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Apple Bacon Bomb mit Pastinaken-Kartoffel-Püree und Cidre-Sauce

Wenn Ihr am Sonntag ab und zu mal bei Instagram reingeschaut habt, ist Euch sicher die Flut an Hackbratenbildern aufgefallen - da kam man zumindest zur Mittagszeit ja kaum drum herum.
Der Anlass für diese Bilderflut war das #Synchronhackbratenbacken, das ich am Sonntag veranstaltet habe. Ihr kennt diese Synchronevents vielleicht noch vom Weihnachts- und Herbstburger, diesmal drehte sich alles um Hackbraten.  
Die Anzahl der Teilnehmer und damit verbunden natürlich auch die Vielfalt der Hackbratenvariationen war überwältigend, ich kam mit dem Stöbern kaum hinterher und hätte mich bei vielen am liebsten direkt nochmal zum Essen eingeladen.

Ich hoffe sehr, dass möglichst viele Blogger ihre Kreationen bloggen werden (das dauert sicher bei einigen noch eine Weile, denn ich bin mit meinem Blogbeitrag diesmal verhältnismäßig früh dran), dann verlinke ich die Rezepte gerne weiter unten im Beitrag. Bisher sind auch schon einige zusammengekommen, also schön weiterlesen, dann bekommt Ihr noch ordentlich Lesestoff!

Apple Bacon Bomb mit Pastinaken-Kartoffel-Püree
Als Basis habe ich eine Mischung aus Schweine- und Rindfleisch gewählt und das dann durch die feine Scheibe meines Fleischwolfs* gedreht. Zusammen mit den anderen Hackbratenzutaten habe ich es in der Küchenmaschine einige Minuten gerührt und dann in meinen Formen verteilt. Da mein wunderschönes Hack- bratenschwein, alias die Schweinecocotte* von Staub ca. 900-1000 g fasst, ich aber allein schon 1500 g Hackfleisch hatte, kam außerdem noch eine Pastetenform zum Einsatz - die seht Ihr aber nicht auf den Bildern. 

Besonders wichtig bei einem Hackbraten, mal abgesehen vom Hack, ist natürlich Speck, denn Ihr wisst ja, mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern es schmeckt auch alles besser. Ich hab mich dafür entschieden, den Speck nicht nur im Hackbraten zu verstecken, sondern ihn auch noch damit zuzudecken. Also quasi eine Bacon Bomb Hoch2.

Apple Bacon Bomb in der Staub Cocotte
Die Zubereitung in der Cocotte, bzw. Pastetenform hat den Vorteil, dass der Hackbraten darin besonders saftig bleibt. Der Hackbraten hat insgesamt ca. eine Stunde gebacken und davon 45 Minuten in der geschlossenen Cocotte, die letzte Viertelstunde durfte der Speck noch ein wenig knuspern.

Die "geheime Zutat" in meinem Hackbraten sind die fein gehackten Apfelringe, die ich am Vortag in meinem Dörrgerät* gedörrt habe - Ihr könnt natürlich aber auch gekaufte verwenden. Die Apfelringe verleihen dem Hackbraten ein sehr leckeres fruchtiges Aroma, ohne dabei aufdringlich zu wirken oder zu dominant hervorzuschmecken. Zusammen mit der Fenchelsaat, dem Speck und der Ahorn- Sirupglasur ergibt das einen sehr leckeren Hackbraten. Genauergesagt den leckersten Hackbraten, den ich bisher gegessen habe.

Hackbratenmasse in der Küchenmaschine
Äpfel finden sich nicht nur im Hackbraten selbst, sondern auch in der Sauce, die besteht nämlich hauptsächlich aus selbstgekochtem Rinderfond und Cider. Um regional zu bleiben, hab ich meinen Lieblingscider aus dem Alten Land, Elber verwendet. Diese Mischung ergab eine sehr fruchtige Sauce, die ich auch unabhängig vom Hackbraten sicher noch einmal wieder machen werde.

Dazu gab es ein Pastinaken-Kartoffelpüree, ebenfalls eine sehr gelungene Kombination. Schmeckt ähnlich wie Sellerie-Kartoffepüree, aber eben nur ähnlich. Probiert das unbedingt mal aus!

