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Chocolate Dutch Baby mit Bananas Foster

Dutch Babies, bzw. Ofenpfannkuchen werden ja gerne zum Frühstück zubereitet, ich denke aber, dass meine Schokoladenversion ein wenig zu dekadent für ein Früh-stück ist - und sicher auch eine Spur zu viel Restalkohol enthält. Wenn Ihr es aber schon zum Frühstück so richtig knallen lassen möchtet, dann sind diese Chocolate Dutch Babies mit Bananas Foster ganz genau das Richtige für Euch. 
Alle anderen können sich diese Leckerei natürlich auch erst zum Mittag oder nach-mittags zum Kaffee zubereiten und auch als Dessert machen sich die Ofenpfann-kuchen gut.
Chocolate-Dutch-Baby mit Bananas Foster

Bananas Foster ist der Name für die karamellisierten und anschließend flambierten Bananenscheiben. Klassisch kommt noch ein Schluck Bananenlikör dazu, da streike ich aber, denn das Zeug kommt mir nicht ins Haus. 
Die karamellisierten Bananen schmecken natürlich nicht nur auf diesen Ofenpfann-kuchen, sondern sind auch eine tolle Beilage für Waffeln oder Toppings für Eis-becher. Dazu gehört aber auf jeden Fall eine anständige Portion Vanilleeis. 
Wenn Ihr Nüsse mögt, könnt Ihr die noch dazugeben, die bekommen durch das Karamellisieren einen wunderbaren Crunch. Da der Bananenfan bei uns zuhause aber gleichzeitig Nüsse verweigert, kommen die bei uns natürlich nicht in die Bananas Foster. Weshalb die so heißen, wie sie heißen, könnt Ihr übrigens hier nachlesen. 
Tipp
Achtet bei den Bananen unbedingt darauf, dass sie noch schön grün sind, denn sonst lösen sie sich in der Pfanne in ihre Bestandteile auf.

Chocolate-Dutch-Baby mit Bananas Foster
Chocolate Dutch Baby
- Schokoladen-Ofenpfannkuchen -
Zutaten
3 große Eier (ca. 180 g)
130 g Mehl, Type 405
30 g Kakaopulver
30 g Rohrohrzucker
250 ml Milch
1 Prise Salz 
1 TL Rum oder Whisky

Außerdem
Butterschmalz, hausgemacht

Zubereitung 
Eine ofenfeste Pfanne (26 cm Durchmesser) in den Backofen stellen und auf 220°C aufheizen.
In der Zwischenzeit alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem glatten, flüssigen Teig verrühren. Der Teig sollte dünnflüssiger als ein normaler Pfann- kuchenteig sein und ungefähr die Konsistenz eines Crêpesteiges haben. 
Die Pfanne aus dem Backofen nehmen und einen EL Butterschmalz darin schmelzen lassen. Den Teig komplett hineingeben und sofort zurück in den Backofen stellen. Für 20 Minuten backen lassen, dann herausnehmen und nochmals mit etwas Butter- schmalz bestreichen. 

Bananas Foster
- karamellisierte Bananen mit Rum -
Zutaten
30 g Butter 
50 g Rohrohrzucker
¼ TL Piment*, gemahlen
½ TL Muskatnuss*, frisch gemahlen
2 unreife Bananen, in Scheiben geschnitten
60 ml Rum (bei mir Whisky*)
½ TL Orangenabrieb

Außerdem
Vanilleeis, hausgemacht

Zubereitung
Den Zucker bei mittlerer Hitze in einer Pfanne schmelzen. Die Butter und die Gewürze dazugeben und verrühren, bis alles aufgelöst ist. Die Bananenscheiben dazugeben und ca. eine Minute anbraten, dann den Rum zufügen. Den Alkohol entzünden und köcheln lassen, bis die Sauce sirupartig eingekocht ist, dann den Orangenabrieb dazugeben und verrühren.

Zusammen mit einer Kugel Vanilleeis auf den Dutch Babies servieren.
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Scotch Eggs

Ihr glaubt nicht, wie lange Scotch Eggs schon auf meiner Nachkochliste stehen, quasi schon fast so lange, wie es auch den Kuriositätenladen gibt. Das erste Mal gesehen hab ich sie bei den Hairy Bikers, meiner damaligen Lieblings-Kochshow. Ich war sofort sehr begeistert, denn schließlich geht es hier im Wesentlichen um Hack-fleisch, bzw. Bratwurstbrät und wie groß meine Leidenschaft für Bratwurstbrät ist, das hab ich Euch ja schon öfter erzählt, wenn es um Bratwurstbällchen ging. Warum es im Endeffekt doch so lange gedauert hat, bis ich mich endlich mal rangemacht habe, kann ich Euch gar nicht sagen - irgendwas is ja immer...

