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Lokum ~ Turkish Delight ~ Rahat Lokum

Jippieeeh, ich hab es tatsächlich geschafft und jetzt schon ein kulinarisches Geschenk aus der Küche fertig bekommen! Ihr seid wahrscheinlich schon durch, ich lege jetzt so richtig los ;o)

Lokum stand schon ganz lange auf meiner ToDo-Liste, in den letzten Jahren bin ich aber nicht dazu gekommen und hab es immer ein wenig vor mir hergeschoben - auch weil ich dachte, dass die Herstellung mordskompliziert und aufwendig ist, dabei ist das ein Kinderspiel, sehr einfach gemacht und dazu noch extrem günstig.

Lokum ~ Turkish Delight ~ Rahat Lokum
Das Rezept für dieses Konfekt hab ich bei YouTube gefunden, als ich eine praktische Anleitung gesucht habe. In dem Video könnt Ihr Euch sehr schön ansehen, welche Konsistenz die Lokummasse haben soll. 
Ich hab auf die Zugabe von Lebensmittelfarbe verzichtet, da das Lokum durch den eingekochten Zuckersirup auch ohne künstliche Farbstoffe eine sehr schöne leicht gelbe Farbe bekommt. Sieht mindestens genauso hübsch aus wie in knallrot, oder nicht? 

Zuckersirup
Die fertige Masse ist zwar recht klebrig, wenn man den Lokumblock aber gut mit der Puderzucker-Stärkemischung einreibt, kann man mit einem scharfen Messer ganz wunderbar kleine Würfel rausschneiden oder auch mit einem Keksaustecher Motive ausstechen.

Lokum in Scheiben

Zum Aufbewahren belasst Ihr die geschnittenen Lokumwürfel am Besten in der Puderzuckermischung, dadurch kleben sie nicht nur nicht aneinander, sondern sie bleiben auch frisch und schwitzen nicht. Zum Verschenken könnt Ihr sie aber natürlich auch sehr gut in Tütchen oder Boxen verpacken. 
Dadurch, dass Lokum eigentlich nur aus Wasser, Stärke, Zucker und Aroma besteht, ist es sehr lange haltbar.

Lokum ~ Turkish Delight ~ Rahat Lokum Zutaten 
800 g weißer Zucker
375 ml Wasser
1 EL Zitronensaft

500 ml Wasser
1 TL Weinsteinbackpulver
120 g Maisstärke
2 EL Orangenblüten- oder Rosenwasser

Außerdem
110 g Puderzucker
20 g Maismehl

Zubereitung
Zucker und Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und solange köcheln lassen, bis der Sirup auf 115°C erhitzt ist.
In der Zwischenzeit kaltes Wasser in einen Topf geben und das Backpulver und die Maisstärke mit einem Mixer glatt rühren. Zum Kochen bringen, dabei aber stetig weiterrühren. Von der Platte ziehen und beiseite stellen. 

Den Sirup nach und nach in die Maisstärkemasse einrühren, bis eine puddingartige Konsistenz erreicht ist. Erneut aufkochen lassen, dann bei geringer Hitze ca. eine Stunde köcheln lassen. Aufpassen, dass die Masse nicht ansetzt und immer wieder rühren. 

Eine Auflaufform ölen, mit Backpapier auslegen und auch das Packpapier leicht ölen. Die Lokummasse einfüllen, glattstreichen und mehrere Stunden bei Zimmer- temperatur erkalten und festigen lassen. 

Puderzucker und Maisstärke durchsieben und in eine Schüssel oder Aufbewahrungs- dose geben. Die Oberfläche des Lokums damit bestreichen. Lokum auf ein Holzbrett stürzen und auch die Unterseite mit der Puderzuckermischung bestreichen, dann mit einem Messer in kleine Würfel schneiden. Die fertigen Würfel in die Dose mit dem Puderzucker geben und gut durchmischen. 
Am besten lagert an die Würfel auch in der Dose, dann kleben sie nicht aneinander und schwitzen nicht. 

Wir sammeln Etiketten-, Verpackungs- und Dekolinks!

