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Feigensenf

Senf Nr. 3 in meiner kleinen kuriosen Senfmühle! Nach meinem ersten, dem Bock-biersenf und dem wunderbar fruchtigen Erdbeersenf habe ich heute Feigensenf für Euch. 
Mir macht das Senfen immer mehr Spaß und ich freue mich riesig, dass ich als Senf-Junkie jetzt meine ganz eigenen Kreationen nach meinem persönlichen Geschmack zusammenbasteln kann. Seit ich mit dem Senfen angefangen habe, hab ich tat-sächlich gar keinen mehr gekauft, sondern bin sozusagen Selbstversorger in Sachen Senf.
Dieser Feigensenf ist deutlich milder als seine beiden Vorgänger und hat nur ein leichtes Senfaroma, genaugenommen ist es also eher eine Feigensenfsauce, die wunderbar zu Käse schmeckt. Wenn ich Euch demnächst eine Käseplatte à la Kuriositätenladen vorstelle, wird dieser Senf auf jeden Fall auch zum Einsatz kommen.

Feigensenf

Zutaten
500 g frische, möglichst reife Feigen
50 g Rohrohrzucker
100 ml Portwein*
1 TL Salz
1/4 TL Piment d'Espelette*

Zubereitung
Die Feigen putzen (nicht schälen) in Stücke schneiden und zusammen mit dem Zucker, Portwein, Essig in eine Schüssel geben, einmal alles verrühren und über Nacht ziehen lassen. 
Am nächsten Tag die Senfsaat in den Mixtopf geben, ein Küchenpapier unter den Messbecher legen (so wird verhindert, dass das Senfmehl durch die Ritzen nach außen gelangt) und 20 Sekunden auf Stufe 10 fein mahlen. Das Senfmehl in eine Schüssel umfüllen.

Die mazerierten Feigen mitsamt der Flüssigkeit zum Kochen bringen und für 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Von der Platte ziehen und das Senfmehl unterrühren. Je nach Belieben mit einem Pürierstab pürieren, dann in zuvor sterilisierte Gläser füllen und die Gläser fest verschließen.

Um den Feigensenf dauerhaft haltbar zu machen, die Gläser direkt nach dem Befüllen bei 90°C für 30 Minuten einkochen. 

Gebackenes Frühstücksmüsli mit Beeren

Ihr habt sicher schon bemerkt, dass meine Sonntagsfrühstücke einigermaßen eierlastig sind, oder? Ich liebe Eier und fröhne dieser Leidenschaft sonntags ausgiebig. Heute habe ich Euch aber ausnahmsweise mal ein Sonntagsfrühstück mitgebracht bei dem das Ei an sich nicht im Vordergrund steht, sondern nur eine Nebenrolle spielt. Natürlich ist es auch heute wieder dabei, aber es sticht nicht sofort ins Auge. Heute gibt es gebackenes Müsli! MÜSLI im Kuriositätenladen! :o)

Gebackenes Frühstücksmüsli mit Beeren

Mit Müsli kann man mich eigentlich jagen, ich mag Haferflocken mit Kakaopulver und Milch und wenn's sein muss auch mal Cornflakes oder Smacks, da hört's dann aber auch schon auf. Am liebsten ist mir immer noch ein Käsebrot oder eben eine Eierspeise oder etwas anderes Herzhaftes. Eier im Glas, Rührei, kalte Pizza oder Fischbrötchen. Das liebe ich alles sehr - auch gerne schon morgens um 6 - aber Müsli ist nichts für mich. 
Meinem Mann schmeckt Müsli dagegen aber sehr gut, deshalb hab ich mir für ihn eine besondere Sonntagsvariante überlegt, gebackenes Müsli mit frischen Beeren.

Gebackenes Frühstücksmüsli mit Beeren
Dieses "Müsli" lässt sich sehr schnell frisch zubereiten, man kann es aber auch schon am Vorabend backen und dann am nächsten Tag kalt essen oder nochmal kurz erwärmen. Es ist durch den Eierguss und die Beeren enorm saftig und schmeckt besonders mit etwas kalter Milch ganz wunderbar.
Die Reste könnt Ihr am nächsten Tag einfach in ein Weckglas umfüllen und dann auf der Arbeit nochmal genießen. Toll, oder? 
Da mein Mann sehr begeistert war, werde ich Euch zukünftig regelmäßig saisonale Rezepte auf der Basis eines gebackenen Müslis vorstellen. Ich bin gespannt, wie sie Euch gefallen!
Schönen Sonntag!

Gebackenes Frühstücksmüsli mit Beeren
Zutaten
200 ml Vollmilch
2 Eier
70 g Rapshonig
1 TL Weinsteinbackpulver*
1/4 TL Salz
100 g frische Himbeeren
100 g frische Heidelbeeren

Zubereitung
Die Milch mit den Eiern, Honig, Vanille und Salz und Backpulver verrühren. Die 6-Korn-Flocken unterrühren und die Beeren behutsam unterheben. 
Eine kleine Auflaufform ausbuttern, die Müslimasse hineingeben und gleichmäßig verteilen. Bei 180°C für ca. 30 Minuten backen, etwas abkühlen lassen und mit Milch servieren.

