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Double Chocolate Banana Bread

Generell ist der Gatte ja viel krüscher als ich. Er mag keine Pilze, Kirschen, Nüsse, Mandeln, Spinat und keinen Spargel. Das alles kommt bei uns daher nur ganz selten mal auf den Tisch - entweder, wenn ich alleine bin oder ich tatsächlich zwei unterschiedliche Gerichte zubereite. Das kommt aber nur selten vor, weil ich dafür meist viel zu faul bin ;o)

1-2 Dinge kann ich aber auch absolut nicht leiden, die er sehr liebt und dazu zählen unter anderem Bananen. Wenn sie grün sind und kaum süß, dann mag ich sie (aber auch nur 2-3x pro Jahr), sobald sie aber gelb und reif werden, kann man mich damit jagen und wenn sie dann erst so aussehen wie unten auf dem Bild, also die ersten schwarzen Stellen bekommen, dann kann er die alle für sich haben - ich rühr die dann nicht mehr an...

Double Chocolate Banana Bread
Im Normalfall mach ich ihm dann Bananenmilch oder eine Quarkspeise mit Bananen. Bei einem so großen Bund arg dunkler Bananen hätte er aber ne Menge Milch trinken müssen, also musste etwas anderes her. 
Ein Hilferuf auf meiner FB-Seite hat mir sofort (auf Euch ist eben Verlass :o) ) eine laaaange Latte mit Rezepten für Banana Breads beschert und ich hab mich spontan für diese enorm schokoladige Variante von Smitten Kitchen entschieden - eine gute Entscheidung!

überreife Bananen
Dieses Double Chocolate Banana Bread ist enorm saftig und hält sich auf jeden Fall 3-4 Tage, theoretisch zumindest.  Eingefroren hab ich es noch nicht, das wird aber auch kein Problem sein.
Wenn Ihr eine normale Kastenkuchenform habt, dann verwendet die Mengen des oben verlinkten Rezeptes bei Smiten Kitchen. Meine Kasten-, bzw. Multifunktions- form hat ein Volumen von ca. 1 1/2 Litern und ist damit ungefähr ein Drittel größer als eine normale Kastenform.

Kuchenteig
Zutaten 
150 g Butter
4 überreife Bananen 
180 g Rohrohrzucker 
1 großes Ei
1 1/2 TL Weinsteinbackpulver
1/4 TL Salz 
160 g Mehl 
70 g Kakaopulver
150 g gehackte Schokolade, 70%

Zubereitung 
Die Butter in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen und bräunen lassen. Die gebräunte Butter beiseite stellen und abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit die Bananen schälen und mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel zerdrücken. Den Zucker, Ei, Salz, etwas abgekühlte Butter und den Vanilleextrakt dazugeben und alles verrühren. Das Mehl, mit dem Kakao und Backpulver sieben und ebenfalls dazugeben, alles glattrühren. Die Schokolade hacken und unter den Teig heben. 
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 60-70 Minuten backen, dann unbedingt eine Stäbchenprobe machen. Das Banana Bread ist auch innen feucht, ähnlich wie ein Brownie, muss aber natürlich gestockt sein. 
Das Banana Bread aus dem Backofen nehmen, 15 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann herausnehmen und komplett auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

Buttermilch-Donuts mit Muskat

Es ist mal wieder Zeit für was Süßes, oder? Ich hab das Gefühl, schon ewig nichts Süßes mehr gebloggt zu haben. Also gibt's heute eine Extraportion Zucker und Butter - irgendwie muss ich die lange Durststrecke ja wieder ausgleichen.
Diese gebackenen Donuts sind recht simpel, enthalten also weder Frucht noch Schokolade, durch die Muskatnuss haben sie aber ein ganz tolles Aroma - ähnlich wie ein Eggnog. In Kombination mit der gebutterten Zuckerschicht sind diese Donuts natürlich fürchterlich süß, schmecken aber trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb?) ganz großartig. 
Ich mag ja eigentlich nicht so gerne Süßes, aber die gehen immer - auch wenn im Anschluss natürlich noch ein Käsebrot fällig ist ;o)

DonutsRichtige, bzw. klassische Donuts sind das natürlich nicht, denn die werden ja frittiert und nicht gebacken. Dies hier sind also eigentlich Muffins in Donutform. Ich behaupte jetzt aber mal, dass sie besser schmecken als Muffins und außerdem sehen sie auch noch hübscher aus. Finde ich :o)
Durch die Zuckerschicht bleiben sie recht lange frisch und können auch über 2-3 Tage aufbewahrt werden - ideal also auch zum Mitnehmen ins Büro!

Wenn Ihr noch keine Donutform habt, aber Euch jetzt gerne eine anschaffen möchtet, empfehle ich euch diese von Wilton*, die hab ich jetzt seit einiger Zeit in Gebrauch und bin sehr damit zufrieden. Die Beschichtung ist so gut, dass ich die Form noch nicht einmal fetten muss, bevor ich sie befülle. 

