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Rosenküchle

Ungewohnt und vor allem ungeplant ruhig hier, oder? Das liegt ausnahmsweise mal nicht an meiner Faulheit, sondern ich liege flach - so richtig komplett seit Anfang der Woche. Husten, Schnupfen, Heiserkeit, das volle Programm. 
Meine Warteschleife ist zwar eigentlich recht gut gefüllt und die Rezepte auch alle soweit fertig, es fehlen nur noch die Texte und dazu kann ich mich gerade nicht so recht aufraffen. 
Da der Karneval aber mittlerweile schon in vollem Gange ist und meine Rosenküchle mein diesjähriger Beitrag zu diesem für mich als Fischkopp exotischem Treiben ist, schreib ich Euch flugs noch ein paar Zeilen zu dieser vor Kurzem entdeckten Leckerei. Ihr sollt schließlich für die nächsten Tage vorbereitet sein!

Rosenküchle
Ihr wisst ja, dass ich alles liebe, was entweder Speck enthält oder frittiert ist, die Karnevalssaison ist daher für mich eigentlich eine wunderbare Zeit, denn gerade gibt es ja in den Karnevalshochburgen reichlich Schmalz- und Fettgebäck. 
Da ich schon Berliner in meinem Archiv hab und Euch neulich ja auch die süddeutschen Strauben/Funnel Cakes vorgestellt habe, ist heute ein weiteres Frittiergebäck dran, das man ebenfalls vorwiegend im süddeutschen Raum und Österreich zubereitet.
Rosenküchle sind ganz zart und knusprig. Mir fällt nichts Vergleichbares ein, aber sie sind sündhaft lecker!
  
Rosenküchle
Für die Zubereitung der Rosenküchle benötigt Ihr natürlich in erster Linie das richtige Rezept, außerdem aber noch ein Rosenküchleeisen*, mit dem die Rosenküchle ausgebacken werden. 
Ganz wichtig ist, dass das Eisen bereits ohne Teig im Frittierfett aufgeheizt wird, bevor es in den Teig getaucht wird. Es zutzelt dann kräftig und der Teig haftet am Eisen. 
Sobald das Eisen dann in das Frittierfett gehalten wird, blüht der/die/das Rosenküchle regelrecht auf und lässt sich leicht abschütteln, wenn er goldbraun ausgebacken ist. Er muss dann nur noch gut abtropfen und ordentlich gepudert werden und schon kann er aufgeknuspert werden. 

Frittierbad für Rosenküchle
Zutaten
300 g Mehl
5 Eier
250 ml Milch
40 g Rohrohrzucker
½ TL Salz
1 TL Rum (bei mir Whisky)
Mark einer Vanilleschote

Außerdem
Butterschmalz oder Pflanzenfett zum Ausbacken
reichlich Puderzucker

Zubereitung
Mehl, Eier, Milch, Zucker, Salz, Whisky und Vanillemark in einen Standmixer geben und aufmixen, bis ein glatter Teig entstanden ist. In eine Schüssel umfüllen und ruhen lassen, bis das Fett aufgeheizt ist.
Das Frittierfett in einen Topf geben und das Rosenküchleeisen* hineinstellen und mit aufheizen.
Das aufgeheizte Rosenküchleeisen in den Teig tauchen und darauf achten, dass es nicht untergetaucht wird, weil sich die Rosenküchle sonst nicht mehr lösen. Sofort in das heiße Fett tauchen und ca. 10-15 Sekunden frittieren, bis die Rosenküchle goldgelb sind.
Das Rosenküchleeisen herausnehmen und evtl. etwas hin- und herbewegen, dann lösen sich die Rosenküchle ganz leicht vom Eisen. Den Rosenküchle mit einem Schaumlöffel herausnehmen, gründlich abtropfen lassen und auf ein Küchenpapier geben.
Das Rosenküchleeisen wieder im Frittierfett aufheizen, dann mit dem Rest des Teiges weitermachen.
Die Rosenküchle mit Puderzucker bestreut servieren.
Quelle: Rezepte aus der Klosterküche, *Affiliatelink

Süßkartoffelsalat mit Speck

Kartoffelsalat war am Wochenende das Thema des letzten Synchronkochens. Normalerweise bin ich, gerade wenn es um Kartoffelsalat geht, nicht besonders experimentierfreudig, denn unser Lieblingskartoffelsalat, den wir jedes Jahr mit einer Wildschweinbratwurst zu Weihnachten essen, ist nicht umsonst unser absoluter Favorit, da stimmt einfach alles. 
Für das Synchronkochen wollte ich aber mal wieder etwas ganz anderes aus-probieren und habe deshalb direkt zu Süßkartoffeln gegriffen. Ich liebe Süß-kartoffeln, besonders wenn sie gebacken sind. Nicht nur geschmacklich sind sie dann unerreicht, auch die buttrige Konsistenz schmeckt großartig, davon hab ich Euch ja schon bei meiner Backofen-Süßkartoffel erzählt. 

