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Butterschmalz, selbstgemacht

Jaja, ich weiß. Butterschmalz gibt es doch in jedem Supermarkt, in fest und mittlerweile auch in flüssig in der Plastik-Quetschflasche und kostet nicht die Welt - weshalb also selbstmachen? Die Antwort ist ganz einfach: Weil es mir Spaß macht, kein großer Aufwand ist, sondern sich nebenbei fast von selbst macht und dazu noch besser schmeckt als gekauftes Butterschmalz, deshalb ;o)

Grob kann man sagen, dass 1 kg Butter ca. 800 g reines Butterschmalz ergibt. Ich stelle immer gleich eine größere Menge her und lasse ca. 2 kg Butter aus, das daraus hergestellte Butterschmalz reicht dann erstmal für die nächsten Monate. 

Zutaten
1 kg Butter
1 Passiertuch

Zubereitung
Die Butter bei milder Hitze in einem Topf schmelzen lassen. Sobald die Butter geschmolzen ist, die Temperatur etwas erhöhen, so dass die Butter etwas aufwallt und leise simmert. Die Eiweiße und der Milchzucker trennen sich und das Wasser verdunstet. Mit einem Schöpflöffel den Schaum, der sich auf der Oberfläche bildet, immer wieder abschöpfen.
Die sich am Boden absetzenden Bestandteile sollen nicht bräunen, dann ist die Temperatur zu hoch.
Sobald das Wasser vollständig verdunstet ist, d.h. keine knisternden Geräusche mehr zu hören sind, die Butter von der Herdplatte nehmen und etwas ruhen lassen.
Das flüssige Butterschmalz nun entweder vorsichtig in ein Glas füllen und dabei sehr genau darauf achten, dass alle abgesetzten Trübstoffe im Topf bleiben, da diese die Haltbarkeit des Butterschmalzes ungünstig beeinflussen, oder wie ich es mache, das flüssige Butterschmalz durch ein extrafeines Passiertuch gießen. Ohne Deckel auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann verschlossen in den Kühlschrank stellen.
Im Kühlschrank erstarrt das Butterschmalz und wird fest.

Vorausgesetzt, man hat ordentlich gearbeitet, hält es sich mehrere Monate.

Aus meiner Bücherkiste: Schöne Geschäfte - Außergewöhnliche Läden in Hamburg

Ich sag's ja immer wieder, ein Schlachter des Vertrauens ist Gold wert. 
Neuerdings gibt es bei meinem Schlachter nicht mehr nur Fleisch, Wurst, Pasteten und andere Leckereien, sondern auch Bücher. Ok, eigentlich nur ein Buch, dafür ist dieses Eine umso interessanter und für alle Norddeutschen aus Hamburg und umzu (Achtung bremisch!) quasi unverzichtbar.

Mathias Turm porträtiert in seinem Buch 37  außergewöhnlich schöne Hamburger Geschäfte, die sich durch ein besonders individuelles Angebot, schönes Ambiente und persönlichen Kundenkontakt auszeichnen. Ich muss sicher nicht extra erwähnen, dass unser Fleischer Harms ebenfalls in diesem Buch vorgestellt wird? ;o)

Traraaaa, das isser, unser Fleischer Harms! Und Mathias Turm hat vollkommen Recht, wenn er schreibt, dass sich ein Besuch der Fleischerei nicht nur wegen des außergewöhnlich guten Fleisches und Services (das schließt seine Frau  selbstverständlich mit ein) lohnt, sondern auch die wunderschönen Verkaufsräume ein wahres Schmuckstück sind.

Neben Fleischer Harms werden noch einige andere meiner Lieblingsgeschäfte vorgestellt, wie etwa das Eppendorfer Haushaltsstübchen, die Kaffeerösterei Burg oder das Kräuterhaus, von anderen Geschäften hab ich noch nie etwas gehört oder schon ewig vor, mal hin zu gehen.
Die "Schönen Geschäfte" sind ein ganz tolles Nachschlagewerk für alle, die gerne abseits von großen Kaufhäusern mit standartisiertem Angebot und unpersönlichem Service einkaufen. 
In der nächsten Zeit werden wir sicher  wieder mehr Bummeln und einige der vorgestellten Geschäfte besuchen - Auswahl genug ist ja jetzt vorhanden :o)

Italienischer Nudelsalat

Heut gibt's mal wieder einen Salat, der sich problemlos mehrere Tage hält und der einen oder 2 Tage nach der Fertigstellung sogar noch viel besser schmeckt als am 1. Tag. Er ist problemlos abwandelbar und lässt sich prima an die vorhandenen Vorräte anpassen. 
Wichtig ist, eine kurze Pasta, sog. Pasta corta zu wählen, die beim Vermengen nicht zu sehr zerbröselt. Ich nehme in diesen Fällen am liebsten Orecchiette, die halten prima ihre Form und lassen sich unterwegs oder im Büro sehr gut essen.
Wenn der Salat an Tag 2, 3 oder 4 ein wenig trocken wird, einfach mit einem Schuss Olivenöl nachhelfen oder wenn vorhanden, etwas Pesto rosso dazugeben, dann wird der Salat wieder schön saftig.

Zutaten
500 g Orecchiette
6 EL Olivenöl
1 Handvoll Softtomaten 
1 EL Kapern
2 EL Weißweinessig 
1 Knoblauchzehe 
400 g Mozzarella in Würfel geschnitten
2 Handvoll schwarze Oliven, grob gehackt
1 Bund Basilikum, in Streifen geschnitten
1 Handvoll frisch geriebener Parmesan

Zubereitung  
Olivenöl, Softtomaten, Kapern, Essig und Knoblauch in einen Blender geben und solange mixen, bis die Tomaten sehr fein gemixt und eine glatte Creme entstanden ist. Beiseite stellen. Nudeln kochen, abgießen und die Tomatencreme unterheben. Die Nudeln auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit den Mozarella würfeln, die Oliven hacken, den Parmesan reiben und den Basilikum in Streifen schneiden. Alles miteinander verrühren und evtl. noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen. 

