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Gianduja-Stracciatella-Eiscreme

Das "Kochbuch", aus dem ich die meisten Anregungen bekommen, bzw. die meisten Rezepte ausprobiert, nach-, umgebaut und gebloggt habe, ist keines von meinem persönlichen Liebling Hugh Fearnley-Whittingstall oder einem anderen Koch, sondern ein Buch, in dem es ausgerechnet um Süßkram geht, genauer gesagt um Eis.
Natürlich spreche ich von The Perfect Scoop* von David Lebovitz, das jeder Eisfan mit eigener Eismaschine im Haus haben sollte. Andere Eisbücher kann man, dieses MUSS man aber einfach haben - da führt kein Weg drum herum. 

Gianduja-Stracciatella-Eiscreme
Langsam aber sicher habe ich schon eine stattliche Auswahl verschiedenster Eissorten in meinem Archiv und darunter sind natürlich auch diverse, die ich aus The Perfect Scoop gemobst habe, so wie dieses beispielsweise. 
Nusseis stand schon sehr lange auf meiner ToDo-Liste, allerdings immer recht weit unten, denn der Gatte mag keine Nüsse und ich hab's ja generell nicht so mit Sahneeis, sondern bevorzuge alles mit möglichst viel Frucht oder der Einfachheit wegen einfach gleich Zitroneneis. Trotzdem gehört in eine anständige Rezept- auswahl auch ein Nusseis und wenn möglich natürlich das beste von allen. 

Geröstete Nüsse vor und nach dem Pulen
Die Grundvoraussetzungen für ein leckeres Nusseis sind natürlich wie immer die guten Zutaten und die fangen in diesem Fall bereits bei den Nüssen an. Sehr gute, frische Nüsse geben selbstverständlich ein deutlich intensiveres Aroma ab, als alte Billignüsse - achtet da also besonders auf die Qualität.
Beim Rösten der Nüsse im Backofen müsst Ihr aufpassen, dass sie auf keinen Fall zu dunkel rösten, sonst werden sie leicht bitter und das tut dem Eis natürlich später gar nicht gut. 

Gemahlene Nüsse im Thermomix
Anders als David Lebovitz bereite ich meine Sahneeismassen mittlerweile nicht mehr mit Milch und Sahne, sondern einer Mischung aus Milch und Crème double, Mascarpone, Ricotta oder auch Süzme Joghurt zu -  je nachdem, was noch dazu kommt, ob es also richtig süß oder eher fruchtig werden soll.
Ich mache das, weil mir dieses "Zungengefühl" bei Eis aus Sahne oft nicht gefallen hat. Ich weiß nicht, wie es dazu kam, aber durch die Verwendung von Sahne kam es oft zu einem buttrigen Film, der sich auch immer gerne am Eislöffel abgelegt hat. Durch die Verwendung von Mascarpone kommt es nicht dazu, sondern das Eis wird im Gegenteil sogar extracremig. Evtl. liegt das auch an der carrageenfreien Sahne, keine Ahnung. 

Gianduja-Stracciatella-Eiscreme
Zutaten
200 g Haselnüsse
650 g Vollmilch
250 g Mascarpone
150 g Rohrohrzucker
1/4 TL Salz
120 g Milchschokolade (42%ige Esmeraldas Milk*)
6 Eigelbe

Außerdem
100 g Schokolade (75%ige Piura Porcelana*)

Zubereitung
Die Haselnüsse auf einem Backblech verteilen und ca. 10-15 Minuten bei 180°C rösten. Nach 10 Minuten ein Auge drauf haben, damit die Nüsse nicht verbrennen. 
Haselnüsse herausnehmen und auf ein sauberes Küchentuch geben. Das Küchentuch zusammenfalten und die Nüsse einige Minuten darin schwitzen lassen, so lösen sich die Häute besser.  Die Nüsse kräftig im Tuch aneinanderreiben, bis die Häute so gut es geht entfernt sind. Die Nüsse aussortieren und in einem Blender oder Food Processor fein mahlen. 

600 ml Vollmilch mit Zucker und Salz in einen Topf geben, zum Kochen bringen und rühren, bis der Zucker komplett aufgelöst ist. Den Topf von der Platte ziehen, 5 Minuten abkühlen lassen, dann die Haselnüsse einrühren und ca. 1 Stunde ziehen lassen.  
Die Nussmilch durch ein feines Sieb passieren. Mascarpone dazugeben und auf mittlere Hitze erwärmen, dann die feingehackte Schokolade einrühren und solange Rühren bis  die Schokolade komplett aufgelöst ist. 
Die Temperatur erhöhen und zwischenzeitlich die Eier mit den verbliebenen 50 ml Milch verrühren. Die Eiermilch in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren einlaufen lassen und solange Rühren, bis die Eisgrundmasse leicht angedickt ist, dann von der Platte ziehen, durch ein feines Sieb in die Schüssel der Eismaschine laufen lassen und diese in kaltem Wasser auf Zimmertemperatur runterkühlen, dann in der Eismaschine für ca. 45 Minuten gefrieren. In der Zwischenzeit ein Gefäß im Gefrierschrank vorkühlen.
Wenn die Eismasse fertig ist, die Schokolade in einem dünnen Strahl in die rotierende Eismaschine* laufen lassen, so dass sie direkt auf das Eis trifft und dort erstarrt. Sobald die Schokolade aufgebraucht ist, die fertige Eismasse in die vorgekühlte Form füllen und nochmals für ca. 2 Stunden im Gefrierschrank einfrieren (dann lassen sich schönere Kugeln formen) oder sofort genießen.
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Triple Chocolate Brownie Waffeln

