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Fruchtiger Nudelsalat mit Curry-Sauce

Kennt Ihr das? Rezepte von Mama schmecken, wenn man sie selbst macht, nie so wie zuhause - kannste machen, was Du willst. Irgendwas fehlt immer...
Für mich ist eines dieser Rezepte der Nudelsalat, den meine Mama vor ca. 20 Jahren zusammengebastelt hat und seitdem immer und immer wieder machen musste. Anfangs stand sie jedes Mal wieder vor dem Problem, dass sie nicht mehr wusste was da alles reingehörte (so is das nämlich, wenn man sich NIE aufschreibt, was man da in der Küche veranstaltet - kleiner Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Mama), dann hat sie es aber tatsächlich irgendwann mal geschafft, die Zutaten aufzuschreiben. Theoretisch stand damit einem Nachbau also nix mehr im Wege und als ich von zuhause ausgezogen bin, war dieser Salat eines der ersten Mama-Gerichte, das ich nachgebastelt hab. 
Das Resultat war gruselig, einfach nur gruselig. Obwohl ich mich ans Rezept gehalten hatte (wahrscheinlich hab ich doch irgendwas falsch gemacht, ich bin aber immer noch der festen Überzeugung, alles richtig gemacht zu haben), war der Salat trocken, fad und irgendwie bitter. 
Es hat dann tatsächlich nochmal 11 Jahre gedauert, bis ich diesen Salat so nachgebastelt hatte, dass er wieder richtig gut schmeckte. Lag natürlich auch daran, dass die Entwicklung meiner allerliebsten Lieblings-Currysauce so lange brauchte. 
Jetzt, da ich diese wahrscheinlich, ach was sach ich, g a r a n t i e r t leckerste aller Currysaucen erfunden habe, ja jetzt stimmt auch der Salat und ist damit natürlich auch zwangsläufig der leckerste aller Nudelsalate - versteht sich von selbst, oder? ;o)

Heute teile ich also mal wieder nicht nur ein daher gelaufenes Wald- und Wiesenrezept mit Euch, sondern ein supergeheimes Geheimrezept - ein abgewandelt und weiterentwickeltes Familienrezept, unseren Lieblingsnudelsalat!
Ich wünsche guten Appetit ;o)
 
Zutaten
500 g Penne rigate oder Farfalle  

3 rote Paprika 
2 hartgekochte Eier
2 säuerliche Äpfel (Wellant, Topaz, ...)

 
Dressing 
300 ml Mayonnaise:
  • 120 ml Milch
  • 250 ml Rapsöl
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft
  • 1 TL grober Senf
200 ml türkischer Joghurt
1 TL Kurkuma
5 gehäufte TL Curry, englisch
100 ml Hot Mango Sauce*(Tiptree)
1 Bund glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung
Die Eier nach Anleitung hart kochen, kalt abschrecken. Nudeln al dente kochen. 
In der Zwischenzeit aus der Milch, Rapsöl, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Senf eine cremige Mayonnaise herstellen. Mit den restlichen Saucenzutaten in einer großen Salatschüssel vermengen. 
Gemüse und Äpfel putzen und würfeln, die Eier ebenfalls würfeln. Alles zu den Nudeln und dem Dressing geben und gut umrühren. 
Die Petersilie fein hacken und ebenfalls unterrühren. Etwas ziehen lassen. 
*(Affiliatelink)

