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Harissapaste, hausgemacht

Wer wie ich keinen so wahnsinnig süßen Zahn hat, der freut sich zu Weihnachten, aber auch zu anderen passenden Gelegenheiten, sicher sehr über ein selbst-gemachtes herzhaftes Mitbringsel.
Ich mag hausgemachte Gewürzpasten und andere Grundzutaten immer ganz besonders gerne und hab mich deshalb mal dran gemacht und eine eigene Harissa-version ausgetüftelt. Natürlich ist es nicht DAS Harissa-Originalrezept, denn das gibt es genausowenig wie ein Original Grünkohlrezept. Die Zutaten variieren immer und jeder Koch bereitet das Rezept nach seinem persönlichen Geschmack zu. 
Weil ich gerade für einen Super-Spezial-Chilieintopf eine sehr reiche Auswahl verschiedener Chilisorten auf Lager hatte, hab ich ganz tief ins Chiliglas gegriffen und von allem etwas dazugegeben. Von mildsüßen Anchos, über säuerlich-bittere Guajillos, bis hin zu rauchige Chipotles ist alles dabei und das Ergebnis ist wirklich klasse - probiert es mal aus! 
Den Rest der Chilischoten verwerte ich dann Anfang nächsten Jahres in dem bereits erwähnten Super-Spezial-Chili. 

Harissa
Zutaten
4 Spitzpaprika
kochendes Wasser
1 TL Koriandersaat*
1 EL Fenchelsaat*
1 TL Cuminsaat*
4 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
2 TL pürierte Salzzitronen, hausgemacht
Salz
4 EL Olivenöl*
1 TL Weißweinessig

Zubereitung
Den Grill des Backofens bei 250°C aufheizen. Die Paprikaschoten rundherum einölen und auf ein Backblech legen. 
In den Backofen schieben und solange grillen, bis die Oberseiten der Paprikaschoten richtig schwarz geworden sind, dann auf die andere Seite drehen und weitergrillen, bis auch die andere Seite der Paprikaschoten "verkohlt" ist.
Herausnehmen und die Paprikaschoten sofort in eine Schüssel geben und abdecken, so dass sie schwitzen. Die Haut löst sich dann leichter. 
Die getrockneten Chilischoten mit kochendem Wasser übergießen und eine Stunde ziehen lassen.
In der Zwischenzeit die Koriander-, Fenchel- und Cuminsaat trocken in einer Pfanne bei mittlerer Hitze anrösten, bis sie anfangen zu duften. Auf einen Teller geben und abkühlen lassen. 
Die Haut der Paprikaschoten abziehen, dann aufschneiden und auseinanderklappen. Die Kerne herausschaben und die gesäuberte Paprikaschote in einen Standmixer geben. 
Das Wasser, in dem die Chilischoten eingelegt sind, abgießen und die Chilischoten gut ausdrücken.
Alle Zutaten in den Standmixer geben und solange pürieren, bis eine glatte Masse entstanden ist. In ein sauberes Glas umfüllen und mit Öl bedeckt im Kühlschrank lagern.  
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Sugo di Pomodoro ~ Pizzaiola

... oder schlicht und einfach eine richtig gute hausgemachte Tomatensauce, darum geht es heute. 

Wenn der Appetit groß ist, es mit dem Abendbrot mal wieder ganz schnell gehen soll, aber kein Brot mehr daheim vorrätig ist, wirkt eine anständige Portion Spaghetti mit Tomatensauce Wunder, da stimmt Ihr mir sicher zu. 
Damit ich für solche spontanen Hungerattacken jederzeit gewappnet bin, habe ich in meinem Vorratsregal immer auch ein paar Gläser dieser Tomatensauce stehen, die ich aber natürlich nicht nur für Spaghetti und andere Pasta verwende, sondern auch als Pizzabelag oder als Sauce zu kurzgebratenem Fleisch. Die Möglichkeiten sind nahezu endlos, denn diese Tomatensauce ist ein wahres Allroundtalent - selbst als Basis für eine Tomatensuppe eignet sie sich wunderbar. Vergesst also alle Fertigsaucen aus dem Supermarkt, meine Sauce ist in Nullkommanix gekocht, lässt sich problemlos einkochen und schmeckt um ein Vielfaches besser als jedes Fertig-produkt.

Tomatensugo ~ PizzaiolaWahrscheinlich wundert Ihr Euch, weshalb ich diese Sauce mit Dosentomaten koche, obwohl ich doch immer wieder dafür plädiere, regionale Produkte während der Saison zu konsumieren und für den Rest des Jahres haltbar zu machen. Die Antwort ist einfach: bei Tomatensauce hört's für mich auf, denn selbst im Hochsommer haben die regionalen Tomaten in unseren Breiten einfach nicht das Aroma dieser Dosentomaten und frische Tomaten aus Italien muss ich auch nicht unbedingt importieren. 
Ich esse zwar sehr gerne und reichlich frische regionale Tomaten und koste die Saison im wahrsten Sinne des Wortes von Anfang bis Ende aus, zum Einkochen ist das aber nichts. 
Im Rezept habe ich Euch meine Lieblings-Dosentomaten verlinkt, die ich immer dann verwende, wenn ich Tomaten ver- oder einkoche - es sei denn, ich koche gelbe Tomatensuppe oder röste die Tomaten vorher im Backofen...