Da ich in den letzten Monaten hauptsächlich herzhafte Waffeln* gebacken habe, wurde es hohe Zeit, endlich mal wieder was Süßes mit dem Waffeleisen zu zaubern. Mich hat daher besonders gefreut, als wir uns vom Rezeptebuch zu einem recht spontanen #Synchronwaffeln entschlossen haben. Ich hab mich sehr schnell für Browniewaffeln entschieden, denn ich finde, dass meine Waffelabteilung dringend noch n büschen Schokolade vertragen kann und außerdem hab ich im Netz nirgends anständige Browniewaffeln gefunden, dem musste also Abhilfe geschaffen werden.

Triple Chocolate Brownie Waffeln mit Gianduja-Stracciatella-Eiscreme und kandierten Kumquats
Die meisten sog. Browniewaffeln sind entweder viel zu dünn oder zu trocken, so richtig angelacht hat mich keines der Rezepte, die ich im Internetz gefunden habe. Also! Man nehme der Einfachheit halber gleich das Rezept für die perfektesten aller perfekten Brownies, arbeite das zu einem Teig um, der nicht sofort wieder links und rechts ausm Waffeleisen rausläuft, backe die Waffeln nicht halb tot und schon hat man die perfekten Browniewaffeln. Logisch, oder?

Triple Chocolate Brownie Waffeln mit Gianduja-Stracciatella-Eiscreme und kandierten Kumquats
Für diese Waffeln ist ein KitchenAid*- oder ein anderes amerikanisches Waffeleisen, das diese richtig dicken Waffeln backt, wirklich notwendig, sonst werden es halt Schoko-, aber keine Browniewaffeln. Das ist natürlich auch lecker, aber nicht ganz so lecker wie diese im Kern noch saftigen Browniewaffeln.
Das saftige Innenleben hat übrigens auch einen ganz praktischen Vorteil, dadurch bleiben die Waffeln nämlich länger frisch. Selbst am nächsten Tag schmecken sie noch gut und natürlich besonders, wenn man sie einfriert und dann im Toaster aufbackt.

KitchenAid-Waffeleisen
Ab und zu mag ich es ganz gerne, keine kompletten Waffeln auszubacken, sondern nur so kleine "Plätzchen". Klein ist in diesem Fall natürlich relativ, da die KA-Waffeln ausgesprochen kapital sind, aber sie haben ja Sollbruchstellen und durch die kleineren Gesamtportionen haben die Viertel dann eine Größe, die tatsächlich mit einem Haps im Mund verschwunden ist.
Für die gleichmäßige Portionierung, und weil ich einen absoluten Eisportionierer-Sammeltick habe, hab ich Portionierer in den verschiedensten Größen, von ganz miniklein (perfekt für Hackbällchen), bis hin zu einem Riesenkugelportionierer*, der nicht nur Monstereiskugeln, sondern auch die richtige Menge für Frikadellen, Reisbällchen oder eben Waffelteig ausspuckt.
Oben auf der Waffel das ist übrigens eine Kugel Gianduja-Stracciatellaeis, das Rezept bekommt Ihr übermorgen!

KitchenAid-Waffeleisen mit Waffelteig
Zutaten
250 g Schokolade (75%ige Piura Porcelana*)
250 g Butter
4 große Eier
120 g Rohrohrzucker
200 g saure Sahne
150 g Mehl
1 1/2 TL Weinstein-Backpulver
50 g Kakaopulver
100 g weiße Schokolade, grob gehackt

Zubereitung
Die Schokolade grob hacken und zusammen mit der Butter bei mittlerer Hitze und unter stetigem Rühren in einem Topf schmelzen. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Eier mit dem Zucker mehrere Minuten in der Küchen- maschine schaumig rühren. Vanilleextrakt dazugeben, dann die Schokolade bei laufender Maschine in den Teig einlaufen lassen und gut verrühren. Die saure Sahne ebenfalls unterrühren.
Mehl, Kakao und Backpulver vermischen und nur kurz unterrühren, bis alle Zutaten miteinander vermischt sind. Die weiße Schokolade grob hacken und unterheben.

Das Waffeleisen* aufheizen und den Teig mit einem großen Eisportionierer* in das Waffeleisen geben und 3 Minuten ausbacken. Auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.
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Hotdog mit Bockbiersauerkraut, Senfmayonnaise und Röstzwiebeln

Heute wird gebaut, wir stapeln hoch und bauen den leckersten Hotdog, den Ihr jemals gegessen habt, bzw. ich, denn einen besseren hatte ich bisher wirklich noch nicht. 
Hotdogs sind ja eh so eine Sache. Gute Burger gibt es mittlerweile an jeder Ecke, aber Hotdogs führen hierzulande noch ein Schattendasein. Die Qualität geht selten über die dieser Wabbeldinger bei Ikea hinaus und scheiden so für mich eh aus - gibt's halt keinen Hotdog.
Ich bin aber, das muss ich fairerweise zugeben, eh kein großer Fan dieser klassischen Hotdog-Würste, schon gar nicht der dänischen Pølser, dann ess ich lieber ne schlichte, aber mordsleckere Bratwurst mit den weltbesten Fritten und Mayo am Imbissstand meines Schlachters und verzichte auf den ganzen Schnickschnack. 
Da ich leider keine Zeit hatte, die Wurst für meinen Deluxe-Hotdog selbst zu wursten, hab ich natürlich eben diese Imbissbratwurst meines Schlachters gekauft, denn die ist gut, sooooo gut!  