Donuts
Zutaten für ca. 18 Donuts
450 g Mehl
2 1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
1/2 TL gemahlene Muskatnuss
150 g weiche Butter
150 g Rohrohrzucker
100 g zimmertemperierte Milch
70 ml zimmertemperierte Buttermilch
2 große Eier
 
Außerdem
100 g geschmolzene Butter
100 g Puderzucker

Zubereitung 
Das Mehl mit dem Backpulver, Natron, Salz und der geriebenen Muskatnuss in einer Schüssel verrühren. In einer zweiten Schüssel die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Nacheinander die Eier dazugeben und weiterhin aufschlagen. Die Milch und Buttermilch dazugeben und glatt rühren. Die Mehlmischung dazu geben und nur solange verrühren, bis alles vermischt ist.
Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und in eine Donutform spritzen. Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 10 Minuten backen.
Aus dem Backofen nehmen und kurz in der Form abkühlen lassen, dann die Donuts herauslösen.  

Etwas abkühlen lassen und in der Zwischenzeit die Butter schmelzen.
Sobald sich die Donuts anfassen lassen, mit zerlassener Butter bestreichen und in Puderzucker wälzen. Komplett auf einem Kuchenrost abkühlen lassen. 
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Rhabarber-Gewittertorte

Mögt Ihr Rhabarber? Ich liebe Rhabarber!
Egal, ob im Kuchen, Tartes, Schnecken, Clafoutis, Eis, Sirup oder sogar als Ketchup - ich kann gar nicht genug davon bekommen. Als Kind hab ich mir immer Zucker in eine Tasse gefüllt, eine Stange Rhabarber aus dem Garten gemopst und ihn dann getunkt und herzhaft abgebissen. Heutzutage würd ich wahrscheinlich bereits nach einer Stange mit Magenkrämpfen daniederliegen, aber so ein Stückchen Kuchen geht schon noch - das MUSS gehen!

Bei der Wahl des Rhabarbers greife ich sehr gerne auf den sog. Himbeer-Rhabarber zurück, meist sind das die Sorten Holsteiner- oder Vierländer Blut. Die Stangen haben eine wunderschöne rote Farbe und müssen nicht geschält werden. Rhabarberkuchen schmeckt damit gleich noch einmal so gut :o)

Rhabarber-GewittertorteVon dieser Torte hab ich nicht zufällig nur ein Foto gemacht, einmal angeschnitten sieht sie nämlich nicht mehr ganz so appetitlich aus. 
Die Böden sind sehr zart und die Füllung nicht gerade standfest - schmecken tut sie aber himmlisch. 
Wenn Ihr sie nachbackt, solltet Ihr sie auch unmittelbar nach dem Zusammensetzen servieren - sie wird nicht besser, je länger sie steht. Vorbereiten und am nächsten Tag servieren klappt mit dieser Torte also leider nicht. 

Rhabarber
Zutaten

Tortenböden
125 g Butter
125 g Rohrohrzucker
5 Eigelb
1/4 TL Salz
150 g Mehl
5 g Backpulver


5 Eiweiß
200 g Rohrohrzucker
200 g Mandelblättchen


Füllung
750 g Rhabarber 
ein Schluck Wasser
200 g Rohrohrzucker (evtl. mehr, je nach Rhabarbersorte und Geschmack)

500 g Schlagsahne
3 TL Vanillezucker (oder mehr nach Geschmack)

Außerdem
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung  

Eine Springform (26 cm Ø) fetten und leicht mehlieren. Die Eier trennen, das Eiweiß im Kühlschrank kalt stellen. 
Die Butter mit Zucker und Salz in der Küchenmaschine cremig rühren. Die Eigelbe nach und nach dazugeben. 
Das Mehl mit dem Backpulver in einer Schüssel vermischen und nach und nach in die Teigmischung einrühren. 
Die Hälfte des Teiges in der vorbereiteten Backform verteilen und glatt streichen. Das Eiweiß steif schlagen, nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Solange weiterschlagen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Hälfte des Eischnees auf dem Rührteig verteilen und grob verstreichen. Mit Mandelblättchen bestreuen und bei 180°C (Ober- und Unterhitze) ca. 30 Minuten backen. Etwas in der Form abkühlen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchenrost komplett auskühlen lassen. 
Mit dem restlichen Teig und der Baisermasse ebenso verfahren. 