Scotch Eggs sind gekochte Eier, die mit Bratwurstbrät ummantelt, dann paniert und anschließend frittiert werden. Wie genau das Ergebnis aussieht, liegt völlig bei Euch. 
Scotch Eggs
Die simpelste Methode ist die, die ich gewählt habe und besteht im Wesentlichen aus nur zwei Zutaten + Panade. Ihr besorgt Euch sehr gutes Bratwurstbrät bei Eurem Schlachter, kocht Eier und wickelt die dann ein. Wenn das Bratwurstbrät nicht sehr kräftig gewürzt ist, könnt Ihr es noch mit Senf, Pfeffer, Paprikapulver, usw. nachwürzen. 
Ich hab dreierlei rohe Bratwurstsorten von meinem Schlachter gekauft und damit eine Trilogie vom Scotch Egg zubereitet. 
Die einfache Version bestand aus feinem Bratwurstbrät, quasi Thüringer Art. Das Ergebnis war lecker, allerdings hat sich der Bratwurstmantel an einigen Stellen gelöst - wahrscheinlich aufgrund des Wasseranteils in der feinen Bratwurst. 
Die zwei anderen Sorten waren hingegen perfekt, einmal mit Salsiccia- und Merguez-Brät. Beide  Sorten waren kräftig gewürzt und haben wunderbar ihre Form gehalten. Da musste nichts nachgewürzt werden und die Kruste war herrlich kross. Das Brät der beiden letzten Sorten war deutlich gröber und auch fester als das erste.
Fazit
Feines Bratwurstbrät ist perfekt geeignet für Bratwurstbällchen, für Scotch Eggs sollte das Brät aber eher grob sein und eine festere Konsistenz haben.
Scotch Eggs
Die Eier könnt Ihr entweder frisch kochen oder auch eingelegte, ja sogar Soleier verwenden. Für beides bekommt Ihr in der nächsten Zeit auch noch Rezepte von mir. 
Mein Ziel war es eigentlich, Eier mit einem möglichst flüssigen Eigelb zu kochen, "leider" waren aber die Eier so frisch, dass ich die Schale kaum runterbekam, also mussten sie doch einigermaßen fest sein, damit sie nicht völlig auseinanderfielen - sie schmecken aber auch so großartig.

Scotch Eggs sind eine perfekte Ergänzung für Euren Osterbrunch, das Partybuffet oder das nächste Picknick, wenn der Frühling endlich die Oberhand gewinnt. Wir haben dazu einen knackigen grünen Salat mit Holzapfeldressing und meine heißgeliebten Portweinzwiebeln gegessen und den Rest am nächsten Tag mit zur Arbeit genommen. 
Scotch Eggs
Zutaten
450 g Hackfleischbrät
6 Eier
evtl. Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und Senf zum Nachwürzen des Bräts

Für die Panade
Mehl
2 Eier
Paniermehl und Panko im Verhältnis 2:1
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Außerdem
Frittieröl

Zubereitung
Die Eier ca. 4-6 Minuten kochen, je nachdem, wie fest sie sein sollen. In eiskaltem Wasser abschrecken und vollständig abkühlen lassen, dann die Schale entfernen. 
Das Bratwurstbrät aus den Würsten drücken und gut mit den Händen verkneten, so wird es geschmeidiger. 
Je nach Brät, noch mit Senf, Salz und Pfeffer nachwürzen, dann jeweils ca. 75 g pro Ei abwiegen, auf der Handinnenfläche flachdrücken, ein Ei raufsetzen und das Ei in dem Brät einwickeln. Wie einen Knödel mit den Händen formen und darauf achten, dass die "Nahtstellen" gut miteinander verschlossen sind.

Das Mehl mit Salz und Pfeffer würzen, die Eier mit einer Gabel verkleppern, das Paniermehl mit dem Panko vermischen, dabei das Panko etwas zwischen den Hand-innenflächen zerbröseln, so dass es etwas feiner wird. 

Die in Hackfleisch eingewickelten Eier erst in Mehl wenden, dabei das überschüssige Mehl abklopfen. Anschließend in den Eiern wenden und dann sofort in der Panier-mehl-/Pankomischung, das Paniermehl gut festdrücken.

Frittieröl in einem hohen Topf auf 180°C erhitzen, dann die Eier 5-6 Minuten frittieren, bis sie rundherum goldbraun sind. Herausnehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.
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Kräuterknöpfle

Draußen kommt zwar langsam aber sicher der Frühling zu Vorschein, saftiges Grün ist aber nach wie vor die Ausnahme. Ich habe deshalb das wachsende Kräuter-angebot bei meinem Kräutermann auf dem Isemarkt ausgenutzt und als Beilage zu unserem geschmorten Tafelspitz vom Sonntag Kräuterknöpfle aus Grüne-Sauce-Kräutern gemacht. Ein weiterer Beitrag zu meiner stetig wachsenden Grüne-Sauce-Rezeptsammlung
Ich bin zwar keine Hessin, liebe diese Kräutermischung aber trotzdem heiß und innig und habe mir auch für dieses Jahr eine Menge Rezepte überlegt, in denen ich meine Lieblingsmischung verarbeiten möchte.

Kräuterspätzle
Obwohl Grün ja immer so eine Sache ist und Kräutersüppchen gerne schnell grau und unansehnlich werden, halten diese Knöpfle ganz wunderbar ihre Farbe und waren bei uns sogar noch am dritten Tag quietschegrün. 
Am zweiten Tag hab ich daraus grüne Käseknöpfle gemacht und am dritten Tag sogar noch einmal aufgewärmt. Die Portion war wirklich reichlich bemessen ;o)
Würzt den Teig wirklich großzügig mit Salz und Pfeffer, die Knöpfle schlucken nämlich eine ganze Menge.

Kräuterknöpfle in der Zubereitung
Den Teig bereite ich im Thermomix zu, aber da eignet sich natürlich auch jeder andere Standmixer. Wichtig ist, die Kräuter kräftig mit dem Wasser aufzumixen, so dass sie sich nahezu auflösen und ein glattes "Kräutershake" entsteht. Anschließend kommen Eier, Mehl und Gewürze dazu und es muss nur noch kurz alles glatt gemixt werden. 
Den Teig könnt Ihr entweder durch eine Spätzlepresse* drücken oder durch ein Spätzle-, bzw. Knöpflesieb. Ich hab zwar beides, greife aber immer öfter zum Sieb, denn das ist einfacher zu säubern und da ich keine Geschirrspülmaschine habe, ist das ein für mich durchaus wichtiger Faktor. Außerdem mag ich die kleinen dicken Knöpfle sehr gerne. Es funktioniert aber beides gleich gut, wählt da einfach das Gerät das Ihr zuhause habt. 