Hotdog mit Bockbiersauerkraut, Senfmayonnaise und Röstzwiebeln
So eine rustikale Bratwurst verlangt natürlich auch nach den passenden Brötchen und Beilagen. Das Rezept für die Laugenstangen habe ich Euch ja schon vorgestern verraten, heute ist nun der Rest dran und demnächst gibt's noch die Fritten, denn Fritten gehen immer. 
Das Sauerkraut, das ich schon immer sehr gerne auf Hotdogs gegessen habe, hab ich passend zu den Laugenstangen in einem kräftigen Bockbier geschmort (schmeckt übrigens auch ohne Hotdog sehr gut) und auch an die Mayo kam ein guter Löffel Bockbiersenf. Das Rezept dafür verrate ich Euch demnächst auch noch, der ist nämlich kinderleicht selbstgemacht und schmeckt großartig. 
Die Zwiebeln hab ich, weil alles was frittiert oder mit Speck zubereitet wurde, besser schmeckt, frittiert - das habt Ihr jetzt wahrscheinlich schon vermutet. 

Das Gesamtergebnis müsst Ihr Euch jetzt folgendermaßen vorstellen: Außenrum die superfluffige Laugenstange, dann das saftige und angenehm säuerliche Sauerkraut, dadruff die knackige Bratwurst, hausgemachte Mayo und ein riesiger Haufen knusprige Röstzwiebeln. Mehr geht einfach nicht! 


Also, auf geht's, esst mehr Hotdogs!

Bockbiersauerkraut
Bockbier-Sauerkraut

Zutaten
1/2 Zwiebel
Butterschmalz zum Anschwitzen
300 g Sauerkraut
1 TL Rapshonig
100 ml Bockbier (bei mir Ratsherren Senatsbock)
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und halbieren. Eine Hälfte in dünne Streifen schneiden und in etwas Butterschmalz in einer Pfanne glasig anschwitzen. Das Sauerkraut und den Honig dazugeben und für 5 Minuten mit anschwitzen, dann mit Bockbier ablöschen und für ca. 20 Minuten bei mittlerer Temperatur schmoren lassen, bis das Bier komplett verkocht und das Sauerkraut weichgeschmort ist. 
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zur späteren Weiterverwendung beiseite stellen. 

Röstzwiebeln in Arbeit
Röstzwiebeln

Zutaten
2 Zwiebeln
2 gehäufte EL Mehl
Salz
1 Liter neutrales Öl zum Frittieren

Zubereitung
Zwiebeln schälen und längs halbieren. In ca. 3 mm breite Streifen scheiden und die einzelnen Schichten mit den Händen vereinzeln. Mehl, Salz und Zwiebelstreifen in einen Ziplocbeutel oder eine Schale geben und alles kräftig miteinander vermischen. 
Öl in einem hohen Topf erhitzen. Überschüssigs Mehl von den Zwiebelstreifen abschütteln, dann portionsweise im Tiefenfett frittieren, bis sie goldbraun sind. Mit einem Schöpflöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Beiseite stellen. 

Bockbiersenf-Mayonnaise
Bockbiersenf-Mayonnaise

Zutaten
1 zimmerwarmes Ei
1 EL Bockbiersenf
1 EL Cidreessig*
1 TL Salz
1 frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 TL Rapshonig
300 ml Rapsöl

Zubereitung
Die Knoblauchzehe in einen hohen Mixbehälter geben und mit einer Gabel zerdrücken. Das Ei, Senf, Essig, Gewürze und Öl dazu geben und mit einem Pürierstab* solange auf hoher Stufe mixen, bis eine dicke Mayonnaise entstanden ist.  

Im Thermomix
Die Knoblauchzehe in den Mixbehälter geben und mit einer Gabel zerdrücken. Das Ei, Senf, Essig und Gewürze dazu geben und 10 Sekunden auf Sufe 3 verrühren. Den Mixbecher aufsetzen und das Gerät auf 4 Minuten bei Stufe 4 einstellen. 
Den Thermomix starten und das Öl zunächst nur langsam auf den Deckel des Mixbehälters einlaufen lassen, sodass es am Deckel entlang nach innen tropfen kann. Die Ölmenge langsam erhöhen. Die Mayonnaise soll eine fein-cremige Konsistenz haben.