Curry-Sauce, weltbeste

Nachdem ich die letzte Woche hier im Blog kulinarisch mit einem Thema beendet habe, von dem ich eigentlich gar nix verstehe, geht's heute zurück auf vertrautes Terrain, ich verrate Euch ein supergeheimes Geheimrezept und zwar das für meine Spezial-Currysauce.
An diesem Rezept feile ich seit mittlerweile fast 12 Jahren, seitdem bin ich nämlich aus Bremen weggezogen.  
Zur Erklärung, in Bremen gibt es eine kleine Baguetterie-Kette, die Baguetterie Filou, bei der es nicht nur die besten Baguettes weit und breit, sondern auch die mit Abstand leckerste Currysauce der Welt gibt - das ändert sich mit dem heutigen Tag natürlich ;o) 
Wenn ich dort ein Baguette gegessen habe, dann grundsätzlich eine, meine 9 (mit Spargel, Tomaten, Käse und Salat, steht allerdings nicht mehr auf der Karte) mit Currysauce + 1x Sauce extra für später auf Käsebrot. Die Sauce ist so lecker, dass sie auch mit ner Scheibe trockenem Brot schmeckt. Hauptsache möglichst viel Sauce.
Seit ich nicht mehr in Bremen wohne, bekomm ich diese Sauce natürlich auch nicht mehr so oft und weil Niemand mit dem Rezept rausrücken wollte, blieb mir gar nix anderes übrig, als mich an einem Nachbau zu versuchen.
Wat hab ich nich alles ausprobiert, Joghurt-Saure Sahne-Gemische, pürierte Ananas, superexklusive Curry-Mischungen, usw. usf. - hat alles nicht geschmeckt.
Erst mit einer durch Joghurt gestreckten Mayo nahm das Projekt weltbeste Currysauce Gestalt an, die Konsistenz war perfekt, nur am Geschmack haperte es noch. Ananas und auch pürierte Banane waren jeweils nicht so die Kracher, Mango-Chutney ging schon eher in die richtige Richtung.
100%ig perfekt und sogar noch leckerer als das Original ist meine Sauce aber erst, seit ich das Mango-Chutney durch meine allerliebste Lieblings-Fertigsauce, die Hot Mango-Sauce von Tiptree ausgetauscht habe - eines der wenigen Fertigprodukte, das in meiner Küche nicht fehlen darf, diese Sauce ist wirklich ein absoluter Knaller!
So richtig nachmachen könnt Ihr diese Curry-Sauce also leider nur, wenn Ihr die Hot Mango-Sauce irgendwo bekommt - bei uns gibt's die bei einigen EDEKA-Filialen, man kann sie aber auch über Amazon* oder sicher auch bei einigen English-Shops bestellen.

Meine jetzt nicht mehr so supergeheime Spezial-Currysauce schmeckt besonders gut auf Baguettes und Sandwiches, zu Raclette oder, und das zeig ich Euch demnächst, in meinem Spezial-Nudelsalat :o)
  
Zutaten für ca. 400 ml Sauce
 
Mayonnaise
  • 70 ml Milch
  • 130 ml Rapsöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL grober Senf
Außerdem
100 ml türkischer oder griechischer Joghurt
1 TL Kurkuma
4  gehäufte TL Curry, englisch
50 ml Hot Mango Sauce (Tiptree)

Zubereitung 
Für die Mayonaise die alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer so lange mixen, bis eine recht feste Mayonnaise entstanden ist. Die Mayonnaise mit den restlichen Zutaten vermischen und etwas ziehen lassen. Die Konsistenz dieser Sauce ist ideal für Baguettes, da sie recht fest ist, zum Dippen oder als Salatsauce einfach mit etwas Milch verdünnen.
 
Schmeckt besonders gut auf Croques oder auch in einem Nudelsalat. 
*=Afilliate-Link

Zitronen-Ziegenkäse-Ravioli

Ja ich weiß, ich vernachlässige den KuLa mal wieder sträflich - irgendwie hänge ich noch im Spät-Sommerloch fest... Um den Rezeptstau in meiner Warteschleife aber so langsam aber sicher etwas abzuarbeiten, gibt's heute ein Rezept das schon seit über einem Jahr in meiner Warteschleife vor sich hin dümpelt, es aber mangels gescheitem Foto bisher nicht in den Blog geschafft hat - völlig zu Unrecht, denn diese Ravioli sind zwar sehr simpel in der Zubereitung, schmecken dafür umso besser. Die Kombination aus Ziegenkäse, rosa Pfefferbeeren, frischem Estragon und Camelinaöl schmeckt einfach unglaublich gut.
Das Camelinaöl könnt Ihr natürlich durch ein Öl Eurer Wahl austauschen, es sollte aber ein wirklich sehr gutes Öl sein, da das Öl in diesem Fall quasi die Sauce ersetzt. Ich verwende sehr gerne das Camelinaöl von Fandler oder, weil ich ja ein ganz großer Rapsöl-Fan bin, das Rügener Rapsöl* aus Rothenkirchen. 


