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Gebackene Bohnen ~ Baked Beans

Von diesen gebackenen Bohnen muss ich immer ein paar Gläser in meinem Vorratsregal haben, mein Mann ist nämlich ein riesengroßer Fan dieses Gerichts. 
Wenn ihn dann aus heiterem Himmel der Hunger überfällt, aber nichts Frisches im Haus ist oder ich partout keine Lust habe ausgiebig den Kochlöffel zu schwingen, geh ich nur kurz nach nebenan in meinen kleinen privaten Tante-Emma-Laden, "kaufe" bei mir selbst ein Glas gebackene Bohnen, toaste eine Scheibe Kartoffel- brot und brate - wenn der Appetit denn richtig groß ist - auch noch ein Spiegelei dazu. Wer möchte, kann natürlich auch noch Speck oder kleine Würstchen braten.
In gerade einmal 5 Minuten steht dann auch schon eine wunderbar leckere und sehr sättigende Mahlzeit auf dem Tisch, die ungleich besser als die Dosenvariante schmeckt - versteht sich aber sicher von selbst ;o)

Das Ausgangsrezept stammt aus dem wunderbaren, allerdings mittlerweile vergriffenen Kochbuch Eingemacht von Nick Sandler*, ich hab es aber kräftig auf den Kopf gestellt und stark abgewandelt - viel ist also nicht mehr davon übrig. 
Wenn Ihr Euch für das Thema Haltbarmachen von Lebensmitteln interessiert und dieses Buch zufällig mal irgendwo entdeckt, greift zu, das ist wirklich ein besonderes Schätzchen!

Gebackene Bohnen mit Spiegelei
Zutaten 
500 g Cannelini-Bohnen (oder andere kleine weiße Bohnen nach Geschmack)
150 g Zwiebeln, sehr fein gewürfelt 
4 confierte Knoblauchzehen 
Rapsöl zum Anschwitzen
2 Liter passierte Tomaten
500 ml Apfelsaft 
Gewürzsäckchen mit:
  • 3 Lorbeerblätter
  • 3 Pimentkörner
  • 3 Nelken
  • 1 Stück Macis 
1 TL Salz 
3 TL Rohrohrzucker
2 TL Delikatess-Paprikapulver
2 TL Senf, mittelscharf
1 TL Salz
1/2 TL Piment d'Espelette*
Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung 
Die Bohnen in einer Schüssel in kaltem Wasser über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen und in frischem Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und bei mittlerer Hitze je nach Alter der Bohnen ca. 20-60 Minuten gar kochen. Die Bohnen sollen nicht zu weich, aber vollständig durchgegart sein (ist wichtig für das spätere Einwecken). 

Für die Tomatensauce die Zwiebelwürfel mit dem Knoblauch in Rapsöl anschwitzen. Mit Apfelessig ablöschen und kurz einreduzieren lassen. Die Tomaten und den Apfel- saft dazugeben und zum Kochen bringen. Die restlichen Gewürze ebenfalls dazu- geben und alles ca. 1 1/2 Stunden bei mittlerer Hitze auf die Hälfte einkochen. 
Das Gewürzsäckchen entfernen. Mit Salz, Pfeffer und nach Geschmack etwas Piment d'Espelette abschmecken. 

Die gekochten Bohnen zur Sauce geben, zum Kochen bringen und etwas ziehen lassen. Mit einer Scheibe Toast und evtl. einer Scheibe kross gebratenem Speck servieren oder wie unten erläutert einkochen und auf diese Weise für einige Monate haltbar machen.

Einkochen
Die Gläser im Backofen sterilisieren. Dafür werden sie ohne Deckel in den Backofen gestellt und bei 150°C für 15 Minuten erhitzt. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken und zum Kochen bringen. Für 5 Minuten kochen.  
Die Gläser herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit der heißen Sauce befüllt werden, platzen sie leicht.

Die vorbereiteten Gläser bis knapp unter den Rand mit Bohnen auffüllen (ca. 1-2 cm frei lassen). Fest mit dem Deckel verschließen und in einen Weck- oder einen anderen Topf, der groß genug ist und sich verschließen lässt, stellen. Das Wasser sollte ungefähr die Temperatur der gebackenen Bohnen haben. Bei 90°C erhitzen und für 90 Minuten einwecken. 
Die Gläser herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.
*Affiliatelink

Mercimek Köftesi ~ türkische Linsenlaibchen

Wettertechnisch steuern wir zwar schon sehr deutlich auf den Herbst zu, mit diesem Gericht bringe ich Euch den Sommer aber noch einmal zurück auf den Teller, Mercimek Köfte sind für mich nämlich ein ganz typisches Sommeressen, schmecken aber natürlich das ganz Jahr hindurch. 
Klassisch werden sie sehr rustikal geformt und nicht so pingelich gleichmäßig, wie ich es gemacht habe. In der Türkei nimmt man sich dazu eine kleine Portion der Linsenmasse, formt sie leicht rund und drückt dann beherzt zu, so dass ein deutlicher Fingerabdruck zurückbleibt. Bei mir siegt da aber leider der Perfektionismus, also hab ich sie gleichmäßig rund geformt, so dass sie aussehen wie kleine dicke Torpedos ;o) 

Mercimek Köfte halten sich problemlos ein paar Tage im Kühlschrank und eignen sich auch wunderbar als Büroessen, weil sie nicht ständig gekühlt werden müssen. Sie sind komplett vegan, mordsgesund und schmecken einfach großartig! 

