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Gebackene Bohnen ~ Baked Beans

Von diesen gebackenen Bohnen muss ich immer ein paar Gläser in meinem Vorratsregal haben, mein Mann ist nämlich ein riesengroßer Fan dieses Gerichts. 
Wenn ihn dann aus heiterem Himmel der Hunger überfällt, aber nichts Frisches im Haus ist oder ich partout keine Lust habe ausgiebig den Kochlöffel zu schwingen, geh ich nur kurz nach nebenan in meinen kleinen privaten Tante-Emma-Laden, "kaufe" bei mir selbst ein Glas gebackene Bohnen, toaste eine Scheibe Kartoffel- brot und brate - wenn der Appetit denn richtig groß ist - auch noch ein Spiegelei dazu. Wer möchte, kann natürlich auch noch Speck oder kleine Würstchen braten.
In gerade einmal 5 Minuten steht dann auch schon eine wunderbar leckere und sehr sättigende Mahlzeit auf dem Tisch, die ungleich besser als die Dosenvariante schmeckt - versteht sich aber sicher von selbst ;o)

Das Ausgangsrezept stammt aus dem wunderbaren, allerdings mittlerweile vergriffenen Kochbuch Eingemacht von Nick Sandler*, ich hab es aber kräftig auf den Kopf gestellt und stark abgewandelt - viel ist also nicht mehr davon übrig. 
Wenn Ihr Euch für das Thema Haltbarmachen von Lebensmitteln interessiert und dieses Buch zufällig mal irgendwo entdeckt, greift zu, das ist wirklich ein besonderes Schätzchen!

Gebackene Bohnen mit Spiegelei
Zutaten 
500 g Cannelini-Bohnen (oder andere kleine weiße Bohnen nach Geschmack)
150 g Zwiebeln, sehr fein gewürfelt 
4 confierte Knoblauchzehen 
Rapsöl zum Anschwitzen
2 Liter passierte Tomaten
500 ml Apfelsaft 
Gewürzsäckchen mit:
  • 3 Lorbeerblätter
  • 3 Pimentkörner
  • 3 Nelken
  • 1 Stück Macis 
1 TL Salz 
3 TL Rohrohrzucker
2 TL Delikatess-Paprikapulver
2 TL Senf, mittelscharf
1 TL Salz
1/2 TL Piment d'Espelette*
Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung 
Die Bohnen in einer Schüssel in kaltem Wasser über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen und in frischem Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und bei mittlerer Hitze je nach Alter der Bohnen ca. 20-60 Minuten gar kochen. Die Bohnen sollen nicht zu weich, aber vollständig durchgegart sein (ist wichtig für das spätere Einwecken). 

Für die Tomatensauce die Zwiebelwürfel mit dem Knoblauch in Rapsöl anschwitzen. Mit Apfelessig ablöschen und kurz einreduzieren lassen. Die Tomaten und den Apfel- saft dazugeben und zum Kochen bringen. Die restlichen Gewürze ebenfalls dazu- geben und alles ca. 1 1/2 Stunden bei mittlerer Hitze auf die Hälfte einkochen. 
Das Gewürzsäckchen entfernen. Mit Salz, Pfeffer und nach Geschmack etwas Piment d'Espelette abschmecken. 

Die gekochten Bohnen zur Sauce geben, zum Kochen bringen und etwas ziehen lassen. Mit einer Scheibe Toast und evtl. einer Scheibe kross gebratenem Speck servieren oder wie unten erläutert einkochen und auf diese Weise für einige Monate haltbar machen.

Einkochen
Die Gläser im Backofen sterilisieren. Dafür werden sie ohne Deckel in den Backofen gestellt und bei 150°C für 15 Minuten erhitzt. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken und zum Kochen bringen. Für 5 Minuten kochen.  
Die Gläser herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit der heißen Sauce befüllt werden, platzen sie leicht.

Die vorbereiteten Gläser bis knapp unter den Rand mit Bohnen auffüllen (ca. 1-2 cm frei lassen). Fest mit dem Deckel verschließen und in einen Weck- oder einen anderen Topf, der groß genug ist und sich verschließen lässt, stellen. Das Wasser sollte ungefähr die Temperatur der gebackenen Bohnen haben. Bei 90°C erhitzen und für 90 Minuten einwecken. 
Die Gläser herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.
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Geräucherte Forelle von der Planke

Heute hab ich mal was ganz Besonderes für Euch, eine güldene Forelle! Zumindest sieht sie so aus, wenn sie aus dem Grill kommt und auf der Planke geräuchert wurde.
Wie man mit meinem neuen Weber-Grill Lachsfilets räuchern kann, habe ich Euch ja bereits letzte Woche gezeigt, heute wagen wir uns an die großen, bzw. ganzen Fische - von meinem Papa sogar eigenhändig geangelt!

