Ice Ice Baby! Rhabarber-Joghurteis

Nachdem vor Weihnachten mein Backofen im wahrsten Sinne des Wortes heiß lief und ich kiloweise Kekse und Plätzchen gebacken habe, ist in den nächsten Wochen und Monaten ein anderes Küchengerät dran. Nene, in diesem Fall meine ich ausnahmsweise mal nicht meine neue Küchenmaschine - obwohl, die wird sicher auch selten still stehen.
Nein, heute geht es um mein anderes neues Schätzchen, meine Eismaschine! In Zusammenarbeit mit der Hüttenhilfe werden wir in der nächsten Zeit eine hoffentlich stattliche Eisauswahl zusammenstellen, aus der gaaaanz vielleicht auch wieder ein Büchlein wird :o)
Den Großteil der Eisrezepte werde ich wohl ausschließlich in der Hüttenhilfe veröffentlichen, den Anfang hat am Montag schon das karamellisierte Bananeneis gemacht, das mein Mitesser direkt zum besten Bananeneis überhaupt gekürt hat - ich kann das nicht beurteilen, außer in Smoothies hab ich's ja nicht so mit Bananen und schon gar nicht mit überreifen, wie in dem Rezept gefordert - für mich ist die ideale Banane grün ;o)
Da ich ja auch ein absoluter Eis-Junkie bin, MÜSSEN ein paar Rezepte natürlich auch in den KuLa, das geht gar nicht anders! Dieses Rhabarbereis ist beispielsweise so eins, daran hab ich nämlich direkt mein Herz verloren. Das Eis ist so gut, dass ich es heute gleich nochmal mache und es schon jetzt, obwohl ich noch gar nicht weiß, welche Köstlichkeiten in der nächsten Zeit auf mich warten, zu einer meiner absoluten Lieblingssorten geworden ist.
Wie man den im Rezept angegebenen Invertzuckersirup selbst zuhause macht, werd ich Euch am Freitag verraten und dann natürlich auch noch entsprechend verlinken. 

Zutaten
250 g Rhabarber (eine möglichst rotstielige Sorte)
70 g Zucker

350 ml Vollmilch
1 gestrichener EL Maisstärke
120 g Sahne
140 g Zucker 
60 g Frischkäse
400 g türkischer Süzme Yoğurt

Zubereitung
Den Rhabarber waschen, putzen und in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. Zusammen mit dem Zucker auf ein Backblech geben und gut vermischen. Im auf 150°C vorgeheizten Backofen ca. 30-45 Minuten backen, bis der Rhabarber sehr weich geworden ist - zwischendurch regelmäßig umrühren, damit der Rhabarber gleichmäßig gart. In eine Schüssel geben und komplett abkühlen lassen. Abgedeckt im Kühlschrank bis zum nächsten Tag lagern. 

Für die Eiscremebasis 5 EL Milch mit der Maisstärke in einer kleinen Schüssel glatt rühren. Die restliche Milch mit der Sahne, dem Zucker und dem Invertzuckersirup in einem Topf zum Kochen bringen und kräftig aufkochen lassen. Unter stetigem Rühren die Maisstärke einrühren und die Flüssigkeit erneut aufkochen lassen. Bei mittlerer Hitze ca. eine Minute kochen lassen, bis die Flüssigkeit leicht angedickt ist, dann von der Platte ziehen und etwas abkühlen lassen.
Die Masse mit dem Frischkäse glatt rühren, dann den Joghurt sazugeben und ebenfalls unterühren. Abkühlen lassen und ebenfalls über Nacht im Kühlschrank lagern. 
Am nächsten Tag die Eiscremebasis in der Eismaschine* ca. 30-45 Minuten gefrieren lassen, bis die Masse dick und cremig ist. In der Zwischenzeit eine Metallschüssel im Gefrierschrank vorfrieren. 
Sobald die Eiscreme die richtige Konsistenz erreicht hat, abwechselnd mit dem Rhabarberkompott einfüllen und mit einer Gabel marmorieren. Für ca. 2 Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen, dann servieren. 
Abgewandelt nach einem Rezept aus Das beste Eis der Welt* von Jeni Britton-Bauer *Affiliatelink

Kommentare:

Nadja hat gesagt…

Ich brauch eine Eismaschine. Aber mit Rhabarber pur? Hmmm... Ich bin zwar nicht mehr so auf Kriegsfuß mit dem Zeug, aber ob ich ein Eis nur damit vertrage?