Hackbratenmasse in der Staub Cocotte
So, und an dieser Stelle noch einmal die Links zu allen bisher geposteten Rezepten der anderen Teilnehmer, viel Spaß beim Stöbern!
Hackbratenmasse mit Speckstreifen in der Staub Cocotte
Apple Bacon Bomb

Zutaten
2 Zwiebeln
100 g Speck, gewürfelt
Rapsöl zum Anschwitzen
1,5 Kilo Hackfleisch, halb & halb
3 Eier
60 g Apfelringe
2 EL Fenchelsaat
80 g Semmelbrösel
3 EL glatte Petersilie, fein gehackt
3 TL grober Senf
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Außerdem
ca. 25 Scheiben Speck
2 EL Ahornsirup

Zubereitung
Die Zwiebeln würfeln und in etwas Rapsöl in einer Pfanne glasig anschwitzen. Beiseite stellen. Die Apfelringe in einem Food Processor fein hacken, die Fenchelsaat in einem Mörser fein mörsern, die Petersilie waschen und mit einem Messer fein hacken. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gründlich miteinander verrühren.
Die Hackfleischmischung entweder in eine große Form geben oder auf zwei kleine Formen verteilen, dann mit den Speckscheiben belegen.
Für 45 Minuten im 180°C vorgeheizten Backofen mit geschlossenem Deckel garen, dann den Speck mit Ahornsirup bestreichen und weitere 15 Minuten backen.

Hackbraten in der Staub Cocotte
Pastinaken-Kartoffel-Püree

Zutaten
800 g Pastinaken
600 g Kartoffeln
250 ml Milch
100 ml Sahne
3 EL Butter
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
frisch gemahlene Muskatnuss

Zubereitung
Pastinaken und Kartoffeln waschen, schälen und in Würfel, bzw. Scheiben schneiden. Mit etwas Wasser aufsetzen und gar kochen. Milch und Sahne zufügen und alles zu einem Püree stampfen. Die Butter dazugeben, schmelzen lassen und zusammen mit den Gewürzen unterrühren.

Kartoffeln und Pastinaken in der Cocotte
Cidre-Sauce

Zutaten
350 ml Rinderfond
200 ml Cidre
2 Lorbeerblätter
1/2 TL Senf
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Rinderfond, Cidre und die Lorbeerblätter in einen Topf geben und eine Viertelstunde offen köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und noch evtl. ausgetretenen Fleischsaft unterrühren. Nach Geschmack mit etwas Mehl abbinden.
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Apple Bacon Bomb im Anschnitt

Kartoffeln ~ Pastinaken ~ Maronen

Der Herbst ist so toll! 
Die Temperaturen sind ordentlich und es gibt nach wie vor tolles Gemüse und Obst - was will man da noch mehr? ;o)
Ganz besonders hab ich mich in den letzten Wochen auf meine Lieblingskartoffel- sorten gefreut, die "mein" Kartoffelmann nur in der Saison, bzw. so lange vorrätig hat, wie die Bestände reichen. Danach ist Schluss und es heißt Warten auf die nächste Saison, die gerade erst begonnen hat. 
Jetzt kann ich wieder schwelgen und Vitelotte, Highland Burgundy Red, La Ratte, Blauen Schweden und Bamberger Hörnchen nach Lust und Laune zubereiten.  

Kartoffeln ~ Pastinaken ~ Maronen
Die Anregung für dieses 3-Komponenten-Rezept hab ich in dem großartigen Kochbuch von Hugh Fearnley-Whittingstall Three Good Things* gefunden, das es mittlerweile auch übersetzt als Drei gute Dinge auf dem Teller* gibt.
Ich liebe dieses Kochbuch, weil es einfach umzusetzende Rezepte und Anregungen für jede Jahreszeit bietet, die zumeist sehr schnell zubereitet sind. Ideal für die unkomplizierte Alltagsküche.

Kartoffeln ~ Pastinaken ~ Maronen
Ich hab das Rezept noch um eine Zutat erweitert und ein paar rote Zwiebelstreifen dazugegeben, passt ganz wunderbar und unterstreicht noch die Süße der Maronen.
Ihr könnt natürlich auch noch Karotten oder andere Wurzelgemüse mitgaren und selbstverständlich müssen es keine bunten Kartoffeln sein, sondern es schmeckt jede aromatische Kartoffelsorte.
Wir essen zu diesem Gemüse sehr gerne eine Merguez, das ist eine leicht scharfe Bratwurst aus der nordafrikanischen Küche, die unser Schlachter in ganz wunderbarer Qualität herstellt. Das Gemüse schmeckt aber auch ganz allein schon sehr gut.  