Süßkartoffelsalat mit Speck
Bei diesem Kartoffelsalat hab ich die süßen, buttrig weichen Süßkartoffeln mit knusprigen Röstzwiebeln, würzig-salzigem Speck und frischem Feldsalat kombiniert. Das Dressing und der Ricotta salata (da könnt Ihr auch einen krümeligen Feta verwenden) bringen zusätzlich noch reichlich Geschmack mit.
Im Prinzip genügt da völlig eine große Portion Salat, wir haben aber noch eine kleine Merguez dazu gebraten, eine ganz wunderbare Ergänzung!

Wie immer, könnt Ihr Euch auch diesmal die ganzen Zwischenschritte und die Kreationen der anderen Teilnehmer auf Instagram anschauen, diesmal unter dem Hashtag #Synchronkartoffelsalat - da sind ganz tolle Rezepte zusammen-gekommen. 

Süßkartoffelsalat mit Speck
Zutaten
2 Süßkartoffeln
1 rote Zwiebel
1 EL Mehl
100 g Speck im Stück
1 Handvoll Feldsalat
100 g Ricotta salata
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Dressing
20 ml Cidreessig*
50 ml Rapsöl
1 TL Honig
1 confierte Knoblauchzehe, hausgemacht
½ TL Zitronenabrieb
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 EL glatte Petersilie

Zubereitung
Die Süßkartoffeln schälen und grob in Stücke schneiden. Mit Rapsöl einreiben, auf ein Backblech legen und mit Salz und Pfeffer würzen. Bei 180°C im Backofen für ca. 20-30 Minuten backen, bis die Kartoffelstücke gar sind.
In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Rundherum mehlieren und mit Salz und Pfeffer würzen, dann das überschüssige Mehl abklopfen und die Zwiebelstreifen in Öl knusprig ausbraten. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und beiseite stellen.
Den Schwarte des Specks abschneiden und den Speck in dünne Scheiben schneiden. In einer Pfanne auslassen und etwas knusprig braten, der Speck soll aber nicht zu dunkel werden, da er sonst hart wird.
Den Feldsalat waschen und putzen, dann gründlich trockenschleudern. Alle Zutaten für das Dressing in einen Standmixer geben und gründlich aufmixen.
Die Kartoffeln mit dem Salat auf einem Teller anrichten, Speck und Zwiebeln darüber verteilen, dann den Ricotta salata zerkrümeln und darüber geben. Mit dem Salatdressing beträufeln und servieren.

Dazu schmeckt eine kräftige Bratwurst, wie beispielsweise eine Merguez.
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Grilled-Cheese-Sandwich mit Steinpilzpesto

Es ist wieder soweit, heute ist Pestotag und ich habe das Pesto des Monats für Euch. In diesem Monat hab ich mich für ein Steinpilzpesto entschieden, denn da mein Mann keine Pilze mag, komme ich viel zu selten in den Genuss. Ich muss also jede Gelegenheit nutzen. 
Ein Pesto ist nicht nur perfekt für die schnelle Feierabendküche, wenn Ihr mal wieder keine Lust habt, groß zu kochen, sondern es ist auch sehr vielfältig in der "Anwendung". Pesto mit Nudeln ist natürlich die klassische Version, aber Pesto kann noch viel mehr. Es schmeckt großartig als Dipp zu Gemüse, man kann damit sehr schnell und einfach Gebäck, Pizza oder Tartes aufpeppen und nicht zuletzt ein herrliches Grilled-Cheese-Sandwich zubereiten. 
Ich hab Euch deshalb heute ein reich belegtes Grilled-Cheese-Sandwich mit knusprig gebratenem Speck, viel Käse, Steinpilzpesto und Portweinzwiebeln zubereitet. Als Kontrast gibt's bei mir eine Gewürzgurke dazu, wenn Ihr mögt, könnt Ihr die auch noch aufs Sandwich legen. Das ergibt einen schönen Kontrast von aromatischem Pesto, leicht süßen Zwiebeln, würzigem Käse, knusprigem Speck und den sauren Gurken.  

Grilled-Cheese-Sandwich mit Steinpilzpesto
Für den heutige Pestodonnerstag habe natürlich nicht nur ich mir Gedanken zum Thema Pesto gemacht, sondern es gibt noch eine Menge für Euch zu entdecken. Viel Spaß beim Stöbern in der Nachbarschaft!
Steinpilzpesto
Steinpilzpesto

Zutaten
kochendes Wasser
2 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
100 ml Rapsöl
40 g gemahlene Mandeln
2 gehäufte EL Parmesan, frisch gerieben
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL Zitronensaft
1 TL Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten

Zubereitung
Die Steinpilze in eine Schüssel geben und mit lauwarmem Wasser bedecken. 15 - 30 Minuten ziehen lassen, dann in einem Sieb abgießen und mit den Händen ausdrücken. 
Die Steinpilze mit Öl, Mandeln und Knoblauch in einen Mixer geben und pürieren, bis die Steinpilze fein gemixt sind. Die restlichen Zutaten zufügen, verrühren und nochmals nach Geschmack abschmecken.
In ein kleines Schraubglas füllen und mit etwas Öl bedecken. Im Kühlschrank aufbewahren.

