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Knollensellerie-Fenchel-Apfelsaft

Die Kombination aus Knollensellerie, Fenchel und Apfel klingt für einen Saft sicher erstmal etwas abenteuerlich, oder? Die bestehen ja heutzutage entweder aus Beeren, exotischen Früchten oder ganz viel Grünzeug. Ich verspreche Euch aber, dass es sich lohnt, diesen Saft auszuprobieren. Seit ich die Kombination das erste Mal auf einer Messe getrunken habe, liebe ich ihn sehr. 
Trotz der zwei enthaltenen Gemüse Sellerie und Fenchel ist er enorm fruchtig und sehr aromatisch. Der Sellerie bringt eine angenehme Süße, der Fenchel eine leichte Anisnote und der Apfel sorgt für das Fruchtaroma. Mein aktueller Lieblingssaft und ein großartiger Start in den Tag!
Und fast genauso großartig wie der Geschmack, ist die Tatsache, dass die Zutaten alle bei uns vor der Haustür wachsen. Das Thema regionaler Konsum steht bei mir ja in dieser Woche noch mehr im Fokus als ohnehin schon, davon hab ich Euch ja gestern bereits ausführlich berichtet. 

Knollensellerie-Fenchel-ApfelsaftZutaten
800 g Knollensellerie (1 großer Knollensellerie)
800 g Fenchel 
1 kg Apfel

Zubereitung 
Das Obst und Gemüse gründlich unter fließendem Wasser waschen und evtl. vorhandene Schadstellen entfernen. 
Den Knollensellerie schälen und je nach Entsaftermodell* in entsprechend große Stücke schneiden. Den Fenchel und die Äpfel ebenfalls putzen (das Kerngehäuse kann bei den meisten Entsaftern mit entsaftet werden) und alles entsaften.
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Apple Crumble mit Vanillesauce

DER Vanillesauce! 
Diese Sauce hab ich schon zu vielen Gelegenheiten und auch bei meinen Kochtreffen und einigen Bloggertreffen serviert und immer wurde ich dringlichst gebeten, das Rezept auf der Stelle rauszurücken oder wenigstens so schnell wie möglich zu bloggen. So schnell wie möglich hat jetzt mal locker 5 Jahre und einige Anläufe gedauert, denn ich hab einfach kein anständiges Bild hingekriegt - irgendwas war immer falsch, doof und gefiel mir nicht.
Nachdem auch am letzten Samstag beim Bloggertreffen hier in Hamburg die Vanille- sauce der heimliche Star meiner vorbereiteten Verpflegung war und insgesamt 1 Liter dieser Sauce zu Buttermilchwaffeln und Roter Grütze verputzt wurde, hab ich es jetzt noch einmal versucht und siehe da, es hat geklappt - das Bild gefällt sogar mir :o)

Apple Crumble mit Vanillesauce
Die Vanillesauce ist eigentlich nix anderes als ein zu flüssiggeratener Vanillepudding oder eine Vanilleeismasse. Für einen Pudding braucht es noch 1-2 Eigelbe mehr (oder man hilft mit Maisstärke nach) und für die Eismasse genügen weniger - ansonsten ist da aber kein Unterschied. 
Das eigentliche Geheimnis dieser Sauce und auch vom Vanilleeis und -pudding ist aber nur eins, Zeit, denn davon braucht es etwas, damit die Sauce möglichst aromatisch wird. 
Damit die Vanille ihr Aroma optimal entfalten kann, sollte die Milch, bzw. Sahne schon am Vorabend mit der Vanille aufgekocht und dann beiseite gestellt werden, dann hat sie ausreichend Zeit zu Ziehen und schmeckt am nächsten Tag unvergleichlich aromatisch. 
Denkt unbedingt daran, dass der eigentliche Geschmack in der Vanille- schote und nicht im Mark steckt, also auf keinen Fall auskratzen und wegschmeißen, sondern die Schoten mitziehen lassen!
Für die Zubereitung gibt es zwei Möglichkeiten. Ihr könnt sie wie beim Vanilleeis beschrieben, über dem Wasserbad aufschlagen, oder direkt im Topf rühren, bis die Sauce eindickt. Über dem Wasserbad ist die Gefahr natürlich geringer, dass die Eier gerinnen, im Topf geht's dafür schneller. 
Ich bereite sie immer im Topf zu und sollte sie mir dann doch gerinnen (weil ich mal wieder vergesse die Sauce kaltzurühren), lässt sie sich sehr gut retten, indem man sie mit dem Zauberstab* nochmals kräftig aufmixt - am besten gelingt das mit der Schlagscheibe*.

Apple Crumble mit Vanillesauce
Apple Crumble

Zutaten 
800 g Äpfel (bei mir Topaz, Wellant oder Rubinette)
Saft einer halben Zitrone
250 g Mehl 
150 g Butter
100 g brauner Zucker 
100 g 5-Korn-Flocken

Zubereitung 
Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Viertel quer in ca. 1/2- 1 cm dicke Scheiben schneiden, in eine Auflaufform geben und mit Zitronen- saft beträufeln. Gut vermischen und beiseite stellen. 
Mehl, Butter  und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit der Küchenmaschine möglichst zügig zu Streuseln verkneten. um Schluss die Flocken dazugeben und unterrühren. 

Die Streusel über die Apfelscheiben geben, gleichmäßig verteilen und für ca. 30 Minuten bei 180°C goldbraun backen. Der Crumble schmeckt lauwarm am besten und besonders gut mit einer leckeren Vanillesauce (s.u.) oder einer Kugel Vanilleeis.


