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Baharat


Erinnert Ihr Euch an die unverschämt leckeren Batata Charp, die ich Euch neulich vorgestellt habe? Eine mysteriöse Zutat für diese leckeren gefüllten Kartoffelplätzchen war Bahārāt, eine orientalische Gewürzmischung, die der Füllung einen ganz unvergleichlich aromatischen Geschmack gibt. Damit Ihr die Batata Charp auch nachkochen könnt, wenn Ihr keine Gewürzhandlung in der Nähe habt, gibt's heute das Rezept dafür. 
Natürlich gilt hier, wie für alle Gewürzmischungen, dass es wahrscheinlich soviele verschiedene Rezepte wie Anbieter gibt, meine Mischung ist also nur eine von ungefähr 1365 möglichen. Bahārāt schmeckt ganz hervorragend in Fleisch-, aber auch Gemüse- und Fischgerichten. 
Zum Mahlen der Gewürze verwende ich die Gewürzmühle meines Foodprocessors*, man kann aber auch eine elektrische Kaffeemühle nehmen oder die Gewürze im Mörser bearbeiten, das klappt ebenfalls wunderbar. Da wir gerne und oft Kartoffelgerichte essen und Muskatnuss dafür eine unabdingbare Zutat ist, habe ich mir vor einiger Zeit diese Muskatmühle* angeschafft - da ist eine halbe Muskatnuss ebenfalls in Nullkommanix atomisiert.
Bahārāt
Zutaten 
8 Kardamomkapseln
15 g schwarzer Pfeffer
1 Stange Ceylon Zimt
6 g Koriandersaat
4 g Nelken
10 g Cumin
20 g Paprika, edelsüß
1/2 Muskatnuss

Zubereitung 
Die Kardamomkapseln im Mörser anknacken und die Saat herauslösen. Die Zimtstange etwas zerbröseln und zusammen mit dem ausgelösten Kardamom, Pfeffer, Koriander, Cumin und den Nelken in eine Gewürzmühle geben. Mahlen, bis ein feines Pulver entsteht. Die Muskatnuss mit der Muskatreibe fein reiben. 
Alle Zutaten miteinander vermischen und in einem verschließbaren Gefäß lichtgeschützt aufbewahren. 
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Ostfriesische Knetwaffeln

Zeiner original ostfriesischen Teetied (Teezeit) gehört neben einer guten Tasse Ostfriesentee natürlich auch das passende Gebäck. 
Zu Neujahr werden eigentlich Krüllkoken, bzw. Neujahrskuchen gereicht, die hab ich aber ja schon vor 3 Jahren gebloggt, daher gibt es heute eine andere ostfriesische Waffelart, die ich sogar noch viel lieber mag als die sehr zarten Röllchen. Außerdem sind sie schneller und unkomplizierter gemacht. Mit anderen Worten, diese Waffeln sind schlicht und einfach die besseren Waffeln und dazu noch mein allerliebstes Teegebäck überhaupt. Wie könnte man ein Jahr besser abschließen, als mit einem absoluten Lieblingsrezept?

Ostfriesische Knetwaffeln
Um ostfriesische Knetwaffeln zu backen, braucht man natürlich das passende Waffeleisen, in diesem Fall einen herkömmlichen Hörnchenautomat, mit dem man auch Neujahrskuchen und Eistüten ausbacken kann. Ich hab seit einigen Jahren dieses Gerät* und bin damit sehr zufrieden. 
Apropos Eistüten, die lassen sich mit diesem Rezept auch ganz wunderbar herstellen, dazu muss die Teigmenge pro Waffel nur etwas erhöht werden (die Waffeln wären sonst nen Ticken zu klein) und die fertigen Waffeln sofort nach dem Backen mit einem Hörnchenformer* in die typische Tütenform gebracht werden. Wie das genau funktioniert, werd ich aber demnächst noch einmal zeigen. 

Ostfriesische Knetwaffeln
Früher, als wir noch keine Knetwaffeln kannten, sondern zuhause immer Krüllkoken gebacken haben, waren wir mit einer "Teigladung" meistens einen ganzen Nachmittag beschäftigt. Die Teigmenge des oben verlinkten Krüllkokenrezeptes reichte meist für 4-5 Stunden Beschäftigung. 
Eine Arbeit für jemanden, der Mutter und Vater erschlagen hat und zu allem Überfluss waren die Fingerkuppen im Anschluss auch noch ganz dick, wund und fühlten sich an, als hätte man sie ne halbe Stunde in siedendes Öl gehalten. Krüllkokenbacken ist also kein Vergnügen, Knetwaffeln sind da ganz anders!    

Ostfriesische Knetwaffeln
Im Gegensatz zu den Krüllkoken, werden Knetwaffeln nicht mit den Fingern gerollt, sondern man stellt sie einfach in ein spitz nach unten zulaufendes Glas und lässt die darin abkühlen, bis die nächste Waffel fertig ist. Die vorherige wandert dann auf ein Kuchenrost, und es geht mit der nächsten weiter. Eine wunderbar fingerschonende Angelegenheit also ;o)
Wer die Waffeln gern spitzer haben möchte, der nimmt einfach einen Trichter, stellt den in eine Tasse oder ein Glas und gibt die Waffeln zum Auskühlen dort hinein. Mir gefallen sie aber so am besten, daher benutze ich immer mein angestammtes "Waffelglas".