Weihnachten wirft so langsam seine Schatten voraus, daher habe ich heute schon einmal angefangen, meinen Blog wieder auf Vordermann zu bringen. Die Auflistung meiner Geschenke aus der Küche ist aktualisiert, jetzt kommt die Sammlung der Etiketten-, Verpackungs- und Dekolinks und genau dabei brauche ich unbedingt Eure Hilfe!
Kennt Ihr interessante Anleitungen oder Freebies für Etiketten, festliche Verpackungen oder Dekorationen, die es wert sind, mit anderen Lesern und Hobbyköchen geteilt zu werden? Habt Ihr evtl. sogar selbst entsprechende Anleitungen auf Eurem Blog? Dann bitte her mit den Links, ich werde sie sammeln und in der rechts in der Sidebar hinterlegten Aufstellung verlinken, so dass sie möglichst vielen Lesern zugänglich sind.  

In diesem Sinne,
HoHoHo

Nachtrag
Es muss auch nicht zwangsläufig weihnachtlich sein, ich würd gerne auch eine jahresübergreifende Rubrik aufmachen, bzw. evtl. österliche oder andere Etiketten, Deko und Verpackungen mit aufnehmen.
 

Whiskytrüffel

Wenn man, wie jetzt in der Weihnachtszeit, schon mal so richtig hemmungslos schlemmen und in Schokolade schwelgen kann, dann sollte man das auch ausnutzen - Gedanken um die Pfunde können wir uns dann im neuen Jahr wieder machen. Um meinem Blogmotto also alle Ehre zu machen, hab ich daher heute noch eine weitere schokoladige Kleinigkeit für Euch, die Ihr auch so kurzfristig vor dem Fest noch zubereiten könnt.  

Pralinen sind ja eigentlich eine ziemlich anspruchsvolle Geschichte, da muss Schokolade auf den Punkt temperiert werden, damit sie nicht stumpf und grau wird, sondern schön glänzt, Hohlkörper werden gegossen, gefüllt, geigelt, usw. usf. 
Ich kann das alles nicht, bei mir wird die Schokolade, auch wenn ich mir einbilde sie richtig und nach Anweisung zu temperieren, trotzdem grau und sieht schon nach einer Stunde aus, als würde sie seit 3 Jahren in der hintersten Ecke der Küche rumliegen. Vielleicht gönne ich mir nächstes Jahr mal einen Pralinenkurs... 

Whiskytrüffel
Wenn es Euch auch so geht und Ihr Euch deshalb bisher nicht an Pralinen und Konfekt gewagt habt, gibt's jetzt endgültig keine Ausrede mehr.
Diese Pralinen sehen vielleicht nicht so mordsprofessionell und schick aus wie die klassischen Igeltrüffel oder gegossene Pralinen, dafür sind sie aber auch einfacher gemacht ;o)

Solltet Ihr also noch eine Kleinigkeit zum Verschenken suchen oder zur weihnachtlichen Kaffeetafel oder als Abschluss Eures Weihnachtsmenüs ein leckeres Konfekt anbieten wollen, dann hab ich heute eine sehr einfache, unkomplizierte und wirklich schnell gemachte Variante für Euch. 

Valrhona Kuvertüre
Den hier verwendeten Whisky könnt Ihr natürlich auch komplett weglassen oder durch einen anderen Alkohol, wie Rum oder Amaretto ersetzen oder, falls Ihr die Pralinen nicht schon zu Weihnachten verschenken oder genießen möchtet, solltet Ihr unbedingt mal die Fruchtversion probieren. Dafür bieten sich Fruchtpulver an, die aus gefriergetrockneten Früchten hergestellt werden. 
Ich hab das Pulver schon beim Mokka-Cassis-Konfekt vorgestellt, damals mit dem Cassispulver*, aber auch Himbeer-*, Brombeerpulver* schmecken klasse in Kombination mit dunkler Schokolade. Für die unten angegebene Menge gebt Ihr ungefähr 15-20 g Fruchtpulver zu der fertigen Schokomasse. 

