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Tomahawksteak mit Kumpir & Pimientos de Padrón

Ich hab es Euch ja schon am Dienstag und Donnerstag erzählt, heute serviere ich Euch das großartigste Steak, das es bisher in meine Küche geschafft hat. Es gibt ein "rückwärts" gebratenes Tomahawksteak und dazu habe ich eine Backofenkartoffel, bzw. Kumpir zubereitet und noch ein paar Pimientos de Padrón gebraten. 
Gekrönt wurde das Steak durch einen Stich Senfbutter und eine großzügige Prise Steakpfeffer, die Rezepte dafür hab ich Euch in den letzten Tagen ja bereits vorgestellt.
Normalerweise ist die punktgenaue Zubereitung eines Steaks, inkl. der Zutaten nicht ohne, besonders wenn man mehrere Personen bewirtet, ich zeige Euch aber die simpelste und gleichzeitig sicherste Methode, ein Steak genau auf den Punkt zu garen, so dass Ihr garantiert den Gargrad erreicht, den Ihr am liebsten mögt.

Tomahawksteak mit Kumpir

Das Tomahawksteak ist eigentlich nichts anderes als ein Ribeye-Steak mit einem besonders langen Knochen und sieht dadurch natürlich extra spektakulär aus. Ribeye-Steaks sind meine Favoriten, denn sie sind marmoriert, hocharomatisch und haben einen kräftigen Biss, sind also nicht so zart, wie es beispielsweise ein Filet ist. Ich mag das sehr gerne und greife deshalb meistens, wenn es denn mal ein Steak bei uns gibt, auf Ribeyes zurück.
Ein Tomahawk wiegt inkl. Knochen durchschnittlich 1,2 kg, ist also nichts für den kleinen Hunger, sondern damit kriegt man durchaus einige Personen satt. Ich habe dieses Steak rückwärts gegart, d.h., erst bei 80°C im Backofen bis zur gewünschten Temperatur gegart und anschließend scharf von allen Seiten in der Pfanne angebraten. Wenn man ein anständiges Kerntemperaturthermometer* hat, ist diese Zubereitungsmethode gelingsicher und außerdem noch ausgesprochen komfortabel. 

Für mich außerdem nicht uninteressant: Das Steak verbringt deutlich weniger Zeit in der Pfanne, wodurch die Gefahr, dass der Rauchmelder, der vom Vermieter pfiffigerweise direkt vor dem Kücheneingang angebracht wurde, anspringt, rapide sinkt. Aber das nur am Rande ;o)

Tomahawksteak, 5 Wochen in der Salzgrotte gereift
Gerade, wenn Ihr so wie ich kein Steak-Bratprofi seid, aber trotzdem ein auf den Punkt gebratenes Stück Fleisch auf den Teller bekommen möchtet, ist diese Rückwärts-Methode mit einem Kerntemperaturthermometer eine großartige Sache.
Ihr habt durch das Thermometer jederzeit den Überblick über den aktuellen Gargrad und könnt in der Zwischenzeit die Beilagen zubereiten, den Tisch decken, ein Gläschen Wein trinken - was man halt so macht. Sobald das Fleisch gegart und anschließend angebraten wurde, schneidet ihr es in Tranchen auf und serviert das Steak vorportioniert.
Mir gefällt nicht nur diese Art des Garens, sondern auch das Servieren der portionierten Tranchen deutlich besser als pro Portion jeweils ein kleines Steak zu braten. Es ist sehr bequem in der Zubereitung, sieht auf dem Teller hübsch aus und lässt sich problemlos auch von Anfängern punktgenau zubereiten. Besser geht es nicht.

Tomahawksteak mit Kumpir, aka Backofenkartoffeln
Wenn ich es mir schon bei der Zubereitung so einfach mache, übertreibe ich natürlich auch bei dem Beilagen nicht, in diesem Fall gab es eine wunderbar buttrig weich gegarte Backofenkartoffel, bzw. Kumpir, wie man sie heutzutage nennt. Die Pimientos de Padrón habe ich parallel zum Steak wie hier bereits beschrieben nur kurz in die Pfanne geworfen und mit Salz und Pfeffer gewürzt. 

Obendrauf fehlte noch eine großzügige Prise Steakpfeffer und ein guter Stich Senfbutter und fertig war ein wunderbares und optisch enorm spektakuläres Sonntagsessen, das Ihr problemlos auch für mehrere Personen zubereiten könnt.

Tomahawksteak

Tomahawk-Steak

Zutaten
1 Tomahawk-Steak, ca. 1,2 kg
Butterschmalz, hausgemacht
Steakpfeffer, hausgemacht
Senfbutter, hausgemacht

Zubereitung
Das Fleisch ca. 2 Stunden vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.
Das Fleisch trocken tupfen, auf ein Blech legen und seitlich ein Kerntemperatur-thermometer* in die dickste Stelle des Steaks einstechen. Das Blech mit dem Steak in den auf 80°C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Backofen stellen und das Fleisch garen, bis es eine Kerntemperatur von 54°C erreicht hat. 

