Einen gravierenden Unterschied gibt es zwischen meiner Mutter und mir. Sie bevorzugt die Grießpudding-Variante bei der man den Pudding wie eine Polenta schneiden kann, ich mag es lieber cremiger und rühre daher Eigelb und steif geschlagenes Eiweiß drunter - irgendwie muss man sich ja von den Eltern lossagen ...

Zutaten
1 l Vollmilch
Mark einer Vanilleschote
2-3 EL Zucker
1 Prise Salz
Abrieb einer Zitrone
130 g Weichweizengrieß
2 Eier, getrennt
1 Prise Salz

Zubereitung
Die Milch in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark, sowie die ausgekratzte Schote zur Milch geben. Zucker und Zitronenabrieb zufügen und verrühren.
Sobald die Milch kocht, vom Feuer nehmen und langsam unter ständigem Rühren den Grieß einrieseln lassen. Zurück auf die Platte schieben und solange rühren, bis der Grieß quillt und der Pudding andickt. Beiseite stellen.
Eier trennen und die Eigelbe mit etwas Milch glatt rühren. Das Eiweiß mit einer Prise Salz mit dem Mixer steif schlagen.
Die Eigelbe unter ständigem Rühren in den Pudding einrühren, das steif geschlagene Eiweiß mit dem Schneebesen unter den Pudding heben.
In Schälchen füllen und erkalten lassen. 

Flusskrebsravioli an Safran-Schaum

Ich hab das Nudeln mal wieder sträflich vernachlässigt, besonders gefüllte Nudeln hab ich schon ewig nicht mehr gemacht. Es gab soviele andere Dinge, die gekocht und gebacken werden mussten, da hab ich das irgendwie aus den Augen verloren. Geht natürlich gar nicht, schließlich ist Pasta meine große Leidenschaft, also mussten dringend mal wieder Ravioli gebastelt werden.


Diese Ravioli mache ich immer wieder gern, das Aroma ist sehr fein und nicht so kräftig wie bei vielen Pastagerichten, in denen Tomaten dominieren und die Kombination Flusskrebsfleisch/Dill mit dem leckeren Safranschaum ist einfach toll.

Zutaten
Nudelteig
200 g gemahlener Hartweizengrieß
2 Volleier
1/2 TL Salz
1 EL Annatto- oder Olivenöl

Füllung
150 g Ricotta
200 g Flusskrebsfleisch
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
1 Bund Dill
Salz und Pfeffer
evtl. etwas Panko zum Abbinden

Sauce 
1 Schalotte
Butter
1 kleine Knoblauchzehe
50 ml Noilly Prat
100 ml trockener Weißwein
200 ml Fischfond
100 ml Sahne
1 Msp. Safranfäden (ca. 0,05 g)

Zubereitung 

Nudelteig
Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Füllung
Flusskrebsfleisch in einem Sieb sehr gut abtropfen lassen. Zusammen mit dem Ricotta in der Moulinette durchmixen. Mit Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb und fein gehacktem Dill würzen. Je nach Feuchtigkeitsgehalt der Masse, evtl. noch etwas Panko oder Semmelbrösel hinzufügen, um der Füllung mehr Festigkeit zu geben.

Fertigstellung der Ravioli
Den gut bemehlten Nudelteig mit der Nudelmaschine zu dünnen Bahnen ausrollen. und in ausreichendem Abstand jeweils 1 TL Füllung geben. Eine weitere Nudelbahn darüberlegen und vorsichtig die Luft zu den Seiten herausdrücken. Mit einem Ausstecher Ravioli ausstechen und auf ein bemehltes Backblech legen.

Sauce
Die Schalotte fein würfeln, die Knoblauchzehe einmal mit dem Messerrücken anquetschen. Beides in der Butter anschwitzen, nicht bräunen lassen. Mit Noilly Prat und Weißwein ablöschen und jeweils fast komplett einkochen lassen. Den Fischfond angießen und die Safranfäden hinzufügen. Nochmals etwas einkochen lassen.
Die Sahne zugeben und evtl. mit Salz und Pfeffer würzen.
Durch ein feines Sieb passieren und unmittelbar vor dem Servieren mit einem Mixstab aufschäumen.

Die Ravioli in siedendem Wasser al dente kochen und zusammen mit der Sauce anrichten.

"Frühstücks"-Pizza

So, Ostern ist jetzt fast vorbei, ich hoffe, Ihr habt nicht zu viele Eier gefuttert, so dass Ihr jetzt womöglich keine mehr sehen mögt, denn ich hätte da eine Kleinigkeit für Euch.
Vor einer Weile blinkte in meiner Blogroll das magische Wort "Pizza" auf, smitten kitchen war Schuld. Eigentlich stand das Essen für den darauf folgenden Freitag ja schon fest, aber diese Pizza hat meine perfekte Planung mal wieder völlig zunichte gemacht.  
Also Pizza, mal wieder ;o) ... 

Mein Mitesser war von dieser recht kräftigen & herzhaften Pizza sehr begeistert, ich fand sie auch lecker, werd sie aber nicht in den Kreis meiner Lieblingspizzen aufnehmen, da bin ich streng ;o)
Das Ei auf der Pizza hat mich irgendwie irritiert, war ein komisches Mundgefühl.
Trotzdem, eine leckere Pizza, mal was Anderes und für meinen Mitesser wird es sie sicher wieder geben, ich mach mir dann lieber eine Avocado-Tomaten-Pizza oder meine heißgeliebten Kartoffel-Pizzette.
  
Teig für 4 Pizzen

500 g Hartweizenmehl
1/2 Paket Trockenhefe
10 g Salz
50 g Olivenöl
320 g Wasser

Belag pro Pizza
frisch geriebener Bergkäse
frisch geriebener Parmesan
3 Eier
Frühstücksspeck
1/2 rote Zwiebel in feine Streifen geschnitten
Kresse oder Schnittlauch 
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst. Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, diese ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
In der Zwischenzeit den Frühstücksspeck in Streifen schneiden und in einer Pfanne knusprig ausbraten. Nicht so lange braten, der Speck soll nicht hart werden. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die ausgerollten Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und wie folgt belegen:

Pizzaboden mit Parmesan und Gruyere bestreuen, die Speckstreifen gleichmäßig darauf verteilen und die Eier darauf geben.  Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Pizzen mitsamt des Backpapiers auf das Backblech legen und einige Minuten anbacken lassen. Durch die extrem hohe Hitze wird das Backpapier schnell dunkel, ich ziehe es also nach einigen Minuten unter den Pizzen heraus, quasi sobald die Pizza nicht mehr am Backpapier klebt. Die Pizza nun ohne Backpapier zu Ende backen. Aus dem Backofen nehmen und jede Pizza mit fein geschnittener Kresse oder Schnittlauch bestreuen - Fertig.