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One-Pot Pasta | Pastasotto mit Maronen und Comté

Eines der am meisten diskutierten Rezepte des vergangenen Jahres war sicher die berühmt berüchtigte One-Pot Pasta. Berüchtigt vor allem deshalb, weil sie unter anderem bei Facebook Anlass für besonders hitzige und leider auch wenig konstruktive Diskussionen war. 
Das Originalrezept, bzw. eine der prominentesten Rezeptquellen ist wohl Martha Stewart. Spaghetti, Kirschtomaten, rohe Zwiebeln, Knoblauch, Basilikum und Gewürze werden in einen Topf gegeben. Das Wasser kommt dazu und dann wird alles gekocht, bis die Spaghetti gar und das Wasser größtenteils verkocht ist. Auf Tellern anrichten, Parmesan drüber und servieren. 

Ich geb's zu, mich reißt dieses Rezept natürlich auch nicht vom Hocker und ich würde es so auf keinen Fall zubereiten, da die Grundidee aber alles andere als neu ist, kann man auch daraus ein leckeres und sehr wandelbares Gericht machen. 

One-Pot Pasta | Pastasotto mit Maronen und Comté
Meine Änderungen
  • Weg mit den Spaghetti! Ich verstehe nicht, weshalb für dieses Gericht unbedingt Spaghetti verwendet werden, eine kurze Pasta finde ich sehr viel passender. Es muss natürlich keine Fregola sein, Risoni, Orecchiette oder auch Penne, etc. können genauso gut verwendet werden. 
  • Wasser? Brühe! Man bereitet doch auch kein Risotto mit Wasser, Brühe bringt viel mehr Geschmack ans Gericht!
  • Schade um die Kirschtomaten! Wenn es eine Tomatenvariante werden soll, würde ich lieber einen Teil des Wassers der Brühe durch Tomatensaft oder passierte Tomaten ersetzen. Bringt im Endeffekt mehr Geschmack und es bleiben keine störenden Tomatenhäutchen und -reste übrig. Als Basis eignet sich dieses Tomatenrisotto-Rezept hervorragend. 
  • Die Zwiebeln anschwitzen! Dauert max. 2 Minuten, schmeckt aber deutlich besser. 
Der Saisonalität wegen hab ich natürlich keine Kirschtomaten verwendet, sondern Maronen, n büschen Thymian und da im Kühlschrank noch ein kleiner Rest Comté rumlag, ist der auch noch aufgebraucht worden. 

Im Endeffekt ist das Resultat natürlich nix anderes als ein Pastasotto, aber das ist die klassische One-Pot Pasta auch, nur halt nicht so wirklich stimmig. 
Wer die ursprüngliche One-Pot Pasta mag, wunderbar - finde ich absolut nichts Verwerfliches dran. Ich selbst würde mir aber lieber ein Käsebrot schmieren oder gleich ein Pastasotto zubereiten ;o)

Fregola
Zutaten
200 g Maronen, vakuumiert

1 Schalotte 
Rapsöl zum Anschwitzen
ca. 1 Liter Gemüsebrühe   
3 Zweige frischer Thymian 
300 g Fregola (oder eine andere Pasta Corta)
Salz und Pfeffer
50 g Comté oder ein würziger Hartkäse

Zubereitung 
Die  Maronen grob hacken und zusammen mit der fein gewürfelten Schalotte und den Knoblauchzehen anschwitzen. 
Mit 750 ml Brühe ablöschen und aufkochen lassen. Die Pasta und die Thymianzweige dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und je nach Pasta unter gelegentlichem Rühren al dente kochen. Evtl. ist noch etwas mehr Brühe notwendig. 
Den Käse reiben und unter die fertige Pasta mischen.

Geriebene Suppennudeln

Je kühler und kälter die Tage werden, desto öfter kommt bei uns ein Teller Suppe auf den Tisch, besonders gerne Hühnersuppe. Die ist zwar bewiesenermaßen keine Wunderwaffe gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit, schmeckt aber großartig und wärmt - das genügt oft schon, um schnell wieder gesund zu werden oder es sich einfach gut gehen zu lassen. 
Der Gatte mag sehr gerne Eierstich in seiner Suppe, ich bevorzuge aber die reine Nudelvariante, entweder Sternchennudeln oder aber diese geriebenen. 