Noch mehr orientalische und natürlich auch speziell türkische Rezeptideen findet Ihr in meinem Archiv oder auch hübsch bebildert auf meinem Pinterest-Board

Mercimek Köftesi ~ türkische Linsenlaibchen
Zutaten 
250 g rote Linsen
500 ml Wasser
400 g feiner Bulgur (Köftelik Bulgur)
50 g Ajvar
150 g Biber Salçası 
2 TL Salz
ca. 700 ml kochendes Wasser
1/2 TL Piment d'Espelette 
2 TL Cumin 
1 TL Sumach 
Saft einer halben Zitrone 
50 ml Olivenöl 
1/2 Bund Petersilie 
1/2 Bund Frühlingszwiebeln

Außerdem
Salat

Zubereitung 
Die roten Linsen unter fließendem kalten Wasser abspülen und mit 500 ml Wasser zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und bei mittlerer Hitze gar kochen. 
Die gekochten Linsen mit dem Bulgur, Ajvar, Biber Salçası, confiertem Knoblauch (vorher mit einer Gabel zerdrückt) und den Gewürzen in eine Schüssel geben. Das kochende Wasser dazugeben, alles miteinander verrühren und für ca. 15 Minuten quellen lassen. Am Besten mit den Händen zu einem Teig verkneten, die Linsen lösen sich dabei auf. Zum Schluss das Olivenöl und den Zitronensaft, sowie die fein gehackte Petersilie und die in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln einarbeiten und nochmals abschmecken. 
Abkühlen lassen und mit der Hand kleine längliche Ćevapčići-ähnliche Laibchen formen. 

Gegessen werden die Mercimek Köfte kalt und eingerollt in einem Salatblatt. Schmeckt auch hervorragend mit Radieschen-Cacık.

Linsenbolognese

Beim Pastatreffen am vergangenen Samstag gab es, neben diversen Pestosorten mein heißgeliebtes Ochsenschwanzragout für die Fleischesser und eine Linsen- bolognese für die Vegetarier. 
Da ich dafür noch kein Rezept vorbereitet hatte, hab ich am Donnerstag einfach mal Frei Schnauze losgelegt und mir hier und da ein paar Anregungen geholt. Frei-Schnauze-Kochen mache ich besonders gerne. Wenn das Rezept später im Blog landen soll, liegt halt ein Zettel neben mir, ich tippe die Mengenangaben direkt ins Tablet oder diktiere sie dem Gatten, der einigen Zutaten die abenteuerlichsten Namen verpasst.
Am Donnerstag hab ich mir natürlich keine Notizen gemacht, es war einfach noch zuviel zu tun und dann das - die Bolognese ist so gut angekommen, dass ich sie nachbauen und blogfein machen musste. 
Also stand ich vorgestern bei über 30°C in der Küche und hab, nein, keinen leichten Salat zubereitet, sondern eine Linsenbolognese gekocht - herrlich kuschelig, sag ich Euch ;o)

Linsenbolognese
Belugalinsen
Ich verwende sehr gerne Belugalinsen, die behalten einen kräftigen Biss und werden beim Kochen nicht mehlig - auch, bzw. gerade perfekt für Linsensalate. Wenn Ihr diese Festigkeit nicht so gerne mögt, verwendet einfach normale Tellerlinsen, evtl. müsst Ihr dann aber die Kochzeit anpassen, sonst habt Ihr plötzlich Linsenbrei. Schmeckt sicher auch gut, wäre dann aber wohl eher ein Brotaufstrich und keine Pastasauce ;o)

Apropos Kochzeit, die ist, wie immer, wenn es um Hülsenfrüchte geht, natürlich nicht exakt, sondern richtet sich nach der Sorte, dem Alter, etc. Es gilt also, solange kochen lassen bis sie gar sind.

Bei der Wahl der Nudelsorte greife ich (sofern ich gekaufte Pasta verwende) übrigens gerne auf Pasta corta, also kurze Pasta zurück. Zu Ragouts wie dem Ochsenschwanzragout, Ragù alla Bolognese oder auch dieser Linsenbolognese schmecken mir besonders gut Casareccia (s.u.), klassische Fusilli oder Ghiottole, da bleibt die Sauce am besten dran haften. Wenn ich hausgemachte Pasta dazu serviere, dann Pici. Die kann man auch ganz prima in der Gruppe zubereiten (die Teilnehmer des Kochtreffens können ein Lied davon singen ;o) ) und sie schmecken einfach großartig.
 