Vanillesauce

Zutaten 
200 ml Milch 
100 ml Sahne 
2 Vanilleschoten
3 Eigelbe 
1 Prise Salz 
40 g Zucker 

Zubereitung
Die Vanilleschoten längs aufschneiden und mit dem Messerrücken auskratzen. Vanillemark und die ausgekratzten Schoten mit der Milch und Sahne in einem Topf zum Kochen bringen, dann beiseite stellen und bis zum nächsten Tag ziehen lassen. 
Am nächsten Tag die Vanillemilch durch ein Sieb gießen und die Eigelbe mit 3 EL kalter Vanillemilch und einer Prise Salz glattrühren. Die Vanillemilch erneut erhitzen, dann die Eigelbe unter stetigem Rühren einrühren. Bei mittlerer Hitze so lange Rühren, bis die Sauce cremig eingedickt ist, dann unbedingt im kalten Wasserbad kaltrühren, sonst stockt das Eigelb und die Sauce gerinnt.
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Apfelwaffeln

Nahaa? Seid Ihr schon wieder bereit für die Freitagswaffel?
Wenn ich so weitermache, hab ich bald Deutschlands größtes Waffelrezept-Archiv beisammen! Glücklicherweise treten aber bisher weder bei meinem Mann, noch bei mir Ermüdungserscheinungen ein, sondern wir essen Waffeln nach wie vor genauso gerne wie vor dem Ersten Mal mit DER Gerät :o)

Apfelwaffeln
Für das heutige Rezept hab ich mal wieder das bewährte Buttermilchwaffel- rezept abgewandelt, das ist nämlich ein ganz hervorragendes Grundrezept, aus dem man viele andere Waffelkreationen entwickeln kann. 
Diesmal hab ich daraus Apfelwaffeln gemacht, die mich ganz stark an meinen liebsten Apfelkuchen erinnern. Sie sind saftig, wunderbar locker und haben ein ganz tolles, intensives Apfelaroma. 
Wie Ihr im Rezept seht, hab ich diesmal türkischen Joghurt verwendet, Ihr könnt aber natürlich auch Buttermilch oder Kefir nehmen oder, wenn Ihr nichts davon zuhause habt, nehmt einfach Milch. Da dann aber die leicht säuerliche Note fehlt, die der Joghurt/Buttermilch/Kefir mitbringt, würde ich nen guten Spritzer Zitronensaft dazugeben. 
Für alle die es mögen, bietet sich hier natürlich auch ne Prise Zimt an - wenn es denn unbedingt sein muss ;o)

Apfelwaffeln
Zutaten für 3 große KA-Waffeln
3 Eier  

1/4 TL Salz 
150 g Rohrohrzucker
1/4 TL gemahlene Vanille
1 TL Vanilleextrakt
150 g flüssige, gebräunte Butter
100 g türkischer Süzme Joghurt
250 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
200 g geraspelte Äpfel (bei mir Wellant)


Zubereitung

Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und so lange bei mittlerer Temperatur köcheln, bis sie leicht gebräunt ist. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. 
In der Zwischenzeit die Eier mit dem Salz und Zucker mehrere Minuten sehr schaumig rühren.

Nach und nach die Nussbutter, gemahlene Vanille und Vanilleextrakt unter stetigem Rühren unter die aufgeschlagenen Eier rühren. Alles miteinander verrühren und anschließend den Joghurt und das Mehl mit dem Backpulver und Natron abwechselnd dazugeben und verrühren. So lange Rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.  Je nach Joghurtsorte kann es notwendig sein, noch etwas Joghurt oder Mehl dazuzugeben. 
Die Äpfel schälen, entkernen und grob raspeln. 200 g Apfelraspel unter den Teig heben.

Das Waffeleisen aufheizen, Waffelteig hineingeben und die Waffeln goldbraun aus- backen (KA Waffeleisen 3:45 Minuten). Herausnehmen und auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.
Apfelwaffeln
Das KitchenAid Waffeleisen wurde mir freundlicherweise
von Bleywaren.de* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

übern Tellerrand, heute: Überseemädchen

übern Tellerrand
Es ist Mittwoch und damit wieder einmal Zeit für übern Tellerrand und einen weiteren Blog, den ich Euch heute vorstellen darf. 
Zur Abwechslung habe ich heute mal keinen ausschließlichen Foodblog für Euch, sondern einen Blog, in dem Kochen & Backen eines von gleich mehreren Themen ist. Neben leckeren Rezepten gibt es auch wunderschöne Fotos (ich bin schon beim Einbinden der unten zu sehenden Cupcake-Fotos vor Neid grün angelaufen), Styling- & Einrichtungsideen und außerdem einen regelmäßigen Wochen- und Monatsrückblick zu entdecken. Ich präsentiere Euch mit großem Vergnügen, Isabelle, das ÜberSee-Mädchen!
Bei dem Namen muss ich als Exil-Bremerin natürlich sofort ans Meer, Schifffahrt und nicht zuletzt das Bremer Überseemuseum denken, damit hat Isabelle aber gar nichts am Hut, sie kommt nämlich aus der genau entgegengesetzten Ecke Deutschlands, vom schönen Bodensee. 
Mitgebracht hat sie Euch Cupcakes, nach einem Rezept, das sicher auch den letzten Cupcake-Skeptiker überzeugen wird (mit anderen Worten, mich ;o) ). Ich freue mich sehr über diesen tollen Gastbeitrag und wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern auf Isabelles Blog und natürlich beim Nachbacken dieser leckeren Cupcakes.

Herzlich willkommen, Isabelle!

