Crème Fraîche, selbstgemacht

Die Frauen in meiner Familie sind allesamt sehr praktisch veranlagt. Wir bohren, hämmern und sägen für unser Leben gern und schon meine Mama hatte vor vielen Jahren eine ausgeprägte Schwäche für Tüftel- und Bastelrezepte á la Hobbythek. Vieles hat sie ausprobiert - bereits vor 30 Jahren blubberte der Sauerteig im Kühlschrank fröhlich vor sich hin, es wurde Joghurt zubereitet und gekäst hat sie auch irgendwann mal.   
Im Prinzip nach dem Motto, man muss alles mal gemacht haben und wissen wie es geht.
Anscheinend hat sie nicht nur die handwerklichen Vorlieben und Fähigkeiten an mich weitergegeben, sondern eben auch die Leidenschaft am Ausprobieren. 

Wenn ich ein Rezept wie dieses finde, fängt mein kleines Hobbykochherz ganz doll an zu Bubbern, denn das ich ganz genau das, was mir am allermeisten Spaß macht. 
Kochen macht natürlich immer Spaß, aber etwas wie Crème Fraîche selbst zu machen, das hat für mich einen ganz besonderen Reiz. 
Für mich war Crème Fraîche bisher immer eine Zutat, die man fertig im Geschäft kauft. Ich hab mir nie Gedanken darum gemacht, sie selbst herzustellen - das war Sache der Molkerei. Sowieso hab ich mir die Herstellung viel komplizierter vorgestellt, dabei gibt es nichts, was einfacher zu machen ist als Crème Fraîche. Das kann wirklich Jeder, der die Zutaten und ein verschließbares Glas oder halt nen Becher hat. Den Rest erledigt die Zeit.

Natürlich kann man Crème Fraîche heutzutage in jedem Supermarkt kaufen und es  wird oftmals neben den deutschen Marken auch französische angeboten, trotzdem ist es sicher interessant zu wissen, wie simpel die Herstellung ist. Nämlich dann, wenn man in einer Gegend wohnt, wo es die Crème Fraîche eben doch nicht an jeder Ecke gibt oder wenn man richtig gute Bio-Sahne bekommt, denn damit schmeckt die selbstgemachte Crème Fraîche besser als alles, was man kaufen kann - egal ob aus Deutschland oder Frankreich.
Ich hab meine Lieblingssahne verwendet, ohne dieses elendige Carrageen, das heutzutage leider in fast allen Sahnesorten zu finden ist und war vom Geschmack der Crème Fraîche absolut begeistert. 
Wenn ich es in Zukunft planen kann, werd ich Crème Fraîche nur noch selbst machen, Buttermilch hab ich schon in kleinen Portionen eingefroren, so dass ich die immer griffbereit habe.  

Zutaten
200 g Sahne
2 EL Buttermilch

Zubereitung
Sahne und Buttermilch in ein verschließbares Gefäß geben und kurz schütteln, so dass alles gut vermischt ist. An einem warmen Ort (ca. 25°C) ca. 12-24 Stunden fermentieren lassen, bis die Mischung andickt.
Verschlossen im Kühlschrank bis zu einer Woche aufbewahren. 


Bei mir stand das Glas auf der Heizung im Badezimmer, die läuft zur Zeit auf Sparflamme, so dass direkt auf der Heizung eine konstante Temperatur von 25°C herrscht. Die Crème Fraîche war so nach ca. 18 Stunden sehr cremig und nach kurzer Zeit im Kühlschrank stichfest, wie man sie aus dem Geschäft kennt. Durch Rühren wird sie aber sehr schnell cremig. 

Quelle: food & style



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... dazu eine Wildschweinbratwurst. 

