Blogroll

Was Ihr wollt ...

Nein, ich möchte an dieser Stelle nicht Shakespeare rezitieren, ich hab lediglich den Titel geklaut ;o)

Diese Woche hab ich ja hauptsächlich in meiner abgedunkelten Dachkammer verbracht, geschützt vor der hinterhältigen Sonne, die keine Gelegenheit ausgelassen hat, meine geschundenen Augen zu quälen. Vielleicht war es die Langeweile, die irgendwann zwangsläufig aufkam und mich auf wundersame Ideen brachte, keine Ahnung. Ihr müsst das jetzt auf jeden Fall ausbaden.

Jede Woche überlege ich aufs Neue, was ich als Nächstes blogge, ich hab ja im Normalfall immer recht viele Rezepte in petto und muss mich daher "nur" noch entscheiden, welches als Nächstes dran ist. Unentschlossen wie ich nun mal bin, dauert diese Entscheidung manchmal länger, als das Fertigstellen eines Blogbeitrages - schlimm sowas!
Warum also nicht die Entscheidung deligieren? Ihr macht das doch sicher gern für mich, oder?

Ich hab mir jetzt also Folgendes ausgedacht: Ich stelle zum Wochenende oder am Wochenanfang 5 Rezepte zur Wahl (da rechts in der Sidebar → findet Ihr den Wahl-O-Mat) und Ihr stimmt ganz einfach für Eure Favoriten ab.

In der darauf folgenden Woche werd ich die 2 "Gewinner" dann bloggen - ganz einfach, oder? Die Entscheidung für ein Rezept (+ dem wöchentlichen Salatrezept) behalt ich mir auch weiterhin vor, sonst wollt Ihr einige Rezepte womöglich nie lesen ;o)

Die Premieren-Abstimmung wird ein wenig länger ausfallen, diesmal habt Ihr bis zum Ende der nächsten Woche Zeit abzustimmen.

Ich bin sehr gespannt!

Ach Du dickes Ei!

Hab ich irgendwann mal erwähnt, dass ich manchmal n büschen komisch bin? Also nicht im Sinne von witzig, das bin ich ganz und gar nicht, eher so ein büschen merkwürdig... 
Ich hab noch nie Eiersalat gegessen, weder auf einem gekauften Brötchen, noch auf einem Buffet oder einer Feier. 
Generell hab ich gar nichts gegen Eiersalat, bisher wusste ich ja gar nicht, wie er schmeckt, sondern ich kann (warum auch immer) bestimmte Dinge nur essen, wenn ich sie selbstgemacht hab (oder meine Mama ;-) ).
Das klingt albern, oder? Ich weiß ... 
Eiersalat gab es bei uns zuhaus nie, also hab ich ihn bis heute nicht gegessen. Im Zuge meines Salatmarathons war jetzt aber die Gelegenheit günstig und so hab ich es mal ausprobiert - lecker, der schmeckt wirklich gut! Ist natürlich keine wirklich leichte Angelegenheit, daher hab ich die Mayonnaise mit Joghurt "gestreckt", aber ab und zu auf einem frischen Brötchen wirklich eine feine Angelegenheit. 
Jetzt wird es garantiert nicht wieder 34 29 Jahre dauern, bis ich den nächsten Eiersalat mache.

Zutaten
6 Eier
3 EL selbstgemachte Mayonnaise
2 EL Joghurt
2 TL grober Senf
Salz und Pfeffer
1/2 Beet Kresse oder die entsprechende Menge Schnittlauch

Zubereitung
Wasser zum Kochen bringen, die Eier mit einem Eier-Pickser anpicksen und in das kochende Wasser geben. Ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, aus dem Wasser nehmen und unter fließendem, kaltem Wasser gründlich abschrecken, bis sich die Eierschale kalt anfühlt.
Die Eier pellen und mit dem Eierschneider oder einem Messer erst in Scheiben und dann quer in Würfel schneiden. In eine Schüssel geben und mit der Mayonnaise, Joghurt und den Gewürzen vermischen. Zum Schluss die Kresse unterheben und kühl stellen. 

