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Eiersalat

Eine der 1365 Möglichkeiten, das "Sonntagsei" zu genießen, ist eine knusprige Scheibe Brot oder ein Brötchen mit Eiersalat. Damit meine ich natürlich nicht den aus dem Supermarktregal, sondern einen selbstgemachten. 
Tatsächlich habe ich noch nie einen gekauften gegessen (ich hab nen merkwürdigen Tick und kann pürierte Suppen und solche Salate "außerhalb" nicht essen), dafür mache ich ihn aber umso lieber selbst.

EiersalatZwei Eiersalatrezepte hab ich ja bereit im Rezeptarchiv, heute folgt ein drittes. Die Rezeptur ändere ich eigentlich immer nach Lust und Laune und Inhalt des Kühlschranks-, bzw. Vorratsregals, was sich aber im Laufe der Jahre dauerhaft geändert hat, ist die Konsistenz der Eier. Während ich sie vor einigen Jahren noch hartgekocht und mit der Eierharfe atomisiert habe, koche ich sie mittlerweile viel lieber wachsweich und schneide sie dann nur grob in Stücke. So hat man viel mehr Eiergeschmack im Salat und die Konsistenz ist angenehmer - zumindest für meinen Geschmack. Wenn ich etwas nicht mag, dann ist es ein staubig-hartes Eigelb.

Da ich eine eifreie Mayonnaise verwende (also ohne rohes Ei), könnt Ihr den Salat problemlos schon am Vorabend zubereiten, die Menge sollte auf jeden Fall für 4 Personen reichen.

Eiersalat
Zutaten
8 Eier
40 ml Milch 
150 ml Rapsöl
1 TL grober Senf
1 TL Rapshonig 
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1 Stiel Staudensellerie, inkl. Grün
1 TL frisch geriebener Meerrettich
1/2 Beet Kresse

Zubereitung
Die Eier wachsweich kochen und in eiskaltem Wasser abschrecken.
Währenddessen Milch, Öl und Senf in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab* zu einer Mayonnaise aufschlagen. Mit Honig, Essig, Salz und Pfeffer würzen. Den Meerrettich schälen, fein reiben und zu der Mayonnaise geben. 
Den Staudensellerie waschen und in sehr feine Scheiben schneiden - dafür gerne eine der inneren Stangen verwenden. Das Grün ebenfalls fein hacken und zu der Mayonnaise geben. Kresse vom Beet schneiden und alles miteinander verrühren.
Die Eier pellen, grob in Stücke schneiden und unter die Mayonnaise heben. Etwas durchziehen lassen, evtl. noch einmal nachwürzen und auf einem knusprigen Brot servieren.
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Obst, Gemüse und Pilze im Dörrautomaten getrocknet

In Deutschland werden Dörrautomaten sicher nach wie vor am häufigsten zu Herstellung von Obstchips eingesetzt und auch ich mache sehr gerne Apfelringe, Bananenchips & Co. - für meinen Mann, denn ich selbst mag keine Obstchips. 
Durch das Dörren werden die Chips einfach zu süß für meinen Geschmack, denn der enthaltene Fruchtzucker entweicht ja nicht, sondern konzentriert sich auf noch engerem Raum. Ein Apfelring genügt schon und ich brauch sofort wieder ein Käse-brot. Der Mann freut sich dafür umso mehr, denn er liebt besonders die Bananen-chips und Apfelringe sehr. 

Bananenchips, Apfelringe, Feigen-, Birnen- und Ananaschips
Das Trocknen von Obst ist denkbar einfach. Ich wasche das Obst und schäle es oder auch nicht (Äpfel und Birnen grundsätzlich nicht, weil ich die Chips dann schöner finde) und entferne wenn notwendig das Kerngehäuse. Danach hoble ich sie ganz dünn mit meinem V-Hobel* in dünne Scheiben und lege sie nebeneinander auf die Dörreinschübe. 
Man kann das Obst, wenn man Wert darauf legt, dass es sich beim Trocknen nicht verfärbt, mit verdünntem Zitronensaft besprühen oder sogar kurz darin "baden", das halte ich aber für überflüssig. Ich heize das Dörrgerät lieber auf 50°C vor, während ich das Obst vorbereite und schiebe die beladenen Einschübe dann in den bereits aufgeheizten Dörrautomaten. Ich bilde mir ein, dass das Obst dadurch nicht ganz so stark verfärbt. 
Zu niedrige Trockentemperaturen bergen das Risiko, dass sich unerwünschte Bakterien vermehren, daher bin ich kein großer Fan vom Dörren bei Rohkost-temperatur (maximal 42°C).

Besonders sehr weiches und zuckriges Obst sollte während der Trockenzeit ein- bis zweimal gewendet werden, da die Scheiben leicht an den Einschüben festkleben und sich später nur noch mühsam lösen lassen. Ich wende die Scheiben daher, sobald die Oberfläche abgetrocknet ist.
Die Trockenzeit richtet sich natürlich immer nach der Obstsorte, dem Frischegrad und der Dicke der Scheiben, da lassen sich keine konkreten Angaben machen. 