So, und zu guter Letzt noch eine kleine Abwandlung dieses Rezeptes. Anstatt mit Kardamom schmecken diese Waffeln nämlich auch mit Anis ganz wunderbar. Verwendet in dem Fall auf diese Teigmenge einen TL gemahlenen Anis - ansonsten bleibt alles wie gehabt. 

Ostfriesische Knetwaffeln Making-of
Zutaten für ca. 27 Waffeln
250 g Butter
10 g grüne Kardamomkapseln, frisch gemörsert
4 Eier
250 g Rohrohrzucker
1/4 TL Salz
500 g Mehl

Zubereitung
Die Butter in einem Topf zerlassen und bei mittlerer Hitze leicht bräunen, beiseite stellen und abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit die Kardamomkapseln in einen Mörser geben und leicht andrücken, so dass sich die schwarzen Samen lösen. Die Kardamomsaat mit einem TL Zucker möglichst fein mörsern. Alternativ die Hälfte des Zuckers mit der Kardamomsaat in einer elektrischen Gewürzmühle fein mahlen. 
Die Eier mit dem Zucker und Salz schaumig schlagen, nach und nach die etwas abgekühlte gebräunte Butter in einem feinen Strahl einlaufen lassen. Das Mehl ebenfalls dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. 
Den Teig für 30 Minuten oder besser über Nacht ruhen lassen. 
Am nächsten Tag den Teig erneut Zimmertemperatur annehmen lassen, mit einem Eiskugelformer ca. walnussgroße Kugeln aus dem Teig formen und in einem Hörncheneisen ausbacken. 
Die fertigen Waffeln sofort in ein schräg zulaufendes Glas stellen, um ihnen die typische Form zu verleihen. In einer Keksdose aufbewahren und mit einer schönen Tasse Ostfriesentee genießen. 
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Kakaomischung im Glas

Langsam wird's n büschen eng, oder? Habt Ihr schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen oder fehlt noch eine Kleinigkeit? Ja? Dann hab ich heute wieder etwas für Euch. Entweder zum Verschenken oder als Belohnung für Euch, eine Kakaomischung, je nach Mischung für zuhause oder auch fürs Büro, die ganz schnell, unkompliziert und günstig gemacht ist.

Wenn Ihr den Kakao zuhause zubereiten möchtet, lasst das Milchpulver einfach weg, daheim könnt Ihr ja richtige Milch verwenden. Falls Ihr Euch aber auch im Büro ab und zu einen leckeren Kakao gönnen möchtet, ist die milchpulverhaltige Variante ideal, da Ihr dann nur einen Wasserkocher braucht und in Nullkommanix einen leckeren Kakao parat habt. 

Kakaomischung im GlasWas Ihr alles in Eure ganz persönliche Kakaomischung gebt, hängt mal wieder von Eurem Geschmack ab. Ich empfehle ganz dringend eine großzügige Prise frisch gemahlene Muskatnuss, wie ich es schon bei meinem Lieblingskakao vorgestellt habe. Aber auch eine gute Prise frisch gemahlener Kardamom oder Orangenpulver schmecken sehr lecker - Ihr könnt sogar Kuhbonschen, andere Karamellen oder Pralinen kleinhacken und dazugeben. 

Valrhona-Kuvertüre und -Kakaopulver
Zutaten (für ein 600 ml-Glas)
100 g Bio-Milchpulver
100 g gutes Kakaopulver
1 EL gemahlene Vanille
1/4 frisch gemahlene Muskatnuss
100 g Rohrohrzucker 

Zusätzlich 
50 g Schokotropfen
Mini-Marshmallows
2 zerstoßene Candy Canes

Zubereitung
Erst das Milchpulver vorsichtig löffelweise in ein Glas füllen, darauf den Kakao, die gemahlene Vanille und die frisch geriebene Muskatnuss verteilen. Den Zucker einfüllen, darüber nach Geschmack Schokotropfen und/oder zerstoßene Candy Canes geben und zum Abschluss mit Mini-Marshmallows auffüllen. 

Vor der Zubereitung alles in eine große Schüssel umfüllen, umrühren und zurück ins Glas geben. Jeweils ca. 2 EL Kakaomischung in eine Tasse geben und mit kochendem Wasser auffüllen, umrühren und genießen. 

Schoko-Lebkuchen & Lebkuchengewürz

So, heute gibt's mal wieder "Kekse" ganz nach meinem Geschmack, da muss nicht stundenlang mit dem Lineal gemessen und auf Breite geschnitten werden, sondern der Teig wird ausgerollt, ausgestochen und dann gebacken - fertig.  
Kennt Ihr diese Schoko-Lebkuchensternchen, -brezel und -herzen, die es schon im August in allen Geschäften gibt? Die machen wir heute selbst, zumindest den Lebkuchen, die Form könnt Ihr natürlich ganz nach Lust und Laune selbst bestimmen.
Ich steche am liebsten mit einem Vorspeisenring schlichte Kreise oder mit einem eckigen Lebkuchenausstecher* kleine Rechtecke aus - geht am schnellsten und sieht auch schick aus.  
Da ich die Lebkuchen sehr gerne mit Schokoüberzug mag und weil sie so auch besonders lange saftig bleiben, überziehe ich sie noch mit dunkler Kuvertüre und verziere sie mit halbierten, geschälten Mandeln. 

Schoko-Lebkuchen
Diese Lebkuchen sind übrigens auch die idealen Kinderlebkuchen und eignen sich prima zum Häuslebauen. Sprich, man kann damit sehr gut ein Lebkuchenhaus bauen.