Panna Cotta

Die erste Panna Cotta meines Lebens hab ich vor vielen Jahren mit ca. 18 in einem kleinen, richtig guten Restaurant in Bremen-Nord (auf diesen Zusatz bestehen wir Nord-Bremer) gegessen. Ich hatte eine Dessert-Variation bestellt und neben dem obligatorischen Tiramisù war auch eine kleine Portion Panna Cotta auf dem Teller. 
Keine Ahnung, was ich da esse, war ich vom ersten Moment vollkommen hin und weg und wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich das Tiramisù gern zurückgehen lassen und dafür noch eine Portion Panna Cotta gegessen. Seit dem bin ich Panna Cotta-Fan!

Panna Cotta kann auf unterschiedliche Art und Weise gemacht werden.  Ursprünglich wurde sie ohne Geliermittel wie Gelatine oder Agar Agar hergestellt. Dazu köchelte die Sahne so lange, bis sie stark einreduziert war und nach entsprechender Ruhe- und Kühlzeit von selbst "gelierte". 
Heutzutage hilft man gern ein wenig nach und fügt der Panna Cotta Gelatine oder noch besser, Agar Agar zu. Warum ist Agar Agar besser? Abgesehen davon, dass Agar Agar vegetarisch ist, was ja grundsätzlich nicht sooo übel ist, erhält man mit Gelatine nur mit viel Mühe eine so gleichmäßige Vanille-Verteilung wie mit Agar Agar. In den meisten Fällen sinken die Vanillesamen in den Förmchen während der Ruhephase nach unten und sind dann nach dem Stürzen als Schicht sichtbar.
Mit Agar Agar passiert das nicht, man bekommt so automatisch ein perfektes und wunderschönes Ergebnis.

Zutaten
500 ml Sahne, mind. 32%
50 g Zucker
2 g Agar-Agar
1 Vanille-Schote
2 grüne Kardamomkapseln

Zubereitung
Die Vanilleschote längs mit einem scharfen Messer aufschlitzen und mit dem Messerrücken auskratzen. Die Kardamomkapsel einmal anknacken, so dass sich die Schale öffnet.
Die Sahne, Zucker, Kardamomkapseln, Vanillemark und -schote in einem Topf aufkochen, die Temperatur reduzieren und ca. 15 Minuten sanft simmern lassen.
Die Temperatur wieder erhöhen, Agar-Agar einstreuen und unter Rühren ca. 2 Minuten kochen.
Vanilleschote entfernen und die Sahne durch ein feines Sieb in die vorgesehenen Förmchen gießen. Soll die Panna Cotta später gestürzt werden, die Förmchen ganz wenig mit neutralem Öl ausstreichen, das Stürzen gelingt dadurch einfacher. 

Panna Cotta auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann für mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Panna Cotta fest geworden ist. 

Das Rezept hab ich aus  Chaosqueens Kitchen, allerdings hab ich die Agar Agar-Menge halbiert, da mir die Konsistenz mit 4 g Agar Agar zu fest ist. 
Als Fruchtspiegel gab es bei uns eine TK-Beerenmischung, die ich aufgekocht, mit etwas Himbeergeist und Puderzucker abgeschmeckt und anschließend durchpassiert habe - der ideale Kontrast zur süßen Panna Cotta. 
Und wenn die Förmchen voll sind, aber noch eingekochte Sahne übrig ist, einfach in ein verschließbares Gläschen füllen, etwas Frucht-Coulis dazu und man hat am nächsten Tag im Büro eine superleckere Süßspeise. 

Taralli 2.0

Es gab schon ewig nichts mehr zu Knabbern im KuLa und dabei bin ich ein bekennender Knabber-Junkie - für ein Schälchen Chips lass ich jede Schokotorte stehen.  

Genau aus dem Grund kaufen wir keine Chips mehr, fast nicht, nur noch 1-2 mal im Jahr, wenn überhaupt.  Ok, ich gestehe, wenn wir im englischen Laden mal wieder tonnenweise Tetley Tea kaufen, kann ich an den Walkers Chips nicht vorbeigehen. Leider sind diese Chipstüten so winzig klein, dass ich sie schon leer gefuttert habe, bevor wir in den Eppendorfer Baum einbiegen. Für alle Ortsfremden, das sind vielleicht 50 m, mehr nicht. 

Andererseits, wahrscheinlich ganz gut, dass diese Tüten mal grad 25 g fassen, ich würd auch nicht aufhören, wenn es 250 wären - ich bin chipssüchtig!
Ihr seht, ich hab diese Sucht nicht im Griff, also muss ich es mir selbst ein wenig schwer machen und bastel mir den Knabberkram selbst, dann überleg ich mir wenigstens 2x, ob es wirklich nötig ist ;o)
Mein aktueller Lieblingsknabberkram sind diese Taralli, seit einiger Zeit liebe ich nämlich Fenchel.
Wenn ich keine Lust hab Kringel zu machen, roll ich den Taralli-Teig einfach auf dickster Stufe mit der Nudelmaschine aus, schneide den Teig in schmale Streifen, rolle ihn auf der Arbeitsplatte noch ein wenig rund und backe so Taralli-Grissini daraus, schmeckt mindestens genauso gut wie Kringel und geht deutlich schneller ;o)

Warum 2.0? Ich hab vor gaaaanz langer Zeit, am Anfang meiner Blogger"karriere" schon einmal Taralli gebacken, diese sind aber deutlich! besser.