Hotdog mit Bockbiersauerkraut, Senfmayonnaise und Röstzwiebeln
Hotdog

Zutaten
4 Bratwürste nach Wahl
Bockbiersauerkraut 
Bockbiersenf-Mayonnaise
Röstzwiebeln

Zubereitung
Bratwürste braten, in der Zwischenzeit die Laugenstangen senkrecht mittig ein-, aber nicht komplett durchschneiden und etwas Sauerkraut darin verteilen. Jeweils eine Bratwurst daraufsetzen und mit Mayonnaise und Röstzwiebeln servieren. 
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Laugenstangen 2.0 ~ Laugen-Hotdog-Buns

Synchronkochevents auf Instagram machen mir unheimlich viel Spaß. Ich finde es enorm spannend zu verfolgen, was für tolle Ideen zu einem Thema zusammen- kommen und wie die teilnehmenden Foodblogger und Hobbyköche eine Rezeptideen umsetzen. Auch für mich selbst sind diese Events immer eine sehr schöne Herausforderung, und es macht mir riesig Spaß, besondere Kombinationen und Rezepte zu basteln. Was alles bisher dabei rausgekommen ist, könnt Ihr auf meinem Pinterestboard sehen.
Mit Burgern fing eigentlich alles an und daher wird auch immer wieder mal synchrongeburgert, dieses Mal ging es aber um Hotdogs, die habe ich selbst schon ewig nicht mehr selbstgemacht und auch nicht gegessen und mich deshalb besonders drauf gefreut. 

Laugenstangen 2.0 ~ Laugen-Hotdog-BunsGenauso wichtig wie die Buns bei einem Burger, sind natürlich auch hier die Brötchen, die ja im Endeffekt nichts anderes sind als lange dünne Burgerbrötchen. Ich wollte, nachdem ich schon Brioche- und Kürbisbuns und auch Rote-Bete-Bagel ausprobiert habe, natürlich auch diesmal gerne ein neues Brötchenrezept zusammen- basteln und deshalb sind es Laugenstangen geworden. 
Passte außerdem ganz hervorragend zu den anderen Komponenten, aber das werdet Ihr am Donnerstag sehen, wenn ich Euch die restlichen Komponenten des Hotdogs vorstelle.

Laugenstangenteig
Das Laugengebäckrezept, das ich bereits vor 6 Jahren gebloggt habe, habe ich für diesen Hotdog abgewandelt und im Endeffekt eine Mischung aus diesem Rezept und den Brioche Buns zusammengebastelt. 
Die Laugenstangen wären für einen Hotdog zu fest gewesen, die Brioche Buns hätten das Laugenbad wahrscheinlich nicht überstanden, sondern in Wohlgefallen aufgelöst. Diese Mischung aus beiden Rezepten ist aber absolut perfekt und schmeckt sogar noch besser als das ursprüngliche Laugenrezept. 
Für alle, die eine ausführlichere Anleitung zum Laugenbad benötigen, habe ich damals auch einen Making-of-Beitrag gebloggt, in dem Ihr Euch das ganz genau anschauen könnt. Unglaublich übrigens, dass das auch schon wieder fast 6 Jahre her ist...

Teiglinge vor dem Natronbad
Diese Laugenstangen/Hotdog-Buns haben übrigens noch den Vorteil, dass sie durch ihre etwas ledrige Haut alles ganz wunderbar zusammenhalten, da bröselt und bricht nix auseinander, sondern es bleibt alles da, wo es hingehört und sie sind trotzdem wunderbar locker-fluffig. Ich werde sie auf jeden Fall auch einmal für normale Burger machen.

Achtet beim Laugenbad unbedingt auf die Temperatur des Wassers, sehr viel höher als 80°C sollte sie auf keinen Fall liegen. Ich klemme mir dafür immer mein Zuckerthermometer* an den Topfrand und habe so eine gute Kontrolle über die Temperatur. 

Laugenbadestation
Wenn Ihr den Teig schon am Vorabend ansetzen möchtet, geht am besten wie folgt vor: 
Verknetet alles wie unten beschrieben zu einem glatten Teig, verwendet aber deutlich weniger Hefe, 10 g reichen dann auf jeden Fall. Den fertigen Teig lasst Ihr bei Zimmertemperatur 30 Minuten gehen und stellt ihn dann abgedeckt in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen nehmt Ihr den Teig ungefähr 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank, lasst ihn Zimmertemperatur annehmen und verarbeitet ihn dann genauso wie im Rezept beschrieben weiter. 

Teiglinge nach dem Natronbad
Zutaten
500 g Mehl, Type 550
½ Würfel frische Hefe
40 g Rapshonig 
100 ml kalte Milch
150 ml kaltes Wasser
11 g Salz
40 g weiche Butter
1 Ei

Außerdem
3 EL Natron*
Wasser
heller Sesam

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und zusammen mit dem Honig in die Mulde geben. Die Mulde mit kaltem Wasser und Milch auffüllen. Eine Viertelstunde stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu "arbeiten", es steigen dann kleine Bläschen auf.
Das Salz, Butter und das Ei dazugeben und alles sehr gründlich zu einem glatten, elastischen Teig verkneten - entweder mit der Küchenmaschine oder mit dem Mixer.
Abgedeckt ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat - je nach Umgebungstemperatur kann das auch länger dauern.
Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und in 8 Portionen (je ca. 115-120 g) teilen. Jeden Teigling rund wirken und abgedeckt 5 Minuten ruhen lassen, so dass sich der Teig entspannt. Auf der Arbeitsplatte mit den Handkanten zu ca. 21 cm langen Stangen ausrollen (klappt besser als mit den Handinnenflächen) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Erneut abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.
Wasser mit dem Natron in einem Topf auf 80°C erhitzen. Die Teiglinge nacheinander mit der Oberseite nach unten (der Schluss schwimmt also zu Beginn oben) in das heiße Wasser gleiten lassen und 30 Sekunden darin schwimmen lassen. Kurz vor Ende der Badezeit einmal umdrehen, dann mit einer Schöpfkelle herausnehmen (für die Stangen verwende ich eine flache Schöpfkelle und einen Pfannenheber) und in ausreichendem Abstand zurück auf das Backblech setzen. Mit einem scharfen Messer zweimal schräg einschneiden, mit hellem Sesam bestreuen und im auf 200°C vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten backen, bis die Stangen goldbraun sind. Auf einem Kuchenrost vollständig abkühlen lassen.
Laugenstangen 2.0 ~ Laugen-Hotdog-Buns
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Buttermilch Biscuits