Bananenchips, Apfelringe, Feigen-, Birnen- und AnanaschipsBesonders gute Erfahrungen habe ich mit Äpfeln, Birnen, Erdbeeren, Bananen, Orangen, Kiwi, Feigen und Ananas gemacht. Mango klappt auch sehr gut. Beeren habe ich bisher noch nicht getrocknet, das steht aber auf jeden Fall auch noch auf meiner ToDo-Liste.
Baiser aus dem Dörrautomaten mit ErdbeerchipsNatürlich kann man die fertigen Obstchips nicht nur so wegknabbern, sondern sie sind auch eine tolle Deko für Desserts, Kuchen und Eis.
Nicht nur Erdbeerchips oder Ananasblumen (ich finde, die Ananaschips sehen aus wie kleine Sonnenblumen) machen sich großartig, auch ein Apfel- oder Birnenring verschönert ruckzuck eine simple Nachspeise. 

Optimal gelagert werden die Obstchips entweder vakuumiert*, wie ich es gestern beim Beef Jerky bereits gezeigt habe oder luftdicht und möglichst lichtgeschützt und kühl in Dosen oder Gläsern. Habt trotzdem immer ein Auge darauf und kontrolliert ab und zu, ob die Vorräte noch ok sind.

Wenn das Obst komplett durchgetrocknet ist, also wirklich keine Restfeuchtigkeit mehr enthält, kann man es auch sehr gut in einem Food Processor mahlen und das Fruchtpulver für Desserts, Torten, Eis oder Pralinen verwenden. Dieses Pulver eignet sich aber nur zur zeitnahen Verwendung, da es recht schnell Feuchtigkeit zieht und klumpt.

Getrocknete Champignons, Steinpilze und Pfifferlinge
Ganz wichtig für meine Vorratshaltung sind getrocknete Pilze, die müssen immer auf Lager sein. Euch ist vielleicht am Dienstag bei meinem Gemüsebrühpulver aufgefallen, dass ich dort keine Pilze mittrockne, sondern nur das reine Gemüse verwende. Das mache ich, weil ich das Pulver möglichst vielfältig einsetzen und nicht immer zwangsläufig auch das Pilzaroma dabei haben möchte. Ich trockne diese Zutaten daher lieber getrennt und bin so freier in der Verwendung. Ich bin generell kein großer Freund von Gewürzmischungen, sondern arbeite lieber spontan mit Einzelgewürzen und Komponenten - mal abgesehen von einigen ganz wenigen Mischungen. 

Die Pilzsorten, die ich immer auf Lager habe, sind Champignons, Steinpilze und Pfifferlinge. Champignons verwende ich gerne für Suppen und Fonds, Steinpilze und Pfifferlinge eignen sich auch getrocknet hervorragend für Pastasaucen, Kartoffelbrei oder Risotti. Die Steinpilze mahle ich darüberhinaus noch teilweise und verwende das Pulver zum Würzen von Saucen, etc.
Pilze wie die Krause Glucke lassen sich auch ganz hervorragend in Röschen trocknen und dann als Chips knabbern. Das klappt aber natürlich nur mit Pilzen, die zum rohen Verzehr geeignet sind, da die Pilze im Dörrgerät ja nicht wirklich gegart werden.

Ich bereite die Pilze zum Trocknen vor, indem ich sie vorsichtig von Erde und anderen Anhaftungen befreie und sie dann entweder im Ganzen (Pfifferlinge) oder in Scheiben nebeneinander auf die Trockeneinschübe lege. Bei 45-50°C trockne ich sie, bis sie komplett durchgetrocknet sind und bewahre sie dann lichtgeschützt in Gläsern auf.

Getrocknete Tomaten
Getrocknete Tomaten dürfen in der Dörrabteilung meines Vorratsregals natürlich auch nicht fehlen. Ich besorge mir dafür möglichst fleischige Roma-Tomaten und halbiere sie. Komplett durchgetrocknet und vakuumiert halten sie problemlos über die tomatenlose Jahreszeit hinweg und ich habe immer getrocknete Tomaten für Saucen, Antipasti, usw. auf Vorrat.

Getrocknete Gemüsechips (Zucchini, Aubergine, Sellerie)
Gerade erst für mich entdeckt habe ich Gemüsechips. Mein erster Versuch mit Kartoffelchips aus dem Dörrautomaten ist vor ein paar Monaten leider kläglich gescheitert, weil mir die gedörrten Kartoffeln gar nicht geschmeckt haben, Auberginen, Zucchini und Sellerie finde ich aber großartig. 
Bisher habe ich das Gemüse wie gehabt in dünne Scheiben geschnitten und dann mit etwas Salz, Piment d'Espelette* und gerne auch Za'atar bestreut. Genau wie die Obstchips, werden sie dann bei 50°C gedörrt, bis sie komplett durchgetrocknet sind. Sie werden ausgesprochen knusprig und haben ein sehr intensives Aroma. So schmeckt sogar Zucchini richtig gut :o)
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Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips

Wenn man zur Zeit über den Wochenmarkt schlendert, fällt besonders die reichhaltige Tomatenauswahl auf. Auf dem Isemarkt gibt es Stände mit weit über 50 Sorten und ich steh jede Woche davor und weiß gar nicht, wo ich als Erstes anfangen soll. Der Einfachheit halber schnappe ich mir dann immer einen Beutel und arbeite mich einmal komplett durch - zuhause kommt allerdings nur gerade mal die Hälfte an, denn die kleinen Kirschtomaten sind so lecker und aromatisch, dass sie schon auf dem Heimweg ratzfatz mit einem Haps im Mund verschwunden sind.

Letzten Freitag habe ich zusätzlich zu einer nicht ganz so bescheidenen Auswahl Kirschtomaten noch einige gelbe Fleischtomaten mitgenommen und daraus am Wochenende diese Tomaten-Paprikasuppe zubereitet. Die perfekte Mahlzeit bei knapp 30°!

Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips
Teller: westwing.de*, Bierglas: Braufactum*
Eine rote Tomatensuppe hab ich ja bereits im Archiv, deshalb habe ich mich diesmal bewusst für eine gelbe entschieden und an meinem Lieblingstomaten-stand reichlich gelbe "Suppentomaten" gekauft, also sehr reife und weiche Tomaten, die nicht mehr für den regulären Verkauf taugen, aber perfekt für Suppen und Saucen sind. Dazu noch zwei Paprikaschoten und fertig war die Grundlage für eine wunderbare und preisgünstige Sommersuppe.

Gelbe Tomaten-Paprikasuppe in der Cocotte
Tomatencocotte: Staub*
Als knusprige Beilage habe ich ein Fladenbrot vom Vortag zu Fladenbrotchips verarbeitet, ein paar mit Za'atar, den Rest mit ganz fein geriebenem Käse. Natürlich könnt Ihr aber auch jedes andere helle Brot verwenden - was Ihr halt gerade daheim habt. 
Ich hab in diesem Rezept mal wieder ein paar recht spezielle Zutaten verwendet, die ich sehr gerne mag. Selbstverständlich könnt Ihr diese Suppe aber auch ohne, bzw. mit einem anderen Essig, Chilipulver oder Wein zubereiten - wie immer ist mein Rezept nur eine Anregung, die Ihr nach vorhandenen Zutaten und Geschmack abwandeln könnt/sollt. Genau das Gleiche gilt für die Tomaten, wenn Ihr keine gelben Tomaten bekommt, verwendet einfach rote, letztendlich ist das nur ne optische Geschichte. Aber hübsch schaut es schon aus, oder?

Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips

Zutaten
1 Zwiebel
Olivenöl zum Anschwitzen
50 ml Weißwein (bei mir Grauburgunder von Diehl*)
2 confierte Knoblauchzehen
1,5 kg gelbe Tomaten
500 g gelbe Paprika
2 TL Gemüsebrühpulver

1/4 TL Lemon Myrtle*
Salz 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 TL Rohrohrzucker 
2 TL Lemon Basil Bay & Juniper Vinegar*
50 ml Olivenöl

Außerdem
200 g bunte Kirschtomaten
1 rote Frühlingszwiebel
1 Zweig Basilikum (ausschl. die Blätter)
grob gemahlener schwarzer Pfeffer
Salz
eine Prise Piment d'Espelette
Fladenbrotchips

Zubereitung
Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und aufkochen lassen. Die Tomaten und Paprika putzen, bei den Tomaten den Stielansatz und bei der Paprika das Kerngehäuse entfernen, dann zu den Zwiebeln geben. Mit Gemüsebrühpulver würzen, dann ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Tomaten und Paprika weich sind. Mit Piment d'Espelette, Salz, Pfeffer, Lemon Myrtle, Zucker und Essig abschmecken. 
Als Einlage die Kirschtomaten in Stücke und Scheiben schneiden, Basilikum zupfen oder in Streifen schneiden, miteinander vermischen und mit Pfeffer, Salz und Piment d'Espelette würzen.
Die fertige Suppe in einem Blender oder mit einem Stabmixer pürieren, dann durch ein feines Sieb passieren. Zurück in den Blender geben und im laufenden Betrieb das Olivenöl einlaufen lassen. Kräftig aufmixen, auf Teller verteilen, die vorbereiteten Kirschtomaten hinein geben und mit Fladenbrotchips servieren.
Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips

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Feigensenf

Senf Nr. 3 in meiner kleinen kuriosen Senfmühle! Nach meinem ersten, dem Bock-biersenf und dem wunderbar fruchtigen Erdbeersenf habe ich heute Feigensenf für Euch. 
Mir macht das Senfen immer mehr Spaß und ich freue mich riesig, dass ich als Senf-Junkie jetzt meine ganz eigenen Kreationen nach meinem persönlichen Geschmack zusammenbasteln kann. Seit ich mit dem Senfen angefangen habe, hab ich tat-sächlich gar keinen mehr gekauft, sondern bin sozusagen Selbstversorger in Sachen Senf.
Dieser Feigensenf ist deutlich milder als seine beiden Vorgänger und hat nur ein leichtes Senfaroma, genaugenommen ist es also eher eine Feigensenfsauce, die wunderbar zu Käse schmeckt. Wenn ich Euch demnächst eine Käseplatte à la Kuriositätenladen vorstelle, wird dieser Senf auf jeden Fall auch zum Einsatz kommen.

Feigensenf

Zutaten
500 g frische, möglichst reife Feigen
50 g Rohrohrzucker
100 ml Portwein*
1 TL Salz
1/4 TL Piment d'Espelette*

Zubereitung
Die Feigen putzen (nicht schälen) in Stücke schneiden und zusammen mit dem Zucker, Portwein, Essig in eine Schüssel geben, einmal alles verrühren und über Nacht ziehen lassen. 
Am nächsten Tag die Senfsaat in den Mixtopf geben, ein Küchenpapier unter den Messbecher legen (so wird verhindert, dass das Senfmehl durch die Ritzen nach außen gelangt) und 20 Sekunden auf Stufe 10 fein mahlen. Das Senfmehl in eine Schüssel umfüllen.

Die mazerierten Feigen mitsamt der Flüssigkeit zum Kochen bringen und für 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Von der Platte ziehen und das Senfmehl unterrühren. Je nach Belieben mit einem Pürierstab pürieren, dann in zuvor sterilisierte Gläser füllen und die Gläser fest verschließen.

