Vanillezucker, selbstgemacht

Es gibt Rezepte und Küchentipps, die können gar nicht ot genug wiederholt werden, damit irgendwann auch wirklich jeder Hobbykoch weiß, wie simpel sie in der Umsetzung sind. Die Crème Fraîche von vorletzter Woche war beispielsweise so ein Fall und beim Vanillezucker sieht's ganz genauso aus. 
Die meisten unter Euch wissen sicher mittlerweile, wie einfach die Herstellung eines richtigen Vanillezuckers zuhause funktioniert, aber vielleicht sind da doch noch 2-3 Leser, die noch nichts davon mitbekommen haben und genau für die ist dieser Beitrag gedacht.

Die Grundvoraussetzung für selbstgemachten Vanillezucker ist natürlich logisch - Vanilleschoten. Die bekommt man theoretisch in jedem Supermarkt, praktisch kauft man (und frau auch) sie aber bei Madavanilla, dort ist die Vanille nicht nur um ein Vielfaches günstiger, sondern die Qualität der Schoten auch um Längen besser, als das, was im Supermarkt zu bekommen ist. Ich bestell dort mittlerweile seit Jahren und bin noch nie enttäuscht worden. 

Meistens wird Vanillezucker zuhaus selbst gemacht, indem man bereits ausgekratzte Schoten in ein Glas mit Haushaltszucker steckt und sie dort einfach vergisst. Sie geben  so ihr Aroma über Monate an den Zucker ab und das Resultat ist ein wunderbarer, natürlich aromatisierter Vanillezucker. 
Mir, als ausgewiesenem Vanillejunkie ist das aber zu wenig - ich brauch eine höhere Dosis Vanille ;o)
Also bestell ich mir bei Madavanilla nicht nur Schoten, sondern auch eine kleine Menge gemahlener Vanille (keinen Vanillesamen, der hat kein Aroma!) und gebe auf ein Glas Zucker einen TL dieses Pulvers - das Resultat ist der Hammer!  
Eigentlich braucht man in diesem Fall dann gar keine ausgekratzten Vanilleschoten mehr, der Vanillezucker ist ja sofort einsatzbereit, da ich aber einen ziemlich hohen Vanilleschotenverbrauch habe, stecken immer ein paar Schoten drin.








Und wenn die Schoten richtig hart geworden sind oder das Zuckerglas einfach voll ist, wandern sie vom Zuckerglas noch weiter in die Wodkaflasche und geben so meinem heißgeliebten Vanilleextrakt auch noch ihr letztes Fünkchen Aroma. 

Wer weder gemahlene Vanille bestellen möchte, noch Vanilleextrakt herstellt, kann die hart gewordenen Vanilleschoten in einer Moulinette oder Kaffeemühle zu einem Pulver vermahlen und so quasi die gemahlene Vanille selbst herstellen. 

Zutaten
Zucker
gemahlene Vanille
ausgekratzte Vanilleschoten

Zubereitung
Zucker mit einem TL gemahlener Vanille in ein Schraubglas geben, verschließen und kräftig schütteln, so dass das Pulver gleichmäßig verteilt ist.
Um den Vanillezucker darüberhinaus zu aromatisieren, bereits ausgekratzte Vanilleschoten in den Zucker geben, sie aromatisieren den Zucker über Monate hinweg und verstärken so das Aroma. 


Kommentare:

uebernteich hat gesagt…

Mmmmh, Vanille ist einfach koestlich.
Sag mal, gemahlene Vanille, ist das dann einfach die Vanilleschote, die man so normalerweise kauft gemahlen? Oder ist da mehr dran.
Denn sonst kann man das doch auch selber machen, oder?

nata hat gesagt…

Tolle Fotos, vor allem das mit dem Vanillemark sieht irre aus!

Bei Mandavanilla habe ich kürzlich zum ersten Mal bestellt, nachdem das mit meiner herkömmlichen Quelle etwas zu kompliziert geworden ist. Die Qualität ist super und die Lieferung erfolgte so promt, dass ich schneller kaum im Supermarkt gewesen wäre.

