Rhabarber-Gewittertorte

Mögt Ihr Rhabarber? Ich liebe Rhabarber!
Egal, ob im Kuchen, Tartes, Schnecken, Clafoutis, Eis, Sirup oder sogar als Ketchup - ich kann gar nicht genug davon bekommen. Als Kind hab ich mir immer Zucker in eine Tasse gefüllt, eine Stange Rhabarber aus dem Garten gemopst und ihn dann getunkt und herzhaft abgebissen. Heutzutage würd ich wahrscheinlich bereits nach einer Stange mit Magenkrämpfen daniederliegen, aber so ein Stückchen Kuchen geht schon noch - das MUSS gehen!

Bei der Wahl des Rhabarbers greife ich sehr gerne auf den sog. Himbeer-Rhabarber zurück, meist sind das die Sorten Holsteiner- oder Vierländer Blut. Die Stangen haben eine wunderschöne rote Farbe und müssen nicht geschält werden. Rhabarberkuchen schmeckt damit gleich noch einmal so gut :o)

Rhabarber-GewittertorteVon dieser Torte hab ich nicht zufällig nur ein Foto gemacht, einmal angeschnitten sieht sie nämlich nicht mehr ganz so appetitlich aus. 
Die Böden sind sehr zart und die Füllung nicht gerade standfest - schmecken tut sie aber himmlisch. 
Wenn Ihr sie nachbackt, solltet Ihr sie auch unmittelbar nach dem Zusammensetzen servieren - sie wird nicht besser, je länger sie steht. Vorbereiten und am nächsten Tag servieren klappt mit dieser Torte also leider nicht. 

Rhabarber
Zutaten

Tortenböden
125 g Butter
125 g Rohrohrzucker
5 Eigelb
1/4 TL Salz
150 g Mehl
5 g Backpulver


5 Eiweiß
200 g Rohrohrzucker
200 g Mandelblättchen


Füllung
750 g Rhabarber 
ein Schluck Wasser
200 g Rohrohrzucker (evtl. mehr, je nach Rhabarbersorte und Geschmack)

500 g Schlagsahne
3 TL Vanillezucker (oder mehr nach Geschmack)

Außerdem
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung  

Eine Springform (26 cm Ø) fetten und leicht mehlieren. Die Eier trennen, das Eiweiß im Kühlschrank kalt stellen. 
Die Butter mit Zucker und Salz in der Küchenmaschine cremig rühren. Die Eigelbe nach und nach dazugeben. 
Das Mehl mit dem Backpulver in einer Schüssel vermischen und nach und nach in die Teigmischung einrühren. 
Die Hälfte des Teiges in der vorbereiteten Backform verteilen und glatt streichen. Das Eiweiß steif schlagen, nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Solange weiterschlagen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Hälfte des Eischnees auf dem Rührteig verteilen und grob verstreichen. Mit Mandelblättchen bestreuen und bei 180°C (Ober- und Unterhitze) ca. 30 Minuten backen. Etwas in der Form abkühlen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchenrost komplett auskühlen lassen. 
Mit dem restlichen Teig und der Baisermasse ebenso verfahren. 

In der Zwischenzeit den Rhabarber putzen, waschen und in Stücke schneiden. In einen Topf geben und einem Schluck Wasser erhitzen. Den Deckel auflegen und bei milder Hitze dämpfen. Der Rhabarber enthält selbst soviel Feuchtigkeit, dass er fast von selbst zerfällt. 
Nach Geschmack süßen und beiseite stellen. Komplett abkühlen lassen. 
Die Sahne mit 3 TL Vanillezucker steif schlagen. Das abgekühlte Rhabarber- kompott gleichmäßig auf einem Tortenboden verteilen, dann mit Sahne bestreichen. Den zweiten Tortenboden daraufsetzen und mit Puderzucker bestäuben.
Quelle: zu Tisch in... Schleswig Holstein

Kommentare:

Arctopholos hat gesagt…

Vielleicht hat sie ihren Namen ja daher, dass sie nach dem Anschneiden aussieht, als hätte der Blitz eingeschlagen? ;o)

Aber so ganz sieht sie ganz lecker aus ... und klingt auch so ... danke für das Rezept!!!

GLG
Helga

Theresa hat gesagt…

Liebe Steph, für mich sieht es ja eher nach einer Rhabarberwolkentorte aus - aber einer sehr sehr leckeren! Das Rezept merke ich mir auf jeden Fall! Liebe Grüße und dir noch einen schönen Tag! Theresa

Ulrike hat gesagt…

Eine Abwandlung dieser Torte kenne ich mit Stachelbeeren anstelle von Rhabarber als Trümmertorte, ich schneide immer den oberen Boden schon in Stücke bevor ich sie auf die Sahne lege, wenn man dann nachher die Stücke ganz durchchneidet, wird die Füllung nicht so rausgequetscht... :)
Mit Rhabarber habe ich diese Torte noch nicht gesehen, das hört sich total lecker an, wird auf jeden Fall ausprobiert!