Apfel-Mandel Cupcakes mit Vanille-Creme © Überseemädchen
Das ÜberSee-Mädchen zu Gast im Kuriositätenladen, es ist mir eine Ehre. Ob ich dem Namen alle Ehre machen werde? Denn wirklich kurios wird es heute mit mir nicht zugehen, dafür aber wie gewohnt lecker. Und süß. Lange habe ich überlegt, was ich heute zeigen kann und da Steph mehr Herzhaftes zeigt, habe mich für meine ersten Cupcakes entschieden – sie hören auf den Namen „Apfel-Mandel Cupcakes mit Vanille-Creme“ und sind eine süße Sünde wert, es werden sicherlich nicht meine letzten sein. Wie steht es bei euch?

Doch wer schreibt hier überhaupt, wenn nicht Steph? Ich bin Isabelle alias das ÜberSee-Mädchen, 23 Jahre alt und Studentin der Literatur-Kunst-Medien am schönen Bodensee. Auf meinem Blog schreibe ich über all die schönen Facetten des Lebens und zeige meine Photos. Bei Beiträgen über Food kommt dann beides zusammen: Meine Vorliebe für schnelle, einfache Gerichte mit dem gewissen Etwas und der Versuch, diese ansprechend in Szene zu setzen. Steph ist mir bei beiden dieser Punkte immer eine Inspiration und ich freue mich sehr, heute hier zu Gast zu sein.

Apfel-Mandel Cupcakes mit Vanille-Creme © ÜberseemädchenHeute gibt es also Cupcakes, „Schuld“ daran ist eine Freundin. 10.000 Cupcakes* war mein Weihnachtswichtel-Geschenk, ein Wendebuch mit zahlreichen Kombi- nationsmöglichkeiten. Wenn dieses Geschenk kein Grund ist, sich endlich an den Muffins der besonderen Art zu versuchen… Ob ihr versierte Cupcakes-Fans oder Neulinge wie ich seid, ich denke mein Rezept ist etwas für alle Naschkatzen:

Für 12 Cupcakes braucht ihr einen Apfel, 115 g weiche Butter, 175 g Zucker und 175 g Mehl. Außerdem zwei Eier, etwas Backpulver und etwas Mandelextrakt
Und schon kann es losgehen, am besten heizt ihr schon einmal den Ofen auf 160°C Umluft vor und mischt dann den geraspelten Apfel mit Butter, Zucker und Mandelextrakt. Zu dieser cremigen Masse gebt ihr ein Ei nach dem anderen, danach kommt das Mehl mit Backpulver dazu. Schon ist die Masse fertig, weiter geht es mit der Creme.

Für die Vanillecreme braucht ihr etwa 250g Crème double und etwas Vanille, entweder das Mark einer Vanille oder einen halben Esslöffel Vanilleextrakt. Wem die Teigmasse noch nicht süß genug ist, kann noch etwas Zucker dazugeben, doch auch so wird es ziemlich süß, ziemlich mächtig aber unglaublich lecker. Für die Cupcakes braucht ihr eine etwas festere Creme, dafür die Mischung einfach für ein bis zwei Minuten rühren.
Was ich vom ersten Cupcake-Backen gelernt habe: Es macht keinen Sinn, die Creme auf den noch warmen Teig zu geben. Eine köstliche Vorstellung, in der Realität schmilzt allerdings die Creme dahin. Also die Cupcakes erst abkühlen lassen, in der Zwischenzeit könnt ihr noch einige Mandelblättchen in einer Pfanne anrösten. 

Zum Schluss die abgekühlten Cupcakes mit der Creme krönen, das geht am besten mit einer Spritztülle aber sicher auch mit einem Teigschaber oder Löffel. Mit den angerösteten Mandelblättern obenauf eine Köstlichkeit zum Mädelskaffee, aber auch die Männerwelt wird hierzu nicht Nein sagen.

Apfel-Mandel Cupcakes mit Vanille-Creme © Überseemädchen
Auf meinem Blog findet ihr übrigens nicht nur Süßes, sondern auch Herzhaftes - egal, für was ihr eher zu haben seid, ich wünsche euch ein gelungenes Nachkochen (oder –backen). 

Lieben Gruß, 
Isabelle.
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Heringssalat

Ich kann es nicht mehr sehen! 
Kekse, Schokolade, Pralinen, Kuchen, Desserts - soviel Süßkram kann doch niemand essen. Es wird höchste Zeit für was Herzhaftes, also hab ich heute einen Salat für Euch, der sich wunderbar auf dem Silvesterbuffet macht. Und wenn wider Erwarten etwas übrig bleiben sollte, schmeckt er auch an Neujahr noch prima und wirkt dem tückischen Kater entgegen. 
Obwohl ich ja kein so großer Rote Beete-Fan bin, mag ich diesen Salat besonders gerne. Die Kombination der erdigen Roten Beete mit dem knackigfrischen Apfel, dem Matjes und den Gurken schmeckt wirklich großartig. 
Ich achte immer darauf, dass ich die Gurken und die Rote Beete fein würfle, während Apfel und Matjes verhältnismäßig grob geschnitten werden. So kommt die knackige Textur des Apfels und der würzige Matjes besonders gut zur Geltung.  

HeringssalatDas Rezept stammt (wie immer in abgewandelter, bzw. angepasster Form) aus einem Kochbuch, das ich Euch im neuen Jahr noch genauer vorstellen und aus dem ich in den nächsten Wochen sicher noch eine ganze Menge nachkochen und bloggen werde, Winterküche* von Tanja Dusy. 
Schon die Sommerausgabe* gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, aus dem ich mehr nachgekocht habe, als aus den meisten anderen meiner Kochbücher. Diese Winterausgabe ist aber leider im letzten Jahr viel zu kurz gekommen, das wird sich aber in diesem Jahr ändern. 