Whiskytrüffel
Zutaten 
200 ml Sahne
1 Prise Salz
300 g 70% Kuvertüre (Valrhona Guajana)
20 g Butter 
3 EL Whisky (Balvenie Single Barrel, 15 Jahre, 47,8%) 
Kakaopulver zum Wälzen

Zubereitung 
Die Sahne mit dem Salz in einen Topf geben und einmal aufkochen. In der Zwischenzeit die Kuvertüre fein hacken. 
Die Milch von der Herdplatte ziehen und die gehackte Schokolade nach und nach einrühren. Die Butter dazugeben, zum Schluss den Whisky unterrühren. 
Für die eckigen Trüffel, die Ganache in ein kleine eckige, mit Folie ausgekleidete Form geben und im Kühlschrank über Nacht fest werden lassen. Am nächsten Tag in Form schneiden und in Kakaopulver wälzen.
Für die runden Trüffel teelöffelweise kleine Ganacheportionen abstechen und zwischen den Händen rund rollen. Ebenfalls im Kühlschrank runterkühlen und fest werden lassen, am nächsten Tag in Kakaopulver wälzen.
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Torrone | Turrón | weißer Nougat

Es gibt Rezepte, die koche oder backe ich, mach schnell ein Foto und blogge sie dann bei passender Gelegenheit. Und es gibt Torrone. 
Dieses Rezept ist nicht nur deshalb etwas ganz Besonderes für mich, weil Torrone wahrscheinlich selbstverständlich die leckerste Süßigkeit von allen ist, sondern auch, weil ich n büschen gebraucht habe, bis ich den Dreh so richtig raus hatte und das Rezept blogfertig war. 

3x musste ich ran, bis der Torrone die Konsistenz hatte, die ich mir vorgestellt habe - nicht sooo schlecht, wenn man bedenkt, dass ich keine Anleitung gefunden habe, an die ich mich 100%ig halten konnte. Ich hab mir Videos angeschaut, in meinen Büchern gestöbert und mich dann schlussendlich überall ein wenig bedient, unter Anderem auch im Buch Alles Hausgemacht!*, aus dem ich auch den Hinweis aufgegriffen habe, dass Torrone Zeit braucht. 

Torrone/Turrón/weißer Nougat
Das erste Rezept, an dem ich mich orientiert habe, war Mist - kann man nicht anders ausdrücken. Vieeel zu kompliziert und aufwendig und am Ende war das Ergebnis noch sehr weit von dem entfernt, was ich mir vorgestellt hatte. 
Beim zweiten Durchgang hab ich dann kurzerhand selbst eine Mischung zusammengestellt, den Ablauf vereinfacht und siehe da: besser, aber noch nicht perfekt.  
Für den dritten Versuch habe ich das Rezept selbst so belassen wie beim zweiten, nur die Zeit, die die Torronemasse gerührt wird, deutlich verlängert: perfekt! 

Torrone/Turrón/weißer Nougat

Ich wollte ja eigentlich schon seit Jahren Torrone selbst machen, hab es aber immer wieder vor mir hergeschoben. Ab und zu beim Kaffeeeinkauf in der Kaffeerösterei ums Eck hab ich mir einen kleinen (wahnsinnig teuren) Torronewürfel gegönnt, dass man es aber auch recht unkompliziert und dazu noch unglaublich günstig zuhause selbst herstellen kann, war mir so nicht bewusst. 
Ein klitzekleines, noch teureres Scheibchen Torrone als beim Kaffeeröster, das ich neulich auf der SlowFisch mitgenommen hab, hat aber endgültig meinen Ehrgeiz geweckt.

Torrone ist nicht nur sehr lecker, sondern im Verhältnis zu selbstgemachten Pralinen auch noch ein absolutes Schnäppchen. Die Zutaten kosten nur einen Bruchteil dessen, was man beispielsweise für gute Schokolade ausgeben muss. 
Bei der Wahl der Nüsse, bzw. der "Füllstoffe" könnt Ihr Eurer Fantasie und natürlich Eurem Geschmack freien Lauf lassen. Klassisch werden Mandeln, Pistazien und/oder Haselnüsse verwendet, Ihr könnt aber auch alle anderen Nüsse oder Trockenfrüchte nehmen.
Sehr lecker schmeckt auch die Kakaovariante, d.h. unter die fertige Masse wird Kakao gehoben, aber nur ganz grob verrührt oder Ihr verwendet gebrannte Mandeln, aromatisiert den Torrone mit Vanille oder Orangenblütenwasser, hebt ganz zum Schluss Fleur de Sel oder Instant-Espressopulver unter die Masse, usw. usf.