In der Zwischenzeit den Rhabarber putzen, waschen und in Stücke schneiden. In einen Topf geben und einem Schluck Wasser erhitzen. Den Deckel auflegen und bei milder Hitze dämpfen. Der Rhabarber enthält selbst soviel Feuchtigkeit, dass er fast von selbst zerfällt. 
Nach Geschmack süßen und beiseite stellen. Komplett abkühlen lassen. 
Die Sahne mit 3 TL Vanillezucker steif schlagen. Das abgekühlte Rhabarber- kompott gleichmäßig auf einem Tortenboden verteilen, dann mit Sahne bestreichen. Den zweiten Tortenboden daraufsetzen und mit Puderzucker bestäuben.
Quelle: zu Tisch in... Schleswig Holstein

Fürst-Pückler-Torte

Es gibt Grund zum Feiern! Eigentlich sogar zwei Gründe. 
Der erste ist offensichtlich, nämlich der Einzug von Kleinröschen, davon berichte ich Euch ja bereits die ganze Woche. Grund Nr. zwei nicht ganz so, ich hab nämlich heute Geburtstag. Also wieder ein Jahr geschafft :o)
Da diese Torte schon seit über zwei Jahren auf meiner NBL (Nachbackliste) steht und ich sie Euch eigentlich schon im letzten Jahr zur Feier des damals neuen Blogdesigns vorstellen wollte, ist das jetzt eine sehr gute Gelegenheit - außerdem ist sie rosa, also zumindest teilweise ;o)

Fürst-Pückler-Torte
Als ich die Torte das erste Mal bei Sweetapolita gesehen habe, war es direkt um mich geschehen. Die Kombination von Braun, Rosa und Creme ist eine meiner absoluten Favoriten und stand auch für mein Blogdesign Pate.
Als die Designerin mich damals fragte, an welches Farbspektrum ich gedacht habe, waren es genau diese drei Farben, die mir als erstes einfielen und so wurde "Fürst Pückler" das Motto für meine Renovierungsarbeiten.

Fürst-Pückler-TorteDie Umsetzung der Farben für die Torte gestaltet sich in diesem Fall insofern als etwas tricky, da ich ja grundsätzlich keine künstlichen Farbstoffe verwende. Braun und Creme sind natürlich kein Problem, rosa wird die Buttercreme aber nicht von allein, außerdem soll der Geschmack ja auch stimmen. Wenn man die Buttercreme mit Erdbeerpüree färbt und aromatisiert, bekommt sie zwar eine leichte rosa Färbung, so intensiv wie hier bekommt man das aber nicht hin, da man ja nicht unbegrenzt Püree zur Creme geben kann.
Rosie hilft mit einigen Tropfen Lebensmittelfarbe nach, das geht aber natürlich auch ohne, man muss nur wissen wie :o)

Am Dienstag hab ich euch ja bereits von den Fruchtpulvern berichtet, die ich sehr gerne für solche Zwecke verwende, hier ist jetzt wieder eins zum Einsatz gekommen, diesmal das Erdbeerpulver*. 
Es verleiht der Buttercreme nicht nur eine wunderschöne Farbe, sondern auch einen ganz tollen Erdbeergeschmack, der mit Fruchtpüree sicher auch nicht so intensiv ausfällt.

VorratsregaleSo, und bevor ich mich jetzt in meinen Geburtstag verabschiede und mir ein Stückchen Torte (und im Anschluss daran natürlich ein Käsebrot) gönne, möchte ich Euch noch zeigen, was der Einzug von Kleinröschen für eine Kettenreaktion ausgelöst hat, denn es ist nicht beim Streichen der Küche geblieben, ich habe mir noch zwei Regale gegönnt, die meinem Küchenchaos endlich ein Ende bereitet haben. 

Bisher hatte ich meine Vorräte und Küchengerätschaften ja mehr oder weniger in der ganzen Wohnung verteilt. In der Diele und im Arbeitszimmer standen Vorräte, im Wohnzimmer Geschirr und mein Gerätefuhrpark hat das Arbeitszimmer auch nicht gerade übersichtlicher gestaltet. 
Also wurde kurzerhand kräftig geräumt und geschoben und siehe da, es hat sich im Arbeitszimmer tatsächlich noch Platz für diese beiden Regale gefunden. 
Wie Ihr seht, hab ich schon fleißig alles eingeräumt und sie platzen bereits jetzt aus allen Nähten, der Rest der Wohnung ist aber endlich wieder ganz wunderbar übersichtlich. Mein "Fotogeschirr" steht jetzt in dem Schrank, der vorher mit Vorräten gefüllt war und im Rest der Wohnung ist wieder eine ganze Menge Platz - sieht regelrecht leer aus ;o)

Kleinröschen bei der Arbeit
Halt, und falls Ihr es noch nicht gesehen habt, bis einschließlich Sonntag habt Ihr noch die Gelegenheit an meiner kleinen KitchenAid-KuLa-Verlosung teilzunehmen. Kommentiert dazu, wie im Beitrag erwähnt, einfach unter dem verlinkten Beitrag und erzählt mir von Euren KitchenAids, bzw. welches Eure Traumfarbe wäre.