Meine perfekte Käsesauce für Pasta

Mein Soulfood Nr. 1 ist Kartoffelbrei. Das liegt nicht nur am Geschmack, sondern auch daran, dass es das Erste war, was ich nach meiner Chemo überhaupt zu mir nehmen konnte. Mir wurde damals zwar gesagt, ich solle in dieser Zeit möglichst nichts essen, was ich besonders gerne mag, weil die Giftbrühe und ihre Neben-wirkungen evtl. dafür sorgen können, dass der Appetit auf diese Gerichte nachhaltig beeinträchtigt wird, aber nachdem ich direkt nach meinem ersten Giftcocktail Kartoffelbrei gegessen und wunderbar vertragen habe, war es DAS Essen, das ich nach jedem Durchgang zubereitet habe. Seitdem gibt es immer, wenn ich etwas ganz Besonderes brauche Kartoffelbrei :o)

Casareccia mit Käsesauce
Flasche: Soulbottles, Glas: Butlers
Während mein "besonderes Essen" also Kartoffelbrei ist, ist es für meinen Mann glaube ich Pasta mit dieser Käsesauce, denn die kann/soll/muss ich immer nach langen, nervigen und anstrengenden Arbeitstagen, bei schlechtem Wetter oder ebensolcher Laune machen. Ich sag da natürlich nicht Nein, denn Pasta ist per se schonmal lecker und eine gute Käsesauce toppt das Ganze noch. 
Richtig perfekt wird die Sauce erst, seit ich den Thermomaten, auch bekannt als Thermomix, habe. Natürlich kann man die Sauce auch in einem Topf kochen und dann pürieren, es ist aber schon sehr verlockend, einfach alles in den Topf zu schmeißen und sich dann nicht mehr weiter drum kümmern zu müssen. Gerade an doofen Tagen weiß ich den Thermomix das besonders zu schätzen. Durch das anschließende Aufmixen wird sie wunderbar cremig, ein Traum sag ich Euch!

Meine bevorzugten Käsesorten für diese Sauce hab ich im Rezept aufgeführt, die konkrete Angabe ist aber eher für mich gedacht (sonst vergess ich wieder, welchen Käse ich da verwendet hab) oder für die unter Euch, die die Sauce tatsächlich 1:1 nachbauen möchten. Alle, die meine Rezepte eher als Anregung denn als starre Vorgabe sehen, verwenden einfach einen kräftigen Bergkäse oder einen anderen festen Schnittkäse, der Euch besonders gut schmeckt. Er darf ruhig ein wenig Bumms haben.

Schwarzseekäse

Zutaten
300 g Comté oder Schwarzseekäse
1/2 Zwiebel
40 g Butter
40 g Mehl
100 g Weißwein (bei mir Grauburgunder von Diehl*)
400 ml Milch
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
1/4 TL Piment d'Espelette*

Zubereitung im Thermomix
Die Rinde des Käses entfernen und grob in Stücke schneiden. In den Mixtopf geben und 20 Sekunden auf Stufe 10 zerkleinern. Den Käse in eine Schüssel umfüllen und beiseite stellen.
Die Zwiebel schälen und halbieren. In den Mixtopf geben und 3 Sekunden auf Stufe 10 zerkleinern, dann mit dem Spatel nach unten schieben. Die Butter zufügen und 3 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 anschwitzen. Das Mehl ebenfalls dazugeben und weitere 3 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 anschwitzen. Weißwein und Milch zufügen und 7 Minuten bei 90°C auf Stufe 4 garen. In der Zwischenzeit die Pasta al dente kochen. 
Den Käse zur Sauce geben und 4 Minuten bei 90°C auf Stufe 3 schmelzen lassen, dann die Sauce mit Salz (sparsam, da der Käse ebenfalls Salz mitbringt), Pfeffer, Muskat-nuss und etwas Piment d'Espelette würzen
Die Pasta abgießen, auf Teller verteilen und die Sauce dazu reichen. Die Saucen-menge ist ausreichend für 500 g Pasta.

Zubereitung ohne Thermomix
Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen. Das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen verrühren, so dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Kurz weiter Anschwitzen, dann den Wein und kalte Milch dazugeben und kräftig Rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Pasta kochen und den Käse reiben. 
Den Käse zu der Béchamel geben und verrühren bis eine cremige Sauce entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette und Muskatnuss würzen. 
Je nach Geschmack so servieren oder in einen Blender umfüllen und kräftig pürieren, bis eine glatte Sauce entstanden und die Zwiebelstückchen verschwunden sind.
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Tomatentarte mit Ziegenkäse

Wir starten mit einem meiner aktuellen Lieblingsrezepte in die neue Woche, diese Tomatentarte könnte ich nämlich zur Zeit jeden zweiten Tag essen und damit Ihr die Tomatensaison genauso intensiv ausnutzen könnt wie ich, möchte ich das Rezept so schnell wie möglich unter die Leute, resp. Leser bringen.
Eigentlich ist diese Tarte gar nichts Besonderes, man benötigt nur wenige Zutaten und sie ist auch sehr schnell gemacht. Sie hat einen ganz simplen Mürbeteigboden, keinen super aufwendigen Eierguss, sondern der Boden wird nur mit Senf bestrichen und mit Tomatenscheiben und Ziegenkäsetalern belegt, doch die Kombination mit etwas Honig macht daraus eine der leckersten Tartes, die ich bisher gegessen habe. 