Grilled-Cheese-Sandwich mit Steinpilzpesto

Zutaten für ein Sandwich
2 Scheiben Kastenweißbrot
Käse nach Wahl (bei mir Cheddar, Purple Vintage)
4 Scheiben Speck
Steinpilzpesto, hausgemacht
Portweinzwiebeln, hausgemacht
Butterschmalz, hausgemacht

Zubereitung
Speckscheiben in einer Pfanne bei mittlerer Hitze knusprig braten, dann auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. 
Eine Scheibe Weißbrot mit Käse belegen, dann Speck, 1 EL Steinpilzpesto und 1 EL Portweinzwiebeln draufgeben. Erneut mit Käse belegen und mit einer zweiten Scheibe Weißbrot abschließen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, das Sandwich hineingeben und bei niedriger bis mittlerer Hitze anbraten, dabei mit einem Pfannenwender zusammendrücken. Das Sandwich wenden und braten, bis der Käse zerlaufen und das Sandwich knusprig braun ist. Sofort servieren. 
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Wurstsalat

Eine Komponente unseres Sonntagsfrühstücks ist ganz oft ein kleines Schälchen Wurstsalat. Dieser Brotbelag ist schnell gemacht, muss nicht lange durchziehen und da ich die Mayo in der Regel selbst mache und die Gewürzgurken eh immer im Vorratsregal habe, sind auch meist alle Zutaten im Haus. Die Fleischwurst kaufe ich meist im Ganzen und friere sie dann ein, so ist auch davon ein kleiner Vorrat auf Lager. Ihr wisst ja, ich hab eine Schwäche für Vorratshaltung.

Selbstgemachter Wurstsalat ist günstig, schnell gemacht und man kann ihn ganz nach Geschmack abschmecken: 3:0 für das Team Hausgemacht. 

Wurstsalat
Besonders gerne mag ich Wurstsalat, wenn er knackige kleine Gurkenstückchen und eingelegte Zwiebeln enthält. Diese Zwiebeln sind sowieso eine absolut unterschätzte Delikatesse. Ich wecke immer extraviele mit ein, denn sie schmecken großartig in Kartoffel- und Nudelsalaten, Remoulade, als Topping für Burger, usw. Man sollte also immer Gewürzgurken um Haus haben, damit auch eingelegte Zwiebeln da sind!
Übrigens, da ich für Salate immer eine eifreie Mayonnaise zubereite, ist auch dieser Wurstsalat problemlos ein paar Tage haltbar.
Wurstsalat
Zutaten
150 g Fleischwurst
70 g Gewürzgurken, hausgemacht (ca. eine große Gewürzgurke)
2 EL eingelegte Zwiebeln (aus dem Gewürzgurkenglas), alternativ eine Schalotte in sehr dünne Streifen geschnitten
150 g Mayonnaise, hausgemacht (mit Ei oder eifrei)
1 TL Honig (bei mir Rapshonig*)
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten

Zubereitung
Die Fleischwurst erst in dünne Scheiben, dann in Streifen schneiden. Die Gurken fein würfeln und zusammen mit den abgetropften Zwiebelstreifen zu der Wurst geben. 
Mayonnaise, Honig und Gewürze zufügen und alles miteinander verrühren. Abschmecken dann die Schnittlauchröllchen unterrühren. 
Am besten schmeckt der Wurstsalat auf einem kräftigen Land- oder Kartoffelbrot.

Pretzel Bites mit Käsedip

Heute ist im Land der ehemalig unbegrenzten Möglichkeiten Super Bowl Finale. Nicht, dass ich was mit diesem Sport am Hut hätte, ich musste sogar überlegen, was denn da genau gespielt wird. In amerikanischen Blogs wimmelt es gerade aber wieder vor Snackrezepten zum Sportevent des Jahres und ganz weit vorn mit dabei sind auch diese Pretzel Bites mit Käsesauce, also kleine Laugengebäckhappen mit einem käsigen Dip. 
Der Gatte ist ja bekanntlich der weltgrößte Laugengebäckfan, daher habe ich ihn letzte Woche mit diesen kleinen Teilchen überrascht. Ihr glaubt nicht, wie schnell die weg waren...

Pretzel Bites mit Käsedipp
Pretzel Bites sind recht schnell und unkompliziert hergestellt, denn es braucht nur einen etwas reichhaltigeren Hefeteig, ein Natronbad und Salz. 
Ich hab ja mittlerweile einige Laugenrezepte im Archiv, am besten gefallen hat mir aber die Rezeptur der Laugenstangen, die ich für meine Hotdogs mit Bockbier-Sauerkraut verwendet habe, daher kam das Rezept direkt wieder zum Einsatz. 
Achtet beim Natronbad darauf, dass die Wassertemperatur so um und bei 80°C liegt, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht. Ich klicke dazu einfach mein Zucker-thermometer* an den Topfrand und habe die Temperatur immer gut im Blick.

Die Käsesauce hab ich für die Chili Cheese Fries aus dem Waffeleisen (aus meinem Waffelbuch Herzhafte Waffeln*) zusammengebastelt, hier passt sie mindestens genauso gut.