Die selbstgemachten geriebenen Nudeln sind herzhafter und haben mehr Biss als die gekauften Sternchennudeln, außerdem haben sie den Vorteil, dass man, auch wenn im Nudelregal gähnende Leere herrscht, trotzdem in Windeseile tolle Suppennudeln auf den Tisch zaubern kann und dafür außer einer Reibe überhaupt kein spezielles Equipment benötigt. 

Hühnersuppe mit geriebenen Nudeln
Für diese Suppennudeln bereite ich einen ganz normalen Standardnudelteig zu, das ist bei mir ein eihaltiger, kann aber natürlich auch ein reiner Hartweizenteig sein. 
Beim Kneten des Nudelteiges müsst Ihr, auch wenn gerne das Gegenteil behauptet wird, nicht stundenlang kneten bis ein glatter Teig entsteht, sondern es genügt schon die Zutaten zu einem groben Teig zu verkneten und dann erstmal in Folie oder einen Gefrierbeutel verpackt, bei Zimmertemperatur ruhen zu lassen. Schon innerhalb von 30 Minuten wird der Teig viel weicher und geschmeidiger und lässt sich dann mit weit weniger körperlichem Aufwand ganz rasch zu einem glatten Teig verkneten. 

Zum Reiben der Nudeln verwende ich immer eine Röstireibe von Börner*, die ich mir vor einigen Jahren auf dem Wochenmarkt gekauft habe, als ich noch keine so ausgeprägte Plastik-Aversion entwickelt hatte. 
Die Reibe ist, dafür, dass sie komplett aus Plastik besteht, erstaunlich scharf. So scharf, dass ich mir damit in der Vergangenheit schon heftigere Verletzungen zugefügt habe, als mit meiner heißgeliebten Vierkant-Microplane-Reibe - wenn man nicht aufpasst ist da ganz schnell die Fingerkuppe weg... 
Ihr könnt natürlich jede andere Reibe, die Ihr auf den Topf auflegen könnt und die einigermaßen große Löcher hat, verwenden oder es auch mit einer feineren Reibe versuchen, macht das einfach abhängig von eurem persönlichen Geschmack.  

Geriebene Nudeln
Zutaten 
300 g Mehl, Type 405
3 Eier 
eine gute Prise Salz 
ein Schluck neutrales Öl

Zubereitung
Die Eier in eine Schüssel geben und mit dem Salz verkleppern. Einige Minuten stehen lassen, dann das Mehl und das Öl dazugeben und alles zu einem groben Teig verkneten. In einen Gefrierbeutel geben und mind. 30 Minuten ruhen lassen, dann nochmals durchkneten, so dass ein glatter, elastischer Teig entsteht. 
Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen, den Nudelteig halbieren und mit einer groben Röstireibe direkt in das kochende Wasser reiben. 
Die Nudeln al dente kochen, dann mit einem Schaumlöffel aus dem Kochwasser heben und direkt in die vorbereitete Suppe geben. 
 

Fruchtiger Nudelsalat mit Curry-Sauce

Kennt Ihr das? Rezepte von Mama schmecken, wenn man sie selbst macht, nie so wie zuhause - kannste machen, was Du willst. Irgendwas fehlt immer...
Für mich ist eines dieser Rezepte der Nudelsalat, den meine Mama vor ca. 20 Jahren zusammengebastelt hat und seitdem immer und immer wieder machen musste. Anfangs stand sie jedes Mal wieder vor dem Problem, dass sie nicht mehr wusste was da alles reingehörte (so is das nämlich, wenn man sich NIE aufschreibt, was man da in der Küche veranstaltet - kleiner Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Mama), dann hat sie es aber tatsächlich irgendwann mal geschafft, die Zutaten aufzuschreiben. Theoretisch stand damit einem Nachbau also nix mehr im Wege und als ich von zuhause ausgezogen bin, war dieser Salat eines der ersten Mama-Gerichte, das ich nachgebastelt hab. 
Das Resultat war gruselig, einfach nur gruselig. Obwohl ich mich ans Rezept gehalten hatte (wahrscheinlich hab ich doch irgendwas falsch gemacht, ich bin aber immer noch der festen Überzeugung, alles richtig gemacht zu haben), war der Salat trocken, fad und irgendwie bitter. 
Es hat dann tatsächlich nochmal 11 Jahre gedauert, bis ich diesen Salat so nachgebastelt hatte, dass er wieder richtig gut schmeckte. Lag natürlich auch daran, dass die Entwicklung meiner allerliebsten Lieblings-Currysauce so lange brauchte. 
Jetzt, da ich diese wahrscheinlich, ach was sach ich, g a r a n t i e r t leckerste aller Currysaucen erfunden habe, ja jetzt stimmt auch der Salat und ist damit natürlich auch zwangsläufig der leckerste aller Nudelsalate - versteht sich von selbst, oder? ;o)