Wenn es Sonntagmorgens mal schnell gehen muss oder Ihr Euch nicht aufraffen könnt zum nächsten Bäcker zu gehen, aber trotzdem etwas frisch Gebackenes auf Eurem Frühstückstisch haben möchtet, habe ich heute genau das richtige Rezept für Euch. Heute backen wir zusammen Buttermilch Biscuits und die sind ratzfatz gemacht!

Ich hab mich im Vorwege ein wenig schlau gemacht, weil diese Biscuits für mich eigentlich nicht anders aussehen als Scones und mir nicht klar war, was denn nun der entscheidende Unterschied zwischen Scones und Biscuits ist, bzw. ob es außer der regionalen Verbreitung noch einen allgemeingültigen gibt. 
Die einen sagen, dass Biscuits luftiger, blättriger und saftiger sind, mit einer Mischung aus Natron und Backpulver gebacken und rund ausgestochen werden, während Scones eine glattere Struktur haben, trockener sind und in Tortenform zugeschnitten werden. Zwei Häuser weiter sieht das dann aber schon wieder ganz anders aus und es wird das genaue Gegenteil behauptet. 

Ich nenne diese Biscuits deshalb Biscuits, weil ich schon ein paar Scones im Archiv habe und mir Biscuits noch fehlen - so einfach ist das manchmal :o) 

Buttermilch Bisquits mit Clotted Cream und Orangenmarmelade
Selbstverständlich schmecken diese Biscuits nicht nur zum Frühstück, sondern auch hervorragend zum Kaffee oder besser noch, Tee. 
Wie Scones schmecken sie großartig mit Clotted Cream* und Marmelade, am besten Orangen*- oder Erdbeermarmelade* und auch am nächsten Tag sind sie noch sehr lecker. Für mich ist dies das erste Biscuits-/Sconesrezept, das ich richtig gerne mag. Bisher waren mir die meisten Rezepte zu trocken und bröselig, diese hier sind perfekt. Knusprig, flockig, blättrig und trotzdem sehr saftig.

Buttermilch Bisquits
Damit die Biscuits auch perfekt gelingen, gibt es ein paar Tipps, die ich Euch gerne ausführlich bebildert zeigen möchte - am Ende des Beitrags gibt's das Rezept dann wie immer in Kurzform.

Trockene Biscuitzutaten
Eine Grundregel für Biscuits und Scones ist, den Teig so wenig wie möglich zu kneten, denn nur so gelingt diese ganz besondere blättrige Struktur. 
Die trockenen Zutaten werden dafür zunächst in einer Schüssel miteinander verrührt, bevor die sehr kalte, kleingeschnittene Butter dazu kommt. Hier ist es wirklich ganz wichtig, die Butter direkt aus dem Kühlschrank zu verarbeiten. Am Besten schneidet Ihr die Butter klein und kühlt sie dann noch einmal im Kühlschrank, dann wird's perfekt. 

kalte Butter im Biscuitteig
Der Teig für Biscuits wird am besten mit den Händen hergestellt, d.h., nicht mit der Küchenmaschine, dem Food Processor oder Mixer, denn nur so hat man die volle Kontrolle über die Konsistenz des Teiges. 
Ich habe mir vor einiger Zeit einen sog. Pastry Blender* angeschafft, der besonders für Mürbe-, Pasteten - und Biscuitteig empfohlen wird. Mürbe- und Pastetenteig gelingt meiner Meinung nach genauso gut im Food Processor* oder Thermomix, für Biscuitteig macht so ein Ding aber tatsächlich einen entscheidenden Unterschied.
Wenn die Butter mit der Hand eingearbeitet wird, erwärmt der Teig durch die Handwärme recht schnell, der Pastry Blender stellt aber sicher, dass sich die Butter nicht erwärmt und dadurch weich wird, sondern sie wird nur zerkleinert und kalt in das Mehl eingearbeitet, wodurch der Teig später deutlich besser aufblättert. 
Wenn Ihr also öfter mal Biscuits und Scones zubereitet, lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall. 

Biscuitteig vor dem Falten
Sobald die Butter und Buttermilch soweit in das Mehl eingearbeitet ist, dass ein bröseliger Teig entstanden ist, wird dieser Krümelkram auf die Arbeitsfläche gegeben und grob zusammengedrückt. Ich klappe den Teig dann ganz ähnlich wie bei einem Plunder- oder Blätterteig übereinander, d.h. er wird insgesamt 4x gefaltet, wodurch die blättrige Struktur noch verstärkt wird. 
Beim Ausrollen gehe ich sehr behutsam vor und drücke den Teig eigentlich fast eher in Form, als dass ich ihn rolle, denn so bleiben die Schichten besser erhalten und drücken nicht zu sehr zusammen. Ihr seht das hier unten recht gut. 