Zutaten
500 g Mehl
50 ml Olivenöl
50 ml Weißwein
150 ml Wasser
1 gehäufter TL Salz
1 Tütchen Trockenhefe
4 TL Fenchelsaat

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel schütten. Das Öl mit dem Weißwein zum Kochen bringen, einen gehäuften TL Salz hinzufügen. Diese Mischung zum Mehl geben und mit einem Löffel gut verrühren. Die Trockenhefe in das Wasser geben und einige Minuten stehen lassen, so dass sich die Hefe komplett auflöst. Hefe-Wasser zum Mehl geben. Alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten und zu einer Kugel formen. Den Teig zugedeckt 2 Stunden gehen lassen.
Fenchelsaat unter den Teig kneten. Vom Teig kleine Stücke abnehmen, zu bleistiftdünnen Teigsträngen rollen. diese in ca. 9 cm lange Stücke teilen und zu Ringen zusammenlegen, die Enden gut zusammendrücken. Die Teigkringel auf ein Brett legen, in einem weiten Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Teigkringel portionsweise hineingeben und nur solange darin lassen, bis sie auf den Boden sinken und wieder an die Oberfläche steigen. Mit dem Schaumlöffel wieder herausnehmen.
Wenn alle Taralli gekocht sind, den Backofen auf 180°C vorheizen. Tarali auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im Ofen auf mittlerer Stufe ca. 20 Minuten backen, bis sie knusprig sind. Zwischendurch mehrfach mit Wasser besprühen, so bekommen die Taralli einen schönen Glanz.
Abkühlen lassen und in Keksdosen aufbewahren. 

Quelle: GU Süditalien Küche & Kultur

Wie versprochen: "Making of " Laugengebäck

Anscheinend gibt es einige Probleme mit dem von mir letzte Woche gebloggten Rezept für Laugengebäck, daher hab ich mich gestern nochmal ran gemacht und hab eine weitere Ladung gebacken - mein Mitesser hat sich gefreut ;o)
Ich hab versucht soviele Bilder wie möglich zu machen, ein paar Schritte fehlen aber trotzdem, ich war abgelenkt. 
Also los geht's, diesmal werden es Brötchen!

Den Teig wie im Rezept angeben zubereiten und dann abgedeckt in die hinterste Zimmerecke stellen. Warten, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. 

Teig abschlagen und nochmals kurz durchkneten. Je nach Vorliebe in Portionen von 80-100 g teilen und entweder rund schleifen oder längliche Rollen daraus formen.

Mit einem Küchentuch oder einem aufgeschnittenen Müllbeutel abgedeckt nochmals ca. 20-30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit Wasser in einem weiten Topf erhitzen, mein Wasser hat immer eine ungefähre Temperatur von 80°C.

Je nach Wassermenge 3-5 EL Natron zufügen. Mein Topf fasst ca. 2 1/2 Liter, normalerweise verwende ich 3 EL, gestern hab ich aber die Dosis bis 5 EL gesteigert, danach fängt's an bitter zu werden. Grob kann man also sagen 1-2 EL Natron auf 1 Liter Wasser. 

Die Brötchen oder Stangen  mit der Oberseite nach unten in das Wasser geben und ca. 30 Sekunden schwimmen lassen, kurz vor Ende der Zeit umdrehen. 

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 1 Minute "trocknen" lassen, die Oberfläche lässt sich dann leichter einschneiden. Mit einem scharfen Messer (am Besten funktioniert ein sehr scharfes Brotmesser oder ein Skalpell), über Kreuz oder die Stangen schräg einschneiden.

Mit grobem Meersalz oder Sesam bestreuen und im auf 180-200°C vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, bis die Brötchen oder Stangen schön gebräunt sind.

Nachtrag: Wenn man die Brötchen oder Stangen kurz vor Ende der Backzeit noch mit Wasser besprüht, bekommen sie einen sehr schönen Glanz - ich Schussel hab das mal wieder vergessen ;o)

Tagliatelle mit Räucherlachs

Heut gibt es eine meiner Lieblings-Pastasaucen, ratzfatz zubereitet und superlecker. Ich steh natürlich auch sehr gern mal etwas länger in der Küche (Sonntags mach ich selten etwas anderes ;o) ), ab und zu ist so eine schnelle Pastasauce, die bei uns trotzdem nicht zur Alltagsküche gehört, aber auch mal ganz schön.

Als bekennende Muschelschubser sind wir zwar absolute Fischfans, trotzdem steht Fisch bei uns noch viel seltener auf dem Tisch als Fleisch, und auch das gibt es bei uns maximal 2x pro Woche, Tendenz eher sinkend. 
Wir achten sehr genau darauf, wo der Fisch herkommt, wie er aufgezogen wurde und ein entscheidendes Kriterium ist natürlich die Überfischung der Meere, viele Fischsorten scheiden da von vornherein komplett aus. Mittlerweile hab ich die Fischsorten, die man heute noch guten Gewissens kaufen kann im Kopf, ansonsten lohnt immer ein Blick in den Fischratgeber des WWF.