Zutaten
200 g saure Sahne
100 g türkischer Joghurt
1 TL grober Senf
2 EL Apfelessig
Salz und Pfeffer
1/2 TL Zucker
6 Matjesfilets
1/2 rote Zwiebel
2 mittelgroße Gewürzgurken 
1 rote Beete, vakuumiert
1 säuerlicher Äpfel (Wellant, Topaz, Rubinette)
1 TL Kapern (Nonpareilles)
1/2 Bund Dill

Zubereitung
Die saure Sahne, Joghurt, Senf, Essig, Salz, Pfeffer und Zucker in eine Schüssel geben und miteinander verrühren. 
Die Matjesfilets quer in 1/2 cm breite Streifen schneiden. Die rote Zwiebel, die Gewürzgurken und die rote Beete fein würfeln. Den Apfel achteln, entkernen und in Scheiben schneiden, die Kapern sehr fein hacken.
Alles zu der Sauce geben und unterheben. Den Dill fein hacken und ebenfalls unterheben. Einige Stunden ziehen lassen und servieren.
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Übern Tellerrand! Heute, die S-Küche

übern Tellerrand
Gestern erst der 5. Bloggeburtstag, heute gleich das nächste, regelrecht geschichtsträchtige Datum. Ihr werdet es nicht glauben, aber die heutige Gastbloggerin hat tatsächlich das UNMÖGLICHE gewagt, Simone hat ein Rezept mitgebracht, das ZIMT enthält! Z-I-M-T!!! 
(Soundeffekt, bitte jetzt klicken)

Ok, ganz so überraschend kommt das zumindest für mich nicht, hatte ich ihr doch erst neulich den sprichwörtlichen Fehdehandschuh hin- geworfen, als es darum ging, welche Zutaten in den Gastbeiträgen hier im KuLa nicht enthalten sein sollten. Simone war der Meinung, dass Zimt selbstverständlich auch nicht in Frage käme und als ihr antwortete, dass sie ja auch todesmutig die Herausforderung annehmen und versuche könnte, mich von dieser Teufelszutat zu überzeugen, scheint sie Blut geleckt zu haben. Zimt also... *soifz ;o)
Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Ihr Zimt mögt, solltet Ihr diesen Tag und vor allem das Rezept ausgiebig genießen, das passiert sicher so schnell nicht wieder ;o) 

Spaß beiseite. Bevor Euch Simone etwas von sich und ihrem wirklich großartigen Blog berichtet, möchte ich Euch noch kurz erzählen, woher ich sie kenne - Simone ist nämlich die erste Gastbloggerin, die ich tatsächlich auch in Echt kenne. 
Sie ist nicht nur Bloggerin, sondern auch Mitglied unseres Alles Hausgemacht!-Forums und war als Hamburgerin natürlich auch bei unserem letzten Forentreffen hier in Hamburg mit dabei. 

Ihren Blog, die S-Küche verfolge ich schon seit Beginn und bin mittlerweile ein großer Fan. Ich mag ihre Küche und bin ganz begeistert über die Fortschritte, die sie im Bereich der Fotografie macht. Ich freue mich ganz besonders, Simone heute bei mir begrüßen zu dürfen und empfehle Euch, unbedingt bei Ihr vorbeizuschauen, es lohnt sich wirklich! 

Ganz herzlich willkommen, Simone!

Ich freu mich, ich darf heute hier im Kula zu Gast sein!
Bevor ich im vergangenen März meine S-Küche startete, war der Kleine Kuriositätenladen einer der wenigen Blogs, die ich regelmäßig besuchte. Gibt es hier doch von fast allem etwas und davon auf alle Fälle immer das Beste! Ich kann es kaum glauben, dass ich nun ausgerechnet hier zu Gast sein darf.

Apfel-Karamell Hand Pies mit Zimt und Kardamom
Da mein Blog ja noch relativ neu und unbekannt ist, stelle ich mich kurz vor:
Ich werkel seit März in meiner S-Küche und es macht mir einen Heidenspaß! Mich begeistern handwerklich gut gemachte Produkte aus frischen, saisonalen Zutaten. Tüten kommen bei mir nicht in Frage. Denn alles was man selbst herstellen und zubereiten kann, schmeckt richtig gemacht, mit guten und natürlichen Produkten, konkurrenzlos gut. Das kennt Ihr aus dem KuLa ja schon seit Jahren und ist für Euch nichts Neues. Convenience Produkte stelle ich auf meinem Blog nicht vor, da gibt es die gute alte Handarbeit. Was aber nicht heißt, dass alles lange dauern und kompliziert sein muss.

Apfel-Karamell Hand Pies mit Zimt und Kardamom
Unter dem Motto "Übern Tellerrand" darf ich nun etwas kredenzen, was meinen Blog möglichst gut repräsentiert. Die Optik der Produkte ist mir sehr wichtig und ich freue mich, wenn mir ein "Hingucker" gelingt. Jedoch ordnet sich die Ästetik bei mir auch eindeutig dem Geschmack unter. Fotos die schöne Produkte zeigen, die nicht schmecken, verblogge ich nicht. Da kann es schon mal sein, dass Gerichte drei mal gekocht oder gebacken werden, bis sie mir gefallen.