Zutaten

Nudelteig
300 g Mehl (Typ 405)
3 Eier
ein Schluck Olivenöl
eine gute Prise Kurkuma
Abrieb einer Bio-Zitrone
etwas Salz

Füllung
300 g Ziegenfrischkäse
Fleur de Sel
Piment d'Espelette
schwarzer Pfeffer
evtl. Eiweiß zum Bestreichen

Zum Servieren
2 TL rosa Pfefferbeeren, angemörsert
2 TL gehackter frischer Estragon
Abrieb einer Bio-Zitrone
sehr gutes Raps- oder Camelinaöl

Zubereitung
Aus Mehl, Salz, Olivenöl, Kurkuma, Zitronenabrieb und Eiern einen Nudelteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Den Ziegenkäse verrühren und mit Salz, Piment d'Espelette und Pfeffer würzen.

Den Nudelteig ausrollen und kleine Mengen der Füllung in ausreichendem Abstand darauf verteilen. Eine zweite Teigplatte darüber legen, die Luft herausstreichen und die Kanten gut festdrücken. Mit einem Ausstecher nach Wahl Quadrate oder Kreise ausstechen.
Die fertigen Ravioli bis zuer weiteren Verwendung auf ein mit gemahlenem Hartweizengries bestreutes Backblech legen.

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen, die Ravioli hineingeben und die Temperatur soweit reduzieren, dass das Wasser nur noch simmert. Die Ravioli al dente kochen, auf einem Teller anrichten und mit etwas sehr gutem Rapsöl beträufeln. Mit Zitronenabrieb, gemörserten roten Pfefferbeeren, Estragon und Fleur de Sel bestreuen und sofort servieren.  
Quelle: Ottholenghi - Genussvoll vegetarisch*

* Amazon-Affiliate-Links

Hot Dog-Pizza

Wie jetzt? Hot Dog oder Pizza? Eins zur Zeit geht jawohl nur. Quatsch, das geht sogar ganz wunderbar zusammen, quasi Fusion Cooking pur! 
Für Liebhaber der klassischen Pizza ist diese Kombination sicher gewöhnungsbedürftig, Hot Dog-Fans werden aber begeistert sein, der krosse Boden der Pizza ist nämlich um Längen besser als ein wabbeliges Hot Dog-Brötchen. 

Ich gestehe, dass wir diese Pizza schon vor einer ganzen Weile gegessen haben, bei den momentanen Temperaturen würd ich ans Pizzabacken noch nicht mal denken - viel zu heiß!
Aber vielleicht findet sich ja ein Hot Dog-Fan unter Euch, der dieser Pizza jetzt oder später eine Chance gibt, mir persönlich schmeckte sie besser als jeder Hot Dog, den ich bisher gegessen hab. 

Dänische Remoulade 
 
Zutaten  
70 ml Rapsöl  
30 ml Milch 
2-3 türkischer Joghurt
2 TL Senf  
1 Msp Kurkuma  
etwas Curry  
1 EL Kapern
1 EL fein gehackte Essiggurke  
1 EL fein gehackte Petersilie  
1 fein gehackte Schalotte
Zitronensaft oder Gurkenlake nach Geschmack  

Zubereitung  
Rapsöl und Milch in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer so lange mixen, bis eine Mayonnaise entstanden ist. Joghurt dazugeben und alles verrühren. 
Mit Senf, Kurkuma, Curry und Zitronensaft würzen. Schalotte, Kapern, Gurke und Petersilie sehr fein hacken und unter die Mayonnaise rühren. Erneut abschmecken und etwas ziehen lassen.
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Gurken-Relish
1/2 Salatgurke
1 kleine Zwiebel
100 ml Weißweinessig
35 g Zucker 