Mein Lebkuchengewürz mische ich mir gerne selbst an, dann kann ich zum einen den Zimtgehalt bestimmen ;o) und weiß vor allem auch, wie frisch das Gewürz ist. Zum Mahlen der Gewürze verwende ich die Gewürzmühle meines Kenwood Foodprocessors*, Ihr könnt aber auch sehr gut eine elektrische Kaffeemühle* nehmen. Kostet nicht viel und eignet sich dafür hervorragend zum Mahlen von Gewürzen und wenn Ihr sie mit einem Pinsel und/oder einem feuchten Tuch reinigt, könnt Ihr anschließend natürlich auch weiterhin Kaffee darin mahlen - hab ich früher auch so gemacht. 
So, und damit Ihr heute Nachmittag auf dem Sofa auch ausreichend Lesestoff habt, hab ich noch einen ultimativen Stöbertipp für Euch. 
Kennt Ihr schon die Weihnachtszeitung, die Maike von The Culinary Trial zusammen mit einem ganz mysteriösen Künstler gebastelt hat? Nein? Dann wird's jetzt aber wirklich höchste Zeit! Schaut sie Euch unbedingt mal an, da sind ganz tolle Rezepte drin und das Layout ist einfach wunderschön! Dauerhaft verlinkt findet Ihr sie auch rechts in der Sidebar direkt unter der Klönstuv bei den anderen Needful Things - nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass Ihr Maikes Blog nicht eh sofort abonniert ;o) 

Und wenn Ihr auf der Suche nach NOCH mehr Keks- und Plätzchenrezepten seid, dann solltet Ihr unbedingt mal einen Blick auf Plaetzchen.org werfen ❤
Einen schönen 2. Advent wünsche ich Euch!

Schoko-Lebkuchen
Zutaten
250 g Honig
250 g Rohrohrzucker
100 g Butter 
½ TL Salz
15 g Lebkuchengewürz (s.u.)
12 g Pottasche
500 g Mehl 
20 g Kakaopulver
2 Eier

Außerdem 
Kuvertüre zum Überziehen
geschälte und halbierte Mandeln zum Verzieren

Zubereitung
Den Honig zusammen mit dem Zucker und der Butter in einem Topf unter Rühren schmelzen und zum Kochen bringen. Solange rühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Den Topf von der Herdplatte ziehen und das Salz, sowie das Lebkuchengewürz unterrühren. Beiseite stellen und vollständig abkühlen lassen. 
Die Pottasche im Orangenextrakt auflösen und beiseite stellen. 
Das Mehl mit dem Kakao trocken in einer Schüssel verrühren, die Honig-Zuckermischung, die Eier und den Orangenextrakt dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt über Nacht, wenn möglich aber auch gerne eine Woche lagern, damit sich die Aromen vollständig entwickeln können. 

Den Teig vor der Weiterverarbeitung nochmals durchkneten und mit dem Rollholz ca. 1/2 cm dick ausrollen. Mit Formen nach Wahl ausstechen und nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen je nach Teiglinggröße ca. 15-10 Minuten backen, dann herausnehmen und auf einem Kuchenrost komplett auskühlen lassen. 

Die ausgekühlten Lebkuchen je nach Vorliebe so belassen oder mit dunkler Kuvertüre überziehen und mit halbierten Mandeln verzieren. In einer luftdichten Keksdose aufbewahren.

Lebkuchengewürz, hausgemacht

Lebkuchengewürz
Zutaten
20 g Ceylonzimt
5 g Nelken
4 g Ingwerpulver
3 g grüne Kardamomkapseln
3 g Macis, ganz
3 g Piment, ganz 
2 g Koriandersaat
2 g Anissaat

Zubereitung
Die Zimtstangen grob zerbröseln, die Kardamomkapseln mit einem Mörserstößel leicht andrücken, so dass die Samen herausspringen. Zusammen mit den übrigen Gewürzen in einer elektrischen Gewürz- oder Kaffeemühle zu einem feinen Pulver mahlen und in einem luftdicht verschließbaren Glas aufbewahren.
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Mango Lassi

Mit exotischem Obst wie Ananas, Papaya und Mangos ist das so eine Sache. Normalerweise kaufen wir es nicht, sondern bleiben bei saisonalem und regionalem Obst. Zur Zeit gibt's ja aber leider nicht sehr viel mehr als Lageräpfel und auch die sind nicht mehr wirklich knackig - wir haben daher neulich unserer Inkonsequenz freien Lauf gelassen und es so richtig krachen lassen. Wir haben eine Mango gekauft!
So pur finde ich Mango gar nicht so besonders lecker, daher ist sie zusammen mit etwas Joghurt, Milch und ein paar Gewürzen in den Blender gewandert - mein Mitesser war begeistert und ich fand es auch ganz lecker. Mein Lieblingsobst wird Mango aber nicht und das ist ja auch ganz gut so ;o)

Da ich nur Mango, Joghurt und Zucker n büschen langweilig finde, hab ich das Lassi noch mit etwas Kardamom, gemahlenem Ingwer und Safran aufgepeppt - nicht nur zum Entschärfen von indischem Essen eine ganz leckere Geschichte!