Heute teile ich also mal wieder nicht nur ein daher gelaufenes Wald- und Wiesenrezept mit Euch, sondern ein supergeheimes Geheimrezept - ein abgewandelt und weiterentwickeltes Familienrezept, unseren Lieblingsnudelsalat!
Ich wünsche guten Appetit ;o)
 
Zutaten
500 g Penne rigate oder Farfalle  

3 rote Paprika 
2 hartgekochte Eier
2 säuerliche Äpfel (Wellant, Topaz, ...)

 
Dressing 
300 ml Mayonnaise:
  • 120 ml Milch
  • 250 ml Rapsöl
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft
  • 1 TL grober Senf
200 ml türkischer Joghurt
1 TL Kurkuma
5 gehäufte TL Curry, englisch
100 ml Hot Mango Sauce*(Tiptree)
1 Bund glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung
Die Eier nach Anleitung hart kochen, kalt abschrecken. Nudeln al dente kochen. 
In der Zwischenzeit aus der Milch, Rapsöl, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Senf eine cremige Mayonnaise herstellen. Mit den restlichen Saucenzutaten in einer großen Salatschüssel vermengen. 
Gemüse und Äpfel putzen und würfeln, die Eier ebenfalls würfeln. Alles zu den Nudeln und dem Dressing geben und gut umrühren. 
Die Petersilie fein hacken und ebenfalls unterrühren. Etwas ziehen lassen. 
*(Affiliatelink)

Nudelsalat mit Avocadocreme

Zwischen all den Keksen der letzten Zeit gibt's heut ausnahmsweise eine herzhafte Kleinigkeit - nix Großes oder Aufwendiges, nur einen einfachen Salat, der sich aber prima abwandeln und an den Inhalt Eures Gemüsefaches anpassen lässt.
Das Besondere an diesem Salat, sofern das bei nem einfachen Nudelsalat überhaupt möglich ist, ist das Dressing, bzw. die Sauce, die nicht aus Sahne, Crème fraîche oder Mayo besteht, sondern in der Hauptsache aus Avocado, reifer Avocado. Wunderbar buttrig nussiger Hass-Avocado.
Sucht Euch für diese Sauce eine richtig schöne Avocado raus und wenn Ihr sie bekommt, nehmt unbedingt eine Hass-Avocado, die ist um Längen aromatischer als die sonst meist angebotenen Sorten.

Der Fettgehalt des Salates ist sicher ähnlich wie ein mit Mayo angemachter, er schmeckt aber nicht nur leckerer (find ich zumindest), sondern ist auch ungleich gesünder und wenn Ihr nur eine kleine Salatportion machen möchtet, nehmt einfach einen Teil der pürierten Avocado/Joghurtcreme beiseite und schon habt Ihr ne prima Gesichtsmaske ;o)
So lecker dieser Salat auch ist, einen Nachteil hat er. Er lässt sich nicht lagern und darf auch nicht lang durchziehen, sondern muss wirklich sehr fix aufgegessen werden, da die Sauce sonst unansehnlich grau wird und irgendwann auch die Pasta, die die Sauce ja mit der Zeit aufsaugt, aussieht wie kleine Betonstückchen.
Ich sprech da aus Erfahrung ;O)

Zutaten
1 reife Hass-Avocado
ca. 100 g Joghurt 
1/2 rote Zwiebel
1 Tomate
1 Paprikaschote 
1 Bund Schnittlauch 
Piment d'Espelette oder ein anderes Chilipulver
150 g Farfalle oder andere Pasta corta nach Wahl

Zubereitung
Die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen, abgießen und unter kaltem Wasser abschrecken. 
Die Tomaten vierteln, entkernen und in Würfel schneiden, die Paprika putzen und würfeln. Die Zwiebel schälen und ebenfalls in Würfel schneiden.
Das Fruchtfleisch der Avocado mit dem Joghurt pürieren. Je nachdem, wie flüssig der Joghurt ist, kann etwas mehr oder weniger notwendig sein, um eine dickflüssige Sauce zu erhalten. Das Fruchtfleisch von der Salzzitrone entfernen und ausschließlich die Schale in sehr feine Würfel schneiden. Zur Avocadosauce geben und mit Piment d'Espelette und Salz würfeln. 
Die abgekühlte Pasta mit den Gemüsewürfeln in eine Schüssel geben und verrühren. Die Avocadocreme darüber geben, den Großteil des in feine Röllchen geschnittenen Schnittlauchs zufügen und alles miteinander verrühren. 
Mit dem restlichen Schnittlauch und etwas aromatisiertem Salz bestreut sofort servieren.