Apfel-Karamell Hand Pies mit Zimt und Kardamom
 Apfel-Karamell Hand Pies mit Zimt und Kardamom

Ich habe mich schließlich für diese Hand Pies entschieden, die schonmal nett aussehen, unglaublich gut schmecken und eine ungeheuer praktische Angelegenheit sind. Diese kleinen Mini Pies wandern quasi von selbst in den Mund, man kann sie gut verschenken oder unterwegs anbieten. Da ich überwiegend süßes verblogge, muss es selbstverständlich auch in diesem Post etwas süßes sein. Es gibt einen zart-schmelzenden Teig mit Apfel-Karamell-Füllung mit Zimt, Sternanis und Kardamom und eine pikante Variante, Cheddar- Rosa Pfeffer wahlweise auch in Laugenteig. Für beide Sorten wird derselbe  "melt in the mouth" Pie-Teig verwendet: Thomas Keller's Buttery Pastry Shell. 
Zwei weitere Hand Pie Varianten habe ich bereits vor einiger Zeit gebloggt, wer nachschauen möchte, hier geht es zu den Rezepten: Pflaumenkompott oder Birnen-Gorgonzola Füllung.
Die angegebene Teigmenge habe ich hälftig (also jeweils 13 Stück) mit Apfel-Karamell und Cheddar-Rosa Pfeffer gefüllt. Nun gibt es aber noch eine weitere pikante Variante, die man optional bereiten kann. Die pikanten Pies werden 30 Sekunden in Natronlauge (Kaiser-Natron) versenkt, das gibt noch einmal einen ganz besonderen Kick.
Das Erfreuliche: Die Mini Pies sind mit wenigen Zutaten wirklich fix gemacht!


Apfel-Karamell Hand Pies mit Zimt und Kardamom
So geht's:
Den Teig kann man hervorragend einfrieren, es bietet sich also an, gleich größere Mengen anzufertigen. Die unten genannten Mengen ergeben ungefähr 25 Hand Pies mit 6,5 cm Durchmesser

Apfel-Karamell Hand Pies mit Zimt und Kardamom
Zutaten

Teig
1 Ausstecher mit 6-7 cm Durchmesser, am besten ein Ravioliausstecher sonst ein Keksaustecher.

250 g Mehl
1/4 Tl Salz
225 g sehr kalte Butter
60 ml eiskaltes Wasser
50 g Zucker
1 verquirltes Bio-Ei zum Bepinseln
Brauner Zucker oder anderer grober Zucker zum Bestreuen bzw. Salt Flakes, z.B. Murray River Salt.


Apfel-Karamell Hand Pies mit Zimt und Kardamom
Cheddar Rosa Pfeffer-Laugenpies
  
Apfel-Karamell- Füllung
1 großer Boskop
1 Spritzer Zitronensaft
2 El Zucker
2 Messerspitzen Zimt
2 Messerspitzen Kardamom, gemahlen
1 Messerespitze Sternanis, gemahlen
7 weiche Sahnekaramellbonbons

Cheddar-Rosa Pfeffer-Füllung

40 g geriebener Cheddar 
50 g guter Frischkäse (kein Lightgedöns)
1 El zerstoßene Pfefferkörner
Salz / Pfeffer

Für die Laugenversion einen knappen El Natron auf 1/2 L Wasser

Apfel-Karamell Hand Pies mit Zimt und Kardamom
Zubereitung       

Apfelkompott
Den geschälten, kleingeschnitten Apfel mit dem Zitonensaft und etwas Cidre oder Apfelsaft, zur Not Wasser und dem Zucker zum Kochen bringen. Etwa 10 Minuten ohne Deckel sanft weich köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Die Gewürze hinzu geben und beiseite stellen.

Cheddarcreme
Der geriebene Cheddar wird mit dem Frischkäse und den zerstoßenen Pfefferbeeren verrührt und kräftig gewürzt

Teig
  1. Das Mehl mit dem Salz und dem Zucker vermischen. Die Butter mit der Hälfte des Mehls zügig verkneten (Kann man mit der Küchenmaschine machen, mit der Hand geht es aber super schnell), dabei die Butter in Stückchen nach und nach zugeben. Nach der Butter, wird das restliche Mehl eingearbeitet und anschließend das Wasser eingeknetet.
  2. Der Teig wird nun zu einer flachen Kugel geformt in Folie eingepackt und ruht mindestens eine Stunde im Kühlschrank, kann aber auch zwei Tage drin bleiben.
Apfel-Karamell Hand Pies mit Zimt und Kardamom
Cheddar-Frischkäse-Rosa Pfeffer Füllung

Fertigstellen
Den Ofen vorheizen auf 175° Ober/Unterhitze

  1. Den Teig wenige Millimeter dünn ausrollen und so viele Kreise wie möglich ausstechen, den Teig wenn nötig erneut ausrollen und weitere Kreise ausstechen. Wird der Teig zu weich, zwischendurch wieder in den Kühlschrank legen.
  2. Eine Hälfte des Teiges am Rand mit verquirltem Ei  bestreichen, so haften die Teigdeckel besser.
  3. In die Mitte der Kreise die jeweiligen Füllungen geben, genug damit eine Wölbung der Pies entsteht, aber nur so viel, dass Füllung beim Verschließen der Teighälften nicht rausquillt.
  4. Den zweiten Hälften mit Daumen und Fingern vorsichtig eine Wölbung verpassen (siehe Foto oben, 2. Reihe), auf die Füllung geben und die Teigränder mit etwas Druck gut verschließen.
  5. Die Pies mit einem scharfen Messer etwas einschneiden, so entweicht später die Luft und es sieht toll aus. Für eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben
  6. Die Mini-Pies mit dem verquirlten Ei bestreichen und mit Zucker oder Salz  bestreuen.
    • Oder die Pies nacheinander vorsichtig für jeweils 30 Sek. in köchelnde Natronlauge (Kaiser-Natron z.B.) tauchen.
  7. Die Pies werden ca. 20 Minuten gebacken, so lange bis sie oben und unten gold-braun sind. Die Laugenversion so lange, bis der typische Farbton erreicht ist

Zum Verzehr müssen sie unbedingt erst noch abkühlen, weil die Füllung natürlich noch sehr heiß ist. Dann schnell eins probieren!