Liebe Grüße
Nadja

Wolke-Siebe hat gesagt…

Zur "kalten Sophie" (15.05.) gibts jetzt also eine zweite weibliche "Eisheilige" - die "eisige Steph"!!!
Mir läuft schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen - da bin ich mal gesapannt was du noch so alles in Eis verwandelst?
Einen schönen Tag wünscht dir,
Doris

Mimis Welt hat gesagt…

*yummy*
Meine Eismaschine funktioniert leider nicht so richtig. Die rührt sich stundenland nen Wolf und es wird doch kein Eis. :(

lg, Miriam

Il Frullino hat gesagt…

Das ist bei mir auch so eine Sache mit der Eismaschine... :-(. Steph, hast Du eine Kompressormaschine? Steht auf meiner Wusnchliste, denn ich hab leider nur so'n olles Akkuteil.
Wie auch immer, Dein Eis sieht super aus! *schleck*

Anonym hat gesagt…

Steph, das ist ein Traum und ich brauche glaube ine Eismaschine.

Welche Eismaschine hast Du Dir denn gegönnt?

Viele Grüße von

Stine aus dem Forum

Coconut and Vanilla hat gesagt…

Ich würde auch gerne wissen welches Schätzchen bei dir Einzug gehalten hat *g*.

Bei uns wird dieses Jahr endlich eine Kompressormaschine einziehen, nachdem ich den Einsatz für die KitchenAid schon mehrmalig in diesem Jahr an die Wand schmeißen wollte.

Ich freue mich also auf viele Eisrezepte bei dir! Bei mir gibt's bald auch wieder ein oberleckeres ;).

Nachttierchen hat gesagt…

Magst du uns deine Eismaschine nicht mal etwas genauer vorstellen? Würde mich und mit Sicherheit auch andere sehr interessieren. :)

Julia R hat gesagt…

Ich glaube, wenn ich meine Eltern am Wochenende besuche, wird dort Rhabarber geerntet und die Eismaschine in Beschlag genommen!

Ich wüsste nur gerne, woher man denn Maisstärke bekommt? Den den USA laut Hörensagen in jedem Supermarkt.- und hier?

Liebste Grüße,

Jul

Dietmar hat gesagt…

Schönes Rezept. Bloß - für so wenig Rhabarber extra den Ofen anheizen? Da möchte ich Gerhard Polt zitieren: "Brauchts des?" Rhabarber ist doch viel schneller auf dem Herd gegart. Dann noch abtropfen lassen, damit sich nicht so viele Kristalle bilden.
Ansonsten überzeugt mich das Rezept. Wird ausprobiert.
Liebe Grüße
Dietmar

Berliner Küche hat gesagt…

mmh, das eis sieht perfekt aus!

Em von maedchenkantine hat gesagt…

Hallo Steph,
Ich habe mir auch vor einiger Zeit das besagte Buch gekauft und daraus die Eiscreme mit süßem Basilikum und Honig-Nuss-Krokant gemacht sowie die Honig-Erdnuss-Eiscreme mit Schokostückchen. Letztere fand ich besonders gut!

Wie siehst Du die Sache mit dem Glukosesirup? Ich habe den schlichtweg weggelassen, da gekaufter einfach sauteuer ist und meine Geduld zum Selbermachen noch nicht gereicht hat. Ich bin aber gespannt auf Deine angekündigte Anleitung dazu!
Mein Eindruck war aber: man kann den weglassen und das Eis wird trotzdem gigantisch gut. Aber ich kenne ja nicht den Vergleich, drum würde ich mich freuen, wenn Du mal Deine Einschätzung dazu abgibst :)

120 Sorten zum Nach-Eisen (meine Güte, wie nennt man das denn bloß? Nach-Kochen wohl kaum bei Eiscreme...) - meinst Du das ist in einem Sommer machbar!? ;-)

Liebe Grüße!
Em

Steph hat gesagt…

@ Nadja
Ich kann Rhabarber auch nicht gut vertragen, aber das Eis muss einfach sein ;o)

@ Doris
Wie süß, die eisige Steph *froi
Ab sofor werd ich im Titel immer schreiben "Die eisige Steph präsentiert:" ;o)
Ich hoffe, Du hattest auch einen ganz tollen Tag!

@ Miriam
Da wird es unbedingt Zeit für eine neue, der Sommer steht schon in den Startlöchern!

@ Il Frullino
Ich hab seit einiger Zeit eine Kompressormaschine, das olle Akkuteil ist bei mir ganz schnell in die hinterste Schrankecke gewandert, weil ich eh nie Platz im Gefrierschrank hatte.

@ Stine, Lena und Nachttierchen
Ich hab eine Unold Cortina - ein wirklich ganz, ganz tolles Modell! Ich werd die aber in der nächsten Zeit noch näher vorstellen.