Gnocchetti sardi al ragù di salsiccia - Gnocchetti sardi mit würzigem Wurstragout

Lollis, das wisst Ihr ja nun, gehören nicht zu meinen Favoriten, Pasta dagegen natürlich schon - die könnte ich jede Woche mindestens einmal essen, mehrmals wäre selbstverständlich noch besser :o)
Heut gibt's eine Pastasauce, die weder in der Zusammensetzung, noch in der Zubereitung besonders aufwendig ist, aber so unglaublich lecker schmeckt, dass Ihr Euch unbedingt gleich die doppelte Menge zubereiten und den Rest einfrieren solltet. Für schlechte Zeiten, wenn der Herbst Sommer mal wieder nicht so will wie Ihr, es draußen fisselt und stürmt und nur noch eine große Portion Pasta Eure Stimmung retten kann - dann ist diese Sauce genau die richtige!  

Die Grundzutat der Sauce sind frische Salsicce, die wir gern beim hiesigen italienischen "Supermarkt" kaufen. Je nachdem, ob wir klassische, Chili-, Fenchel- oder Zitronen-Salsicce nehmen, schmeckt die Sauce natürlich jedes Mal etwas anders - ein Rezept also, das allein durch die Verwendung unterschiedlicher Würste immer wieder Abwechslung auf den Teller bringt.
Wenn Ihr keine Salsicce bekommt, könnt Ihr auch deutsche grobe Bratwürste verwenden und mit den Knoblauchzehen einen TL gemörserte Fenchelsamen kurz anbraten und/oder etwas Zitronenabrieb und -saft hinzufügen, mit einer großzügigen Prise Chili würzen oder die Bratwurst einfach pur verwenden. 
Das schmeckt natürlich nicht genauso, da Salsiccia aber eh nicht Salsiccia ist, sie je nach Schlachter sowieso nie gleich schmecken und Ihr dazu garantiert auch einen anderen Wein verwendet, wird die Sauce sowieso nen Ticken anders schmecken - das liegt ja in der Natur der Sache ... 

Neben Pecorino schmeckt natürlich auch Parmesan oder ein anderer Hartkäse, lasst da einfach Euren persönlichen Geschmack entscheiden. Wir verwenden den Käse, der gerade im Haus ist, in diesem Fall war es eine große Scheibe Pecorino, von der wir ein paar Wochen gezehrt haben.

Zutaten
Olivenöl
600 ml passierte Tomaten
4 confierte Knoblauchzehen
350 ml Rotwein (Serpaiolo Rosso Maremma 2009)
4 frische Salsicce
Pfeffer und evtl. etwas Salz

Gnocchetti sardi oder andere Pasta Corta nach Wahl
Pecorino zum Bestreuen

Zubereitung
Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Knoblauchzehen dazu geben und zerdrücken. Tomaten und Rotwein dazu geben und alles so lange bei mittlerer Hitze einkochen, bis eine stark eingedickte Sauce entstanden ist - das dauert ungefähr eine halbe Stunde. 
In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, das Salsicce-Brät aus dem Darm drücken und in die Pfanne geben. Mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und so lange braten, bis evtl. austretendes Fleischwasser verdampft ist und das Brät richtig knusprig gebraten ist.
Die Tomatensauce dazu geben und alles mit Pfeffer und evtl. etwas Salz würzen.

In der Zwischenzeit die Pasta al dente kochen, eine Tasse Kochwasser zum Ragú geben und die abgetropfte Pasta in der Sauce schwenken. Mit frisch geriebenem Pecorino servieren.

Idee: Ich glaub ein River Cafe-Kochbuch, bin mir aber nicht 100%ig sicher - wird nachgereicht, sobald ich es gefunden habe. 

Farfalle mit Zucchini-Dill-Sauce

Nachdem wir die Woche mit einem kalorienarmen Salat begonnen haben, wird es höchste Zeit, die eingesparten Kalorien wieder auf den Kopf zu hauen. Gar nicht lange ansammeln, schließlich ist eine ausgewogene Ernährung wichtig ;o)
Und weil wir ja nicht ständig stundenlang in der Küche stehen können und wollen, "verbraten" wir die Montag eingesparten Kalorien in Nullkommanix - heut gibt's schnelle, einfache Pasta-Küche.