Ich mag es eigentlich nicht, mit dem erhobenen Zeigefinger mahnend den Verzehr von Biofleisch, -fisch, -obst- und -gemüse zu predigen, das muss letzendlich jeder selbst wissen. Trotzdem ist es mir wichtig, auf die Aktion "Foodies against Overfishing" hinzuweisen, die ich schon seit Langem in meiner Sidebar verlinkt habe. 
Schaut doch mal in diesem Blog vorbei und noch besser, unterstützt diese Aktion. Übernehmt das Banner in Eure Blogs, macht darauf aufmerksam, dass es so nicht mehr weitergehen kann und zeigt, dass es auch besser geht. Dass nicht jeden Freitag Fisch auf dem Teller liegen muss, dass man auch aus den Fischsorten, die man fast bedenkenlos, aber trotzdem sehr bewusst zubereiten kann, leckere Gerichte zaubern kann und dass es nicht allzu aufwendig ist, sich nach der Liste des WWF und Greenpeace zu richten.

Nun noch schnell ein paar Worte zum Rezept:
Ganz wichtig ist, dass der Räucherlachs nicht noch ewig mitgart, sondern wirklich erst ganz zum Schluss zur Sauce kommt. Keine Sorge, ein guter Räucherlachs ist so aromatisch, dass sie Sauce auch so seeehr lecker wird.
Lässt man den Lachs zu lange mitköcheln, wird er sehr schnell knochentrocken, daher nur kurz durchschwenken und dann auch schon die Pasta dazugeben.

Den Forellenkaviar kann man auch bedenkenlos weglassen, die Sauce schmeckt trotzdem ;o)
 
Zutaten

Für den Teig
200 g Hartweizenmehl
2 Eier
½ TL Salz
2 EL Olivenöl

Für die Sauce
2 Schalotten, sehr fein gehackt
200 ml Weißwein
200 ml Crème fraîche
2 EL Zitronensaft
200 g Bio-Räucherlachs
2 EL Dill, fein gehackt
Salz und Pfeffer
1 Glas Bio-Forellenkaviar
Olivenöl

Zubereitung

Für den Nudelteig
Die Zutaten komplett in eine Schüssel geben. Mit dem Handmixer grob vermengen, so dass Brösel entstehen und anschließend mit der Hand verkneten, bis ein grober Teig entsteht. Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und mit der Hand gründlich kneten, bis ein elastischer, glatter Teig entsteht. In Frischhaltefolie einschlagen und mind. 1/2 Stunde ruhen lassen.
Den Teig mit der Nudelmaschine oder dem Nudelholz ausrollen und in Tagliatelle schneiden.

Für die Sauce
Schalotten in Olivenöl anschwitzen und mit dem Weißwein ablöschen. Crème fraîche und Zitronensaft hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Von der Platte nehmen und den in Stücke geschnittenen Lachs, sowie den Dill und die Hälfte des Forellenkaviars hinzugeben. Die Sauce soll nun auf keinen Fall mehr kochen, da der Lachs sonst trocken wird.

Die Nudeln kochen, und bissfest garen. Abgießen und eine Tasse des Nudelwassers zurückbehalten. Die Nudeln sofort zur Sauce geben und dort ziehen lassen, evtl. noch etwas Nudelwasser hinzufügen.
Auf Tellern anrichten und mit etwas gehacktem Dill und dem restlichen Forellenkaviar garnieren.

Holunderblüten-Lassi

Der Buschfunk unter Foodbloggern klappt prima, so hab ich über Facebook neulich auch von Kollegin Anikó von diesem köstlichen Lassi erfahren. 
Ich hatte alle Zutaten im Haus, also stand das Frühstück für den nächsten Tag schon mal fest - ein toller, erfrischender Start in den Tag!
Je nach Süße des verwendeten Holunderblütensirups, muss man die Zuckermenge halt anpassen, mein Sirup war anscheinend etwas süßer, so dass ich weniger Zucker genommen hab, aber das kann ja jeder selbst nach Geschmack entscheiden.  
Nach den Ricotta-Gnocchi mal wieder ein tolles Rezept von Nicole Stich - es werden immer mehr :o)

Zutaten
600 ml Joghurt 3,5%
3 grüne Kardamom-Kapseln
1 Vanille-Schote
3-4 TL Zucker
5 EL Holunderblüten-Sirup
Eiswürfel

Zubereitung
Die Vanilleschote längs mit einem scharfen Messer aufschneiden und das Mark mit dem Messerrücken auskratzen. Die Kardamomkapseln öffnen und die Samen im Mörser mit einem TL Zucker sehr fein mörsern.
Alle Zutaten in einen Mixer geben und gut durchmischen. Im Kühlschrank kalt stellen und mit Eiswürfeln gekühlt servieren. 

King Arthur Fudge Brownies

Da haben sich die Amerikaner zur Abwechslung doch mal was wirklich Gutes einfallen lassen - die Erfindung der Brownies war nun wirklich genial!
Es gibt kaum einen Kuchen, der so simpel in der Vorbereitung ist wie ein Brownieteig. Nur die Suche nach der perfekten Backform ist immer wieder ein wenig knifflig.
Brownierezepte sind natürlich nicht alle gleich, im Gegenteil, die Mengenangaben differieren teilweise mächtig, d.h., man muss ab und zu ein wenig rechnen, um Brownies herauszubekommen, die nicht nur minimal dicker als ein Knäckebrot oder im Gegenteil die Dicke eines 3 stöckigen Tortenbodens haben.
Ich hab seit einer Weile die perfekte Form für mich gefunden, sie ist ca. 22x33 cm groß und hat eine Höhe von 4 cm - ursprünglich wohl als Bratform gedacht, ideal für diese Brownies. 
Das Beste an Brownies ist natürlich, dass sie zum Großteil aus Schokolade oder Kakao bestehen - eine sehr wichtige Eigenschaft ;o)
Nüsse darf ich leider nicht verarbeiten, sonst streikt mein Mitesser und der soll die schließlich zum Großteil verputzen.
Ganz wichtig für den perfekten Brownie ist, dass er noch nicht ganz durchgegahrt aus dem Backofen genommen wird. Da jeder Backofen anders backt, ist hier im wahrsten Sinne des Wortes etwas Fingerspitzengefühl gefragt.
Wenn man mit dem Finger auf die Oberfläche des Brownies drückt, soll es sich weich, aber nicht mehr flüssig anfühlen. Beim hin und herschubbern (wie sagt man dazu richtig?) muss sich die Oberfläche leicht hin und her bewegen, ähnlich wie beim Wackelpudding, nur einen kleinen Tick fester, dann ist der Brownie perfekt.