Linsenbolognese

Zutaten
1 Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
2 confierte Knoblauchzehen 
100 g Karotten, in feine Würfel geschnitten
30 g Knollensellerie, in feine Würfel geschnitten
Olivenöl
1 TL Zucker 
150 ml Rotwein 
100 g Ajvar 
1 Bouquet garni (Kräutersträußchen) 
600 ml Gemüsebrühe (evtl. etwas mehr)
150 g Belugalinsen 
Salz und Pfeffer
Piment d'Espelette

Außerdem
frisch geriebener Nordländer oder ein anderer Hartkäse
Basilikum oder glatte Petersilie 

Zubereitung 
Die Zwiebel, Karotten und den Sellerie putzen und in feine Würfel schneiden. Alles in Olivenöl anschwitzen, dann mit etwas Zucker bestreuen und kurz durch- schwenken. Den confierten Knoblauch dazugeben und mit einer Gabel leicht zerdrücken. 
Mit dem Rotwein ablöschen und bei mittlerer Hitze stark einkochen lassen. Das Bouquet garni, Ajvar und die Gemüsebrühe dazugeben und die Linsen einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Je nach Linsen 20-30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, evtl. noch etwas Brühe dazugeben. Abschließend nochmals mit Salz und Piment d'Espelette abschmecken. 
Schmeckt hervorragend mit frisch geriebenem Nordländer oder einem anderen Hartkäse.  

Einkochen
Die Gläser gründlich mit Wasser und Spülmittel reinigen, gut ausspülen. Bei 150°C im Backofen für ca. 15 Minuten sterilisieren, herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit der heißen Sauce befüllt werden, platzen sie leicht.
Die Linsenbolognese noch einmal kräftig aufkochen, in der Zwischenzeit die Deckel der Gläser in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen. Zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten köcheln. Ich stelle den Trichter, mit dem ich die Gläser befülle, ebenfalls in den Topf, so wird der gleichzeitig sterilisiert. 
Die Linsenbolognese in die Gläser einfüllen und sofort fest verschließen. Die Gläser nicht bis zum Rand befüllen, sondern ca. 2 cm Rand lassen.
Die Gläser nebeneinander in einen Wecktopf stellen und soviel heißes Wasser angießen, dass die Gläser mindestens zu 2/3 im Wasser stehen. Man kann die Gläser aber auch stapeln, dann sollte soviel Wasser eingefüllt werden, dass die oberen Gläser zu 2/3 im Wasser stehen. 
Bei geschlossenem Deckel auf 100°C aufheizen. Sobald das Thermometer 100 Grad anzeigt, 90 Minuten einkochen, dabei darauf achten, dass die Temperatur einigermaßen konstant gehalten wird. 
Nach 90 Minuten herausnehmen und komplett abkühlen lassen. 
 
Haltbarkeit 
Mit Haltbarkeitsangaben bin ich ja grundsätzlich immer sehr zurückhaltend, da die Haltbarkeit der Endprodukte im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig ist, dem Zustand, bzw. der Frische der Zutaten und der Hygiene bei der Zubereitung - auf beides hat das Rezept selbst natürlich keinen Einfluss.  Vorausgesetzt, Ihr habt wirklich sauber gearbeitet, ist die Linsenbolognese aber mindestens ein Jahr haltbar.  
Wichtig ist, dass die Deckel beim Öffnen ploppen, wie Ihr es auch von gekauften Gläsern und Flaschen kennt. Wenn der Deckel sich leicht öffnen lässt oder sogar nur noch aufliegt, gehört der Inhalt des Glases in den Abfall - so leid es mir tut. Die Deckel von Gläsern, deren Inhalt verdorben ist müssen ebenfalls entsorgt werden. Die Gläser selbst könnt Ihr natürlich wiederverwenden, nachdem Ihr sie ausgekocht habt.
 

Orientalische Linsensuppe

Heute schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen ist dieses Rezept das 1. Rezept aus dem am Sonntag vorgestellten Kochbuch Tina kocht* von Tina Nordström und außerdem erkläre ich es hiermit zum ersten offiziellen VIOLAS'*-Rezept. 
Ja ok, eigentlich sind die meisten meiner Rezepte VIOLAS'-Rezepte, da ein Großteil der Zutaten, bzw. Gewürze von dort stammt, heute mach ich es aber offiziell. Belugalinsen, Pimentón de La Vera dulce, Piment d'Espelette, Cumin und grünes Paprikapulver - alles von VIOLAS' ;o)