Um den Feigensenf dauerhaft haltbar zu machen, die Gläser direkt nach dem Befüllen bei 90°C für 30 Minuten einkochen. 

Gebackenes Frühstücksmüsli mit Beeren

Ihr habt sicher schon bemerkt, dass meine Sonntagsfrühstücke einigermaßen eierlastig sind, oder? Ich liebe Eier und fröhne dieser Leidenschaft sonntags ausgiebig. Heute habe ich Euch aber ausnahmsweise mal ein Sonntagsfrühstück mitgebracht bei dem das Ei an sich nicht im Vordergrund steht, sondern nur eine Nebenrolle spielt. Natürlich ist es auch heute wieder dabei, aber es sticht nicht sofort ins Auge. Heute gibt es gebackenes Müsli! MÜSLI im Kuriositätenladen! :o)

Gebackenes Frühstücksmüsli mit Beeren

Mit Müsli kann man mich eigentlich jagen, ich mag Haferflocken mit Kakaopulver und Milch und wenn's sein muss auch mal Cornflakes oder Smacks, da hört's dann aber auch schon auf. Am liebsten ist mir immer noch ein Käsebrot oder eben eine Eierspeise oder etwas anderes Herzhaftes. Eier im Glas, Rührei, kalte Pizza oder Fischbrötchen. Das liebe ich alles sehr - auch gerne schon morgens um 6 - aber Müsli ist nichts für mich. 
Meinem Mann schmeckt Müsli dagegen aber sehr gut, deshalb hab ich mir für ihn eine besondere Sonntagsvariante überlegt, gebackenes Müsli mit frischen Beeren.

Gebackenes Frühstücksmüsli mit Beeren
Dieses "Müsli" lässt sich sehr schnell frisch zubereiten, man kann es aber auch schon am Vorabend backen und dann am nächsten Tag kalt essen oder nochmal kurz erwärmen. Es ist durch den Eierguss und die Beeren enorm saftig und schmeckt besonders mit etwas kalter Milch ganz wunderbar.
Die Reste könnt Ihr am nächsten Tag einfach in ein Weckglas umfüllen und dann auf der Arbeit nochmal genießen. Toll, oder? 
Da mein Mann sehr begeistert war, werde ich Euch zukünftig regelmäßig saisonale Rezepte auf der Basis eines gebackenen Müslis vorstellen. Ich bin gespannt, wie sie Euch gefallen!
Schönen Sonntag!

Gebackenes Frühstücksmüsli mit Beeren
Zutaten
200 ml Vollmilch
2 Eier
70 g Rapshonig
1 TL Weinsteinbackpulver*
1/4 TL Salz
100 g frische Himbeeren
100 g frische Heidelbeeren

Zubereitung
Die Milch mit den Eiern, Honig, Vanille und Salz und Backpulver verrühren. Die 6-Korn-Flocken unterrühren und die Beeren behutsam unterheben. 
Eine kleine Auflaufform ausbuttern, die Müslimasse hineingeben und gleichmäßig verteilen. Bei 180°C für ca. 30 Minuten backen, etwas abkühlen lassen und mit Milch servieren.

Meine perfekte Käsesauce für Pasta

Mein Soulfood Nr. 1 ist Kartoffelbrei. Das liegt nicht nur am Geschmack, sondern auch daran, dass es das Erste war, was ich nach meiner Chemo überhaupt zu mir nehmen konnte. Mir wurde damals zwar gesagt, ich solle in dieser Zeit möglichst nichts essen, was ich besonders gerne mag, weil die Giftbrühe und ihre Neben-wirkungen evtl. dafür sorgen können, dass der Appetit auf diese Gerichte nachhaltig beeinträchtigt wird, aber nachdem ich direkt nach meinem ersten Giftcocktail Kartoffelbrei gegessen und wunderbar vertragen habe, war es DAS Essen, das ich nach jedem Durchgang zubereitet habe. Seitdem gibt es immer, wenn ich etwas ganz Besonderes brauche Kartoffelbrei :o)

Casareccia mit Käsesauce
Flasche: Soulbottles, Glas: Butlers
Während mein "besonderes Essen" also Kartoffelbrei ist, ist es für meinen Mann glaube ich Pasta mit dieser Käsesauce, denn die kann/soll/muss ich immer nach langen, nervigen und anstrengenden Arbeitstagen, bei schlechtem Wetter oder ebensolcher Laune machen. Ich sag da natürlich nicht Nein, denn Pasta ist per se schonmal lecker und eine gute Käsesauce toppt das Ganze noch. 
Richtig perfekt wird die Sauce erst, seit ich den Thermomaten, auch bekannt als Thermomix, habe. Natürlich kann man die Sauce auch in einem Topf kochen und dann pürieren, es ist aber schon sehr verlockend, einfach alles in den Topf zu schmeißen und sich dann nicht mehr weiter drum kümmern zu müssen. Gerade an doofen Tagen weiß ich den Thermomix das besonders zu schätzen. Durch das anschließende Aufmixen wird sie wunderbar cremig, ein Traum sag ich Euch!

Meine bevorzugten Käsesorten für diese Sauce hab ich im Rezept aufgeführt, die konkrete Angabe ist aber eher für mich gedacht (sonst vergess ich wieder, welchen Käse ich da verwendet hab) oder für die unter Euch, die die Sauce tatsächlich 1:1 nachbauen möchten. Alle, die meine Rezepte eher als Anregung denn als starre Vorgabe sehen, verwenden einfach einen kräftigen Bergkäse oder einen anderen festen Schnittkäse, der Euch besonders gut schmeckt. Er darf ruhig ein wenig Bumms haben.