Zutaten
200 g Butter
400 g Zucker
4 große Eier
100 g Kakaopulver
1 TL Salz
1 TL Backpulver
1 TL Espressopulver
1 EL Vanilleextrakt
160 g Mehl
300 g Schokotropfen

Zubereitung
Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Den Zucker zufügen und alles verrühren - erneut erwärmen, aber nicht zum Kochen bringen. Weiter rühren, damit sich der Zucker vollständig auflöst. Von der Platte nehmen und etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Eier in eine Schüssel geben und mit dem Kakaopulver, Espressopulver, Vanilleextrakt und Salz verrühren.
Nach und nach vorsichtig die warme Buttermischung unterrühren.
Mehl und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermischen und zusammen mit der Hälfte der Schokotropfen unter die Buttermischung rühren, den Teig ca. 20 Minuten abkühlen lassen, bis er nur noch mäßig warm ist. Die restlichen Schokotropfen unterheben.
Eine 23x33 cm große Form mit einem Tropfen Öl ausreiben und mit Backpapier auslegen. Durch den Öltropfen hält das Backpapier besser in der Form.
Den Teig in die Backform geben und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen - Stäbchenprobe machen! Der Brownie sollte gerade mal so durchgebacken, aber trotzdem sehr! feucht sein. 

Quelle: King Arthur Flour

Ich hätte da gerne mal ne Frage ...

... oder auch zwei oder drei ;o)
Als selbständige (Kuriositäten-)Ladenbesitzerin macht frau sich ja ab und zu mal Gedanken, wie es mit dem Lädchen weitergehen soll und wie das Angebot weiterhin interessant gestaltet werden kann, daher hab ich mir eine eventuelle Erweiterung des Sortiments überlegt. 
Bevor ich mich aber voller Tatendrang ans Werk mache und meine Beiträge im Endeffekt gar Niemanden interessieren, frag ich lieber mal nach, ob meine Idee überhaupt irgendwie interessant ist. 
Aaaalso, angenommen, ich würde ab und zu mal von einem Gewürz, Öl, Küchengerät,  Kochbuch usw. usf. berichten, von dem ich ganz besonders angetan bin und das im KuLa nicht mehr wegzudenken ist, wär das interessant für Euch?
Nicht falsch verstehen, ich habe nicht vor, Produkttests durchzuführen, KitchenAid, Canon und Vorwerk werden ja eher nicht bei mir anklopfen ;o). Ich würd Euch nur von Dingen berichten, die ich sehr mag, Geld gibt's dafür nicht. 
Also was denkt Ihr, interessant oder überflüssig? 

P.S.: Solange dieses Umfrage-Gadget in der Sidebar nicht funktioniert, nehm ich das mal raus, diese Fehlermeldung sieht mächtig unschick aus und sowas stört mich immer bannig ;o) 

Nachtrag: Für alle, die wissen möchten, wo ich in Hamburg und im Netz einkaufe, hab ich  vor ein paar Tagen schon mal ganz rechts oben meine liebsten Einkaufsquellen aufgeführt.

Annatto-Öl

"Annatto-Öl? Was das denn?" fragt Ihr Euch jetzt sicher. Keine Sorge, kein super angesagtes Gourmet-Öl, Ihr habt also nicht den neuesten kulinarischen Trend verschlafen, sondern nur ein mit Annatto eingefärbtes neutrales Öl. Und wer hat's erfunden? Nicht die Schweizer, sondern ich, ich war's ;o)
Nun ist Annatto-Öl nichts, was man unbedingt in der Küche braucht, die Annatto-Saat aromatisiert das Öl nicht wirklich, sondern färbt es, wie Ihr auf dem Bild seht, nur orange. Trotzdem möchte ich es nicht mehr missen.

Ihr wisst ja, der Nudel gehört meine große Liebe, ich liebe selbstgemachte Pasta! 
Es gibt sicher mindestens soviele Nudelteigrezepte wie Regionen in Italien, ich bereite meine Alltagsnudeln aber meistens gleich zu, nämlich 1 Vollei auf 100 g gemahlenen Hartweizengrieß + Salz und Öl. 
Im Gegensatz zu anderen Nudelteigen, die ausschließlich Eigelbe anstelle von Volleiern verwenden, bringt mein Standardteig nicht so quietschegelbe Nudeln hervor, sie sind etwas heller. Ich mag aber gerade diese wunderschönen gelben Nudeln, also helfe ich etwas nach, trickse also n lütt beten ;o)
Wieso mach ich es mir nicht einfach und verwende gleich ausschließlich Eigelbe? Ich weiß schlicht nicht, wohin mit all dem Eiweiß. Baiser ist ab und zu mal ok, auf die Dauer aber nicht meine Leibspeise und andere Verwertungsmöglichkeiten für Eiweiß auch keine Lösung für mich. Also Volleier und ein Schuss Annatto-Öl
So, jetzt wisst Ihr's - Annatto-Öl ist kein geheimes Würzöl, sondern nur ein kleines Hilfsmittel aus der Hexenküche einer leidenschaftlichen Hobby-Nudlerin ;o)

Zutaten  
2 TL Annatto-Samen oder gemahlene Annatto-Samen
500 ml neutrales Öl

Zubereitung
Die Annattosamen im Mörser grob zermörsern.
Öl und Annatto in einen Topf geben und langsam erwärmen, die Temperatur sollte nicht über 80°C steigen. Steigt die Temperatur zu hoch an, den Topf evtl. 5 Minuten von der Platte ziehen.
Das Öl ca. 45 Minuten ziehen lassen, durch ein feines Sieb gießen und in einer Flasche dunkel im Kühlschrank aufbewahren.