Kürzlich in der Bullerei hab ich ganz köstliche Orecchiette mit Steinpilzcreme und Rinderfiletstreifen gegessen - die Pasta al dente, das Fleisch auf den Punkt wunderbar zart, rosa gebraten und  dazu eine grandiose cremige Sauce - sehr, sehr lecker! 
In der Hoffnung, dass Tim Mälzer das Rezept dafür schon mal irgendwo veröffentlicht hat, hab ich mal wieder seine Homepage durchgestöbert und was finde ich dort? Nein, nicht das Rezept für die Orecchiette, aber dafür ein neues, interessantes Kartoffelsalat-Rezept! Ok, das Eine hat mit dem Anderen nix zu tun, aber so ein Salat ist ja immerhin etwas, besser als gar nix! 
Die Kombination Kartoffeln/Linsen kannte ich noch nicht, schmeckt aber wirklich klasse. und Belugalinsen machen ja schon optisch was her, schmecken aber zu allem Überfluss auch noch richtig gut. Brunnenkresse, wie im Rezept angegeben, war hier nicht aufzutreiben, dafür aber Postelein. Auch nicht verkehrt. 
Wie schon geschrieben, dazu eine Wildschweinbratwurst - gibt's mal wieder, garantiert!

Noch was in eigener Sache:
Wenn Tim Mälzer zuuuufällig mal einen Blick in den KuLa wirft (schon gut, ich weiß, nicht wirklich wahrscheinlich ;o) ), wäre es bannig nett, wenn er mir das Rezept für die Pasta verraten könnte - ich behalt's auch für mich und werd's garantiert Niemandem verraten, Blogger-Ehrenwort! *FingerhintermRückenkreuz ...

Zutaten
1,5 kg festkochende Kartoffeln (Leyla)
Salz
½ Zwiebel

Öl zum Anbraten
1 Tl Zucker
50 ml Weißweinessig
200 ml Brühe
Pfeffer
50 El Olivenöl
100 g Beluga-Linsen
200 g Postelein

Zubereitung
Kartoffeln gründlich waschen und 20-25 Min. in kochendem Salzwasser garen. Kartoffeln abgießen, ausdämpfen und leicht abkühlen lassen. Kartoffeln noch warm pellen. In Scheiben schneiden und in einer großen Schüssel verteilen.
Zwiebel fein würfeln und in Öl glasig dünsten. Zucker zugeben, leicht karamellisieren lassen. Mit Essig ablöschen, mit Brühe auffüllen. Einmal aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen. Kartoffeln mit der Marinade vorsichtig mischen. 6 El Olivenöl zugeben und mind. 30 Min. ziehen lassen.
Inzwischen die Linsen in Wasser ca. 15-20 Min. bei mittlerer Hitze kochen, abgießen, gut abtropfen lassen und zum Kartoffelsalat geben.
Postelein putzen, waschen und abtropfen lassen.
Kartoffel-Linsensalat evtl. nachsalzen und Postelein unterheben. 




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Auberginenpizza mit Oliven

Bei uns gibt es nicht oft Auberginen, meist als Antipasti gegrillt und in Olivenöl und Gewürzen mariniert oder auch mal als Pastasauce wie gerade erst letzte Woche. Auberginen gehören nicht unbedingt zu meinen Lieblingsgemüsen (ich weiß, Beeren...), trotzdem mag ich sie recht gern, aber es gibt soooviele andere Dinge, die ich lieber mag, da schafft sie es nicht allzu häufig auf unsere Teller. 

Auf der Suche nach neuen Pizzavariationen bin ich nun häufiger über Auberginenpizzen gestolpert, auf unterschiedlichste Weise zubereitet. Ich hab mir jeweils die besten Ideen daraus geklaut und herausgekommen ist diese Pizza - überraschenderweise so lecker, dass sie zwar nicht meine persönliche TopTen der Lieblingspizzen anführt, aber doch ziemlich weit vorne mitspielt. 
Zusammen mit dem Pesto rosso und den Oliven eine sehr würzige, aromatische Pizza, die es nicht zum letzten Mal gegeben hat. 
Das Pesto bereite ich übrigens bewusst ohne Käse oder Mandeln, Pinienkerne, usw. zu, weil es sich so länger hält und vielseitiger einsetzbar ist. Den Käse füge ich dann je nach Einsatz später zu oder lasse ihn ganz weg - Mandeln, Pinienkerne, usw. sind im KuLa ja eh tabu ;o)
Zutaten für 4 Pizzen
 
