Spareribs auf asiatische Art


Beim Stöbern in meinem gestrigen Rezensionsbuch Casual Cooking* sind zwar auch eine ganze Reihe vegetarischer Rezepte auf meiner NKL (Nachkochliste) gelandet, ganz oben standen aber spontan zwei Fleischgerichte - passiert mir selten, meistens ist es genau andersrum.
Auf Platz 1 stand sofort das balinesische Brathähnchen, leider sind die Fotos aber nichts geworden, also der nächste Versuch mit Nummer 2 auf meiner Liste, diesen Spareribs.

Spareribs hab ich noch nie zubereitet, die süßliche Marinade hat mich aber sofort neugierig gemacht und an das vor einigen Jahren gebloggte Schweinefleisch Dong Po erinnert. Das mochten wir damals auch schon sehr gerne. 
Etwas gestutzt hab ich - nein, nicht ob der Menge Knoblauch, die kannte ich ja schon vom balinesischen Brathähnchen - wegen der 80 ml Fischsauce. Das ist wahrscheinlich mehr Fischsauce in einem Rezept, als ich in den vergangenen 5 Jahren insgesamt verbraucht hab. Andererseits, so ist die Flasche endlich mal leer geworden und geschadet hat es den Rippchen wirklich nicht :o) 
Diese Rippchen sind würzig, mordswürzig sogar, wenn Ihr das aber mögt, dann probiert sie unbedingt aus - bei uns gibt es sie auf jeden Fall mal wieder.


Zutaten

Marinade
1 Knolle Knoblauch, fein gehackt
2 Chilischoten, fein gehackt
250 ml Ketjap Manis
250 ml helle Sojasauce
180 g Rohrohrzucker
80 ml Fischsauce
8 ganze Sternanis 
Außerdem
2 Kilo Spareribs 
weißer und schwarzer Sesam zum Bestreuen

Zubereitung 
Am Vorabend die Zutaten für die Marinade in einen Topf geben und erhitzen. Einmal aufkochen lassen, dann von der Herdplatte ziehen und komplett abkühlen lassen. 
Die Rippchen zerteilen und in eine große Form legen. Die Marinade darüber geben und die Rippchen über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.
Am nächsten Morgen die Rippchen aus dem Kühlschrank nehmen, in der Marinade wenden und Zimmertemperatur annehmen lassen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen abgedeckt 30 Minuten in der Marinade schmoren lassen, dann herausnehmen und die Marinade in einen Topf umgießen. Solange köcheln lassen, bis die Marinade sämig eingekocht ist.
Die Rippchen nochmals mit der eingekochten Marinade bestreichen und erneut in den Backofen schieben. Nochmals 15-30 Minuten schmoren, bis die Marinade karamellisiert ist und die Rippchen schön gebräunt sind. Mit Reis oder asiatischem Krautsalat servieren.

Kommentare:

Sascha hat gesagt…

Hi Steph,
hört sich sehr lecker an, da ich im Moment auf dem Sternanistrip bin ;-), muss ich mir für das Wochenende wohl mal Babybackrips bestellen.

Vg Sascha

Oslo hat gesagt…

Hallo Steph,
wow, sieht das lecker aus. Ich habe noch nie Rippchen gemacht, weil ich irgendwie damit nix anfangen konnte... Aber das hier macht mich mächtig an. Ausserdem habe ich eine verwaiste, noch fast volle Flasche Fischsauce im Kühlschrank stehen. Yummie!!!
Liebe Grüße,
Christiane

Steph hat gesagt…

Siehst Du, Christiane, für diese armen Fischsaucenwaisen ist dieses Rezept absolut perfekt und kalt schmecken die übrigens auch großartig!

Wir haben dieses Rezept jetzt zu einem unserer all time favorites erklärt und werden es das nächste Mal mit dicker Rippe machen, da is n büschen mehr dran ;-)

Steph hat gesagt…

@ Sascha
Das ist eine sehr gute Idee :o) Ich wünsch Dir schon mal guten Appetit!

Oslo hat gesagt…

Die Teller machen mich ja auch so an, ich nehme an, das sind die von Butlers......? Da schleich ich auch schon begehrlich äugelnd seit einiger Zeit drum herum. Die sehen zu den Rips besonders gut aus.

Liebe Grüße,
Christiane

Steph hat gesagt…

Wie jetzt, Butlers? Was das denn???

Nee, stimmt natürlich, die sind von Butlers! Ich möchte unbedingt noch die blauen und grünen haben, die hätten in diesem Fall besser gepasst. Aber leider waren die nicht mehr vorrätig - also das nächste Mal :o)

 

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