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Schnibbelbohnen-Eintopf

Wenn Ihr meinen Jahresrückblick gelesen habt, wisst Ihr bereits, dass ich mich dieses Jahr unter anderem dem Thema saisonale Suppen widmen möchte. Meine Suppenkategorie im Rezeptarchiv ist mit bisher 41 Rezepten zwar bereits recht stattlich, ich denke aber, da geht noch Einiges. Suppen & Eintöpfe sind ein sehr vielfältiges Thema, bei dem ich mich kreativ so richtig austoben kann, dazu kommt außerdem, dass sie in der Regel einfach gemacht sind, sich sehr gut vorkochen und über mehrere Tage essen lassen. Viele Suppen lassen sich auch prima einwecken, das werde ich dann auch bei Gelegenheit gerne aufgreifen.
Ab sofort erwartet Euch also jeden Monat mindestens ein neues Suppenrezept - vielleicht brennt mir auch mal eins außer der Reihe unter den Nägeln, das gibt's dann einfach noch oben drauf.

Schnibbelbohnen-Eintopf

Schnibbelbohnen sind ein sehr einfacher und deftiger Eintopf, der gerade im Winter wunderbar schmeckt. Er ist einer der Lieblingseintöpfe meines Mannes und normalerweise gibt es ihn immer, wenn wir bei meinen Eltern zu Besuch sind,. Irgendwann musste ich aber natürlich auch mal ran, daher habe ich jetzt meine eigene Schnibbelbohnenversion zubereitet und der Gatte war begeistert. 

Die Grundzutat sind  in Streifen geschnittene (also geschnibbelte) Stangenbohnen, die eingesalzen werden und dann fermentieren. Kann man in der Bohnensaison selbst machen (ich hab sogar eine uralte Schnibbelbohnenmaschine) oder auch fertig abgepackt in Gläsern oder Tüten kaufen.
Wichtig!
Schnibbelbohnen sind zwar fermentiert, müssen aber trotzdem unbedingt gekocht werden, da sie (wie alle Bohnen) im Rohzustand das giftige Phasin enthalten. Durch das Kochen wird dieses Gift zerstört. 
Schnibbelbohnen-Eintopf
Zutaten
500 g Schnibbelbohnen, milchsauer vergoren
1 Rinderbeinscheibe
1 Zwiebel, fein gewürfelt
500 g festkochende Kartoffeln
4 Zweige Bohnenkraut
1 TL Majoran*, getrocknet
2 Mettenden, in Scheiben geschnitten
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung
Die Bohnen mindestens 2-3 Stunden oder über Nacht in kaltem Wasser wässern. Das Wasser währenddessen 2x wechseln.

Die Rinderbeinscheibe in der Gemüsebrühe ca. eine Stunde bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dann herausnehmen und in Würfel schneiden. 
Die Zwiebelwürfel in einem Topf in Rapsöl glasig anschwitzen, dann die Kartoffel-würfel dazugeben und beides mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Schnibbelbohnen abgießen und zusammen mit den in Scheiben geschnittenen Mettenden, den vorgekochten Beinscheibenwürfeln und Bohnenkraut zu der Suppe geben. Mit Majoran, Salz und Pfeffer würzen und für 20-30 Minuten bei leicht köcheln lassen, evtl. noch etwas Brühe zufügen. 
Nach Geschmack nochmals nachwürzen und evtl. mit einem Kartoffelstampfer leicht anstampfen, so wird die Suppe sämiger. Ich mag die Brühe besonders gerne, daher lasse ich diesen Schritt aus. 
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Kommentare

  1. Oh, diese Suppe weckt bei mir auch Kindheitserinnerungen - ich komm ja aus dem Rheinland, wo man die fermentierten Bohnen häufig ist. Bis vor Kurzem hab ich sie mir immer bei Heimatbesuchen mitgebracht, weil ich sie im Norden nur selten in Supermärkten sehe. Seit ein paar Jahren fermentiere ich jetzt selbst und finde das Ergebnis noch besser, weil bissfester. Ich kenn übrigens noch eine Suppenversion, bei der entweder Buttermilch oder (zum Schluss) saure Sahne mit drankommt und statt des Fleischs eine Mettwurst. Beide Versionen sind super!

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    1. Uii, die Version mit der sauren Sahne klingt sehr gut, das werde ich ausprobieren!

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  2. Hallo Steph,

    das ist ein tolles Rezept. Nach dem Schlemmen an den Feiertagen kommt so was bodenständiges richtig gut an.

    LG
    Stefanie

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    1. Ich finde auch, gerade jetzt im Januar passt diese Suppe ganz besonders gut.

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  3. Liebe Steph, so macht ihn meine Mama auch ;O)
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und einen guten Start in ein entspanntes Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Ha, dann kann meine Version ja nicht verkehrt sein, denn bei Mama schmeckt es immer am besten!

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  4. Liebe Steph,
    Du hast mich gerade Jahrzehnte zurück in meine Kindheit im Steintor katapultiert - mit Duft und allem umzu, inklusive des Löffelchen Essig für den, der mochte.
    Tausend Dank!!! Für Erinnerung, Anregung und "verschollenem" Rezept, an dsa ich mich nun ja herantrauen kann ;-)
    Auch Dir ein köstliches Wochenende mit herzlichen Grüßen aus dem Viertel
    Milla Gabriele

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    1. Es freut mich sehr, dass Dir das Rezept so gut gefällt! Ich hoffe, die Suppe wird Dir mindestens genauso gut schmecken, gutes Gelingen wünsche ich!

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  5. Hallo Steph,
    ich habe Deine Schnibbelbohnen gerade gekocht bzw. gegessen und sie waren wunderbar. Danke für die geniale Idee, die Bohnen vorher zu wässern. In der Vergangenheit haben wir zweimal den versalzenen Eintopf nach dem ersten Teller weggeworfen: wir dachten, das liegt an der Herstellerfirma und haben uns dann nach einer anderen umgeschaut. Gibt es aber nicht am Niederrhein! Jetzt ist alles gut. Kann man das Gericht nicht einkochen? Alles Gute und weiter so
    Wolfgang

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    1. Moin Wolfgang,
      man kann diese Suppe einkochen, aber da sie Bohnen enthält, braucht sie mindestens 120 Minuten und wenn man auf Nummer sicher gehen will, zwei Tage später noch einmal 120 Minuten. Sowohl die Kartoffeln, als auch die Bohnen haben danach keine so angenehme Textur, daher wecke ich diese Suppe nicht ein.

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  6. Die Suppe habe ich spontan vor wenigen Wochen nachgekocht weil sie mich an die Küche meiner Mutter erinnert.
    Ich habe mit Saurer Sahne abgeschmeckt, kann ich sehr empfehlen. Das rundet wirklich noch ab und dgibt einen Teil angenehmer Säure zurück die durch das Wässern der Bohnen verschwindet.
    Morgen gibt es diese Suppe wieder. Meine Männer arbeiten in der Kälte an einer Dachstuhlreparatur im Fachwerk und werden sich sicher über diese stärkende, wärmende Suppe freuen. Grosses Kompliment, tolles Rezept und wie so oft bei Selbstgekochtem: pro Person wirklich nicht teuer!

    GLG
    Wiebke

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    1. Toll, Wiebke, es freut mich sehr, dass Dir diese Suppe so gut gefällt und Du sie noch nach Geschmack abwandelst - so soll das sein!

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