Mang Lassi
Zutaten
1 sehr reife Mango 
500 ml Joghurt (0,1%)
50-100 ml Milch (je nach Vorliebe und Größe der Mango)
1 Messerspitze Ingwerpulver
4 Kardamomkapseln
einige Fäden Safran
2 EL heißes Wasser 
Zucker oder Invertzuckersirup nach Geschmack

Zubereitung
Die Kardamomkapseln in einen Mörser geben und kurz anknacken, so dass die Samen herausfallen. Die Schalen entfernen. Den Safran und einen TL Zucker dazugeben und sehr fein mahlen. Das heiße Wasser dazugeben und kurz ziehen lassen.
Das Fruchtfleisch der Mango abschneiden, und zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Blender geben und fein pürieren. Gut gekühlt servieren. 

White ChocMoc ☕

MannMannMann, was is das ungemütlich draußen. Kaum wird's gegen Mittag wenigstens annähernd hell, da geht die Sonne, die sich sprichwörtlich im Hintergrund hält und hinter dicken, grauen Wolken versteckt, auch schon wieder unter. Für Foodblogger, die gerne fotografieren, die schlimmste Zeit des Jahres.
Ich bin in meiner kleinen Dachbutze ja eh nicht gerade von der Sonne verwöhnt, sonnendurchflutet ist was anderes, um im Winter aber auch nur ab und zu mal ein anständiges Bild machen zu können, müssten wir eigentlich schon morgens um 10:00 Uhr zu Mittag essen, danach wird's schwierig.
Diesen Espresso mit weißer Schokolade und einem wönzigen Klecks Sahne hat mein Mitesser daher auch nicht nachmittags gemütlich auf dem Sofa getrunken, sondern morgens direkt nach dem aufstehen - man muss da schon mal Prioritäten setzen und die lauteten in diesem Fall: Foto!

Für eine militante Teetrinkerin wie mich, ist dieser Espresso mit weißer Schokolade und Kardamomsahne eher nichts, dachte ich zumindest, bis ich doch nen kleinen Schluck stiebitzt hab. Holla die Waldfee, ist der lecker!
Leider kann ich Kaffee nicht so gut vertragen, daher blieb es bei dem kleinen Schluck, wenn ich aber doch mal irgendwann einen Kaffee trinken sollte/wollte/würde, dann diesen. Süß, herb, sahnig, cremig und zum Schluss noch die frische Note des Kardamoms - ich hätte nicht gedacht, dass ich mal so von einem Kaffeegetränk schwärmen würde...
Also, nutzt den nächsten trüben Nachmittag, kocht Euch eine grooooße Portion und dann nichts wie ab auf's Sofa!
 
Das Rezept für diesen mordsleckeren Kaffee stammt aus einem noch recht neuen und schon jetzt heißgeliebten Kochbuch, Home Made Winter von Yvette van Boven. Wie schon der Vorgänger Home Made in sehr kurzer Zeit auf meine Favoritenliste gewandert.
Und weil es ja jetzt schon so ganz langsam auf Weihnachten zugeht, schaut es Euch unbedingt mal an, ein ganz tolles Geschenk mit tollen Rezepten (nicht nur) für die kalte Jahreszeit.  

Zutaten
250 ml Vollmilch
50 g weiße Schokolade
200 ml Espresso
100 ml Schlagsahne
Mark einer Vanilleschote oder 1/4 TL gemahlene Vanille
1/2 TL Kardamomsamen, frisch gemörsert

Zubereitung
Die Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Von der Platte ziehen, die Schokolade einrühren und beiseite stellen. 
In der Zwischenzeit den Espresso kochen und die Sahne mit dem Vanillemark steif schlagen. Die Kardamomskapseln mit der flachen Seite eines Messers flach drücken, die Samen in einen Mörser geben und fein reiben. 
Sobald der Espresso fertig ist, die Milch mit der Schokolade glatt rühren, den Espresso zufügen und alles miteinander verrühren.
In Gläser füllen, einen Klecks Sahne darauf geben und mit zerstoßenen Kardamomsamen bestreut servieren. 

Quelle: Home Made Winter - Yvette Van Boven


Stollenkonfekt mit Cranberries und Pistazien

Auf geht's in die letzte Woche des kuriosen Keksmarathons - 4 noch, dann habt Ihr es geschafft. Obwohl, so ganz stimmt das nicht, ich hab da ganz evtl. noch was in petto - aber dazu dann nach Weihnachten, denn damit hat das nix zu tun ;o)
Kommen wir erstmal zum Wesentlichen, diesem grandiosleckeren Stollenkonfekt, das so unglaublich lecker ist, dass ich Euch ganz dringend rate, es trotz Eurer wahrscheinlich auch zum Bersten gefüllten Keksdosen unbedingt noch schnell zu backen - Ihr verpasst sonst was, wirklich!