Pretzel Bites vor dem WasserbadDie Herstellung der einzelnen Bites ähnelt der von Gnocchi, man muss den Teig einfach nur in kleine Portionen teilen, lange Rollen formen und dann mit einem Messer oder einer Teigkarte in kleine Stücke schneiden. Dabei kommt's nicht auf Genauigkeit an, sondern Ihr könnt sehr rustikal zu Werke gehen. 
Im Anschluss wandern die Stückchen ins Natronbad, schwimmen dort für 20 Sekunden eine Runde und schon geht's ab in den Backofen. Da die Stückchen so klein sind, ist das Wasserbad deutlich einfacher zu handhaben, als beispielsweise bei den Laugenstangen, da muss man schon aufpassen, dass sie sich beim Herausheben nicht in ihre Einzelteile zerlegen. 

Pretzel Bites im NatronbadDie Sauce solltet Ihr auf jeden Fall schon zubereiten, während der Teig geht, dann kann sie abkühlen und dickt kräftig ein. Ihr könnt sie aber auch schon am Vorabend kochen und abgedeckt im Kühlschrank lagern. 
Wenn Ihr dann später die Pretzel Bites dippt, hat die Sauce eine wunderbar cremige Konsistenz und eignet sich nicht nur zum Dippen der Pretzel Bites, sondern auch für Cracker, Gemüsesticks, Nachos, usw. Wenn Ihr nicht gerade Schokostückchen dippt, passt fast alles. 

Pretzel Bites mit Käsedipp
Pretzel Bites 
Zutaten
500 g Mehl, Type 550
½ Würfel frische Hefe
40 g Rapshonig 
100 ml kalte Milch
150 ml kaltes Wasser
11 g Salz
40 g weiche Butter
1 Ei

Außerdem
3 EL Natron*
Wasser
grobes Meersalz oder heller Sesam

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und zusammen mit dem Honig in die Mulde geben. Die Mulde mit kaltem Wasser und Milch auffüllen. Eine Viertelstunde stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu "arbeiten", es steigen dann kleine Bläschen auf.
Das Salz, Butter und das Ei dazugeben und alles sehr gründlich zu einem glatten, elastischen Teig verkneten - entweder mit der Küchenmaschine oder mit dem Mixer.
Abgedeckt ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat - je nach Umgebungstemperatur kann das auch länger dauern.
Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und in 8 Portionen teilen. Jede Teigportion zu einer langen dünnen Rolle formen und mit einem Messer Stückchen von ca. 2x2 cm abstechen. 

Wasser mit dem Natron in einem Topf auf 80°C erhitzen. Die Teiglinge nacheinander hineingeben und 20 Sekunden darin schwimmen lassen - zwischendurch mit einem Schaumlöffel bewegen, so dass sie rundherum mit der Lauge in Berührung kommen. 
Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit grobem Meersalz (ich verwende Fleur de Sel, da mir grobes Meersalz zu grob ist) oder Sesam bestreuen und 10-15 Minuten bei 180°C im Backofen backen, bis die Bites rundherum gebräunt sind. 
Herausnehmen und mit dem Rest des Teiges ebenso verfahren. 


Käsesauce
Zutaten
150 g Cheddar
15 g Butter
15 g Mehl
200 ml kalte Milch
1 TL Pimenton de la vera dulce*
¼ - ½ TL Cayennepfeffer*
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung im Thermomix
Die Rinde des Käses entfernen und grob in Stücke schneiden. In den Mixtopf geben und 20 Sekunden auf Stufe 10 zerkleinern. Den Käse in eine Schüssel umfüllen und beiseite stellen.
Die Butter in den Mixtopf geben und 3 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 erhitzen. Das Mehl dazugeben und weitere 3 Minuten bei 100°C auf Stufe 1 anschwitzen. Milch zufügen und 7 Minuten bei 90°C auf Stufe 4 garen, der Mehlgeschmack ist dadurch nicht mehr so prominent. Den Käse zur Sauce geben und 4 Minuten bei 90°C auf Stufe 3 schmelzen lassen, dann die Sauce mit Salz (sparsam, da der Käse ebenfalls Salz mitbringt), Pfeffer, Pimenton de la vera dulce und etwas Cayennepfeffer würzen. In eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen. 

Zubereitung ohne Thermomix
Butter in einem Topf zerlassen. Das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen verrühren, so dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die kalte Milch dazugeben und kräftig Rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit den Käse reiben. 
Den Käse zu der Béchamel geben und verrühren bis eine cremige Sauce entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer, Pimenton de la vera dulce und Cayennepfeffer würzen. 
In eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen. 
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Marmorkuchen

Man kann natürlich mordsschicke, ausgefallene und mächtig fancy Kuchen backen, ab und zu muss es aber auch einfach mal ein ganz klassischer Napfkuchen sein, bei mir am liebsten ein Marmorkuchen.
Marmorkuchen war, neben dem legendären Ameisenkuchen, den ich Euch demnächst auch noch vorstelle (ich muss dringend auch mal meine frühen Standards bloggen), der erste Kuchen, den ich überhaupt gebacken habe und damit auch das erste Rezept, das ich selbständig in der Küche umgesetzt habe, denn auch wenn ich mittlerweile deutlich lieber koche als backe, habe ich meine Küchenkarriere backend begonnen. 

