Rhabarbertarte

Bis die Erdbeersaison endlich auch mal hier im hohen Norden angekommen ist, dauert's wohl noch etwas. Dort, wo während der Saison immer unser Erdbeerstand steht, ist jetzt noch gähnende Leere und auch ein Blick auf die Saisonsübersicht des Erdbeerhofs zeigt, dass wir noch ein, zwei, vielleicht sogar noch drei Wochen warten müssen, bis es endlich Erdbeeren aus der Region gibt. 
Um uns so ganz langsam mal auf Touren zu bringen und angemessen auf die wahrscheinlich schönste Zeit des Jahres einzustimmen, nutze ich die Saison des besten Freundes der Erdbeere, des Rhabarbers jetzt schon einmal in vollen Zügen.

Wenn's nach meinem Magen ginge, stünde Rhabarber wohl eindeutig auf der schwarzen Liste, ich muss dieses Gemüse nämlich eigentlich nur mal kurz aus dem Augenwinkel anschauen und schon fängt mein Magen an zu rebellieren und spuckt Gift und Galle. 
Egal, da muss er und somit auch ich, durch - ich schluck ja eh reichlich Säurehemmer, da kommt's auf die paar mehr auch nicht mehr an, außerdem ist die Rhabarbersaison kurz genug, da kann man sich schon mal n büschen zusammenreißen ;o)

Wenn Ihr die Kombination von süßem Eierguss und sauerherbem Rhabarber mögt, dann ist diese Tarte genau die richtige für Euch. Wir mögen sie am liebsten gekühlt am nächsten Tag, wenn sie etwas Zeit zum Durchziehen hatte und nicht wie auf dem Bild unmittelbar nach dem Backen, wenn sie eigentlich noch n büschen zu weich zum Anschneiden ist.

Zutaten

Sandteig
250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei

Belag 
750 g Himbeer-Rhabarber
150 g Zucker 
3 Eier 
1 EL Maisstärke 
1 EL Mehl 
 
Zubereitung 

Sandteig
Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen, nur solange kneten, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat. 
Den Teig flach ausrollen, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, besser aber über Nacht. 
Den Teig ca. 30 vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche dünn mit dem Nudelholz ausrollen. Auf dem Nudelholz aufrollen und über der Tarteform wieder abrollen. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und den überschüssigen Teig am Rand abschneiden. In regelmäßigen Abständen mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit Backpapier abdecken und getrocknete Bohnen oder andere Hülsenfrüchte daraufgeben. 15 Minuten bei 180°C im Ofen blindbacken. Bohnen und Papier entfernen und weitere 5-10 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Belag
Den Rhabarber waschen und schräg in ca. 2 cm große Stücke schneiden, mit 50 g Zucker bestreuen und beiseite stellen. 
In einer Schüssel die Eier mit dem Zucker verrühren. Mehl, Speisestärke und zum Schluss die Crème fraîche einrühren. 
Den Rhabarber auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen und den Guss darüber geben. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen ca. 30-45 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren.

Kommentare:

Earny from Earncastle hat gesagt…

oh, diese Tarte klingt ja fantastisch! und die Fotos machen richtig Lust darauf! ich bin auch ein großer Rhabarber-Fan.. :)
bei uns gabs am Wochenende schon die ersten Erdbeeren...

Petra hat gesagt…

Mhhh, ich krieg Appetit- das schaut so lecker aus und meine Pflanze im Garten schreit nach Verarbeitung, so dass ich das Rezept wohl glatt mal testen muss- zum Glück essen den alle in meiner Nähe gern! :) Alles Liebe und Danke Petra

Sybille hat gesagt…

Ein Prachtstück, dein Kuchen!
Mir suppt der Rhabarber oft durch, esse ich zwar gern, sieht aber nicht gut aus. LG

Nysa hat gesagt…

was für tolle bilder! ich würde die tarte nieeee anlagen so schön ist sie geworden!!!

IPH hat gesagt…

Oh der hört sich schon lecker an und sieht auch lecker aus ;) das mit dem nichtvertragen von bestimmten Lebensmitteln kenn ich nur zu Gute und verstehe dich voll und ganz. Ich bin momentan zeitlich leider zu stark eingespannt überhaupt zu posten, daher bin ich froh wenn ich wenigstens von euch gute Ideen bekomme.

LG irene

Miss Sugar Shack hat gesagt…

Hallo,

oh man, du Arme! Ich bin gottseidank von Sodbrennen verschont, aber meine bessere Hälfte muss manche Lebensmittel auch nur angucken um es schon zu kriegen :( Rhabarber gehört aber nicht dazu.

Dein Rhabrbertarte sieht supersuperlecker aus! Ich habe letztens Rhabarberpie nach amerikanischem Rezept gebacken, das war auch lecker. Nächstes Mal versuche ich mich an deinem :)

http://misssugarshack.squarespace.com/blog/2012/5/9/original-amerikanischer-rhabarberkuchen.html

Herzliche Grüße,
Miss Sugar Shack

Anonym hat gesagt…

Was für eine leckere Rhabarber-Tarte, hmmm, bei uns gab es sie heute zum Dessert. Sie kann sogar mit dem wohlgehüteten Rezept meiner Großtante mithalten. Danke für das tolle Rezept!

Katrin

Anonym hat gesagt…

hallo steph,

vielen dank fuer die rhababer-inspiration .... gestern gemacht ... heute schon komplett weg "staun" ...
unsere pflanze hat sich heuer offenbar selbst überholt ... habe im ersten run 2,5 kg geerntet ...und habe dein rezept (weil ich ein fauler hund bin) etwas abgekürzt ... trotzdem .... vollster erfolg ...

danke nochmals :-)
gabriele

Steph hat gesagt…

@ Katrin
Oh toll, das freut mich ganz besonders! :o)

@ Gabriele
Dieses Jahr scheint ein ziemlich gutes Rhabarber-Jahr zu sein ;o)
Ich werd mir morgen auch noch neuen Rhabarber besorgen, die Saison muss schließlich ausgiebig genutzt werden!
Freut mich sehr, dass Dir die Tarte so gut gefallen hat :o)

 

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