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One Pot Spaghetti Bolognese aus dem Schnellkochtopf

Dieser Beitrag enthält Werbung für Sage Appliances
Ich erinnere mich noch an die Zeit, als vor ein paar Jahren die ersten One-Pot-Gerichte aufkamen. Was war das Geschrei groß. "Das kann doch gar nicht schmecken!", "So eine Pampe kommt mir nicht auf den Tisch!", usw. usf.  
Die Diskussionen in einigen FB-Gruppen und Blogs waren derartig hitzig, dass man den Eindruck bekam, es handelte sich um den Untergang des Abendlandes und kein simples Nudelrezept.
Als mir dieses Gericht bei der Recherche nach Multicookerrezepten über den Weg lief, wusste ich sofort, dass ich das ausprobieren muss. Einfach aus Prinzip, weil One-Pot-Rezepte so einen schlechten Ruf haben. 

One Pot Spaghetti Bolognese aus dem Schnellkochtopf

Da es für den Fast Slow Pro noch verhältnismäßig wenig Rezepte im Internet gibt und andere Multicookerrezepte nur eingeschränkt auf den Fast Slow Pro anwendbar sind, habe ich mein eigenes Bologneserezept ausgetüftelt und was soll ich sagen? Wir sind absolut begeistert. 
Das Besondere bei diesem Rezept ist, dass nicht nur die Sauce, sondern auch die Nudeln im Multicooker gegart werden, gleichzeitig. Beim ersten Durchgang war das Gericht schon sehr lecker, aber die Nudeln klebten noch ein wenig zusammen und die Sauce war zu dick, bzw. zu trocken. Schon beim zweiten Durchgang hat uns Rezept aber so gut geschmeckt, dass ich ernsthaft überlege, meine bewährte und besonders von meinem Mann geschätzte klassische Bolognese einzukochen. 
Klar, dieses hier ist keine Bolognese aus dem Lehrbuch, denn sie enthält Kräuter, aber weder Leber noch Milch und sie wird keine 8 Stunden, sondern gerade mal 7 Minuten gekocht. Aber was spielt das für eine Rolle, wenn die Zutaten gut sind und das Ergebnis schmeckt?

Vorausgesetzt, man geht genau nach Rezept vor und legt die Nudeln locker auf die Sauce und gießt dann Wasser an, werden die Nudeln perfekt gegart und man erhält eine herrlich kräftige Sauce. Es fehlt dann nur noch ein bisschen frisch geriebener Parmesan obendruff und das perfekte Soulfood ist fertig.

Also, bevor jetzt das Gemeckere losgeht, probiert es bitte erst einmal aus. Es funktioniert nicht nur, sondern schmeckt absolut hervorragend!

One Pot Spaghetti Bolognese aus dem Schnellkochtopf

Zutaten
500 g Rinderhack
1 Zwiebel, sehr fein gewürfelt
1 Stange Sellerie, fein gewürfelt
1 Karotte, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
Olivenöl zum Anbraten
100 g Weißwein
800 g Dosentomaten (1 große Dose)
100 g Gemüsebrühe, hausgemacht
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Salz
1 EL Oregano, getrocknet
300 g Spaghetti
300 g Wasser

Außerdem
frisch geriebener Parmesan

Zubereitung
Den Fast Slow Pro mit dem Programm SEAR aufheizen. Sobald die Temperatur erreicht ist, die Hälfte des Hackfleisches im Gartopf kräftig anrösten und mit einem Holzlöffel etwas zerkleinern. Wenn das Hackfleisch kräftig Farbe genommen hat, herausnehmen und den Rest anrösten. Ebenfalls herausnehmen, dann die Zwiebel-, Karotten- und Selleriewürfel, sowie den Knoblauch einige Minuten anschwitzen. Das Tomatenmark zufügen, eine Minute mit anrösten, dann mit dem Wein ablöschen. Nahezu komplett einkochen lassen, das Fleisch wieder dazugeben und mit Salz, Pfeffer und etwas Oregano würzen. 
Die Dosentomaten zufügen und verrühren, dann die Spaghetti einmal in der Mitte durchbrechen und auf die Fleischsauce legen. Das restliche Wasser darüber geben, aber auf keinen Fall verrühren.
Den Deckel und das Abdampfventil schließen und das Programm PRESSURE COOK, CUSTOM, 80 kPa, 7 Minuten, Quick Release wählen. 
Sobald das Gericht fertig ist, den Deckel öffnen und alles verrühren. Nach Geschmack evtl. noch nachwürzen, dann mit frisch geriebenem Parmesan servieren.
Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Sage Appliances* entstanden.
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Kommentare

  1. Du schreibst: "Klar, dieses hier ist keine Bolognese aus dem Lehrbuch, denn sie enthält Kräuter, aber weder Leber noch Milch und sie wird keine 8 Stunden, sondern gerade mal 7 Minuten gekocht. Aber was spielt das für eine Rolle, wenn die Zutaten gut sind und das Ergebnis schmeckt?"