Marmorkuchen
Ein Problem gibt es bei fast allen Marmorkuchenrezepten und das ist der Schokoanteil. In den meisten Fällen steht dann im Rezept, dass ⅓ des Teiges mit Kakaopulver verrührt werden soll, ⅓! 
Ich plädiere eindringlich dafür, dieses Verhältnis umzudrehen, bzw. mindestens 1:1 Schoko- und hellen Teig zu verwenden, schließlich will man doch Schokolade dabei haben, oder?

Am liebsten trinke ich dann ein großes Glas eiskalte Milch zum Kuchen. Immer abwechselnd Kuchen, dann Milch, dann wieder Kuchen und wieder ein Schluck Milch. Ganz wichtig ist übrigens auch der Schokoüberzug, der hält den Kuchen nicht nur länger frisch, sondern verstärkt den Schokogeschmack zusätzlich noch. 

MarmorkuchenWer meine Rezepte kennt, dem wird wahrscheinlich auffallen, dass ich in diesem Rezept keinen Vanilleextrakt verwendet habe - das ist natürlich nicht ohne Grund der Fall. 
Da die Vanillepreise, aufgrund des erhöhten Konsums in den letzten Jahren unglaublich in die Höhe geschossen sind, habe ich meinen Konsum im Gegenzug entsprechend reduziert. Anstelle der Vanillegroßbestellungen, kaufe ich Vanille nur noch in kleinen Mengen im Bioladen.

Da Vanilleextrakt aber nicht nur Aroma (soooviel isses aber nu auch wieder nicht) mitbringt, sondern der Alkohol auch als Triebmittel dient und den Kuchen lockerer macht, ersetze ich den Vanilleextrakt durch einen Schluck Rum, bzw. in der Regel lieber Whisky. 

MarmorkuchenZutaten
250 g Rohrohrzucker
250 g weiche Butter 
¼ TL Salz
4 Eier, zimmertemperiert
250 g Schmand, zimmertemperiert
1 TL Whisky* oder Rum
500 g Mehl, Type 405
17 g Weinsteinbackpulver (1 Tütchen Backpulver)
40 g Kakaopulver
25 g Zucker
3 EL Milch

Außerdem 
200 g dunkle Kuvertüre

Zubereitung
Die Butter mit dem Zucker und Salz in der Küchenmaschine mehrere Minuten schaumig schlagen. Die Eier nach und nach dazugeben und jeweils kurz aufschlagen, bevor das nächste Ei dazugegeben wird. Schmand und Whisky unterrühren, dann das Mehl mit dem Backpulver verrühren und esslöffelweise dazugeben.
Eine Napfkuchenform* gründlich ausbuttern, dann je nach Vorliebe ⅓ - ½ des Teiges hineingeben und glatt streichen. Den verbliebenen Teig mit dem Kakaopulver und Milch verrühren, dann auf dem hellen Teig verstreichen. Eine Gabel spiralförmig durch den Teig ziehen, so dass ein Marmormuster entsteht.
Den Kuchen für 55-60 Minuten bei 180° backen, dann den Stäbchentest machen. Den fertigen Kuchen für 5 Minuten in der Form setzen lassen, dann auf ein Kuchenrost stürzen und dort komplett auskühlen lassen.

Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, dann den Kuchen damit überziehen. 
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Penne alla Wodka

Heute hab ich etwas ganz Besonderes für Euch und zwar Abendbrot und Absacker in einem Rezept! Klingt spektakulär, oder?
Penne alla Wodka sind ein perfektes Feierabendgericht, denn sie sind in Null-kommanix gekocht und machen Euch nach einem langen Arbeitstag extraglücklich. Eben so glücklich, wie es nur eine große Portion Kohlenhydrate kann. Der Kick bei diesem Rezept ist aber, dass Ihr hier nicht nur satt werdet, sondern mit dem sehr großzügigen Schluck Wodka auch noch einen anständigen Absacker dazugeliefert bekommt. Ist das nicht großartig? :o)

Penne alla WodkaDas ist natürlich nicht ernst gemeint, denn auch, wenn der Alkohol durch das Flambieren nicht vollständig verpufft (Nein, das tut er nicht, dazu braucht es länger), wird Euch eine Portion trotzdem nicht aus den Latschen hauen. 
Da ich immer meine Tomatensauce im Vorratsregal habe, die Wodkaflasche auch im Schnapsregal parat steht und mein Pastavorrat eh mit dem eines mittelgroßen Super-marktes mithalten kann (man muss ja besonders in den harten norddeutschen Wintern auf jede Eventualität vorbereitet sein), gehört dieses Gericht zu unserem Standard und ist ganz schnell gemacht, wenn der Appetit groß, aber keine Lust zum aufwendigen Kochen vorhanden ist.