überbrühte und gehäutete Mandeln
Im Gegensatz zur Pralinenherstellung, ist für Torrone kein besonderes Zubehör notwendig, mit einer Ausnahme, ohne die es wirklich nicht geht, einem Zuckerthermometer
Ich habe in der Vergangenheit bei bereits gebloggten Karamellrezepten immer wieder die Rückmeldung bekommen, dass sie nicht funktionieren, weil die Massen zu weich bleiben, zu fest werden, verbrennen, usw. usf. Der Fehler ist meist sehr schnell gefunden, das fehlende Thermometer. 
Um es ganz klar zu sagen: NEIN, Torrone funktioniert nicht ohne Zucker- thermometer, zumindest nicht, wenn Ihr keine 60jährige italienische Nonna mit jahrelanger Erfahrung in der Torroneherstellung seid und auf den ersten Blick erkennt, wann die Zuckermasse die gewünschte Temperatur erreicht hat.
Natürlich kann man ungefähr zeitlich eingrenzen, wie lange es dauert, bis die 150°C erreicht sind, tatsächlich hängt diese Zeitspanne aber sehr von der verwendeten Topfgröße und nicht zuletzt von Herdplattentemperatur ab. Funktioniert also nicht zuverlässig.
Ich selbst habe dieses Thermometer*, das unter anderem den Vorteil hat, dass man es mit einem kleinen Clip an Topfrand befestigen und dadurch sehr gut im Topf rühren kann. Kostet wirklich nicht die Welt, ist aber für Karamellmassen und natürlich auch Schokolade unverzichtbar.  

Zuckerthermometer mit Befestigungsclip
Beim ersten Durchgang hab ich ein Blech mit eckigen Oblaten ausgelegt (das im Original verwendete Reispapier konnte ich nirgends auftreiben), die Torronemasse darauf ausgestrichen und dann wieder mit Oblaten belegt. 
Die Oblaten gefielen mir aber nicht wirklich gut, also sind sie beim zweiten Durchgang weggefallen und ich hab die Masse lieber in eine Kasten-Kuchenform eingefüllt. Die in diesem Rezept angegebenen Mengen passen gerade in eine kleine Kastenform, die ich auch immer gerne zum Gefrieren von Eis verwende. 
Man kann so Scheiben mit einem sehr schönen Anschnitt abschneiden oder den fertigen Torroneblock in kleine Würfel schneiden und in Wachs- oder Bonbonpapier verpacken.
Wenn die Masse später zu sehr am Backpapier klebt, stellt die Form einfach in den Kühlschrank, dann lässt sie sich gut abziehen. 
Zum Schneiden eignet sich am besten ein Wellenschliffmesser, ich nehme mein Brotmesser. Wenn Ihr gleichmäßige Sägebewegungen macht, lässt sich der Torrone gut schneiden und Ihr bekommt einen schönen Anschnitt. 

Eischnee, Torronegrundmasse
Zutaten
200 g Mandeln, ganz
200 g weißer Zucker
250 g Rapshonig
2 Eiweiß (ca. 90 g)
1 großzügige Prise Salz
100 g Pistazien, ganz

Zubereitung
Die Mandeln in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. 5 Minuten ziehen lassen, dann das Wasser abgießen, die Mandeln ein zweites Mal mit kochendem Wasser übergießen und erneut etwas ziehen lassen. Das Wasser abgießen und die Mandeln mit kaltem Wasser abschrecken. 
Die Mandeln aus den Häutchen schnippen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und bei 180°C rösten, bis sie goldbraun sind - zwischendurch einmal wenden. Auf einem Teller beiseite stellen und komplett abkühlen lassen.