Tortenböden
Tortenböden (20 cm Ø)

Zutaten
200 ml Espresso (abgekühlt)
2 zimmertemperierte Eier
2 TL Vanille-Extrakt  
1/4 TL Salz 
200 g Rohrohrzucker 
60 ml neutrales Öl
190 ml Buttermilch

250 g Mehl
100 g Kakaopulver (Valrhona) 
1 TL Natron 
1 TL Weinsteinbackpulver

Zubereitung
Espresso kochen und komplett abkühlen lassen.
Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Buttermilch, abgekühlten Espresso, Öl und Vanilleextrakt dazugeben und unterrühren. 
Das Mehl, Kakaopulver, Natron und Backpulver in einer zweiten Schüssel miteinander verrühren und nach und nach zu der Eimasse geben. Zu einem glatten Teig verrühren.
Den Backofen auf 180°C vorheizen und drei 20er Backformen buttern und mit Kakaopulver ausstreuen. Übriges Kakaopulver abklopfen.
Den Teig dritteln, in die vorbereiteten Formen einfüllen
(alternativ nacheinander backen) und ca. 25 Minuten im auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Backofen backen. Aus dem Backofen nehmen und für den Fall, dass der Boden sehr aufgegangen ist, einen kleinen Teller auf den Tortenboden legen, evtl. etwas herunterdrücken. Der Boden wird so gleichmäßiger. Die Böden aus den Formen lösen und auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen.
Die Böden können auch sehr gut am Vortag gebacken werden, da sie fester als Biskuitböden sind bleiben sie sehr saftig. 


Work in Progress

Buttercreme
 
Zutaten
6 Eiweiß
250 g Puderzucker
1 TL Zitronensaft
1 großzügige Prise Salz
1/4 TL Weinsteinbackpulver
450 g Butter, zimmertemperiert und in kleine Würfel geschnitten
1 EL Vanilleextrakt


Außerdem
180 g 70%ige Schokolade (Valrhona Guajana)
25 g Erdbeerpulver
2 TL Vanilleextrakt
gehackte Kakaobohnen oder Schokostreusel zum Dekorieren

Zubereitung
 
Die Butter und den Vanilleextrakt mit dem Mixer schaumig rühren, beiseite stellen.

Das Eiweiß mit einer Prise Salz, einem TL Zitronensaft, dem Weinsteinbackpulver und dem Zucker im Wasserbad bei niedriger Hitze unter stetigem Rühren auf 70°C erwärmen. Aus dem Wasserbad nehmen und mit dem Mixer bei mittlerer Geschwindigkeit schlagen, bis der Eischnee steif ist und sich kleine Spitzen bilden. Sobald die Schüssel abgekühlt ist, die aufgeschlagene Butter nach und nach dazugeben, jeweils gut verrühren, bevor erneut Butter dazugegeben wird.

Für die Schokoladencreme die Schokolade grob hacken und im Wasserbad behutsam schmelzen. Beiseite stellen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. 

Die Buttercreme in drei Portionen (340, 340 und 160g) teilen, die Schokolade unter die 160 g rühren, das Erdbeerpulver unter eine der größeren Portionen und die verbliebene Buttercreme mit dem Vanilleextrakt glattrühren. 

Zusammensetzen der Torte
Einen Tortenboden auf eine Tortenplatte legen. Die Schokobuttercreme in einen Spritzbeutel füllen und einen Kranz auf den Tortenboden spritzen.. Die verbliebene Buttercreme in die Mitte geben und glatt streichen.
Den zweiten Tortenboden darauf legen und mit der Vanillebuttercreme ebenso verfahren. Den 3. Boden auflegen, die Erdbeer-Buttercreme darauf verteilen und mittig mit Schokostreuseln oder gehackten Kakaobohnen dekorieren.
Fürst-Pückler-Torte*Affiliatelink

Schoko-Espresso-Torte

Diese Schokotorte sollte eigentlich gar keine Torte werden, sondern ein ganz normaler und einfacher Schokokuchen für den Sonntagskaffee/-tee. Nix Aufwendiges, nur mal wieder ein neues Rezept zur Abwechslung. 
Beim Stöbern bin ich dann auf dieses Rezept gestoßen und weil ich alle Zutaten im Haus hatte, der Kuchen nicht aufwendig ist und die Überschrift schließlich "The Best Chocolate Cake" verspricht, hab ich ihn gestern mal spontan gebacken. 