mein Vorratsregal
Zutaten
½ Zwiebel
3 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
350 ml Tomatensauce, hausgemacht
50 ml Wodka*
100 ml Sahne
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
50 g Parmesan, frisch gerieben

Außerdem
300 g Penne

Zubereitung
Die Pasta al dente kochen. In der Zwischenzeit die Zwiebel fein würfeln und in etwas Olivenöl anschwitzen. Den Knoblauch dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken. Die Tomatensauce zufügen und zum Kochen bringen, dann den Wodka zufügen und flambieren. 
Die Sahne unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen, dann die tropfnasse Pasta dazugeben und durchschwenken. Servieren und dazu frisch geriebenen Parmesan (bei mir Nordländer) servieren. 
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Funnel Cakes | Strauben | Tippaleipä

Ich frittiere nicht oft, aber wenn, dann hab ich eine feste Reihenfolge verschiedener Gerichte, durch die ich mich durcharbeite, um das Frittierfett auch anständig auszunutzen, bevor es dann in den Müll wandert. Los geht es mit etwas Süßem, beispielsweise Berlinern, dann geht's mit Pommes, Gemüsefrittern oder Falafeln weiter und den Abschluss bildet IMMER Backfisch. Immer, das ist ein Muss bei uns. 
Zur Zeit haben sich eine ganze Reihe von Frittierrezepten in meiner ToDo-Liste angesammelt, deshalb hab ich meinen Multicooker* wieder hervorgeholt und werde Euch in den nächsten Wochen immer mal wieder das ein oder andere Frittierrezept unterjubeln. Irgendwann muss ich die ja mal abhaken, sonst gucken die mich ewig an, sobald ich meine kilometerlange Liste aufmache.

Funnel Cakes | Strauben | Tippaleipä
Je nach Menge, frittiere ich entweder in einem hohen Topf oder eben in dem oben erwähnten Multicooker. Im Multicooker ist es deshalb für mich besonders komfortabel, weil ich dort die exakte Temperatur anwählen kann, im Topf oder alternativ im Wok klappt es aber auch.
Wenn ich frittiere, filtere ich im Anschluss das Frittieröl durch und fülle es dann wieder zurück in die Flasche. Im Kühlschrank hält es sich sauber gefiltert problemlos bis zu 3 Monaten, so lange lasse ich es dort aber nicht stehen, sondern ich frittiere wenn schon, dann in kürzeren Abständen und dann is auch wieder gut. Bis zum nächsten Frittiermarathon.

Funnel Cakes | Strauben | Tippaleipä
Den Auftakt meiner losen Frittierezeptreihe bilden dieses unverschämt leckere Frittierwirrwarr, das in Amerika als Funnel Cakes bekannt ist. Wenn Ihr aus Süd-deutschland oder Österreich kommt, kennt Ihr sie vielleicht auch, dort nennt man sie Strauben und sogar bis nach Finnland haben die Tippaleipä es geschafft. Ihr seht also, soviele Menschen können nicht irren, die MÜSSEN lecker schmecken. 
Durch dieses fadenähnliche Wirrwarr bekommen die Funnel Cakes im Vergleich zu Schmalzgebäck besonders viel Oberfläche und werden deshalb extraknusprig.
Dazu gibt es nur ein wenig Puderzucker und fertig ist die extraleckere Knabberei für die Kaffeetafel. Wenn Ihr also noch nichts für heute Nachmittag habt. 

Auf, auf, macht Funnel Cakes!  

Funnel Cakes | Strauben | Tippaleipä
Zutaten
300 g Mehl, Type 405
275 ml Milch
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt, hausgemacht (alternativ Rum oder Whisky)
1 gehäufter EL Rohrohrzucker
½ TL Salz

Außerdem
Puderzucker zum Bestreuen
Frittieröl

Zubereitung
Alle Zutaten in einen Standmixer geben und solange durchmixen, bis ein glatter Rührteig entstanden ist. 
Frittierfett in einem Topf oder der Fritteuse erhitzen, dann eine kleine Kelle voll Teig in einen Trichter* geben und den Teig durch den Trichter in das heiße Frittierfett laufen lassen. Dabei kreisende Bewegungen machen, so dass die einzelnen Fäden überlappen und so miteinander verkleben. Sobald die Unterseite goldbraun ist, den Funnel Cake einmal wenden und auch auf der anderen Seite goldbraun frittieren. 
Den fertigen Funnel Cake mit einem Schöpflöffel aus dem Fett heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit Puderzucker bestäuben und servieren. 
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Semmelknödel-Guglhupf mit Champignon-Ragout

Soulfood war schon am Dienstag das Thema im KuLa, als ich Euch meine aktuelle Lieblingssuppe, die zufällig auch die leckerste Suppe der Welt ist, vorgestellt habe. Heute leg ich noch ne Schippe drauf und serviere Euch "alpenländisches Soulfood", das so oder ähnlich auch auf der Speisekarte der Skihütten zu finden ist.
Für mich als Fischkopp gehören süddeutsche, österreichische und auch schweizer Rezepte natürlich nicht zu meiner heimischen Küche, daher hab ich mich umso mehr über das Rezeptebuch-Synchronkochen zum Thema Hüttenzauber gefreut und die Gelegenheit genutzt, mal wieder etwas tiefer in die Materie einzusteigen.