Das Rezept stammt aus Sarah Raven's Garden Cookbook, einem meiner Lieblingskochbücher, mit dem allein ich wahrscheinlich die nächsten Monate/Jahre ausgesorgt hätte. 
Es ist zugegeben nicht ganz billig, dafür hat es aber auch eine ganze Menge zu bieten. Nach Monaten und Zutaten, also den benötigten Obst- und Gemüsesorten, ist dieses Buch quasi vollgestopft mit über 450, zumeist sehr simplen und trotzdem mächtig leckeren Rezepten. 
Wenn also die Obst- und Gemüseschwemme erstmal anfängt, genügt ein Blick in dieses Buch und man findet eine reiche Auswahl entsprechender Rezepte - besonders für alle, die darauf achten, saisonal einzukaufen und zu kochen ideal. 
Wer zu jedem Rezept ein Bild braucht, wird bei diesem Buch enttäuscht sein, denn damit wird zugegeben etwas gegeizt. Da hier aber keine Haute Cuisine, sondern einfache und trotzdem sehr leckere Rezepte ohne kilometerlange Zutatenlisten vorgestellt werden, reicht schon ein wenig Vorstellungskraft aus, sich das Endresultat vorzustellen.

Zutaten
3 kleine Zucchini (wenn möglich gelb und grün gemischt)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
Olivenöl 
2 confierte Knoblauchzehen
250 ml Créme Fraîche
Salz und Pfeffer
1 Bund Dill, fein gehackt
reichlich Parmesan

350 g Farfalle

Zubereitung
Die Zucchini waschen, putzen und längs halbieren. In ca. 3-4 mm dicke Scheiben schneiden und in einen Durchschlag geben und leicht salzen. Gut durchmischen und ca. 15 Minuten stehen lassen, so tritt etwas Flüssigkeit aus, die anschließend mit einem Küchenkrepp abgetupft wird.
Die Zwiebel in Olivenöl glasig anschwitzen. Den Knoblauch dazugeben und mit einem Kochlöffel zerdrücken. Die Zucchinischeiben zufügen und ca. 5 Minuten mit garen, die Scheiben sollen aber keine Farbe annehmen. Zwischendurch immer wieder durchschwenken.
Die Créme Fraîche dazugeben und gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die in der Zwischenzeit al dente gekochten Farfalle tropfnass zusammen mit dem Dill und reichlich frisch geriebenen Parmesan zur Zucchinisauce geben und alles gut vermischen. Sofort servieren. 

Ghiottole mit überbackenem Camembert

So, Ihr habt erstmalig gewählt und Euch unter Anderem für dieses unglaublich simple Pastagericht entschieden.

Bisher kannte ich einen solchen "Ofenkäse" eigentlich nur in Kombination mit Baguette, dass man reindippt, da foodbloggen ja aber bekanntlich bildet, hab ich bei Noob Cook gelernt, dass man den Camembert auch prima mit Pasta kombinieren kann, mein käseverrückter Mitesser war absolut begeistert. Das cremige Innenleben des Camemberts dient als Sauce und wenn die Pasta alle ist, kann man als Nachtisch noch die knusprige Camembert-Rinde knabbern. 

Zutaten
1 Camembert
2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten 
frischer Thymian
frisch gemahlener Pfeffer und Fleur de Sel
Olivenöl

Ghiottole oder andere Pasta corta nach Wahl
1 Bund Rucola oder Spinat
100 g frisch geriebener Parmesan
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
Den Camembert in eine ofenfeste Schüssel legen und kreisförmig mit Knoblauchscheiben belegen. Thymian darauf verteilen und mit Salz und Pfeffer würzen, sowie mit Olivenöl beträufeln. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 25 Minuten backen, bis der Camembert goldbraun ist.

In der Zwischenzeit die Pasta al dente kochen und den Rucola waschen, putzen und etwas klein schneiden. In etwas Olivenöl in einer Pfanne kurz angehen lassen und zusammen mit dem Parmesan unter die fertige Pasta heben. Pasta auf Teller verteilen und jeweils etwas von dem cremigen Innenleben darüber geben. Mit der Gabel unterheben und sofort servieren.

Die knusprig gebackenen Knoblauchchips geben dem Gericht noch den gewissen Crunch. 