Den Zucker, Honig und Invertzuckersirup in einer Stielkasserole schmelzen und bei mittlerer Hitze bei gelegentlichem Rühren auf 150°C erhitzen, der Zucker soll sich während dieser Zeit komplett auflösen. 
Gegen Ende der Kochzeit das Eiweiß in einer großen Metallschüssel mit einer Prise Salz steif schlagen, beiseite stellen. 

In einem zweiten Topf Wasser für das Wasserbad zum Kochen bringen. 

Das Eiweiß über dem Wasserbad mit einem Handmixer aufschlagen und die Karamellmasse in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren einlaufen lassen. 
Weiter über dem Wasserbad rühren, bis die Masse zu fest für den Mixer wird. Insgesamt dauert dieser Vorgang ca. 30 Minuten. 
Wenn die Masse deutlich angezogen hat und nicht mehr vom Löffel fließt, die Mandeln und Pistazien dazugeben und unterkneten. 

Eine Form leicht ölen (dann hält das Backpapier besser) und mit Backpapier auslegen. Die Torronemasse reindrücken, glatt streichen und über Nacht fest werden lassen. 

Am nächsten Tag den Torrone aus dem Papier wickeln und mit einem Wellenschliffmesser (ein Brotmesser funktioniert sehr gut), je nach Vorliebe in Scheiben oder Würfel schneiden.

Schoko-Lebkuchen & Lebkuchengewürz

So, heute gibt's mal wieder "Kekse" ganz nach meinem Geschmack, da muss nicht stundenlang mit dem Lineal gemessen und auf Breite geschnitten werden, sondern der Teig wird ausgerollt, ausgestochen und dann gebacken - fertig.  
Kennt Ihr diese Schoko-Lebkuchensternchen, -brezel und -herzen, die es schon im August in allen Geschäften gibt? Die machen wir heute selbst, zumindest den Lebkuchen, die Form könnt Ihr natürlich ganz nach Lust und Laune selbst bestimmen.
Ich steche am liebsten mit einem Vorspeisenring schlichte Kreise oder mit einem eckigen Lebkuchenausstecher* kleine Rechtecke aus - geht am schnellsten und sieht auch schick aus.  
Da ich die Lebkuchen sehr gerne mit Schokoüberzug mag und weil sie so auch besonders lange saftig bleiben, überziehe ich sie noch mit dunkler Kuvertüre und verziere sie mit halbierten, geschälten Mandeln. 

Schoko-Lebkuchen
Diese Lebkuchen sind übrigens auch die idealen Kinderlebkuchen und eignen sich prima zum Häuslebauen. Sprich, man kann damit sehr gut ein Lebkuchenhaus bauen.

Mein Lebkuchengewürz mische ich mir gerne selbst an, dann kann ich zum einen den Zimtgehalt bestimmen ;o) und weiß vor allem auch, wie frisch das Gewürz ist. Zum Mahlen der Gewürze verwende ich die Gewürzmühle meines Kenwood Foodprocessors*, Ihr könnt aber auch sehr gut eine elektrische Kaffeemühle* nehmen. Kostet nicht viel und eignet sich dafür hervorragend zum Mahlen von Gewürzen und wenn Ihr sie mit einem Pinsel und/oder einem feuchten Tuch reinigt, könnt Ihr anschließend natürlich auch weiterhin Kaffee darin mahlen - hab ich früher auch so gemacht. 
So, und damit Ihr heute Nachmittag auf dem Sofa auch ausreichend Lesestoff habt, hab ich noch einen ultimativen Stöbertipp für Euch. 
Kennt Ihr schon die Weihnachtszeitung, die Maike von The Culinary Trial zusammen mit einem ganz mysteriösen Künstler gebastelt hat? Nein? Dann wird's jetzt aber wirklich höchste Zeit! Schaut sie Euch unbedingt mal an, da sind ganz tolle Rezepte drin und das Layout ist einfach wunderschön! Dauerhaft verlinkt findet Ihr sie auch rechts in der Sidebar direkt unter der Klönstuv bei den anderen Needful Things - nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass Ihr Maikes Blog nicht eh sofort abonniert ;o) 

Und wenn Ihr auf der Suche nach NOCH mehr Keks- und Plätzchenrezepten seid, dann solltet Ihr unbedingt mal einen Blick auf Plaetzchen.org werfen ❤
Einen schönen 2. Advent wünsche ich Euch!