Tomatentarte mit Ziegenkäse
Tarteform mit Hebeboden*
Ich kenne diese Tarte schon ein paar Jahre, bzw. habe sie bereits oft in französischen Blogs gesehen, fand die Kombination aber bisher sehr gewöhnlich und dachte, dass sie enorm dröge sein muss. 
In diesem Jahr hab ich aber einen enormen Tomatenjieper und probiere daher gerne auch mal was Neues aus, außerdem hab ich mich mittlerweile von "Ich esse nur Mädchenkäse" zu "Der Käse darf gerne auch ein kleinwenig Wumms haben" entwickelt, so dass junger Ziegenkäse absolut ok ist.

Tomatentarte mit Ziegenkäse in der Vorbereitung
Winkelpalette*
Die Tartes, die ich Euch bisher vorgestellt habe, hatten ja alle einen Eierguss und sind deshalb auch entsprechend sättigender. Diese Tarte ist aber eine wunderbar leichte Sommertarte und sie schmeckt dazu auch großartig bei dem bevorstehenden Frühherbstwetter oder mit einem leckeren Salat als leichtes Abendessen.
Verwendet für die Tarte unbedingt eine möglichst aromatische Fleischtomate, die haben einen geringeren Wasseranteil und setzen die Tarte daher nicht unnötig unter Wasser. Ich nehme am liebsten Vierländer Platte, eine hiesige Fleischtomatensorte, aber natürlich eignen sich auch Ochsenherzen ganz wunderbar. Schaut Euch einfach mal bei Eurem Gemüsehändler oder auf dem Wochenmarkt um, was es dort so für Sorten gibt und macht diese Tarte nach, ganz bald!

Tomatentarte mit Ziegenkäse

Mürbeteig
250 g Mehl, Type 405
125 g kalte Butter
1 Eigelb
50 ml kaltes Wasser
1/2 TL Salz

Belag
grober Senf (bei mir Bockbiersenf)
2-3 Fleischtomaten (bei mir Vierländer Platte)
Olivenöl
5 Picandou (französische Ziegenkäsetaler)
frischer Thymian
grober schwarzer Pfeffer
Akazienhonig*

Zubereitung
Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit einen Pastry Blender* möglichst schnell zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in einem Gefrierbeutel 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte darauf verteilen. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken, dann herausnehmen, die Hülsenfrüchte und das Papier entfernen und etwas abkühlen lassen.


Den Tarteboden mit Senf bestreichen, dann leicht überlappend mit Tomatenscheiben belegen. Etwas Olivenöl darüberträufeln und mit grob gemahlenem Pfeffer bestreuen. Die Ziegenkäsetaler quer halbieren und die Scheiben auf den Tomaten verteilen. Mit etwas frischem Thymian bestreuen und bei 180°C für ca. 35 Minuten backen, bis der Käse leicht gebräunt ist. 
Herausnehmen und sofort mit etwas Honig beträufeln, dann servieren. 
Vierländer Platte
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Gebackene Süßkartoffeln mit Joghurtdip

Kennt und mögt Ihr Süßkartoffeln? Ich liebe diese knubbeligen Wurzeln sehr und habe gerade in den letzten Monaten eine besondere Vorliebe dafür entwickelt.
Nachdem ich kürzlich endlich die perfekten knusprigen Süßkartoffelfritten gegessen habe (die blogge ich demnächst auch noch, versprochen), gibt es sie besonders oft in der ofengebackenen Version - entweder so im Ganzen, oder auch in Scheiben geschnitten. 
Ich brauche dann eigentlich nur noch einen schnellen Joghurtdip und evtl. einen leckeren Salat dazu und bin ein sehr zufriedener Mensch. Fleisch? Das vermisse ich bei so einem leckeren Essen auf keinen Fall. 

Gebackene Süßkartoffeln mit Joghurtdipp
kleiner Teller: Butlers, großer Teller: hab ich vergessen :o)
Durch das Garen im Ofen bleibt besonders viel Aroma in den Süßkartoffeln erhalten und sie bekommen eine wunderbar buttrige Konsistenz. Die Kartoffeln lassen sich dann so auslöffeln und zergehen förmlich auf der Zunge. 
Geschmacklich und auch was die Konsistenz betrifft, gehen Süßkartoffeln ungefähr in Richtung Kürbis, schmecken mir aber deutlich besser, weil sie viel geschmackiger sind. Ihr könnt aber eigentlich die meisten Kürbisrezepte auch mit Süßkartoffeln umsetzen - das ist sicher nicht nur für Singles interessant, die nicht unbedingt immer einen ganzen Kürbis kaufen möchten, sondern auch alle Kürbisliebhaber, die außerhalb der Saison Appetit ein Kürbisgericht haben. Wenn Ihr sie noch nicht kennen solltet, probiert Süßkartoffeln unbedingt einmal aus, Ihr verpasst sonst was!