Meinen Vanillezucker mache ich nur aus den ausgekratzten Schoten, wie ich es mal bei Jamie Oliver gesehen habe. Die Schoten schmeiße ich mit Zucker in den Blender. Nach ein paar Wochen siebe ich die großen Stücke einfach aus.

Deiner ist wahrscheinlich noch intensiver.

Steph hat gesagt…

@uebernteich
Richtig, gemahlene Vanille ist die ganze Schote, daher hab ich ja auch geschrieben, dass man das selbst machen kann, sofern man die Schoten nicht noch, wie ich, für Vanille-Extrakt verwendet und sie daher in die Wodkaflasche steckt.

@ nata
Genauso hab ich es auch gemacht, aber seit ich Vanilleextrakt mache, ist der Vanillezucker nicht die Endstation der Schoten, sondern ihre Reise geht noch weiter ;o)

Fritz hat gesagt…

Hast Du kürzlich Schuhbeck bei Lanz kocht gehört? 100 mal (ok, das könnte eine bayerische Übertreibung sein) würden die ausgekratzten Vanilleschoten wiederverwendet werden. In einem Sud mitgekocht, herausgenommen, abgetrocknet und im Zuckerglas aufbewahrt, wo sie das Aroma an den Zucker abgeben, um dann wieder irgendwo in einem Sud zu landen, usw.

Steph hat gesagt…

@ Fritz
Lanz kann ich nicht gucken (sonst bekomm ich nach spätestens 10 Minuten nen Herzinfarkt, weil ich mich zu sehr über den "Moderator" und die versammelten "Spitzenköche" aufrege ;o) )
Ich hab aber schon gehört, wie Schubeck darüber dozierte. Da die Vanille bei Madavanilla wirklich so unschlagbar günstig ist, geb ich zu, verwende ich sie nicht so oft, sondern entsorge sie meist im Zucker oder Extrakt.

Petra aka Cascabel hat gesagt…

Genauso mache ich das auch, das ergibt ein wirklich intensives Aroma.

Jutta Lorbeerkrone hat gesagt…

Von solchen Tipps kann man wirklich nicht genug kriegen.

Monika hat gesagt…

Genau so mache ich auch schon seit Jahren Vanillezucker - auch mit Madavanilla :-)
Und für diese günstigen Vanilleschoten kann nicht genug Werbung gemacht werden!

Anonym hat gesagt…

Den Vanillezucker mache ich auch so - nur mit gemalenen Vanilleschoten aus dem Naturkostladen, die so was auch haben. Den Extrakt aber muss ich ausprobieren!!!
Sie haben nicht zufällig auch ein Rezept für Mandelextrakt, der außerhalb angelsächsischer Länder einfach kaum bis gar nicht zu kriegen ist? Haben Sie????
Liebe Grüße von der bloglosen
Anka

Anonym hat gesagt…

Ich liefere noch ein h nach - für die "gemahlenen" - Manno!
Anka

Claus hat gesagt…

Der Laden ist ja wirklich günstig, danke für den Tip! Bei mir stehen auch Gläser mit Zucker und Salz und jeweils Vanilleschoten im Schrank, schon klasse, das Zeugs.

Mini-Küche hat gesagt…

Jaaah, selbst gemachter VZ ist einfach unschlagbar. Wies funktioniert wusste ich auch aber dank deiner schönen Fotos kam mir die Idee das Vanillezucker, in so schönen Gläsern, durchaus auch als Geschenk taugt UND ich hab "Madavanille" wieder gefunden - meine Bookmarks sind nämlich verschwunden, und mir viel der Name nicht mehr ein. Danke also :)

Liebe Grüße,

Lilly aus der Mini-Küche

Barbara hat gesagt…

Wow, das unterste Foto rechts oben mit der Nahaufnahme der Vanille und dem Mark - ist ja der Hammer. Sieht fast aus wie Kaviar!

My Kitchen in the Rockies hat gesagt…

Tolle Idee die Vanille spaeter noch zu mahlen. Ich stelle schon seit Jahren meinen eigenen Valillezucker her. Danke fuer den Tip!