Teig
250 g Hartweizenmehl
250 g Mehl 550 
1/2 Paket Trockenhefe
1 TL Zucker
10 g Salz
 
50 g Olivenöl  
320 g Wasser

Belag 
2 gute Handvoll getrocknete Tomaten 
2 confierte Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer
neutrales Öl 

2 Auberginen 
Olivenöl zum Anbraten
1 Handvoll grüne Oliven 
1 Handvoll schwarze Oliven 
Salz und Pfeffer
frischer Thymian 
Provolone, frisch gerieben oder ein anderer würziger Käse nach Wahl

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst. Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. 
Eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. 
In der Zwischenzeit die Auberginen in 1 cm dicke Scheiben schneiden und leicht geölt in einer Grillpfanne oder im Kontaktgrill von beiden Seiten grillen, so dass das typische Grillmuster entsteht. Auf Küchenpapier entfetten, beiseite stellen.
Für das Pesto die getrockneten Tomaten mit dem Knoblauch, Gewürzen und Öl in einem Blender fein mixen, so dass ein cremiges Pesto entsteht. In einem Glas verschlossen aufbewahren. 
Die Oliven nach Geschmack in Scheiben oder Viertel schneiden oder auch ganz lassen. 
Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, rund wirken und ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen. 
Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die ausgerollten Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und belegen. 

Dazu jeweils 2 -3 EL Pesto dünn verstreichen und Auberginen-scheiben (je nach Vorliebe ganz oder geviertelt) darauf verteilen. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. 
Die Oliven, sowie frisch geriebenen Provolone darüber verteilen. Etwas Olivenöl darüber geben.
In der Zwischenzeit das Backblech direkt auf den Boden des Backofens legen und den Backofen auf höchster Stufe (Ober und Unterhitze) gründlich vorheizen - das Backblech muss richtig heiß sein. Man erreicht dadurch ein Backergebnis, das gar nicht sooo weit von der in einem Steinofen gebackenen Pizza entfernt ist. 


Die Pizzen mitsamt des Backpapiers auf das Backblech legen und einige Minuten anbacken lassen. Durch die extrem hohe Hitze wird das Backpapier schnell dunkel, ich ziehe es also nach einigen Minuten unter den Pizzen heraus, quasi sobald die Pizza nicht mehr am Backpapier klebt. Die Pizza nun ohne Backpapier zu Ende backen, evtl. noch kurz unter Grill bräunen.


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gebackener Vacherin Mont-d’Or

Kalt isses draußen. Kalt, nass und windig. Genau richtig für mich, endlich ist die Sonne dauerhaft in ihre Schranken gewiesen und das typische norddeutsche Wetter ist zurück. Aufatmen! Wohlfühltemperatur! 

Passend zum Wetter und zum morgigen Herbstanfang gibt es heut ein Käsefondue, für das man weder ein Rechaud braucht, noch verschiedene Käsesorten. Klar, das ist nix Neues, mittlerweile gibt es in jedem Supermarkt diese sog. Ofenkäse, die nach genau dem gleichen Prinzip zubereitet werden - die schmecken aber nicht. 
Der Vacherin Mont-d’Or ist schon eine komplett andere Veranstaltung, den mag nämlich sogar ich als bekennende "Käse-darf-nicht-stinken-und-maximal-so-intensiv-schmecken-wie-junger-Gouda"-Esserin. Er ist mild, aber trotzdem würzig und unglaublich cremig. 