Orientalische Linsensuppe
Diese Linsensuppe wird im Kochbuch als Libanesische Linsensuppe geführt, ich mache daraus aber einfach eine orientalische, denn wie immer habe ich hier und da etwas an der Rezeptur gedreht und keine Ahnung, ob sie nun noch als libanesische Suppe durchgehen würde. Mit der orientalischen Linsensuppe bin ich auf der sicheren Seite. 
Die Grundzutat dieser Suppe sind Belugalinsen, meine absoluten Lieblingslinsen. Sie haben einen ganz kleinen Fehler, leider sehen sie nämlich im gekochten Zustand nicht mehr ganz so hübsch aus wie auf dem Foto unten - dafür schmecken sie aber ganz ausgezeichnet und zerfallen nicht wie normale Tellerlinsen, sondern behalten einen angenehmen Biss. Wenn Ihr keine Belugalinsen bekommt, könnt Ihr alternativ auch sehr gut Puy-Linsen verwenden.
Anders als im Originalrezept, hab ich in meiner Version das grüne Paprikapulver verwendet, von dem ich Euch gestern bereits erzählt habe. Ich verwende das Pulver ganz besonders gerne in Eintöpfen, aber auch in selbstgemachtem Frischkäse und selbst auf einem Bratei schmeckt es köstlich. 

Zutaten 
1 Zwiebel 
1 gehäufter TL Cumin, gemahlen 
1 gehäufter TL grünes Paprikapulver, edelsüß
1/2 TL Pimentón de La Vera dulce
1/4 TL Piment d'Espelette
500 ml passierte Tomaten 
700 ml Wasser (evtl. etwas mehr, je nach Vorliebe)
250 g Belugalinsen 
Salz nach Geschmack  
Saft einer halben Zitrone 

Außerdem
glatte Petersilie, grob gehackt 
frisch gemahlener Pfeffer
gutes Olivenöl zum Beträufeln

Zubereitung
Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl glasig anschwitzen. Den confierten Knoblauch dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken. Die Gewürze ganz kurz mit anschwitzen, dann sofort mit den passierten Tomaten und Wasser ablöschen. Die Linsen dazugeben. 
Für ca. 20 Minuten bei mittlerer Temperatur köcheln lassen, bis die Linsen gar sind und noch einen angenehmen Biss haben. 
Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und mit etwas frisch gehackter Petersilie, grob gemahlenem Pfeffer gutem Olivenöl besträufelt servieren. Dazu schmeckt sehr gut Fladenbrot.
*Kooperationslink

Hühnchentajine mit Kichererbsen

Eine Premiere! Heute bekommt Ihr mein erstes Rezept für meine fast noch brandneue Tajine.
Ich hab Euch ja gestern bereits berichtet, wie begeistert ich von meinem neuen Schätzchen bin, heute möchte ich Euch erklären, wie man damit kocht.
Als Einstiegsrezept hab ich mich für diese Hühnchentajine entschieden, die hat uns so gut geschmeckt, dass ich sie Euch unter keinen Umständen länger vorenthalten möchte. Die Kefta Mkaouara kommen dann demnächst aber natürlich auch noch dran, genauso wie ganz großartige Rosmarinkartoffeln - die kann die Tajine nämlich auch.
Die Menge, die ich unten angegeben habe, ist für eine Tajine mit einem Durchmesser von ca.  35 cm gedacht, die Zubereitungsart für ein glasiertes, für die Herdplatte geeignetes Modell. 

Hähnchentajine mit Kichererbsen
Die Tajines von Emile Henry bestehen aus glasierter, feuerfester Keramik und sind dadurch sowohl für die Herdplatte, aber auch für die Zubereitung im Backofen und sogar auf dem Grill geeignet. 
Ich bevorzuge die Zubereitung auf der Herdplatte, da man dafür nicht den gesamten Herd aufheizen muss - ist also energiesparender. Wenn Eure Tajine aber nicht für die Herdplatte geeignet ist, könnt Ihr die Tajine natürlich auch im Backofen zubereiten. 
Apropos, Ihr merkt es vielleicht schon, sowohl der "Topf", als auch das Gericht, das man damit kocht, nennt sich Tajine. Man kocht also eine Tajine in der Tajine ;o)

Die Vorteile der Glasierung liegen hauptsächlich darin, dass man dadurch direkt in der Tajine braten kann, das bringt natürlich viele Röstaromen ins Gericht und man spart sich - je nach Art der Tajine - den zweiten Topf, bzw. eine Pfanne. 
Außerdem nimmt das Material die Aromen der Gerichte nicht an, was bei nichtglasierten Modellen leicht der Fall ist. 
Die glasierte Tajine muss auch nicht vorbereitet, bzw. "eingekocht" werden und wird nach der Benutzung einfach abgewaschen. Sie ist also alles in allem viel pflegeleichter und unempfindlicher als ein offen gebranntes Modell.

Davon abgesehen sind die Tajines von Emile Henry einfach mordsschick. Punkt.
   
