Blogroll

Flusskrebsravioli an Safran-Schaum

Ich hab das Nudeln mal wieder sträflich vernachlässigt, besonders gefüllte Nudeln hab ich schon ewig nicht mehr gemacht. Es gab soviele andere Dinge, die gekocht und gebacken werden mussten, da hab ich das irgendwie aus den Augen verloren. Geht natürlich gar nicht, schließlich ist Pasta meine große Leidenschaft, also mussten dringend mal wieder Ravioli gebastelt werden.


Diese Ravioli mache ich immer wieder gern, das Aroma ist sehr fein und nicht so kräftig wie bei vielen Pastagerichten, in denen Tomaten dominieren und die Kombination Flusskrebsfleisch/Dill mit dem leckeren Safranschaum ist einfach toll.

Zutaten
Nudelteig
200 g gemahlener Hartweizengrieß
2 Volleier
1/2 TL Salz
1 EL Annatto- oder Olivenöl

Füllung
150 g Ricotta
200 g Flusskrebsfleisch
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
1 Bund Dill
Salz und Pfeffer
evtl. etwas Panko zum Abbinden

Sauce 
1 Schalotte
Butter
1 kleine Knoblauchzehe
50 ml Noilly Prat
100 ml trockener Weißwein
200 ml Fischfond
100 ml Sahne
1 Msp. Safranfäden (ca. 0,05 g)

Zubereitung 

Nudelteig
Aus Mehl, Salz, Olivenöl und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Füllung
Flusskrebsfleisch in einem Sieb sehr gut abtropfen lassen. Zusammen mit dem Ricotta in der Moulinette durchmixen. Mit Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb und fein gehacktem Dill würzen. Je nach Feuchtigkeitsgehalt der Masse, evtl. noch etwas Panko oder Semmelbrösel hinzufügen, um der Füllung mehr Festigkeit zu geben.

Fertigstellung der Ravioli
Den gut bemehlten Nudelteig mit der Nudelmaschine zu dünnen Bahnen ausrollen. und in ausreichendem Abstand jeweils 1 TL Füllung geben. Eine weitere Nudelbahn darüberlegen und vorsichtig die Luft zu den Seiten herausdrücken. Mit einem Ausstecher Ravioli ausstechen und auf ein bemehltes Backblech legen.

Sauce
Die Schalotte fein würfeln, die Knoblauchzehe einmal mit dem Messerrücken anquetschen. Beides in der Butter anschwitzen, nicht bräunen lassen. Mit Noilly Prat und Weißwein ablöschen und jeweils fast komplett einkochen lassen. Den Fischfond angießen und die Safranfäden hinzufügen. Nochmals etwas einkochen lassen.
Die Sahne zugeben und evtl. mit Salz und Pfeffer würzen.
Durch ein feines Sieb passieren und unmittelbar vor dem Servieren mit einem Mixstab aufschäumen.

Die Ravioli in siedendem Wasser al dente kochen und zusammen mit der Sauce anrichten.

"Frühstücks"-Pizza

So, Ostern ist jetzt fast vorbei, ich hoffe, Ihr habt nicht zu viele Eier gefuttert, so dass Ihr jetzt womöglich keine mehr sehen mögt, denn ich hätte da eine Kleinigkeit für Euch.
Vor einer Weile blinkte in meiner Blogroll das magische Wort "Pizza" auf, smitten kitchen war Schuld. Eigentlich stand das Essen für den darauf folgenden Freitag ja schon fest, aber diese Pizza hat meine perfekte Planung mal wieder völlig zunichte gemacht.  
Also Pizza, mal wieder ;o) ... 

Mein Mitesser war von dieser recht kräftigen & herzhaften Pizza sehr begeistert, ich fand sie auch lecker, werd sie aber nicht in den Kreis meiner Lieblingspizzen aufnehmen, da bin ich streng ;o)
Das Ei auf der Pizza hat mich irgendwie irritiert, war ein komisches Mundgefühl.
Trotzdem, eine leckere Pizza, mal was Anderes und für meinen Mitesser wird es sie sicher wieder geben, ich mach mir dann lieber eine Avocado-Tomaten-Pizza oder meine heißgeliebten Kartoffel-Pizzette.
  