Die Vacherin-Saison hat gerade begonnen und erhältlich ist er bis Ende März - viel Zeit um diesen Käse ausgiebig zu genießen - das nächste Mal mit Kartoffeln.  
Bevor Ihr das nächste Mal zum Ofenkäse aus dem Supermarktregal greift, fragt an der Käsetheke nach dem Vacherin oder, sofern es so etwas in Eurer Nähe gibt, in der nächsten Fromagerie - Ihr werdet es nicht bereuen!

Zutaten 
1 Vacherin Mont-d’Or
100 ml trockener Weißwein 
2 Knoblauchzehen 
Thymian nach Geschmack

dazu ein knuspriges Baguette oder Kartoffeln

Zubereitung 
Plastikbanderole entfernen und das Spankörbchen in Alufolie einwickeln.
Den Käse mehrfach mit einer Gabel oder einem Messer einstechen und mit dem Weißwein übergießen. 
Knoblauch in Scheiben schneiden und entweder in den Käse stecken oder oben auf dem Käse verteilen. Nach Geschmack mit Thymian bestreuen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten backen, dann noch einige Minuten unter dem Grill backen, bis das Innere des Käses zerläuft. 
Zu knusprigem Baguette oder Pellkartoffeln servieren.



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Dinkel-Roggen-Brötchen

In der hintersten Ecke meines Kühlschranks steht ein kleines, unscheinbares Glas mit undefinierbarem Inhalt, zumindest für Nichtbäcker. Jeder Brotbäcker erkennt ihn aber auf den ersten Blick, meinen Sauerteig.
Mein Sauerteig führt ein sehr beschauliches, ruhiges Leben, d.h. er kommt nicht viel rum. Genauer gesagt geht er kaum noch vor die Tür. Früher, als ich noch mehr Brot gebacken hab, war er sehr gesellig, ist mindestens 1x pro Woche ausgegangen und hat sich unter das Mehl gemischt. Mittlerweile ist er aber zu einem regelrechten Einsiedler mutiert und hat auch schon eine ordentliche Schicht Fusel angesetzt. 

Wenn ich jetzt Brot backe, dann meist reine Hefebrote. So ganz ab und zu hab ich aber doch mal Appetit auf ein Sauerteigbrot und weil ich dann meist zu faul bin, meinen Sauerteig aufwendig wieder zu beleben, backe ich meist Brot oder Brötchen nach diesem Rezept. 
Durch die Buttermilch bekommen die Brötchen eine fein säuerliche Note, die ganz wunderbar zum Geschmack des Roggenmehls passt - quasi Pseudo-Sauerteigbrötchen.
Natürlich wird jeder Hobbybäcker oder Sauerteig-Fan den Unterschied zu einem richtigen Sauerteigbrot sofort schmecken, aber lecker isses schon - find ich jetzt ;o)

Zutaten
350 g Dinkelmehl 630
100 g Roggenmehl 1150
550 g Weizenmehl 550
22 g Salz
2 TL Zucker
2 Tütchen Trockenhefe
300 ml Buttermilch
300 ml Wasser

Zubereitung
Dass Wasser in einen Becher geben und die Trockenhefe, sowie den Zucker zufügen. Verrühren und alles einige Minuten stehen lassen, so dass sich die Hefe auflösen kann.

Die verschiedenen Mehlsorten mit dem Salz trocken verrühren. Wasser-/Hefemischung und Buttermilch zufügen und alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Zugedeckt gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
Den Teig nochmals kurz durckneten und in 16 gleichgroße Portionen teilen. Die Brötchenteiglinge ind die gewünschte Form bringen und abgedeckt erneut gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
Den Backofen auf 250°C vorheizen.
Die Teiglinge in den vorgeheizten Backofen schieben und gründlich schwaden. Die Temperatur auf 200°C reduzieren und die Brötchen ca. 20 Minuten backen, bis sie schön gebräunt sind und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.  

Nachtrag:
Diese Brötchen haben eine recht feste Konsistenz, die mit fluffig-luftigen Brötchen vom Bäcker nicht zu vergleichen ist, daher kann man diesen Brotteig auch sehr gut als Brot backen.