Schwarzseekäse

Zutaten
300 g Comté oder Schwarzseekäse
1/2 Zwiebel
40 g Butter
40 g Mehl
100 g Weißwein (bei mir Grauburgunder von Diehl*)
400 g Milch
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
1/4 TL Piment d'Espelette*

Zubereitung im Thermomix
Die Rinde des Käses entfernen und grob in Stücke schneiden. In den Mixtopf geben und 20 Sekunden auf Stufe 10 zerkleinern. Den Käse in eine Schüssel umfüllen und beiseite stellen.
Die Zwiebel schälen und halbieren. In den Mixtopf geben und 3 Sekunden auf Stufe 10 zerkleinern, dann mit dem Spatel nach unten schieben. Die Butter zufügen und 3 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 anschwitzen. Das Mehl ebenfalls dazugeben und weitere 3 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 anschwitzen. Weißwein und Milch zufügen und 7 Minuten bei 90°C auf Stufe 4 garen. In der Zwischenzeit die Pasta al dente kochen. 
Den Käse zur Sauce geben und 4 Minuten bei 90°C auf Stufe 3 schmelzen lassen, dann die Sauce mit Salz (sparsam, da der Käse ebenfalls Salz mitbringt), Pfeffer, Muskat-nuss und etwas Piment d'Espelette würzen
Die Pasta abgießen, auf Teller verteilen und die Sauce dazu reichen. Die Saucen-menge ist ausreichend für 500 g Pasta.

Zubereitung ohne Thermomix
Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen. Das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen verrühren, so dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Kurz weiter Anschwitzen, dann den Wein und kalte Milch dazugeben und kräftig Rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Pasta kochen und den Käse reiben. 
Den Käse zu der Béchamel geben und verrühren bis eine cremige Sauce entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette und Muskatnuss würzen. 
Je nach Geschmack so servieren oder in einen Blender umfüllen und kräftig pürieren, bis eine glatte Sauce entstanden und die Zwiebelstückchen verschwunden sind.
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Tomatentarte mit Ziegenkäse

Wir starten mit einem meiner aktuellen Lieblingsrezepte in die neue Woche, diese Tomatentarte könnte ich nämlich zur Zeit jeden zweiten Tag essen und damit Ihr die Tomatensaison genauso intensiv ausnutzen könnt wie ich, möchte ich das Rezept so schnell wie möglich unter die Leute, resp. Leser bringen.
Eigentlich ist diese Tarte gar nichts Besonderes, man benötigt nur wenige Zutaten und sie ist auch sehr schnell gemacht. Sie hat einen ganz simplen Mürbeteigboden, keinen super aufwendigen Eierguss, sondern der Boden wird nur mit Senf bestrichen und mit Tomatenscheiben und Ziegenkäsetalern belegt, doch die Kombination mit etwas Honig macht daraus eine der leckersten Tartes, die ich bisher gegessen habe. 

Tomatentarte mit Ziegenkäse
Tarteform mit Hebeboden*
Ich kenne diese Tarte schon ein paar Jahre, bzw. habe sie bereits oft in französischen Blogs gesehen, fand die Kombination aber bisher sehr gewöhnlich und dachte, dass sie enorm dröge sein muss. 
In diesem Jahr hab ich aber einen enormen Tomatenjieper und probiere daher gerne auch mal was Neues aus, außerdem hab ich mich mittlerweile von "Ich esse nur Mädchenkäse" zu "Der Käse darf gerne auch ein kleinwenig Wumms haben" entwickelt, so dass junger Ziegenkäse absolut ok ist.

Tomatentarte mit Ziegenkäse in der Vorbereitung
Winkelpalette*
Die Tartes, die ich Euch bisher vorgestellt habe, hatten ja alle einen Eierguss und sind deshalb auch entsprechend sättigender. Diese Tarte ist aber eine wunderbar leichte Sommertarte und sie schmeckt dazu auch großartig bei dem bevorstehenden Frühherbstwetter oder mit einem leckeren Salat als leichtes Abendessen.
Verwendet für die Tarte unbedingt eine möglichst aromatische Fleischtomate, die haben einen geringeren Wasseranteil und setzen die Tarte daher nicht unnötig unter Wasser. Ich nehme am liebsten Vierländer Platte, eine hiesige Fleischtomatensorte, aber natürlich eignen sich auch Ochsenherzen ganz wunderbar. Schaut Euch einfach mal bei Eurem Gemüsehändler oder auf dem Wochenmarkt um, was es dort so für Sorten gibt und macht diese Tarte nach, ganz bald!

Tomatentarte mit Ziegenkäse

Mürbeteig
250 g Mehl, Type 405
125 g kalte Butter
1 Eigelb
50 ml kaltes Wasser
1/2 TL Salz

Belag
grober Senf (bei mir Bockbiersenf)
2-3 Fleischtomaten (bei mir Vierländer Platte)
Olivenöl
5 Picandou (französische Ziegenkäsetaler)
frischer Thymian
grober schwarzer Pfeffer
Akazienhonig*

Zubereitung
Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit einen Pastry Blender* möglichst schnell zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in einem Gefrierbeutel 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte darauf verteilen. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken, dann herausnehmen, die Hülsenfrüchte und das Papier entfernen und etwas abkühlen lassen.