Kräuterknöpfle
Zutaten für 8 Portionen
200 g Grüne-Sauce-Kräuter, bereits geputzt
175 ml Wasser
500 g doppelgriffiges Mehl (oft als sog. "Instantmehl" deklariert)
6 Eier
2 EL Rapsöl
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Die Grüne-Sauce-Kräuter putzen und grob kleinschneiden. In den Standmixer geben und mit dem Wasser aufmixen, bis eine möglichst glatte Masse entstanden ist. Die restlichen Zutaten zufügen und alles aufmixen, bis ein glatter, zäher Teig entstanden ist.
Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen, das Knöpflesieb darauf legen und den Teig portionsweise durch das Sieb streichen. Ca. 2 Minuten köcheln lassen, dann mit einem Schöpflöffel herausnehmen und in einem Durchschlag abtropfen lassen.
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Geschmorter Tafelspitz

Als mein Schlachter vor einer Weile Tafelspitz im Angebot hatte, konnte ich nicht anders, als einen "auf Vorrat" mitzunehmen, denn mein Mann und ich lieben Tafelspitz mit Meerrettichsauce, gönnen uns den aber nur ganz selten mal. 
Theoretisch war also klar, was ich mit diesem Stück Fleisch mache, praktisch hat es aber schon auf dem Heimweg in meinem Kopf rumohrt und ich hab überlegt, was ich damit sonst noch anstellen könnte. 
Schlussendlich hab ich den Tafelspitz diesmal doch nicht gesotten, sondern in SEHR viel Rotwein geschmort. Hauptsächlich, weil ich wissen wollte, wie das Ergebnis im Vergleich zu einem Schulterbraten ist. Das Resultat hat mich absolut überzeugt und dieser Tafelspitz war sicher nicht der letzte, der in meiner Küche nicht gesotten, sondern geschmort wurde.
Geschmorter Tafelspitz
Die Zubereitung dieses Rinderbratens war sehr klassisch. Zuerst wird der Braten von allen Seiten angebraten - bei mir diesmal in der Pfanne, denn der Tafelspitz war zu lang für meine große Cocotte und auch den Bräter. Sobald er von allen Seiten gut gebräunt ist, hat er erstmal Pause und wird beiseite gelegt. Das Gemüse wird nun ebenfalls angeschwitzt und anschließend mit Tomatenmark tomatisiert. Ich verwende seit einiger Zeit lieber das Tomaten-Gemüsemark* von Mutti, das ist süßlicher und schmeckt mir deutlich besser. 
Hierbei ist sehr wichtig, dass das Mark nicht länger als ca. eine Minute angeschwitzt wird, da es sonst schnell bitter wird. Gebt es daher zum Braten dazu, verrührt es mit dem Gemüse und lasst es nur kurz anschwitzen, bevor alles mit Flüssigkeit abgelöscht wird.
Geschmorter Tafelspitz
Als Nächstes wird das Gemüse mit Rotwein und Rinderfond abgelöscht. Der Rotwein muss kein supertoller Luxuswein sein, er sollte aber gut trinkbar sein. Da ich wirklich absolut keine Ahnung von Wein habe (ich trinke einfach keinen), kaufe ich Wein ausschließlich in der Weinhandlung bei uns um die Ecke und lasse mich dort beraten. Das spart mir im Endeffekt enorm viel Zeit, die ich sonst damit verbringen würde, unentschlossen vor dem Weinregal im Supermarkt auf und ab zu wandern. So frage ich einfach meinen Weinhändler, der mittlerweile weiß, dass ich hauptsächlich "Kochweine" brauche, erzähle ihm, was ich diesmal vorhabe und er sucht mir den passenden Wein raus. 
Preislich liegen diese Kochweine nicht wirklich über dem Preisniveau im Supermarkt, ich hab aber immer die Garantie, einen anständigen Wein zu verwenden, denn mein Weinhändler hat mich noch nie enttäuscht und dreht mir auch keinen überteuerten Wein an, sondern orientiert sich immer am Verwendungszweck.
Schmorgemüse und Bouquet garni
Die Qualität des Rinderfonds ist mindestens genauso wichtig wie die des Weines. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ich meine Fonds nicht selbstgekocht, sondern im Supermarkt gekauft und mich später gewundert habe, dass meine Saucen nicht so schmeckten, wie ich es von zuhause gewohnt war. Fonds waren deshalb eine der ersten Grundzutaten, mit deren Herstellung ich mich beschäftigt habe und mir kommt seitdem kein gekaufter Fond mehr ins Haus. 
Überlegt Euch daher unbedingt, ob es nicht die Mühe wert ist, sich einmal im Jahr in die Küche zu stellen und Gemüse-, Geflügel-, Fisch-, Krabben-, oder eben in diesem Fall, Rinderfond zu kochen und einzuwecken. Preislich macht Ihr damit auf keinen Fall einen Fehler, denn schon richtig schlechter Supermarktfond ist teuer, wenn er aber n büschen was taugen soll, wird's richtig teuer. Das könnt Ihr zuhause deutlich günstiger und vor allem viel besser selbst machen. 
Rinderbraten in der Pfanne
Wenn alle Zutaten verarbeitet sind, wandert der Braten bei mir im geschlossenen Schmortopf in den Backofen. Ihr könnt einen Schmorbraten auch auf der Herdplatte schmoren, die Temperatur im Backofen ist aber konstanter und der Braten wird gleichmäßiger gegart. Außerdem habt Ihr so den Herd frei und könnt Euch den Beilagen widmen oder schon mal Klarschiff machen. 