Laugenstangen

Müsste ich mich zwischen Kochen und Backen entscheiden, wäre die Entscheidung sehr eindeutig: Kochen!
Trotzdem backe ich sehr viel, sowohl süßes Gebäck, als auch Brot. Sauerteig ist aber nicht meine Welt - ich oute mich jetzt mal: Mein Name ist Steph, ich bin 35 Jahre alt und ich mag Hefebrote!
Jahaa, ich weiß wie Sauerteigbrote schmecken, ab und zu back ich ja auch mal eins, auf Dauer isses aber einfach nicht mein Ding - so, jetzt isses raus ;o) 
Wenn ich backe, dann entscheide ich das eigentlich immer sehr spontan, sprich nicht von heute auf morgen,  sondern von jetzt auf gleich, da bleibt für Sauerteig in der Regel keine Zeit. Hinzu kommt, dass ich Sauerteigbrote auf Dauer nicht so gut vertrage, also halt Hefe. Ab und zu mit langer Führung, ab und zu so schnell wie hier. 
Das Schöne an diesen Laugenstangen ist, dass man keine spezielle Lauge benötigt, sondern nur handelsübliches Natron (Kaiser Natron), das Ergebnis kommt dem Original Laugengebäck aber sehr nah - zumindest für norddeutsche Gaumen, sach ich jetzt mal ;o)

Zutaten
500 g Mehl, Type 550
1/2 bis 1 Würfel Frischhefe (je nach Vorliebe und vorhandener Zeit)
11 g Salz  
1 TL Rapshonig oder alternativ Zucker
250 ml kaltes Wasser  
40 g weiche Butter

3 EL Haushaltsnatron 
Wasser 

grobes Meersalz, Kümmel oder Käse zum Bestreuen

Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und in die Mulde geben. Einen TL Honig oder Zucker über die Hefe geben und die Mulde mit kaltem Wasser auffüllen.
Eine Viertelstunde stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu "arbeiten", es steigen dann kleine Bläschen auf.
Das restliche Wasser, das Salz und die Butter dazugeben und alles sehr gründlich zu einem glatten, elastischen Teig verkneten - entweder mit der Küchenmaschine oder mit dem Mixer. Ich arbeite immer mit einem normalen Mixer und knete den Teig im Anschluss nochmal mit den Händen durch, so hab ich ein besseres Gefühl dafür, ob der Teig die richtige Konsistenz hat oder nicht. 
Abgedeckt ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat - je nach Umgebungstemperatur kann das auch länger dauern. 
Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und Teigportionen von ca. 80 g zu ca. 20 cm langen Rollen formen oder rund zu kleinen Brötchen wirken. Erneut abgedeckt ca. 30 Minuten ruhen lassen. 
Wasser mit dem Natron in einem Topf erhitzen - nicht kochen! Teiglinge in das heiße Wasser geben und ca. 20 Sekunden darin schwimmen lassen.
Mit einer Schöpfkelle herausnehmen und in ausreichendem Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit einem scharfen Messer mehrfach schräg einschneiden und mit grobem Meersalz, Kümmel oder Käse bestreuen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten backen, bis die Stangen goldbraun sind. 
Auf einem Kuchenrost vollständig abkühlen lassen.

Nachtrag: 
Weil es anscheinend einige Probleme mit diesem Rezept gibt, hab ich alle Arbeitsschritte nochmal in einem neuen Blogbeitrag so detailliert wie möglich zusammengefasst! 

Erdbeer-Gurken-Salat

Glaubt Ihr an Liebe auf den ersten Blick? Nun, zumindest bei Rezepten gibt es sie, eindeutig, hab ich vor zwei Wochen selbst erlebt. 
Ihr habt vielleicht den Eindruck, dass bei uns recht abwechslungsreich gekocht/gegessen wird, das stimmt aber nur bedingt. Eigentlich bin ich in meinen Kochgewohnheiten ziemlich eingefahren und muss manchmal zu meinem Glück gezwungen werden. Im Leben hätt ich Erdbeeren nicht mit Gurken, Basilikum und Essig zubereitet - die schönen Erdbeeren!
Erdbeeren waren für mich bisher entweder ein Dessert,  Kuchenbelag oder ich hab sie pur gegessen - also grundsätzlich irgendwie süß und auf keinen Fall mit Essig. 
Also mal angenommen, wir hätten unser Kochtreffen nicht veranstaltet und noch schlimmer, Orsi wär nicht gekommen, ich hätte wahrscheinlich niemals diesen unglaublich leckeren Salat gegessen, stellt Euch das mal vor! Nee, stellt Euch das doch besser nicht vor, schlimme Vorstellung, ganz schlimm!
Naja, glücklicherweise hatte Nina R. auch diesmal Recht und alles ist gut geworden, ich hab diesen unglaublich leckeren Salat kennengelernt, ihn bisher schon 3x selbst zubereiten können und auch mein Mitesser ist absolut begeistert - also Liebe auf den ersten Blick!
Empfehlung: Morgen schleunigst die Zutaten besorgen und ganz schnell nachmachen, Ihr verpasst sonst was!
Zutaten
1 Salatgurke
500 g Erdbeeren
1 große Handvoll Basilikum

2 EL Walnussöl
1 EL Akazienhonig
1 EL Crema di Balsamico bianco
bunter Pfeffer, gemörsert oder frisch gemahlen 


Zubereitung
Die Salatgurke schälen und der Länge nach halbieren. Mit einem EL das Kerngehäuse entfernen und die Gurkenstreifen nochmals längs halbieren - in Scheiben schneiden.
Die Erdbeeren je nach Größe halbieren oder vierteln.
Alle Dressingzutaten miteinander vermischen und zu den Erdbeeren und Gurken geben. Basilikum in Streifen schneiden oder zupfen und ebenfalls dazugeben. Alles miteinander vermischen und etwas ziehen lassen. 