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch aus dem Backofen nehmen und von beiden Seiten je ca. 30 Sekunden sehr scharf anbraten.

Kumpir ~ Backofenkartoffeln

Zutaten
4 Backofenkartoffeln
zerlassene Butter
grobes Meersalz
Butter
Fleur de Sel
Melange Noir, selbstgemacht

Zubereitung
Die Kartoffeln rundherum mehrfach einstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Bei 220°C für 30 Minuten backen, dann rundherum großzügig mit ausgelassener Butter bestreichen. Die Kartoffel so drehen, dass die obere Seite nun nach unten zeigt und weitere 20 Minuten backen, dann mit einer Gabel hineinstechen und testen, wie weich sie ist.
Den Backofen auf 80°C abkühlen lassen, dann die Kartoffeln zum Steak in den Ofen stellen und so warm halten.
Zum Servieren längs einschneiden, an den Längsseiten etwas zusammendrücken und das Kartoffelinnere mit einer Gabel auflockern. Einen Stich Butter darauf geben und mit Fleur de Sel und Melange Noir bestreut servieren.
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Kommentare

  1. Zu versuchen ein 1.2 kg Steak in nur 2 Stunden Zimmertemperatur annehmen zu lassen wird nicht im Ansatz gelingen.;-)
    Das ist beim rückwärtsgaren aber auch garnicht nötig und kostet nur wertvolle Zeit.

    Liebe Grüße
    Luks

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    1. Das sehe ich anders, Luks. Die Zeit, in der das Fleisch Zimmertemperatur annimmt, betrifft mich nicht - es liegt einfach nur rum. Würde ich es aber kalt in den Backofen legen, verlängerte sich die Garzeit, was schlussendlich auch einen höheren Energieverbrauch bedeutet.

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  2. Ein Ribeye, geschweige denn ein Tomahawksteak, habe ich noch nie gegessen. Es sieht toll aus! Vielleicht sollte ich mir doch auch mal so ein Thermometer zulegen...
    Ansonsten kenne ich das auch mit dem Rauchmelder, wenn ich was scharf anbrate. Da kann auch die Dunstabzugshaube auf Vollgas stehen und teilweise hatte ich sogar die Balkontür offen und trotzdem springt das Mistding an ;-)

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    1. Also ich kann mir die Fleischzubereitung ohne das Thermometer gar nicht mehr vorstellen - das macht wirklich vieles einfacher und entspannter!

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  3. Liebe Steph,schade, dass Du sachliche Kommentare zu Deiner Zubereitungsart offenbar nicht veröffentlichst, wenn sie nicht voller Bewunderung und Lobeshymnen sind. Damit verhinderst Du leider eine objektive Sicht auf Deinen Blog, den ich im übrigen sehr schön finde. Aber das muss man doch nicht jedes Mal dazu schreiben, oder?

    Sehr schade..

    Gruß
    Luks

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    1. Da liegt ein Missverständnis vor, Luks. Du hast anonym kommentiert und Deine Kommentare sind dadurch in den Spamordner gerutscht. Das passiert bei anonymen Kommentaren manchmal und lässt sich von mir nicht beeinflussen.
      Ich biete die Möglichkeit, ohne Angabe eines Accounts zu kommentieren, zwar an, bin aber nicht bereit und habe auch die Zeit gar nicht, ständig den Spamordner zu durchforsten. Ab und zu schaue ich rein und wenn ich dann spontan einen ernstgemeinten Kommentar entdecke, schalte ich ihn auch frei, das sind aber nur Zufallsfunde, denn der Spamordner füllt sich bei über 1600 Blogbeiträgen täglich ganz ordentlich. Einmal die Woche oder evtl. auch seltener, schaue ich den Ordner von oben bis unten durch, trotzdem rutschen mir aber sicher auch einige Kommentare durch, das lässt sich nicht verhindern.

      In diesem Fall direkt zu unterstellen, dass ich ausschließlich Lobeshymnen veröffentliche ist wirklich arg konstruiert und ehrlich gesagt auch sehr ermüdend.

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    2. Dann war mein Kommentar im Nachhinein betrachtet also falsch. Aber das konnte ich ja nicht wissen, wenn nach einigen Tagen neuere Kommentare veröffentlicht sind und meiner nicht dabei ist.
      Vielen Dank für die ausführliche Erklärung und die nachträgliche Veröffentlichung, da habe ich ja dieses Mal Glück gehabt. ;-)

      Anonym kommentiert habe ich schlicht, weil ich über keinen der vorgeschlagenen Accounts verfüge.

      Liebe Grüße
      Luks

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