@ Julia
Maisstärke bekommst Du in jedem Supermarkt, steht direkt neben der Speise-, also Kartoffelstärke. Du kannst aber auch Kartoffelstärke nehmen, ich finde nur, dass Maisstärke eine angenehmere Konsistenz bewirkt.

@ Dietmar
Es spricht doch nichts dagegen, den Rhabarber in den Backofen zu schieben, wenn Du sowieso etwas anderes im Backofen zubereitest. Ich hab eine sehr viel größere Menge zubereitet, da relativiert sich der Aufwand, denn ich finde den im Backofen gegarten Rhabarber sehr viel intensiver als den im Topf gekochten.

@ Em
Durch den Glukosesirup kommt es halt zu einer geringeren Kristalisation des Zuckers beim Gefrieren des Eises, das Eis wird so sehr viel cremiger. Du wirst Freitag sehen, der Glukosesirup ist wirlich in Nullkommanix zubereitet - das ist wirklich kein großer Aufwand.
Ich hab mir für das Eisprojekt übrigens insgesamt 10 Eisbücher zugelegt - an Ideen mangelt es mir in den nächsten Monaten also wirklich nicht ;o)

Nysa hat gesagt…

ich freu mich auf die rezepte. ich kann verstehen, dass dieses eis dir ans herz gewachsen ist. es schaut verdammt köstlich aus. und ich bin schon gespannt auf selbstgemachtes glukosesirup!

Die Zuckerschnute hat gesagt…

Oooh... Ich brauche eine Eismaschine!!! Rhabarber-Eis klingt so lecker...
Mal schauen, ob meine Mutter eine hat!

lg, die Zuckerschnute

Em von maedchenkantine hat gesagt…

Hey Steph,

noch cremiger!? Oho, dann schaue ich auf jeden Fall vorbei, was den Sirup angeht ;)
Wobei die Cremigkeit wirklich kein Problem war, im Gegenteil. Ich hab aber den Verdacht, dass es beim Erdnuss-Eis vor allem an dem dicken Löffelchen Peanutbutter lag...

Auf Deine Eismaschine bin ich gespannt - ich hab nur so ne lahme Ente, aber die macht sich erstaunlich gut.

Danke für Deine Antwort!

Em

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph!

deine Eisvorstellung lässt mich direkt über die Anschaffung einer "richtigen" Eismaschine nachdenken :D
Sag mal, hast du schon einmal das Earl-Grey-Eis (aus dem Buch "Das beste Eis der Welt" ) ausprobiert?

Grüße
Simi

Steph hat gesagt…

Ich hab das Buch ja erst seit knapp zwei Wochen und dieses Rhabarber-Eis war das erste, das ich daraus ausprobiert, bzw. nach meinem Geschmack abgewandelt hab.
Da Earl Grey aber so ziemlich der einzige Tee ist, den ich wirklich überhaupt ganz und gar nicht mag, werd ich dieses Eis auch sicher nicht ausprobieren - da musste also selber ran ;o)

Anonym hat gesagt…

Ach, verdammt! Dann muss ich mir das Buch wohl doch noch kaufen..hmpf! ;-)
Ich stelle mir das Eis sehr erfrischend lecker vor. Und bestimmt lässt es sich auch gut mit grünem Tee herstellen...
Simi

Steph hat gesagt…

Matcha-Eis hab ich gestern erst gemacht, das Rezept kommt demnächst ;o)

Eva hat gesagt…

Vielen Dank für diesen Floh in meinem Ohr. Denn: seit ich diesen Beitrag las, schwirrt mir die Cortina im Kopf rum, und seit vorgestern steht sie in meiner Küche . Getestet wurden bisher die "Klassiker" - Schoko, Vanille und Erdbeer.

Ein voller Erfolg, und wirklich komfortabel im Vergleich zum Kitchen-Aid-Eiseinsatz. Den fand ich jetzt auch nicht sooo übel, aber das Vorfrieren nervt halt schon.

Und da ich gerade beim Danke sagen bin: ich bin nicht so der Nach-Rezept-Kocher, aber tolle Anregungen habe ich hier schon oft gefunden. Überhaupt eines (oder einer?) der schönsten Kochblogs - nett geschrieben und toll fotografiert.

Also ein dickes Danke von einer bisher schweigenden Leserin und
Grüße von Eva

Steph hat gesagt…

Vielen Dank für die lieben Worte, Eva!Es freut mich sehr, dass Du mit Deiner neuen Eismaschine auch so glücklich bist wie ich - der Sommer kann also kommen, wir sind gewappnet ;o)

 

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