Fertiger Biscuitteig
Da ich es gar nicht mag, wenn Biscuits oder Scones dünn wie ne Flunder sind, rolle ich den Teig insgesamt gut 1,5 cm dick aus und steche dann mit einem klassischen runden Ausstecher* mit ca. 6 cm Durchmesser kleine Teiglinge aus. Nutzt den Teig wirklich optimal aus und setzt den Ausstecher so eng wie möglich nebeneinander, da der später noch einmal verknetete Restteig natürlich nicht mehr so optimal aufgeht, wie dieser. 
Ihr könnt die Biscuitteiglinge recht nah nebeneinander auf ein Backblech setzen, da sie hauptsächlich nach oben, aber nur wenig in die Breite gehen. 

Biscuitteiglinge
Wenn Ihr mögt, könnt ihr die Biscuits mit Milch, Ei oder auch Buttermilch bestreichen, ich lasse sie aber am liebsten einfach nackich, dann sehen sie noch etwas rustikaler aus. 
Die Backofentemperatur ist mit 220°C relativ hoch, aber auch das trägt dazu bei, dass die Biscuits in kurzer Zeit stark aufgehen, außen schön knusprig werden und innen saftig bleiben. 

So, wenn Ihr all diese Tipps durchgelesen habt und akkribisch befolgt ;o), werdet Ihr demnächst auch die wahrscheinlich besten Biscuits ever auf dem Frühstückstisch haben - probiert es unbedingt mal aus!

Schönen Sonntag!

Buttermilch Biscuits
Zutaten
150 g Mehl, Type 550
250 g Mehl, Type 405
2 TL Rohrohrzucker
4 TL Weinsteinbackpulver
1 TL Natron
1 TL Salz
200 g kalte Butter, in kleine Stücke geschnitten
150 g kalte Buttermilch

Zubereitung
Das Mehl mit dem Zucker, Salz, Backpulver und Natron in einer Schüssel vermischen. Die Butter aus dem Kühlschrank nehmen, in kleine Stücke schneiden und zur Mehlmischung geben. Die Butter mit einem Pastry Blender* (Teigmischer) oder alternativ den Händen in das Mehl einarbeiten, bis nur noch sehr feine Streusel übrig sind. Dabei möglichst zügig arbeiten, damit die Butter nicht weich wird. 
Die Buttermilch dazugeben und mit einem Löffel soweit einarbeiten, dass sie vollständig aufgenommen ist. Der Teig ist nach wie vor sehr krümelig. 
Die Teigbrösel auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und rechteckig in Form drücken. Den Teig von beiden Seiten überlappend in die Mitte klappen und wieder zu einem Rechteck flachdrücken. Erneut die kurzen Teigkanten zur Mitte hin einklappen und den Teig gut 1 1/2 cm dick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher von ca. 6 cm Durchmesser ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. 
Im auf 220°C vorgeheizten Backofen für 15 Minuten backen, bis die Biscuits goldbraun sind, dann auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.
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Bärlauch-Brathähnchen

Seit Kurzem habe ich einen neuen Hähnchenbräter* und bin seitdem mal wieder so richtig im Brathähnchenfieber. Das erste Huhn, das ich auf dem Bräter zubereitet habe, war ein großartiges Orangenhühnchen, nur leider ist es mir etwas zu "knusprig" geraten und ich konnte das so nicht bloggen. Geschmeckt hat es fantastisch, das Bild war aber fürchterlich. 
Also nochmal, kann ja nicht schaden und da wir ja eh für unser Leben gern Brat- hähnchen essen, war das keine wirklich große Überwindung. 
Leider hab ich in meiner Schusseligkeit zwar das Hähnchen gekauft, die Orangen aber komplett vergessen. Also, woher nehmen und nicht stehlen? Spontanes Umdisponieren war mal wieder angesagt und da ich eh gerade meine reichliche Bärlauchbeute verarbeitet habe, war natürlich klar: Gibt's halt ein Bärlauch-Brathähnchen!

Bärlauch-Brathähnchen
Den Bräter habe ich mir schon sehr lange gewünscht, denn wie Ihr vielleicht wisst, bin ich ein ganz großer Brathähnchen-Fan und mag es gerne knusprig. Man kann das Hähnchen natürlich auch auf, bzw. in eine Napfkuchenform setzen (eine Bierdose sollte wegen der Beschichtung und Lacke nicht verwendet werden), ich hab's aber gerne schön und Ihr kennt ja mein Faible für Gusseisen. 
Dieser Bräter sorgt nicht nur dafür, dass das Hähnchen rundherum mordsknusprig wird, unten drin kann man gleichzeitig noch wunderbar Gemüse garen und es sammelt sich eine leckere Sauce an. 
Die Garzeit verkürzt sich durch den Pinökel, auf dem das Huhn sitzt, zusätzlich noch etwas, da es mit diesem Bräter gleichzeitig auch von innen gegart wird - noch ein Grund für mein neues Schätzchen.

Bärlauch
Ich hab bereits eine Idee für das nächste Brathähnchenrezept, denn am 15. Mai veranstalte ich auf Instagram ein #Synchronbrathähnchen und darauf muss ich mich natürlich vorbereiten. Ihr könnt also gespannt sein, demnächst gibt's schon das nächste Brathähnchen, bis dahin solltet Ihr aber unbedingt erstmal dieses ausprobieren, die Bärlauchsaison ist ja bekanntlich kurz.  