Süßkartoffeln vor dem Backen
Backblech: Ikea, Messerblock: Zwilling*
Zutaten
2 Süßkartoffeln
3 TL Za'atar
2 TL grobes Meersalz*
grob gemahlener schwarzer Pfeffer
3 EL Olivenöl

Joghurtdip
300 g Süzmejoghurt (10%)
3 EL Olivenöl
confierte Knoblauchzehen
1/4 - 1/2 TL Piment d'Espelette*
1/2 TL Cumin*
1/4 TL Sumach
1/4 TL Lemon Myrtle*

Außerdem 
1 rote Frühlingszwiebel

Zubereitung
Das Za'atar mit Salz, Pfeffer und Olivenöl verrühren, dann die Süßkartoffeln damit einreiben und auf ein Backblech legen. 
Bei 180°C für ca. 45 Minuten (kommt auf die Größe der Süßkartoffeln an) backen, bis die Kartoffeln komplett durchgegart sind und leicht karamellisiert sind. 

In der Zwischenzeit den Joghurtdip zubereiten. Dafür die konfierten Knoblauch-zehen in eine Schüssel geben und mit einer Gabel fein zerdrücken. Den Joghurt und die Gewürze dazugeben und alles sehr gründlich miteinander verrühren. 

Die gebackenen Süßkartoffeln auf Tellern anrichten, mit zwei Gabeln "aufziehen" und mit einem guten Klecks Joghurtdip und in Ringe geschnittener Frühlingszwiebel servieren.
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Taboulé mit Beeren und Feta

Die diesjährige verkorkste Erdbeersaison hat einen Vorteil, ich hab selten soviel mit anderen Beeren gemacht wie in diesem Jahr. Ich bin sozusagen ein kleines bisschen im Beerenfieber. 
Während ich vor ein paar Jahren im Leben nicht daran gedacht hätte, Beeren, bzw. Obst im Allgemeinen in herzhaften Gerichten zu verarbeiten, bin ich auch auf dem Gebiet immer experimentierfreudiger geworden und bereits so manches Mal über meinen Schatten gesprungen. Der heutige Salat zeigt wieder wunderbar, wie großartig Beeren in Salaten schmecken - das ist quasi ein prima Einstieg für Obst-in-herzhaftem-Essen-Anfänger, denn sie sind kalt und verleihen dem Salat eine herrlich fruchtige Note.
Wir haben uns dazu ausnahmsweise ein paar Kaisergranat gegönnt, die ich nur mit etwas Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt, gegrillt habe. Der Salat schmeckt aber auch großartig als Beilage zu vegetarischen oder fleischhaltigen Gerichten. 

Taboulé mit Beeren und Feta
Lieblingsteller: westwing.de, Glas: Depot, Schüssel: Oma
Zutaten
1/2 TL Salz
200 g kochendes Wasser
Abrieb einer unbehandelten Bio-Zitrone
2 EL gutes Olivenöl
1 EL glatte Petersilie, grob gehackt
1 EL Minze, fein gehackt
1 Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten
150 Feta
150 g Blaubeeren
100 g Himbeeren
50 g Brombeeren

Zubereitung
Den Bulgur mit dem Salz und Piment d'Espelette in eine große Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Verrühren, so dass sich das Salz auflöst. Den Bulgur quellen und komplett abkühlen lassen.
Die Frühlingszwiebelringe, Zitronenabrieb, Petersilie, Minze und Olivenöl dazugeben und alles miteinander vermischen. Beeren und Feta unterheben und vor dem Servieren etwas durchziehen lassen.
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Onigiri mit Avocado und Himbeeren

Bereits gestern habe ich Euch zum Frühstück Beeren serviert und das wird sich, wie ich gerade in meinem "Blogplan" gesehen habe, diese Woche auch nicht ändern, denn bis inkl. Freitag enthalten alle drei noch folgenden Rezepte Beeren. Da die Erdbeersaison bei uns ja bekanntlich nicht so dolle ausfällt, weiche ich auf andere Beeren aus, es gibt ja glücklicherweise reichlich Auswahl. 

Himbeeren haben es mir in diesem Jahr ganz besonders angetan, daher habe ich die, die bei der Eton Mess von vorletzter Woche übrig geblieben sind, direkt beim nächsten Mittagessen aufgebraucht.
Onigiri kennt Ihr ja bereits spätestens, seit ich sie im letzten Jahr mit Karotten-Kinpara zubereitet habe und ich liebe sie nach wie vor heiß und innig. Im Prinzip sind es überdimensionale Sushihäppchen, die ganz nach Geschmack gefüllt werden - da gibt es kaum Grenzen und wie Ihr gleich seht, muss es kein roher Fisch sein. 

Teller: westwing.de*, Essstäbchen: Asia-Shop
Für diese Variante habe ich zuerst den Reis mit kleingeschredderten Norialgen* aromatisiert. Diese Tüten gibt es im Asiashop und sie enthalten neben den klein- geschredderten Norialgen auch noch Sesamsaat und Gewürze. 1-2 EL zusätzlich zum Sushi-Zu, also der Essigmischung, mit der der Reis aromatisiert wird, und er bekommt diesen ganz typischen, besonders leckeren Sushigeschmack, den alle Sushifans sicher genauso lieben wie ich.