Tajinedeckel mit Wasser gefüllt
Wenn Ihr keine Tajine besitzt, könnt Ihr dieses Gericht oder andere Tajines natürlich trotzdem kochen. Es ist dann nicht 100%ig original, wird aber genauso lecker schmecken. 
Alles, was Ihr dann braucht, ist ein möglichst weiter Schmortopf, wenn möglich mit Tropfnubsies im Deckel, die das Gargut während des Schmorens feucht und saftig halten. Diese Aufgabe übernimmt bei der Tajine der mit Wasser gefüllte Deckel. Der Dampf zirkuliert in der Tajine und befeuchtet so das Gargut. Es bleibt sehr saftig und die Aromen verteilen sich besonders gut.
 
pürierte Salzzitronen
Noch kurz zu den verwendeten Salzzitronen, die habe ich nämlich vor einiger Zeit püriert. Mich hat das ständige Gefriemel mit dem wabbeligen Inneren massiv gestört, also habe ich alle Salzzitronen kurzerhand atomisiert. Dazu wird das Innenleben der Zitronen, wie auch vor der normalen Verwendung, entfernt und dann die verbliebene Schale im Blender fein gemixt. 
In Gläser gefüllt und mit Öl bedeckt, hält sich das Salzzitronen-Püree nahezu ewig, lässt sich wunderbar löffelweise dosieren und man muss nicht jedesmal eine Zitrone aus dem Glas fischen, tropft die halbe Arbeitsplatte voll, macht ein Schneidbrett dreckig und muss sie dann noch weiterverarbeiten. Sehr praktische Angelegenheit!

Hähnchentajine mit Kichererbsen
Zutaten 
4 Hähnchenschenkel
Olivenöl
4 Kartoffeln, geachtelt
2 Zwiebeln, in Streifen geschnitten
2 TL Cumin, ganz 
1 Prise Safranfäden
1/2 TL Piment d'Espelette
1 TL Honig 
1 Biozitrone, geachtelt 
500 g gekochte Kichererbsen
eine Handvoll grüne Oliven

Außerdem 
glatte Petersilie, gehackt

Zubereitung 
Die Haut der Hähnchenschenkel abziehen und die Schenkel am Gelenk durchschneiden. Hähnchenschenkel salzen und in Olivenöl in der Tajine einmal rundherum anbraten. Herausnehmen, abdecken und beiseite stellen. 
Die Kartoffeln in die Tajine geben und mehrere Minuten anbraten, dabei gelegentlich wenden. Die Zwiebelstreifen dazugeben und glasig mitanschwitzen. Abschließend den Cumin ebenfalls kurz anschwitzen, bis er zu duften beginnt. 
Mit Hühnerbrühe ablöschen und den Safran dazugeben. Einen TL Salzzitrone (je nach Geschmack evtl. etwas mehr) dazugeben und mit Piment d'Espelette und Honig abschmecken.
Die Zitronenschnitze, Kichererbsen und Oliven dazugeben und alles miteinander verrühren. Abschließend die Hähnchenschenkel darüber legen. 
Den Deckel der Tajine auflegen und Wasser in die kleine Mulde im Deckel füllen. 
Je nach Größe der Hähnchenschenkel ca. 20-30 Minuten bei mittlerer Temperatur schmoren. 

In der Zwischenzeit den Couscous zubereiten. Dafür 1Teil Couscous mit der 1,5fachen Menge kochendem Wasser begießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Mit einer Gabel auflockern. 

Die fertige Tajine mit Petersilie bestreut servieren, den Couscous dazu reichen.
*Partnerlink

Belugalinsensalat mit Avocado

Bevor die Tomatensaison ganz vorbei ist, hab ich heute nochmal einen leckeren frischen Salat für Euch, der durch die Linsen sogar richtig sättigend und natürlich außerdem noch mordsgesund ist, außerhalb der Saison kann man ihn aber auch sehr gut mit eingelegten getrockneten Tomaten zubereiten. 
Falls Ihr keine Belugalinsen bekommt oder andere in Eurem Vorratsregal stehen habt, dann könnt Ihr natürlich auch die verwenden. Achtet aber unbedingt darauf, eine wirklich reife Avocado zu verwenden und nicht so ein hartes Gummiding, deren Aroma geht gegen Null.
Wenn es Euch nicht stört, dass die Avocado mit der Zeit etwas dunkel anläuft und weich wird, eignet sich dieser Salat auch prima als Verpflegung fürs Büro. Davon eine Portion in der Mittagspause und Ihr dreht am Nachmittag nochmal so richtig auf ;o)
Als Beilage schmecken die Fladenbrotchips, die ich Euch schon letzte Woche vorgestellt habe oder eine frische Scheibe Baguette sehr gut dazu.