Den Tarteboden mit Senf bestreichen, dann leicht überlappend mit Tomatenscheiben belegen. Etwas Olivenöl darüberträufeln und mit grob gemahlenem Pfeffer bestreuen. Die Ziegenkäsetaler quer halbieren und die Scheiben auf den Tomaten verteilen. Mit etwas frischem Thymian bestreuen und bei 180°C für ca. 35 Minuten backen, bis der Käse leicht gebräunt ist. 
Herausnehmen und sofort mit etwas Honig beträufeln, dann servieren. 
Vierländer Platte
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Gebackene Süßkartoffeln mit Joghurtdip

Kennt und mögt Ihr Süßkartoffeln? Ich liebe diese knubbeligen Wurzeln sehr und habe gerade in den letzten Monaten eine besondere Vorliebe dafür entwickelt.
Nachdem ich kürzlich endlich die perfekten knusprigen Süßkartoffelfritten gegessen habe (die blogge ich demnächst auch noch, versprochen), gibt es sie besonders oft in der ofengebackenen Version - entweder so im Ganzen, oder auch in Scheiben geschnitten. 
Ich brauche dann eigentlich nur noch einen schnellen Joghurtdip und evtl. einen leckeren Salat dazu und bin ein sehr zufriedener Mensch. Fleisch? Das vermisse ich bei so einem leckeren Essen auf keinen Fall. 

Gebackene Süßkartoffeln mit Joghurtdipp
kleiner Teller: Butlers, großer Teller: hab ich vergessen :o)
Durch das Garen im Ofen bleibt besonders viel Aroma in den Süßkartoffeln erhalten und sie bekommen eine wunderbar buttrige Konsistenz. Die Kartoffeln lassen sich dann so auslöffeln und zergehen förmlich auf der Zunge. 
Geschmacklich und auch was die Konsistenz betrifft, gehen Süßkartoffeln ungefähr in Richtung Kürbis, schmecken mir aber deutlich besser, weil sie viel geschmackiger sind. Ihr könnt aber eigentlich die meisten Kürbisrezepte auch mit Süßkartoffeln umsetzen - das ist sicher nicht nur für Singles interessant, die nicht unbedingt immer einen ganzen Kürbis kaufen möchten, sondern auch alle Kürbisliebhaber, die außerhalb der Saison Appetit ein Kürbisgericht haben. Wenn Ihr sie noch nicht kennen solltet, probiert Süßkartoffeln unbedingt einmal aus, Ihr verpasst sonst was!

Süßkartoffeln vor dem Backen
Backblech: Ikea, Messerblock: Zwilling*
Zutaten
2 Süßkartoffeln
3 TL Za'atar
2 TL grobes Meersalz*
grob gemahlener schwarzer Pfeffer
3 EL Olivenöl

Joghurtdip
300 g Süzmejoghurt (10%)
3 EL Olivenöl
confierte Knoblauchzehen
1/4 - 1/2 TL Piment d'Espelette*
1/2 TL Cumin*
1/4 TL Sumach
1/4 TL Lemon Myrtle*

Außerdem 
1 rote Frühlingszwiebel

Zubereitung
Das Za'atar mit Salz, Pfeffer und Olivenöl verrühren, dann die Süßkartoffeln damit einreiben und auf ein Backblech legen. 
Bei 180°C für ca. 45 Minuten (kommt auf die Größe der Süßkartoffeln an) backen, bis die Kartoffeln komplett durchgegart sind und leicht karamellisiert sind. 

In der Zwischenzeit den Joghurtdip zubereiten. Dafür die konfierten Knoblauch-zehen in eine Schüssel geben und mit einer Gabel fein zerdrücken. Den Joghurt und die Gewürze dazugeben und alles sehr gründlich miteinander verrühren. 

Die gebackenen Süßkartoffeln auf Tellern anrichten, mit zwei Gabeln "aufziehen" und mit einem guten Klecks Joghurtdip und in Ringe geschnittener Frühlingszwiebel servieren.
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Taboulé mit Beeren und Feta

Die diesjährige verkorkste Erdbeersaison hat einen Vorteil, ich hab selten soviel mit anderen Beeren gemacht wie in diesem Jahr. Ich bin sozusagen ein kleines bisschen im Beerenfieber. 
Während ich vor ein paar Jahren im Leben nicht daran gedacht hätte, Beeren, bzw. Obst im Allgemeinen in herzhaften Gerichten zu verarbeiten, bin ich auch auf dem Gebiet immer experimentierfreudiger geworden und bereits so manches Mal über meinen Schatten gesprungen. Der heutige Salat zeigt wieder wunderbar, wie großartig Beeren in Salaten schmecken - das ist quasi ein prima Einstieg für Obst-in-herzhaftem-Essen-Anfänger, denn sie sind kalt und verleihen dem Salat eine herrlich fruchtige Note.
Wir haben uns dazu ausnahmsweise ein paar Kaisergranat gegönnt, die ich nur mit etwas Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt, gegrillt habe. Der Salat schmeckt aber auch großartig als Beilage zu vegetarischen oder fleischhaltigen Gerichten. 