Sugo di Pomodoro ~ Pizzaiola
Zutaten
150 g Zwiebeln, sehr fein gewürfelt
Olivenöl* zum Anschwitzen
6 confierte Knoblauchzehen
4 Dosen Pelati*
1 EL Rohrohrzucker
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL getrockneter Oregano*

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. Zusammen mit dem Knoblauch in einen Topf geben, den Knoblauch mit einer Gabel zerdrücken und beides in etwas Olivenöl anschwitzen. 
Die Pelati zufügen und mit einem Kartoffelstampfer* zerdrücken. Das Lorbeerblatt zufügen und die Tomaten ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dann mit Salz, Zucker, Pfeffer und etwas Piment d'Espelette abschmecken und mit Oregano würzen. Nochmals 15 Minuten köcheln lassen. 

Einkochen der Sauce
In der Zwischenzeit die gründlich gereinigten Twist-Off-Gläser für 15 Minuten bei 150°C im Backofen sterilisieren. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser auffüllen und ebenfalls 10 Minuten abkochen. Die abgeschmeckte Sauce heiß in die Gläser einfüllen und sofort fest verschließen. 
Zum Einkochen die Gläser in einen Wecktopf* oder alternativ einen großen Kochtopf* (ich verwende seit einiger Zeit einen normalen, entsprechend großen Kochtopf, weil der deutlich besser isoliert ist und die Hitze so besser leitet und hält) stellen. Den Boden mit Küchenpapier auslegen, dann die Gläser hineinstellen und soviel Wasser angießen, dass die Gläser zu mindestens 2/3 im Wasser stehen. Das Wasser sollte ungefähr die Temperatur der Sauce haben. Das Wasser jetzt auf 90°C erhitzen und die Sauce bei geschlossenem Deckel für 45 Minuten einkochen. Die Gläser herausnehmen (ich verwende dafür einen Konservenglasheber*) und voll-ständig auskühlen lassen. Die Sauce ist, so haltbar gemacht, mindestens 1 Jahr haltbar. 
Tipp
Zum einfachen Beschriften meiner Gläser verwende ich einen weißen Pump-Edding*, der lässt sich später einfach mit einer Edelstahl-Spirale* entfernen.  
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Obst, Gemüse und Pilze im Dörrautomaten getrocknet

In Deutschland werden Dörrautomaten sicher nach wie vor am häufigsten zu Herstellung von Obstchips eingesetzt und auch ich mache sehr gerne Apfelringe, Bananenchips & Co. - für meinen Mann, denn ich selbst mag keine Obstchips. 
Durch das Dörren werden die Chips einfach zu süß für meinen Geschmack, denn der enthaltene Fruchtzucker entweicht ja nicht, sondern konzentriert sich auf noch engerem Raum. Ein Apfelring genügt schon und ich brauch sofort wieder ein Käse-brot. Der Mann freut sich dafür umso mehr, denn er liebt besonders die Bananen-chips und Apfelringe sehr. 

Bananenchips, Apfelringe, Feigen-, Birnen- und Ananaschips
Das Trocknen von Obst ist denkbar einfach. Ich wasche das Obst und schäle es oder auch nicht (Äpfel und Birnen grundsätzlich nicht, weil ich die Chips dann schöner finde) und entferne wenn notwendig das Kerngehäuse. Danach hoble ich sie ganz dünn mit meinem V-Hobel* in dünne Scheiben und lege sie nebeneinander auf die Dörreinschübe. 
Man kann das Obst, wenn man Wert darauf legt, dass es sich beim Trocknen nicht verfärbt, mit verdünntem Zitronensaft besprühen oder sogar kurz darin "baden", das halte ich aber für überflüssig. Ich heize das Dörrgerät lieber auf 50°C vor, während ich das Obst vorbereite und schiebe die beladenen Einschübe dann in den bereits aufgeheizten Dörrautomaten. Ich bilde mir ein, dass das Obst dadurch nicht ganz so stark verfärbt. 
Zu niedrige Trockentemperaturen bergen das Risiko, dass sich unerwünschte Bakterien vermehren, daher bin ich kein großer Fan vom Dörren bei Rohkost-temperatur (maximal 42°C).

Besonders sehr weiches und zuckriges Obst sollte während der Trockenzeit ein- bis zweimal gewendet werden, da die Scheiben leicht an den Einschüben festkleben und sich später nur noch mühsam lösen lassen. Ich wende die Scheiben daher, sobald die Oberfläche abgetrocknet ist.
Die Trockenzeit richtet sich natürlich immer nach der Obstsorte, dem Frischegrad und der Dicke der Scheiben, da lassen sich keine konkreten Angaben machen. 