Zubereitung
Die Gurken und die Zwiebel in feine Würfel schneiden und mit dem Weißweinessig und dem Zucker verrühren - etwas stehen lassen.
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Zutaten für 4 Pizzen

Für den Teig
500 g Hartweizenmehl
1/2 Paket Trockenhefe
10 g Salz

50 g Olivenöl 
320 g Wasser

Belag
Pizzaiola
4 Hot Dog-Würstchen
Röstzwiebeln
Dänische Remoulade
Ketchup
Mozzarella

Zubereitung
Die Trockenhefe in das Wasser einrühren und etwas stehen lassen, so dass die Hefe vollständig auflöst. Das Mehl mit dem Salz vermischen und Olivenöl und Wasser-Hefemischung dazugeben. Alles gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann ebenfalls abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, den Teig abschlagen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und in vier gleich große Portionen teilen, diese ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
In der Zwischenzeit das Backblech direkt auf den Boden des Backofens legen und den Backofen auf höchster Stufe (Ober und Unterhitze) gründlich vorheizen - das Backblech muss richtig heiß sein. Man erreicht dadurch ein Backergebnis, das gar nicht sooo weit von der in einem Steinofen gebackenen Pizza entfernt ist. 
 
Die Teigportionen gründlich bemehlen und mit dem Matterello sehr dünn ausrollen, der Teig sollte nicht dicker als ca. 3 mm sein. Die ausgerollten Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und wie folgt belegen:

Zuerst etwas Pizzaiola auf der Pizza verstreichen, dabei aufpassen, dass es nicht zuviel wird, da die Pizza sonst durchweicht. Auf der Sauce den in Scheiben geschnittenen Mozzarella verteilen und darüber die in Stücke geschnittene Wurst.
Die Pizzen mitsamt des Backpapiers auf das Backblech legen und einige Minuten anbacken lassen. Durch die extrem hohe Hitze wird das Backpapier schnell dunkel, ich ziehe es also nach einigen Minuten unter den Pizzen heraus, quasi sobald die Pizza nicht mehr am Backpapier klebt. Die Pizza nun ohne Backpapier zu Ende backen.
Aus dem Backofen nehmen und jede Pizza mit gut abgetropftem Gurkenrelish bestreuen, sowie die Remoulade und den Ketchup darüber verteilen. Zum Schluss noch mit Röstzwiebeln bestreuen - Fertig!


Hühnchentajine mit Quitten

Wie gestern bereits angekündigt, hier nun noch das letzte Rezept aus unserem zugegeben sehr gewagten 4 Gänge-Menü zum Thema "Hansestadt trifft Orient".
Nachdem wir (Kaoskoch und ich) uns auf eine ungefähre Richtung beim Hauptgericht geeinigt hatten und klar war, dass wir gerne Hühnchen und Quitten verarbeiten würden, hab ich hier ein sehr spannendes Rezept gefunden, dass eigentlich alles vereinigte, was wir wollten. Schnell ausprobiert und für lecker befunden, wanderte es als Hauptgang auf unsere Menüliste.


Zutaten
6 Bio-Hähnchenschenkel
1 Zwiebel
je 1/2 TL gemahlener Koriander, Cumin, Paprika, Kurkuma, schwarzer Pfeffer
1/4 TL Chilipulver
(1 TL Zimt)
1 TL frisch geriebener Ingwer
einige Fäden Safran
250 ml Geflügelfond
2 große Quitten
2 EL gehackte Blattpetersilie
Olivenöl
Butter