Schmorbraten sind nicht zuletzt deshalb meiner Meinung nach die idealen Einsteiger-rezepte, wenn es um die Zubereitung von Fleisch geht und ideal für die Gäste-bewirtung, denn der Braten schmort ja einige Stunden völlig auf sich alleine gestellt vor sich hin. Zeit, die Ihr entweder zum Vorbereiten der Beilagen, Gäste-entertainment oder zum Füße hochlegen verwenden könnt.
Schmorbraten in der Cocotte
Sobald der Braten fertig ist, wird er aus dem Schmorsud genommen und warm gestellt. Die Sauce passiere ich durch ein feines Sieb und schmecke sie mit Salz und Pfeffer ab. Mehr muss gar nicht rein, denn durch den Wein, Fond, die Gewürze und das Fleisch schmeckt die Sauce schon pur großartig. 
Zum Abbinden der Sauce gibt es viele Möglichkeiten. Ihr könnt sie mit kalter Butter aufmontieren oder abbinden, entweder mit Saucenbinder oder aber mit Mehl. Ich binde meine Saucen ganz klassisch mit Mehl. 
Nein, das wird keine dicke Pampe, denn natürlich bestimmt auch hier die Menge das Ergebnis. Ein wenig Mehl mit kaltem Wasser verrührt, gibt der Sauce gerade die notwendige Bindung, ohne dass es ein streichfähiger Brei wird. Einen wunderschönen Glanz gibt's gratis obendrauf. 
Saucenbinder mag ich persönlich gar nicht, die Saucen werden dadurch nämlich unangenehm glasig. Ich bleibe bei meinem Mehl und bin damit ausgesprochen zufrieden.

Als Beilage gab es bei uns diesmal sehr leckere Grüne-Sauce-Knöpfle, das Rezept dafür bekommt Ihr am Dienstag, denn dieser Beitrag ist so schon lang genug ;o)

Einen schönen Sonntag wünsche ich!
Geschmorter Tafelspitz
Zutaten für ca. 6-8 Portionen
1 Tafelspitz, ca. 2 kg
Butterschmalz, hausgemacht
150 g Karotten
100 g Knollensellerie
100 g Schalotten
100 g Lauch
1 Liter Rotwein (bei mir Beau Chêne Grenache)
600 ml Rinderfond, hausgemacht
1 TL Melange noir, hausgemacht
2 TL Salz
2-3 TL Mehl
etwas kaltes Wasser

Zubereitung
Den Tafelspitz mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen, dann in Butterschmalz in einem Schmortopf von allen Seiten anbraten. In der Zwischenzeit das Suppengemüse putzen und grob in Stücke schneiden. 
Den Tafelspitz aus dem Bräter nehmen und abgedeckt beiseite stellen. Das Gemüse dazugeben und ebenfalls mehrere Minuten anschwitzen. Das Tomatenmark dazu-geben, verrühren und ca. 1 Minute mit garen. 
Mit Rotwein und Fond ablöschen, die Gewürze und das Bouquet garni dazugeben und den geschlossenen Schmortopf in den auf 180°C vorgeheizten Backofen stellen. Für ca. 2 - 2 ½ Stunden schmoren lassen. 
Das Fleisch herausnehmen und abgedeckt warm stellen. Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und mit Salz und Pfeffer würzen. 
Mehl mit etwas kaltem Wasser (unbedingt kalt, sonst klumpt es auf jeden Fall) klumpenfrei verrühren, dann unter stetigem Rühren in die Sauce einlaufen lassen. Gut verrühren, dann aufkochen lassen und einige Minuten köcheln lassen.
Den Braten aufschneiden und zusammen mit der Sauce und Beilagen servieren.
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Asiatisches Lachstatar mit Queller

Als Beilage zu meinen Sushidonuts vom Wochenende hab ich ein ganz wunderbares Lachstatar zubereitet, von dem besonders mein Mann gar nicht genug bekommen konnte. Ich hab schon beim Donutbasteln soviel genascht, dass ich quasi nahezu satt war, als es richtig los ging. 
Den Lachs habe ich grob gewürfelt, weil ich gerne die Struktur des Fisches erhalten wollte, wenn Ihr aber beispielsweise kein großer Freund von Sashimi seid, sondern rohen Fisch eher sehr dünn aufgeschnitten mögt, schneidet den Fisch einfach feiner. 
Wichtig ist aber, dass Ihr den Fisch auf keinen Fall hackt, sondern auf jeden Fall schneidet, denn es soll ja kein Hackfisch werden. 

Dieses Tatar ist eine tolle Beilage zu Sushi oder Onigiri, schmeckt aber auch als Vorspeise zu einem japanischen Menü sehr lecker. 

Asiatisches Lachstatar mit Queller
Zutaten
250 g Biolachsfilet in Sushiqualität
1 TL milde Chilischote, sehr fein gehackt
1 TL dunkles Sesamöl*
3 TL japanische Sojasauce*
Abrieb einer Biolimette + 1-2 TL Limettensaft
30 g Queller/Salicorne, bereits gezupft

Zubereitung
Das Lachsfilet in Würfel schneiden und zusammen mit den Chiliwürfeln, Sesamöl, Sojasauce, Limettenabrieb und -saft in einer Schüssel verrühren und marinieren lassen. Den Queller waschen und trocken schleudern. Die holzigen Stiele entfernen und ausschließlich die zarten Endglieder zum marinierten Lachs geben. Für ca. 30 Minuten marinieren lassen, dann servieren.
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Sushidonuts mit Avocadofüllung

Meine Vorliebe für Sushi und Onigiri kennt Ihr ja. Ich liebe beides und könnte es ständig essen - mach ich aber nicht, denn es soll ja was Besonderes bleiben. Zum Synchronsushi am Wochenende habe ich mir etwas Neues überlegt, nämlich diese Sushidonuts, die in den USA gerade eine ganz große Sache sind. Ich finde diese Art Sushi, bzw. eigentlich sind es ja Onigiri, besonders hübsch und musste die einfach ausprobieren. 
Sie sehr schnell und einfach gemacht und lassen sich ganz nach Lust und Laune, bzw. Geschmack und Inhalt des Kühlschranks belegen. 1-2 reichen pro Person völlig aus und ich garantiere Euch, dass Ihr damit richtig Eindruck macht. 

