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Lachs-Kartoffel-Tarte

Manche Rezepte verbringen ja viele Wochen, wenn nicht sogar Monate oder auch mal ein Jahr in meiner Warteschleife. Ein ganzes Jahr ist natürlich die absolute Ausnahme und kommt immer nur dann vor, wenn ich es entweder nicht mehr schaffe ein Rezept noch in der jeweiligen Saison zu bloggen oder wenn mir das Foto absolut nicht gefällt und ich da noch einmal nachlegen muss. 
Dieses Rezept ist ausnahmsweise mal fast direkt aus der Küche in den Blog gewandert, die Tarte stand nämlich erst gestern bei uns auf dem Tisch - sie dampft also fast noch ;o)

Lachs-Kartoffel-Tarte
Das Rezept für diese Tarte stammt von zwei meiner Lieblingsfernsehköche. Ihr wisst vielleicht, mein absoluter Lieblings-Fernsehkoch und Kochbuchautor ist und bleibt für alle Zeit Hugh Fearnley-Whittingstall, den zweiten Platz teilen sich aber schon seit geraumer Zeit Dave Myers und Si King, besser bekannt als die Hairy Bikers
Die Hairy Bikers sind in Großbritannien vor allem für die Fernsehsendung Mum Knows Best bekannt, einem Format, in dem es darum geht, alte Familienrezepte zusammenzutragen und mit anderen Hobbyköchen auf einer Art "Rezepte-Kirmes" zu teilen und so für kommende Generationen zu bewahren. Ein absolut großartiges Format, das ich sehr liebe.
An dieser Stelle ein Aufruf an all diejenigen, die für den Mist verantwortlich sind, der den ganzen Tag im Fernsehen läuft und damit meine ich auch diese vielen überflüssigen sog. "Kochsendungen" wie Das Perfekte Dinner, Küchenschlacht, Topfgeldjäger, usw. usf. 
DAS wäre mal ein wirklich tolles Format, das sich garantiert auch wunderbar in Deutschland umsetzen ließe. 

BITTE HOLT MUM KNOWS BEST NACH DEUTSCHLAND!  

Nen Versuch war es wert ;o)
Dieses heutige Rezept stammt, sonst hätte ich Euch jetzt nicht ne halbe Stunde von den Hairy Bikers erzählt, aus einem Kochbuch der beiden - habt Ihr jetzt sicher schon vermutet, oder? Hairy Bikers' Perfect Pies* bietet nicht nur klassische Tartes, sondern auch Pies, Pasties, Samosas, Gözleme, Pots, Börek, Rols, Salate, usw. usf. 
Halt alles, was irgendwie mit dem Thema Tarte & Pie zu tun hat oder was man dazu essen kann. Ich mag das Buch sehr, wenn Ihr kein Problem mit englischen Kochbüchern habt, werft unbedingt mal einen Blick rein. 

Lachs-Kartoffel-Tarte Making-Of
Zutaten  
(für eine normale runde Tarteform)

Mürbeteig 
250 g Mehl 
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser 

Belag
200 g möglichst kleine junge Kartoffeln
300 g Lachsfilet ohne Haut 
100 g Räucherlachs 
2 Frühlingszwiebeln 
200 ml saure Sahne 
2 Eier 
Salz und frisch gemahlener Pfeffer 
1/4 Bund Dill 

Zubereitung
Für den Mürbeteig alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine Tarteform damit auslegen. Den restlichen Teig einfrieren.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen. 

Während der Tarteboden backt, die Kartoffeln waschen und schrubben. In Salzwasser fast gar kochen. Abgießen und auf der abgestellten Herdplatte ausdampfen lassen. 

Kartoffeln auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen. Falls sie zu groß sind, einfach halbieren oder vierteln. Das Lachsfilet in Würfel oder Streifen schneiden und dazwischen verteilen, Räucherlachs ebenfalls verteilen. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und darüber streuen.

Die Eier mit der sauren Sahne verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dill fein hacken, dazugeben und unterrühren. 
Den Guss über den Kartoffeln und dem Lachs verteilen, etwas Rütteln, damit er sich gut verteilt. 
Die Tarte im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30-40 Minuten backen, bis sie schön gebräunt und der Guss auch in der Mitte gestockt ist. 
Die Tarte aus dem Backofen nehmen und etwas stehen lassen, damit sich der Guss setzt. Die Tarte schmeckt am besten lauwarm mit einem Salat als Beilage. 
Lachs-Kartoffel-Tarte