    Für's Essen und Genießen spielt es keine Rolle. Nur, wenn man mit der Frage quasi zugibt, dass man weiß, dass es keine Bolo ist, dann sollte man sie auch nicht so nennen. Ganz einfach. ;-)

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    1. Ich hab nirgends geschrieben, dass es "keine Bolo" ist, sondern dass es sich nicht um eine klassische! Bolognese handelt.
      Davon abgesehen nenne ich das Rezept so wie ich es möchte :o)

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    2. Liebe Carina, dann wirst Du aber einige enttäusche Follower haben ... Steht Bolo drauf, ist aber keine drin.

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    3. Meine Leser kommen damit gut klar, lieber Bernd. Ich danke Dir aber für Deine Anteilnahme.

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    4. Liebe Steph,

      ich bin Italienerin. Macht meines Passes gebe ich Dir die Erlaubnis alles als Bolo zu nennen, wie Du möchtest. Ich habe mir das Rezept zumindest abgespeichert und werde es in meinem Schnellkochtopf kochen.
      (ja es gibt eine Grunddefinition, was eine Bolo ist. Ja viele sind verärgert, wenn man sich dann nicht genau daran hält. Aber vieles ist im Wandel, nichts bleibt stehen und man kann auch mal über seinen Horizont hinaus schauen. Wenn man nicht mal was neues probieren möchte, wächst man auch nicht und wird nicht besser. Und wenn die Italiener nicht die Nudeln mal probiert hätten, hätten wir nicht die schönen Variationen, die es jetzt gibt.)

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    5. Für jedes gute Rezept gibt es tausend Varianten. Und ich persönlich kenne Bolognese nicht mit Leber. Das outet mich jetzt vielleicht als Ignorantin, andererseits habe ich in Italien gelebt, bin passionierte Hobby-Köchin und meine Bolognese erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Ich verstehe manche Leute einfach nicht...
      Ich warte allerdings darauf, dass demnächst mal wieder Rezepte kommen für Leute ohne Schnell- oder Langsamkocher :) Liebe Grüße, Lara

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    6. Vielen Dank für Deinen Kommentar, Lupetti! ��
      Ich denke tatsächlich auch nicht, dass sich jede italienische Nonna an das Originalrezept hält, das in der Accademia Italiana della Cucina vermerkt ist und trotzdem wird es Bolognese genannt. Allein schon, damit man weiß in welche Richtung es geschmacklich geht.

      Eine traurige Diskussion eigentlich, denn schließlich geht es hier "nur" um Kochrezepte und man verpasst so unglaublich viel, wenn man alles nur streng nach Vorschrift macht. Ich schreibe deshalb auch in ganz vielen meiner Rezepte, dass sie dazu da sind, dass jeder Hobbykoch sie nach eigenem Geschmack abwandelt und es sich nicht um festgeschriebene Regelwerke handelt.

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    7. Moin Lara!
      Die "normalen" Rezepte kommen wieder ab nächster Woche, dann bin ich mit meiner Themenwoche durch und es wird wieder mit normalen Töpfen gekocht und im Backofen gebacken.
      Ab und zu gibt es sicher Ausnahmen, denn bei uns zuhause gibt es ja weiterhin auch Essen aus meinem neuen Wundertopf, aber das wird sich hier im Blog ganz bewusst in Grenzen halten. Auch deshalb hab ich die Rezepte, die ich in den letzten 3 Monaten ausgetüftelt habe jetzt ganz geballt im Rahmen dieser Themenwoche veröffentlicht, denn damit ist es quasi "abgehakt" ;o)

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  2. Wer ist eigentlich dieser Bolo-Bernd? ;-)))
    Ich finde es hört sich gut an und ich koche Bolo immer ohne Leber. Ich durfte selbst schon mal mit einem ähnlichen Gerät kochen und war überrascht, wie schnell manche Dinge gehen. Was du hier aber alles rausgehauen hast finde ich mega gut! Jetzt such ich mal die letzten Antworten und drück mir selbst die Daumen fürs Gewinnspiel :-)
    Der Topf würde perfekt neben meine Kaffeemaschine von Sage passen <3
    Liebe Grüße, Cat

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