Geräucherte Forelle von der Planke
Wie schon der Lachs, wird auch die Forelle, auf der Planke gegart, ganz wunderbar saftig und bekommt ein angenehm dezentes Räucheraroma.
Damit der Fisch aber nicht nur saftig bleibt und geräuchert schmeckt, sondern auch durch und durch gewürzt wird, haben wir ihn über Nacht in eine Gewürzlake eingelegt. Das hat den Vorteil, dass nicht nur die wie sonst direkt eingeriebenen Bauchlappen gewürzt sind, sondern eben der gesamte Fisch - auch dort, wo sonst keine Gewürze hinkommen. Die Gewürze ziehen richtig ein, eine großartige Sache!
Kann man übrigens auch prima mit Brathähnchen machen, da schmeckt das Brustfleisch dann auch nicht nur dröge und langweilig, sondern angenehm gewürzt.  

Geräucherte Forelle von der Planke

Bevor ich mir diesen großartigen Grill angeschafft habe, haben meine Eltern die Fische immer in einem normalen Räucherofen geräuchert, der hat ab sofort aber ausgedient, denn es wird nur noch auf der Planke, bzw. mit der Räucherbox* im Grill geräuchert. 
Das kann man auch wunderbar noch eben schnell machen, wenn man mit dem eigentlichen Grillen schon durch ist. Dann noch ein Fisch auf die Planke und nach ner halben Stunde ist das Essen für den nächsten oder übernächsten Tag fertig. Geht kinderleicht und schmeckt viel besser als gekauft, versprochen!

Weber Grill beim Räuchern
Ganz wichtig ist, dass der Fisch vor dem Räuchern sehr gründlich abgetrocknet wird. Das geht gut mit einem Küchenpapier, Ihr könnt Ihn aber auch ne halbe Stunde mit der Schwanzflosse nach oben an eine Wäscheleine hängen. Kein Scherz, das  geht wirklich ;o)
Wenn der Fisch beim Räuchern noch feucht ist, wird leicht weich und wabbelig, gar nicht lecker. Also, immer gut abtrocknen!

Geräucherte Forelle von der Planke
Zutaten 
2 Forellen (à ca. 400 g)

Lake 
1 Lorbeerblatt
1 TL schwarzer Pfeffer, ganz 
1 TL gelbe Senfsaat, ganz 
4 ganze Wacholderbeeren

ca. 2 Liter Wasser
70 g Meersalz
10 g Salish Alderwood Rauchsalz 
2 TL brauner Zucker
1/2 TL Lemon Myrtle
1/2 TL Pimentón de la vera, dulce
1 TL getrockneter Thymian

Außerdem 
Petersilie, Dill, Kerbel, Pimpinelle, Knolauch, etc.
pro Forelle 2 dünne Scheiben Bio-Zitrone oder -Limette 

Zubereitung
Lorbeerblatt, Pfeffer, Senfsaat und Wacholderbeeren in einer Pfanne bei mittlerer Hitze anrösten, bis die Gewürze duften, dabei immer mal rühren, so dass sie von allen Seiten angeröstet werden. Zusammen mit etwas Salz in einem Mörser grob mörsern. 
Einen Liter Wasser aufkochen, die gemörserten und restlichen Gewürze dazugeben und alles verrühren, so dass sich Salz und Zucker komplett auflösen. Mit einem Liter kalten Wasser auffüllen und komplett abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit die Forellen ausnehmen und gründlich unter fließendem kalten Wasser reinigen. In eine große Schüssel oder einen Eimer legen und mit der vollständig erkalteten Lake übergießen - die Forellen sollen komplett bedeckt sein. Über Nacht ziehen lassen. 
Ebenfalls am Vorabend die Zedernplanken wässern. Eine Stunde vor der Benutzung herausnehmen und abtrocknen. 

Am nächsten Tag die Forellen mit einem Küchenpapier abtupfen und sehr gründlich trocknen lassen, die Forellen sollen nicht mehr feucht sein, da sie sonst später beim Räuchern weich werden. Wer mag, kann sie mit der Schwanzflosse an die Wäscheleine hängen. 
Unmittelbar vor dem Räuchern den Bauch der Forellen mit gemischten Kräutern und je zwei Scheiben Zitrone oder Limette füllen. 
Die Holzplanken für 5-10 Minuten bei geschlossenem Deckel auf den aufgeheizten Grill legen. Die Planke umdrehen und die vorbereiteten Forellen auf die angekohlte Seite legen.
Bei geschlossenem Deckel bei ca. 150°C je nach Größe der Forellen für ca. 20-30 Minuten räuchern, bis sie den gewünschten Gargrad erreicht hat. Idealerweise sollen sie im Innern noch schön glasig und nicht übergart sein.
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Orientalische Linsensuppe

Heute schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen ist dieses Rezept das 1. Rezept aus dem am Sonntag vorgestellten Kochbuch Tina kocht* von Tina Nordström und außerdem erkläre ich es hiermit zum ersten offiziellen VIOLAS'*-Rezept. 
Ja ok, eigentlich sind die meisten meiner Rezepte VIOLAS'-Rezepte, da ein Großteil der Zutaten, bzw. Gewürze von dort stammt, heute mach ich es aber offiziell. Belugalinsen, Pimentón de La Vera dulce, Piment d'Espelette, Cumin und grünes Paprikapulver - alles von VIOLAS' ;o)