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Bulgur-Bohnen-Salat

Vor einiger Zeit hab ich ja einen Beitrag veröffentlicht, in dem ich Euch um Salatrezepte gebeten hab - die Auswahl an Salatrezepten im KuLa konnte man bis dato wirklich an einer Hand abzählen. Mittlerweile hat meine Salatbar schon stattliche Ausmaße angenommen und sowohl mein Mitesser, als auch ich möchten auf den fast wöchentlichen Salat-Tag nicht mehr verzichten.
Heute gibt's mal wieder einen Salat, der sich prima 2-3 Tage hält und sowieso erst am 2. Tag so richtig gut schmeckt. Er muss schon n büschen durchziehen.

Grüne Bohnen koche ich immer mit etwas Natron und schrecke sie dann in eiskaltem Wasser (so kalt wie möglich aus dem Wasserhahn + Eiswürfel) ab, so behalten sie ihre schöne grüne Farbe. Wer darauf keinen Wert legt, kann auf das Natron verzichten, und schreckt die Bohnen einfach in wasserhahnkaltem Wasser ab. 
 
Zutaten
200 g getrocknete Wachtelbohnen
400 g grüne Bohnen
1 EL Natron
Salz
200 g mittelfeiner Bulgur
300 ml Gemüsebrühe
1 rote Paprika
1 Bund glatte Petersilie

Dressing
Saft einer Orange
2 confierte Knoblauchzehen
8 EL Aceto Balsamico
8 EL Olivenöl
1/2-1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Die getrockneten Bohnen am Vorabend in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen und mit frischem Wasser in einen Topf füllen und zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze ca. 45-60 Minuten kochen, bis die Bohnen gar, aber nicht zu weich sind. In eiskaltem Wasser abschrecken und beiseite stellen.
In der Zwischenzeit den Bulgur in eine Schüssel geben und mit kochender Gemüsebrühe übergießen. Ca. 30 Minuten quellen lassen, dabei mehrfach mit einer Gabel auflockern. Abkühlen lassen.
Die grünen Bohnen putzen und in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. In kochendem Salzwasser mit einem EL Natron bissfest garen. Ebenfalls in eiskaltem Wasser abschrecken.
Die Paprikaschote putzen, vierteln und in dünne Streifen schneiden.

Aus Orangensaft, Knoblauchzehen, Balsamico, Olivenöl und Gewürzen ein Dressing herstellen, mit den Bohnen und dem Bulgur in eine Schüssel geben und alles gut vermischen. Die fein gehackte Petersilie unterheben und den Salat 1-2 Stunden durchziehen lassen, evtl. noch nachwürzen. 



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Maccheroni mit Auberginen-Tomaten-Sugo

Als ich vor einigen Jahren die Nudelei für mich entdeckt habe, wurde ich sehr schnell vom Ehrgeiz gepackt, sämtliche Pasta selbst zu machen, also pastamäßig zum Selbstversorger zu werden. Selbstgemacht schmeckt Pasta einfach ungleich viel besser als handelsübliche Pasta von Barilla, Buitoni und Co. 