Teig für 4 Pizzen

500 g Hartweizenmehl
1/2 Paket Trockenhefe
10 g Salz
50 g Olivenöl
320 g Wasser

Belag pro Pizza
frisch geriebener Bergkäse
frisch geriebener Parmesan
3 Eier
Frühstücksspeck
1/2 rote Zwiebel in feine Streifen geschnitten
Kresse oder Schnittlauch 
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst. Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, diese ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
In der Zwischenzeit den Frühstücksspeck in Streifen schneiden und in einer Pfanne knusprig ausbraten. Nicht so lange braten, der Speck soll nicht hart werden. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die ausgerollten Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und wie folgt belegen:

Pizzaboden mit Parmesan und Gruyere bestreuen, die Speckstreifen gleichmäßig darauf verteilen und die Eier darauf geben.  Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Pizzen mitsamt des Backpapiers auf das Backblech legen und einige Minuten anbacken lassen. Durch die extrem hohe Hitze wird das Backpapier schnell dunkel, ich ziehe es also nach einigen Minuten unter den Pizzen heraus, quasi sobald die Pizza nicht mehr am Backpapier klebt. Die Pizza nun ohne Backpapier zu Ende backen. Aus dem Backofen nehmen und jede Pizza mit fein geschnittener Kresse oder Schnittlauch bestreuen - Fertig.

Bratkartoffel-Bohnen-Salat mit Basilikumpesto

Ich kann wieder ein Gemüse von meiner "Mag-ich-nicht-Liste" streichen - grüne Bohnen!
Grüne Bohnen fand ich bisher alles andere als lecker, wenn ich sie mal essen musste, waren sie geschmacklich meistens kein Knüller und oft haben sie zwischen den Zähnen gequietscht - fast genauso schlimm wie mit der Kreide über eine Tafel zu kratzen ...
Mein Mitesser hingegen isst schon immer sehr gern Bohnen, hatte nur bisher selten die Gelegenheit, zumindest hier zuhaus. Was ich nicht selbst mag, kann ich halt auch nicht zubereiten ;o)

Als Schnick Schnack Schnuck auf mein Salatgesuch ihren Bohnen-Bratkartoffel-Salat vorschlug, war die Gelegenheit günstig, der grünen Bohne an sich mal wieder eine Chance und meinem Mitesser so die Gelegenheit zu einer "Bohnenmahlzeit" zu geben. 
Ich fand die Kombination Bohnen/Basilikumpesto recht gewagt, wahrscheinlich, weil ich mit Bohnen keine großen Erfahrungen hatte, aber diese Bedenken waren absolut überflüssig, das passt so unglaublich gut zusammen, wirklich toll!
Schnick hat es mit diesem Salat geschafft, mich zu bekehren, ich bin absolut begeistert von diesem Salat, von den Bohnen - mein Mitesser übrigens auch. 
Sonst bemühe ich mich ja immer, die Mengenangaben bei Rezepten, die ich blogge so genau wie möglich anzugeben, diesmal hab ich aber sehr "Frei Hand" gearbeitet. Da es sich bei diesem Salat ja aber um einen 3-Komponenten-Salat handelt, wird das sicher jeder hinbekommen. 

Weil mein Mitesser eine ausgeprägte Nuss-Abneigung hat, hab ich kein Basilikumpesto verwendet, sondern einen Topf Basilikum mit etwas Öl vermixt und anschließend mit Salz und Pfeffer gewürzt.
Schnick, im Namen meines Mitessers und auch von mir vielen Dank für dieses tolle Rezept, der Salat ist ab sofort ein gesetzter Standard - wirklich lecker! 

Zutaten
festkochende Kartoffeln
Butterschmalz
Prinzessbohnen
Basilikum
Olivenöl 

Zubereitung
Die rohen Kartoffeln in Würfel schneiden und bei mittlerer Hitze in Butterschmalz knusprig goldbraun rösten.
In der Zwischenzeit die Bohnen putzen (das Stielende abknipsen und schräg in ca. 2 cm lange Stücke schneiden) und in kochendem Wasser (+1 EL Natron) bissfest garen. Bohnen in Eiswasser abschrecken und in einem Sieb gründlich abtropfen lassen.
Basilikum mit etwas Öl in einem Mixer pürieren und anschließend mit Salz und Pfeffer würzen. 
Die Bohnen in eine Schüssel geben und mit der Basilikumcreme vermengen. Die Bratkartoffelwürfel dazu geben und unterheben.