Orientalische Linsensuppe
Diese Linsensuppe wird im Kochbuch als Libanesische Linsensuppe geführt, ich mache daraus aber einfach eine orientalische, denn wie immer habe ich hier und da etwas an der Rezeptur gedreht und keine Ahnung, ob sie nun noch als libanesische Suppe durchgehen würde. Mit der orientalischen Linsensuppe bin ich auf der sicheren Seite. 
Die Grundzutat dieser Suppe sind Belugalinsen, meine absoluten Lieblingslinsen. Sie haben einen ganz kleinen Fehler, leider sehen sie nämlich im gekochten Zustand nicht mehr ganz so hübsch aus wie auf dem Foto unten - dafür schmecken sie aber ganz ausgezeichnet und zerfallen nicht wie normale Tellerlinsen, sondern behalten einen angenehmen Biss. Wenn Ihr keine Belugalinsen bekommt, könnt Ihr alternativ auch sehr gut Puy-Linsen verwenden.
Anders als im Originalrezept, hab ich in meiner Version das grüne Paprikapulver verwendet, von dem ich Euch gestern bereits erzählt habe. Ich verwende das Pulver ganz besonders gerne in Eintöpfen, aber auch in selbstgemachtem Frischkäse und selbst auf einem Bratei schmeckt es köstlich. 

Zutaten 
1 Zwiebel 
1 gehäufter TL Cumin, gemahlen 
1 gehäufter TL grünes Paprikapulver, edelsüß
1/2 TL Pimentón de La Vera dulce
1/4 TL Piment d'Espelette
500 ml passierte Tomaten 
700 ml Wasser (evtl. etwas mehr, je nach Vorliebe)
250 g Belugalinsen 
Salz nach Geschmack  
Saft einer halben Zitrone 

Außerdem
glatte Petersilie, grob gehackt 
frisch gemahlener Pfeffer
gutes Olivenöl zum Beträufeln

Zubereitung
Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl glasig anschwitzen. Den confierten Knoblauch dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken. Die Gewürze ganz kurz mit anschwitzen, dann sofort mit den passierten Tomaten und Wasser ablöschen. Die Linsen dazugeben. 
Für ca. 20 Minuten bei mittlerer Temperatur köcheln lassen, bis die Linsen gar sind und noch einen angenehmen Biss haben. 
Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und mit etwas frisch gehackter Petersilie, grob gemahlenem Pfeffer gutem Olivenöl besträufelt servieren. Dazu schmeckt sehr gut Fladenbrot.
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Baharat


Erinnert Ihr Euch an die unverschämt leckeren Batata Charp, die ich Euch neulich vorgestellt habe? Eine mysteriöse Zutat für diese leckeren gefüllten Kartoffelplätzchen war Bahārāt, eine orientalische Gewürzmischung, die der Füllung einen ganz unvergleichlich aromatischen Geschmack gibt. Damit Ihr die Batata Charp auch nachkochen könnt, wenn Ihr keine Gewürzhandlung in der Nähe habt, gibt's heute das Rezept dafür. 
Natürlich gilt hier, wie für alle Gewürzmischungen, dass es wahrscheinlich soviele verschiedene Rezepte wie Anbieter gibt, meine Mischung ist also nur eine von ungefähr 1365 möglichen. Bahārāt schmeckt ganz hervorragend in Fleisch-, aber auch Gemüse- und Fischgerichten. 
Zum Mahlen der Gewürze verwende ich die Gewürzmühle meines Foodprocessors*, man kann aber auch eine elektrische Kaffeemühle nehmen oder die Gewürze im Mörser bearbeiten, das klappt ebenfalls wunderbar. Da wir gerne und oft Kartoffelgerichte essen und Muskatnuss dafür eine unabdingbare Zutat ist, habe ich mir vor einiger Zeit diese Muskatmühle* angeschafft - da ist eine halbe Muskatnuss ebenfalls in Nullkommanix atomisiert.
Bahārāt
Zutaten 
8 Kardamomkapseln
15 g schwarzer Pfeffer
1 Stange Ceylon Zimt
6 g Koriandersaat
4 g Nelken
10 g Cumin
20 g Paprika, edelsüß
1/2 Muskatnuss

Zubereitung 
Die Kardamomkapseln im Mörser anknacken und die Saat herauslösen. Die Zimtstange etwas zerbröseln und zusammen mit dem ausgelösten Kardamom, Pfeffer, Koriander, Cumin und den Nelken in eine Gewürzmühle geben. Mahlen, bis ein feines Pulver entsteht. Die Muskatnuss mit der Muskatreibe fein reiben. 
Alle Zutaten miteinander vermischen und in einem verschließbaren Gefäß lichtgeschützt aufbewahren. 
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Szegediner Gulasch mit Semmelknödeln