Bananenchips, Apfelringe, Feigen-, Birnen- und AnanaschipsBesonders gute Erfahrungen habe ich mit Äpfeln, Birnen, Erdbeeren, Bananen, Orangen, Kiwi, Feigen und Ananas gemacht. Mango klappt auch sehr gut. Beeren habe ich bisher noch nicht getrocknet, das steht aber auf jeden Fall auch noch auf meiner ToDo-Liste.
Baiser aus dem Dörrautomaten mit ErdbeerchipsNatürlich kann man die fertigen Obstchips nicht nur so wegknabbern, sondern sie sind auch eine tolle Deko für Desserts, Kuchen und Eis.
Nicht nur Erdbeerchips oder Ananasblumen (ich finde, die Ananaschips sehen aus wie kleine Sonnenblumen) machen sich großartig, auch ein Apfel- oder Birnenring verschönert ruckzuck eine simple Nachspeise. 

Optimal gelagert werden die Obstchips entweder vakuumiert*, wie ich es gestern beim Beef Jerky bereits gezeigt habe oder luftdicht und möglichst lichtgeschützt und kühl in Dosen oder Gläsern. Habt trotzdem immer ein Auge darauf und kontrolliert ab und zu, ob die Vorräte noch ok sind.

Wenn das Obst komplett durchgetrocknet ist, also wirklich keine Restfeuchtigkeit mehr enthält, kann man es auch sehr gut in einem Food Processor mahlen und das Fruchtpulver für Desserts, Torten, Eis oder Pralinen verwenden. Dieses Pulver eignet sich aber nur zur zeitnahen Verwendung, da es recht schnell Feuchtigkeit zieht und klumpt.

Getrocknete Champignons, Steinpilze und Pfifferlinge
Ganz wichtig für meine Vorratshaltung sind getrocknete Pilze, die müssen immer auf Lager sein. Euch ist vielleicht am Dienstag bei meinem Gemüsebrühpulver aufgefallen, dass ich dort keine Pilze mittrockne, sondern nur das reine Gemüse verwende. Das mache ich, weil ich das Pulver möglichst vielfältig einsetzen und nicht immer zwangsläufig auch das Pilzaroma dabei haben möchte. Ich trockne diese Zutaten daher lieber getrennt und bin so freier in der Verwendung. Ich bin generell kein großer Freund von Gewürzmischungen, sondern arbeite lieber spontan mit Einzelgewürzen und Komponenten - mal abgesehen von einigen ganz wenigen Mischungen. 

Die Pilzsorten, die ich immer auf Lager habe, sind Champignons, Steinpilze und Pfifferlinge. Champignons verwende ich gerne für Suppen und Fonds, Steinpilze und Pfifferlinge eignen sich auch getrocknet hervorragend für Pastasaucen, Kartoffelbrei oder Risotti. Die Steinpilze mahle ich darüberhinaus noch teilweise und verwende das Pulver zum Würzen von Saucen, etc.
Pilze wie die Krause Glucke lassen sich auch ganz hervorragend in Röschen trocknen und dann als Chips knabbern. Das klappt aber natürlich nur mit Pilzen, die zum rohen Verzehr geeignet sind, da die Pilze im Dörrgerät ja nicht wirklich gegart werden.

Ich bereite die Pilze zum Trocknen vor, indem ich sie vorsichtig von Erde und anderen Anhaftungen befreie und sie dann entweder im Ganzen (Pfifferlinge) oder in Scheiben nebeneinander auf die Trockeneinschübe lege. Bei 45-50°C trockne ich sie, bis sie komplett durchgetrocknet sind und bewahre sie dann lichtgeschützt in Gläsern auf.

Getrocknete Tomaten
Getrocknete Tomaten dürfen in der Dörrabteilung meines Vorratsregals natürlich auch nicht fehlen. Ich besorge mir dafür möglichst fleischige Roma-Tomaten und halbiere sie. Komplett durchgetrocknet und vakuumiert halten sie problemlos über die tomatenlose Jahreszeit hinweg und ich habe immer getrocknete Tomaten für Saucen, Antipasti, usw. auf Vorrat.