Im Gegensatz zu Sushi, sind Onigiri sehr viel einfacher gemacht. Die typische Form sind diese Dreiecke*, von denen eins schon eine wunderbare Zwischenmahlzeit oder ein zweites Frühstück ist. Ich hab aber außerdem auch noch eine Kugelform, die ich Euch demnächst mal zeige. 
Damit Ihr die Onigiri später unfallfrei aus der Form bekommt, ist es ganz wichtig, dass Ihr die Form immer gut feucht haltet, dann löst sich der Reis eigentlich problemlos aus der Form. Man muss sie nur 1-2x kräftig auf die Tischplatte aufschlagen und schon sind sie einzelnen Onigiri "aus der Form befreit".

Onigiri-Form*
Um die Onigiriformen gleichmäßig zu befüllen, verwende ich mal wieder einen Eiskugelportionierer*. Ich gebe eine "Kugel" Reis in die Onigiri-Form, drücke ihn fest, ziehe ihn am Rand hoch und gebe dann in die entstandene Mulde die jeweilige Füllung. Dann kommt eine zweite Kugel Reis obendrauf und wird grob festgedrückt. Das Finish bekommt der Onigiri durch das Aufsetzen des Deckels, der alles gleich- mäßig zusammenpresst.
Bei den anderen Onigiri habe ich ein Stückchen Norialge drumgewickelt, diesmal hat eine Ecke ein kleines Sesamhäubchen bekommen - sieht doch auch ganz hübsch aus, oder? 


Zutaten für 12 Onigiri

Sushi-Reis
500 g Sushi-Reis*
600 g Wasser
1 postkartengroßes Stück Kombu*
6 EL Mirin*
3 EL Zucker 
1 1/2 TL Salz

Füllung
1 reife Hass-Avocado
Saft einer viertel Limette
Eine Prise Piment d'Espelette*
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
ca. 12 frische Himbeeren

Außerdem
heller Sesam

Zubereitung 
Den Sushireis in ein Sieb geben und im Spülbecken in kaltem Wasser sorgfältig waschen, bis das Wasser klar bleibt. Je nach Reis können da zwei bis drei Wasch- gänge notwendig sein. Unter klarem Wasser abspülen und ca. 30 Minuten abtropfen lassen. 
Den Reis mit dem Wasser in einen Topf geben und das Stück Kombu darauflegen. Damit er sein Aroma optimal entfalten kann, die Oberfläche mehrfach einritzen oder das Stück einschneiden. 
Bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen, dann die Temperatur stark reduzieren (bei mir genügt Stufe 1 von 9) und den Reis ca. 15 Minuten dämpfen lassen. Den Topf vom Herd ziehen und weitere 10 Minuten ruhen lassen. 
In der Zwischenzeit den Essig mit Zucker und Salz zum Kochen bringen und Rühren, bis sich Zucker und Salz vollständig aufgelöst haben. Beiseite stellen. 

Den Kombu entfernen und die Essigmischung über dem Reis verteilen, die Norialgen dazugeben und behutsam unterheben. In eine möglichst weite Schüssel umfüllen und dort komplett auskühlen lassen.

Für die Füllung die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit dem Limettensaft und den Gewürzen zerdrücken und vermischen.
Die Onigiriform* befeuchten, etwas Reis hineingeben, festdrücken und eine Mulde in die Mitte drücken. Einen TL Avocadocreme hineingeben und eine Himbeere draufsetzen. Mit Reis bedecken, den Deckel aufsetzen und festdrücken.
Den gepressten Onigiri aus der Form nehmen und beiseite setzen, dann mit dem Rest des Reises und der Füllung genauso verfahren.

Sesam in eine Schüssel geben, dann eine Spitze der Onigiri hineindrücken. Je nach Geschmack mit Soja-* oder Sweet Chili Sauce* servieren.

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Kräutercremesüppchen mit Brotchips

Besondere Neuanschaffungen erfordern besondere Rezepte. Als ich mir kürzlich diese wunderschöne neue/alte Suppentasse gegönnt habe, musste ich n büschen überlegen, womit ich sie einweihe. 
Hühnersuppe mit Sternchennudeln wäre eine Möglichkeit gewesen, aber ich wollte das Rezept ja auch bloggen und die Hühnersuppe hab ich schon in zwei Ausführungen im Archiv. Fischsuppe wäre natürlich perfekt, lenkt aber wahr- scheinlich optisch zu sehr von der Tasse ab, also musste es etwas Schlichtes ein. Kartoffelsuppe mag ich nicht, Tomatenzeit ist noch nicht, aber Kräuter, die wachsen ja gerade bei dem aktuellen Wetter wie Unkraut. 
   