Semmelknödel-Guglhupf mit Champignon-Ragout
Ich selbst war zwar noch nie auf einer Skihütte, weil mich nichts in die Berge zieht, sondern ich lieber im überschaubaren Flachland bleibe, aber so ungefähr kann man sich ja denken, was dort serviert wird. 
Ein paar in Frage kommende Gerichte hab ich tatsächlich schon in meinem Archiv, denn in meinem Sortiment gibt's bereits 3 Sorten Schmarrn (klassischen Kaiser-schmarrn, Grieß- und Lebkuchenschmarrn), Schupfnudeln, Käsespätzle, Germ-knödelKäsefondue, Servietten- und Brezenknödel, usw.
Wahrscheinlich hab ich noch einige vergessen, aber bei mittlerweile über 1200 Rezepten verliere ich langsam aber sicher den Überblick. 

gewürfelter Speck in der Pfanne
Meine erste Idee für dieses Synchronkochen war in Backhendl, da ich aber beim Synchronkochen #Winterburger erst kürzlich einen Fried Chicken Burger gemacht habe und Euch dieses Fried Chicken (ohne den Burger) demnächst noch vorstellen möchte, war das schnell wieder aus dem Rennen. 
Ich hab also lieber meine Puddingform*, in der ich kürzlich schon den Kohlpudding zubereitet habe, wieder hervorgeholt und darin einen Semmelknödelguglhupf ausprobiert. Wie Ihr seht, hat dieser Versuch wunderbar geklappt, der Guglhupf ist herrlich locker geworden, lässt sich prima vorbereiten und später in Scheiben schneiden und entweder so servieren oder nochmal aufbraten. 

Natürlich schmeckt dieser Guglhupf hervorragend als Beilage zu einem kräftigen Braten, Rouladen oder einem Gulasch, bei mir gab es aber "nur" ein Champignon-ragout dazu und ich war im 7. Himmel. Wäre die Portion nicht irgendwann alle gewesen, ich hätte so schnell nicht mit dem Essen aufgehört. 

Die Reste des Guglhupfs hab ich am nächsten Tag aufgebraten und weil die Champignons alle waren, gab es dazu ein Paprikakraut - fast so gut wie mein Champignonragout!

Semmelknödelmasse in der Form
Wie immer, bin ich auch diesmal nicht die einzige, die sich ein Rezept zum Synchronkochen #Hüttenzauber überlegt hat, sondern außer mir haben noch einige andere Blogger teilgenommen und 7 weiter präsentieren Euch heute in ihren Blogs die Rezepte, die dabei rausgekommen sind. Viel Spaß beim Stöbern und Nachkochen!
Semmelknödelguglhupf
Semmelknödelguglhupf

Zutaten 
8 altbackene Brötchen (ca. 500 g)
200 ml Milch 
2 Eier 
1 rote Zwiebel
100 g Speck
1 Bund Schnittlauch
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Außerdem
Butter und Semmelbrösel für die Form

Zubereitung
Die Brötchen in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben, die Milch erhitzen und darüber verteilen. Ca. eine halbe Stunde ziehen lassen, währenddessen einmal mischen.
In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Speck ebenfalls würfeln. Die Speckwürfel in einer Pfanne auslassen, die Zwiebelwürfel dazugeben und beides glasig andünsten. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. 
Eier und Speck/Zwiebelmasse zu den eingeweichten Brotwürfeln geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gründlich vermengen. Zum Schluss die Schnittlauchröllchen unterheben.
Die Puddingform sehr gründlich ausbuttern und mit Semmelbröseln ausstreuen. Die Form ausklopfen, so dass überschüssige Semmelbrösel entfernt sind und die Masse hineindrücken. 
Die Puddingform verschließen und in einen Topf stellen. Soviel Wasser angießen, dass die Form zu ⅔ im Wasser steht und den Guglhupf bei mittlerer Temperatur ca. 45 Minuten garen. 
Die Puddingform aus dem Wasser nehmen, öffnen und den gegarten Guglhupf zügig stürzen. Den Guglhupf auf keinen Fall in der Form abkühlen lassen, da er sich dann nicht mehr gut aus der Form lösen lässt.

Entweder direkt in Scheiben schneiden und servieren oder die Scheiben in etwas Butterschmalz goldbraun anbraten. 