Getrocknete Gemüsechips (Zucchini, Aubergine, Sellerie)
Gerade erst für mich entdeckt habe ich Gemüsechips. Mein erster Versuch mit Kartoffelchips aus dem Dörrautomaten ist vor ein paar Monaten leider kläglich gescheitert, weil mir die gedörrten Kartoffeln gar nicht geschmeckt haben, Auberginen, Zucchini und Sellerie finde ich aber großartig. 
Bisher habe ich das Gemüse wie gehabt in dünne Scheiben geschnitten und dann mit etwas Salz, Piment d'Espelette* und gerne auch Za'atar bestreut. Genau wie die Obstchips, werden sie dann bei 50°C gedörrt, bis sie komplett durchgetrocknet sind. Sie werden ausgesprochen knusprig und haben ein sehr intensives Aroma. So schmeckt sogar Zucchini richtig gut :o)
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Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips

Wenn man zur Zeit über den Wochenmarkt schlendert, fällt besonders die reichhaltige Tomatenauswahl auf. Auf dem Isemarkt gibt es Stände mit weit über 50 Sorten und ich steh jede Woche davor und weiß gar nicht, wo ich als Erstes anfangen soll. Der Einfachheit halber schnappe ich mir dann immer einen Beutel und arbeite mich einmal komplett durch - zuhause kommt allerdings nur gerade mal die Hälfte an, denn die kleinen Kirschtomaten sind so lecker und aromatisch, dass sie schon auf dem Heimweg ratzfatz mit einem Haps im Mund verschwunden sind.

Letzten Freitag habe ich zusätzlich zu einer nicht ganz so bescheidenen Auswahl Kirschtomaten noch einige gelbe Fleischtomaten mitgenommen und daraus am Wochenende diese Tomaten-Paprikasuppe zubereitet. Die perfekte Mahlzeit bei knapp 30°!

Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips
Teller: westwing.de*, Bierglas: Braufactum*
Eine rote Tomatensuppe hab ich ja bereits im Archiv, deshalb habe ich mich diesmal bewusst für eine gelbe entschieden und an meinem Lieblingstomaten-stand reichlich gelbe "Suppentomaten" gekauft, also sehr reife und weiche Tomaten, die nicht mehr für den regulären Verkauf taugen, aber perfekt für Suppen und Saucen sind. Dazu noch zwei Paprikaschoten und fertig war die Grundlage für eine wunderbare und preisgünstige Sommersuppe.

Gelbe Tomaten-Paprikasuppe in der Cocotte
Tomatencocotte: Staub*
Als knusprige Beilage habe ich ein Fladenbrot vom Vortag zu Fladenbrotchips verarbeitet, ein paar mit Za'atar, den Rest mit ganz fein geriebenem Käse. Natürlich könnt Ihr aber auch jedes andere helle Brot verwenden - was Ihr halt gerade daheim habt. 
Ich hab in diesem Rezept mal wieder ein paar recht spezielle Zutaten verwendet, die ich sehr gerne mag. Selbstverständlich könnt Ihr diese Suppe aber auch ohne, bzw. mit einem anderen Essig, Chilipulver oder Wein zubereiten - wie immer ist mein Rezept nur eine Anregung, die Ihr nach vorhandenen Zutaten und Geschmack abwandeln könnt/sollt. Genau das Gleiche gilt für die Tomaten, wenn Ihr keine gelben Tomaten bekommt, verwendet einfach rote, letztendlich ist das nur ne optische Geschichte. Aber hübsch schaut es schon aus, oder?

Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips

Zutaten
1 Zwiebel
Olivenöl zum Anschwitzen
50 ml Weißwein (bei mir Grauburgunder von Diehl*)
2 confierte Knoblauchzehen
1,5 kg gelbe Tomaten
500 g gelbe Paprika
2 TL Gemüsebrühpulver

1/4 TL Lemon Myrtle*
Salz 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 TL Rohrohrzucker 
2 TL Lemon Basil Bay & Juniper Vinegar*
50 ml Olivenöl

Außerdem
200 g bunte Kirschtomaten
1 rote Frühlingszwiebel
1 Zweig Basilikum (ausschl. die Blätter)
grob gemahlener schwarzer Pfeffer
Salz
eine Prise Piment d'Espelette
Fladenbrotchips

Zubereitung
Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und aufkochen lassen. Die Tomaten und Paprika putzen, bei den Tomaten den Stielansatz und bei der Paprika das Kerngehäuse entfernen, dann zu den Zwiebeln geben. Mit Gemüsebrühpulver würzen, dann ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Tomaten und Paprika weich sind. Mit Piment d'Espelette, Salz, Pfeffer, Lemon Myrtle, Zucker und Essig abschmecken. 
Als Einlage die Kirschtomaten in Stücke und Scheiben schneiden, Basilikum zupfen oder in Streifen schneiden, miteinander vermischen und mit Pfeffer, Salz und Piment d'Espelette würzen.
Die fertige Suppe in einem Blender oder mit einem Stabmixer pürieren, dann durch ein feines Sieb passieren. Zurück in den Blender geben und im laufenden Betrieb das Olivenöl einlaufen lassen. Kräftig aufmixen, auf Teller verteilen, die vorbereiteten Kirschtomaten hinein geben und mit Fladenbrotchips servieren.
Gelbe Tomaten-Paprikasuppe mit Brotchips

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Onigiri mit Avocado und Himbeeren

Bereits gestern habe ich Euch zum Frühstück Beeren serviert und das wird sich, wie ich gerade in meinem "Blogplan" gesehen habe, diese Woche auch nicht ändern, denn bis inkl. Freitag enthalten alle drei noch folgenden Rezepte Beeren. Da die Erdbeersaison bei uns ja bekanntlich nicht so dolle ausfällt, weiche ich auf andere Beeren aus, es gibt ja glücklicherweise reichlich Auswahl. 