Zutaten Die Hühnchenschenkel am Gelenk teilen, so dass man den Unterschenkel und die Keule getrennt hat. Die Haut entfernen. In einem großen Topf Olivenöl erhitzen und die Hühnchenteile darin von allen Seiten goldbraun braten. Aus dem Topf nehmen und abgedeckt beiseite stellen.
Die gehackten Zwiebeln in dem Topf glasig anschwitzen, die Gewürze hinzufügen und kurz mit dünsten lassen. Mit dem Geflügelfond ablöschen und die Hähnchenschenkel wieder dazugeben. Für ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze leise köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Quitten achteln, das Kerngehäuse entfernen und in einer separaten Pfanne in Butter von beiden Seiten bräunen und mit einer guten Prise Zucker karamelisieren. Die Quitten zu den Hühnerschenkeln geben und für weitere 10-15 Minuten vorsichtig köcheln lassen. Darauf achten, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, da sonst das Hühnchen verkocht und die Quitten vollkommen zerfallen. Durch das in den Quitten enthaltene Pektin wird die Sauce etwas angedickt.
Hühnchen mit den Quitten und etwas Sauce anrichten und nach Geschmack mit Kichererbsen-Fritten servieren.

Chicken Tikka masala

... oder: der Kuriositätenladen goes to Bollywood!
Obwohl ich, wie ich denke, recht abwechslungsreich koche, fehlen mir einige Länderküchen komplett, bzw. hab ich damit nur wenig bis gar keine Erfahrung - die indische Küche ist so eine.
Natürlich spielt meine ausgeprägte Zimt-Aversion hierbei eine entscheidende Rolle, denn aus der indischen Küche ist Zimt ja kaum wegzudenken. Als ich nun vor einiger Zeit dieses Gericht bei Tastespotting sah, schien es genau das Richtige zu sein, um mal einen Anlauf zu starten und mich an indisches Essen heran zu wagen.
Es handelt sich bei "CTM", genau wie beim General nicht um ein wirklich landestypisches Gericht, d.h. Chicken Tikka masala selbst gibt es in Indien eigentlich nicht, sondern ist eine Abwandlung der dort üblichen marinierten und gegrillten Geflügelstückchen.
Wie hier nachzulesen, war es ein britischer Gentleman, der in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts diese landestypischen gegrillten Hähnchenstückchen als zu trocken befand und eine Sauce dazu orderte. Der verzweifelte Koch mischte nun auf die Schnelle Tomatensauce, Joghurt und Gewürze zusammen, gab diese Sauce über das Geflügel und geboren war das Chicken Tikka masala!
Mittlerweile werden in Großbritannien 18 Tonnen dieses Gerichtes verzehrt - pro Woche! Es ist also eigentlich nicht das bekannteste indische Gericht, sondern das Nationalgericht Großbritanniens ;o)
Als Einstieg in die indische Küche befand ich dieses Gericht aber als genau richtig, denn ich vermutete dahinter eine abgemilderte Variante indischen Essens.

Um aber nicht lange um den heißen Brei, bzw. das heiße Hühnchen zu reden - mir hat's nicht geschmeckt... Die Hälfte meiner Portion hab ich geschafft, aber dann ging nichts mehr - das Aroma, des im Garam masala enthaltenen Zimtes war einfach zu stark.
Mein Mitesser hingegen fand dieses Gericht ganz klasse, er mochte es genau so wie es war und so blieb auch nichts übrig, denn der von mir verschmähte Rest meiner Portion fand einen dankbaren Abnehmer.
Allen, die europäisiertes indisches Essen mit einer Zimtnote mögen, wird dieses Gericht sicher schmecken - die Anderen lassen lieber die Finger davon ;o)

Das war er nun also, der kleine Ausflug des Kuriositätenladens in die indische Küche - eine Wiederholung ist eher ausgeschlossen. Ich bleib lieber bei der chinesischen und japanischen Küche, da weiß ich, was ich hab ;o)


Zutaten

4 Bio-Hühnerbrüste, entbeint und ohne Haut in mundgerechte Stücke geschnitten

Marinade 
250 g Joghurt
1 EL Ingwer, fein gehackt
2 TL gemahlener Cumin
1 TL Garam masala
2 TL Chili Pulver

2 TL frisch gemahlener Pfeffer
Salz

Sauce  
250 g Dosentomaten
250 g Sahne
 
2 Knoblauchzehen, fein gehackt oder 1 TL Knoblauch-Würzcreme
2 rote Chilischoten, fein gehackt (ohne Kerne)
2 TL gemahlener Cumin  
2 TL Paprika Pulver, edelsüß
1/2 TL Kurkuma
1 TL Garam masala
 