Sushidonuts mit Avocadofüllung
Schon beim Reis könnt Ihr ganz verschiedene Richtungen einschlagen. Ich habe mich für drei Sorten entschieden und ganz schlichten Sushireis zubereitet, dann unter einen Teil Seealgenflocken gerührt und außerdem noch Sushireis mit Rote-Bete-Saft angesetzt. Die Farbe ist umwerfend schön und geschmacklich passt die Rote Bete ganz ausgezeichnet zur Reiswürzung.
Beim nächsten Mal werde ich den Reis auch mit Karottensaft und außerdem Sepiatinte* ansetzen und dann gefleckte Sushidonuts machen. Es gibt schon beim Reis unglaublich viele Methoden, die Donuts zu variieren.

Sushidonuts mit Avocadofüllung
Beim Belag sind Eurer Fantasie absolut keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt die Donuts vegetarisch belegen, mit rohem oder auch geräuchertem Fisch, mit Kaviar dekorieren, in Sesam oder gehackten Wasabi-Erbsen wälzen und auch mit Wasabi-mayonnaise verzieren.
Da wir keinen Thunfisch essen, habe ich ein paar Donuts in Bio-Räucherlachs "eingeschlagen", und außerdem noch reichlich Saiblingskaviar drauf gegeben. Ansonsten gab es "nur" Gemüse - besonders Avocado und Gurke liebe ich auf und in Sushi, bzw. Onigiri.  

Sushidonuts mit Avocadofüllung
Sushireis

Zutaten für 6 weiße Donuts
250 g Sushireis*
300 g Wasser
1 Stück Kombu*
3 EL Reisessig*
1 ½ EL Zucker
¾ TL Salz

Optional
  • Für die Rote-Bete-Variante 200 g Wasser durch Rote-Bete-Saft ersetzen
  • Für die Norivariante behutsam 2 EL Seealgenflocken* unter den Reis heben
Avocadofüllung
1 Avocado
1 Spritzer Limettensaft 
etwas Wasabipulver*
Salz

Belag
Räucherlachs, in Scheiben
Saiblingskaviar
Alfalfasprossen
schwarzer Sesam
zerstoßene Wasabi-Erbsen*
Gurke
Wasabimayonnaise (Mayonnaise mit Wasabipulver* verrührt)
oder alles, was Euch obendruff schmeckt

weißer und mit Roter Bete gefärbter Sushireis
Zubereitung
Den Sushireis in ein Sieb geben und im Spülbecken in kaltem Wasser sorgfältig waschen, bis das Wasser klar bleibt. Je nach Reis können da zwei bis drei Wasch- gänge notwendig sein. Unter klarem Wasser abspülen und ca. 30 Minuten abtropfen lassen. 
Den Reis mit dem Wasser in einen Topf geben und das Stück Kombu darauflegen. Damit er sein Aroma optimal entfalten kann, die Oberfläche mehrfach einritzen oder das Stück einschneiden. 
Bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen, dann die Temperatur stark reduzieren (bei mir genügt Stufe 1 von 9) und den Reis ca. 15 Minuten dämpfen lassen. Den Topf vom Herd ziehen und weitere 10 Minuten ruhen lassen. 
In der Zwischenzeit den Essig mit Zucker und Salz zum Kochen bringen und Rühren, bis sich Zucker und Salz vollständig aufgelöst haben. Beiseite stellen. 

Den Kombu entfernen und die Essigmischung über dem Reis verteilen und behutsam unterheben. In eine möglichst weite Schüssel umfüllen und dort komplett auskühlen lassen.

Für die Donuts
Eine halbe Avocado mit einer Gabel zerdrücken und mit etwas Limettensaft und Wasabipulver und Salz abschmecken. 
Eine Silikon-Donutform* mit kaltem Wasser ausspülen und jeweils zur Hälfte mit Reis füllen, eine kleine Rille reindrücken und mit dem Avocadomus füllen, dann mit dem restlichen Reis bedecken und festdrücken. 
Die Donuts aus den Formen stürzen und nach Belieben belegen.
Sushireis in der Donutform
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Eierlikör aus dem Thermomix

Bald ist Ostern, also müssen wir uns so langsam aber sicher auf die "Vorosterzeit" vorbereiten, schon mal ein paar Rezepte für die Feiertage ausprobieren und natürlich auch Geschenke aus der Küche zubereiten. Meine mittlerweile stattliche Auflistung für hausgemachte Geschenke aus der Küche kennt Ihr sicher, heute kommt schon wieder eines dazu.
Eierlikör habe ich ja bereits im Archiv, allerdings bereite ich ihn, seit ich den Thermomix bei mir zuhause habe, nur noch darin zu und deshalb gibt es heute auch noch das Rezept dafür. 
Die Rezeptur habe ich im Vergleich zum 1. Rezept ein wenig verändert -  so wie er jetzt ist, gefällt er mir am allerbesten und er hat auch eine schönere Farbe als mit Cognac zubereitet. 