*Affiliatelink

Eggs Benedict und Eggs Florentine

Kennt Ihr den Film Die Braut, die sich nicht traut? In dieser herrlich ziemlich schnulzigen Liebeskomödie versucht Julia Roberts herauszufinden, was sie vom Leben erwartet und wen sie schlussendlich heiraten will. Ohne jetzt viel vorwegnehmen zu wollen: Richard Gere, versteht sich von selbst. Der hatte ja eigentlich schon in Pretty Woman alles klar gemacht :o)
Wie macht man das aber am besten? Also herauszufinden, was man vom Leben erwartet, was man wirklich will? Richtig, man bereitet sich Eier zu, in allen nur erdenklichen Formen. Gebraten, gekocht, gerührt und natürlich pochiert.
Schon Mutter Beimer wusste um den beruhigenden Einfluss einer Pfanne voll Spiegeleier. Bei einem Hollywood Film wie "Die Braut, die sich nicht traut", reichen ein paar Spiegeleier natürlich nicht aus, da muss es schon n büschen mehr sein.  
Ok klar, da steckt natürlich noch etwas mehr dahinter, aber wenn Ihr die genauen Hintergründe wissen möchtet, müsst Ihr Euch halt den Film anschauen, wenn Ihr ihn denn noch nicht kennt. Und so schlecht ist der wirklich nicht. Vorausgesetzt, Ihr mögt schnulzige Liebesgeschichten :o)
Wichtig ist für uns hier und jetzt nur, dass Julia Robert aka Maggie Carpenter schlussendlich herausfindet, wie sie ihre Eier am liebsten mag und zwar als Eggs Benedict.

Eggs FlorentineEggs Benedict, bzw. Eggs Florentine sind kleine Kunstwerke und für mich die mit Abstand leckerste Art ein Ei zuzubereiten. Leider auch nicht gerade unaufwendig. Ihr braucht dafür ein paar englische Muffins/Toasties, eine leckere Sauce Hollandaise und je nachdem, ob Ihr Eggs Benedict oder Eggs Florentine bevorzugt, ein paar Scheiben kross gebratenen Speck oder sautierten Spinat und eine Scheibe Lachs. Und ein pochiertes Ei, denn darum dreht sich ja alles. 

Ich bevorzuge Eggs Florentine, ziere mich aber auch nicht, wenn man mir Eggs Benedict vor die Nase hält. Ach was, ich nehm das pochierte Ei auch ohne alles mit einer Prise Murray River Salt und einer Scheibe Toast zum Dippen ;o)
Wenn Ihr dann alle Komponenten übereinandergestapelt habt, das pochierte Ei anstecht und Ihr den ersten Bissen nehmt, ohne Worte. Das ist so unglaublich lecker, mehr geht nicht. 

Eggs BenedictPochierte Eier

Zutaten 
4 möglichst frische Eier 
2 Liter Wasser 
4 EL Apfelessig
1 TL Salz

Zubereitung
Wasser mit dem Essig und Salz in einem Topf zum Sieden bringen. 1 Ei für 10 Sekunden in das Wasser geben, dann wieder herausnehmen. Mit einem Kochlöffel einen Strudel im Wasser erzeugen. Die Eischale vorsichtig aufschlagen und das Ei in den Strudel gleiten lassen. 
5 Minuten ziehen lassen, dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen und sofort anrichten.

frischer Spinat
Eggs Florentine mit Räucherlachs

Zutaten für 4 Portionen
1 Schalotte
2 Handvoll junger Spinat
Salz und Pfeffer
Butter
4 pochierte Eier 
4 Scheiben Räucherlachs

Außerdem
Kresse oder Schnittlauch

Zubereitung
Den Spinat waschen und putzen. Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Spinat hineingeben. Ca. 30 Sekunden blanchieren, dann mit einer Schöpfkelle herausnehmen und in Eiswasser abschrecken. Den Spinat kräftig ausdrücken und mit einem Messer grob hacken. 
Einen Stich Butter in einer Pfanne zerlassen und die feingewürfelte Schalotte darin glasig andünsten. Den Spinat dazugeben und durchschwenken. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen. Warm stellen. 
  1. Die Hollandaise nach Anleitung zubereiten. In eine Schüssel umfüllen und neben die Herdplatte stellen, so bleibt sie leicht warm. 
  2. Die Eier pochieren. Während die Eier ziehen, die Frühstücksmuffins aufschneiden und im Toaster aufbacken. 
  3. Die Muffins auf Tellern anrichten und leicht buttern. Etwas Spinat daraufgeben und eine Scheibe Räucherlachs darauf anrichten. Ein pochiertes Ei daraufsetzen und mit einem Klecks Sauce Hollandaise und Dill bestreut servieren. 
durchwachsener Speck
Eggs Benedict

Zutaten für 4 Portionen
4 Scheiben durchwachsener Speck
Butter
4 pochierte Eier 

Außerdem
Kresse oder Schnittlauch

Zubereitung
  1. Den Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze kross braten - nicht zu lange braten, er soll nur knusprig, aber nicht hart werden. Auf einem Küchenpapier abtupfen, dann warm stellen.
  2. Als Nächstes die Hollandaise nach Anleitung zubereiten. In eine Schüssel umfüllen und neben die Herdplatte stellen, so bleibt sie leicht warm. 
  3. Die Eier pochieren. Während die Eier ziehen, die Frühstücksmuffins aufschneiden und im Toaster aufbacken. 
  4. Die Muffins auf Tellern anrichten und leicht buttern. Jeweils 1-2 Scheiben krossen Speck darauflegen und ein pochiertes Ei darauf anrichten. Einen Klecks Sauce Hollandaise darübergeben und mit etwas Kresse oder Schnittlauch bestreut servieren.

Lachs-Terrine mit Saiblingsfilets

Was plant Ihr für den Ostersonntag? Ein ausgiebiges Frühstück, einen Brunch oder ein üppiges Mittagessen? Ich plädiere für die zweite Option, einen Brunch. Da hat man von allem etwas und die meisten Speisen lassen sich wunderbar vorbereiten, so wie die heutige Lachsterrine.  
Die Idee für diese Terrine hatte ich, weil ich meine neue Multifunktionsform* ausgiebig ausprobieren wollte und dazu gehört neben einer Pastete, einem Auflauf, Brot, Kuchen und nem Hackbraten, natürlich auch eine Terrine. 