Salz und Pfeffer

1 EL Ghee oder Butterschmalz

1 Handvoll Koriandergrün
 

Zubereitung
Alle Zutaten für die Marinade in eine Schüssel geben und verrühren. Die Hühnerbrustwürfel dazugeben und vermischen, so dass die Hühnerbrust mit der Marinade bedeckt ist. Abgedeckt im Kühlschrank mehrere Stunden, besser noch über Nacht marinieren lassen. Für die Sauce in einer hohen Pfanne das Ghee erhitzen. Den Knoblauch und die gehackten Chilischoten hinzufügen und andünsten, bis sie gut duften. Cumin, Paprikapulver und etwas Salz dazugeben und ca. 1 Minute anrösten, bis eine dickliche Paste entsteht. Die Dosentomaten dazugeben und den evtl. entstandenen Bodensatz loskratzen. Für ca. 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Sauce beginnt, anzudicken.Die Hühnerbrustwürfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (überschüssige Marinade etwas abschütteln) und unter dem Grill im Backofen von beiden Seiten ca. 4-5 Minuten grillen. Aus dem Backofen nehmen, zur Sauce geben und weitere 5-10 Minuten köcheln lassen. Mit gehacktem Koriander oder Petersilie bestreuen und mit Basmatireis oder Naan servieren.

Quelle: Rasa Malaysia

scharfe Tomaten-Kürbis-Dahl-Suppe

Der Herbst ist für mich neben dem Frühling eindeutig die schönste Jahreszeit. Endlich hat das Schwitzen ein Ende, das Angebot auf dem Wochenmarkt scheint fast unendlich, an allen Ecken lauern wunderschöne Fotomotive und ganz wichtig - Suppen schmecken wieder :o)
Im Sommer schmecken mir Suppen ja nicht, also warte ich geduldig, bis es wieder etwas kühler wird und dann geht's richtig los!
Diese Suppe hab ich schon vor einiger Zeit mit meinem ersten Kürbis dieser Saison gekocht - ich konnte es nicht erwarten und hab wohl einen der ersten überhaupt geernteten Kürbisse erwischt.
Das Rezept stammt aus meiner absoluten Lieblings-Zeitschrift "Dish", ich hab es nur ein klitzekleines bisschen verändert - die haben doch unter Anderem tatsächlich Zimt in diese köstliche Suppe gegeben und das geht ja nun wirklich nicht ;o)



Zutaten

2 Zwiebeln, fein gewürfelt
1 Karotte, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 EL fein gehackter, frischer Ingwer
1 TL gemahlener Cumin (Kreuzkümmel)
1 TL Kurkuma
1/4- 1/2 TL Chili-Pulver
400 g Dosen-Tomaten
1,5 l Gemüsefond

Salz und Pfeffer
200 g rote Linsen
800 g Hokkaido-Kürbis, ungeschält, in 2 cm große Würfel geschnitten
Olivenöl

türkischer Joghurt

Zubereitung
Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebelwürfel, Knoblauch, Ingwer und Karotten, sowie Kurkuma und Chili-Pulver hinzufügen und dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Tomaten und Fond hinzufügen, kurz aufkochen lassen und Kürbis, sowie die Linsen dazugeben.
Zum Kochen bringen, dann die Temperatur reduzieren und bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.
Nach Geschmack den Kürbis etwas zerdrücken, die Suppe wird so cremiger.
Die Suppe mit Salz, Pfeffer und nach Geschmack noch etwas Chili-Pulver und Cumin abschmecken und mit einem Klecks türkischem Joghurt servieren.