Eierlikör aus dem Thermomix
Ihr wisst vielleicht, dass ich ausschließlich Bio-, bzw. Bruderhahneier konsumiere, leider finde ich hier aber weit und breit keinen Eierlikör, der mit eben diesen oder vergleichbaren Bio-Eiern zubereitet wird. Schon deshalb bleibt mir also gar nichts anderes übrig, als den Eierlikör selbst zu machen. 
Früher war die Zubereitung für mich enorm aufwendig, da die Eier mit der Hand aufgeschlagen werden müssen (der Mixer erleichtert die Sache nicht wirklich) und die, bzw. mein Arm ja nicht 100%ig belastbar ist. Der Thermomix bringt den großen Vorteil mit, dass man alle Zutaten auf einmal reingeben und dann einfach alles anstellen und rühren lassen kann. 
Durch die Temperierfunktion wird der Likör verlässlich auf 80°C erhitzt (Salmonellen haben also keine Chance die Zubereitung zu überleben), die Eier gerinnen nicht und das Ergebnis ist ein wunderbar cremiger Eierlikör. Nach 12 Minuten ist der Likör dann fertig und sobald er abgekühlt ist, kann es mit dem Genuss auch schon losgehen. 
Wenn Ihr keinen Thermomix habt, empfehle ich Euch die Zubereitung wie im alten Rezept, allerdings mit den Zutaten dieses Rezeptes. 
Eierlikör aus dem Thermomix
Zutaten 
4 sehr frische Eigelbe 
¼ TL Salz
350 ml Sahne 
1 Vanilleschote
125 g Zucker
175 ml weißer Rum* (37,5%)

Zubereitung 
Alle Zutaten in den Mixbecher geben und 10 Sekunden auf Stufe 5 verrühren, danach für 12 Minuten bei 80°C auf Stufe 3 aufschlagen. Kaltes Wasser in die Spüle laufen lassen, den Mixbecher mit dem fertigen Eierlikör hineinstellen und auf Zimmertemperatur runterkühlen. Danach in Flaschen umfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.
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Ameisenkuchen

Sicher habt Ihr schon mitbekommen, dass das Kochen mit Insekten immer populärer wird. Maden, Heuschrecken, Mehlwürmer und Schaben - lecker gewürzt und gebraten eine absolute Delikatesse. Ich möchte Euch heute ganz behutsam an dieses Thema heranführen und hab Euch zum Einstieg einen Ameisenkuchen mitgebracht. 

Ok, wem dreht sich an dieser Stelle noch der Magen um? Ich kann Euch beruhigen, das war natürlich ein Scherz. Auch wenn das Backen mit Insekten demnächst das neue vegan wäre, würde ich trotzdem keinen richtigen Ameisenkuchen backen, sondern bei dieser Schokoversion aus meiner Kindheit bleiben. 

AmeisenkuchenIch hab Euch ja neulich schon erzählt, dass Marmorkuchen einer der ersten Kuchen war, den ich als Kind selbst gebacken habe. Der wirklich allerallererste und damit auch klassischste Kuchen in meiner Kindheit war aber dieser Ameisenkuchen. Wieso Armeisenkuchen? Weil die Schokostreusel später im Kuchen wie kleine Stäbchen aussehen, also = Ameisen.

Tatsächlich hab ich diesen Kuchen schon seit vielen Jahren nicht mehr gebacken, auch wenn mein Mann mich regelmäßig daran "erinnert", bzw. mit einem über-dimensionalen Zaunpfahl gewunken hat. JAHAA, ich hab's jetzt verstanden. DA, nimm und iss!

Ameisenkuchen
Um dieses historische Ereignis gebührend zu feiern, denn ich wollte dem Gatten nun auch nicht irgendeinen Ameisenkuchen servieren, hab ich mir extra eine neue Backform bestellt. Ausnahmsweise, denn eigentlich mag ich ja keinen Kunststoff, aus Silikon. 

Ich hab mich deshalb für Silikon entschieden, weil ich diese unglaublich gleichmäßige Kuchenglasur ausprobieren wollte und die klappt nun mal nur, wenn man eine Silikonform verwendet. Außerdem möchte ich demnächst einen Eishupf darin zubereiten und auch das funktioniert nur dann wirklich gut, wenn man den fertigen Hupf aus der Form schälen kann, ohne die Form zu erwärmen. Also hab ich mir diese wunderschöne Form* bestellt und direkt losgelegt. 
Der Trick bei dieser mordsschicken Glasur ist, die flüssige Schokolade in die Form zu gießen und dann den ausgekühlten Kuchen wieder reinzudrücken. Im Anschluss wandert die Form inkl. Kuchen in den Kühlschrank und nach 1-2 Stunden ist die Glasur so fest, dass man den Kuchen wieder nackig machen kann. Das Ergebnis ist dann diese wunderschöne Glasur - von einigen kleinen Luftbläschen abgesehen, aber dazu stehe ich, denn was ist schon wirklich perfekt?

Ganz wichtig bei dieser Form ist übrigens, denn das wurde in einigen Amazon-Rezensionen bemängelt, dass der Kuchen bei verhältnismäßig geringer Temperatur gebacken wird, weil sonst die Kanten evtl. etwas dunkel werden. Ich hab die Temperatur einfach um 20°C reduziert und eine Viertelstunde drangehangen - perfekt!

Ameisenkuchen
Zutaten
250 g Rohrohrzucker
250 g weiche Butter
¼ TL Salz
4 Eier, zimmertemperiert
150 g Milch, zimmertemperiert
1 TL Whisky oder Rum
500 g Mehl, Type 405
17 g Weinsteinbackpulver* (2 EL oder 1 Tütchen Backpulver)

Außerdem
350 g dunkle Schokolade*

Zubereitung
Die Butter mit dem Zucker und Salz in der Küchenmaschine mehrere Minuten schaumig schlagen. Die Eier nach und nach dazugeben und jeweils kurz unterrühren, evor das nächste Ei dazugegeben wird, zum Schluss den Whisky verrühren. Whisky unterrühren, dann das Mehl mit dem Backpulver verrühren und abwechselnd mit der Milch dazugeben und unterrühren. Zum Schluss die Schokostreusel unterheben. 
Den Teig in eine Silikon-Napfkuchenform* einfüllen und glattstreichen. Den Kuchen für ca. 75 Minuten bei 160° backen, dann den Stäbchentest machen. Den fertigen Kuchen für 5 Minuten in der Form setzen lassen, dann auf ein Kuchenrost stürzen und dort komplett auskühlen lassen. Die Silikonform in der Zwischenzeit abwaschen. 

Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, dann in die Silikonform geben und den Kuchen wieder hineindrücken. Für 1-2 Stunden im Kühlschrank erkalten lassen, dann den Kuchen vorsichtig aus der Form schälen. 
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Focaccia mit Lecsó

Ich hab ein neues Brotbackbuch, nämlich Breaking Breads* von Uri Scheft. In Breaking Breads geht es nicht um Brotbacken an sich, es werden also keine Grund-lagenkenntnisse vermittelt, sondern wie der Untertitel "A new World of Israeli Baking" bereits vermuten lässt, dreht sich hier alles um israelische Brotrezepte, also reichlich Challah-, Babka- und Fladenbrotrezepte, dazu noch einige süße Gebäcke, Knabberkram und auch einige Beilagen. 
Da ich ja nicht so die große Brotbäckerin bin, sondern gerne besondere Gebäcke ausprobiere und eine große Vorliebe für die israelische Küche habe, kommt mir das sehr entgegen. Ich bin absolut begeistert von dem Buch!

Focaccia mit Lecsó
Das erste Rezept, das ich aus dem Buch ausprobiert habe, war direkt ein Volltreffer - wenngleich gerade dieses Brot gar keine israelische Spezialität ist, sondern Uri Schefts Variante der italienischen Focaccia. 

Ich hab in den letzten Jahren bereits einige Focacce gebacken und auch zwei Rezepte gebloggt (eine schlichte Focaccia und eine Schiaccata mit roten Zwiebeln), aber keines kam auch nur annähernd an dieses ran, denn es ist ebenso lecker wie simpel in der Zubereitung. 

Der Teig wird, ähnlich wie das No Knead Bread, mehr oder weniger zusammen-gerührt, entweder wie Uri Scheft es vorschlägt mit einem Holzlöffel oder kurz mit der Küchenmaschine, wie ich es mache. Ich hab beide Versionen ausprobiert und keinen Unterschied bemerkt. Es kommt vielmehr darauf an, den Teig wirklich nur kurz zu verrühren und nach dem ersten Gehen vorsichtig zu falten - dadurch kommt ordentlich Luft in den Teig, bzw. es bilden sich diese enormen Luftblasen.

Das Olivenöl wird hier nicht sofort unter den Teig geknetet, sondern kommt erst nach dem ersten Gehen dazu, nämlich wenn der Teig gefaltet wird. Eine genaue Menge kann ich nur schlecht angeben, lasst die Flasche einfach einmal um den Teig kreisen und das Öl in einem sehr dünnen Strahl an den Rand der Schüssel laufen. Der Teig lässt sich so sehr leicht aus der Schüssel lösen und falten wie im Rezept unten beschrieben.

Focaccia mit Lecsó
Eine Focaccia kann ganz schlicht, einfach nur mit etwas Olivenöl beträufelt und grobem Meersalz bestreut, gebacken, oder auch ähnlich wie eine Pizza belegt werden, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. 
Ich hab mich, weil mein Vorratsregal immer noch reichlich gefüllt ist, für ein Glas eingewecktes Lecsó entschieden. Bevor ich dieses Rezept für mich entdeckt hab, standen noch fast 20 Gläser Lecsó im Regal, mittlerweile sind es noch ca. 12 - alles komplett in die Foccaciabäckerei gewandert. Ihr könnt Euch also vielleicht vorstellen, wie begeistert wir von dem Rezept sind. Außer Lecsó hab ich auch schon Shakshouka und Ajvar drauf geschmiert und demnächst folgt auf jeden Fall noch Variante mit Spinat und Feta. 

Diese Focaccia wird, wenn Ihr sie so wie unten beschrieben backt, MINDESTENS genauso lecker, luftig und knusprig wie aus der Bäckerei und schmeckt sowohl warm, als auch kalt. Wir essen sie auch gerne am nächsten Tag und wärmen sie dann nur kurz auf.
Tipp
Im Rezept ist in halber Würfel Hefe angegeben, Ihr könnt aber auch einen ganzen nehmen, wenn es mal schnell gehen muss. Das macht geschmacklich  in diesem Fall keinen Unterschied. 
Focaccia mit Lecsó
Zutaten für 2 Focacce
500 g Mehl, Type 550
½ Würfel Hefe
400 g kaltes Wasser
1 TL Rapshonig
12 g Salz
Olivenöl*

Außerdem
ca. 500 g Lecsó, hausgemacht
1 Mozzarella
etwas Olivenöl
zwei Zweige Basilikum
grobes Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel eine Mulde hineindrücken. Die Hefe hineinbröseln und mit Wasser auffüllen. Den Honig zufügen und ca. 15 Minuten stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu arbeiten. 
Das restliche Wasser und Salz zufügen und alles grob zu einem Teig verkneten. Der Teig soll nur kurz durchgerührt werden und muss nicht glatt sein. Abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Etwas Olivenöl in einem sehr dünnen Strahl am Schüsselrand einlaufen lassen (ca. 2-3 EL) und den Teig vorsichtig mit einem Silikonspatel von der Schüssel lösen. Den Teig mit beiden Händen an der vom Körper abgewandten Seite anheben (soweit hochziehen, dass er sich gerade nicht komplett aus der Schüssel löst) und nach vorne umschlagen. Die Schüssel um 90° drehen und genauso verfahren. Den Teig auf diese Weise insgesamt 4x falten, dann mit dem Schluss nach unten drehen und abgedeckt weitere 20 Minuten gehen lassen. 
Erneut etwas Olivenöl am Schüsselrand entlang träufeln, dann den Teig wie oben beschrieben 4x falten und nochmals 20 Minuten gehen lassen.
Die Arbeitsfläche gründlich bemehlen, dann den Teig vorsichtig darauf gleiten lassen. Vorsichtig etwas rechteckig auseinanderziehen und mit einem Messer oder einer Teigkarte einmal in der Mitte teilen. 
Jeweils eine Teigportion mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und wieder ein wenig auseinanderziehen. Dabei darauf achten, dass die Luftblasen nicht zerdrückt werden. 