Bärlauch-Brathähnchen, vorher
Zutaten
1 Hähnchen (ca. 1,8 kg)
100 g zimmerwarme Butter
30 g frischer Bärlauch
1 TL Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Abrieb einer Biozitrone

Außerdem 
1 Karotte
1 Fenchelknolle
2 Kartoffeln
2 rote Zwiebeln
1/2 Zitrone in Spalten
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
100 ml Weißwein

Zubereitung
Den Bärlauch putzen und die Stiele entfernen. Zusammen mit den Gewürzen in einen Blender geben und solange pürieren, bis der Bärlauch möglichst fein gehackt und die Butter schön cremig ist. Den Zitronenabrieb dazugeben und nur kurz unterrühren. 

Die Haut des Hähnchens vorsichtig mit den Fingern vom Fleisch lösen, dazu auf der Brustseite mit der Hand zwischen Haut und Fleisch fahren und die Haut so lösen. So gut es geht auch an den Schenkeln und immer darauf achten, die Haut nicht zu beschädigen.

2/3 der Kräuterbutter zwischen Haut und Fleisch verteilen, mit dem Rest das Hähnchen von außen einreiben. Zusätzlich noch von außen und innen mit Salz und Pfeffer würzen. 
Das Gemüse waschen, schälen und nach Belieben portionieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit einigen Zitronenspalten in einen Bräter geben. Den Wein angießen und das Hähnchen daraufsetzen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen 1 - 1 1/2 Stunden garen, dann das Hähnchen portionieren und mit dem Gemüse und Beilagen nach Wahl servieren.
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Edamame mit Sesam und Sojasauce

Esst Ihr gerne Sushi und geht ab und zu zum Japaner Sushi essen? Dann kennt Ihr sicher Edamame, das sind unreife Sojabohnen, die in der Schale gegart und dann mit etwas Salz bestreut, serviert werden. Häufig drehen die beim Running-Sushi auch ihre Runden.
Ich mag Edamame sehr gerne, fand aber immer, dass sie noch ein wenig Pepp vertragen können, denn nur n büschen Salz obendrüber ist ja soooo spannend auch nicht. Edamame selbst schmecken aromatischer als beispielsweise Favabohnen und haben einen leicht nussigen Geschmack. Ihr bekommt sie gefroren im Asiashop, entweder bereits gepult oder wie in diesem Fall in der Schale.

Edamame mit Sesam und Sojasauce
Da ich geröstetes Sesamöl unheimlich gerne mag, hab ich die fertig gegarten Edamame darin angeschwitzt und dann noch mit etwas Sojasauce, Piment d'Espelette und Limettensaft abgeschmeckt. Nach Belieben feines Meersalz und schwarzen Sesam obendrüber und fertig ist ein wunderbarer Snack der nicht nur vor oder zum Sushi, sondern auch einfach mal zwischendurch schmeckt - ich kann gar nicht aufhören, wenn ich einmal angefangen habe. 

Edamame mit Sesam und Sojasauce
Die Edamame werden ja, wie Ihr auf den Bildern seht, in der Schale gegart, d.h., die Gewürze dringen natürlich in der Kürze der Zeit kaum zu den Bohnen durch, sondern würzen eigentlich hauptsächlich die Schale. Damit Ihr das volle Sesam-Edamame-Gefühl bekommt, müsst Ihr die Edamame aus den Schalen zuzeln, also son büschen raussaugen. 
Liest sich das jetzt eklig? Isses aber nicht, denn Edamamezuzeln ist viel harmloser als das Zuzeln von Weißwürsten ;o)

Edamame mit Sesam und Sojasauce
Zutaten
200 g gefrorene Edamame 
1 TL Natron 
1 TL Limettensaft 
feines Meersalz und schwarzer Sesam nach Geschmack

Zubereitung
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Natron zufügen und die Edamame für 5 Minuten kochen. In Eiswasser abschrecken, dann gut abtropfen lassen.
Sesamöl in einer Pfanne erhitzen, die Edamame scharf von allen Seiten anbraten, dann mit Sojasauce und Limettensaft ablöschen und durchschwenken. Mit Piment d'Espelette würzen und servieren.
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Waffeltorte mit Räucherlachs & Verlosung

Einige haben sicher bereits mitbekommen, dass kürzlich das erste Koch-, bzw. eigentlich ist es eher ein Backbuch, an dem ich mitgearbeitet habe, veröffentlicht wurde. Wie der Titel schon sagt, dreht sich in diesem Buch alles um Herzhafte Waffeln*. 
Ich habe also über Wochen hinweg meine kleine Waffeleisensammlung zum Glühen gebracht und fleißig von morgens bis abends Waffeln gebacken und Rezepte entwickelt. Heraus- gekommen ist eine ganz bunte Mischung, mit der Ihr waffeltechnisch für jeden erdenklichen Fall gerüstet seid. Theoretisch könnt Ihr Euch also ab sofort den ganzen Tag nur von Waffeln ernähren und habt sogar die passenden Knabberwaffel-Rezepte für den nächsten Filmabend parat :o) 

Waffeltorte mit Räucherlachs
Um das Buch gebührend zu feiern, habe ich Euch nicht nur eines meiner Lieblings- rezepte aus dem Buch mitgebracht, sondern verlose auch 5 Exemplare.
Alles, was Ihr machen müsst, ist direkt unter diesem Blogbeitrag einen Kommentar zu hinterlassen und mir darin zu erzählen, welches Eure Lieblingswaffeln sind, bzw. was Ihr am liebsten mit Euren Waffeleisen zubereitet Denn wie ich Euch in dem Buch unter anderem zeige, kann ein Waffeleisen noch viel mehr, als nur Waffeln zu backen.