Kräutercremesüppchen mit Brotchips
Die besten Kräuter Hamburgs (von der Gärtnerei Sannmann mal abgesehen) gibt es meiner Meinung nach bei Malte Jahn auf dem Isemarkt, bzw. auf den anderen Märkten, die er besucht. 
Keiner hat so knackige und frische Kräuter wie er und auch die Auswahl ist riesig. Bei ihm gibt es nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Petersilie, Schnittlauch, Rosmarin und Thymian, sondern auch wunderbare Brunnenkresse, Borretsch, Sauer- ampfer, Pimpinelle, Knolauch, Portulak, Schnittlauch- und später im Jahr Dillblüten, usw. Also alles für Grüne Sauce oder ein leckeres Brunnenkressesüppchen
Die Kräuter sind aber nicht nur superfrisch, sondern die Bunde auch noch riesengroß, es lohnt sich also wirklich, sich dafür ab und zu in den Trubel des Isemarktes zu stürzen. 

Natürlich müsst Ihr Euch, wenn Ihr diese leckere Suppe nachkochen möchtet, nicht sklavisch an die Grammangaben halten. Das sind zwar die von mir verwendeten Mengen, aber n büschen mehr oder weniger von den jeweiligen Kräutern schadet wirklich nicht. Wie immer gilt, seid kreativ, wandelt ab und lasst Eurer Fantasie freie Lauf!

Kräutercremesüppchen mit Brotchips
Als knusprige Beilage habe ich zu der Suppe Brotchips gereicht. Ich hatte noch einen Rest Sauerteigbrot rumliegen, der bereits etwas zu trocken zum Essen war und hab den so dünn wie möglich mit der Brotschneidemaschine aufgeschnitten. Damit die Chips besonders knusprig werden, habe ich die Scheiben ganz dünn mit etwas Rapsöl bestrichen, bzw. eigentlich sogar eher betupft und dann im Backofen knusprig gebacken - wie lange das dauert, hängt natürlich von der Dicke der Scheiben ab. 
Sie schmecken warm mit etwas Fleur de Sel bestreut, aber auch kalt sind sie eine tolle Knusperbeilage zu einer leckeren Suppe. 

Kräutercremesüppchen mit Brotchips
Zutaten
1 Schalotte
Rapsöl zum Anschwitzen
100 g mehligkochende Kartoffel, geschält
500 ml Gemüsebrühe
150 ml Sahne
100 ml Milch
100 g Brunnenkresse
50 g glatte Petersilie 
40 g Sauerampfer, geputzt 
1 Beet Gartenkresse
30 g Borretsch, geputzt 
20 g Schnittlauch, geputzt 
20 g Kerbel, geputzt 
10 g Knolauch
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Außerdem 
Schnittlauchblüten zur Dekoration
Sauerteigbrot 

Zubereitung
Die Schalotte schälen und fein würfeln. In einem Topf in etwas Rapsöl glasig anschwitzen, dann die geschälten und gewürfelten Kartoffeln dazugeben und kurz mit anschwitzen, dann die Gemüsebrühe angießen und die Kartoffelwürfel gar kochen. In der Zwischenzeit die Kräuter waschen, gründlich trockenschleudern, verlesen und grob zerteilen, dann ziehen sie im Blender besser ein. 
Die Kartoffeln, inkl. der Brühe in einen Blender oder Food Processor umfüllen, die Sahne und Milch dazugeben und pürieren.
Die Kräuter ebenfalls dazugeben und solange pürieren, bis eine cremige Suppe entstanden ist. Evtl. nochmals mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
Die Suppe zurück in einen Topf umfüllen und auf Esstemperatur erhitzen (ca. 80-90°C), nicht kochen, sonst wird die Suppe grau. 

Für die Brotchips ein Sauerteigbrot mit der Brotschneidemaschine in so dünne Scheiben schneiden wie möglich. Nebeneinander mit nur wenig Öl bepinseln und bei 180°C im Backofen backen, bis sie leicht gebräunt sind. Herausnehmen, abkühlen lassen und als Beilage zu der Suppe reichen. 
Kräutercremesüppchen mit Brotchips

Erdbeer-Balsamico-Senf ~ Thermomix© it Yourself [Reklame]

Bereits in meiner Thermomix-Themenwoche hab ich Euch ja von meiner neu- entdeckten Leidenschaft für das Senfen berichtet und ein Rezept für einen Bock- biersenf vorgestellt. Mein Ziel ist es, zukünftig ungefähr 1 neues Senfrezept pro Monat auszutüfteln und zu bloggen, denn ich bin nach wie vor so begeistert davon, wie einfach es ist, selbst Senf herzustellen, dass ich meine Vorliebe für Senf nun nach Herzenslust ausleben und mit Euch teilen möchte.