Damit einher ging natürlich der Wandel vom "Fast Food Nudel" hin zur besonderen, selbstgemachten Pasta, die es eher am Wochenende gab - unter der Woche verspüre ich in der Regel keine große Lust, die Nudelmaschine anzuwerfen. Einen Haken hatte dieses Vorhaben: nur am Wochenende war uns einfach nicht genug, dazu essen wir viel zu gerne Pasta. Also musste eine gute Fertig-Pasta gefunden werden und mit De Cecco waren wir dann auch erstmal sehr zufrieden. 
Trotzdem schwirrte mir immer der Name einer Pasta-Marke im Kopf herum, die mir von meinem damaligen Nudelvorbild KKT empfohlen wurde - Tress! 
Für mich als Fischkopp war die Beschaffung lange Zeit unmöglich, die gibt's hier oben halt nicht an jeder Ecke und ich hab einfach keine Bezugsquelle gefunden, aber das ist seit einiger Zeit anders - jetzt weiß ich, wo es sie gibt und dazu noch mit einem ansehnlichen Sortiment, bei Citti in Kiel! Nu ist Kiel ja nicht gerade um die Ecke, so dass ich die Nudeln im größeren Stil importiere. Ich gebe zu, ich habe eine ausgeprägte Neigung Vorräte anzulegen und für Pasta finde ich selbst in meiner kleinen Dachbutze noch ein ausreichend großes Plätzchen - man muss halt Prioritäten setzen ;o)
Wenn Ihr also die Möglichkeit habt, Tress-Nudeln zu kaufen, probiert sie unbedingt mal aus - die sind wirklich grandios!

Für dieses Rezept hab ich die Maccheroni von Tress verwendet, nicht wie üblich gepresste Nudeln mit Loch, sondern angelehnt an Ferrazzuoli, lange breite Nudeln, die schräg über ein Stäbchen gewalzt werden und dadurch in sich gedreht eine Hohlnudel ergeben - hört sich kompliziert an, wenn mich das nächste Mal das Experimentier-Fieber überfällt, werd ich sie aber auch mal selbst machen. 
Die Sauce ist recht fix gemacht (allein das Backen der Aubergine braucht ein wenig Zeit, macht sich aber quasi von allein) und mal etwas anderes als die typische Tomatensauce. 

Zutaten
2 große Auberginen
2 confierte Knoblauchzehen
1 kleine Dose Tomaten
Salz und Pfeffer
etwas Piment d'Espelette
eine Handvoll fein gehackte glatte Petersilie

Maccheroni oder Penne

Zubereitung
Die Auberginen mehrfach mit einer Gabel einstechen und bei 180°C ca. 45- 60 Minuten backen, bis sie durch und durch weich sind. Herausnehmen und ca. 15 Minuten abkühlen lassen. Längs einschneiden und das Fruchtfleich mit einem Löffel herauskratzen und in einen Topf geben.
Knoblauchzehen dazugeben und alles ca. 15 Minuten köcheln lassen, die Tomaten zufügen und mit Salz, Pfeffer, sowie etwas Chilipulver abschmecken. Alles etwas einkochen lassen.
Pasta al dente kochen, abgießen und tropfnass zusammen mit der fein gehackten Petersilie zur Sauce geben. Durchschwenken und nach Geschmack mit frisch geriebenem Parmesan servieren. 




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Salzstangen im Schokomantel

Habt Ihr mich vermisst? Oder ist Euch etwa gar nicht aufgefallen, dass der Laden dicht war? 
Vorsicht, jetzt bloß nix Falsches antworten ;o)
Na gut, ich will aber mal nicht so sein, zum Auftakt nach der kleinen Pause gibt's was Süßes, was Salziges und was Buntes - gleicht 3 Dinge auf einmal. Ja, das geht, hier geht das!
Eine ganz ähnliche, wenngleich auch etwas aufwendigere Variante hab ich vor laaanger, laaanger Zeit, als der KuLa noch klein und unbekannt war, schonmal vorgestellt. Dies ist nun die etwas schnellere Version für alle, die nicht extra den Backofen anwerfen wollen. 
Sie müssen es auch nicht, denn diese Salzstangen-Version ist nicht minder lecker. 

Es lohnt sich, bei der Wahl der Salzstangen nicht die günstigsten zu nehmen - ich habe Salzstangen der Fa. Huober in Übergröße gefunden, die tatsächlich nicht nur besonders lecker sind, sondern für diesen Zweck absolut ideal. Alternativ zu Salzstangen kann man auch große Salzbrezel schokolieren, also teilweise mit Schokolade überziehen.
Auch wenn Ihr ob der Kombination Salzstange/Schokolade skeptisch seid, probiert es mal aus, das schmeckt tatsächlich und sogar ziemlich grandios!