Schoko-Espresso-Torte
Wie immer, wenn ich Rezepte mit Cup-Angaben nachkoche- oder backe, rotiere ich nach spätestens 5 Minuten fluchend und gefrustet in der Küche und schwöre mir, dass das das jetzt aber wirklich das letzte Cup-Rezept war, das ich mir vorgenommen habe. Ich kann mit diesen grauenhaften Hohlmaßen einfach nichts anfangen und finde sie fürchterlich ungenau - wozu wurde schließlich die Waage erfunden? 
Im Endeffekt werden aus den Cup-Rezepten dann immer sehr frei interpretierte KuLa-Versionen, wie auch in diesem Fall. Hätte ich mich an die vorgegebenen Mengen gehalten, der Teig wäre eine unappetitliche Schokosuppe geworden, also musste das alles n büschen modifiziert werden. Außerdem hab ich natürlich den Zucker mal wieder drastisch reduziert und der Kuchen ist immer noch pappesüß - keine Ahnung, wie man ein Stück des Originalkuchens essen soll, ohne einen Zuckerschock zu erleiden. Naja, amerikanische Zahnärzte und Diabetologen wollen ja auch von irgendwas leben ;o) 

Schoko-Espresso-Torte
Das Schöne an dieser wirklich simplen Schokotorte ist, dass sie sehr einfach nachzubauen ist, Ihr also weder eine Ausbildung zur Dekorateurin oder Pâtissière braucht um irgendwelche Tupfen und Röschen in Reih und Glied zu spritzen und man (also zumindest ich ;o) ) im Normalfall alle Zutaten daheim hat. Eine prima Notfalltorte also, wenn sich Sonntagmorgen spontan Kaffeebesuch ansagt und Ihr keine Kekse oder Kuchen im Haus habt, bzw. es zur Feier des Tages auch etwas mehr sein darf. 
Ich hab gestern so ca. um halb 10 Uhr mit den Vorbereitungen angefangen und um 13:30 Uhr stand sie schon auf meinem Fototisch, die tatsächliche Arbeitszeit ist sehr gering, weil der Kuchen ja nur zusammengerührt und gebacken, später das Frosting aufgeschlagen und dann alles zusammengesetzt werden muss. Stundenlanges Glätten des Frostings kann man sich sparen, hier ist Mut zur Einfachheit gefragt :o)

Schoko-Espresso-Torte
Ein großer Vorteil dieser Buttercremetoren ist, dass sie sehr stabil sind und man sie daher prima transportieren kann. Solltet Ihr also mal eine Torte fürs Büro oder andere Anlässe, zu denen Ihr sie transportieren müsst, suchen, versucht es mit einer Buttercremetorte. Die haben unter anderem auch den Vorteil, dass sie extrem sättigen und man daher mit einer 20cm-Torte ne ganze Fußballmannschaft satt bekommt.
Wenn Ihr keine zwei 20cm-Backformen habt, könnt Ihr auch einen Metalltortenring verwenden, unten einen Boden aus Alufolie basteln, und die Böden nacheinander backen. Ich hab das jahrelang so gemacht, mir jetzt aber doch endlich zwei 20er-Formen angeschafft. Spart natürlich Energie, da man zwei Böden, bzw. Kuchen auf einmal backen kann.    

Schoko-Espresso-Torte
Zutaten
2 Eier 
300 g Rohrohrzucker 
1 TL Salz 
1 TL Vanilleextrakt
1 TL Instant-Espressopulver
100 g Kakaopulver
200 g Milch 
100 g neutrales Öl
350 g Mehl 
1 1/2 TL Natron 
2 TL Backpulver
100 g kochendes Wasser

Schoko-Frosting
250 g Butter
150 g Kakaopulver
300 g Puderzucker, gesiebt
70 ml Milch
2 TL Vanilleextrakt
1 TL Instant-Espressopulver

Außerdem 
Kakaonibs oder Schokostreusel zum Bestreuen 

Zubereitung

Schokoböden
Die Eier mit dem Zucker, Salz, Espressopulver und Vanilleextrakt einige Minuten schaumig rühren. Das Kakaopulver, die Milch und das Öl dazugeben und ebenfalls unterrühren. Das Mehl mit dem Natron und Backpulver in einer Schüssel trocken vermischen und nach und nach unter die Eiermischung rühren. 
Das kochende Wasser langsam unter stetigem Rühren in den Teig einlaufen lassen, untermischen und 1 Minute auf höchster Stufe aufschlagen lassen, so dass möglichst viel Luft unter den Teig geschlagen wird. 

Zwei Kuchenformen mit 20 cm Durchmesser buttern und mit Kakaopulver ausstäuben. Überschüssiges Kakaopulver ausklopfen und den Kuchenteig auf beide Formen verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 30 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!

Die Schokoböden auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Wenn sie in der Mitte zu sehr aufgegangen sind, ein zweites Kuchenrost darauf legen und mit einem schweren Gegenstand beschweren. Alternativ geht auch ein Holzbrett. Die Böden drücken so zusammen und bekommen eine schöne glatte Oberfläche. Schokoböden komplett auskühlen lassen. 

Frosting
Die Butter mit dem Kakao- und Espressopulver kräftig aufschlagen. Abwechselnd Puderzucker und kleine Schlucke Milch unterrühren, abschließend den Vanilleextrakt. 