Lachs-Terrine mit Forellenfilets
Diese Räucherlachsterrine wird nicht wie klassische Fleischterrinen gegart, sondern es ist im Prinzip eine Fischpaté, die durch die Gelatine eine gewisse Festigkeit bekommt, so dass man sie in Scheiben schneiden kann. Besonders gut schmeckt sie auf frisch geröstetem Brot. 
Im Herbst werd ich dann mal eine Wildterrine ausprobieren, aber das muss noch ein wenig warten. 

Zum Schneiden der Terrine verwende ich gerne ein Elektromesser. Das brauche ich nur alle Jubeljahre einmal, in solchen Fällen lohnt es sich aber, weil man auch solche relativ weichen und sehr zarten Massen schneiden kann, ohne Druck auszuüben. 
Allerdings kann man die Male, da das Messer in den letzten 10 Jahren zum Einsatz gekommen ist, wahrscheinlich wirklich an einer Hand abzählen ;o)

Lachs-Terrine mit Forellenfilets
Zutaten für ca. 10 Personen
800 g Räucherlachs in dünnen Scheiben
8 Blatt Gelatine

5 EL Milch
600 g Schlagsahne
2 TL Meerrettich, frisch gerieben
1 Bund Dill
2–3 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
4 geräucherte Saiblingsfilets (à ca. 65 g)
4 TL Saiblingskaviar

Außerdem
Dill zum Garnieren

Zubereitung

Eine Terrinen- oder Kastenform (ca. 26 cm x 8,5 cm mit ca. 1,25 Liter Inhalt) leicht von innen einölen und mit Klarsichtfolie auslegen. Boden und Rand der Form mit der Hälfte des Räucherlachses dachziegelförmig auslegen, dafür die besonders schönen Scheiben aussuchen. Den Lachs an den Rändern der Form ca. 3 cm überstehen lassen.
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Den restlichen Lachs mit 200 g Sahne und Meerrettich fein pürieren. Dill fein hacken und unter das Lachspüree heben. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. 1 Saiblingsfilet längs teilen und die schöne Hälfte für die spätere Dekoration kalt stellen. 

Milch in einen Topf geben und bei milder Hitze erwärmen.  Die Gelatine gut ausdrücken und unter Rühren darin auflösen. Die Gelatine soll nicht zu warm werden, da sie sonst ihre Gelierkraft verliert. 1–2 EL Lachspüree einrühren. Die Gelatinemischung unter das Püree rühren und ca. 10 Minuten kalt stellen. 

Die restliche Sahne steif schlagen und unter das Lachspüree heben. Die Hälfte der Lachsmousse in die Form füllen. Saiblingsfilets mittig darauflegen und mit der übrigen Mousse darauf bedecken, glatt streichen. Den seitlich überstehenden Räucherachs auf die Mousse klappen. Die Terrine mit Folie bedecken und über Nacht im Kühlschrank kalt stellen.
Die Folie abziehen und die Terrine aus der Form auf eine Servierplatte stürzen, übrige Folie abziehen. Das für die Dekoration kalt gestellte Saiblingsfilet in 8 Stücke schneiden und auf der Oberseite der Terrine anrichten. Jeweils mit einem Klecks Saiblingskaviar und etwas Dill garnieren.
Multifunktionsform von Staub
*Kooperationslink   Originalrezept: lecker.de

Schwedenwoche, Tag 6: Smörgåstårta (Butterbrottorte)

Auf diesen Beitrag hab ich schon seit mindestens 10 Jahren gewartet! Also nicht auf die schwedische Hochzeit, die ist jetzt nur ein willkommener Anlass, sondern darauf, endlich eine Smörgåstårta bauen zu können. 
Damals hab ich sie irgendwo in den unendlichen Weiten des Internets entdeckt und fand die Idee einer herzhaften Torte sofort unglaublich spannend - besonders unter dem Aspekt, dass ich richtige Torten ja selbst gar nicht so gerne mag, sondern für mich der erste Weg von der Kaffeetafel meist direkt zum Kühlschrank führt, wo ich mir dann erstmal ein Käsebrot schmiere. Herzhafte Torten, bzw. Riesen-Sandwiches sind also wie für mich gemacht :o)

Smörgåstårta
Smörgåstårta gibt es in Schweden oder Finnland, wo sie Voileipäkakku heißt, meist auf Partys oder Familienfeiern und wird mit allem gefüllt, was auch nur irgendwie auf Brot schmeckt und die Form hält. 
Oft wird Eiersalat, Schinken, Schnitt- und Streichwurst, geräucherter Fisch, Eismeerkrabben, Anchoviscreme, Käse und Obst verarbeitet und das auch gerne kombiniert. Wenn Ihr mal in der Google-Bildersuche schaut, werdet ihr eine Menge sehr interessante Kombinationen und Kreationen finden.