Die Bezeichnung Stollenkonfekt ist wahrscheinlich ein wenig irreführend, denn die sonst üblichen Stollenzutaten wie Orangeat, Zitronat, Rosinen, Korinthen, Marzipan, Mandeln, etc. haben in diesen mordsleckeren Teilchen nix zu suchen, zumindest nicht in meiner Variante - sonst würd ich's auch nicht mögen, denn mit diesem ganzen Kram kann man mich und auch meinen Mitesser jagen ;o) 
Das Rezept hab ich bei Paule gemopst, deren (durch die Bank weg) wunderschönen Bilder dafür gesorgt haben, dass ich dieses Rezept seit dem letzten Jahr nicht mehr aus dem Kopf bekommen habe und trotz einer kilometerlangen Keks-Back-Liste auch noch unbedingt backen musste.
Gut so, denn von all den Rezepten, die ich dieses Jahr gebacken habe (und das waren wirklich ne Menge), ist dies eindeutig eines meiner liebsten und hat schon jetzt einen Stammplatz in unserem Repertoire.
Also, nich lang zieren und aufs nächste Jahr verschieben, die passen noch, glaubt's mir ;o)
 
Zutaten
150 g getrocknete Cranberries
2 Esslöffel Rum
2 Esslöffel frisch gepresster Orangensaft
100 g weiche Butter
Abrieb einer Bio-Orange oder 1/2 TL Orangenpulver
75 g Rohrohrzucker
Mark 1 Vanillestange
150 g Schichtkäse oder gut abgetropfter Quark
300 g Weizenmehl Type 550
knapp 2 TL Weinsteinbackpulver
1/4 Teelöffel gemahlener Kardamom
1/4 Teelöffel gemahlener Ingwer
60 g gehackte Pistazienkerne
50 g geschmolzene Butter zum Einpinseln
Puderzucker zum Bestäuben 

Zubereitung
Die Cranberries zusammen mit dem Rum und dem Orangensaft in eine Schüssel geben und über Nacht ziehen lassen.
Das Mehl mit dem Backpulver und den Gewürzen in eine Schüssel geben und trocken miteinander vermischen. Beiseite stellen.
Die zimmerwarme Butter mit Zucker, Orangenabrieb, Orangenpulver und Vanillemark mit dem Mixer oder der Küchenmaschine einige Minuten schaumig rühren, dann auf mittlere Stufe Quark untermengen.
Die Mehlmischung auf kleinster Stufe zügig unterrühren, die eingeweichten Cranberries und die Pistazien ebenfalls einarbeiten.
Die Teigmasse auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und ca. 1,5 cm dick ausrollen. In 3 cm breite Streifen schneiden und diese anschließend in Quadrate teilen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 12-15 Minuten backen.
In der Zwischenzeit die Butter schmelzen und die noch warmen Teilchen großzügig damit bestreichen, anschließend in Puderzucker wälzen.
Gut verschlossen in einer Dose aufbewahren und mindestens 3-4 Tage durchziehen lassen, damit sich die Gewürze richtig entfalten können.
Fremdkochen Kulinarische Geschenke

Orangen-Kardamom-Sirup oder Fanta in lecker

Das Zitrusschalen sind getrocknet, atomisiert und luftdicht verpackt, heute geht's wie versprochen dem Saft an den Kragen!
Wenn man nur eine kleine Menge Pulver herstellt, kann man den Saft natürlich mal eben so zwischendurch austrinken, wenn Ihr aber wie ich für die Weihnachtsgeschenke- produktion eine etwas größere Menge herstellt, lohnt es, sich auch Gedanken um die Weiterverarbeitung des Saftes zu machen und was liegt da näher als Sirup? Nix! ;o)

Bevor ich diesen Sirup gekocht hab, war ich mir gar nicht mal so sicher, ob wir den überhaupt mögen würden, denn wenn ich etwas nicht mag, dann ist es Fanta - von Cola, Zimt und anderen Kleinigkeiten mal abgesehen ;o)
Diesem Sirup fehlt aber eine grundlegende Eigenschaft, er schmeckt nicht künstlich. Das Orangenaroma ist kräftig, wird vom Kardamom noch unterstützt und im Hintergrund kommt ganz leicht die Vanille durch. Keine Spur von diesem audringlich penetranten künstlichen Orangenaroma von Fanta und diesem ganzen anderen Softdrink-Kram.
Wenn Ihr zufällig im Vanillezucker noch eine alte (also bereits ausgekratzte, getrocknete) Vanilleschote habt, nehmt die, das reicht vollkommen. Je nachdem, wie ergiebig eine frische Vanilleschote ist, wird das Aroma nämlich sonst auch gern mal zu kräftig. 
Und wer gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit noch ne Extra-Portion Weihnachtsaroma braucht, der kann zusätzlich noch eine Stange Zimt dazugeben... Mir käm das aber selbstverständlich nie in den Sinn ;o)

Zutaten
Saft von 10 Orangen (insgesamt 1 Liter)
Saft von 2 Zitronen
500 g Zucker 
1o grüne Kardamomkapseln
1/2 frische Vanilleschote oder eine ganze ausgekratzte und getrocknete 

Zubereitung
Die Kardamomkapseln im Mörser leicht anmörsern, so dass sich die Kapseln öffnen. In einer Pfanne bei mittlerer Hitze leicht anrösten, dabei aufpassen, dass die Körner nicht anbrennen.
Die Orangen und Zitronen auspressen und den Saft zusammen mit dem Zucker und den angerösteten Kardamomkapseln in einen Topf geben. Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark mit dem Messerrücken herauskratzen und zusammen mit der ausgekratzen Schote zum Saft geben. 
30-45 Minuten sprudelnd kochen, bis der Sirup schön eingedickt ist, dann durch ein feines Sieb gießen und in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Quelle: Bettina Matthaei - Würzen

Wildschweingulasch mit Brotknöpfle

Nach dem gestrigen Ärger mit meiner alten eMail-Adresse brauch ich heute erstmal was Anständiges zu Essen, etwas das ordentlich wärmt und glücklich macht - ein Schmorgericht also und was bietet sich da eher an, als eine riesengroße Portion Gulasch mit knusprig gebratenen Brotknöpfle? Nix ;o)