Zutaten
250 g Belugalinsen
eine rote Zwiebel
2-3 Tomaten
eine reife Hass-Avocado
frische Minze
1 EL fein gehackte glatte Petersilie

Dressing
5 EL Rapsöl
3 EL guter Apfelessig (Holzapfelessig)
1 EL dunkles Sesamöl
1 TL Rapshonig
1 großzügiger Spritzer Limettensaft
1/2 TL Cumin
1 /2 TL Sumach
Salz und Piment d'Espelette nach Geschmack

Zubereitung
Die Belugalinsen mit Wasser bedeckt in einen Topf geben und kochen, bis sie gar sind, aber noch Biss haben. Abgießen und kalt abbrausen - gut abtropfen lassen.
Die rote Zwiebel in sehr dünne Streifen schneiden. Das Kerngehäuse der Tomaten entfernen und in Würfel schneiden, die Avocado ebenfalls in Würfel schneiden.
Alles in eine Schüssel geben und mit der Minze und Petersilie vermischen.
Die Zutaten für das Dressing in ein kleines Schraubglas geben, gut verschließen und kräftig schütteln. Über den Salat geben, etwas unterheben und kurz durchziehen lassen.

Saure Linsen mit Spätzle

Die süddeutsche Küche ist für mich oftmals exotischer als die chinesische oder japanische - damit hab ich viel mehr Erfahrung als mit süddeutschen Spezialitäten. Ich kann zwar mittlerweile Spätzle pressen (nein, fürs Schaben reicht es noch nicht, dafür fehlt mir die "Ausrüstung"), einen bayrischen Krautsalat zubereiten und Flammkuchen und Laugenstangen backen, damit hat es sich dann aber auch - meine kulinarische Heimat liegt halt eindeutig hier im hohen Norden. 
Als "Rezensionsgericht" habe ich mir daher ganz bewusst ein süddeutsches aus Deutschland Vegetarisch* ausgesucht - und auch, weil saure Linsen und Spätzle schon ganz lange auf meiner NKL standen. Glücklicherweise hab ich bis jetzt mit dem Ausprobieren dieses Rezeptes gewartet, ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Gericht besser schmecken könnte - das ist sooooo lecker! 
Der Mitesser hat es direkt zum bisher leckersten Linsengericht überhaupt gekürt und bei mir landet es zusammen mit meiner heißgeliebten türkischen Linsensuppe ebenfalls ganz vorne auf meiner Best of Linsen.

saure Linsen mit hausgemachten Spätzle
Zutaten 
150 g Tellerlinsen
Wasser
1 Bund Suppengrün (Karotte, Knollensellerie, Lauch)
1 Zwiebel
1 EL Butter 
40 g Rohrohrzucker
1 TL Mehl 
30 g Tomatenmark
150 ml trockener Rotwein (Dornfelder 2011, Weingut Thorsten Krieger)
Abrieb einer Viertel Bio-Zitrone 
1 TL getrockneter Majoran 
1/2 TL getrocknetes Bohnenkraut 
1 EL Delikatess-Paprikapulver
Salz und Pfeffer nach Geschmack 
3 EL Apfelessig

Zubereitung 
Die Linsen in einen Topf geben und soviel Wasser zufügen, dass die Linsen gut bedeckt sind. Zum Kochen bringen und 20 Minuten vorkochen. 
In der Zwischenzeit die Zwiebel und das Suppengemüse putzen und in feine Würfel schneiden, den Lauch beiseite legen. 
Die Butter in einem Topf schmelzen und die Zwiebel- und Gemüsewürfel darin goldbraun anbraten, den Knoblauch dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken. Den Zucker darüber streuen und durchschwenken, mit Mehl bestäuben und nochmals durchschwenken. 
Das Tomatenmark dazugeben und alles miteinander verrühren. Schmoren lassen, bis sich am Topfboden eine dunkelbraune Schicht bildet. Mit Rotwein ablöschen, die Gemüsebrühe angießen und zum Kochen bringen.
Die vorgegarten Linsen durch ein Sieb abgießen und zum Gemüse dazugeben. Zitronenabrieb zufügen, mit Majoran, Bohnenkraut und Paprikapulver würzen und ca. 5 Minuten offen kochen lassen. 
Den Lauch längs in dünne Streifen, dann quer in sehr feine Würfel schneiden. Zu den Linsen dazugeben und nochmals 5 Minuten köcheln lassen. 
Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Apfelessig abschmecken.
Mit hausgemachten Spätzle servieren. 