Smörgåstårta
Ich bin der Kombination von Fisch und Fleisch zwar grundsätzlich nicht abgeneigt, bei der ersten Smörgåstårta wollte ich es aber erstmal langsam angehen - in meine Smörgåstårta kam also nur Fisch, Krabben, n büschen Kaviar, Kräuter und Schichtkäse.
Für die Deko hab ich mir natürlich auch eine "Designvorlage" rausgesucht, die ich als Vorbild nutzen wollte, wie so oft ist mein Exemplar aber mal wieder komplett anders ausgefallen. Hmpf...

SmörgåstårtaIch hatte zwar jede Menge Radieschen (sogar besonders hübsche violette), war aber schlussendlich zu faul Eier zu kochen - die Temperaturen in meiner Küche waren gestern mal wieder jenseits von Gut & Böse. Sagte ich schon, dass ich Hitze nicht mag? ;o)
Die Erbsensprossen, die in dem verlinkten Rezept verwendet werden, sind bei mir zu Honigkresse geworden und ansonsten sieht sie auch komplett anders aus. Dafür, dass Tortenbau aber nicht gerade zu meinen ausgeprägtesten Talenten gehört, find ich sie aber gar nicht mal sooo schlecht. Was aber viel wichtiger ist - die schmeckt schon verdammt gut! Enorm sättigend, aber richtig, richtig lecker.

Tortenring in Aktion
Wie immer, wenn ich kleine Brötchen Kuchen und Torten backe, hab ich den Tortenboden, bzw. in diesem Fall das Brot in einem Edelstahl-Tortenring* gebacken. Da ich keine kleine Backform habe, für mich die ideale Möglichkeit, Tortenböden in unterschiedlichen, nicht dem Standardmaß entsprechenden Größen zu backen.
Flüssige Kuchenteige halte ich im Zaum, indem ich den Tortenring unten in Alufolie einschlage. Wenn ich Brot darin backe, wickel ich Draht darum, damit der Teig den Tortenring nicht nach außen drückt. Den Boden der Springform hab ich vorsichtshalber drauf gelegt, damit das Brot nicht zu sehr aufgeht, sondern möglichst flach bleibt.
Toastbrot nach Bertinet

Beim Brotrezept hab ich mich für ein Toastbrot von Richard Bertinet aus Brot für Genießer entschieden. Schnell gemacht, schmeckt klasse und lässt sich wunderbar in Scheiben schneiden.Ihr könnt aber natürlich auch ein anderes Brotrezept verwenden oder ein Brot kaufen. Das Brot muss nur schön feinporig sein.

So, und jetzt wünsch ich Euch einen schönen Samstag und viel Spaß beim Hochzeit-gucken oder was Ihr sonst so vorhabt. Morgen gibt's zum Abschluss der Schwedenwoche noch eine schokoladige Kleinigkeit - vorausgesetzt, die Temperaturen in meiner Küche halten sich heute im Rahmen...  

Zutaten für eine Torte mit 20 cm 

Sandwichbrot

Zutaten 
500 g Mehl, Type 550 
20 g Frischhefe
50 g Milch 
300 g Wasser
10 g Butter
10 g Salz 

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und in die Mulde geben. Die Mulde mit Milch auffüllen. 
Ca. eine Viertelstunde stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu "arbeiten", es steigen dann kleine Bläschen auf. Die restlichen Zutaten dazu geben und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine zu einem weichen Teig verkneten. 
Abgedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Den Teig abschlagen und in eine Springform mit 20 cm Durchmesser geben. Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45-60 Minuten backen, bis das Brot goldbraun ist und auf Klopfen hohl klingt. 
Das Brot unbedingt am Vortag backen, damit es wieder ein wenig weich wird.  

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Räuchersaiblings-Pâté

Zutaten
1 geräucherter Bio-Saibling
150 ml Crème fraîche (je nach Größe des Saiblings evtl. mehr)

1/4 TL Zitronenpulver oder der Abrieb einer  halben unbehandelten Bio-Zitrone
1/2 Bund Dill
1 EL frisch geriebener Meerettich
2 EL körniger Dijonsenf
Salz und Pfeffer
Piment d'Espelette


Zubereitung 
Den Saibling häuten und entgräten und zusammen mit der sehr kalten Crème fraîche in einem Food processor pürieren. Den Dill fein hacken und zusammen mit dem Meerrettich, Senf und den Gewürzen nach Geschmack vermischen. 

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Krabbensalat mit Honig-Senf-Mayonnaise

Zutaten 
300 g Krabbenfleisch
70 ml Milch
200 ml Rapsöl
2 TL grobkörniger Senf
1 TL Holzapfelessig 
1 TL Rapshonig
Salz und Pfeffer 
1 Bund Dill, fein gehackt

Zubereitung
Öl, Milch und Senf in ein hohes Gefäß geben und mit dem Mixstab solange mixen, bis eine feste Mayonnaise entstanden ist. Essig und Honig unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und den fein gehackten Dill unterheben. Die Krabben dazugeben und alles miteinander vermengen.

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Frischkäsecreme

Zutaten
500 g Schicht- oder Frischkäse 
frisch geriebener Meerrettich 
Salz und Pfeffer 
etwas Zitronenabrieb

Zubereitung 
Alle Zutaten miteinander vermischen und nach Geschmack abschmecken. 

