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Hausgemachtes Frühstücksfleisch im Glas

Dieser Beitrag enthält Werbung für Ankarsrum
Die Vorbereitungen für eine Themenwoche wie diese sind immer recht aufwendig und brauchen eine Weile. Nicht nur, dass man sich sehr genau mit der Küchen-maschine selbst beschäftigt muss um die Funktionalität bewerten zu können, ich hab mir auch viele Gedanken gemacht, welche Rezepte ich Euch in diesem Zusammenhang vorstellen möchte und den Plan mindestens 1365 verworfen und wieder neu überlegt. Es ist immer das Gleiche.
Heute steht bei uns der Fleischwolf auf dem Plan, für mich ein sehr wichtiges Küchenmaschinenzubehör, denn ich stelle nicht nur mein Hackfleisch am liebsten selbst  frisch her, sondern wurste ab und zu auch gerne. Früher hatte ich einen handbetriebenen, aber ein elektrischer Fleischwolf ist deutlich komfortabler.
Der Fleischwolf der Ankarsrum Assistent bietet zusätzlich zu den vier Loch-scheiben, einige Aufsätze, die ihn zu einem Allroundhelfer machen. Ein Pürier-vorsatz, 3 Wurstfüllhörner, ein Spritzgebäckvorsatz, 4 Matrizen für Nudeln und eine Reibe, die ich Euch aber morgen noch genauer vorstelle.

Hausgemachtes Frühstücksfleisch im Glas
Mit einem Fleischwolf könnt Ihr natürlich nicht nur Hackfleisch machen, sondern beispielsweise auch Kichererbsen für Falafel, Krabben- und Fisch für Fisch-, bzw. Krabbenfrikadellen oder gegrillte Paprika für Ajvar durchwolfen und sogar das Gemüse für hausgemachtes Gemüsebrühpulver kann mit einem Fleischwolf atomisiert und so für den Trocknungsprozess vorbereitet werden. 
Ein Bereich, für den ich mir schon sehr früh einen Fleischwolf angeschafft und seitdem sehr schätzen gelernt habe, ist das Wursten. Natürlich kann man auch mit gekauftem Hackfleisch Wurst herstellen, aber wer will schon immer ausschließlich Rind- oder Schweinefleisch verwursten - es gibt soviel mehr Möglichkeiten.

Ankarsrum Fleischwolf

Nachdem ich bisher immer "nur" Bratwürste" gemacht habe, habe ich mich nun endlich mal mit einem Thema beschäftigt, das ich schon ewig auf meiner ToDo-Liste hatte, Wurst im Glas. 
Wir kaufen ab und zu die Wurst im Glas bei meinem Schlachter, denn die ist nicht nur gefühlt länger haltbar wenn sie bereits geöffnet ist, sondern sie lässt sich auch originalverschlossen ungekühlt ewig lagern. Für jemanden wie mich, mit ausgeprägter Neigung zu Vorratshaltung, ein sehr spannender Aspekt. 
Jetzt endlich hat es mich also gepackt und ich habe ein Rezept aus einer Weck-Zeitschrift ausprobiert, in diesem Fall nur leicht abgewandelt. Für das erste Testrezept habe ich mich für ein einfaches Frühstücksfleisch entschieden, denn man muss sich ja erstmal langsam in eine Materie einarbeiten und nicht gleich mit der Tür, bzw. einer sehr anspruchsvollen Rezeptur oder enorm hochwertigen Zutaten ins Haus fallen.
Das Frühstücksfleisch besteht ausschließlich aus Schweinefleisch, ich hab mir dafür von meinem Schlachter Fleisch aus der Keule besorgt. Im Originalrezept wird das Frühstücksfleisch etwas anders gewürzt, aber ich habe mich an meine Köttbullar mit Kartoffeln erinnert, die mit Piment gewürzt werden und weil ich die so ausgesprochen lecker fand, habe ich mein Frühstücksfleisch auch mit einer kräftigen Prise Piment gewürzt.