Die Hälfte des Lecsó auf dem Teigling verteilen, dann eine halbe Mozzarellakugel zerzupfen und gleichmäßig darübergeben. Mit etwas grobem Meersalz und Pfeffer würzen, nochmals ein wenig Olivenöl darüberträufeln und einige Basilikumblätter darauf verteilen. 

Das Backblech direkt auf den Backofenboden legen und den Backofen auf höchster Stufe (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die vorbereitete Focaccia inkl. Backpapier darauflegen und im aufgeheizten Backofen für 5-10 Minuten backen, bis der Focacciaboden kräftig gebräunt ist. Zwischendurch bereits das Backpapier unter der Focaccia rausziehen, da es sonst verbrennt. 
Sobald die Unterseite kräftig gebräunt ist, das Backblech in eine der oberen Backofenschienen unter den Grill schieben und solange backen, bis auch die Oberseite gut gebräunt ist. 
Die Focaccia herausnehmen und abkühlen lassen. Mit der zweiten Focaccia genauso verfahren. 
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Rosenküchle

Ungewohnt und vor allem ungeplant ruhig hier, oder? Das liegt ausnahmsweise mal nicht an meiner Faulheit, sondern ich liege flach - so richtig komplett seit Anfang der Woche. Husten, Schnupfen, Heiserkeit, das volle Programm. 
Meine Warteschleife ist zwar eigentlich recht gut gefüllt und die Rezepte auch alle soweit fertig, es fehlen nur noch die Texte und dazu kann ich mich gerade nicht so recht aufraffen. 
Da der Karneval aber mittlerweile schon in vollem Gange ist und meine Rosenküchle mein diesjähriger Beitrag zu diesem für mich als Fischkopp exotischem Treiben ist, schreib ich Euch flugs noch ein paar Zeilen zu dieser vor Kurzem entdeckten Leckerei. Ihr sollt schließlich für die nächsten Tage vorbereitet sein!

Rosenküchle
Ihr wisst ja, dass ich alles liebe, was entweder Speck enthält oder frittiert ist, die Karnevalssaison ist daher für mich eigentlich eine wunderbare Zeit, denn gerade gibt es ja in den Karnevalshochburgen reichlich Schmalz- und Fettgebäck. 
Da ich schon Berliner in meinem Archiv hab und Euch neulich ja auch die süddeutschen Strauben/Funnel Cakes vorgestellt habe, ist heute ein weiteres Frittiergebäck dran, das man ebenfalls vorwiegend im süddeutschen Raum und Österreich zubereitet.
Rosenküchle sind ganz zart und knusprig. Mir fällt nichts Vergleichbares ein, aber sie sind sündhaft lecker!
  
Rosenküchle
Für die Zubereitung der Rosenküchle benötigt Ihr natürlich in erster Linie das richtige Rezept, außerdem aber noch ein Rosenküchleeisen*, mit dem die Rosenküchle ausgebacken werden. 
Ganz wichtig ist, dass das Eisen bereits ohne Teig im Frittierfett aufgeheizt wird, bevor es in den Teig getaucht wird. Es zutzelt dann kräftig und der Teig haftet am Eisen. 
Sobald das Eisen dann in das Frittierfett gehalten wird, blüht der/die/das Rosenküchle regelrecht auf und lässt sich leicht abschütteln, wenn er goldbraun ausgebacken ist. Er muss dann nur noch gut abtropfen und ordentlich gepudert werden und schon kann er aufgeknuspert werden. 

Frittierbad für Rosenküchle
Zutaten
300 g Mehl
5 Eier
250 ml Milch
40 g Rohrohrzucker
½ TL Salz
1 TL Rum (bei mir Whisky)
Mark einer Vanilleschote

Außerdem
Butterschmalz oder Pflanzenfett zum Ausbacken
reichlich Puderzucker

Zubereitung
Mehl, Eier, Milch, Zucker, Salz, Whisky und Vanillemark in einen Standmixer geben und aufmixen, bis ein glatter Teig entstanden ist. In eine Schüssel umfüllen und ruhen lassen, bis das Fett aufgeheizt ist.
Das Frittierfett in einen Topf geben und das Rosenküchleeisen* hineinstellen und mit aufheizen.
Das aufgeheizte Rosenküchleeisen in den Teig tauchen und darauf achten, dass es nicht untergetaucht wird, weil sich die Rosenküchle sonst nicht mehr lösen. Sofort in das heiße Fett tauchen und ca. 10-15 Sekunden frittieren, bis die Rosenküchle goldgelb sind.
Das Rosenküchleeisen herausnehmen und evtl. etwas hin- und herbewegen, dann lösen sich die Rosenküchle ganz leicht vom Eisen. Den Rosenküchle mit einem Schaumlöffel herausnehmen, gründlich abtropfen lassen und auf ein Küchenpapier geben.
Das Rosenküchleeisen wieder im Frittierfett aufheizen, dann mit dem Rest des Teiges weitermachen.
Die Rosenküchle mit Puderzucker bestreut servieren.
Quelle: Rezepte aus der Klosterküche, *Affiliatelink
 

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