Zusammensetzen der Torte
Einen Schokoboden auf eine Tortenplatte setzen und mit Frosting bestreichen. Den zweiten Schokoboden daraufsetzen und das restliche Frosting auf der Oberfläche und den Seiten verteilen. Die Oberfläche muss nicht glatt sein. 
Nach Geschmack so lassen oder mit Kakaonibs oder Schokostreuseln bestreuen. 
Schoko-Espresso-Torte

Pflaumen-Streuselkuchen 2.0

Dieser Kuchen, verehrte Leserschaft, ist mein absoluter Lieblingskuchen - da kommt auch kein Schokokuchen mit. Nein, dieser Kuchen ist der beste!
Früher hab ich diesen Kuchen immer nach diesem Rezept, mit einem normalen Hefeteig gemacht, seit ich aber den Zwillingsteig, also eine Mischung aus Hefe- und Mürbeteig für mich entdeckt habe, mache ich den Kuchen damit. 
Die Zwetschensaison ist bei uns schon fast vorbei, unser Apfel- und Zwetschen- stand hat noch bis zum nächsten Samstag Zwetschen, dann ist Schluss. Bei anderen Ständen geht die Saison noch etwas länger, je nach Zwetschensorte. Wenn Ihr Euch also in diesem Jahr noch einen leckeren Pflaumenkuchen gönnen wollt, dann ist JETZT der richtige Zeitpunkt!

Dieser Kuchen ist eigentlich nur eine Abwandlung des Rhabarber-Streuselkuchens, mir gefällt er mit Pflaumen, bzw. Zwetschen aber sogar noch besser als mit Rhabarber. 
Da ich der normalen Hefeteigmenge einfach nur den Mürbeteig zufüge, wird der Boden relativ hoch, das gleicht sich aber aus, wenn auch die Pflaumenmenge entsprechend reichlich bemessen ist. Außerdem bekommt man so viel mehr Stücke aus einem Blech Kuchen - ein Kuchenblech macht eine halbe Kompanie satt ;o)

2 kg Pflaumen/Zwetschen füllen das Backblech sehr gut aus, die Pflaumen stehen nahezu hochkant, so dass man auf dem fertigen Kuchen schon fast zwei Lagen Pflaumen hat. Durch den hohen Boden kann der Kuchen diese Menge Pflaumen aber auch sehr gut vertragen.
Die Streusel sind übrigens nicht nur das geschmackliche iTüpfelchen, sie haben auch eine praktische Aufgabe, sie nehmen nämlich den Saft auf, wenn man sehr reife Pflaumen erwischt. 
Gerade jetzt zum Ende der Pflaumen-/Zwetschensaison saften die Pflaumen stark und wenn man Pech hat, läuft der Saft vom Backblech auf den Backofenboden, verbrennt dort und man darf nach dem Backen erstmal den Backofen schrubben. Die Streusel saugen aber eine ganze Menge Saft auf, so dass das eigentlich nicht passiert. Außerdem schmeckt ein Pflaumenkuchen mit Streuseln einfach viel besser als ohne - so!  

Da dieser Kuchen wie gesagt mein absoluter Lieblingskuchen ist und ich mich ja bekanntermaßen auf den anstehenden sibirischen Winter vorbereite und unsere Wohnung mit Vorräten für das nächste halbe Jahr vollstopfe, hab ich am letzten Wochenende nochmal zwei Kuchen gebacken und die gleich eingefroren - das klappt bei diesem Kuchen ganz wunderbar. 
Ich schneide den Kuchen dazu in Stücke und friere sie zu 6. in Gefrierbeuteln ein - jetzt haben wir 6 Kuchenpakete im Gefrierschrank. Mein kleiner Gefrierschrank ist zwar zu einem Viertel mit Pflaumenkuchen gefüllt und ich hab kaum noch Platz für andere Sachen, aber da muss man schon mal Prioritäten setzen, die nächsten Pflaumen gibt's schließlich erst wieder in 10 Monaten ;o) 

Hefeteig
500 g Mehl, Typ 405
1 Würfel Frischhefe
250 ml Milch
50 g Rohrohrzucker
75 g weiche Butter
1 EL Vanilleextrakt
1 TL Salz
1 Ei


Mürbeteig
150 g Rohrohrzucker
250 g kalte Butter
2 Eigelbe
400 g Mehl 


Streusel
125 g kalte Butter
125 g Rohrohrzucker
250 g Mehl


Außerdem
2 kg Zwetschen (am liebsten Hauszwetschen)


Zubereitung

Hefeteig
Das Mehl in eine Schüssel geben und mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken. Die Frischhefe zerbröseln und in die Mulde geben. Einen TL Zucker dazugeben und die Mulde mit Milch auffüllen.

Eine Viertelstunde stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu "arbeiten", es steigen dann kleine Bläschen auf. 
Die restliche Milch, den Zucker, Butter, Ei und das Salz dazugeben und alles sehr gründlich zu einem glatten, elastischen Teig verkneten - entweder mit der Küchenmaschine oder mit dem Mixer. 
Abgedeckt in einer Schüssel gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat, das kann je nach Zimmertemperatur bis zu 2 Stunden dauern, aber auch erheblich schneller gehen.