"Wegen Krankheit vorübergehend geschlossen"



Bitte nicht wundern, wenn hier in den nächsten Tagen nicht viel, bzw. gar nichts passiert und der Kuriositätenladen geschlossen bleibt. Mich hat es ziemlich zerlegt, ich hab unter Anderem eine sehr fiese und ausgeprägte Bindehautentzündung, da ist an Bloggen zur Zeit nicht zu denken.
Morgen gibt's nochmal das wöchentliche Salatrezept und dann mach ich erstmal blau bis ich wieder aus meinen verquollenen Augen gucken kann und Husten/Schnupfen/Heiserkeit von dannen gezogen sind.

Also, man sieht sich ;o)

Sellerierisotto mit sautierten Flusskrebsen

Sellerie mal wieder! Eine weitere Möglichkeit, die neuerdings von mir so geliebte Knolle zu verwerten. Das Resultat ist ein sehr feines Risotto, das überhaupt nicht penetrant nach Sellerie schmeckt.
Das Rezept hab ich bei der Chaosqueen gefunden und ein klein wenig abgewandelt, nachdem ich bei ihr gelesen habe, dass sie bei einer Wiederholung auf die Sahne verzichten und stattdessen eher einen Stich Butter nehmen würde.

Im Gegensatz zu ihrem Risotto, war der Sellerie bei mir noch nicht ansatzweise zerfallen, trotzdem ich ihn zu Beginn angedünstet und die ganze Zeit mitgekocht habe - wahrscheinlich ein besonders dickköpfiger Sellerie ;o)
Anstelle der Riesengarnelen gab es bei uns Flusskrebsfleisch dazu, eine ebenfalls sehr leckere Kombination.
Resultat: Wenn ich mal Zeit hab, wird es dieses Risotto auf jeden Fall wieder geben, ich muss halt nur Platz in meinem Kochplan finden ;o)

Zutaten
400 g Knollensellerie
1 kleine Zwiebel
Olivenöl zum Andünsten
250 g Risottoreis
150 ml Weißwein
700 ml Fischfond
1 EL Butter

Flusskrebsfleisch
2 Knoblauchzehen
1 entkernte Chilischote
Olivenöl

Zubereitung
Die Zwiebel fein würfeln, in einem Topf im heißen Öl glasig dünsten, den in Würfel geschnittenen Knollensellerie hinzufügen und mitdünsten. Den Reis untermischen und rundum mit Öl benetzen. Dann salzen, den Wein angießen und komplett einkochen lassen.
Nach und nach die heiße Brühe hinzufügen. Leise köcheln, dabei immer wieder einen Schuss Brühe angießen, bis der Reis gar ist. Regelmäßig umrühren, damit nichts unten ansetzt.
Sobald der Reis al dente ist, die Butter unterrühren.
Vor dem Servieren einige Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Knoblauchzehen mit dem Messerrücken anquetschen und zufügen. Das Flusskrebsfleisch in der Pfanne schwenken (nicht zu lange, sonst wird es trocken) und mit Salz, Pfeffer und fein gehackter Chilischote würzen.

Als Beilage zu dem Risotto servieren. 


Liebe Miriam & Freunde

Jeden Tag kommentiert Ihr fleißig in meinem und vielen anderen Foodblogs, nehmt sogar direkten Bezug auf die jeweiligen Beiträge und das alles nur, um den Pagerank von irgendwelchen Müsli-, Ticket-, Schokoladen- und Billigflug-Seiten in die Höhe zu treiben. 
Es ist ja durchaus löblich, dass Ihr Euch anscheinend sogar die Mühe macht die Blogbeiträge zu lesen, nichtsdestotrotz  hab ich diese Spam-Kommentare nicht so gern und lösche sie daher so schnell wie möglich, inkl. Link. 
"Miriam", nutz Deine Zeit doch lieber sinnvoll, lackier Dir die Nägel, lies ein gutes Buch oder probier tatsächlich mal das ein oder andere Rezept aus, aber verschon mich in Zukunft bitte mit Deinen Kommentaren ... 