Schoko-Lebkuchen
Zutaten
250 g Honig
250 g Rohrohrzucker
100 g Butter 
½ TL Salz
15 g Lebkuchengewürz (s.u.)
12 g Pottasche
500 g Mehl 
20 g Kakaopulver
2 Eier

Außerdem 
Kuvertüre zum Überziehen
geschälte und halbierte Mandeln zum Verzieren

Zubereitung
Den Honig zusammen mit dem Zucker und der Butter in einem Topf unter Rühren schmelzen und zum Kochen bringen. Solange rühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Den Topf von der Herdplatte ziehen und das Salz, sowie das Lebkuchengewürz unterrühren. Beiseite stellen und vollständig abkühlen lassen. 
Die Pottasche im Orangenextrakt auflösen und beiseite stellen. 
Das Mehl mit dem Kakao trocken in einer Schüssel verrühren, die Honig-Zuckermischung, die Eier und den Orangenextrakt dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt über Nacht, wenn möglich aber auch gerne eine Woche lagern, damit sich die Aromen vollständig entwickeln können. 

Den Teig vor der Weiterverarbeitung nochmals durchkneten und mit dem Rollholz ca. 1/2 cm dick ausrollen. Mit Formen nach Wahl ausstechen und nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen je nach Teiglinggröße ca. 15-10 Minuten backen, dann herausnehmen und auf einem Kuchenrost komplett auskühlen lassen. 

Die ausgekühlten Lebkuchen je nach Vorliebe so belassen oder mit dunkler Kuvertüre überziehen und mit halbierten Mandeln verzieren. In einer luftdichten Keksdose aufbewahren.

Lebkuchengewürz, hausgemacht

Lebkuchengewürz
Zutaten
20 g Ceylonzimt
5 g Nelken
4 g Ingwerpulver
3 g grüne Kardamomkapseln
3 g Macis, ganz
3 g Piment, ganz 
2 g Koriandersaat
2 g Anissaat

Zubereitung
Die Zimtstangen grob zerbröseln, die Kardamomkapseln mit einem Mörserstößel leicht andrücken, so dass die Samen herausspringen. Zusammen mit den übrigen Gewürzen in einer elektrischen Gewürz- oder Kaffeemühle zu einem feinen Pulver mahlen und in einem luftdicht verschließbaren Glas aufbewahren.
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Schwarz-Weiß-Gebäck

Heute mal ein ganz klassisches Keksrezept, Kekse für Bastler und alle, die sich trotz beginnenden Weihnachtsstresses langweilen - oder vielleicht auch als Ausgleich zum stressigen Alltag, als Beschäftigung für lange Winterabende.

Um es gleich vorweg zu nehmen, mich haben diese Kekse wirklich fertig gemacht. Ich bin einfach nicht für diesen filigranen Fisselkram geschaffen, sondern eher für robuste Kekse von der Rolle oder eben klassische Ausstecherplätzchen. Diese ganzen Teigbahnen, die mit einem Lineal auf die richtige Breite gebracht und dann wieder aneinander"geklebt" werden müssen, das ist nix für mich. 
Da Ihr aber sicher nicht solche Grobmotoriker seid wie ich und vielleicht sogar Lust auf Bastelkekse habt, gibt's heute das Rezept für die mit Abstand anstrengendsten Kekse die ich kenne. 

Schwarz-Weiß-Gebäck
Schwarz-Weiß-Gebäck gibt es ja in sehr vielen Formen. Da ich die Schneckenform schon bei den Schoko-Espresso-Schnecken abgearbeitet habe, stand diesmal das klassische Schachbrettmuster auf dem Plan - eine Arbeit, für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat...