Himbeeren haben es mir in diesem Jahr ganz besonders angetan, daher habe ich die, die bei der Eton Mess von vorletzter Woche übrig geblieben sind, direkt beim nächsten Mittagessen aufgebraucht.
Onigiri kennt Ihr ja bereits spätestens, seit ich sie im letzten Jahr mit Karotten-Kinpara zubereitet habe und ich liebe sie nach wie vor heiß und innig. Im Prinzip sind es überdimensionale Sushihäppchen, die ganz nach Geschmack gefüllt werden - da gibt es kaum Grenzen und wie Ihr gleich seht, muss es kein roher Fisch sein. 

Teller: westwing.de*, Essstäbchen: Asia-Shop
Für diese Variante habe ich zuerst den Reis mit kleingeschredderten Norialgen* aromatisiert. Diese Tüten gibt es im Asiashop und sie enthalten neben den klein- geschredderten Norialgen auch noch Sesamsaat und Gewürze. 1-2 EL zusätzlich zum Sushi-Zu, also der Essigmischung, mit der der Reis aromatisiert wird, und er bekommt diesen ganz typischen, besonders leckeren Sushigeschmack, den alle Sushifans sicher genauso lieben wie ich.


Im Gegensatz zu Sushi, sind Onigiri sehr viel einfacher gemacht. Die typische Form sind diese Dreiecke*, von denen eins schon eine wunderbare Zwischenmahlzeit oder ein zweites Frühstück ist. Ich hab aber außerdem auch noch eine Kugelform, die ich Euch demnächst mal zeige. 
Damit Ihr die Onigiri später unfallfrei aus der Form bekommt, ist es ganz wichtig, dass Ihr die Form immer gut feucht haltet, dann löst sich der Reis eigentlich problemlos aus der Form. Man muss sie nur 1-2x kräftig auf die Tischplatte aufschlagen und schon sind sie einzelnen Onigiri "aus der Form befreit".

Onigiri-Form*
Um die Onigiriformen gleichmäßig zu befüllen, verwende ich mal wieder einen Eiskugelportionierer*. Ich gebe eine "Kugel" Reis in die Onigiri-Form, drücke ihn fest, ziehe ihn am Rand hoch und gebe dann in die entstandene Mulde die jeweilige Füllung. Dann kommt eine zweite Kugel Reis obendrauf und wird grob festgedrückt. Das Finish bekommt der Onigiri durch das Aufsetzen des Deckels, der alles gleich- mäßig zusammenpresst.
Bei den anderen Onigiri habe ich ein Stückchen Norialge drumgewickelt, diesmal hat eine Ecke ein kleines Sesamhäubchen bekommen - sieht doch auch ganz hübsch aus, oder? 


Zutaten für 12 Onigiri

Sushi-Reis
500 g Sushi-Reis*
600 g Wasser
1 postkartengroßes Stück Kombu*
6 EL Mirin*
3 EL Zucker 
1 1/2 TL Salz

Füllung
1 reife Hass-Avocado
Saft einer viertel Limette
Eine Prise Piment d'Espelette*
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
ca. 12 frische Himbeeren

Außerdem
heller Sesam

Zubereitung 
Den Sushireis in ein Sieb geben und im Spülbecken in kaltem Wasser sorgfältig waschen, bis das Wasser klar bleibt. Je nach Reis können da zwei bis drei Wasch- gänge notwendig sein. Unter klarem Wasser abspülen und ca. 30 Minuten abtropfen lassen. 
Den Reis mit dem Wasser in einen Topf geben und das Stück Kombu darauflegen. Damit er sein Aroma optimal entfalten kann, die Oberfläche mehrfach einritzen oder das Stück einschneiden. 
Bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen, dann die Temperatur stark reduzieren (bei mir genügt Stufe 1 von 9) und den Reis ca. 15 Minuten dämpfen lassen. Den Topf vom Herd ziehen und weitere 10 Minuten ruhen lassen. 
In der Zwischenzeit den Essig mit Zucker und Salz zum Kochen bringen und Rühren, bis sich Zucker und Salz vollständig aufgelöst haben. Beiseite stellen. 

Den Kombu entfernen und die Essigmischung über dem Reis verteilen, die Norialgen dazugeben und behutsam unterheben. In eine möglichst weite Schüssel umfüllen und dort komplett auskühlen lassen.