Teilnahmbedingungen
Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Gewinnspiel ist die Beantwortung der oben aufgeführten Frage in einem Kommentar unter diesem Beitrag (nicht bei FB und nicht per Mail).
  • Eine Barauszahlung des Gewinnwertes bzw. ein Umtausch des Gewinns ist ausgeschlossen. Der Gewinnanspruch ist nicht übertragbar.
  • Der Kommentar muss einen vollständigen Klarnamen enthalten, also Vor- UND Nachnamen
  • Die Tombola endet am 09.04.2016 23:59 Uhr, die Gewinner werdem am 10.04.2016 in einem weiteren Blogbeitrag bekanntgegeben.
  • Der Gewinnanspruch erlischt bei Nichterreichbarkeit des Gewinners, bei ausbleibender Rückmeldung des Gewinners oder bei Nichtannahme des Gewinns durch den Gewinner nach Ablauf von 7 Tagen, gerechnet ab der ersten Veröffentlichung der Gewinner.
  • Der Gewinn kann nur innerhalb Deutschlands verschickt werden.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
Waffeltorte mit Räucherlachs
Wie oben schon erwähnt, hab ich Euch natürlich auch ein Rezept aus dem Buch mitgebracht - das muss schon sein, denn ich kann Euch ja nicht von dem Buch erzählen und dann den Beweis schuldig bleiben, dass sich die Anschaffung auch lohnt.
Eines meiner absoluten Lieblingsrezepte aus dem Buch und außerdem noch ein wunderbares Sonntagsfrühstück, ist die Waffeltorte mit Räucherlachs, die ich allerdings wie immer ein wenig abgewandelt habe. Seht Ihr, ich kann noch nicht einmal meine eigenen Rezepte 1:1 nachkochen, bzw. -backen, immer muss irgendwas anders sein.

Diese Waffeltorte gefällt mir deshalb so sehr, weil sie gleich 4 Dinge auf einmal vereint:
  • Sie sieht mordsschick aus
  • Sie ist sehr schnell und einfach gemacht
  • Sie lässt sich wunderbar je nach Geschmack abwandeln
  • und zu guter Letzt schmeckt sie natürlich auch großartig - das ist ja auch nicht ganz unwichtig
Besser geht's doch eigentlich gar nicht, oder?
Ich bestreiche beim Zusammenbau der Torte immer nur die Waffeloberseite, belege sie dann mit Lachs und setze darauf die nächste Waffel. Die Tortenböden, bzw. Waffeln kleben dadurch nicht übermäßig zusammen (die Torte ist aber trotzdem stabil) und man kann ein portioniertes Tortenstück quasi von oben nach unten abbauen und sehr bequem essen. Wenn Ihr sie aber gerne kompakt hättet, teilt die Frischkäsemenge pro Schicht in zwei Teile und bestreicht die Waffeln (bis auf die unterste natürlich) von beiden Seiten.
So, und nu wünsch ich Euch einen tollen Sonntag und viel Glück bei der Verlosung. Macht es Euch schön!

Waffeltorte mit Räucherlachs
Petersilien-Bärlauch-Waffeln

Zutaten für 4 Herzchenwaffeln
1 Bund glatte Petersilie
100 ml Milch
125 ml Schmand 
2 Eier 
50 ml Rapsöl
200 g Mehl, Type 405
1 TL Backpulver
3/4 TL Salz 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Die Petersilie waschen, kräftig trockenschütteln und die Stiele abschneiden. Zusammen mit der Bärlauchpaste, Milch und Schmand in einen Blender oder Food Processor geben und solange pürieren, bis die Flüssigkeit kräftig grün ist und kaum noch Kräuterstücke sichtbar sind. 
Eier, Öl, Mehl, Backpulver, Salz und Pfeffer zugeben und solange mixen, bis ein glatter Teig entstanden ist. 
Ein Herzchenwaffeleisen* aufheizen und darin 4 Waffeln ausbacken. Auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen.

Waffeltorte mit Räucherlachs



Waffeltorte mit Räucherlachs 

Zutaten
1 TL rosa Pfefferbeeren
450 g Frischkäse
4 TL Sahnemeerrettich
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
100 g Saiblingskaviar
Salz
4 Petersilienwaffeln (siehe oben)
250 g Räucherlachs
Dill zur Dekoration

Zubereitung
Rosa Pfefferbeeren in einem Mörser zerreiben und mit dem Frischkäse, Meerrettich und Zitronenabrieb verrühren. Mit Salz abschmecken und behutsam den Kaviar unterrühren.
Eine Waffel mit dem Frischkäse bestreichen und Räucherlachs darauf verteilen. Die nächste Waffel drauf setzen und so weiter verfahren, bis die letzte Waffel gestapelt ist. Die oberste Waffel mit dem restlichen Frischkäse bestreichen und mit Räucherlachs und etwas Kaviar dekorieren.  
 

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