Zutaten
Salzstangen in Übergröße
Schokolade nach Geschmack
bunte Streusel
gehackte Valrhonabohnen
gehackte Candycanes
Kekskrümel
Ingwer, gehackt 
usw. usf.

Zubereitung
Schokolade im Wasserbad bei niedriger Temperatur schmelzen. Die Salzstangen zu 2/3 mit der geschmolzenen Schokolade überziehen und die Schokolade gründlich am Topfrand abklopfen, so dass der Schokomantel sehr dünn wird, nur so wird er richtig knackig. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ablegen und mit Streuseln, etc. bestreuen. Komplett auskühlen lassen.  




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Sesam-Fächerkartoffeln

So, jetzt aber schnell, ich bin spät dran. Normalerweise gibt's im KuLa ja schon morgens was zu Essen, heute immerhin noch fast rechtzeitig zur Kaffeepause ;o)
Diese Kartoffeln sind sowohl eine unkomplizierte Beilage, als auch eine leckere vegetarische Hauptspeise, wenn es mal wieder kein Fleisch sein muss/soll, denn auch ohne "Tiere essen" komplett gelesen zu haben (warum ich die Lektüre unterbrechen musste, möchte ich an dieser Stelle gar nicht so detailliert ausführen, stellt Euch einfach eine Katze mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit vor, die mal wieder heimlich etwas gefressen hat, was sie eigentlich nicht darf und der es buchstäblich zum k..... geht - das Buch lag nur zur falschen Zeit am falschen Ort...) essen wir nur sehr selten Fleisch und jede Hauptspeise, bei der man das Fleisch nicht vermisst, bzw. die auch ohne lecker ist, lässt mich nen kleinen Freudensprung machen. 

Mir reichen diese Kartoffeln zusammen mit einem leckeren Kräuterquark, Tzatziki oder einem anderen Joghurtdip vollkommen, mehr brauch ich gar nicht. 
Die Würzung kann man ganz individuell vornehmen, Nicky hat in ihrem Kochbuch beispielweise eine Version mit Kreuzkümmel und Koriander, ich mag zu Kräuterquark am liebsten eine schlichte Variante mit Pfeffer, Salz, Paprikapulver und natürlich ganz viel Sesam. 

Zutaten 
1 kg festkochende Kartoffeln 
Sesamsamen (gern auch hell und schwarz gemischt)
Salz und Pfeffer
Piment d'Espelette 
dunkles Sesamöl 

Zubereitung 
Die Kartoffeln gründlich waschen und abtrocknen. Längs aufschneiden und die Kartoffelhälften zwischen zwei Essstäbchen legen. Mit einem Messer im Abstand einiger Millimeter mehrfach einschneiden, die Kartoffeln garen so schneller und werden knuspriger. 
Auf einem Teller Sesam mit den Gewürzen vermischen. Die Schnittflächen der Kartoffelhälften mit etwas Sesamöl bepinseln und in die Sesam-Gewürz-Mischung drücken. 
Nebeneinander auf ein Backblech legen. Wenn alle Kartoffeln auf diese Weise vorbereitet sind, die Oberseite mit etwas Sesamöl besprenkeln und die übrig gebliebene Sesam-Gewürz-Mischung gleichmäßig darüber streuen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30-45 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit die Kartoffelhälften umdrehen. 



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Eigentlich wollte ich heute das Rezept für das Zitronen-Fenchel-Huhn bloggen, das hat zumindest eine kleine, spontane Abstimmung bei Facebook ergeben, bei der sich Anikó und Frau Kochschlampe durchsetzen konnten. Leider hab ich eben bemerkt, dass ich mir zu diesem Rezept überhaupt keine Notizen gemacht habe - watt ne Schlamperei! 
Also, weil der KuLa momentan ja eh wie eine Nachkochwerkstatt von Delicious Days anmutet, gibt's heut einen Salat von Nicky und über das Zitronen-Fenchel-Huhn mach ich mir heut Abend Gedanken - das gibt's dann nächste Woche (Freitag ist ja erstmal Frau Kochschlampes Favorit dran ;o) ). 