Für die Füllung die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit dem Limettensaft und den Gewürzen zerdrücken und vermischen.
Die Onigiriform* befeuchten, etwas Reis hineingeben, festdrücken und eine Mulde in die Mitte drücken. Einen TL Avocadocreme hineingeben und eine Himbeere draufsetzen. Mit Reis bedecken, den Deckel aufsetzen und festdrücken.
Den gepressten Onigiri aus der Form nehmen und beiseite setzen, dann mit dem Rest des Reises und der Füllung genauso verfahren.

Sesam in eine Schüssel geben, dann eine Spitze der Onigiri hineindrücken. Je nach Geschmack mit Soja-* oder Sweet Chili Sauce* servieren.

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Ofenpommes ~ Ofenfritten

Fritten. Pommes. Kartoffelstäbchen.
Egal, wie sie heißen, ich liebe sie alle. Pommes gehören tatsächlich zu den wenigen Gerichten, die ich nicht nur zu jeder Tages- und Nachtzeit, sondern auch problemlos jeden zweiten Tag essen kann. Wahrscheinlich sogar jeden Tag, aber es muss ja noch etwas Abwechslungsspielraum für Pizza, Pasta, Sushi, Kartoffelbrei und Schoko- pudding bleiben :o)

Ofenpommes ~ Ofenfritten
Als ich mich noch vegetarisch ernährt habe, waren Pommes immer eine sichere Bank, denn damals sah die "vegetarische Alternative" auf deutschen Speisekarten entweder die Salatbeilage, ne gemischte Gemüsepfanne/Gemüseauflauf oder eben Pommes vor. Ich hab mich natürlich für Pommes entschieden, versteht sich von selbst.
Früher gab es dazu immer Ketchup, mittlerweile bin ich aber auf die dunkle Seite der Macht gewechselt und esse meine Pommes am liebsten mit Mayo. Bevorzugt natürlich selbstgemacht, ich sage aber auch zu einem Klecks Emil-Mayo* nicht nein. Emil-Mayonnaise ist die mit Abstand beste Fertigmayo, die ich bisher gegessen habe und hat noch den deutlichen Vorteil, dass sie vegan ist. Da ich bisher keine eihaltige Mayo gefunden habe, für die Bruderhahn-Eier verwendet werden, für mich ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium. 
Für den Gatten gibt es die Pommes auch mit Mayo oder mit selbstgemachtem Curry-Ketchup und ab und zu gönnt er sich einen kräftigen Spritzer Malt Vinegar*. Mir wird bei dem Gedanken daran schon übel, aber wer Essigchips isst, der versaut sich die guten Pommes auch mit diesem fürchterlichen Essig ;o)

Ofenpommes ~ Ofenfritten
Aber zurück zu den Pommes, es gibt noch viel dazu zu sagen!
Die perfekten Pommes, bzw. in diesem Fall Fritten sind natürlich frittiert, zweimal um es genauer zu sagen. Wie man das richtig macht, hat die Frittenqueen Nata von Pastasciutta vor einigen Jahren gezeigt. Genauso macht man das und nicht anders. 
Da ich aber meist keine Lust zum Frittieren habe, und schon gar nicht, wenn ich nebenbei noch andere Sachen mache, habe ich jetzt mal Ofenpommes ausprobiert - quasi der kleine Bruder der frittierten Originale. 
Eins vorweg, die Ofenpommes schmecken natürlich nicht genauso wie Fritten, sondern schon anders. Die Oberfläche ist anders, sie werden nicht genauso knusprig und das Innenleben ist auch weicher. ABER! Das macht sie nicht weniger lecker, nur eben anders. 
Da Ofenpommes deutlich länger garen müssen als Fritten, werden sie auch zwangs- läufig sehr viel brauner - nicht wundern bitte. 

Geschälte Kartoffeln für Ofenpommes
Genau wie für Fritten, ist auch für Ofenpommes die Wahl der richtigen Kartoffel von Bedeutung. Ich habe ebenfalls mehligkochende Kartoffeln genommen und die ordentlich gewaschen, geschrubbt und anschließend grob geschält. Grob deshalb, weil ich sehr gerne knusprige Kartoffelschale mag - von mir aus könnte die auch ganz dranbleiben.

Gestiftelte Kartoffeln für Ofenpommes
Die geschälten Kartoffeln werden anschließend in knapp 1 cm dicke Scheiben und diese wiederum in Stifte geschnitten, so dass schöne dicke Pommesrohlinge entstehen. Wenn Ihr es lieber lang und dürr mögt, schneidet die Stifte einfach entsprechend zu. 
Damit die Pommes schön knusprig werden, müssen die Rohlinge erstmal in kaltem Wasser baden, so dass die überschüssige Stärke austreten kann. In der Regel reicht es da, das Wasser einmal zu wechseln. 
Sobald das Wasser klar bleibt, abgießen und die Kartoffelstifte liebevoll auf einem sauberen Geschirrhandtuch abtrocknen. 