Taboulé mit Beeren und Feta
Lieblingsteller: westwing.de, Glas: Depot, Schüssel: Oma
Zutaten
1/2 TL Salz
200 g kochendes Wasser
Abrieb einer unbehandelten Bio-Zitrone
2 EL gutes Olivenöl
1 EL glatte Petersilie, grob gehackt
1 EL Minze, fein gehackt
1 Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten
150 Feta
150 g Blaubeeren
100 g Himbeeren
50 g Brombeeren

Zubereitung
Den Bulgur mit dem Salz und Piment d'Espelette in eine große Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Verrühren, so dass sich das Salz auflöst. Den Bulgur quellen und komplett abkühlen lassen.
Die Frühlingszwiebelringe, Zitronenabrieb, Petersilie, Minze und Olivenöl dazugeben und alles miteinander vermischen. Beeren und Feta unterheben und vor dem Servieren etwas durchziehen lassen.
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Onigiri mit Avocado und Himbeeren

Bereits gestern habe ich Euch zum Frühstück Beeren serviert und das wird sich, wie ich gerade in meinem "Blogplan" gesehen habe, diese Woche auch nicht ändern, denn bis inkl. Freitag enthalten alle drei noch folgenden Rezepte Beeren. Da die Erdbeersaison bei uns ja bekanntlich nicht so dolle ausfällt, weiche ich auf andere Beeren aus, es gibt ja glücklicherweise reichlich Auswahl. 

Himbeeren haben es mir in diesem Jahr ganz besonders angetan, daher habe ich die, die bei der Eton Mess von vorletzter Woche übrig geblieben sind, direkt beim nächsten Mittagessen aufgebraucht.
Onigiri kennt Ihr ja bereits spätestens, seit ich sie im letzten Jahr mit Karotten-Kinpara zubereitet habe und ich liebe sie nach wie vor heiß und innig. Im Prinzip sind es überdimensionale Sushihäppchen, die ganz nach Geschmack gefüllt werden - da gibt es kaum Grenzen und wie Ihr gleich seht, muss es kein roher Fisch sein. 

Teller: westwing.de*, Essstäbchen: Asia-Shop
Für diese Variante habe ich zuerst den Reis mit kleingeschredderten Norialgen* aromatisiert. Diese Tüten gibt es im Asiashop und sie enthalten neben den klein- geschredderten Norialgen auch noch Sesamsaat und Gewürze. 1-2 EL zusätzlich zum Sushi-Zu, also der Essigmischung, mit der der Reis aromatisiert wird, und er bekommt diesen ganz typischen, besonders leckeren Sushigeschmack, den alle Sushifans sicher genauso lieben wie ich.


Im Gegensatz zu Sushi, sind Onigiri sehr viel einfacher gemacht. Die typische Form sind diese Dreiecke*, von denen eins schon eine wunderbare Zwischenmahlzeit oder ein zweites Frühstück ist. Ich hab aber außerdem auch noch eine Kugelform, die ich Euch demnächst mal zeige. 
Damit Ihr die Onigiri später unfallfrei aus der Form bekommt, ist es ganz wichtig, dass Ihr die Form immer gut feucht haltet, dann löst sich der Reis eigentlich problemlos aus der Form. Man muss sie nur 1-2x kräftig auf die Tischplatte aufschlagen und schon sind sie einzelnen Onigiri "aus der Form befreit".

Onigiri-Form*
Um die Onigiriformen gleichmäßig zu befüllen, verwende ich mal wieder einen Eiskugelportionierer*. Ich gebe eine "Kugel" Reis in die Onigiri-Form, drücke ihn fest, ziehe ihn am Rand hoch und gebe dann in die entstandene Mulde die jeweilige Füllung. Dann kommt eine zweite Kugel Reis obendrauf und wird grob festgedrückt. Das Finish bekommt der Onigiri durch das Aufsetzen des Deckels, der alles gleich- mäßig zusammenpresst.
Bei den anderen Onigiri habe ich ein Stückchen Norialge drumgewickelt, diesmal hat eine Ecke ein kleines Sesamhäubchen bekommen - sieht doch auch ganz hübsch aus, oder? 


Zutaten für 12 Onigiri

Sushi-Reis
500 g Sushi-Reis*
600 g Wasser
1 postkartengroßes Stück Kombu*
6 EL Mirin*
3 EL Zucker 
1 1/2 TL Salz

Füllung
1 reife Hass-Avocado
Saft einer viertel Limette
Eine Prise Piment d'Espelette*
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
ca. 12 frische Himbeeren

Außerdem
heller Sesam

Zubereitung 
Den Sushireis in ein Sieb geben und im Spülbecken in kaltem Wasser sorgfältig waschen, bis das Wasser klar bleibt. Je nach Reis können da zwei bis drei Wasch- gänge notwendig sein. Unter klarem Wasser abspülen und ca. 30 Minuten abtropfen lassen. 
Den Reis mit dem Wasser in einen Topf geben und das Stück Kombu darauflegen. Damit er sein Aroma optimal entfalten kann, die Oberfläche mehrfach einritzen oder das Stück einschneiden. 
Bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen, dann die Temperatur stark reduzieren (bei mir genügt Stufe 1 von 9) und den Reis ca. 15 Minuten dämpfen lassen. Den Topf vom Herd ziehen und weitere 10 Minuten ruhen lassen. 
In der Zwischenzeit den Essig mit Zucker und Salz zum Kochen bringen und Rühren, bis sich Zucker und Salz vollständig aufgelöst haben. Beiseite stellen. 

Den Kombu entfernen und die Essigmischung über dem Reis verteilen, die Norialgen dazugeben und behutsam unterheben. In eine möglichst weite Schüssel umfüllen und dort komplett auskühlen lassen.