Merguez
Zutaten 
1 kg Kartoffeln nach Wahl (bei mir Vitelotte, Bamberger Hörnchen und Highland Burgundy Red)
4 Pastinaken 
1 Packung Maronen, vakuumiert
2 rote Zwiebeln
einige frische Thymianzweige
Rapsöl
grobes Meersalz
Frisch gemahlener Pfeffer, grob

Zubereitung
Die Kartoffeln sehr gründlich waschen. Je nach Geschmack und Dicke der Schale die Kartoffeln schälen oder nur schrubben. 
Die Pastinaken waschen, schälen und halbieren oder vierteln. Die roten Zwiebeln ebenfalls putzen und achteln. 
Alles auf einem Blech verteilen und mit Öl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. 
Die Thymianzweige darauf verteilen und alles im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 30 Minuten garen.
In der Zwischenzeit die Maronen grob zerdrücken und über dem Gemüse verteilen.
sobald Kartoffeln und Pastinaken gar sind, herausnehmen und servieren.
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Gemüsesuppe, ganz ohne Schnickschnack...

Der Winter lässt zwar noch etwas auf sich warten, irgendwann steht er aber auf jeden Fall vor der Tür, völlig überraschend versteht sich. Ist ja immer so. Spätestens dann brauchen wir alle ab und zu einen heißen Teller Suppe, vielleicht sogar diese einfache, aber sehr leckere Gemüsesuppe, die ich heute im Angebot habe, die ist nämlich wirklich lecker. 
Generell bin ich ja nicht so ein riesiger Suppenfan, ich hab ein paar wenige Lieblingssuppen, wie die türkische Linsensuppe, das Linsenschaumsüppchen, Hühnersuppe, zu ganz besonderen Gelegenheiten Krabbensuppe und natürlich diese Gemüsesuppe. Insgesamt essen wir aber doch relativ selten Suppe. Vielleicht schaffe ich es in diesem Jahr, meine Suppen- und Eintopfabteilung weiter auszubauen, ein guter Vorsatz für 2014! 

Gemüsesuppe
Eine Gemüsesuppe ist enorm wandelbar, sehr günstig und dazu noch schnell gemacht. Selbst jetzt im Winter, da die Gemüseauswahl nicht ganz so üppig ist wie im Sommer, gibt es immer noch reichlich saisonales Gemüse für eine leckere und zu allem Überfluss auch noch mordsgesunde Suppe. 
Ein unbedingtes Muss sind für mich Kartoffelwürfel, Karotten, Knollensellerie, Pastinaken und auch sehr gerne Kohlrabi, Steckrüben, Fenchel und Kohl - ob Wirsing, Spitz- oder Chinakohl ist mir da ganz egal. Im Sommer dürfen natürlich auch Tomaten nicht fehlen, aber nicht zuviel, es soll ja keine Tomatensuppe werden. 

Damit die Suppe besonders aromatisch wird, gieße ich das Gemüse nicht mit Wasser allein auf, sondern gebe noch eine Flasche hausgemachte Gemüsebrühe dazu. Das Gemüse laugt dann nicht so aus und der Sud wird besonders kräftig und aromatisch. 

No Knead BreadWer mag, bzw. möchte, kann natürlich auch noch ein Würstchen dazu essen oder Kochwürste oder Speck kleinschnibbeln und dazu- geben - ich mag die vegetarische, bzw. sogar vegane Variante aber lieber. Bei uns gibt's daher meist eine Scheibe Brot oder ein Brötchen dazu. 

Durch die Zugabe von Nudeln wird aus der einfachen Gemüsesuppe im Handumdrehen eine winterliche Minestrone, außerdem kann man sie natürlich noch durch vorgekochte (aber bitte selbst eingeweichte und vorgekochte) Hülsenfrüchte wie Kichererbsen oder Bohnen pimpen.  

Gemüsesuppenansatz
Die Kartoffelwürfel koche ich immer extra, gieße sie ab und füge die Kartoffelwürfel am Ende der Garzeit zu der fertigen Suppe. Ich bilde mir ein, dass der Sud dadurch klarer bleibt und nicht so stark eindickt, das mag ich nämlich gar nicht. 