Das Wildgulasch, also das rohe Fleisch, schlummert schon seit Anfang September in meinem Gefrierschrank, damals haben wir nämlich bei einem Bummel über den Herbstmarkt auf Gut Basthorst die Gelegenheit genutzt und uns am Stand der von von Bülow'schen Wildspezialitäten reichlich mit unseren heißgeliebten Wildschwein- bratwürsten und einer großen Portion Wildschweingulasch eingedeckt. 
Wir sind ja keine so großen Schweinefleisch-Liebhaber und daher muss es wenn schon ein besonderes Schwein sein. Die Angler Sattelschwein-Kreuzungen, die unser Schlachter hält, sind zwar von ganz ausgezeichneter Qualität, so ein Wildschwein schmeckt aber nochmal nen Tick aromatischer.
 
Das Rezept hab ich beim Mälzer-Tim geklaut, ich hatte schlicht keine Lust mehr nach einem anderen Rezept zu suchen und da kam mir das aktuelle Rezept seiner Kochsendung beim Stöbern in der ARD-Mediathek grad Recht. 
Eigentlich wollte ich noch ein paar Maronen dazugeben, aber momentan bin ich nicht in so großer Kochlaune, so dass ich das Rezept im Endeffekt nur an meine Fleischmenge angepasst und alles zum Schluss noch mit nem kleinen Schluck Schwarz Essig abgeschmeckt habe - die feierliche Premiere meines neuen Lieblingsessigs und sehr, sehr lecker! Wenn Ihr keinen Schwarz Essig habt, nehmt einfach nen kleinen Schluck Balsamico oder lasst ihn weg.


Die Mälzersche Kochsendung, bzw. Kochsendungen im Allgemeinen schau ich eigentlich schon eine ganze Weile nicht mehr - da ist für mein Empfinden einfach die Luft raus, die meisten dienen nur noch der Selbstdarstellung sog. Fernsehköche oder als Spielwiese für... Nee, lassen wir das lieber, mein Mitesser sagt, man muss nicht alles aussprechen, resp. schreiben ;O)
Diesmal war es jedenfalls gar nicht so verkehrt mal wieder reinzuschauen, denn andernfalls wäre mir dieses im Grunde sehr simple, aber mordsleckere Gulasch entgangen und sowas wolln wir ja nu auch nich...

Vermisst Ihr eigentlich irgendwas auf den Gulasch-Fotos? Richtig, die Brotknöpfle sind gar nicht mit drauf. Der Teller war inkl. Knöpfle völlig überladen, das sah nach nix aus und nochmal wollte ich die Portion nu auch nich anrichten - ab und zu hab ich nämlich auch mal Lust auf ne warme Mahlzeit ;o) 
Die Brotknöpfle müsst Ihr Euch also beim Herrn Mälzer anschauen, der hat auch anständig große Teller, so dass die Portion auch inkl. Knöpfle noch schick aussieht und nicht komplett verfressen wie bei mir ;o)

Noch ein paar kurze Worte zum Speck, den Ihr oben weiter auf dem Bild seht... Macht nicht den Fehler irgend so einen eingeschweißten, wässrigwabbeligen Gummispeck zu kaufen, sondern gönnt Euch für dieses Essen einen richtig guten, kräftig geräucherten Speck vom Metzger. Der Speck spielt in diesem Gericht nämlich eine ganz entscheidende Rolle, da er ne ganze Menge Geschmack und Aroma mitbringt. Je besser die Qualität des Specks, desto besser auch das Endergebnis.

Wildschweingulasch

Zutaten 
6 Kapseln grüner Kardamom
3 Nelken
1 Sternanis
7 Wacholderbeeren
3/4 TL Fenchelsaat 
3/4 TL schwarze Pfefferkörner
3/4 TL Koriandersaat

2 kg Wildschweingulasch
2 Zwiebeln
200 g durchwachsener Speck im Stück 
Butterschmalz zum Anbraten 
2 EL Mehl 
330 ml Malzbier 
500 ml Rinderfond (selbstgemacht oder vom Schlachter)
2 EL Schwarz Essig (Kloster Rühn)

Zubereitung
Den Kardamom im Mörser leicht anmörsern, so dass sich die Kapseln öffnen. Zusammen mit den restlichen Gewürzen in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze kurz anrösten. Sobald sie beginnen zu duften, in einen Teebeutel füllen und mit Küchengarn verschließen. 
Das Fleisch sehr gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen, in der Zwischenzeit in einem schweren, am besten gusseisernen Bräter Butterschmalz erhitzen. Die Fleischwürfel je nach Größe des Topfes in 3-4 Portionen nacheinander von allen Seiten scharf anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen. 
Die Schwarte vom Speck abschneiden und den Speck in 3-4 mm dicke Scheiben schneiden, die Zwiebel grob würfeln. 
Die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen, die Speckscheiben und die abgeschnittene Schwarte dazugeben und ebenfalls kurz anbraten. Mit dem Mehl bestäuben, die Butter dazugeben und beides unter Rühren anschwitzen. 
Mit Malzbier ablöschen und den Fond ebenfalls dazugeben. Das Bouquet garni dazugeben und alles einmal aufkochen lassen. Die Temperatur stark reduzieren und das Gulasch bei niedriger Hitze (das Gulasch soll nur ganz leicht simmern) ca. 2 Stunden mit geschlossenem Deckel schmoren.