Stint mit Bärlauch-Speck-Kartoffelsalat

Stint ist einfach einer der leckersten Fische überhaupt. Er hat nur einen Fehler, es gibt ihn nur sehr kurze Zeit im Jahr, also heißt es, soviel essen, wie irgendwie geht oder halt die ein oder andere Portion einfrieren - ich bevorzuge letzteres ;o)
Wie ich hier schon gebloggt habe, ist die klassische Beilage zu Stint ein Speck-Kartoffelsalat. Da momentan der Bärlauch sprießt, habe ich anstelle der glatten Petersilie einfach eine Handvoll gehackten Bärlauch zu dem Salat gegeben und schon hat man ein komplett anderes Aroma.


Zutaten
750 g festkochende Kartoffeln
1 Messerspitze Kurkuma (optional)
1 TL Salz
2 Bund glatte Petersilie
2 EL selbstgemachtes Gemüsebrühpulver *
1 Tasse Wasser *
2 EL Weißweinessig
Salz & Pfeffer
2 EL Öl
125 g durchwachsener Speck

Zutaten
Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen. Den Speck in schmale Streifen schneiden und in der Bratpfanne langsam ausbraten.
Inzwischen das Wasser mit dem Gemüsebrühpulver, dem Essig, Salz, Pfeffer und dem Öl verrühren.
Die Kartoffeln noch warm schälen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Die Kartoffeln mit der Salatsauce und den Speckwürfeln vermischen und die gehackte Petersilie, bzw. den Bärlauch darunter mischen.
Den Kartoffelsalat warm zum Stint servieren.

Wenn es mal schnell gehen soll, kann man die Kartoffeln auch schälen, mit dem Hobel in ca. 0,5 cm dicke Scheiben hobeln und ca. 5 Minuten in Salzwasser (ich geb gern noch eine gute Prise Kurkuma dazu) gar kochen.
Das Wasser dann abgießen und die Kartoffelscheiben im Topf kurz ausdampfen lassen, danach die Marinade, den Speck, sowie die Petersilie dazugeben.

* Anstelle der Gemüsebrühe kann auch die gleiche Menge Fleischbrühe verwendet werden.

scharfe Linsen-Tomaten-Suppe mit Naan-Brot

Hülsenfrüchte waren lange Zeit kein Thema bei uns - der Herr des Hauses behauptete steif und fest, keine Hülsenfrüchte zu mögen und da sie bei mir zuhaus auch nicht gerade häufig gegessen wurden, kannte ich eigentlich nur den Linseneintopf meiner Mama (der nebenbei bemerkt der beste der Welt ist!).
Mittlerweile sind wir zu richtigen Hülsenfrucht-Fans geworden (ausgenommen Erbsen, die gehen gar nicht!)
Heute hab ich mir vorgenommen, meinen Mitesser davon zu überzeugen, dass Linsen auch sehr lecker schmecken können und es scheint ganz gut geklappt zu haben - er hat sogar nen Nachschlag verputzt :o)
Als Beilage gab es ein Knoblauch-Naan, dass ganz wunderbar zu dieser Suppe passte.




Zutaten
340 g gelbe Linsen
1 l Wasser
3 TL Olivenöl
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Stange Bleichsellerie, fein gewürfelt
4 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
500 ml Pelati
1 l Gemüsebrühe
1 TL Sambal Oelek
1/4 TL Kurkuma
1/4 TL Cumin
1/2 TL Chilipulver
2 TL Salz
gemahlener Pfeffer

Garnitur
grob gehackte Blattpetersilie
griechischer Joghurt

Zubereitung
Linsen mit 1 Liter Wasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, die Platte ausschalten und die Linsen abgedeckt 20 Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit in einem zweiten Topf Olivenöl und die feingehackten Zwiebeln glasig dünsten, sie sollen keine Farbe nehmen. Knoblauch und Sellerie hinzufügen und ebenfalls andünsten. Nun die Pelati dazugeben und alles ca. 5 Minuten kochen lassen. Gemüsebrühe und die Gewürze zufügen und zum Köcheln bringen.
Die Linsen abtropfen lassen, das Wasser dabei auffangen. Die Linsen zur Suppe geben und evtl. noch mit etwas Linsenwasser verdünnen. Nochmals 15 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.
Mit jeweils 1 EL türkischem Joghurt, gehackter Blattpetersilie und nach Geschmack Sambal Oelek dekorieren.