Diese kleinen Dinger schmecken warm oder kalt gleichermaßen gut. Am Ende meines Gast-Posts angelangt kann ich eigentlich schon wieder neue machen, weil sie wieder alle weggenascht wurden.

So, jetzt habt Ihr einen kleinen, klitzekleinen Einblick in meine S-Küche erhascht. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mich wieder besucht!


Cidre-Karamellen

In den Geschäften liegen die Kekse und Weihnachtsartikel schon seit mindestens zwei Monaten im Regal, da kann ich jetzt sicher auch hier im Kuriositätenladen so langsam die Vorweihnachtszeit einläuten, oder?
5 Wochen noch, dann müssen alle Leckereien fertig und verpackt sein, es gibt also noch eine ganze Menge zu tun! 

Cidre-Karamellen
Diese Cidre-Karamellen habe ich bereits im letzten Jahr einmal zubereitet, war da aber leider schon zu spät dran und konnte das Rezept nicht mehr bloggen - besonders bedauerlich, denn diese Karamellen sind nicht irgendwelche Karamellen. Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass diese Karamellen die leckersten Karamellen überhaupt sind! Großartig ist wirklich eine Untertreibung.
Im Gegensatz zu normalen Karamellen, sind diese hier viel weniger süß, nicht so klebrig-süß wie es bei klassischen Karamellrezepten oft der Fall ist. 
Der Grund dafür ist der extrem reduzierte Apfelcidre, bzw. Apfelsaft - den kann man natürlich genau so gut verwenden. 

Ein Liter Cidre wird für dieses Rezept auf 1/10 reduziert, übrig bleibt dann ein sehr dunkler, dickflüssiger und unwahrscheinlich geschmackvoller Apfelsirup. Ich musste mich extrem zusammenreißen, den nicht direkt so auszulöffeln, der schmeckt nämlich schon großartig.
Zusammen mit den anderen Zutaten kommt dann ein erstaunlich "leichter" Karamell heraus, mich erinnert er n büschen an Maoam - in lecker natürlich. Die fertigen Bonbons haben ein sehr intensives, frisches Apfelaroma und eine angenehme nicht übertriebene Süße. 

Cidre-Karamell
Im Originalrezept, das aus meinem Lieblings-Kochbuch 2012, the Smitten Kitchen Cookbook*, stammt, werden die fertigen Karamellen noch mit Fleur de Sel bestreut - das gefällt mir in Kombination mit dem Apfelaroma aber nicht sooo gut. Salz mag ich lieber in Kombination mit klassischem Karamell und natürlich zusammen mit Schokolade - da geht nix drüber.

Bei der Zubereitung des Karamells ist besonders wichtig, dass die Karamellmasse 120°C erreicht, sonst wird sie später nicht fest. Ihr braucht also auf jeden Fall ein entsprechendes Thermometer, das muss nicht die Welt kosten, ist aber für die verlässliche Verarbeitung von Zuckermassen unbedingt notwendig. 
Ich habe ein digitales Küchenthermometer*, das man auch zum Messen von Kerntemperaturen verwenden kann und ein klassisches Zuckerthermometer*. Letzteres ist recht groß, da ich aber Zuckermassen eh immer in großen Töpfen zubereite (die schäumen enorm auf und kochen sonst leicht über), passt das schon. 

Cidre-Karamellen
Zutaten
1 Liter Apfelcidre (bei mir Elbler, 2:1 Ebbe und Flut)
300 g Rohrohrzucker 
120 g Butter 
80 ml Sahne 

Murray River Salt oder Fleur de Sel zum Bestreuen (optional)

Zubereitung 
Den Cidre in einem Topf bei starker Hitze auf 100 ml einreduzieren, das dauert ungefähr 30-45 Minuten. 
Die übrigen Zutaten mit dem eingedickten Sirup in einen großen Topf geben und erneut unter stetigem Rühren zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis die Masse 120°C erreicht. In eine mit Backpapier ausgeschlagene Form gießen und komplett erkalten lassen.
Aus der Form nehmen und mit einem eingeölten, scharfen Messer in kleine Vierecke schneiden. Mit Murray River Salt bestreuen und in Wachspapier einwickeln.
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Apfelessig, hausgemacht

Heute stelle ich Euch ein Rezept vor, das eigentlich noch gar nicht fertig ist. Das Glas mit dem Essigansatz steht genau so, wie Ihr es auf dem Bild unten seht, immer noch auf meiner Fensterbank und zieht vor sich hin - nur die Äpfel sehen mittlerweile nicht mehr so knackig aus, sondern haben ihre beste Zeit eindeutig schon lange hinter sich und der Blumenstrauß ist natürlich auch vor einer Weile auf dem Kompost gelandet. 
Da die Apfelsaison aber gerade auf Hochtouren läuft und eine gestern gezogene Geschmacksprobe viel Gutes erahnen lässt, langsam aber sicher die ersten Listen mit kulinarischen Weihnachtsgeschenken angelegt werden und Ihr natürlich noch die Gelegenheit haben sollt, rechtzeitig in die Apfelessigproduktion einzusteigen, möchte ich Euch das Rezept schon jetzt vorstellen.

Apfelessig, hausgemacht
Der Apfelessig, wie er in I ❤ NYbeschrieben wird, ist natürlich nicht mit dem gleichzusetzen, den man im Geschäft kaufen kann, denn der wird in der Regel aus Apfelmost und einer Essigmutter hergestellt, während unser Apfelessig auf einem bereits fertigen Weißweinessig oder einem hellen Balsamico beruht, der mit Apfel aromatisiert wird - außerdem kommt noch eine reichlich Ahornsirup und etwas Salz rein. Das Prinzip ist also das gleiche wie bei dem Erdbeer- und Himbeeressig, die ich Euch bereits vorgestellt habe. 
Er schmeckt aber schon jetzt nach knapp 3 Wochen sehr gut - Ihr solltet das also unbedingt mal ausprobieren!