Einkochen
Die Gläser gründlich mit Wasser und Spülmittel reinigen, gut ausspülen. Bei 150°C im Backofen für ca. 15 Minuten sterilisieren, herausnehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Wenn die Gläser direkt mit der heißen Sauce befüllt werden, platzen sie leicht.
Die sauren Linsen noch einmal kräftig aufkochen, in der Zwischenzeit die Deckel der Gläser in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen. Zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten köcheln. Ich stelle den Trichter, mit dem ich die Gläser befülle, ebenfalls in den Topf, so wird der gleichzeitig sterilisiert. 
Die sauren Linsen in die Gläser einfüllen und sofort fest verschließen. Die Gläser nicht bis zum Rand befüllen, sondern ca. 2 cm Rand lassen.
Die Gläser nebeneinander in einen Wecktopf stellen und soviel heißes Wasser angießen, dass die Gläser mindestens zu 2/3 im Wasser stehen. Man kann die Gläser aber auch stapeln, dann sollte soviel Wasser eingefüllt werden, dass die oberen Gläser zu 2/3 im Wasser stehen. 
Bei geschlossenem Deckel auf 100°C aufheizen. Sobald das Thermometer 100 Grad anzeigt, 90 Minuten einkochen, dabei darauf achten, dass die Temperatur einigermaßen konstant gehalten wird. 
Nach 90 Minuten herausnehmen und komplett abkühlen lassen. 
 
Haltbarkeit 
Mit Haltbarkeitsangaben bin ich ja grundsätzlich immer sehr zurückhaltend, da die Haltbarkeit der Endprodukte im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig ist, dem Zustand, bzw. der Frische der Zutaten und der Hygiene bei der Zubereitung - auf beides hat das Rezept selbst natürlich keinen Einfluss.  Vorausgesetzt, Ihr habt wirklich sauber gearbeitet, sind die sauren Linsen aber mindestens ein Jahr haltbar.  
Wichtig ist, dass die Deckel beim Öffnen ploppen, wie Ihr es auch von gekauften Gläsern und Flaschen kennt. Wenn der Deckel sich leicht öffnen lässt oder sogar nur noch aufliegt, gehört der Inhalt des Glases in den Abfall - so leid es mir tut. Die Deckel von Gläsern, deren Inhalt verdorben ist müssen ebenfalls entsorgt werden. Die Gläser selbst könnt Ihr natürlich wiederverwenden, nachdem Ihr sie ausgekocht habt.
Die Rezension von Deutschland Vegetarisch findet Ihr hier

Vegane "Leberwurst"

Leberwurst ist einer der Gründe gewesen, weshalb ich meine vegetarische Phase schlussendlich aufgegeben habe, und Pferdewürstchen, die habe ich früher nämlich geliebt.
Pferdewürstchen, bzw. Pferdefleisch im Allgemeinen kommt mittlerweile wieder nur noch in die Näpfe unserer Katzen (eine Nahrungsmittelallergikerin & eine Diabetikerin, die fast ausschließlich nur noch Pferdefleisch vertragen), Leberwurst musste ich mir bisher aber ab und zu mal gönnen. Spätestens wenn es ein Stück Kuchen gab, danach brauche ich nämlich immer entweder ein Käse- oder ein Leberwurstbrot. 

Natürlich hab ich auch schon oft gekaufte vegetarische oder vegane Brotaufstriche gegessen, die einer Leberwurst geschmacklich erstaunlich nahe kommen, nun kann ich mir das aber selber machen, und das Resultat schmeckt sogar noch vieeeeel besser!
Ausschlaggebend für den Geschmack ist der Räuchertofu, der Majoran und last, but not least, das Rauchsalz. Ich bin ein ganz großer Rauchsalzfan, ich mag aber eigentlich alles, was geräuchert ist - je doller, desto besser. Ich ess auch morgens zum Frühstück einen kräftig geräucherten Brados. Besser als jedes Marmeladenbrötchen ;o)
Das beste Rauchsalz habe ich bisher im Bremer Gewürzhandel bekommen, sowieso eine meiner liebsten Bezugsquellen für Gewürze - das Za'atar ist so grandios, ein besseres hab ich noch nirgends gefunden.

Gemopst hab ich mir das Rezept übrigens bei Christina, die es wiederum bei Arne gefunden hat. Probiert diesen Brotaufstrich wirklich unbedingt mal aus, es lohnt sich! 

Vegane "Leberwurst"
Zutaten
250 g Räuchertofu
1 Dose Kidneybohnen
Rapsöl
4 TL Majoran
Salz und Pfeffer
1 Msp Knoblauchflakes, gemörsert
Rauchsalz nach Geschmack

Zubereitung
Tofu würfeln, die Bohnen abgießen. Alle Zutaten in einen Blender geben und zu einer glatten Masse pürieren, soviel Öl dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Nach Geschmack würzen. 
Rauchsalz

Linsensalat mit Schwarzessig und Räuchersaibling

Heute möchte ich dieses Rezept gerne nutzen, um Euch ein norddeutsches Produkt vorzustellen, von dem ich schon seit einiger Zeit sehr begeistert bin - Schwarzessig.
Schwarzessig ist quasi die norddeutsche Version des Aceto Balsamico und wird haupt- sächlich aus Apfelessig und Backpflaumen hergestellt. Natürlich schmeckt er nicht exakt wie Aceto Balsamico, da das, was heutzutage im Supermarkt als Balsamico verkauft wird aber in den meisten Fällen eh von ziemlich schlechter Qualität und/oder gepanscht ist, ist dieser Schwarzessig für mich mittlerweile DIE Alternative. Dazu kommt, dass er nicht durch halb Europa kutschiert wird, sondern aus der Region stammt