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Zusammensetzen der Torte
  • Das Brot in 3 "Tortenböden" teilen, dabei evtl. den Deckel ein wenig begradigen. 
  • Den unteren Boden mit Butter bestreichen, dann gleichmäßig die Räuchersaiblings- Pâté darauf verteilen. Den zweiten Boden darauf setzen, erneut mit Butter bestreichen und den Krabbensalat darauf geben. Ebenfalls glatt verstreichen. Mit dem 3. Boden abschließen.
  • Rundherum mit Frischkäsecreme bestreichen und nach Geschmack mit Kresse, Kräutern, Kaviar, hartgekochten Eiern, Krabben oder Räucherfisch dekorieren. 

Linsensalat mit Schwarzessig und Räuchersaibling

Heute möchte ich dieses Rezept gerne nutzen, um Euch ein norddeutsches Produkt vorzustellen, von dem ich schon seit einiger Zeit sehr begeistert bin - Schwarzessig.
Schwarzessig ist quasi die norddeutsche Version des Aceto Balsamico und wird haupt- sächlich aus Apfelessig und Backpflaumen hergestellt. Natürlich schmeckt er nicht exakt wie Aceto Balsamico, da das, was heutzutage im Supermarkt als Balsamico verkauft wird aber in den meisten Fällen eh von ziemlich schlechter Qualität und/oder gepanscht ist, ist dieser Schwarzessig für mich mittlerweile DIE Alternative. Dazu kommt, dass er nicht durch halb Europa kutschiert wird, sondern aus der Region stammt

Dieser Salat ist eine sehr feine Beilage und schmeckt besonders gut in Kombination mit einem Stückchen Räucherfisch. Allen Hamburgern empfehle ich mal auf dem Isemarkt bei der Fischzucht Benecke vorbeizuschauen, der Saibling dort wird nicht nur nach Bioland-Kriterien aufgezogen (das Fischfutter stammt also nicht aus Fischmehl aus konventionellem Fischfang, sondern es werden ausschließlich Fischreste nachhaltiger Fischerei und Bio-Getreide verwendet), der Fisch schmeckt auch noch grandios lecker
   
Zutaten
200 g Champagner- oder Belugalinsen
500 ml Gemüsebrühe, hausgemacht
6 EL Schwarzessig (alternativ Balsamicoessig)
5 Frühlingszwiebeln
4 EL sehr gutes Rapsöl
Salz und Pfeffer
gehackter Dill zum Garnieren

Zubereitung
Die Linsen unter fließendem Wasser abbrausen und in der Gemüsebrühe mit 3 EL Essig bei mittlerer Hitze gar kochen. Die Linsen sollen noch etwas Biss haben.
Die Linsen durch ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abbrausen. Die Lauchzwiebeln putzen und in feine Röllchen schneiden.
Die abgekühlten Linsen mit den Lauchzwiebelröllchen in einer Schüssel vermischen und den restlichen Essig und das Olivenöl unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, ca. eine halbe Stunde ziehen lassen, dann evtl. noch einmal abschmecken.
Den Linsensalat auf Teller verteilen, den Räucherfisch darauf anrichten und mit fein gehacktem Dill bestreut servieren.

Brunnenkressesüppchen mit Räuchersaibling

Brunnenkresse findet man hier oben im Norden nicht gerade häufig in der Küche, trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen, steht sie schon seit Jahren auf meiner Liste der Produkte, die ich unbedingt mal ausprobieren möchte. Leider hatte ich bis vor Kurzem keinen anständigen Mixer mit dem ich eine wirklich cremige Brunnenkresse- suppe zubereiten kann, denn mit nem Stabmixer wird das einfach nix, die Suppe sieht dann auch nach einigen Minuten des Pürierens aus wie ein zu flüssig geratenes Pesto und schmeckt dadurch natürlich auch anders. 
Seit ich aber meine neue, heißgeliebte Küchenmaschine habe und damit auch einen Blender, der alles was ihm zwischen die Messer gerät atomisiert, steht dieser Art von Suppen nichts mehr im Wege. 
Also, ab auf den Markt, Brunnenkresse besorgt und ran an den Herd!

Ganz wichtig bei dieser Art von Suppen (also auch Sauerampfer-, Brennesselsuppe, usw.) ist, die fertige Suppe nicht mehr zu kochen, dann verliert sie nämlich ruckzuck ihr sattes Grün und wird unansehnlich grau. Am Besten pürieren und dann ganz schnell auf vorgewärmten Tellern servieren, dann hat sie auch die ideale Temperatur, denn wenn sie zu heiß ist, schmeckt man kaum etwas von dem dezenten Aroma der Brunnenkresse.

Als Einlage haben wir uns für einen Bio-Räuchersaibling entschieden. Im Originalrezept werden Parmachips dazu gereicht, aber ich finde, dass ein geräucherter Saibling viel besser zu dieser Suppe passt als Schinkenchips. 