Kichererbsen-Orzo-Salat mit getrockneten Tomaten

Die Idee für diesen Salat ist mal wieder geklaut und zwar genau da, wo ich auch schon am Anfang meines Salatmarathons stiebitzt hab, bei bitchincamero. Anstelle der Paprika hab ich mal wieder getrocknete Tomaten verwendet, ich mag die einfach unglaublich gern. Besonders im Winter, wenn man keine guten frischen Tomaten bekommt, sind sie eine tolle Alternative. Als Salatzutat find ich sie deshalb so klasse, weil sie nicht, wie frische Tomaten saften und matschig werden, sondern ihre Form und Konsistenz behalten und den Salat damit auch nicht schneller verderblich machen, außerdem geben sie ein tolles Aroma ab.
Wichtig ist, nicht diese getrockneten Tomaten zu nehmen, die so hart sind, dass man sie kaum mit einem Messer bearbeiten kann, sondern sog. Softtomaten. Diese Tomaten gibt es meist eingeschweißt in türkischen Lebensmittelgeschäften und sie ähneln selbstgetrockneten Tomaten - ich hoffe, das war jetzt einigermaßen verständlich ;o)

Zutaten
250 g getrocknete Kichererbsen
250 g Orzo
1 Handvoll getrocknete Tomaten
Frühlingszwiebeln
Salz

3 EL Olivenöl
2 EL Sherry-Essig
1 TL Rotisseur-Senf 
Salz und Pfeffer
1 TL Knoblauchpaste oder 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Prise Zucker

Parma, San Daniele oder Serrano-Schinken (optional)

Zubereitung
Die Kichererbsen in eine Schüssel geben und mit reichlich kaltem Wasser bedecken. 12 bis 24 Stunden einweichen lassen, zwischendurch das Wasser einmal wechseln.
Das Einweichwasser abgießen und die Kichererbsen in Wasser gar kochen. Die Orzo in Salzwasser ebenfalls al dente kochen. Die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden und die Frühlingszwiebeln schräg in dünne Scheiben schneiden.
Aus Olivenöl, Essig, Senf, Salz, Pfeffer, Zucker und Knoblauchpaste ein Dressing herstellen.
Kichererbsen, Orzo, Tomaten und Frühlingszwiebeln in eine Schüssel geben und mit dem Dressing begießen. Gut umrühren und 2-3 Stunden marinieren lassen.
Nach Geschmack mit einer Scheibe Schinken servieren.

Der Salat schmeckt am nächsten Tag besonders gut. 


Macaroni & Cheese

Jetzt gab es hier fast 2 Wochen nichts zu Essen, da wird es so langsam wieder Zeit. Um die verlorenen Kalorien aufzuholen, und weil der Winter ja erneut voll zugeschlagen hat, nutze ich die Gelegenheit, Euch mal wieder eine kleine  Kaloriensünde unterzujubeln ;o).
Dieses Nudelgericht hab ich bisher 2x gemacht. Beim ersten mal die klassische Variante, also quasi überbackene Nudeln mit Käsesauce - lecker, aber kein Knaller.
Beim zweiten Mal war ich schlauer und hab unter die Käsesauce noch angebratenen Speck und Zwiebeln gemischt - eine gute Entscheidung ;o)

Dies ist absolut kein Essen für die schlanke Linie und bei 25° im Schatten würd ich es auch nicht gerade servieren, wenn aber draußen der Winter wütet und man die fiesen Kalorien mal außer Acht lässt, ist es ein absolutes Wohlfühlessen.
Der Auflauf kann komplett vorbereitet werden und zu einem späteren Zeitpunkt in den Ofen geschoben werden. Ich hab die Portionen immer auf mehrere kleine Auflaufformen verteilt, so hatte mein Mitesser noch eine Portion für den nächsten Tag. 

Was Ihr da oben auf dem Käse seht, ist natürlich mal wieder Panko, ich kann den kleinen Flocken einfach nicht widerstehen ;o). Sie geben dem Gericht noch ein wenig Crunch

Zutaten
500 g kurze Maccheroni oder andere kurze Nudeln wie Penne oder Hörnli
200 g durchwachsener Speck
4 Zwiebeln
etwas Zucker zum Karamellisieren der Zwiebeln
60 g Butter
40 g Mehl
500 ml kalte Milch
2 TL grober Senf
1 Ei, verkleppert
450 g frisch geriebener Cheddar, Gruyère (oder ein anderer würziger Käse)
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
je 1 gute Prise Chili- und Paprikapulver