Ankarsrum Fleischwolf im Einsatz

Das Resultat hat uns schlicht begeistert, von allen Rezepten dieser Woche ist es mein Lieblingsrezept. Das Frühstücksfleisch ist nicht nur sagenhaft schnell gemacht, denn es braucht nicht mehr Vorbereitung als Frikadellen und muss dann nur noch eingekocht werden, sondern es schmeckt auch absolut großartig. Trotzdem es zwei Stunden eingekocht wird, ist es saftig und sehr zart. Es lässt sich dünn aufschneiden und zerbröckelt nicht in tausend Teile.
Wir werden jetzt immer ein paar Gläschen davon auf Vorrat haben, denn so ist immer eine Grundlage für ein kräftiges Abendbrot da. Besonders gefällt mir hier die Kombination mit meinen Gewürzgurken und einem Klecks Senf, in diesem Fall hausgemachtem Bärlauchsenf. Obendrauf fehlen dann nur noch ein paar eingelegte Zwiebeln (auch aus den Gewürzgurken) fertig ist das perfekte Wurstbrot.

Vergesst nicht, auch bei Janke reinzuschauen, sie serviert Euch heute Köttbullar

Hausgemachtes Frühstücksfleisch im Glas vor dem Kochen
Zutaten für 7 kleine Gläser
200 g Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
Rapsöl
1 kg Schweinefleisch aus der Keule
20 g Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
3 TL Delikatess-Paprika
1 TL Piment, frisch gemörsert
150 ml Eiswasser

Zubereitung
Die Zwiebelwürfel in Rapsöl glasig anschwitzen, dann beiseite stellen und voll-ständig abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit das Schweinefleisch grob würfeln und mit dem Fleischwolf (mittelfeine Scheibe) wolfen. Zum Schluss die Zwiebelwürfel ebenfalls durchwolfen.
Das Hackfleisch mit der gewolften Zwiebel und den Gewürzen in die Rührschüssel geben, den Knethaken einsetzen und alles gute 5 Minuten bei hoher Geschwindigkeit zu einem glatten Fleischbrei verrühren, dabei nach und nach das Eiswasser zufügen. Sobald ein glatter Fleischteig entstanden ist, der ineinander verklebt, das Brät auf Gläser verteilen, dabei jeweils ca. 2 cm Rand auslassen. 
Die Gläser fest verschließen und in einem Weck- oder Kochtopf übereinanderstapen. Soviel zimmertemperiertes Wasser angießen, dass die Gläser mindestens zu ⅔ im Wasser stehen. Das Wasser auf 100°C erhitzen und die Wurst für 120 Minuten einkochen. Die Gläser aus dem Topf nehmen und vollständig abkühlen lassen.
Die gesamte Themenwoche ist in Kooperation mit www.ankarsrum-kuechenmaschine.de entstanden. Alle entsprechend gekennzeichneten Links * sind Kooperationslinks.
Hausgemachtes Frühstücksfleisch im Glas

Kommentare

  1. Wenn du die Gläser stapelst, sind dann die unteren Gläser ganz unter Wasser?

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    1. Hallo "Anonym"
      Genau, die unteren stehen komplett unter Wasser. Das ist kein Problem, man kann so hoch stapeln wie man möchte. Wichtig ist nur, dass die obersten Gläser ebenfalls zu mindestens 2/3 unter Wasser stehen

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  2. Oh toll, das werde ich auch mal ausprobieren.

    Mehrere Fragen hab ich :)
    1. Was ist das für eine Weckzeitschrift in der du das Rezept gefunden hast?
    2. Wieviele Gläser Frühstücksfleisch hast du aus dem Kilo Schweinefleisch ca. rausbekommen?
    3. Gibt es außer dem größeren Tablett und dem größeren Zusatzequipment noch weitere erwähnenswerte Unterschiede zum Fleischwolf der Kitchen Aid?
    4. Wäre es möglich gewesen auch eine kleinere Menge Brät in der großen Rührschüssel herzustellen? Wenn nicht wäre das dann in der anderen Schüssel mit den Schneebesen gegangen?
    Danke schon mal für die Antwort, LG Patricia

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    1. Holla, die Waldfee, das sind eine Menge Fragen, ich arbeite sie mal Punkt für Punkt ab :o)
      1. Ich hab die Zeitschrift leider zur Zeit nicht hier, es ist aber die original Weckzeitschrift, evtl. sogar die aktuelle Ausgabe, da müsstest Du mal schauen.
      2. Das Rezept ergibt ungefähr 7 kleine Gläser. Ich verwende Sturzgläser mit 225 g Fassungsvermögen
      3. Der Korpus des Original-Fleischwolfs von Kitchenaid ist aus Plastik, der Ankarsrum-Fleischwolf dagegen komplett aus Metall.
      4. Eine kleinere Menge Brät würde ich sonst im Planetenrührwerk verrühren, das wird auch gehen. Ansonsten kann man natürlich auch einen Mixer verwenden oder per Hand kneten. Es kommt darauf an, dass sich ein klebriger Fleischbrei entwickelt, anders als bei einer Frikadelle, bei der alle Zutaten nur kurz verrührt werden. Das Brät ist eher cremig (das ist jetzt etwas übertrieben) und nicht mehr so stückig wie Hackfleisch für Frikadellen.