Zur Zeit hab ich gerade eine ausgeprägte Österreichische Phase, ich hab Kürbiskernparfait zubereitet, Kaiserschmarrn, dieses Szegediner Gulasch (das selbstverständlich ein ungarisches Gericht ist, aber trotzdem im Sacherkochbuch aufgeführt wird) und es folgen in den nächsten Tagen noch Kapressknödel. Diesen Samstag stelle ich Euch das Sacher Kochbuch*, aus dem die beiden heutigen Rezepte stammen, dann im Rahmen einer ausführlichen Rezension vor und in wahrscheinlich 3 Wochen folgt das zweite österreichische Kochbuch. 
Für mich als Norddeutsche ist österreichische Küche eine typische Winterküche, ähnlich wie "mediterrane"/orientalische eine Sommerküche ist, daher nutze ich die zur Zeit annähernd winterlichen Temperaturen um mich ein wenig "einzuarbeiten". 

Szegediner Gulasch ist eine Gulaschvariante, die ich vor gar nicht allzu langer Zeit lieben gelernt habe, vorher war das klassische Wiener Saftgulasch meine bevorzugte Gulaschvariante, auch, weil ich früher die Rindfleischvariante eindeutig vorgezogen habe. Dieses Rezept hat uns aber außerordentlich gut gefallen, das wird es genau so auf jeden Fall wieder geben - dann evtl. mit Salzkartoffeln, die mag ich lieber als Semmelknödel.

Szegediner Gulasch mit Semmelknödeln
Schweinefleisch stand bei uns lange Zeit gar nicht auf dem Einkaufzettel, erst seit ich den Schlachter unseres Vertrauens gefunden habe, bereite ich es wieder ganz gerne zu. Im Originalrezept wird Schweineschulter verwendet, ich bevorzuge aber Schweinenacken, da der mehr Fetteinlagerungen hat und dadurch beim Schmoren zarter und saftiger bleibt. 

Besonders gut schmeckt dieses Gulasch, wie eigentlich fast alle Schmorgerichte, am "Tag danach", also aufgewärmt. Hier beim Szegediner Gulasch verbindet sich die Säure des Krauts noch besser mit dem Fleisch und ich empfand es auch als deutlich milder, als direkt nach der Zubereitung. 
Die Semmelknödel hab ich am Folgetag aufgeschnitten und in Butterschmalz knusprig gebraten, finde ich persönlich noch leckerer als die eigentlichen Semmelknödel. 

Schweinenacken vom Angler Sattelschwein

Szegediner Gulasch

Zutaten
1 kg Schweinenacken oder -schulter, Gewicht ohne Knochen
500 g Zwiebeln 
Butterschmalz zum Anbraten
3 TL Delikatess-Paprikapulver
3 TL geräuchertes Paprikapulver, süß
1 TL Tomatenmark 
500 ml Rinderfond
2 Lorbeerblätter
Salz und Pfeffer
900 g frisches Fass-Sauerkraut

Zubereitung 
Den Schweinenacken auslösen und in 4x4 cm Würfel schneiden. Die Zwiebeln putzen und in Würfel schneiden. 
Die Zwiebeln in einem Schmortopf in Butterschmalz goldgelb anschwitzen, dann den Knoblauch dazugeben und etwas zerdrücken. Das Paprikapulver und Tomatenmark einrühren und mit Rinderfond ablöschen. Salzen und Pfeffern, sowie die Lorbeerblätter zufügen. Die Fleischwürfel dazugeben, unterrühren und mit dem Deckel verschließen. 
Bei 160°C für 45 Minuten im Backofen garen, dann das ausgedrückte Sauerkraut dazugeben und nochmals für 45 Minuten im Backofen schmoren lassen.
Das Gulasch schmeckt am Besten, wenn es am Folgetag nochmals aufgewärmt gegessen wird. Mit einem großzügigen Klecks saurer Sahne servieren. 

Semmelknödel

Zutaten 
2 Schalotten 
2 EL Butter zum Anschwitzen
200 g altbackene Brötchen, fein gewürfelt
3 Eier
180 ml heiße Milch 
100 g Instantmehl (doppelgriffig)
1 EL Maisstärke 
Salz und Pfeffer
frisch gemahlene Muskatnuss
2 EL glatte Petersilie, fein gehackt 

Zubereitung 
Die Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter in einer Pfanne schmelzen und die Schalotten darin anschwitzen. Die Brötchenwürfel dazugeben, durchschwenken und dann alles in eine ausreichend große Schüssel geben. 
Die Eier in einer Schüssel verkleppern, zu den Brotwürfeln geben und untermischen. Die Milch erhitzen und mit der Brotwürfelmasse vermischen. Das Mehl, die Maisstärke, sowie die Gewürze dazugeben und alles miteinander vermischen, zum Schluss die Petersilie unterrühren und alles gleichmäßig vermengen. 
15 Minuten ruhen lassen, dann mit feuchten Händen Klöße formen und in reichlich siedendem Salzwasser ziehen lassen.
Mit einem Sieblöffel herausnehmen und servieren.
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Gewürznüsse

Seid Ihr auch solche Knabbermonster? Ich könnte eigentlich rund um die Uhr knabbern - Herzhaftes versteht sich. Chips, Flips, Erdnüsse, Pistazien, Käsecracker, ich mag alles. Sehr gerne verderb ich mir auch den Appetit damit, so ein paar Flips vor dem Essen können doch schließlich nicht schaden, oder? ;o)
Obwohl, wenn's nach mir ginge, würde ich auch so manche Mahlzeit durch ne Tüte Chips ersetzen...