Zutaten
2 Schalotten 
Rapsöl zum Anbraten
40 g Mehl 
ca. 750 ml Gemüsebrühe  (selbstgemacht!)
300 ml Sahne 
Salz und Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss 
400 g Brunnenkresse

1 Bio-Räuchersaibling

Zubereitung 
Die Brunnenkresse gründlich waschen und putzen, dabei die ganz groben Stiele entfernen und ein paar schöne Zweige als Deko beiseite legen. 
Die Schalotten schälen und in Würfel schneiden. In Rapsöl glasig anschwitzen, dann das Mehl dazugeben und gründlich mit einem Schneebesen verrühren. Die kalte Gemüsebrühe unter Rühren zufügen und alles zum Kochen bringen. Ca. 20 Minuten köcheln lassen, dann die Sahne ebenfalls zugeben und nochmals 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss nach Geschmack würzen. 
Die Suppenbasis mit der Brunnenkresse in einen Blender geben und solange aufmixen, bis eine glatte schaumige Suppe entstanden ist. Direkt mit dem Räuchersaibling auf vorgewärmten Tellern anrichten und servieren. 

Räuchersaiblings-Pâté

Klingt unglaublich exklusiv, oder? Tatsächlich isses aber nur ein anderer Name für eine Räuchersaiblings-Creme - einem kinderleicht und minutenschnell herzustellenden, grandios leckeren Brotaufstrich, der trotzdem etwas Besonderes ist.
Seit wir unseren Fischkonsum nicht nur eingeschränkt haben, sondern auch sehr darauf achten, welche Fischarten wir essen, ist der Saibling (und auch die Forelle) immer mehr zum Fisch unserer Wahl geworden. Nicht nur, dass er ganz ausgezeichnet schmeckt, wir haben auch das Glück, auf dem Isemarkt einen Fischstand zu haben, bei dem wir Bio-Saiblinge und -Forellen bekommen, die nicht mit Fischmehl gefüttert werden, das aus Beifang hergestellt wird, sondern aus Fischresten nachhaltiger Fischerei. Dieser Punkt wird immer wieder gern übersehen, denn man darf nicht vergessen, dass beispielsweise: 
  • für 1 Kilo konventionell gefischte Garnelen bis zu 9 Kilo! andere Meerestiere (sogenannter Beifang, der wieder über Bord geworfen wird und dort meist verendet) getötet werden oder
  • für ein Kilo konventionell gezüchteten Lachs oder andere Raubfische wie Forellen, Saiblinge, usw. 5 Kilo! in der Regel wildgefangene "Futterfische" in Form von Fischmehl verfüttert werden müssen.

Die konventionelle Fischzucht ist also auf Dauer keine Lösung, sondern sie verschärft das eigentliche Problem sogar noch. Die einzige Lösung ist, den Fischkonsum drastisch! zu reduzieren, nicht jeden Freitag Fischstäbchen, das obligatorische Schlemmerfilet, die Sushi-Box mit Thunfisch, Lachs und Garnelen, ne Tüte Fish'n'Chips in der Fußgängerzone oder das Fischbrötchen beim Marktbummel zu essen, sondern Fisch als das zu betrachten, was es mittlerweile ist - eine sehr exklusive Delikatesse, die man sich wirklich nur zu besonderen Anlässen gönnen sollte. 
Bei uns war Silvester eine solche Gelegenheit, daher gab es bei der Gelegenheit nicht nur die bereits letzte Woche gebloggte Krabben Bisque und einen leckeren Krabbencocktail (das Rezept kommt demnächst), den ich aus dem übrigen Krabbenfleisch hergestellt hab, sondern eben auch diese Saiblings-Pâté - ein wunderbare Creme, die auch ganz toll als Vorspeise passt.

Für alle Hamburger oder Niedersachsen aus der Lüneburger Heide hier noch die Adresse der Forellenzucht Benecke, die neben Bio-Saiblingen und -Forellen auch Räucherfisch, gebeizte Wacholder-Saiblinge und Saiblings-Pastete im Angebot hat. Auf dem Isemarkt ist der Stand ganz hinten (oder halt vorne, je nachdem, aus welcher Richtung man kommt ;o) ) an der Hoheluftchaussee zu finden.

Forellenzucht Benecke 
An den Fischteichen 1 
29585 Jelmstorf/Bruchtorf 
Tel.: 05823 / 1811

Zutaten
1 geräucherter Bio-Saibling
150 ml Crème fraîche (je nach Größe des Saiblings evtl. mehr)
1/4 TL Zitronenpulver oder der Abrieb einer unbehandelten Bio-Zitrone
1/2 Bund Dill
1 EL frisch geriebener Meerettich
2 EL körniger Dijonsenf
Salz und Pfeffer
Piment d'Espelette

Zubereitung 
Den Saibling häuten und entgräten und zusammen mit der sehr kalten Crème fraîche in einem Food processor pürieren. Den Dill fein hacken und zusammen mit dem Meerrettich, Senf und den Gewürzen nach Geschmack vermischen. 
Auf frischem Baguette oder Vollkornbrot genießen. 

Kartoffel-Dill-Waffeln mit Kräuterdipp und Räucherlachs

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt ...
Eigentlich wollte ich ja diese Waffeln backen und hatte sie mir daher auch sofort auf meine Pinterest-Pinnwand gepinnt (mordspraktische Angelegenheit übrigens und bereits nach erst wenigen Wochen für mich gar nicht mehr wegzudenken), als es dann aber ernst wurde und ich mir die Zutaten für den Einkauf notieren wollte, hab ich ganz schön in die Röhre geguckt - in dem Blogbeitrag ist ja gar kein Rezept aufgeführt! Schusselig wie ich bin ist mir das beim Stöbern mal wieder gar nicht aufgefallen. 