Mürbeteig
Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat. Den Teig in Folie wickeln oder in einen Gefrierbeutel geben und bis zur Weiterverarbeitung im Kühlschrank ruhen lassen.


Streusel
Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verkneten bis Streusel entstanden sind. 

Die Zwetschen waschen, entsteinen und halbieren. 
Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen und durchkneten, bis er wieder etwas weich geworden ist und sich leichter bearbeiten lässt. Den Hefeteig mit dem Mürbeteig verkneten, bis der Mürbeteig gleichmäßig verteilt ist und der Teig aber noch marmoriert aussieht. 
Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollen und in gleichmäßigen Abständen einstechen. 
Den Zwillingsteig eng mit Zwetschen belegen und die Streusel darüber geben. Nochmals ca. 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.  
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 60 Minuten backen - Stäbchenprobe machen! Herausnehmen und auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Schokoladen-Guinness-Kuchen

Als ich kürzlich mal wieder einen akuten Schokokuchenjieper hatte und unbedingt einen neuen Kuchen ausprobieren wollte, haben meine Facebookleser sehr eindeutig für diesen Schokoladen-Guinness-Kuchen votiert und wenn die Leserschaft meint, ich solle den ausprobieren, dann halte ich mich natürlich dran und mach das doch glatt ;o)

Beim späteren Bearbeiten und Hochladen der Bilder in meine Webalben hab ich dann nicht schlecht gestaunt. Den Kuchen hatte ich im Mai schon mal gebacken, dann aber wieder komplett vergessen - so langsam verliere ich anscheinend den Überblick über die Rezepte die auf meiner NKL stehen oder in der Warteschleife ihre Runden drehen... 

Schokoladen-Guinness-Kuchen
Im Originalrezept, das aus The Hummingbird Bakery* stammt, wird im Frosting die doppelte Menge Zucker verwendet, das dürfte aber nahezu ungenießbar sein, denn selbst mit der von mir verwendeten Hälfte ist das Frosting nicht wirklich wenig gesüßt. 
Wenn Ihr also nicht gerade an akuter Unterzuckerung leidet, würde ich Euch auch empfehlen die Zuckermenge zu reduzieren oder gleich die im Rezept unten angegebene Menge Zucker zu verwenden. 

Beim Zubereiten des Frostings ist sehr wichtig, dass Ihr die Zutaten nur kurz miteinander vermengt, da es sonst schnell flüssig wird. Die Butter und den Puderzucker könnt Ihr theoretisch ewig rühren, sobald aber der Frischkäse dazukommt, ist Eile geboten und Ihr solltet wirklich nur huschhusch alles solange verrühren, dass die Zutaten vermengt sind. 

Schokoladen-Guinness-Kuchen
Zutaten für eine Springform mit 22 cm Ø
250 ml Guinness oder ein anderes Stout
250 g Butter
80 g Kakaopulver
350 g Rohrohrzucker
2 Eier
140 ml Buttermilch oder saure Sahne
280 g Mehl
1/2 TL Salz
2 TL Natron
1/2 TL Weinsteinbackpulver

Frosting
50 g weiche Butter
150 g Puderzucker
125 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)

Außerdem 
Kakaopulver zum Bestäuben (nach Wunsch)

Zubereitung
Das Guinness mit der Butter in einem Topf erhitzen, bis die Butter vollständig geschmolzen ist. Von der Herdplatte ziehen und den Kakao, Zucker und den Vanilleextrakt einrühren. 
Eier und Buttermilch in einem Becher miteinander verquirlen und unter die Butter-Bier-Mischung rühren. 
In einer Schüssel das Mehl mit dem Natron, Backpulver und Salz vermischen. Die Guinnessmischung dazugeben und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verrühren. 

Eine Springform fetten und mit Kakaopulver ausstäuben, den Kuchenteig
einfüllen und im vorgeheizten Backpulver bei 180°C ca. 60 Minuten backen. Unbedingt den Stäbchentest machen, der Kuchen soll feucht wie ein Brownie sein und eine feste Konsistenz haben. Aus dem Backofen nehmen, ca. 5 Minuten in der Form, dann vollständig auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

Für das Frosting die zimmerwarme Butter mit dem Puderzucker kräftig schaumig rühren, anschließend den Frischkäse vorsichtig und vor allem schnell unterheben. So wenig wie möglich rühren, da das Frosting sonst weich wird.
Den Kuchen auf eine Tortenplatte setzen und das Frosting auf der Oberfläche verteilen. Mit Kakao bestäuben.
*Affiliatelink