Das fertige Gulasch mit Schwarz Essig abschmecken und evtl. noch mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen. Nicht vergessen, die Schwarte und das Bouquet garni wieder zu entfernen, das ist beides nicht besonders lecker ;o)

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Brotknöpfle 

Zutaten 
100 g altbackenes kräftiges Sauerteigbrot (von Vortag)
Butterschmalz
1 Zwiebel, fein gewürfelt
100 g durchwachsener Speck, fein gewürfelt

1 Bund Petersilie, fein gehackt
Salz

6 Eier
Salz
350 g Mehl

50 ml kohlensäurehaltiges Mineralwasser 

Zubereitung
Das Brot in kleine Würfel schneiden und in etwas Butterschmalz knusprig anrösten, die Zwiebel- und Speckwürfel dazu geben und glasig anschwitzen. Zum Schluss die Petersilie dazu geben. Beiseite stellen. 
Die Eier in einer großen Schüssel miteinander verquirlen und salzen. Mehl und Mineralwasser zugeben und alles mindestens 5 Minuten kräftig mit einem Kochlöffel zu einem glatten Teig verschlagen, bis er Blasen wirft.
Die etwas abgekühlte Brot-Speck-Mischung unterheben. 
Reichlich Salzwasser in einem Topf zum Sieden bringen. Mit zwei Tee- oder Esslöffeln (je nachdem, wie groß man die Knöpfle mag) kleine Portionen abstechen und ins Wasser gleiten lassen und je nach Größe 3-5 Minuten gar ziehen lassen. 
Mit einer Schaumkelle herausnehmen und in einem Durchschlag abtropfen lassen. 
Je nach Geschmack frisch aus dem Kochtopf servieren oder kurz in einer Pfanne mit etwas Butterschmalz anbraten.

Zitrus-Minz-Sirup mit Kardamom

Spätestens jetzt erkläre ich diese Woche nachträglich zur "Sommerküche-Woche" - ich hab das Buch in so kurzer Zeit wirklich schon ganz erstaunlich gut ausgenutzt, und das ist erst der Anfang, so 2-3 Rezepte hab ich noch in petto und es warten auch noch eine Menge Klebezettel darauf, nach und nach abgearbeitet zu werden. Aber der Sommer hat ja noch gar nicht richtig angefangen ;o)

Bei diesem Sirup war ich anfangs etwas skeptisch, ich hab einfach bisher noch zu wenig Erfahrung mit Kardamom. Die Skepsis war aber absolut unbegründet, denn der Sirup schmeckt sogar ganz außergewöhnlich gut. Die Mischung aus Zitrusfrucht, Ingwer, Kardamom und Minze ist erfrischend und raffiniert - ganz toll!

Zutaten
5 Bio-Zitronen
4 Bio-Limetten
50 g Ingwer, in Scheiben geschnitten
7 grüne Kardamomkapseln
1 Bund Minze
500 g Zucker
500 g Wasser

Zubereitung
Die Zitrusfrüchte heiß abwaschen und die Schale dünn schälen, dabei darauf achten, dass möglichst wenig Weißes an der Schale ist, da der Sirup dadurch bitter wird.
Die Zitrusfrüchte auspressen und in einen Topf geben. Den Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Kardamomkapseln im Mörser gut anquetschen, so dass sich die Körner aus den Schalen lösen.
Alle Zutaten (außer der Minze) zusammen in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Minze zuf kochenden Flüssigkeit geben, alles ca. eine Minute kochen, dann von der Platte ziehen und abgedeckt vollständig auskühlen lassen.
Durch ein feines Sieb gießen und erneut zum Kochen bringen. Für ca. 10 Minuten kochen lassen, dann in sterilisierte Flaschen füllen. Gut verschließen, auf den Kopf stellen und so auskühlen lassen.
Der Sirup hält sich so (theoretisch) einige Wochen - praktisch ist er aber ganz fix alle ;o)

Heiße Schokolade

Brrr, is das kalt draußen, kalt aber soooo schön!
Für mich ist Winter eindeutig die schönste Jahreszeit von allen und Schnee ist das Allerschönste daran ... Ich weiß, für Autofahrer ist Schnee eine regelrechte Plage, aber ich hab noch nichtmal nen Führerschein, kann Schnee also ganz unbelastet genießen und freu mich über jede Flocke, die vom Himmel kommt.  
Was ich an Schnee so schön finde?
  • Das knarzende Geräusch, wenn man über eine Schneefläche läuft. 
  • Als Erstes auf einer frischen, noch völlig unberührten Schneefläche einen Schuhabdruck zu hinterlassen.
  • kleine Schneelawinen, die im Sonnenlicht von den Zweigen und Ästen fallen und dabei schöner glitzern als jeder Diamant.
  • Der Duft von Schnee, der an klaren Tagen in der Luft liegt, bevor auch nur eine Flocke vom Himmel gefallen ist. 
  • Schneemänner und -frauen, die fröhlich aus Vorgärten herüber lächeln.
usw. usf. Da gibt's noch ganz viele andere Dinge, die Schnee soooo schön machen! Schnee überzieht die Erde, Bäume und Häuser zwar mit einem weißen Teppich, bringt aber so viele Details, die sonst überhaupt nicht auffallen, erst ans Licht, dass man ständig Neues entdeckt. 
Also genießt ihn, macht einen ausgedehnten Waldspaziergang und wenn Ihr dann so richtig durchgefroren seid, dass Eure Gesichtszüge langsam versteinern, bzw. erstarren, schnell ab nach Hause in die warme Stube und eine leckere heiße Schokolade gemacht, ab auf's Sofa, in eine kuschlige Wolldecke eingemummelt und langsam wieder auftauen - schöner geht's nicht!