Was Ihr wollt ...

Nein, ich möchte an dieser Stelle nicht Shakespeare rezitieren, ich hab lediglich den Titel geklaut ;o)

Diese Woche hab ich ja hauptsächlich in meiner abgedunkelten Dachkammer verbracht, geschützt vor der hinterhältigen Sonne, die keine Gelegenheit ausgelassen hat, meine geschundenen Augen zu quälen. Vielleicht war es die Langeweile, die irgendwann zwangsläufig aufkam und mich auf wundersame Ideen brachte, keine Ahnung. Ihr müsst das jetzt auf jeden Fall ausbaden.

Jede Woche überlege ich aufs Neue, was ich als Nächstes blogge, ich hab ja im Normalfall immer recht viele Rezepte in petto und muss mich daher "nur" noch entscheiden, welches als Nächstes dran ist. Unentschlossen wie ich nun mal bin, dauert diese Entscheidung manchmal länger, als das Fertigstellen eines Blogbeitrages - schlimm sowas!
Warum also nicht die Entscheidung deligieren? Ihr macht das doch sicher gern für mich, oder?

Ich hab mir jetzt also Folgendes ausgedacht: Ich stelle zum Wochenende oder am Wochenanfang 5 Rezepte zur Wahl (da rechts in der Sidebar → findet Ihr den Wahl-O-Mat) und Ihr stimmt ganz einfach für Eure Favoriten ab.

In der darauf folgenden Woche werd ich die 2 "Gewinner" dann bloggen - ganz einfach, oder? Die Entscheidung für ein Rezept (+ dem wöchentlichen Salatrezept) behalt ich mir auch weiterhin vor, sonst wollt Ihr einige Rezepte womöglich nie lesen ;o)

Die Premieren-Abstimmung wird ein wenig länger ausfallen, diesmal habt Ihr bis zum Ende der nächsten Woche Zeit abzustimmen.

Ich bin sehr gespannt!

Ach Du dickes Ei!

Hab ich irgendwann mal erwähnt, dass ich manchmal n büschen komisch bin? Also nicht im Sinne von witzig, das bin ich ganz und gar nicht, eher so ein büschen merkwürdig... 
Ich hab noch nie Eiersalat gegessen, weder auf einem gekauften Brötchen, noch auf einem Buffet oder einer Feier. 
Generell hab ich gar nichts gegen Eiersalat, bisher wusste ich ja gar nicht, wie er schmeckt, sondern ich kann (warum auch immer) bestimmte Dinge nur essen, wenn ich sie selbstgemacht hab (oder meine Mama ;-) ).
Das klingt albern, oder? Ich weiß ... 
Eiersalat gab es bei uns zuhaus nie, also hab ich ihn bis heute nicht gegessen. Im Zuge meines Salatmarathons war jetzt aber die Gelegenheit günstig und so hab ich es mal ausprobiert - lecker, der schmeckt wirklich gut! Ist natürlich keine wirklich leichte Angelegenheit, daher hab ich die Mayonnaise mit Joghurt "gestreckt", aber ab und zu auf einem frischen Brötchen wirklich eine feine Angelegenheit. 
Jetzt wird es garantiert nicht wieder 34 29 Jahre dauern, bis ich den nächsten Eiersalat mache.

Zutaten
6 Eier
3 EL selbstgemachte Mayonnaise
2 EL Joghurt
2 TL grober Senf
Salz und Pfeffer
1/2 Beet Kresse oder die entsprechende Menge Schnittlauch

Zubereitung
Wasser zum Kochen bringen, die Eier mit einem Eier-Pickser anpicksen und in das kochende Wasser geben. Ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, aus dem Wasser nehmen und unter fließendem, kaltem Wasser gründlich abschrecken, bis sich die Eierschale kalt anfühlt.
Die Eier pellen und mit dem Eierschneider oder einem Messer erst in Scheiben und dann quer in Würfel schneiden. In eine Schüssel geben und mit der Mayonnaise, Joghurt und den Gewürzen vermischen. Zum Schluss die Kresse unterheben und kühl stellen.