Als Getränk gibt's bei uns dazu gerne einen meiner frischgepressten Lieblingssäfte, bestehend aus Äpfeln, Karotten, Rote Beete, Orangen, einem Schuss Sanddornsaft und Leindotter- oder Weizengrasöl. Danach könnt Ihr der nächsten Erkältung ne lange Nase zeigen, die kann Euch sicher nix mehr anhaben :o)

Gemüsesuppe
Zutaten 
gemischtes Gemüse der Saison (Kartoffeln, Karotten, Knollensellerie, Steckrübe, Pastinake, Kohlrabi, Chinakohl, Wirsing, Spitzkohl, etc.)
Rapsöl zum Anschwitzen
Gemüsebrühe und Wasser 1:2
Salz und Pfeffer
frisch gehackte Petersilie nach Geschmack 

Zubereitung
Das Gemüse waschen, schälen und würfeln oder in Scheiben schneiden. 
Die Kartoffelwürfel in einem kleinen Topf in Salzwasser gar kochen. Das restliche Gemüse in einem Topf in Rapsöl anschwitzen und mit der Brühe und Wasser ablöschen. Etwas salzen, zum Kochen bringen, dann bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Kohl erst kurz vor Ende der Garzeit dazugeben. Die Kartoffelwürfel ebenfalls zu der fertigen Suppe geben. 
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Frittata mit ofengerösteten Wurzelgemüsen

Es ist wie in jedem Jahr, eigentlich nehme ich mir vor, keine gute Vorsätze für das bevorstehende Jahr zu fassen (in sich ja schon ein Widerspruch), insgeheim mache ich es dann doch, nur um binnen kürzester Zeit doch wieder davon abzukommen - immer das Gleiche...
Einer meiner diesjährigen heimlichen Vorsätze ist, noch saisonaler und wenn möglich regionaler als ich es eh schon getan habe, einzukaufen und zu kochen. Und, und nu wird's ganz kompliziert, das auch noch entsprechend zu bloggen, denn das ist die eigentliche Schwierigkeit ;o)
Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an meinen kleinen Erdbeermarathon im letzten Jahr, damals musste ich die Rezepte im Akkord hier im Blog veröffentlichen, damit sie überhaupt noch eine Chance hatten, nachgekocht zu werden. 

Das heutige Rezept hat aus genau diesem Grund fast ein Jahr geduldig seine Runden in der Warteschleife gedreht und auf seinen großen Auftritt gewartet. Natürlich kann man diese Frittata auch im Sommer zubereiten, wirklich interessant ist sie aber besonders jetzt, da die Auswahl an frischen Gemüsen nicht so überwältigend ist wie in der warmen Jahreszeit. Bei der Auswahl der Gemüse könnt Ihr Eurer Phantasie freien Lauf lassen und sie ganz nach Geschmack kombinieren. 
Es fehlt dann nur noch eine ganz einfach Joghurtsauce, eine große Portion Feldsalat und eine leckere, gesunde und dazu noch vegetarische Mahlzeit ist fertig. Falls etwas übrig bleibt umso besser, dann habt Ihr direkt noch eine Portion für den nächsten Tag, aufgewärmt oder auch kalt schmeckt diese Frittata nämlich nochmal so gut. 

Zutaten 
600 g Wurzelgemüse (Rote Beete, Ringelbeete, Pastinaken, bunte Möhren, Lauch, rote Zwiebeln, Petersilienwurzel, Süßkartoffeln - was grad Saison hat und vorrätig ist)
Rapsöl
8 große Eier 
2 Frühlingszwiebeln
1 kleines Bund glatte Petersilie 
1 EL frischer Thymian, fein gehackt
Salz, Pfeffer und frisch gemahlene Muskatnuss
ca. 50 g Nordländer, frisch gerieben (oder ein anderer würziger Hartkäse) 

Zubereitung
Die Gemüse waschen putzen und je nach Sorte in Würfel oder Stücke schneiden. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Salz, Pfeffer und Thymian bestreuen und etwas Öl darübergeben. Bei 180°C für ca. 40 Minuten backen, bis die Gemüse gar sind.
In der Zwischenzeit die Eier mit dem confierten Knoblauch verkleppern. Die Eier mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen, fein gehackte Petersilie und Thymian dazugeben und verrühren. Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.
Die im Ofen gegarten Gemüse in eine Auflaufform geben und mit den Fühlingszwiebel-ringen vermischen. Die Eier darüber gießen und mit frisch geriebenem Käse bestreuen. 
Erneut für ca. 20 Minuten in den Backofen schieben und backen, bis die Eimasse vollständig gestockt ist (hängt von der Höhe der Form ab). 
Sobald die Eier gestockt sind, den Grill zuschalten und die Frittata knusprig überbacken. 
In der Zwischenzeit aus Joghurt, confiertem Knoblauch, Salz und Piment d'Espelette eine Joghurtsauce anrühren. Den Salat waschen und mit einem leckeren Salatdressing anrichten. 
Die Frittata in Scheiben schneiden und mit Salat und Joghurtsauce servieren.
Quelle: River Cottage Everyday Veg - Hugh Fearnley-Whittingstall