Heiße Schokolade kann man auf viele Arten machen, ich bevorzuge die Variante mit richtiger Schokolade. 
Zum Verfeinern eignet sich besonders Vanille, Kardamom, Z... (ich mag's einfach nicht ausschreiben ;o) ), Chili oder Ingwer und für die Erwachsenen darf es gern auch mal ein guter Schuss Whisky (hier schmecken besonders Balvenie 10, Springbank 10, Edradour Cream Liquor und alle Whiskys mit kräftiger Sherry-Note) sein. 
Bei der Schokolade achtet unbedingt darauf, dass sie möglichst "hochprozentig" ist, ab 70% aufwärts. Unser momentaner Favorit, der eigentlich überall zu bekommen ist, ist die Lindt Excellence 85% edelbitter kräftig, spannend sind aber auch sortenreine Schokoladensorten, die dann auch nicht mehr aromatisiert werden sollten, da sonst die sortenbedingten Besonderheiten verloren gehen.
Und wenn die Schokolade dann noch von einem kleinen "Sahnehäufchen" gekrönt wird, ist es bis zum Schokoladenhimmel nur noch ein ganz kleiner Schritt ... 

Zutaten
100 g Schokolade, 85%
500 ml Milch
Zucker nach Geschmack
Ein Löffel geschlagene Sahne
Kakaopulver zum Bestäuben

Zubereitung
Schokolade mit einem scharfen Messer hacken und zusammen mit der Milch in einen Topf geben und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich die Schokolade komplett aufgelöst hat.
Nach Geschmack Zucker zufügen und evtl. noch einen Löffel geschlagene Sahne drauf geben. 

Panna Cotta

Die erste Panna Cotta meines Lebens hab ich vor vielen Jahren mit ca. 18 in einem kleinen, richtig guten Restaurant in Bremen-Nord (auf diesen Zusatz bestehen wir Nord-Bremer) gegessen. Ich hatte eine Dessert-Variation bestellt und neben dem obligatorischen Tiramisù war auch eine kleine Portion Panna Cotta auf dem Teller. 
Keine Ahnung, was ich da esse, war ich vom ersten Moment vollkommen hin und weg und wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich das Tiramisù gern zurückgehen lassen und dafür noch eine Portion Panna Cotta gegessen. Seit dem bin ich Panna Cotta-Fan!

Panna Cotta kann auf unterschiedliche Art und Weise gemacht werden.  Ursprünglich wurde sie ohne Geliermittel wie Gelatine oder Agar Agar hergestellt. Dazu köchelte die Sahne so lange, bis sie stark einreduziert war und nach entsprechender Ruhe- und Kühlzeit von selbst "gelierte". 
Heutzutage hilft man gern ein wenig nach und fügt der Panna Cotta Gelatine oder noch besser, Agar Agar zu. Warum ist Agar Agar besser? Abgesehen davon, dass Agar Agar vegetarisch ist, was ja grundsätzlich nicht sooo übel ist, erhält man mit Gelatine nur mit viel Mühe eine so gleichmäßige Vanille-Verteilung wie mit Agar Agar. In den meisten Fällen sinken die Vanillesamen in den Förmchen während der Ruhephase nach unten und sind dann nach dem Stürzen als Schicht sichtbar.
Mit Agar Agar passiert das nicht, man bekommt so automatisch ein perfektes und wunderschönes Ergebnis.

Zutaten
500 ml Sahne, mind. 32%
50 g Zucker
2 g Agar-Agar
1 Vanille-Schote
2 grüne Kardamomkapseln

Zubereitung
Die Vanilleschote längs mit einem scharfen Messer aufschlitzen und mit dem Messerrücken auskratzen. Die Kardamomkapsel einmal anknacken, so dass sich die Schale öffnet.
Die Sahne, Zucker, Kardamomkapseln, Vanillemark und -schote in einem Topf aufkochen, die Temperatur reduzieren und ca. 15 Minuten sanft simmern lassen.
Die Temperatur wieder erhöhen, Agar-Agar einstreuen und unter Rühren ca. 2 Minuten kochen.
Vanilleschote entfernen und die Sahne durch ein feines Sieb in die vorgesehenen Förmchen gießen. Soll die Panna Cotta später gestürzt werden, die Förmchen ganz wenig mit neutralem Öl ausstreichen, das Stürzen gelingt dadurch einfacher. 

Panna Cotta auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann für mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Panna Cotta fest geworden ist. 

Das Rezept hab ich aus  Chaosqueens Kitchen, allerdings hab ich die Agar Agar-Menge halbiert, da mir die Konsistenz mit 4 g Agar Agar zu fest ist. 
Als Fruchtspiegel gab es bei uns eine TK-Beerenmischung, die ich aufgekocht, mit etwas Himbeergeist und Puderzucker abgeschmeckt und anschließend durchpassiert habe - der ideale Kontrast zur süßen Panna Cotta. 
Und wenn die Förmchen voll sind, aber noch eingekochte Sahne übrig ist, einfach in ein verschließbares Gläschen füllen, etwas Frucht-Coulis dazu und man hat am nächsten Tag im Büro eine superleckere Süßspeise. 

 

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