Schwarz-Weiß-Gebäck
Die kleinen Schachbrettwürfel lass ich mir ja noch gefallen, die sind schnell und wirklich einfach gemacht, alles andere geht aber über meine Fähigkeiten hinaus, da werd ich innerhalb kürzester Zeit grummelich, ungeduldig und würde den gesamten Teigklumpen am liebsten in die Ecke werfen - hab ich aber natürlich nicht gemacht, gehört sich ja nicht ;o)

Die 4er-Kekswürfel haben übrigens auch die ideale Größe als Beilagenkekse für eine schöne Tasse Tee oder Kaffee. So ein Minikeks ist mit einem Haps im Mund, macht aber nicht gleich so platt wie die große Variante - merkt man, dass mir die großen Kekse extrem unsympathisch sind? 

Schwarz-Weiß-Gebäck
Um den Keksteig möglichst gleichmäßig auszurollen, hab ich mir vor ein paar Jahren von meinem Papa ein paar Leisten zuschneiden lassen, zwischen die ich den Teig lege und dann drauf los rolle, das Ergebnis ist eine exakt gleichmäßig ausgerollte Teigbahn. Wer nicht selbst basteln möchte, kann sich diese Leisten* auch fertig zugeschnitten in unterschiedlichen Stärken kaufen. 
Ich möchte mir aber auch unbedingt noch diese Teigrolle* anschaffen, damit kann man sehr einfach durch das Aufstecken der unterschiedlich großen Scheiben die Teigdicke bestimmen und muss nicht nen ganzen Schwung Leisten unterbringen. 

Apropos Rollholz, noch ein kleiner Einkaufstipp, falls Ihr noch nicht wisst, was Ihr Euch zu Weihnachten wünschen sollt. Wenn Ihr oft Kekse, Pizza oder anderes Gebäck backt, bei dem Teig ausgerollt werden muss, lohnt es sich enorm, auch bei einem herkömmlichen Rollholz auf etwas Besseres zu sparen oder es sich einfach schenken zu lassen. 

Vor meinem letztjährigen Keksmarathon hab ich mir dieses Profi-Rollholz* gekauft und bin nach wie vor absolut begeistert davon. Da mein rechter Arm nur bedingt einsatzfähig ist und ich immer etwas aufpassen muss, ihn nicht zu sehr zu belasten, habe ich ein Rollholz gesucht, bei dem ich nicht so viel Druck ausüben muss. Dieses Rollholz ist selbst schon so schwer (knappe 1,7 kg), dass das Ausrollen des Teiges dann wie von selbst klappt, das Kugellager tut hier noch sein übriges - es flutscht quasi wie von selbst. 
Für mich ideal, denn ich kann es beidhändig anheben, brauche aber beim Ausrollen kaum Kraft und belaste meinen Arm so kaum. Die Verarbeitungsqualität ist so gut, dass man dieses Rollholz sicher noch an die nächste Generation weitervererben kann...  
  
Schwarz-Weiß-Gebäck
Zutaten
300 g zimmertemperierte Butter 
150 g Puderzucker
Mark einer Vanilleschote oder 1/2 TL gemahlene Vanille
1/4 TL Salz
400 g Mehl, Type 405
2 EL Kakao

Außerdem
1 Eiweiß 
Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche

Zubereitung
Die Butter mit dem Puderzucker, Salz und dem Vanillemark in eine Schüssel geben und mit dem Mixer oder der Küchenmaschine schaumig schlagen. Das Mehl dazugeben und alles mäglichst schnell zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten, da die Kekse sonst zu fest werden. 

Den Teig in zwei Portionen teilen und in eine Teighälfte den Kakao einkneten. Beide Teige in einen Gefrierbeutel geben, glatt streichen und für mindestens 1 Stunde oder über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig eine halbe Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Nochmals kurz durchkneten, so dass sich der Teig gut ausrollen lässt. 
Die Teigportionen jeweils 1 cm dick ausrollen und die entstandenen Teigplatten in 1 cm breite Streifen schneiden. Die Teigplatten werden besonders gleichmäßig, wenn man den Teig zwischen zwei Holzlatten oder sog. Ausrollhölzern ausrollt. 