Erdbeer-Balsamico-SenfFür die Thermomix-Aktion Thermomix it Yourself, bei der es darum geht, für den Schenk-mal-was-Tag köstliche Kleinigkeiten mit dem Thermomix herzustellen, habe ich mir natürlich auch einen Senf überlegt - eine Sorte, die perfekt in die beginnende Erdbeersaison passt. Es gibt heute einen ganz raffinierten Erdbeer-Balsamico-Senf, der sowohl farblich, als auch geschmacklich ein richtiger Kracher ist. 
Aktuell sind wir ja noch recht früh in der Saison und die Erdbeeren sind nicht sooo süß. Wenn Ihr aber besonders süße erwischt, reduziert die Zuckermenge nochmal etwas, sonst schmeckt der Senf noch wie ein süßer Senf und das ist nicht gewollt.

gelbe Senfsaat vor und nach dem Mahlen im Thermomix
Ich habe, seit mich das Senfvirus so richtig gepackt hat, immer eine kleine Dose gelbe und braune Senfsaat eingefroren. Gefrorene Senfsaat lässt sich nicht nur feiner mahlen weil sie härter ist, sondern sie erwärmt sich auch nicht so stark beim mahlen - das wirkt sich natürlich positiv auf das Aroma des Senfes aus, weil sich sonst die Senföle erwärmen und leicht bitter werden. Friert die Senfsaat also am besten am Vorabend ein, dann erhaltet Ihr das optimalste Ergebnis.

Mixbehälterdeckel mit Papiertuch
Vor dem Mahlen lege ich immer ein Küchen- papier zwischen Messbecher und Thermomix- deckel, so kommt der Senfstaub nicht durch die Ritzen unter dem Messbecher aus dem Behälter und ziept in der Nase - meine Katzen mögen das nämlich gar nicht und ich kann auch drauf verzichten. 
Das bietet sich übrigens auch bei Getreide und Zucker an, sonst staubt es Euch die ganze Küche voll.

Erdbeeren vor und nach dem Kochen im Thermomix
Der große Vorteil des Thermomix, bei diesem speziellen Rezept, ist, dass man von vorne bis hinten nur ein Zubereitungsgefäß braucht. Erst wird die Senfsaat gemahlen, dann umgefüllt und die Erdbeersauce (ist ja letztendlich nichts anderes) gekocht. Nachdem die abgekühlt ist, muss nur noch alles miteinander verrührt werden und darf dann erstmal ziehen. 
Diesen Erdber-Balsamico-Senf solltet Ihr unbedingt im Kühlschrank ziehen lassen und aufbewahren, da er sonst schneller verdirbt. Durch den hohen Zucker- und Essig- anteil hält er sich aber auch n büschen. Die Reifezeit beträgt ungefähr zwei Wochen, dann ist ein Teil der Schärfe verflogen und das Senfaroma hat sich schön entwickelt.

Natürlich könnt Ihr diesen Senf auch herstellen, wenn Ihr keinen Thermomix habt. Kocht dazu einfach die Erdbeersauce in einem Topf und mahlt die Senfsaat in einem Zerkleinerer, Food Processor oder Blender - das klappt ganz genauso gut. 

Senfzutaten vor und nach dem Verrühren
Zutaten
80 g gelbe Senfsaat, gefroren
200 g vollreife Erdbeeren
60 g Rohrohrzucker
80 g Aceto Balsamico
½ TL Meersalz
¼ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Die Senfsaat in den Mixtopf geben, ein Küchenpapier unter den Messbecher legen (so wird verhindert, dass das Senfmehl durch die Ritzen nach außen gelangt) und 20 Sekunden auf Stufe 10 fein mahlen. Das Senfmehl in eine Schüssel umfüllen. 
Die Erdbeeren waschen und putzen. Je nach Größe halbieren und zusammen mit dem Rohrohrzucker in den Mixtopf geben. 5 Minute bei 100°C auf Stufe 2 zu einer Erdbeersauce verkochen. 
Die Erdbeersauce vollständig abkühlen lassen, dann den Essig, Salz, Pfeffer und das Senfmehl dazugeben und weitere 5 Minuten auf Stufe 2 verrühren. Mit dem Spatel nach unten schieben und nochmals kurz verrühren. 
In zwei Gläser abfüllen und bis zum Verzehr 2 Wochen im Kühlschrank ziehen lassen.
Erdbeer-Balsamico-Senf ~ Thermomix© it Yourself
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit www.thermomix.vorwerk.de* zustande gekommen, die Bedingungen und Voraussetzungen für eine Kooperation können hier nachgelesen werden.
*Alle entsprechend gekennzeichnten Links sind Kooperationslinks

Kräuterbutterbaguettes

Ich selbst hab zwar weder Garten, noch Balkon und kann deshalb nur bei meinen Eltern grillen, trotzdem bin ich ja nicht so, und hab Euch jetzt schon das erste Rezept für die anstehende Grillsaison mitgebracht. Es gibt heute ein Kräuterbutter- baguette, das aber nicht nur eine tolle Beilage zum Grillen ist, sondern auch so ganz allein für sich prima schmeckt - und weil ich beim Backen auf einmal an früher denken musste, lege ich noch ein Mettwurst-Käse-Baguette obendruff. Das gab es früher ganz oft, als ich noch zuhause wohnte. Ist also schon n büschen her.