Tarte au Citron

So, nachdem es in der letzten Woche nur Lesefutter gab, die KuLa-Küche aber ansonsten kalt geblieben ist, wird es höchste Zeit, endlich mal wieder etwas leckeres auf den Tisch zu bringen! Und weil die Zeit seit dem letzten Rezept schon n büschen her ist, gibt's heute direkt etwas Süßes - als kleine Wiedergutmachung.
Ich hatte Euch ja beim Zitronenextrakt bereits versprochen, zu zeigen, was ich mit dem ganzen Zitronensaft gemacht habe. Heute kommt also die Auflösung, eine Tarte au Citron, bzw. DIE Tarte au Citron, es war nämlich die beste Tarte au Citron, die ich bisher gegessen habe. 
Ich habe ja bereits vor 3 Jahren eine Tarte au Citron gebloggt, diese hier ist aber viel besser - mit ganz, ganz großem Abstand. 

Tarte au CitronDas Rezept stammt mal wieder von David Lebovitz, einer meiner ersten Anlaufstellen, wenn es um Desserts, Kuchen und natürlich Eis geht, denn David Lebovitz hat auch das meiner Meinung nach beste Eisbuch überhaupt geschrieben - womit wir schon wieder beim Thema Kochbücher wären ;o)
Wenn Ihr kein Problem damit habt, dass die Bücher von David Lebovitz nur in englisch erhältlich sind, schaut Euch Ready for Dessert* und The Perfect Scoop* unbedingt mal genauer an - beide Bücher gehören zu meinen absoluten Favoriten und sind aus meinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken, genauso wie der Blog von David Lebovitz aus meiner Favoritenliste. 

Tarte au Citron
Eine Tarte au Citron ist kinderleicht zubereitet und perfekt zur Verwertung größerer Mengen Zitronensaft. Da ich sehr gerne und viel Zitronenabrieb verwende, Zitronensaft dagegen aber nicht so oft, für mich die ideale Möglichkeit, gleich einen ganzen Schwung aufzubrauchen.
Falls Euch der Zitronencreme-Jieper überkommt und Ihr Euch nicht mehr zurückhalten könnt, esst die Creme einfach ohne Boden, die schmeckt nämlich auch als Pudding köstlich.
Solang die Erdbeersaison noch läuft, schmeckt eine Zitronentarte natürlich besonders gut, wenn sie mit einigen Erdbeeren serviert wird, aber auch ohne oder in Kombination mit anderen Beeren schmeckt sie einfach toll. 

Tarte au Citron
Backt die Tarte unbedingt am Vortag, lasst sie dann im Kühlschrank über Nacht richtig durchkühlen und serviert sie gut gekühlt, dann schmeckt sie eindeutig am besten. 
Beim Boden hab ich nicht das Rezept von David Lebovitz, sondern mein bewährtes Tarteboden-Rezept verwendet, weil das so herrlich "keksig" ist. 

Amalfi-Zitronen
Zutaten für eine normalgroße runde oder eckige Tarteform

Sandteig
250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei

Füllung 
125 ml frisch gepresster Zitronensaft
Abrieb von einer unbehandelten Bio-Zitrone
100 g Zucker
85 g Butter 
2 große Eier 
2 Eigelbe 

Außerdem
Puderzucker zum Karamellisieren

Zubereitung

Sandteig

Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat.

Den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht.
Den Teig ca. 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. Auf das Nudelholz aufrollen und über der Tarteform wieder abrollen. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und den überschüssigen Teig am Rand abschneiden. In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 10 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5 Minuten backen.

Zitronen-Füllung 
Zitronensaft
Die Zitrone gründlich unter fließendem heißen Wasser reinigen und mit einem Sparschäler so dünn wie möglich die Schale abschälen, es soll so wenig Weißes wie möglich an der Schale verbleiben. 
Den Zitronensaft mit dem Zucker, Butter und dem Zitronenabrieb in einem Topf  erhitzen. Beiseite stellen und ca. eine Stunde ziehen lassen. 

Die Eier mit den Eigelben verkleppern. Die Schale aus dem Zitronensaft entfernen und den Zitronensaft erneut erhitzen. 3 EL des erhitzen Zitronensaftes zu den Eiern geben und alles miteinander verrühren. Die Eier in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren in den Zitronensaft einlaufen lassen, dann die Masse erneut bei mittlerer Hitze erwärmen, währenddessen komstant rühren, damit die Eier nicht ausflocken oder ansetzen. 
Sobald die Masse deutlich eingedickt ist und am Rand leicht anfängt zu blubbern, von der Platte ziehen und auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen. 
Glattstreichen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 5-10 Minuten backen, der Lemoncurd soll sich nur etwas setzen. 

Die Tarte aus dem Backofen nehmen, komplett abkühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen. 
Vor dem Servieren die Tarte mit Puderzucker bestreuen und mit einem Bunsenbrenner karamellisieren. Nach Geschmack mit Erdbeeren, anderem Beerenobst, oder auch pur servieren.
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