Zubereitung
Die Nudeln in reichlich gesalzenem Wasser kochen, bis sie nicht ganz al dente sind, also noch deutlich Biss haben. Abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
Den Speck in Streifen schneiden und bei mittlerer Hitze in einer Pfanne auslassen, herausnehmen und beiseite stellen. In dem ausgelassenen Speckfett die Zwiebeln goldbraun braten, mit etwas Zucker bestreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Beiseite stellen.
In einem großen Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl dazugeben und für 5 Minuten unter regelmäßigem Rühren köcheln lassen - dabei aufpassen, dass die Mischung nicht braun wird.
Die kalte Milch unter ständigem Rühren langsam einrühren. Den Senf dazugeben und alles ca. 5 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen, bis die Milch eingedickt ist. Vom Herd nehmen.
Das Ei in eine kleine Schüssel geben und mit einer Gabel oder einem kleinen Schneebesen verkleppern. Vorsichtig etwas von der Mehlschwitze dazugeben und gründlich verrühren.
Die Eimischung behutsam unter die Mehlschwitze rühren. Den Käse nach und nach unterrühren und die Käsesauce mit Salz, Pfeffer und den restlichen Gewürzen abschmecken.
Die gründlich abgetropften Nudeln mit der Speck-Zwiebel-Mischung vermischen und alles zu der Käsesauce geben und miteinander vermischen. In eine oder mehrere Auflaufformen geben und mit Panko bestreuen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 20 Minuten backen, bis die Oberfläche schön gebräunt ist.

Orecchiette mit Kürbis-Rucola-Sauce

Zwischen all dem Süßkrams der letzten Zeit ist so eine herzhafte Pasta mal dringend notwendig. Diese Pasta ist recht schnell gemacht und wie eigentlich jedes Kürbisgericht auch noch ein farbliches Highlight. Das Beste ist aber, sie schmeckt auch noch sehr gut und das nicht nur warm, sondern auch kalt.

Zutaten
1 große Zwiebel, in feine Streifen geschnitten
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 kleiner Butternut- oder Hokkaidokürbis, je nach Sorte geschält und fein gewürfelt
70 g Pinienkerne
Salz und Pfeffer
Olivenöl
2 Handvoll geputzter Rucola
150 ml Gemüse- oder Geflügelfond
Olivenöl

Orecchiette oder Penne

Zubereitung
In einem Topf Olivenöl erhitzen und die Zwiebelstreifen und den Knoblauch glasig dünsten. Die Kürbiswürfel dazugeben und ebenfalls dünsten, so dass er schön goldbraun wird - dabei aufpassen, das der Kürbis nicht zu weich wird und auseinanderfällt.
In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett vorsichtig anrösten, dabei aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden.
Das Kürbisgemüse mit Salz und Pfeffer würzen, den Fond angießen und die Pinienkerne, sowie den Rucola unterheben.
Die al dente gekochten Orecchiette abgießen und tropfnass untermischen. Durchschwenken und sofort servieren.

Fusilli mit Ricotta und Zitrone

Freitag, 18.00 h - noch 20 Minuten bis im WDR "Servicezeit: Essen und Trinken" mit M&M beginnt und das Abendessen steht noch nicht auf dem Tisch. Also muss es etwas Schnelles sein und da kommt dieses Pastarezept gerade recht.
Das Essen ist quasi fertig, sobald die Nudeln gar sind, denn die Sauce ist ratzfatz zusammengerührt und muss nur noch mit den gegarten Nudeln vermischt werden.
Vor einiger Zeit hab ich bereits ein ganz ähnliches Rezept, nämlich Tagliatelle al limone gebloggt - dieses hier gefällt mir aber noch einen Tick besser, denn die Mischung aus Zitrone, Basilikum, Parmesan und dem cremigen Ricotta schmeckt einfach nur klasse. Wie in dem anderen Rezept aufgeführt, werd ich als Abwandlung sicher auch mal Minze, anstelle des Basilikums verwenden, aber der Ricotta bleibt ab jetzt ein Standard.
Das Rezept hab ich in meiner neuen allerliebsten Lieblings-Koch-Zeitschrift "So isst Italien" gefunden. Die Zeitschrift ist noch sehr neu auf dem Markt, die erste Ausgabe ist die für April/Mai. Ähnlich wie in der "Essen und Trinken", werden in dieser Zeitschrift nicht nur Rezepte am laufenden Band vorgestellt, sondern auch viele ausführliche Artikel rund um das Thema Kochen und Trinken.
Wenn diese erste Ausgabe nicht nur ein "One-Hit-Wonder" ist, werd ich mir diese Zeitschrift sicher regelmäßig kaufen, denn schon in der ersten Ausgabe hab ich eine Menge interessante Rezepte gefunden.