Kräuterbutter und Mettwurst-Käse-Baguettes
Sicher kennt Ihr alle diese Fertigbaguettes aus der Kühltheke. Kann man essen, schmeckt dann aber - Ihr wisst schon... Nicht wirklich lecker. 
Wie einfach diese Baguettes auch selbstgemacht sind, das werde ich Euch heute beweisen. Genaugenommen sind es zwar keine Baguettes, sondern Kaviarbrote, da ich aber vermute, dass außer meinen Lesern aus dem Bremer Umland nur wenige Leser etwas mit dem Begriff Kaviarbrot, bzw. -stange anfangen können, hab ich aus den Kaviarbroten einfach Baguettes gemacht. Ist ja auch viel eingängiger. 

Kräuterbutter und Mettwurst-Käse-Baguettes
Kaviarbrote, bzw. -stangen sind im Prinzip Weißbrote im Baguetteformat und damit das perfekte Partybrot. Wir haben Kaviarbrote zuhause immer für Schnittchen und Partyhäppchen verwendet, denn im Vergleich zu Baguette hat es eine deutlich kompaktere Krume und lässt sich daher besser belegen. Es ist außerdem noch viel weicher und ratzfatz im Mund verschwunden. 

Brotteig vor und nach dem Falten
Die Idee für dieses "Baguette" hab ich vom YT-Kanal Ehrlich backen mit Jonny & Claudia, ich hab das Rezept aber wie immer abgewandelt, so dass das gesamte Backblech ausgenutzt wird. Mein Rezept ergibt also ganz genau drei Baguettes, die man natürlich nach Herzenslust füllen kann. 
Ich habe hier meine neulich gebloggte Grüne-Sauce-Kräuterbutter verwendet, aber es schmeckt auch jede andere. Ich hab ja bereits eine ganze Menge Butterrezepte gebloggt, da findet Ihr sicher das passende Rezept:
Und auch meine Bacon Jam, die Cumberland- oder Portweinzwiebeln schmecken wunderbar als Baguettefüllung. Übrigens! Mein Ajvar ist ebenfalls eine tolle Grundlage für eine "Kräuter"butter. Einfach das Ajvar mit etwas Butter glatt rühren, fertig!

Teiglinge beim Falten
Natürlich könnt Ihr im Prinzip aus nahezu jedem Weißbrotrezept ein Kaviarbrot machen, der Teig darf nur nicht zu weich sein, sonst läuft das Brot trotz des Faltens auseinander. 
Die Falttechnik seht Ihr auf den beiden oberen Collagen oder auch im bereits verlinkten Video. Durch das wiederholte Nachinnenklappen des Teiges entsteht eine Spannung und der Teigling behält seine Form, ohne in die Breite zu laufen. 

Fertige Teiglinge vor dem Backen und gebackene Kaviarbrote
Das Brotrezept ist sehr simpel, keine langen Geh- und Ruhezeiten, einfache Teigführung, relativ viel Hefe... Das lässt sich einfach auch am Morgen ansetzen und spätestens Nachmittags steht dann das Brot auf dem Tisch. Ich hab ja nix gegen aufwendigere Brotrezepte, aber ab und zu darf es auch mal was Einfaches sein. 

Gefüllte Kaviarbrote vor dem Backen
So, und nun noch zu meinem Kuriositätenladen-Spezialbaguette!
Man nehme ein vorbereitetes Kaviarbrot, schneide es wie unten im Rezept erwähnt, fast in Scheiben (natürlich nicht komplett, sonst ist es ja kein ganzes Baguette mehr), und fülle die Schnitte mit jeweils einer halben Scheibe Mettwurst und Käse. Ich nehme dazu gerne einen kräftigen Cheddar. Danach wird das Baguette genauso wie beschrieben in Backpapier eingewickelt und wandert noch einmal in den Backofen.
Wenn Euch dieses Rezept neugierig gemacht hat, lasst unbedingt Eurer Phantasie freien Lauf und probiert gleich unterschiedliche Füllungen aus!
Fertige Kräuterbutterbaguettes
Zutaten
750 g Mehl, Type 550
30 g Frischhefe
15 g Salz
1 TL Rapshonig
30 g weiche Butter
480 g kaltes Wasser

Außerdem
ca. 250 g Kräuterbutter

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und in die Mulde geben. Einen TL Honig zu der Hefe geben und die Mulde mit Wasser auffüllen. Einige Minuten ruhen lassen, dann die Butter und Salz dazugeben und alles mit der Küchenmaschine 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.

Sofort in drei Teigportionen teilen, rund wirken und den Teig 20 Minuten entspannen lassen, dann in drei längliche Kaviarstangen formen, die die Länge des Backbleches haben.
Nebeneinander auf dem Backblech verteilen und abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen. Mit einem Säge- oder Brotmesser quer einschneiden, mit Wasser besprühen und im auf 230°C vorgeheizten Backofen bei Ober- und Unterhitze 20 Minuten backen. 
Die Kaviarstangen herausnehmen und 20 Minuten auf einem Kuchenrost abkühlen lassen, dann in 1 cm breite Scheiben schneiden (aber nicht komplett durch- schneiden, denn das Brot soll als Ganzes erhalten bleiben) und die Schnitte mit etwas Kräuterbutter füllen. 
Jede Kaviarstange in Backpapier einwickeln (den Schluss nach unten) und nochmals bei 240°C (Ober- und Unterhitze) 15 Minuten knusprig backen, dann direkt servieren.
 

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