Momentan hab ich keine sehr ergiebige Bloggerphase, fast alle Rezepte, die ich hier vorstelle, sind schon etwas älter, bzw. es ist eine Weile her, dass ich sie gekocht habe. Ich hab Euch ja schon öfter von meinem noch relativ neuen Kontaktgrill berichtet, ich sag Euch, der verdirbt jeden Hobbykoch! Es ist so einfach und schnell, mal eben ein leckeres Toast, Fladenbrot oder Ciabatta zu überbacken, vorher evtl. noch verschiedene Gemüsesorten zu grillen und das Brot im Anschluss damit zu belegen - ein gefährliches Gerät, wirklich gefährlich!
Zwischendurch, damit ich nicht völlig vergesse wie Kochen funktioniert, gibt's dann mal ne Kleinigkeit wie diesen Salat hier. 
Schrecklich dieser Kontaktgrill, schafft Euch sowas bloß nicht an!
Also, hier jetzt das Rezept für einen sehr leckeren asiatischen Nudelsalat, der es eigentlich gar nicht verdient hat, als Lückenfüller präsentiert zu werden, denn er ist außergewöhnlich lecker und eine tolle Abwechslung zu den sonst üblichen Nudelsalaten. 
Anders als im Originalrezept, hab ich hier Hähnchenschenkel und keine Hähnchenbrust verwendet, ich bin eher der Schenkel-, denn der Brust-Typ. Hähnchenbrust ist in meinen Augen völlig überschätzt und eigentlich immer der Teil des Huhns, den ich am ehesten weglasse. Schenkel hingegen sind viel geschmacksintensiver und auch saftiger.  Also mein Tipp: Esst generell viel weniger Fleisch, aber wenn, dann Schenkel ;o)

Zutaten 
4 Bio-Hähnchenschenkel
1:1 dunkles Sesamöl/Erdnussöl zum Anbraten

2 confierte Knoblauchzehen
4 EL Kejap Manis
2 EL helle Sojasauce
1/2 TL Chiliflocken (ohne Saat)
4 EL dunkles Sesamöl
5 EL Wasser

3 EL helle Sesamsamen

1 Salatgurke
3 EL dunkles Sesamöl
1 TL Sichuan-Pfeffer

200 g Soba

Zubereitung
Hähnchenschenkel in einer Pfanne rundherum anbraten und bei mittlerer Hitze garen. Aus der Pfanne nehmen und etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit Knoblauch, Kejap Manis, Sojasauce, Chiliflocken, dunkles Sesamöl und Wasser miteinander vermischen.
Sobald das Hähnchen soweit abgekühlt ist, dass man es anfassen kann, die Haut entfernen und das Hähnchenfleisch klein zupfen. Die Marinade dazu geben und beiseite stellen.
In einer trockenen Pfanne die Sesamsaat bei milder Hitze anrösten, bis sie goldbraun ist und duftet. Zum Hähnchenfleisch geben und unterrühren. Beiseite stellen.

Die Gurke waschen und längs aufschneiden. Mit einem Löffel die Kerne herausschaben und die Gurkenhälften in Scheiben schneiden.
Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und den Sichuanpfeffer dazugeben. Andünsten bis der Pfeffer duftet, dann die Gurkenscheiben dazugeben. Bei mittlerer Hitze kurz andünsten und durchschwenken. In eine Schüssel geben und kurz abkühlen lassen.
 
In der Zwischenzeit die Nudeln kochen und abschrecken. Etwas Sesamöl dazugeben und durchschütteln.
Mit den Gurkenscheiben vermengen und evtl. noch mit etwas Sojasauce abschmecken. In Schüsseln anrichten und das marinierte Hähnchenfleisch darüber geben. 



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