Jeweils 2 helle und 2 dunkle Teigstreifen abwechselnd nebeneinander legen, die Nahtstellen sehr dünn mit Eiweiß oder ganz wenig Wasser bestreichen, der Teig haftet dann besser aneinander.  
Für die zweite Teigreihe auf die gleiche Weise, aber in umgekehrter Farbreihenfolge verfahren, die Nahtstellen erneut etwas befeuchten und auf die erste Teiglage setzen. 
Den so entstandenen Block quer halbieren, so das man zwei kürzere Teigblöcke erhält. Den übrigen weißen und dunklen Teig jeweils ca. 2 mm dick ausrollen, wieder leicht anfeuchten und jeweils einen Teigblock in den weißen, den anderen in den dunklen Teigmantel einschlagen. 
In Frischhaltefolie einschlagen und für mindestens eine Stunde im Kühlschrank festwerden lassen. 

Die Teigblöcke mit einem sehr scharfen Messer in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für 10-12 Minuten backen, bis die das Schwarz-Weiß-Gebäck an den Kanten leicht gebräunt sind. 

Übrig gebliebener Teig kann kurz zusammengeknetet werden, so dass ein marmorierter Teig entsteht. ausgerollt und ausgestochen entstehen so schnell hübsche Marmorplätzchen.
Schwarz-Weiß-Gebäck
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Geschenke aus der Küche

Jedes Jahr das gleiche Theater, eben noch bei 30°C und mit einem kühlen Cocktail in der Hand in der Sonne gebrutzelt, im nächsten Moment steht schon der 24. Dezember vor der Tür und NATÜRLICH ist noch kein einziges Geschenk besorgt. 
Wer etwas Gekauftes verschenken möchte, hat natürlich auch an Heiligabend noch die Möglichkeit, wie von der Tarantel gestochen durch die Stadt zu hetzen und die letzte Krawatte oder Parfum aus der Auslage zu schnappen. Wenn Ihr aber etwas Selbstgemachtes verschenken möchtet, sieht's da schon n büschen schlechter aus - da solltet Ihr Euch etwas früher Gedanken machen, was Ihr verschenken möchtet und natürlich sind Geschenke aus der Küche auch das übrige Jahr hindurch ein ganz wunderbares Mitbringsel.

Ich hoffe, Ihr findet in meiner Übersicht das ein oder andere passende Rezept!

Pralinen & Konfekt
Pralinen und Konfekt
Brotaufstriche
Brotaufstriche
Dipps, Saucen und Dressings
Sirup, Likör & Getränke
Kekse
Kekse
Knabberkram
Knabberkram
Gewürze

Gewürze
Herzhaftes

Herzhaftes 

Kalender, Kalender ...

Auch auf die Gefahr hin, dass ich den Geschäften Konkurrenz mache, die bereits im Hochsommer die ersten Weihnachtsplätzchen in die Regale räumen, geht's hier heute auch um Weihnachten - bzw. die Vorbereitungen darauf. 
Als Hobbyköche verschenkt Ihr doch sicher auch am liebsten Selbstgemachtes, oder? Damit kurz vor der Bescherung nicht wieder alles ganz schnell gehen muss und unnötig Stress ausbricht, sollte man, resp. Ihr (und ich natürlich auch) sich besser schon jetzt ein paar Gedanken darum machen, was in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum liegen soll. Und weil zu einem Geschenk natürlich auch eine hübsche Verpackung gehört, hab ich, wie auch schon im letzten Jahr, eine Liste mit Links zu hübschen Etiketten, Verpackungsschablonen und Büchern zum Thema Kulinarische Geschenke und Verpackung/Deko zusammengestellt. 
Ihr findet diese Liste ab sofort ganz rechts oben in der Navigation unter Xmas - für Weihnachtstipps oder so hat der Platz leider nicht mehr gereicht ;o)

Falls Ihr noch weitere Tipps für hübsche Verpackungen, Etiketten oder auch Bücher zu diesem Thema habt, wäre es sehr nett von Euch, wenn Ihr die mit uns teilt und in einem Kommentar unter diesem Beitrag verlinkt, so dass ich die Liste noch erweitern kann. 

P.S.: Und wenn Ihr noch Anregungen für kulinarische Geschenke braucht, schaut doch mal in meiner Kategorie "Geschenke aus der Küche" oder dem "Keksteller" vorbei
 

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