Der beste Knabberkram ist natürlich selbstgemacht, daher gibt's heute ein neues Rezept für meine Knabberkram-Abteilung, vielleicht ja noch rechtzeitig für Eure Silvesterparty - ansonsten macht die einfach mal zwischendurch, die schmecken immer!

Gewürznüsse
Zutaten 
500 g gemischte Nüsse und Kerne (Cashewkerne, Mandeln, Pistazien, Pekan-, Para-, Wal-, Haselnüsse und Kürbiskerne)
80 g Rapshonig
20 g Rohrohrzucker 
2 EL Pimentón de la vera dulce (mildes geräuchertes Paprikapulver)
3 TL Rauchsalz (Salish Alderwood) 
1/4 TL Piment d'Espelette 
3 TL Cumin

Zutaten 
Den Honig mit dem Zucker in einem Topf schmelzen und zum Kochen bringen. Rühren, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Die Temperatur reduzieren und bei niedriger Hitze weiter köcheln lassen. 
Die Gewürze dazugeben und glatt rühren. Die Nussmischung dazugeben, untermischen, dass alle Nüsse und Kerne überzogen sind und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, möglichst großzügig ausbreiten. 
Bei 150°C ca. 30 Minuten im Backofen backen, dabei zwischendurch mehrfach wenden. Aus dem Backofen nehmen, komplett abkühlen lassen und vereinzeln. 

Lecsó | Letscho | Lečo | Leczo, my Way

Ihr wisst ja, mich hat der Einweckwahn gepackt, also gibt's heute schon wieder ein Rezept, das sich wunderbar zum Einwecken eignet. 
So schlimm wie in diesem Jahr hat es mich noch nie erwischt, mein kleines Vorratsregal platzt aus allen Nähten und der Dielenboden darunter biegt sich schon gefährlich durch. Aber was sein muss, muss sein, denn schließlich möchten wir auch in der kalten Jahreszeit nicht nur Kohl und Rüben, sondern auch ab und zu mal leckeres Sommer- gemüse essen.

Lecsó mit Hackfleisch
Dieses Lecsó-Rezept hab ich mir bei meiner Mama abgeguckt und natürlich noch etwas abgewandelt. Meine Mama hat es wiederum vor vieeeelen Jahren von der Mutter einer ungarischen Schulfreundin bekommen, bzw. es dort immer gegessen - das Grundrezept hat also schon ein paar Jahre auf dem Buckel. 
Im Original gehört so neumodischer Kram wie Biber Salçası und Ajvar natürlich nicht ins Lecsó, ich finde es mit aber viel leckerer, daher der Zusatz "my Way" und ich bleibe beim Namen Lecsó, denn irgendwie muss das Kind Gericht ja heißen. Paprika-Tomaten-Gemüse klingt langweilig.

Lecsó mit Hackfleisch
Lecsó ist enorm vielseitig, man kann es so wie im Grundrezept unten als vegetarische Hauptspeise mit Reis, Kartoffeln oder Brot essen, wer es etwas gehaltvoller mag, kann aber auch noch ein paar Würstchen kleinschnibbeln und entweder so wie sie sind, oder angebraten ins Lecsó geben. Angebratenes Hackfleisch schmeckt auch ganz toll mit Lecsó, diese Version seht Ihr auf den Bildern oben.
Ich habe es in der vegetarischen Variante eingekocht, da die Einweckzeit dann deutlich kürzer ist, als wenn es tierische Produkte enthält und natürlich auch mehr Möglichkeiten offen lässt. Wurst oder Fleisch im Lecsó sind natürlich sehr lecker, müssen aber nicht immer sein. Ich mag Lecsó besonders gern einfach mit einer oder auch 2-3 Scheiben frischem krossen Baguette (natürlich auch nicht ungarisch, aber trotzdem lecker).

Lecsó | Letscho | Lečo | Leczo
Zutaten für ca. 4,5 l
500 g Zwiebeln
2 kg rote und gelbe Paprika 
Olivenöl
2 Dosen Tomaten (jeweils 800 g)
1 EL Ajvar
3 TL Rohrohrzucker
3 EL Apfelessig
Salz und Pfeffer
1 geh. TL Delikatess-Paprikapulver
Piment d'Espelette

Zubereitung
Die Zwiebeln schälen und grob würfeln, in Olivenöl in einem großen Topf anschwitzen. In der Zwischenzeit die Paprika putzen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Zu den Zwiebeln geben und ebenfalls anschwitzen.
Die Tomaten, Biber Salçası und Ajvar dazugeben und alles ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Paprika gar, aber nicht zu weich sind. 
Mit Zucker, Apfelessig, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Piment d'Espelette würzen.