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    2. ach super, danke für die flotte Antwort. Ich wusste gar nicht dass es eine Zeitschrift von Weck gibt, da werde ich hier in Köln mal auf die Suche gehen. Am Bahnhof im Zeitungsladen werde ich die wohl auf jeden Fall bekommen, die führen da gefühlt wirklich jede Zeitung :)
      Noch ein dicker Pluspunkt für die Ankarsrum, das Gehäuse aus Plastik hat mich tatsächlich gestört bei der Kitchen-Aid. Sind die Getreidemühle und der Flocker auch aus Metall? Durch das Weiß wirkt das wie Plastik...
      Dass bei nem Kilo Fleisch "nur" sieben Gläser rauskommen hätt ich jetzt nicht gedacht, aber irgendwie macht es ja Sinn ist ja ne ziemlich kompakte Masse...

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    3. Sowohl der Flocker, als auch die Getreidemühle sind aus Plastik, der Fleischwolf ist neben den Pastawalzen tatsächlich das einzige Zubehörteil, das komplett aus Metall ist. Bei der KitchenAid ist die Original-Getreidemühle hingegen aus Vollmetall und es gibt einen Fleischwolfvorsatz von Jupiter, der ebenfalls aus Metall ist. Genau der gleiche Flocker, der für die Ankarsrum vertrieben wird, ist auch für die KitchenAid erhältlich, dann von Bartscher oder Messerschmidt.

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  3. Da wir jetzt endlich einen Fleischwolf für unsere KitchenAid haben, muss ich dieses Rezept unbedingt ausprobieren und habe gleich eine Frage: was ist Eiswasser? Und falls es wirklich nur mit Eiswürfeln gekühltes Wasser ist: wieso das? :)
    Liebe Grüße, Ursel

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    1. Eiswasser ist kaltes Leitungswasser, in dem Eiswürfel aufgelöst werden. Es verhindert beim Kneten des Fleischbreis, dass das darin enthaltene Eiweiß durch die Reibung gerinnt und das Brät vorgart.
      Wenn jetzt im Winter bei Dir auch eiskaltes Wasser aus der Leitung kommt, wird das auch genügen.

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    2. Super, vielen Dank, das leuchtet ein :-)

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  4. Ich danke Dir ganz herzlich für dieses Rezept! So was suche ich schon so lange, da ich in meinem Teil der Welt die deutsche Wurst (und ein richtiges "Wurstebrot") so vermisse und schlichtweg nicht kaufen kann. Jetzt kann ich es endlich selber in Angriff nehmen.
    Ich bin, wie Patricia weiter oben, auch an dem Namen der Weckzeitschrift interessiert und wäre ebenso dankbar für eine Mengenangabe des fertigen Produktes (also wieviele Gläser mit jeweils wieviel Gramm Verfassungsvermögen). Tausend Dank! Ich habe nun mein Wochenendprojekt und freue mich auf deutsche Wurst :-)
    LG
    Anette

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    1. Moin Anette,
      die Fragen hab ich oben beantwortet, falls Du noch weitere Fragen hast, melde Dich gerne.
      Viel Erfolg beim Wursten und guten Appetit! :o)

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  5. Es handelt sich um das Weck LandJournal Januar/Februar 2018. Finde das Rezept von Steph aber irgendwie besser. Probiere ich auf alle Fälle aus.

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  6. Hallihallo!
    Jetzt hab ich doch glatt diese Wurst im Glas nachgekocht - und bin vom Geschmack begeistert! Allerdings musste ich feststellen, dass sich bei mir innerhalb des Glases ganz schön viel Flüssigkeit angesammelt hat. Ich vermute, es tut der Qualität keinen Abbruch, aber kann man das irgendwie verhindern?? Hab ich vielleicht doch zuviel Eiswasser zugegossen oder liegt es nur am Flüssigkeitsverlust des Fleisches? Falls du da einen Trick hast, lass ihn mich wissen ;-). Danke und Daumen hoch für deinen Blog!!

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Seid bitte so nett und kommentiert nicht komplett anonym, sondern unterschreibt mit einem Namen, den ich zur Ansprache nutzen kann - vielen Dank!