Hausgemachte Kartoffel- und Gemüsechips

Chips oder Schokolade? Salzstangen oder Gummibärchen? Ne Handvoll Flips oder doch lieber ein Pralinchen? Kurz gesagt, Süßes oder Saures Salziges?
Für mich ist die Entscheidung ganz einfach, salzig, eindeutig salzig! Chips, Flips, Salzstangen und -Brezel, salziges Popcorn - dafür lass ich jede Schokolade stehen und das Schlimme ist, ich kann nicht aufhören. Einmal eine Tüte Chips aufgemacht, MUSS die leer geknabbert werden. Aufmachen, n büschen was rausknabbern und dann für später wieder zurück ins Regal geht gar nicht, schaff ich nicht. 
Am liebsten mag ich Tyrell oder Kettle Chips oder, aber die Tüten sind eindeutig viel zu klein, Walkers. Am liebsten die gesalzenen ohne viel Schischi. Für meinen Mitesser müssen es allen Ernstes immer diese gruseligen Essig-Chips sein, mir wird schon ganz anders, wenn er die Tüte aufmacht... Naja, wer leckere Fritten in Malt Vinegar ertränkt... ;o)
Seit einer Weile gibt es ja auch diese leckeren Vegetable Chips, irre teuer, aber auch verdammt lecker. 
Da ich eh noch eine Flasche Öl vom Backfisch rumstehen hatte, hab ich jetzt einfach mal selbst Chips hergestellt und weil einfache Kartoffelchips ja langweilig sind, gab es Kartoffel- und Gemüse-Chips deluxe.  

Fast Food, also schnell gemacht sind hausgemachte Chips nicht wirklich, das Salzen um den Gemüsescheiben das Wasser zu entziehen und auch das anschließende Frittieren dauert schon ne ganze Weile, denn je nachdem wie groß der Topf ist in dem Ihr frittiert (ich frittiere immer im Topf, da ich keine Fritteuse habe), kann immer nur eine Handvoll Kartoffel- oder Gemüsechips auf einmal frittiert werden, sonst sprudelt das heiße Öl über und da sollte man tunlichst vorsichtig sein (s. Fettbrand). 

Hausgemachte Chips sind also sicher nichts für den wöchentlichen Tatortabend, sondern eher etwas für besondere Gelegenheiten oder auch als Topping für Suppen, etc.
Ihr braucht für hausgemachte Chips auf jeden Fall einen Hobel*, mit dem Ihr die Kartoffeln und das Gemüse in superdünne Scheiben schneiden könnt - je dünner die Scheiben sind, desto kürzer müssen die Chips frittiert werden, das ist besonders bei Gemüse wie Rote Beete wichtig, die braucht nämlich eh länger als eine Kartoffel. 

Ich hab neben Kartoffeln noch Rote und Ringelbeete, Pastinaken, Süßkartoffeln, Petersilienwurzeln und Karotten ausprobiert und war besonders von den Pastinaken und Beete-Chips begeistert. Die Pastinaken bekommen eine ganz wunderbar würzige-süße Note - lecker. Ringelbeete-Chips schmecken nicht nur lecker, sie sehen durch das Ringelmuster auch noch besonders schick aus.

Zutaten
Kartoffeln (gerne Blaue Schweden, Vitelotte, Blaue Elise oder Highland Red Burgundy), Rote und Ringelbeete, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Süßkartoffeln, Karotten, etc.
Salz
Fleur de Sel, frisch gemahlener Pfeffer und Gewürze nach Geschmack

Raps- oder ein anderes neutrales Öl zum Frittieren

Zubereitung
Die Kartoffeln oder Gemüse waschen und je nach Sorte und Vorliebe schälen oder nur gründlich schrubben. Mit einem Hobel in sehr feine Scheiben hobeln und die Scheiben leicht salzen. Ca. 30 Minten lang stehen lassen, den Gemüsescheiben wird so das Wasser entzogen. 
Öl in einem Topf oder einer Fritteuse erhitzen. Das Öl ist heiß genug, sobald Bläschen an einem hineingehaltenen Holzstäbchen aufsteigen. 
Die Gemüsescheiben mit einem Küchenpapier abtupfen und portionsweise in das Öl geben. Solange frittieren, bis das Öl nicht mehr sprudelt und die Scheiben goldbraun sind. Mit einer Schaumkelle aus dem Öl nehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und nach Geschmack würzen.  
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