Für die Füllung die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit dem Limettensaft und den Gewürzen zerdrücken und vermischen.
Die Onigiriform* befeuchten, etwas Reis hineingeben, festdrücken und eine Mulde in die Mitte drücken. Einen TL Avocadocreme hineingeben und eine Himbeere draufsetzen. Mit Reis bedecken, den Deckel aufsetzen und festdrücken.
Den gepressten Onigiri aus der Form nehmen und beiseite setzen, dann mit dem Rest des Reises und der Füllung genauso verfahren.

Sesam in eine Schüssel geben, dann eine Spitze der Onigiri hineindrücken. Je nach Geschmack mit Soja-* oder Sweet Chili Sauce* servieren.

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Kräutercremesüppchen mit Brotchips

Besondere Neuanschaffungen erfordern besondere Rezepte. Als ich mir kürzlich diese wunderschöne neue/alte Suppentasse gegönnt habe, musste ich n büschen überlegen, womit ich sie einweihe. 
Hühnersuppe mit Sternchennudeln wäre eine Möglichkeit gewesen, aber ich wollte das Rezept ja auch bloggen und die Hühnersuppe hab ich schon in zwei Ausführungen im Archiv. Fischsuppe wäre natürlich perfekt, lenkt aber wahr- scheinlich optisch zu sehr von der Tasse ab, also musste es etwas Schlichtes ein. Kartoffelsuppe mag ich nicht, Tomatenzeit ist noch nicht, aber Kräuter, die wachsen ja gerade bei dem aktuellen Wetter wie Unkraut. 
   
Kräutercremesüppchen mit Brotchips
Die besten Kräuter Hamburgs (von der Gärtnerei Sannmann mal abgesehen) gibt es meiner Meinung nach bei Malte Jahn auf dem Isemarkt, bzw. auf den anderen Märkten, die er besucht. 
Keiner hat so knackige und frische Kräuter wie er und auch die Auswahl ist riesig. Bei ihm gibt es nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Petersilie, Schnittlauch, Rosmarin und Thymian, sondern auch wunderbare Brunnenkresse, Borretsch, Sauer- ampfer, Pimpinelle, Knolauch, Portulak, Schnittlauch- und später im Jahr Dillblüten, usw. Also alles für Grüne Sauce oder ein leckeres Brunnenkressesüppchen
Die Kräuter sind aber nicht nur superfrisch, sondern die Bunde auch noch riesengroß, es lohnt sich also wirklich, sich dafür ab und zu in den Trubel des Isemarktes zu stürzen. 

Natürlich müsst Ihr Euch, wenn Ihr diese leckere Suppe nachkochen möchtet, nicht sklavisch an die Grammangaben halten. Das sind zwar die von mir verwendeten Mengen, aber n büschen mehr oder weniger von den jeweiligen Kräutern schadet wirklich nicht. Wie immer gilt, seid kreativ, wandelt ab und lasst Eurer Fantasie freie Lauf!

Kräutercremesüppchen mit Brotchips
Als knusprige Beilage habe ich zu der Suppe Brotchips gereicht. Ich hatte noch einen Rest Sauerteigbrot rumliegen, der bereits etwas zu trocken zum Essen war und hab den so dünn wie möglich mit der Brotschneidemaschine aufgeschnitten. Damit die Chips besonders knusprig werden, habe ich die Scheiben ganz dünn mit etwas Rapsöl bestrichen, bzw. eigentlich sogar eher betupft und dann im Backofen knusprig gebacken - wie lange das dauert, hängt natürlich von der Dicke der Scheiben ab. 
Sie schmecken warm mit etwas Fleur de Sel bestreut, aber auch kalt sind sie eine tolle Knusperbeilage zu einer leckeren Suppe. 

Kräutercremesüppchen mit Brotchips
Zutaten
1 Schalotte
Rapsöl zum Anschwitzen
100 g mehligkochende Kartoffel, geschält
500 ml Gemüsebrühe
150 ml Sahne
100 ml Milch
100 g Brunnenkresse
50 g glatte Petersilie 
40 g Sauerampfer, geputzt 
1 Beet Gartenkresse
30 g Borretsch, geputzt 
20 g Schnittlauch, geputzt 
20 g Kerbel, geputzt 
10 g Knolauch
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Außerdem 
Schnittlauchblüten zur Dekoration
Sauerteigbrot 

Zubereitung
Die Schalotte schälen und fein würfeln. In einem Topf in etwas Rapsöl glasig anschwitzen, dann die geschälten und gewürfelten Kartoffeln dazugeben und kurz mit anschwitzen, dann die Gemüsebrühe angießen und die Kartoffelwürfel gar kochen. In der Zwischenzeit die Kräuter waschen, gründlich trockenschleudern, verlesen und grob zerteilen, dann ziehen sie im Blender besser ein. 
Die Kartoffeln, inkl. der Brühe in einen Blender oder Food Processor umfüllen, die Sahne und Milch dazugeben und pürieren.
Die Kräuter ebenfalls dazugeben und solange pürieren, bis eine cremige Suppe entstanden ist. Evtl. nochmals mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
Die Suppe zurück in einen Topf umfüllen und auf Esstemperatur erhitzen (ca. 80-90°C), nicht kochen, sonst wird die Suppe grau. 

Für die Brotchips ein Sauerteigbrot mit der Brotschneidemaschine in so dünne Scheiben schneiden wie möglich. Nebeneinander mit nur wenig Öl bepinseln und bei 180°C im Backofen backen, bis sie leicht gebräunt sind. Herausnehmen, abkühlen lassen und als Beilage zu der Suppe reichen. 
Kräutercremesüppchen mit Brotchips
 

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