Evi hat gesagt…

Achja, gemahlene Vanille, kuck an. Ich hab nur so ne Batallion vergessene Schoten in meinem Zuckerglas, die dürfen ab und an nochmal in die warme Milch springen. Oder in den Sirup, aber das mit dem gemahlenen ist ja nicht blöd. Instantkick und so. :D

Anette hat gesagt…

Angeregt durch deinen Beitrag habe ich mein heiß geliebtes Vanillesalz selbst hergestellt.
http://www.frau-waldspecht-sagt.de/kommentare/299-365-vanillesalz....3122/
Ein Traum ...
Danke ...

Anonym hat gesagt…

Hallo
Ja, da ist doch noch jemand der den Vanillezucker noch nicht selbst hergestellt hat. Bin also eine der 2-3 Leserinnen die das noch nicht kannten. Bin durch Zufall auf deinen Blog gestossen........superinteressant. habe mir den Namen gemerkt. Danke schoen.
ich heisse Claudia und wohne im schoenen Veltlin
Liebe Gruesse

Ancsa hat gesagt…

Hallo,
ich habe mir bei madavanilla gemahlene Vanille besorgt, weil ich gern mal den "Vanillezucker ohne Warten" ausprobieren möchte. ;-)
Du hast geschrieben, du gibst ein 1 TL Vanille auf eine Glas Zucker. Um wieviel Gramm handelt es sich denn dabei?

Liebe Grüße
Anikó

Steph hat gesagt…

Da musst Du wirklich nicht päpstlicher sein als der Papst. Mein Glas hat ca. 500 g, glaub ich. Manchmal geb ich 1-2 TL gemahlene Vanille dazu, manchmal mehr - das hängt ganz davon ab, wie groß mein Vanille-Jieper ist.

Probier es doch einfach mal aus, gib nen TL mit Zucker in ein Glas, vermische es und riech dann mal dran, wie intensiv das Vanillearoma ist. Wenn Du es gerne kräftiger hast, einfach noch etwas Vanille dazu - da kannste nu wirklich nix falsch machen.

Barbara hat gesagt…

Hallo, mich würde tatsächlich auch die Antwort zu Ancsas Frage interessieren (also wieviel Gramm ist ein TL etwa). Ich überlege gerade, bei Madavanilla zu bestellen und kann mir grade nicht vorstellen, wieviel die 50g Vanille in TL sein wird (und wieviel ich also bestellen sollte, um all meine Vanilleträume wahr werden zu lassen).
Ich gehöre übrigens auch zu den Vanille-Neulinge.
Danke und lg,
Barbara

Anonym hat gesagt…

Hallo!
Ich habe keine Möglichkeit, Vanilleschoten zu mahlen und habe deshalb einfach die Schoten in den Zucker gesteckt. Kann ich auch das Mark der Schoten direkt in den Zucker geben?
Liebe Grüße, Julia

Steph hat gesagt…

Aber natürlich kannst Du das!

Die einfachste Art, einen aromatischen Vanillezucker anzusetzen ist, einfach gebrauchte, ausgekratzte Vanilleschoten in ein Glas mit Zucker zu stecken. Nach ien paar Wochen hat der Zucker das Aroma aufgenommen und das Resultat ist ein wunderbarer Vanillezucker.

Das Aroma der Vanille sitzt gar nicht in den Samen, also dem Mark, sondern in der Schote, daher sollte die auch nicht weggeworfen werden, dafür ist sie viel zu schade.

Anonym hat gesagt…

Danke für die schnelle Antwort!

P.S.: Ich liebe deinen Blog! :)

Kräuterhexe hat gesagt…

Bin durch das Rezept mit dem Himbeersalz auf deinen
Blog gestoßen.Jetzt ist der Vanillezucker daran, habe den bisher auf die althergebrachte Weise hergestellt.
Jetzt möchte ich (da ein Vanillefreak) Dein Rezept ausprobieren.
Ich kaufe auch gerne bei Madavanilla ein aber bei den Schoten bin ich immer überfordert.
Kanns du mir sagen, welche Schoten sich am besten eignen.
Danke und Kompliment, hie schaue ich öftres rein.

 

Nachbarschaft

Auswärts

Nach oben