Lecsó | Letscho | Lečo | Leczo
Lecsó Einkochen
Wenn man das Lecsó wie oben im Rezept kocht und anschließend noch eine halbe Stunde einweckt, hat man im Ergebnis kein Lecsó, sondern eine cremige Paprika-Tomaten-Sauce, die Garzeit ist dann viel zu lang. Sauce ist natürlich auch lecker, aber wir wollen ja Lecsó einwecken, also muss der Ablauf etwas umgeändert werden, damit die Paprika nach dem Einwecken auch noch als solche zu erkennen ist.
Wenn ihr das Lecsó wie unten zubereitet und anschließend einweckt, hat die Paprika genau die richtige Konsistenz. 

Zubereitung
Die Tomaten, Biber Salçası und Ajvar in einen großen Topf geben und mit einem Kartoffelstampfer etwas zerdrücken. Köcheln lassen, bis die Tomaten etwas eingedickt sind. In der Zwischenzeit die Zwiebeln putzen und grob in Würfel schneiden, die Paprikaschoten ebenfalls putzen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Nacheinander in einer Pfanne anschwitzen und beiseite stellen.
Die eingekochten Tomaten mit Zucker, Apfelessig, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Piment d'Espelette würzen, dann die angeschwitzten Zwiebeln und Paprikastücke dazugeben und alles einmal aufkochen lassen.

Einkochen
Die Gläser gründlich mit Wasser und Spülmittel reinigen, gut ausspülen. Bei 150°C im Backofen für ca. 15 Minuten sterilisieren, herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit der heißen Sauce befüllt werden, platzen sie leicht.
Das Lecsó einmal kräftig aufkochen, in der Zwischenzeit die Deckel der Gläser in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen. Zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten köcheln. Ich stelle den Trichter, mit dem ich die Gläser befülle, ebenfalls in den Topf, so wird der gleichzeitig sterilisiert. 
Das Lecsó in die Gläser einfüllen und sofort fest verschließen. Die Gläser nicht bis zum Rand befüllen, sondern ca. 2 cm Rand lassen.
Den Backofen auf 180°C Unterhitze aufheizen, eine Fettpfanne auf unterster Stufe einhängen und ca. 2 cm hoch mit kochendem Wasser befüllen. Die Gläser so nebeneinander in die Fettpfanne stellen, dass sie sich nicht berühren und alles 30 Minuten einkochen.

Die Gläser im Anschluss vorsichtig aus dem Backofen nehmen und komplett auskühlen lassen. 

Haltbarkeit 
Mit Haltbarkeitsangaben bin ich ja grundsätzlich immer sehr zurückhaltend, da die Haltbarkeit der Endprodukte im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig ist, dem Zustand, bzw. der Frische der Zutaten und der Hygiene bei der Zubereitung - auf beides hat das Rezept selbst natürlich keinen Einfluss.  Vorausgesetzt, Ihr habt wirklich sauber gearbeitet, ist das Lecsó aber mindestens ein Jahr haltbar. Wichtig ist, dass die Deckel beim Öffnen ploppen, wie Ihr es auch von gekauften Gläsern und Flaschen kennt. Wenn der Deckel sich leicht öffnen lässt oder sogar nur noch aufliegt, gehört der Inhalt des Glases in den Abfall - so leid es mir tut. Die Deckel von Gläsern, deren Inhalt verdorben ist müssen ebenfalls entsorgt werden. Die Gläser selbst könnt Ihr natürlich wiederverwenden, nachdem Ihr sie ausgekocht habt.
Lecsó | Letscho | Lečo | Leczo

Saure Linsen mit Spätzle

Die süddeutsche Küche ist für mich oftmals exotischer als die chinesische oder japanische - damit hab ich viel mehr Erfahrung als mit süddeutschen Spezialitäten. Ich kann zwar mittlerweile Spätzle pressen (nein, fürs Schaben reicht es noch nicht, dafür fehlt mir die "Ausrüstung"), einen bayrischen Krautsalat zubereiten und Flammkuchen und Laugenstangen backen, damit hat es sich dann aber auch - meine kulinarische Heimat liegt halt eindeutig hier im hohen Norden. 
Als "Rezensionsgericht" habe ich mir daher ganz bewusst ein süddeutsches aus Deutschland Vegetarisch* ausgesucht - und auch, weil saure Linsen und Spätzle schon ganz lange auf meiner NKL standen. Glücklicherweise hab ich bis jetzt mit dem Ausprobieren dieses Rezeptes gewartet, ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Gericht besser schmecken könnte - das ist sooooo lecker! 
Der Mitesser hat es direkt zum bisher leckersten Linsengericht überhaupt gekürt und bei mir landet es zusammen mit meiner heißgeliebten türkischen Linsensuppe ebenfalls ganz vorne auf meiner Best of Linsen.