Sabine hat gesagt…

Lustiger Name - steht im Kochbuch was dazu, warum sie so heißt? Sieht jedenfalls toll aus. Nur dass sie nicht vorzubereiten ist, ist für mich ein echtes Hindernis ... Schade!

Bastelfeti hat gesagt…

Ich habe den Rababer früher auch immer so gegessen, aber ohne Zucker *hihi*.
Heute brachte mir eine Kollegin Rababer mit und mein Chef meinte; ich könnte doch mal schnell einen Kuchen damit backen.
Dazu muß ich sagen, ich arbeite in einer etwas größeren Küche.
Wenn ich Kuchen backen darf, laß ich mich nicht 2x bitten. Also habe ich einen Rababer/Quark-Kuchen gebacken und meinen Kollegen gat es geschmeckt.

Deine Rababertorte sieht hedenfalls auch zum anbeißen lecker aus.
Gruß BAstelfeti

Gerda hat gesagt…

Hallo Steph, die Torte sieht ja zum Anbeißen aus. Wird nachgebaut, ich lass bei dem unteren Boden aber das Baiser weg, dann lässt er sich bestimmt besser schneiden. Freu mich schon und das Wasser läuft mir auch schon im Mund zusammen. Danke für das schöne Rezept.
Liebe Grüße aus dem Ruhrpott, Gerda

radattel hat gesagt…

...das sieht so lecker aus...wird unbedingt probiert! Vielen Dank für die vielen schönen ideen!...marit

Dinkelhexe hat gesagt…

Oh ja, diese Torte kenne ich. Sie schmeckt sehr sehr lecker.
Liebe Grüße, Renate

Steph hat gesagt…

Ha Helga, damit könntest Du wirklich Recht haben und wenn ich lese, dass sie andernorts "Trümmertorte" heißt, dann passt das erst Recht :o)

Gerda, das würde ich nicht machen, das Baiser (auch das auf dem unteren Boden) verleiht der Torte gerade den besonderen Biss.

Sie ist angeschnitten nicht mehr die hübscheste, aber es zählen doch die inneren Werte ;o)

Tonkabohne Sabine hat gesagt…

Hallo Steph,
Oh wie lecker...
Sieht super aus, ist doch egal wenn sie später zusammenfällt.
Vernichtet wird dieTorte ja trotzdem :-)
Herzliche Grüsse,
Sabine

Ronja hat gesagt…

Hallo Steph, der Huchen sieht himmlich aus! Ich habe schonewig keinen Rhabarberkuchen mehr gemacht, mit diesem Kuchen wird es definitiv mal wieder zeit :)

Yushka Brand hat gesagt…

Liebe Steph, das ist eine super Torte - für Rhabarber und Baiser bin ich immer zu haben... :)
Ein elektrisches Messer hilft beim Schneiden solcher Torten ganz wunderbar. Oder den obersten Boden vor dem Aufsetzen schon teilen und dann mit einem Wellenschliffmesser (ich nehme ein Brotmesser) schneiden - funktioniert einwandfrei.
Liebe Grüße,
Yushka

Anonym hat gesagt…

Oh ja, die ist lecker! Vorbereiten und am nächsten Tag servieren geht übrigens doch, wenn man die Böden am Vortag bäckt und UNABGEDECKT, möglichst kühl und trocken aufbewahrt (so bleiben sie schön knusprig). Den Rhabarber kann man ja auch schon vorbereiten. (Erdbeeren sind aber auch lecker.) Der Rest ist am nächsten Tag schnell gemacht. Ich schneide den oberen Boden wie Ulrike auch immer schon vor dem Auflegen.

LG, Doreen

Barbara hat gesagt…

Oh, die kenne ich auch, allerdings mit Johannisbeeren oder Stachelbeeren und dann unter dem Namen Hansen-Jansen-Torte. Die schmeckt sehr lecker!

Liebe Grüße,
Barbara

Miriam Su hat gesagt…

Ach, bei uns heißt sie Trümmertorte, und ist gefüllt mit einer Pudidngcreme, die statt mit Milch mit frisch gepresstem O-und Zitronensaft gekocht wird. Auch himmlisch! Mit Rhabarber muss ich aber auch unbedingt mal testen :)

Astrid // MONAQO hat gesagt…

... genau Deine Kindheitserinnerung hab ich auch im Rhabarberpost: Holsteiner Blut aus dem Garten gerupft, in Zucker gestippt und als Gemüselollie genossen ;o) Ein schöner Flasback und: ein schönes Rezept, das schon seit Ewigkeiten mein 'Geburtstagskuchen' ist, dann mit Zitronenmousse gefüllt.
Zwei schöne Flashbacks!

 

Nachbarschaft

Auswärts

Nach oben