Und weil ich mit meiner Variante natürlich mal wieder hinterher hinke, hier die Salat-Variationen meiner Kollegen

herzhafte Zwiebelwaffeln

Traraaa, heut ist es soweit - ich präsentiere hiermit das erste Waffelrezept!
Vielleicht habt Ihr es ja schon gelesen, seit Kurzem bin ich stolze Besitzerin eines Waffeleisens für belgische Waffeln und seit es hier angekommen ist, steht es kaum noch still. Hauptsächlich hab ich es mir ja angeschafft, weil ich nach diesen leckeren bergischen Knusperwaffeln Blut geleckt hatte und nun unbedingt Lütticher Waffeln, für mich der Inbegriff der perfekten Waffel, backen wollte.
Die Lütticher Waffeln waren natürlich Waffelprojekt Nr. 1 und so grandios, dass ich mich tatsächlich in Zukunft am Liebsten von nichts anderem mehr ernähren würde - aber dazu ein anders Mal, wenn mir die doofe Sahne nicht ständig gerinnt und ich ein anständiges Foto schießen kann ;o)

Also, im Sinne einer ausgewogenen Ernährung muss es zwischen Lütticher- und Knusperwaffeln ab und zu auch mal eine herzhafte Waffel sein, eine leckere Zwiebelwaffel zum Beispiel. 

Diese Waffeln (wie alle leckeren herzhaften Waffeln) sind eine tolle, schnell zubereitete Mahlzeit, die man auch auf Vorrat backen und bei "Bedarf" schnell auftauen und im Toaster aufbacken kann. 
Wir sind von den herzhaften Waffeln so begeistert, dass es sie bei uns nun häufiger geben wird - ein Schmand-Dip oder ein knackiger Salat dazu und fertig ist ein sehr schnelles, leckeres Essen.

Zutaten
150 g weiche Butter
4 zimmertemperierte Eier
250 g Mehl
1/2 TL Backpulver
Salz und Pfeffer
1 TL getrockneter Oregano
200 ml Buttermilch
100 g Röstzwiebeln

Zubereitung
Die Butter schaumig rühren und nach und nach die Eier unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver und den Gewürzen vermischen und abwechselnd mit der Buttermilch unterrühren. Alles zu einem glatten Teig verrühren. Die Röstzwiebeln unterziehen.
Eine ausreichende Menge Teig in das aufgeheizte Waffeleisen geben und die Waffeln knusprig braun backen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren. 

Quelle: GU Waffeln

Und last but not least mein neuer Schahaatz ;o), ein Cloer 1445
 

Knoblauch-Confit

Wenn Ihr wüsstet, wie genial dieses Knoblauch-Confit ist, Ihr hättet es schon längst in der wöchentlichen Abstimmung gewählt!

Knoblauch ist für mich absolut unverzichtbar - gern lass ich Bärlauch links liegen, um Knoblauch kann ich aber nur schwer nen Bogen machen.  
Genau wie Zwiebeln mag ich Knoblauch im rohen Zustand nicht so sehr, gegart dafür aber umso lieber. Er verliert dann diese für mich unangenehme Schärfe und bekommt dafür eine sehr angenehme süße Note.
Bisher hab ich immer ca. 2x im Jahr diese Knoblauchcreme zubereitet, seit ich aber bei Viviane Bauquet Farre das Knoblauch-Confit entdeckt habe, bereite ich lieber das zu. 

Zutaten
Knoblauch
neutrales Öl (Rapsöl)

Zubereitung
Die Knoblauchzehen vereinzeln und in kochendem Wasser ca. 20 Sekunden blanchieren. Mit einer Siebkelle herausnehmen und in Eiswasser abschrecken.
Sobald die Zehen abgekühlt sind, lassen sie sich ganz wunderbar pellen, dazu mit einem scharfen Messer die holzige Seite abschneiden und die Haut abziehen. Die gehäuteten Knoblauchzehen mit einem Küchentuch trocknen und in einen Topf geben. Soviel Öl dazugeben, dass die Knoblauchzehen bedeckt sind.  Bei minimaler Temperatur (die Temperatur des Öls sollte 80°C nicht übersteigen) ca. 45 Minuten confieren.
Wenn die Knoblauchzehen durchgehend weich und leicht gebräunt sind, in ein verschließbares Gefäß geben und vollständig mit Öl bedecken.

Überschüssiges Öl filtern und in eine Flasche füllen - im Kühlschrank aufbewahrt, erhält man so ein phantastisches Knoblauch-Gewürzöl.
Die confierten Knoblauchzehen lassen sich auch sehr gut einfrieren, dazu die Knoblauchzehen in Eiswürfelbehälter geben und einfrieren. Später herausdrücken und in Gefrierbeutel geben.

Ich hab sehr kleine Eiswürfelformen, die in Etwa die Größe von 2 Knoblauchzehen haben - sehr praktisch!
Mein Öl ist deshalb so gelb, weil ich immer ein sehr gelbes Rapsöl verwende - also bitte nicht wundern ;o)

Mit Öl bedeckt und im Kühlschrank aufbewahrt, hält sich das Knoblauch-Confit einige Monate.