Ok, nu isses ja nicht sooo kompliziert, ein anständiges Waffelrezept aufzutreiben und so bin ich im GU Waffeln auch ganz schnell fündig geworden - Kartoffelwaffeln mit Dill, das klingt doch lecker und passt ganz ausgezeichnet zu dem eh eingeplanten Räucherlachs! Dazu noch ein fix zusammengerührter Schmanddip und ein paar Scheibchen Räucherlachs. Jupp, so wird's gemacht ...
Nur noch schnell die Zutatenliste überflogen und alles, was nicht im Haus war notiert und kurz darauf gings auch schon los. 

Zumindest irgendwie, nur nicht so, wie es eigentlich im Rezept angegeben war, denn für Zubereitungstexte gilt leider in meinem Fall das Gleiche wie für Betriebsanleitungen, ich les sie mir fast nie durch, sondern fang meist einfach an. In diesem Fall führte das dazu, dass ich aus den eigentlich gedachten rohen, geriebenen Kartoffeln, gekochte durchgedrückte gemacht hab. Dumm gelaufen? Ganz und gar nicht! 
Die Waffeln schmecken mit gekochten Kartoffeln ganz ausgezeichnet, gehen ein klein wenig in Richtung Potetkaker, sind aber knuspriger.  
Da ich etwas mehr Kartoffeln als eigentlich notwendig gekocht habe, hab ich das ganze Rezept entsprechend umgerechnet und etwas abgewandelt. 

Natürlich haben wir die Waffeln nicht komplett geschafft, aber wie die meisten Waffeln, schmecken auch diese aufgetoastet sehr lecker - sogar zum Frühstück ;o)

Als Beilage hab ich einfach einen Becher griechischen Joghurt mit etwas confiertem Knoblauch, Salz und Pfeffer glatt gerührt und reichlich fein gehackten Dill eingerührt. 

Zutaten
400 g gekochte Kartoffeln
130 g weiche Butter
5 Eier
Abrieb einer Bio-Zitrone
1 TL Zucker
1-2 TL Salz und reichlich Pfeffer
200 g Mehl
3/4 TL Backpulver
250 g Crème Fraîche

1 Bund Dill, fein gehackt

Zubereitung
Die Kartoffeln abgießen und wieder auf die ausgeschaltete Herdplatte stellen - gründlich ausdampfen und anschließend abkühlen lassen. Mit einer Gabel zerdrücken oder durch die Kartoffelpresse drücken.
Die Butter und die Eier in eine Schüssel geben und mit dem Mixer verrühren, die Crème Fraîche ebenfalls unterrühren. Die restlichen Zutaten, sowie die durchgedrückten Kartoffeln zufügen und alles vermixen.
Portionsweise in einem Waffeleisen ausbacken und mit Kräuterschmand und Räucherlachs servieren. 

Räucherlachs-Fenchel-Pizza mit Kräuter-Mascarpone

Pizza oder nicht Pizza, das ist hier die Frage! 
Wenn man's genau nimmt, könnte man auch nen belegten Brotfladen draus machen, aber im Prinzip is ne Pizza ja auch nix anderes. Und bevor wir uns nu ewig im Kreis drehen, bleibt diese Pizza ne Pizza, Basta!

Leider hab ich bei dieser Pizza einen entscheidenden Fehler gemacht, nicht etwa in der Zusammenstellung, sondern der Fehler war schlicht und einfach, dass es neben dieser noch andere Variationen gab. Ich hatte also entsprechend wenig Lachs eingekauft und nach nur einer Pizza war nix mehr für nen Nachschlag da - dumm gelaufen, denn in diesem Fall wäre weniger wirklich mehr gewesen und ich hätte am liebsten den ganzen Abend eine dieser Pizzen nach der anderen gefuttert.  
Für die nächste Pizzaorgie steht schon mal fest, dass es keine neuen Variationen geben wird, sondern ein Best of und da ist diese unbedingt mit dabei! 

Zutaten für 4 Pizzen 

Für den Teig
250 g Hartweizenmehl
250 g Mehl Typ 550
1/2 Paket Trockenhefe

10 g Salz

50 g Olivenöl 320 g Wasser

Kräuter-Mascarpone
250 g Mascarpone
1 Bund gemischte Kräuter (Schnittlauch, Dill, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Kerbel, Borretsch, usw.)
2 confierte Knoblauchzehen
1 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
etwas Zitronenabrieb
ein Spritzer Zitronensaft

Außerdem
1 Fenchelknolle, fein gehobelt
1 rote Zwiebel, fein gehobelt
1 große Handvoll gemischte Salatblätter (Beta-, Agano-, Picanto- und Wasabisalat)
300 g Bio-Räucherlachs
 

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst. Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

E
ine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, diese ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen.

Alle Zutaten für die Kräuter-Mascarpone in einen Blender geben und zu einer feinen Creme pürieren. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Fenchel und die Zwiebel putzen und so fein wie möglich hobeln - beiseite stelllen.
In der Zwischenzeit das Backblech direkt auf den Boden des Backofens legen und den Backofen auf höchster Stufe (Ober und Unterhitze) gründlich vorheizen - das Backblech muss richtig heiß sein. Man erreicht dadurch ein Backergebnis, das gar nicht sooo weit von der in einem Steinofen gebackenen Pizza entfernt ist.
Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die Teigfladen auf ein Backpapier geben und einige Minuten im Backofen knusprig backen, evtl. nach einigen Minuten wenden.