Gespülte und abgetrocknete Kartoffelstifte für Ofenpommes
Jetzt geht's zurück in die vorher abgetrocknete Schüssel (sonst werden die Kartoffelstifte ja wieder feucht und das wollen wir nicht) und Ihr könnt Eurer Phantasie in puncto Würze freien Lauf lassen. 
Ganz klassisch wäre reines Salz, ganz verwegene Pommesenthusiasten wagen aber sicher auch schon einmal eine Kombi aus Salz und Paprikapulver ;o) Scherz.
Salz und Paprika dürfen natürlich auf keinen Fall fehlen, ansonsten solltet Ihr Euch aber ruhig mal ordentlich austoben. 
Ein bisschen Schärfe, etwas Lemon Myrtle für die frische Note, evtl. sogar mal orientalische Pommes mit Cumin und Sumach. Hach, es gibt so viele Gelegenheiten, Ofenpommes als Beilage zu reichen. 
Damit die Pommes schön knusprig werden, brauchen sie einen dünnen Film Öl. Es reichen da schon 2 EL auf ein Kilo Kartoffeln, denn zu viel ist eher kontraproduktiv. 

Gewürzte Kartoffelstifte
Die gewürzten Kartoffelstifte werden möglichst gleichmäßig nebeneinander auf einem mit Backpapier ausgelegte Backblech verteilt. Achtet dabei drauf, dass sie nicht zu sehr übereinanderliegen, dann werden sie schön knusprig und braun. Wenn Ihr - so wie ich - den Hals nicht vollkriegen könnt und das Backblech maximal vollstopft, dauert's entsprechend länger und der Magen knurrt irgendwann so laut, dass besorgte Nachbarn nach dem Rechten schauen.
In der Zwischenzeit müsst Ihr dann nur noch ne Dippsauce zubereiten, natürlich hab ich da auch die ein oder andere Alternative im Angebot.
Ofenpommes vor dem Backen
Zutaten
1 kg mehligkochende Kartoffeln, möglichst groß
1/4 TL Lemon Myrtle*
1 Messerspitze Piment d'Espelette*
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Salz
2 EL Rapsöl
1 Zweig frischer Rosmarin oder 3 Zweige Thymian

Zubereitung
Die Kartoffeln waschen und gründlich schrubben. Je nach Geschmack komplett oder teilweise schälen (oder auch gar nicht), dann längs in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und die wiederum in ebenso dicke Stifte. Die rohen Fritten in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser auffüllen, 5 Minuten stehen lassen, dann das Wasser austauschen. 
Wasser abgießen und die Fritten auf ein Küchentuch geben, gründlich abtrocknen. Die abgetrockneten Fritten mit den Gewürzen und dem Öl in eine Schüssel geben und alles miteinander vermengen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 220°(Umluft) für 30-45 Minuten backen, zwischendurch evtl. einmal wenden.
Ofenpommes ~ Ofenfritten
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Edamame mit Sesam und Sojasauce

Esst Ihr gerne Sushi und geht ab und zu zum Japaner Sushi essen? Dann kennt Ihr sicher Edamame, das sind unreife Sojabohnen, die in der Schale gegart und dann mit etwas Salz bestreut, serviert werden. Häufig drehen die beim Running-Sushi auch ihre Runden.
Ich mag Edamame sehr gerne, fand aber immer, dass sie noch ein wenig Pepp vertragen können, denn nur n büschen Salz obendrüber ist ja soooo spannend auch nicht. Edamame selbst schmecken aromatischer als beispielsweise Favabohnen und haben einen leicht nussigen Geschmack. Ihr bekommt sie gefroren im Asiashop, entweder bereits gepult oder wie in diesem Fall in der Schale.

Edamame mit Sesam und Sojasauce
Da ich geröstetes Sesamöl unheimlich gerne mag, hab ich die fertig gegarten Edamame darin angeschwitzt und dann noch mit etwas Sojasauce, Piment d'Espelette und Limettensaft abgeschmeckt. Nach Belieben feines Meersalz und schwarzen Sesam obendrüber und fertig ist ein wunderbarer Snack der nicht nur vor oder zum Sushi, sondern auch einfach mal zwischendurch schmeckt - ich kann gar nicht aufhören, wenn ich einmal angefangen habe. 

Edamame mit Sesam und Sojasauce
Die Edamame werden ja, wie Ihr auf den Bildern seht, in der Schale gegart, d.h., die Gewürze dringen natürlich in der Kürze der Zeit kaum zu den Bohnen durch, sondern würzen eigentlich hauptsächlich die Schale. Damit Ihr das volle Sesam-Edamame-Gefühl bekommt, müsst Ihr die Edamame aus den Schalen zuzeln, also son büschen raussaugen. 
Liest sich das jetzt eklig? Isses aber nicht, denn Edamamezuzeln ist viel harmloser als das Zuzeln von Weißwürsten ;o)

Edamame mit Sesam und Sojasauce
Zutaten
200 g gefrorene Edamame 
1 TL Natron 
1 TL Limettensaft 
feines Meersalz und schwarzer Sesam nach Geschmack