Champignons in der Pfanne
Pilzragout
Zutaten 
1 Schalotte 
300 g braune Champignons
1 EL Butterschmalz, hausgemacht
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
200 ml Sahne
1 TL Steinpilzpulver, hausgemacht
½ TL Mehl & 3 EL kalte Milch (optional)
½ Bund Schnittlauch

Zubereitung
Die Champignons putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln, die Schalotte schälen und sehr fein würfeln. Etwas Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Champignons rundherum kräftig anbraten. Mit Sahne ablöschen, das Steinpilzpulver dazugeben und leicht einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und je nach Vorliebe mit etwas in kalter Milch angerührtem Mehl abbinden. Schnittlauch in Röllchen schneiden und zu dem Ragout geben, dann servieren. 
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Hühnercremesuppe mit Nudeln und Gemüse

Im Moment bin ich sehr in Soulfood-Stimmung, ich könnte täglich Kartoffelpüree, Kohlpudding, Rouladen, Nudeln mit meiner Lieblingskäsesauce, Brathähnchen, Backfisch, Dillkartoffeln, Risotto (irgendwann schreib ich ein Risottokochbuch - die Grundlage ist mit 24 Rezepten im Archiv schon gar nicht so schlecht) oder Nudeln mit Bratwurstbällchensauce essen. Und seit Neuestem diese Suppe. DIESE SUPPE ist die mit Abstand leckerste Hühnersuppe, die ich jemals gegessen habe und dabei ist sie im Grunde gar nichts Besonderes. 
Sie enthält keine Superspezialgewürze, ich hab kein 1365-Euro-Steak gegrillt, sondern einfach nur aus ein paar Hähnchenschenkeln, Gemüse, Nudeln, haus-gemachter Hühnerbrühe, Sahne und ein wenig Estragon die leckerste Suppe der Welt gekocht. So kommt es mir zumindest vor, denn dies hier ist meine aktuelle Lieblingssuppe. Leserschaft, sagt bitte Hallo zu meiner ultimativen Lieblingssuppe!

Hühnercremesuppe mit Nudeln und Gemüse
Bisher hab ich immer nur eine ganz normale Hühnersuppe mit Nudeln (Sternchen-nudeln versteht sich oder ab und zu auch mal geriebene Suppennudeln) gekocht und dabei leider nicht gewusst, dass es noch vieeel besser geht. 
Nichts gegen Hühnersuppe mit Sternchennudeln, die wird es nach wie vor bei uns geben, aber wenn es etwas kräftiger und sättigender sein darf, dann steht diese Suppe auf jeden Fall in den Startlöchern.

zerzupfte Hähnchenschenkel
Mir gefällt an dieser Suppe einfach alles, die extraaromatische Brühe, die durch das Schmoren der Hähnchenschenkel einen besonders kräftigen Geschmack bekommt, das saftige Hähnchenfleisch, das knackige Gemüse, die leckeren Nudeln und nicht zuletzt die Estragonnote, denn Estragon, Sahne und Geflügel sind eine Kombination, die nur noch von Cidre und Thymian übertroffen wird.
Also, für den Fall, dass Ihr nach all den Superlativen und Attributen immer noch nicht die Einkaufsliste für diese Suppe schreibt, zum Schluss noch die Warnung: Meckert nicht, wenn Ihr sie in ferner Zukunft mal ausprobiert und feststellt, was Euch die ganze Zeit entgangen ist. Ich hab Euch gewarnt! 

Hühnercremesuppe mit Nudeln und Gemüse
Zutaten
3 Hähnchenschenkel
1 gelbe Zwiebel, fein gewürfelt
2 confierte Knoblauchzehen, hausgemacht
100 ml Weißwein
1 Liter Hühnerbrühe, hausgemacht
1 Bouquet garni*
200 ml Milch 
100 ml Sahne
2 Karotten
3 Stangen Staudensellerie
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Außerdem
200 g Nudeln nach Wahl (bei mir Molisana 72 Insalata di Pasta)

Zubereitung
Die Hähnchenschenkel salzen und pfeffern, von allen Seiten mehlieren, dann das überschüssige Mehl gründlich abklopfen. 
Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen und die Hähnchenschenkel von beiden Seiten anbraten, so dass sie leicht bräunen. Aus dem Topf nehmen und beiseite stellen. 
Die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen, den Knoblauch dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken. Mit Weißwein ablöschen und leicht einkochen lassen, dann die Hühnerbrühe zufügen, die Hähnchenschenkel wieder in den Schmortopf legen und das Bouquet garni dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Kochen bringen, dann die Temperatur reduzieren und bei geschlossenem Deckel 30 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Hähnchenschenkel gut durchgegart sind. 
In der Zwischenzeit die Karotten und Staudensellerie waschen, die Karotten schälen und beides in Scheiben schneiden.
Die Hähnchenschenkel herausnehmen und die Flüssigkeit nach Geschmack mit einem Stabmixer* durchmixen oder so lassen und direkt das Gemüse zufügen. Milch, Sahne und Estragon zufügen und für ca. 5-10 Minuten leicht weiterköcheln lassen, bis das Gemüse noch bissfest ist. Die Pasta al dente kochen und abgießen. Das Fleisch von den Hähnchenschenkel zupfen. 
Wer die Suppe gerne noch sämiger hat, rührt einen TL Mehl mit etwas kaltem! Wasser an, so dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind und gibt das Mehlwasser unter stetigem Rühren in die Suppe. Einmal aufkochen lassen, dann das zerzupfte Hähnchenfleisch und die Nudeln dazugeben. Nochmals abschmecken, dann erhitzen, so dass auch Fleisch und Nudeln wieder warm sind und sofort servieren.
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