Aus dem Backofen nehmen und sofort mit der Kräuter-Mascarpone bestreichen. Darüber den Räucherlachs, fein gehobelten Fenchel und Zwiebeln, sowie einige Salatblätter geben und servieren. 

Fenchel-Orangen-Salat mit geräuchertem Saibling

Eigentlich sollte es diesen Salat ja schon am Freitag geben, da die Blogspot-Welt von Donnerstag bis Freitag aber schwer erschüttert wurde und praktisch lahm lag, gibt's ihn halt erst heut...

Fenchel hat bei uns in den letzten Jahren eine ziemlich steile Karriere hingelegt. Vom geächteten Iiiihbäh-Gemüse zum absoluten Favoriten - mittlerweile könnte ich täglich Fenchel essen, bevorzugt roh oder halt nur kurz gebraten. Knackig muss er sein! 
Knackig ist der Fenchel in diesem Salat natürlich, mächtig knackig sogar. Knackig und fruchtig, dazu noch das raffinierte Dressing, das das Fenchelaroma zusätzlich unterstützt und als Krönung ein frisch geräucherter Saibling. 
Natürlich passt auch ein anderer Räucherfisch, wie beispielsweise eine schöne Bio- Forelle, kommt halt ganz drauf an, was Ihr lieber mögt und bei Eurem Fischhändler bekommt. 
Und wenn Ihr keinen Fisch mögt, dann lasst ihn einfach weg, der Salat schmeckt auch ohne klasse!

Anissaat
Zutaten
1 Zitrone
4 Orangen
2 rote Zwiebeln
2 Knollen Fenchel mit möglichst viel Grün
5 EL Olivenöl
2 EL Pastis
1 gute Prise Zucker
Salz und Pfeffer
1 geräucherter Saibling

Zubereitung
Die Zwiebeln schälen und in möglichst feine Scheiben schneiden oder besser noch hobeln. Den Fenchel putzen (dabei das Grün beiseite legen), vierteln, den Stunk  entfernen und quer ebenfalls in feine Streifen hobeln. Beides in eine Schüssel geben.
Die Zitrone und eine Orange auspressen und den Saft über die Gemüsestreifen geben. Alles ca. eine Stunde marinieren lassen.
Anschließend den Zitrussaft in eine kleine Schüssel abgießen und mit dem Olivenöl und Pastis verrühren. Mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Zucker abschmecken. Das Fenchelgrün fein hacken und mit den Gemüsestreifen vermischen. Die restlichen Orangen filetieren.
Die Gemüsestreifen auf einem Teller anrichten, darüber die Orangenfilets geben und den filetierten und in Stücke gebrochenen Saibling darüber verteilen. Mit dem Dressing beträufeln uns servieren. 

Räucherforellentarte mit Mangold

Gibt's zu ner Tarte noch viel zu sagen/schreiben? Nicht wirklich. Im Gefrierschrank warteten einige geräucherte Forellenfilets darauf, dringend verarbeitet zu werden und auf dem Wochenmarkt kam ich am Mangold mal wieder nicht vorbei, das Resultat?  
Ne Tarte, mal wieder.

Am Besten schmeckt diese Tarte (und wie ich finde, die meisten Tartes) lauwarm, dann kommt der Geschmack und das Aroma des Räucherfisches am Besten heraus, aber auch kalt ist sie wirklich lecker.
Anstelle des Mangolds kann man auch prima Spinat verwenden, leider darf ich den aber nicht verarbeiten, da mein Mitesser sonst in den Hungerstreik tritt - Männer! ;o)

Und wenn wider Erwarten etwas übrig bleibt, gilt wie immer einfrieren und fertig ist eine schnelle Mahlzeit für den nächsten Abend, an dem es mehr als ein Käsebrot sein soll, aber einfach keine Zeit ist, stundenlang am Herd zu stehen - Tartes sind super!

Zutaten für eine 28 cm Quiche-Form

Mürbeteig

250 g Mehl
125 g kleingeschnittene weiche Butter
1 Eigelb
50 ml Wasser

Belag
1 große rote Zwiebel
300 g Mangold (Stiele und Grün)
Olivenöl
Salz und Pfeffer
300 g geräucherte Forellenfilets
4 Eier
300 ml Sahne
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Mürbeteig
Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ca. 15 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine hohe Quicheform damit auslegen.
In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Belag
Die Zwiebel putzen und in Streifen schneiden. Mangold ebenfalls putzen, das Grün in Streifen und die Stiele in Rauten schneiden.
Zwiebelstreifen in Olivenöl anschwitzen. Die Mangoldstiele dazugeben und ebenfalls mit anschwitzen. Mangoldblätter dazugeben und zusammenfallen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, beiseite stellen.
Aus den Eiern, der Sahne und den Gewürzen einen Guss herstellen.
Die Hälfte der Mangoldmischung auf den Tarteboden geben und gleichmäßig verteilen. Forellenfilets zerzupfen und darübergeben, mit dem Rest der Mangoldmischung bedecken. Eier-Mich-Guss darübergeben. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen, die Tarte verfestigt sich dann noch.
Mit einem knackigen Salat servieren. 
 

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