Dieser Salat ist eine sehr feine Beilage und schmeckt besonders gut in Kombination mit einem Stückchen Räucherfisch. Allen Hamburgern empfehle ich mal auf dem Isemarkt bei der Fischzucht Benecke vorbeizuschauen, der Saibling dort wird nicht nur nach Bioland-Kriterien aufgezogen (das Fischfutter stammt also nicht aus Fischmehl aus konventionellem Fischfang, sondern es werden ausschließlich Fischreste nachhaltiger Fischerei und Bio-Getreide verwendet), der Fisch schmeckt auch noch grandios lecker
   
Zutaten
200 g Champagner- oder Belugalinsen
500 ml Gemüsebrühe, hausgemacht
6 EL Schwarzessig (alternativ Balsamicoessig)
5 Frühlingszwiebeln
4 EL sehr gutes Rapsöl
Salz und Pfeffer
gehackter Dill zum Garnieren

Zubereitung
Die Linsen unter fließendem Wasser abbrausen und in der Gemüsebrühe mit 3 EL Essig bei mittlerer Hitze gar kochen. Die Linsen sollen noch etwas Biss haben.
Die Linsen durch ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abbrausen. Die Lauchzwiebeln putzen und in feine Röllchen schneiden.
Die abgekühlten Linsen mit den Lauchzwiebelröllchen in einer Schüssel vermischen und den restlichen Essig und das Olivenöl unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, ca. eine halbe Stunde ziehen lassen, dann evtl. noch einmal abschmecken.
Den Linsensalat auf Teller verteilen, den Räucherfisch darauf anrichten und mit fein gehacktem Dill bestreut servieren.

Mercimek Çorbası ~ türkische Linsensuppe

Ihr seht ja, ich stecke noch mitten in den Renovierungsarbeiten des KuLa (je mehr ich mich hier umschaue, desto mehr Fehler finde ich. Wundert Euch daher bitte nicht, wenn noch nicht alles so klappt und aussieht, wie es eigentlich soll), da bleibt für ein aufwendiges Essen natürlich keine Zeit, da muss es schon mal schnell gehen. Es gibt heute also Suppe, eine meiner Lieblingssuppen.

Diese türkische Rote Linsensuppe ist nicht nur in Nullkommanix gekocht, sie schmeckt natürlich auch grandios lecker (was anderes habt Ihr ja sicher auch nicht erwartet, oder?), ist mordsgesund und dazu noch spottbillig - gleich 4 Dinge auf einmal, da kommt selbst ein Überraschungsei nicht mit :o)

Wenn Ihr keine solchen Cumin-Junkies seid wie wir, gebt erstmal etwas weniger an die Suppe und tastet Euch langsam ran. Ich erinnere mich, dass ich mit Cumin früher ein ausgewachsenes Problem hatte - Liebe auf den ersten Blick ist wirklich was anderes. Je öfter ich ihn aber verwendet habe, desto lieber mochte ich ihn und mittlerweile kann ich gar nicht genug davon bekommen.

Zutaten
300 g rote Linsen
1 Zwiebel, gewürfelt
1 Karotte, fein gewürfelt
Olivenöl zum Anschwitzen
2 confierte Knoblauchzehen
1,5 l Gemüsebrühe, selbstgemacht oder mehr nach Geschmack
2 EL Ajvar, mild
1 EL Biber salçası (Paprikamark)
1 EL Tomatenmark
1 TL Cumin (evtl. etwas mehr)
1/2 TL Sumach
1 großzügiger Spritzer Zitrone
Salz und Piment d'Espelette (oder ein anderes Chilipulver) nach Geschmack


Außerdem
türkischer Joghurt (optional) und glatte Petersilie zum Servieren

Zubereitung
Die roten Linsen gründlich unter fließendem kalten Wasser abspülen. Die Zwiebel und die Karotte fein würfeln und in etwas Olivenöl anschwitzen. Die Knoblauchzehen dazugeben und mit dem Kochlöffel zerdrücken.
Die abgetropften Linsen dazugeben, alles verrühren und mit Gemüsebrühe ablöschen. Ajvar, Biber salçası und Tomatenmark dazugeben und ca. 45 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Karotten und Linsen weich sind.
Mit einem Stabmixer fein pürieren und mit Cumin, Sumach, Salz, Piment d'Espelette und Zitronensaft nach Geschmack abschmecken.
Die Suppe auf Suppentassen verteilen, einen Klecks Joghurt, sowie etwas fein gehackte glatte Petersilie darauf geben und sofort servieren.
Dazu schmeckt Fladenbrot.

 

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