Zutaten
250 g Fusilli
250 g Ricotta
geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
1 Handvoll Basilikum
2-3 EL frisch geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Die Fusilli in reichlich gesalzenem Wasser al dente kochen.
In der Zwischenzeit den Ricotta mit dem Zitronenabrieb, Parmesan, Basilikum und 3 EL Nudelkochwasser in einem Blender 2 Minuten cremig mixen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die gegarten Nudeln abgießen, zurück in den Topf geben und mit der Ricottacreme verrühren.
Garniert mit etwas Zitronenzesten, Parmesanspänen und frisch gemahlenem Pfeffer servieren.

Ferrazzuoli mit Brokkoli-Sardellensauce

Eine selbstgemachte Nudelsorte, für die man keine Nudelmaschine benötigt, sind Ferrazzuoli. Ich bereite sie gern mit kräftigen Tomatensaucen zu, heute hab ich aber mal eine neue Sauce ausprobiert - inspiriert von Cornelia Poletto, aber mal wieder ein wenig an unseren Geschmack und Abneigungen angepasst.
Wie genau Ferrazzuoli gemacht werden, hab ich zwar schon vor einigen Monaten gezeigt, werd es aber im Rahmen des 3. Teils des Pastakollegs nächste Woche nochmal ausführlich zeigen.



Zutaten
2 Brokkoli
1 Schalotte
1 Zehe Knoblauch

10 getrocknete Tomaten

4 Sardellenfilets
Olivenöl

200 ml Gemüsebrühe
Peperoncino nach Geschmack
grobes Meersalz

400 g Ferrazzuoli
1 Mozzarella
Fleur de sel

Zubereitung
Schalotte und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Getrocknete Tomaten in Streifen schneiden und die Sardellen fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Schalotten- und Knoblauchwürfel darin andünsten. Den in Röschen geteilte Brokkoli sowie Tomaten, und Sardellen dazugeben. Brühe angießen und das Gemüse zugedeckt bei mittlerer Hitze zehn bis 15 Minuten weich garen.

Inzwischen für die Ferrazzzuoli reichlich Wasser zum Kochen bringen, mit Meersalz würzen und die Nudeln darin al dente garen. Mozzarella in Stücke zupfen.
Brokkolisauce mit dem Stabmixer fein pürieren, mit Salz und nach Belieben mit gehacktem Peperoncino abschmecken.
Nudeln abgießen, abtropfen lassen und mit der Soße mischen, Mozzarella untermischen.

Reisnudelsalat mit Radicchio und Huhn

Dieser Salat wurde gestern bei Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer vorgestellt und schrie förmlich danach, schnellstmöglich nachgekocht zu werden.
Nach ausführlicher Verkostung sind wir nun zu dem Schluss gekommen - den gibt's mal wieder ;o)


Zutaten

500 g Kritharaki-Nudeln
Salz
3 Hühnerschenkel
1 Staude Bleichsellerie
1 Radicchioknolle
1 Chicorée
1 Bund glatte Petersilie

Zitronenmayonnaise
2 Eigelbe
1 TL Senf
etwas abgeriebene Zitronenschale
2 EL Zitronensaft
½ TL Zucker
Pfeffer
circa 1/8 l Olivenöl
ein Schuss Brühe

Zubereitung
Die Hühnerschenkel in kaltem Wasser aufsetzen, einmal aufwallen lassen und dann auf kleiner Stufe gar ziehen lassen. Abkühlen lassen, das Fleisch von den Knochen befreien und klein schneiden. Die entstandene Brühe beiseite stellen.
Die Pasta in Salzwasser gar kochen und mit dem Hähnchenfleisch vermischen. Unter die Reiskornpasta mischen. Ebenso den Sellerie – die Blätter grob gehackt, die Stiele in feinen Scheibchen. Chicorée oder Radicchio ebenfalls in Streifen schneiden, die Petersilie grob kleinschneiden.
Alles mischen und mit der Marinade übergießen: Dafür die zimmerwarmen Eier zusammen mit den anderen Zutaten in einen hohen Mixbecher geben und mit dem Zauberstab verquirlen, so dass eine recht flüssige Mayonnaise entsteht, noch etwas Brühe dazugeben, über den Salat gießen und gründlich untermischen.
 

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