saure Linsen mit hausgemachten Spätzle
Zutaten 
150 g Tellerlinsen
Wasser
1 Bund Suppengrün (Karotte, Knollensellerie, Lauch)
1 Zwiebel
1 EL Butter 
40 g Rohrohrzucker
1 TL Mehl 
30 g Tomatenmark
150 ml trockener Rotwein (Dornfelder 2011, Weingut Thorsten Krieger)
Abrieb einer Viertel Bio-Zitrone 
1 TL getrockneter Majoran 
1/2 TL getrocknetes Bohnenkraut 
1 EL Delikatess-Paprikapulver
Salz und Pfeffer nach Geschmack 
3 EL Apfelessig

Zubereitung 
Die Linsen in einen Topf geben und soviel Wasser zufügen, dass die Linsen gut bedeckt sind. Zum Kochen bringen und 20 Minuten vorkochen. 
In der Zwischenzeit die Zwiebel und das Suppengemüse putzen und in feine Würfel schneiden, den Lauch beiseite legen. 
Die Butter in einem Topf schmelzen und die Zwiebel- und Gemüsewürfel darin goldbraun anbraten, den Knoblauch dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken. Den Zucker darüber streuen und durchschwenken, mit Mehl bestäuben und nochmals durchschwenken. 
Das Tomatenmark dazugeben und alles miteinander verrühren. Schmoren lassen, bis sich am Topfboden eine dunkelbraune Schicht bildet. Mit Rotwein ablöschen, die Gemüsebrühe angießen und zum Kochen bringen.
Die vorgegarten Linsen durch ein Sieb abgießen und zum Gemüse dazugeben. Zitronenabrieb zufügen, mit Majoran, Bohnenkraut und Paprikapulver würzen und ca. 5 Minuten offen kochen lassen. 
Den Lauch längs in dünne Streifen, dann quer in sehr feine Würfel schneiden. Zu den Linsen dazugeben und nochmals 5 Minuten köcheln lassen. 
Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Apfelessig abschmecken.
Mit hausgemachten Spätzle servieren. 

Einkochen
Die Gläser gründlich mit Wasser und Spülmittel reinigen, gut ausspülen. Bei 150°C im Backofen für ca. 15 Minuten sterilisieren, herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit der heißen Sauce befüllt werden, platzen sie leicht.
Die sauren Linsen noch einmal kräftig aufkochen, in der Zwischenzeit die Deckel der Gläser in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen. Zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten köcheln. Ich stelle den Trichter, mit dem ich die Gläser befülle, ebenfalls in den Topf, so wird der gleichzeitig sterilisiert. 
Die sauren Linsen in die Gläser einfüllen und sofort fest verschließen. Die Gläser nicht bis zum Rand befüllen, sondern ca. 2 cm Rand lassen.
Die Gläser nebeneinander in einen Wecktopf stellen und soviel heißes Wasser angießen, dass die Gläser mindestens zu 2/3 im Wasser stehen. Man kann die Gläser aber auch stapeln, dann sollte soviel Wasser eingefüllt werden, dass die oberen Gläser zu 2/3 im Wasser stehen. 
Bei geschlossenem Deckel auf 100°C aufheizen. Sobald das Thermometer 100 Grad anzeigt, 90 Minuten einkochen, dabei darauf achten, dass die Temperatur einigermaßen konstant gehalten wird. 
Nach 90 Minuten herausnehmen und komplett abkühlen lassen. 
 
Haltbarkeit 
Mit Haltbarkeitsangaben bin ich ja grundsätzlich immer sehr zurückhaltend, da die Haltbarkeit der Endprodukte im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig ist, dem Zustand, bzw. der Frische der Zutaten und der Hygiene bei der Zubereitung - auf beides hat das Rezept selbst natürlich keinen Einfluss.  Vorausgesetzt, Ihr habt wirklich sauber gearbeitet, sind die sauren Linsen aber mindestens ein Jahr haltbar.  
Wichtig ist, dass die Deckel beim Öffnen ploppen, wie Ihr es auch von gekauften Gläsern und Flaschen kennt. Wenn der Deckel sich leicht öffnen lässt oder sogar nur noch aufliegt, gehört der Inhalt des Glases in den Abfall - so leid es mir tut. Die Deckel von Gläsern, deren Inhalt verdorben ist müssen ebenfalls entsorgt werden. Die Gläser selbst könnt Ihr natürlich wiederverwenden, nachdem Ihr sie ausgekocht habt.
Die Rezension von Deutschland Vegetarisch findet Ihr hier

Schwedenwoche, Tag 1: Köttbullar (schwedische Hackbällchen)

Herzlich willkommen zur Schwedenwoche im KuLa!

