Blogroll

Finkenwerder Neujahrskuchen

In Norddeutschland ist es vielerorts üblich, das neue Jahr mit Waffeln, bzw. Neu-jahrskuchen zu begrüßen. In Ostfriesland macht man das beispielsweise mit Krüll-koken oder auch Knetwaffeln
In Finkenwerder, im Süden Hamburgs, gibt es diese Tradition ebenfalls, dort backt man an Neujahr die Finkenwerder Neujahrskuchen. Anders als Krüllkoken, werden die Finkenwerder Waffeln nicht in einem Hörncheneisen* gebacken, sondern in einem ganz normalen Herzcheneisen*. Sie enthalten neben Butter auch Schweine-schmalz und was ganz wichtig ist: Anis. Trifft sich gut, denn ich liebe Anis sehr.

Finkenwerder Neujahrskuchen
Finkenwerder Neujahrskuchen sind keine fluffig-lockeren Herzchenwaffeln, sondern  sie sind knusprig und leicht keksig, so wie früher bei Omi. Sie halten sich wunderbar einige Tage oder sogar Wochen in der Keksdose und schmecken besonders zum Tee oder Kaffee sehr gut.

Durch das Schweineschmalz und die Kartoffelstärke werden die Waffeln besonders zart und mürbe, das Schmalz ist hier also nicht nur Geschmacksträger, sondern vor allem für die unverwechselbare Konsistenz der Waffeln verantwortlich. Ihr könnt das Schmalz natürlich durch Butter ersetzen und sie werden trotzdem lecker schmecken, nur nicht so wie früher, denn Oma hat nicht umsonst Schweineschmalz verwendet.

Finkenwerder Neujahrskuchen

Zutaten
150 g Butter, zimmertemperiert
100 g Schweineschmalz, zimmertemperiert
250 g Rohrohrzucker
15 g Anis*, frisch gemörsert
¼ TL Salz
4 Eier, zimmertemperiert
400 g Mehl, Type 405
100 g Kartoffelstärke

Zubereitung
Butter, Schmalz und Zucker in der Küchenmaschine schaumig rühren. Anis möglichst fein mörsern und  zusammen mit dem Salz zufügen und unterrühren. Die Eier nach-einander dazugeben und glatt rühren. Mehl und Kartoffelstärke löffelweise unterrühren, bis ein glatter Rührteig entstanden ist.
Den Teig im vorgeheizten Waffeleisen* portionsweise goldbraun ausbacken, dann die fertigen Waffeln auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und in einer Keksdose luftgeschützt aufbewahren.
*Affilatelink

Kommentare

  1. Gesehen und direkt gemacht.
    Allerdings wegen fehlender Zutaten mit Maisstärke und selbst gemachten Butterschmalz.
    Hat sehr gut geschmeckt umd ist gut sättigend.
    Ein frohes neues wünsch ich noch.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da hast Du Recht, diese Waffeln sind seeehr sättigend :o)

      Löschen
  2. toll endlich wieder Waffeln wie bei Omi! Nun frage ich mich natürlich haben früher alle Omi's Finkenwerder Neujahrskuchen gebacken oder warum waren die Waffrln damals so toll knusprig und fest..

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Früher waren Waffeln unter anderem deshalb knuspriger, weil eben Schweineschmalz verwendet wurde - das ist ja heutzutage kaum noch der Fall.
      Es freut mich sehr, dass Dir das Rezept so gut gefällt!

      Löschen

Seid bitte so nett und kommentiert nicht komplett anonym, sondern unterschreibt mit einem Namen, den ich zur Ansprache nutzen kann - vielen Dank!