Pastakolleg Teil 2 - Gestreifte Nudeln

Es ist immer das Gleiche - kaum macht man's richtig, schon geht's. Das gilt auch für gestreifte Nudeln :o)
Die Technik, mit der ich Streifennudeln herstelle, wurde vor einer Weile von dem CKler Kettenkaffeetrinker vorgestellt und ist so eindrucksvoll wie simpel.
Voraussetzung für bunte Nudeln sind natürlich Farbstoffe, die wie ich finde, möglichst, bzw. ausschließlich natürlich sein sollten. Mit Spinat- oder Rote Betesaft erzielt man beispielsweise ganz hervorragende Ergebnisse.
Da ich aber nicht immer Spinat oder Rote Bete vorrätig habe, hab ich mich nach Alternativen umgeschaut und Rote Bete- und Spinat in Pulverform gefunden. Dieses Pulver ist zu 100% natürlich und muss nur unter das Mehl gemischt werden, die Herstellung ist also einfacher als mit frischem Gemüse, da in dem Fall zusätzliche Flüssigkeit zugefügt wird und das Mischungsverhältnis entsprechend angepasst werden muss.
Während das Spinatpulver einen spürbaren Spinatgeschmack abgibt, ist das Rote Bete-Pulver vollkommen geschmacksneutral, es wird unter Anderem auch zum Färben von Speiseeis verwendet. Man kann es also auch ganz hervorragend für süße Nudeln verwenden.
Neben Rote Bete und Spinat kann man Nudeln noch mit Tomatenmark, Safran, Kurkuma, pürierten Kräutern, Sepiatinte und Kakao färben (sicher hab ich auch noch etwas vergessen, man muss einfach seine Phantasie spielen lassen)


Von links nach rechts: Tomatenmark, Rote Bete-Pulver, Sepiatinte, Spinatpulver, Safran, Kurkuma



links: ungefärbter Nudelteig; rechts im Uhrzeigersinn: Rote Bete, Tomatenmark, Spinatpulver, Kurkuma

Zutaten
300 g gemahlener Hartweizengrieß

3 Eier
1/2 TL Salz
1 EL Olivenöl

Nach Wahl:
1 EL Rote Bete- oder Spinatpulver, 1 TL Kurkuma, 1 EL Sepiatinte, 1 EL Tomatenmark, einige Safranfäden mit Salz im Mörser zerrieben und 1 EL Wasser aufgelöst


Zubereitung
Die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, Öl und Eier hinzugeben und mit dem Handmixer vermischen, bis Brösel entstanden sind. Mit der Hand zu einem groben Teig vermengen und auf die Arbeitsfläche geben. Hier mit den Händen gründlich zu einem glatten Teig kneten. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1/2 Stunde ruhen lassen.

Zuerst die Teige mit der Nudelmaschine (dickste Einstellung) zu möglichst exakt gleichgroßen Rechtecken auswellen. Eine der Teigplatten auf der Oberseite leicht anfeuchten, die zweite vorsichtig darauf andrücken, ebenso mit den weiteren Platten verfahren.



Auf diese Weise entsteht ein Teigblock, der in Frischhaltefolie geschlagen wird, damit sich die einzelnen Schichten noch besser miteinander verbinden. Den Block ca. 1/2 Stunde ruhen lassen



Diesen Block längs in gleichdicke Streifen von etwa 1,5 bis 2 Zentimeter Breite schneiden, diese leicht auf der Oberfläche befeuchten und um 90 Grad drehen, so dass die verschiedenfarbigen Teiglagen nach oben zeigen. Vorsichtig wieder zu einem Block zusammendrücken. Erneut in Frischhaltefolie wickeln und ruhen lassen.



Den nun gestreiften Teigblock erst mit dem Nudelholz, dann mit der Maschine auswellen, dabei immer in Längsrichtung der Streifen arbeiten, da sie sonst etwas "verschwimmen".




Der Teig eignet sich zur Weiterverarbeitung sowohl für Nudeln als auch für Ravioli.



 

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