Whiskylikör, hausgemacht

24. Dezember 2013, 14:00 Uhr 
Die Geschäfte sind geschlossen, der Weihnachtsbesuch steht schon so gut wie vor der Tür und was fehlt? Das passende Geschenk natürlich. Das kommt davon, wenn man nicht beizeiten... Aber wem erzähl ich das ;o)

Ich hab heute ein Rezept für Euch, das Ihr innerhalb einer halben Stunde fertigstellen könnt und für das die Chancen, dass Ihr alle Zutaten im Haus habt, ziemlich gut stehen - vorausgesetzt, Ihr habt den Schoko-Espresso-Sirup und Vanilleextrakt parat, aber das setze ich jetzt mal voraus, schließlich handelt es sich da um den leckersten Schoko-Sirup der Welt und der Vanilleextrakt ist ja auch nicht ganz so übel. 

Das Besondere an diesem Likör ist übrigens, dass er schon direkt nach dem Zusammenmischen "einsatzfähig" ist. Er muss also nicht erst wochenlang ziehen, sondern kann direkt genossen, bzw. verschenkt werden. 

hausgemachter WhiskylikörIn vielen Rezepten für hausgemachten Whiskylikör wird Kondensmilch und Sahne verwendet. Hab ich ausprobiert, ich finde die Nur-Sahne-Variante aber eindeutig leckerer. Ich frag mich auch, weshalb überhaupt ein Teil Kondensmilch verwendet wird - des Fettgehalts und/oder der Kalorien wegen? Ich glaube, beides spielt bei einem Likör nicht unbedingt die größte Rolle...
Falls Ihr aber lieber die Sahne-Kondensmilch-Variante ausprobieren möchtet, ersetzt einfach die Hälfte der Sahne durch Kondensmilch. Ich wüsste aber immer noch nicht, warum... 

Bei der Menge des Whiskys müsst Ihr Euch selbst rantasten, da die natürlich vom Whisky selbst und den Umdrehungen desselben abhängt. Der Glenlivet, den ich verwendet habe, hat 40%, wenn Ihr den Likör beispielsweise mit einer Fassstärke ansetzt, muss davon natürlich entsprechend weniger rein. Ein kleines Probeschlückchen während des Mischvorgangs kann also nicht schaden ;o)

Den Invertzuckersirup könnt Ihr natürlich auch durch Zucker ersetzen, dann würde ich diesen mit der Sahne zusammen aufkochen, er löst sich so leichter auf. 

Und wenn Ihr mein Rezept komplett auf den Kopf stellen wollt, könnt Ihr den Likör auch mit löslichem Kaffee- und Kakaopulver ansetzen, da ich aber den (ich wiederhol mich ja ungern, aber man kann es gar nicht oft genug sagen, resp. schreiben) weltbesten Schoko-Espresso-Sirup im Sortiment habe, schlag ich damit zwei Fliegen mit einer Klappe.

Slàinte!
Springbank Single Malt - nicht im Whiskylikör drin, aber die Flasche ist schick ;o)
Zutaten 
500 ml Sahne 
1 EL Schoko-Espressosirup
1 EL Vanilleextrakt 
ca. 3 EL Invertzuckersirup
170-200 ml Whisky (Glenlivet)

Zubereitung 
Die Sahne in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Ca. 2-3 Minuten köcheln lassen, dann von der Herdplatte ziehen und komplett abkühlen lassen. 
Alle Zutaten in einen Blender geben, gründlich verrühren und in eine oder mehrere saubere Flasche füllen. 
Der Whiskylikör ist mindestens 6 Wochen haltbar. 

Kommentare:

Experimente aus meiner Küche hat gesagt…

Ich glaube es wird Zeit, dass ich endlich den Schoko-Espresso-Sirup mache :)
Lieben Gruß
Yvonne

Christina hat gesagt…

Hicks, super Idee! Habe noch den Sirup, das wird gemacht!

Liebe Grüße, Christina

Dirk Staudenmaier hat gesagt…

Muss man denn die Sahne zwingend kochen? Sicher der Haltbarkeit wegen, nicht? In finde, erhitzte Sahne schmeckt immer anders als frische, was auch logisch ist, denn das Protein denaturiert bei der Hitze.

Lieben Gruß, Dirk

Stefanie hat gesagt…

Das Rezepte merke ich mir mal! Welche Sahne nimmst du denn? Ich stelle mir vor, dass meine nicht homogenisierte Bio-Sahne evt. ausrahmen könnte, und das wäre im Likör natürlich nicht so schön!

Anonym hat gesagt…

Super Idee! Tönt genial Meine Verwandten werden sich bestimmt freuen :D

Eva hat gesagt…

Der wird's, die Suche nach Rezepten für hausgemachten Whiskeylikör ist hiermit offiziell beendet - vielen Dank! Nur eine Frage hab ich noch: Wieviel Vanilleschote ungefähr sollte ich in der Sahne erhitzen und mitkochen, wenn ich kein Extrakt hab?
Liebe Grüße & Danke für Deine Hilfe
Eva

 

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