Zubereitung
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Natron zufügen und die Edamame für 5 Minuten kochen. In Eiswasser abschrecken, dann gut abtropfen lassen.
Sesamöl in einer Pfanne erhitzen, die Edamame scharf von allen Seiten anbraten, dann mit Sojasauce und Limettensaft ablöschen und durchschwenken. Mit Piment d'Espelette würzen und servieren.
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Bärlauchpaste | Bärlauchbutter | TK-Bärlauch

In den meisten Ecken Deutschlands beginnt jetzt die Bärlauchsaison oder läuft sogar schon auf Hochtouren. Auch ich habe am Wochenende die Gelegenheit genutzt und bin auf die Bärlauchjagd gegangen, um meinen Jahresvorrat wieder aufzufüllen. Das Wetter lud zwar nicht gerade zu einem Waldspaziergang ein, aber so war der Bärlauch quasi schon vorgewaschen - hat alles seine Vor- und Nachteile. 
Einige unter Euch werden sich vielleicht wundern, weshalb ich den Bärlauch nicht in meinem Dörrgerät* trockne, das mache ich aber bewusst nicht, da ich getrockneten Bärlauch nicht mag. Meine Dörrte kann ja Vieles, Bärlauchtrocknen muss aber nicht sein.

Da die Bärlauchsaison ja verhältnismäßig kurz ist, ich aber auch das restliche Jahr über ungern darauf verzichten möchte, sammle ich quasi soviel ich tragen kann (in diesem Jahr waren es 1,2 Kilo) und mache ihn dann auf drei Arten haltbar, die ich Euch heute gerne vorstellen möchte. Rezepte mit Bärlauch gibt es dann in den nächsten Tagen gleich drei Stück. Die Zeit ist knapp, wir müssen uns beeilen!

Bärlauchpaste

Bärlauchpaste 

Für diese Paste wird der Bärlauch gründlich geputzt, d.h. gewaschen und die Stiele entfernt und trockengeschleudert. Danach einfach in grobe Stücke schneiden und in einen Blender oder Food Processor geben. Je Kraft des jeweiligen Mixermodells ist die Menge des benötigten Öls unterschiedlich hoch, daher verzichte ich auf eine genaue Mengenangabe.
Zu Beginn wird etwas Öl dazugegeben und dann das Gerät bei niedriger Geschwindigkeit angestellt. Die Geschwindigkeit dann schrittweise steigern und dabei weiteres Öl einlaufen lassen. Insgesamt nur soviel Öl einlaufen lassen, bis der Bärlauch vollständig eingezogen wird. Den Bärlauch möglichst fein pürieren, dabei evtl. zwischendurch im Mixbehälter vom Rand nach unten schieben.
Die fertige Paste in Gläser füllen, mit etwas Öl bedecken und entweder einige Wochen im Kühlschrank aufbewahren oder bis zu einem Jahr einfrieren.  

frischer Bärlauch
Bärlauchbutter

Ein Teil meiner Bärlauchbeute wird püriert und zu Bärlauchbutter verarbeitet. Auf Gewürze und andere Zutaten verzichte ich dabei aber erstmal, weil ich so später flexibler im Einsatz und der Würze der Butter bin und die Haltbarkeit verlängert wird. 
Da ich nicht möchte, dass meine Eiswürfelformen den Geschmack des Bärlauchs annehmen, lege ich eine Auflaufform mit Klarsichtfolie aus, fülle die Butter rein und friere sie dann ein. Sobald der Blog gefroren ist, schneide ich ihn in Würfel und gebe sie zur späteren leichte Entnahme in eine Dose oder einen Gefrierbeutel, der dann wieder in den Gefrierschrank wandert. 
Diese Butter schmeckt nicht nur wunderbar auf Brot, sondern es lässt sich auch sehr gut damit Backen, Kochen und Verfeinern. Die Bärlauchbutter ist mindestens 6 Monate haltbar, wenn nicht länger.

im Uhrzeigersinn: Bärlauchpaste, Bärlauchbutter, vakuumierter frischer Bärlauch
TK-Bärlauch

Bärlauch verliert beim Einfrieren leicht an Geschmack und Aroma, daher eignet sich diese Methode nicht zur langfristigen Aufbewahrung, ein paar Monate kann man aber schon rausholen. 
Ich wasche auch hierfür den Bärlauch und trockne ihn sehr gründlich. Anschließend wird er in einem Vakuumbeutel ausgebreitet und  mit dem Vakuumierer* verschlossen. Das Vakuum lasse ich nicht komplett ziehen, da der Bärlauch sonst zu sehr zerdrückt, aber es muss schon ne Menge Luft raus. 
Diesen Bärlauch verwende ich später für Risotti, zum Backen, usw. Also überall dort, wo ich noch etwas Struktur sehen möchte.  
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