Apfelessig, hausgemacht
Im Originalrezept steht, dass man das Glas mit dem Essigansatz im Kühlschrank aufbewahren soll - mach ich nicht. 
Erstens wäre mein Kühlschrank dann voll und wir müssten die nächsten 3 Monate hungern und zweitens klappt es auch wunderbar, wenn man das Glas auf der Fensterbank lagert. 
Ich schüttel das Glas (besonders am Anfang, wenn die Äpfel noch nicht durchgezogen sind) zweimal täglich und achte darauf, dass immer wieder andere Äpfel oben schwimmen. Mit der Zeit saugen sich die Äpfel so voll Essig, dass sie quasi dadurch schon konserviert werden. Die Äpfel in meinem Glas sehen mittlerweile natürlich sehr trost- und farblos aus, sind ein ganzes Eck geschrumpft und teilweise nach unten gesunken - alles nach Plan also. 
Ich werde den Ansatz auf jeden Fall noch bis Weihnachten stehen lassen und dann abfüllen, ein bißchen Aroma steckt sicher noch in den Äpfeln, auch wenn sie nicht mehr danach aussehen :o)  

Zutaten 
1 kg möglichst aromatische Äpfel (hier Rubinette)
1,5 Liter Weißweinessig oder ein heller Balsamico
350 ml Ahornsirup (Grad A
1 EL Salz

Zubereitung
Die Äpfel gründlich waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. In ein sauberes Glas geben. 
Den Essig mit dem Ahornsirup und dem Salz zum Kochen bringen und über die Äpfel gießen, die Äpfel sollten vollständig bedeckt sein. 
Das Glas verschließen und auf der Fensterbank oder einem anderen hellen Ort mindestens 1 Monat oder auch bis zu 3 Monate ziehen lassen. 
Durch ein feines Sieb passieren und in eine saubere Flasche umfüllen.
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Gebratene Schupfnudeln mit Kraut

Nun hab ich in der letzten Zeit soviel eingeweckt, damit wir trotz des Bemühens regional und saisonal zu essen, auch in der kalten Jahreszeit Obst und Gemüse auf Lager haben, da wird es jetzt wirklich mal wieder Zeit für was richtig exotisches - es gibt Schupfnudeln! :o) 

Gebratene Schupfnudeln mit Kraut
Schupfnudeln stehen bei einem Fischkopp wie mir natürlich nicht auf dem täglichen Speiseplan, wir essen hier oben meist Salz- und Bratkartoffeln, Kartoffelpüree, -salat und ganz selten mal Klöße, Schupfnudeln aber eigentlich gar nicht. 
Stevan Paul, bzw. sein großartiges Kochbuch Deutschland Vegetarisch* ist schuld, dass ich mich jetzt doch mal wieder ans Schupfen gemacht habe. 
  
Schupfnudeln
Schupfnudeln sind eigentlich nichts anderes als anderes als Gnocchi in der Form von nicht gebogenen Vanillekipferln - wenn Ihr also schon einmal Gnocchi zubereitet habt, könnt Ihr den Aufwand schon gut einschätzen. 

Ganz wichtig ist, dass Ihr wirklich mehlig kochende Kartoffeln verwendet und diese gut ausdampfen lasst, so entweicht die Feuchtigkeit und Ihr braucht später weniger Mehl und Grieß - je mehr Mehl und Grieß Ihr verwendet, desto fester werden die Schupfnudeln. 
Wenn Ihr die Schupfnudeln geschupft habt, solltet Ihr sie relativ zügig weiterverarbeiten, sie also nicht noch stundenlang so liegenlassen, da der Teig dann wieder Feuchtigkeit zieht und die Schupfnudeln weich werden. 

Wie ich vorgestern auf meiner FB-Seite gelernt habe, kann man Schupfnudeln auch einfrieren, einige machen das mit den vollständig oder nur angekochten Schupfnudeln, andere braten sie noch kurz an, bevor sie nebeneinander auf einem Blech eingeforen werden. Sobald sie geforen sind, kann man sie in Gefrierbeutel geben und so platzsparend im Gefrierschrank unterbringen. 

Schupfnudeln
Zutaten 

Schupfnudeln
1 kg mehlig kochende Kartoffeln
Salz
120 g Mehl, (Typ 405)
50 g Weichweizengrieß
20 g Kartoffelstärke
1 Ei

Sauerkraut
1 Zwiebel 
300 g mildes Fass-Sauerkraut
Butterschmalz zum Anbraten
1 EL Zucker
50 ml Weißwein
100 ml Apfelsaft 
Salz und Pfeffer aus der Mühle 

Zubereitung

Schupfnudeln
Die Kartoffeln als Pellkartoffeln in Salzwasser gar kochen. Restliches Wasser abgießen, dann den Topf wieder auf die ausgeschaltete Herdplatte stellen und die Kartoffeln ausdampfen lassen. 
Etwas auskühlen lassen, dann die Kartoffeln pellen und im Anschluss durch eine Kartoffelpresse drücken. Komplett abkühlen lassen.

Sauerkraut
Eine Zwiebel in feine Streifen schneiden und zusammen mit dem Sauerkraut in etwas Butterschmalz dünsten, bis die Sauerkrautflüssigkeit vollständig verdampft ist. Bei mittlerer Hitze weiterschmoren bis das Sauerkraut goldbraun ist, dann einen EL Zucker darüber geben, verrühren und mit Weißwein und Apfelsaft ablöschen. 
Die Flüssigkeit komplett verkochen lassen, bis das Sauerkraut erneut beginnt zu bräunen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, beiseite stellen und später mit den Schupfnudeln nochmals erwärmen und servieren.  