Danke, das musste mal gesagt geschrieben werden ;o)  

P.S.: Damit sind selbstverständlich nur die professionellen Kommentar-Spammer gemeint, über alle ernstgemeinten Kommentare freu ich mich natürlich sehr :o)

Eingelegte Salzzitronen

Ich hab eine ganz große Vorliebe für alle Lebensmittel, die irgendwie haltbar gemacht werden, sei es nun, dass sie eingelegt, -gekocht, -gesalzen, oder was auch immer werden. Am Liebsten würde ich im Spätsommer tonnenweise Obst und Gemüse einwecken, nur leider habe ich weder einen Garten, noch ein großes Haus mit riesigem Keller, wo ich meine Schätze einlagern könnte - ich wohn halt in einer winzigen Wohnung mitten in Hamburg und kann daher nur davon träumen ;o)

So ein paar Dinge muss ich aber trotzdem ausprobieren, und dazu gehörten eben auch diese Salzzitronen. Sie standen schon seit langer Zeit auf meiner Liste, aber immer hab ich es irgendwie verpasst - dieses Jahr hab ich dran gedacht! 
Nachdem ich im Internet und in meiner Bibliothek ein wenig nachgeforscht habe, hab ich mich für ein Rezept von epicurious entschieden - warum gerade für dieses? Keine Ahnung, es erschien mir auf Anhieb sympathisch ;o)
Fast wäre aus der Salzzitronen-Produktion nichts geworden, denn das Glas, das ich dafür vorgesehen hatte, ist mir beim Auskochen zersprungen (selber Schuld, ich hab aus Versehen kaltes Wasser über das heiße Glas laufen lassen ...), aber Gott sei Dank haben wir hier in Eppendorf einen ganz fantastischen kleinen Haushaltswarenladen, das Eppendorfer Haushaltsstübchen
Dieser kleine Laden ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Kuriositätenladen, winzig klein, unglaublich unordentlich und trotzdem bekommt man einfach alles. Ich hab dort schon ausgefallene Raviolibretter, meinen heißgeliebten Rundstößel und letzten Samstagnachmittag genau das Glas, das mir 10 Minuten vorher geplatzt war, bekommen. 
Wenn Ihr in der Gegend seid, schaut unbedingt mal rein, es lohnt sich wirklich!
So, nu aber zurück zu meinen Zitronen. Seit Samstag sind sie eingelegt und ziehen langsam aber sicher vor sich hin - heute haben sie noch die finale Ölschicht bekommen. Was ich daraus machen werde, weiß ich selbst noch nicht, aber bis sie fertig sind, ist ja auch noch etwas Zeit. Ich werd Euch auf dem Laufenden halten.

Zutaten
15 Bio-Zitronen
10 EL grobes Meersalz 
Olivenöl
kochendes Wasser

Zubereitung
Die Zitronen unter heißem Wasser gründlich abspülen. In kochendem Wasser ca. 5 Minuten blanchieren.
Jeweils von beiden Enden eine Scheibe abschneiden und die Zitronen längs über Kreuz zu 3/4 einschneiden - darauf achten, dass die Zitronen nicht ganz aufgeschnitten werden.
In die Einschnitte pro Zitrone jeweils 1 EL grobes Meersalz geben und die Zitronen in einem Weckglas stapeln.
Den Saft von 5 ausgepressten Zitronen darüber geben und soweit mit kochendem Wasser auffüllen, dass die Zitronen vollständig bedeckt sind, aber noch Platz für das Olivenöl bleibt.
Die Zitronen 5 Tage ziehen lassen, währenddessen das Glas immer mal wieder schwenken. Nach 5 Tagen soviel Olivenöl dazugeben, dass die Zitronen komplett bedeckt sind und alles mehrere Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen.

Vor dem Verwenden, die Salzzitronen mit Wasser abspülen, da sie sonst zu salzig sind.