Ricotta-Gnocchi

Als Erstes bei delicious days gebloggt, haben diese Gnocchi bereits eine ausgedehnte Reise durch die deutsche Food-Bloggerszene hinter sich, zu Recht.
Diese Gnocchi (auch Gnotschi, Gnokki oder Gnotzki) haben sich bei uns innerhalb kürzester Zeitz zu einem absoluten Standard entwickelt, denn sie schmecken nicht nur klasse, sondern sind im wahrsten Sinne des Wortes Fast Food. Der Gnocchi-Teig ist innerhalb von noch nicht mal 5 Minuten zusammen gerührt, das Formen der Gnocchi dauert auch nicht viel länger.
Der Teig sieht zwar eher aus wie ein cremiger Brotaufstrich, lasst Euch davon aber nicht abschrecken, auf einer großzügig bemehlten Arbeitsfläche lässt er sich erstaunlich gut bearbeiten.

Zutaten
250 g Ricotta
1 Eigelb
1/2 TL Salz
30 g frisch geriebener Parmesan
50-75 g Mehl
Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche

Zubereitung
Flüssigkeit, die auf dem Ricotta steht abgießen und den Ricotta in eine Schüssel geben. Eigelb, Salz, Parmesan und Mehl dazugeben und alles miteinander vermischen.
Die Masse ist sehr feucht und klebrig, daher ist viel Mehl für die Arbeitsfläche und die Hände notwendig um die Gnocchi zu formen.
Gnocchimasse auf die gut bemehlte Arbeitsfläche geben und mit ebenso gut bemehlten Händen vorsichtig zu Rollen mit einem Durchmesser von ca. 2 cm formen. Die Rolle in ca. 1,5 große Stücke schneiden.
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, reichlich salzen. Temperatur reduzieren, so dass das Wasser nur noch leicht simmert. Die Gnocchi hineingeben und solange ziehen lassen, bis sie oben schwimmen, das ist je nach Größe unterschiedlich und kann bis zu 4 Minuten dauern.
Mit einer Schaumkelle herausnehmen, abtropfen lassen und sofort mit einer Sauce nach Wahl oder einem Pesto servieren.

Als Sauce geht im Prinzip alles, von der Salbei-Butter, über eine aromatische Tomatensauce, bis hin zu unserer aktuellen Lieblingsversion, den Knusper-Gnocchi, aber die stell ich Euch demnächst nochmal vor ;o)

Foodbloggertreffen in Hamburg - Update


Es gibt Neuigkeiten zu unserem geplanten Foodbloggertreffen im Oktober, denn ich hab endlich mal gesehen, wo wir da überhaupt "tagen" wollen ;o)
Letzten Samstag haben wir anlässlich unseres regelmäßigen Kochtreffens die Eventküche Loft in Hamburg-Winterhude genauestens unter die Lupe genommen. Küchentechnisch nicht ganz perfekt ausgestattet, aber für unsere Zwecke nahezu ideal. Ein wunderschön gelegener, lichtdurchfluteter und sehr gemütlicher großer Raum mit integrierter Küche, mediterran anmutendem Garten und einem zweiten großen Raum im Obergeschoss, der mit zwei gemütlichen Sofas ausgestattet ist. Bilder findet Ihr bei bei mir, Nokedli, Kochessenz, Hamburg kocht!, Küchengeister, Küchenlatein und Rebeccalecka
.
Wer weiß, vielleicht haben wir im Oktober ähnlich viel Glück wie letzten Samstag und erwischen einen Sonnentag, so dass wir auch den Garten noch ein wenig nutzen können. Ansonsten sind die beiden Räume aber auch so groß genug, als dass wir alle Platz finden.
Anikó und ich haben uns jetzt schonmal Gedanken um die Verpflegung gemacht und sind dank Juttas fachkundigem Rat zu einem, wie ich denke, ganz netten Ergebnis gekommen. Es wird unter Anderem geben

  • Holsteiner Schinken
  • Krabben
  • Räucherfischplatte
  • Salate (Heringssalat, vegetarischer Salat, …)
  • Mecklenburger Kartoffelsuppe (vegetarisch)
  • Muscheln
  • Mecklenburger Schweinebraten
  • Waffeln mit Dipp (vegetarisch)
  • Brunklüten mit Sanddorn- und Fliederbeersauce
  • Bremer Rote Grütze
  • Evtl. Waffeln mit heißen Kirschen
  • Holsteinische Käseplatte
Wenn Ihr auch noch eine Kleinigkeit aus Eurer Region mitbringen möchtet, ist das natürlich natürlich sehr willkommen, ansonsten werden wir aber sicher auch so satt ;o)
So, das war's mal wieder von mir, vielleicht weiß ja schon der Ein oder Andere, ob er/sie definitiv am Treffen teilnimmt und ich kann die Liste mal wieder aktualisieren. 
Der endgültige Anmeldeabschluss wird im August sein, damit wir noch genug Zeit haben, alles zu planen. 
  1. Steph von hier ;o)
  2. Anikó von Paprika meets Kardamom
  3. Kaoskoch von Hamburg kocht!
  4. Jutta von Schnuppschnuess ihr Manzfred
  5. Der Schnuppschnuess ihr Ehemann 
  6. Ulrike von Küchenlatein 
  7. nata von pastasciutta 
  8. Andrea von Einfach guad! 
  9. Mareen von kochend heiss 
  10. ORsi von NOKEDLI 
An-, bzw. Abmeldungen bitte im ursprünglichen Artikel - dazu einfach auf das obige Banner klicken.