Schupfnudeln
Die abgekühlten Kartoffeln mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und möglichst schnell zu einem glatten Teig verkneten.
Kleine Teigportionen abstechen und auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Handballen "schupfen", also in die Form von Schupfnudeln bringen. 
Die geformten Schupfnudeln auf ein mit Grieß ausgestreutes Backblech legen und mit dem restlichen Teig ebenso verfahren. 

Salzwasser in einem Topf zum Sieden (nicht zum Kochen!) bringen und die Schupfnudeln 2-3 Minuten gar ziehen lassen. Sie steigen an die Oberfläche wenn sie gar sind. 
Mit einer Siebkelle herausnehmen, abtropfen lassen und auf einem geölten Backblech ausdampfen lassen, bis die restlichen Schupfnudeln ebenfalls gar sind. 

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Schupfnudeln von beiden Seiten goldbraun braten. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. 
Das Sauerkraut nochmals erwärmen und mit den Schupfnudeln servieren. 
*=Affilatelink

Poulet Vallée d’Auge - Hühnchen mit Cidre und Apfelbrand

Es ist mal wieder Zeit für ein Lieblingsessen
Wer meinen Kuriositätenladen kennt, wird jetzt wahrscheinlich denken, dass so ziemlich jedes Hühnchenrezept zu meinen Lieblingsrezepten gehört, aber das ist so nicht ganz richtig. Ich liebe Hähnchen - mit Ausnahme von Frikassee in eigentlich jeder Form - habe aber bisher zwei absolute Lieblingsrezepte, mein "spanisches" Paprikahuhn und das sagenumwobene Zitronenhuhn, in dieser Reihenfolge. Seit ca. 2 Monaten haben diese beiden Lieblingshühnchen aber eine ernstzunehmende Konkurrenz, das Cidrehähnchen.
  
Poulet Vallée d’Auge - Hühnchen mit Cidre und Apfelbrand
Das Poulet Vallée d’Auge stammt ursprünglich aus der Normandie, ich hab es aber komplett eingedeutscht, mein Cidrehähnchen ist norddeutsch, aber sowas von!
Die Hähnchenschenkel kommen vom Demeterschlachter aus Schleswig-Holstein und die restlichen Zutaten aus Hamburg oder ebenfalls dem Hamburger Umland. Über den Elbler hab ich euch ja schon häufiger vorgeschwärmt, der Apfelbrand aus dem Alten Land ist aber auch grandios. Er ist sortenrein (Finkenwerder Herbstprinz) und wird 3-5 Jahre fassgelagert, dagegen hat auch ein französischer Calvados keine Chance ;o) 
Erhältlich ist er unter anderem auf dem Isemarkt am Stand des Obsthofs Eckhoff. Ich schau beim nächsten Besuch auf dem Isemarkt, auf welcher Höhe der Stand steht und trag das dann hier nach.
Fast vergessen, auch das Baguette, das wir dazu gegessen haben, stammt natürlich aus Hamburg, vom Bio-Bäcker Springer - das beste Baguette weit und breit! Es hält sich problemlos 2-3 Tage und schmeckt aufgebacken wie frisch.

Poulet Vallée d’Auge - Hühnchen mit Cidre und Apfelbrand
Brust oder Keule? Für mich eindeutig die Keule, mit Hähnchenbrust kann man mich jagen, bzw. ich würde immer die Keule bevorzugen.
Dieses Gericht ist daher nicht nur geschmacklich für mich perfekt sondern auch, weil es sich perfekt mit Hähnchenschenkeln zubereitet lässt, das ist beim Zitronenhähnchen ja leider nicht möglich. 

Welches sind denn Eure Hähnchenfavoriten? Habt Ihr noch Rezepte in petto, die Ihr mir empfehlen könnt? Das Paprika-, Zitronen- und Cidrehuhn führen zwar meine persönliche Bestenliste in der Hähnchen-Hall-of-Fame an, gute Hähnchenrezepte kann man aber ja gar nicht genug haben und wenn wir mal Fleisch essen, dann am liebsten Hühnchen :o) 

Hähnchenschenkel
Zutaten 
2-4 aromatische Äpfel (Topaz, Wellant, etc.) 
4 Bio-Hähnchenschenkel 
Salz und Pfeffer
Mehl zum Bestäuben
Butterschmalz
2 Zwiebeln
50 ml Apfelbrand 
300 ml Cidre (Elbler Flut)
einige Zweige frischer Thymian
100 ml Sahne 

frisches Baguette

Zubereitung
Die Äpfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel in Spalten schneiden. In einem Bratentopf in etwas Butterschmalz von beiden Seiten anbraten und einige Minuten schmoren lassen, bis die Apfelspalten etwas weich geschmort sind, aber noch Biss haben. Auf einen Teller geben und beiseite stellen. 
Die Hähnchenschenkel am Gelenk mit einem scharfen Messer teilen, salzen und pfeffern und anschließend in Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen. In Butterschmalz von allen Seiten goldbraun braten. 
In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. Die Hähnchen- schenkel herausnehmen und beiseite stellen. 
Die Zwiebelstreifen in Butterschmalz ebenfalls goldbraun braten. Mit Apfelbrand ablöschen und fast komplett einkochen lassen, dann den Cidre dazugeben. Die Hähnchenschenkel in den Sud einlegen Thymianzweige dazugeben und alles zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze ca. 20-30 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen, dann die Sahne dazugeben und evtl. nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Vor dem Servieren die Apfelspalten dazugeben und erwärmen. 
Mit einem frischen Baguette servieren.
Poulet Vallée d’Auge - Hühnchen mit Cidre und Apfelbrand
 

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