Anlässlich der bevorstehenden Hochzeit im schwedischen Königshaus haben wir im Alles Hausgemacht!-Forum beschlossen, eine schwedische Woche zu veranstalten. Diese Woche gibt's also lauter schwedische Spezialitäten.
Und womit startet jemand wie ich, die in einer IKEA-Musterwohnung wohnt und den IKEA-Katalog früher auswendig rezitieren konnte in eine Schwedenwoche? Logisch, mit Köttbullar - übrigens nicht Köttbullar ausgesprochen, sondern je nach Region Schött- oder Chöttbullar [ɕœtbɵlːar] - in der KuLa-Version auch garantiert frei von Pferdefleisch ;-)

Wie bei deutschen Hackbällchen, Frikadellen oder Buletten, gibt's auch in Schweden die verschiedensten Wege, die in diesem Fall nicht nach Rom, sondern zu nem Teller leckerer Köttbullar führen. Die einen machen sie nur aus Fleisch, Zwiebeln und Gewürzen, die anderen geben noch Paniermehl dazu oder, und für diese Version habe ich mich entschieden, auch noch Kartoffel.
Die Kartoffel bewirkt, dass die Köttbullar unvergleichlich zart werden, die zerfallen schon, wenn man sich ihnen auch nur auf 10 cm mit der Gabel nähert. Hat natürlich zur Folge, dass sie beim Braten nicht so richtig rund bleiben, aber das ist alles nur Fassade - hier zählen eindeutig die inneren Werte!
Ganz wichtig ist, dass Ihr wirklich mit einer großzügigen Prise gemahlenem Piment würzt, die gibt nämlich das gewisse Etwas (Piment ist übrigens auch die geheime Zutat in einem anständigen Bremer Grünkohl - ohne Piment schmeckt der nicht). 
Anstelle von normalen Semmelbröseln habe ich Panko verwendet, das hat den Vorteil, dass keine Rinde mit verarbeitet wird und die Hackällchen lockerer macht. Wenn Ihr im Asiashop Panko kauft, müsst Ihr aber aufpassen, dass Ihr eines erwischt, das keine Zusätze beinhaltet, sondern wirklich nur aus Brot besteht. Es gibt einige Marken, die außerdem noch Aromastoffe und diesen ganzen Mist enthalten. 

Noch kurz zur Sauce, ich weiß natürlich, dass es verpöhnt ist, Saucen mit Mehl oder Stärke abzubinden - ich mach es aber trotzdem, so! Natürlich soll die Sauce nicht so dick sein, dass man sie mit nem Löffel abstechen kann, ich mag es aber gerne, wenn sie an den Köttbullar oder Kartoffeln haftet, also wird sie ein wenig gebunden. Wenn Ihr das nicht mögt, lasst diesen Schritt einfach weg. 

Das Rezept für die Köttbullar ist übrigens aus Winterküche von Tanja Dusy*, einem meiner Lieblingskochbücher und angesichts des derzeitigen Wetters sicher angemessen ;o) Sollte der Sommer doch nochmal vorbeischauen und Ihr ein schönes Kochbuch suchen, empfehle ich Euch nach wie vor die Sommerausgabe, Sommerküche*. Es gibt nur ganz wenige Kochbücher, aus denen ich soviel gekocht, gebacken und angerührt habe, wie aus diesem.    

Köttbullar (schwedische Hackbällchen)
Zutaten  
200 g mehligkochende Kartoffeln
30 g Panko oder Semmelbrösel
75 g Sahne
2 Schalotten, fein gewürfelt
1/2 gestrichener TL Piment, gemahlen
1/2 TL Delikatess Paprikapulver
Butterschmalz zum Anschwitzen
500 g Hackfleisch, halb und halb
1 Ei
Salz und Pfeffer

Sauce
200 ml Rinderfond, selbstgemacht
200 ml Sahne
Salz und Pfeffer
1 Prise Piment
1 TL Mehl
kaltes Wasser

Zubereitung
Die Kartoffeln schälen und als Salzkartoffeln weich kochen. Abgießen und auf der ausgeschalteten Herdplatte ausdampfen lassen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.
Das Panko mit der Sahne in eine Schüssel geben und einweichen lassen. Die Schalotten fein würfeln und in Butterschmalz glasig dünsten. Etwas abkühlen lassen und zusammen mit dem Piment und Paprikapulver zum eingeweichten Panko geben. Die Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken und zusammen mit dem Hackfleisch, dem eingeweichten Panko, Ei und den Gewürzen zu einem glatten Fleischteig verkneten.
Mit einem Eiskugelformer gleichmäßige Hackfleischportionen zu kleinen Hackbällchen formen und in Butterschmalz bei mittlerer Hitze von allen Seiten goldbraun braten.
Die Fleischbällchen aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller warm stellen.
Den Bratensatz mit 200 ml Rinderfond ablöschen und die Sahne dazugeben. Etwas einkochen lassen, den Bratensatz lösen und mit Salz, Pfeffer und Piment würzen.
Das Mehl mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und nach und nach in die köchelnde Sauce einrühren. Nur soviel einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Durch ein feines Sieb passieren um Bratensatzreste zu entfernen.
Köttbullar mit Salzkartoffeln, Sauce und einem Klecks Preiselbeeren servieren.
Abgewandelt nach einem Rezept aus Sommerküche von Tanja Dusy* (*= Affiliate-Link)
 

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