Bärlauch-Brathähnchen

Seit Kurzem habe ich einen neuen Hähnchenbräter* und bin seitdem mal wieder so richtig im Brathähnchenfieber. Das erste Huhn, das ich auf dem Bräter zubereitet habe, war ein großartiges Orangenhühnchen, nur leider ist es mir etwas zu "knusprig" geraten und ich konnte das so nicht bloggen. Geschmeckt hat es fantastisch, das Bild war aber fürchterlich. 
Also nochmal, kann ja nicht schaden und da wir ja eh für unser Leben gern Brat- hähnchen essen, war das keine wirklich große Überwindung. 
Leider hab ich in meiner Schusseligkeit zwar das Hähnchen gekauft, die Orangen aber komplett vergessen. Also, woher nehmen und nicht stehlen? Spontanes Umdisponieren war mal wieder angesagt und da ich eh gerade meine reichliche Bärlauchbeute verarbeitet habe, war natürlich klar: Gibt's halt ein Bärlauch-Brathähnchen!

Bärlauch-Brathähnchen
Den Bräter habe ich mir schon sehr lange gewünscht, denn wie Ihr vielleicht wisst, bin ich ein ganz großer Brathähnchen-Fan und mag es gerne knusprig. Man kann das Hähnchen natürlich auch auf, bzw. in eine Napfkuchenform setzen (eine Bierdose sollte wegen der Beschichtung und Lacke nicht verwendet werden), ich hab's aber gerne schön und Ihr kennt ja mein Faible für Gusseisen. 
Dieser Bräter sorgt nicht nur dafür, dass das Hähnchen rundherum mordsknusprig wird, unten drin kann man gleichzeitig noch wunderbar Gemüse garen und es sammelt sich eine leckere Sauce an. 
Die Garzeit verkürzt sich durch den Pinökel, auf dem das Huhn sitzt, zusätzlich noch etwas, da es mit diesem Bräter gleichzeitig auch von innen gegart wird - noch ein Grund für mein neues Schätzchen.

Bärlauch
Ich hab bereits eine Idee für das nächste Brathähnchenrezept, denn am 15. Mai veranstalte ich auf Instagram ein #Synchronbrathähnchen und darauf muss ich mich natürlich vorbereiten. Ihr könnt also gespannt sein, demnächst gibt's schon das nächste Brathähnchen, bis dahin solltet Ihr aber unbedingt erstmal dieses ausprobieren, die Bärlauchsaison ist ja bekanntlich kurz.  

Bärlauch-Brathähnchen, vorher
Zutaten
1 Hähnchen (ca. 1,8 kg)
100 g zimmerwarme Butter
30 g frischer Bärlauch
1 TL Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Abrieb einer Biozitrone

Außerdem 
1 Karotte
1 Fenchelknolle
2 Kartoffeln
2 rote Zwiebeln
1/2 Zitrone in Spalten
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
100 ml Weißwein

Zubereitung
Den Bärlauch putzen und die Stiele entfernen. Zusammen mit den Gewürzen in einen Blender geben und solange pürieren, bis der Bärlauch möglichst fein gehackt und die Butter schön cremig ist. Den Zitronenabrieb dazugeben und nur kurz unterrühren. 

Die Haut des Hähnchens vorsichtig mit den Fingern vom Fleisch lösen, dazu auf der Brustseite mit der Hand zwischen Haut und Fleisch fahren und die Haut so lösen. So gut es geht auch an den Schenkeln und immer darauf achten, die Haut nicht zu beschädigen.

2/3 der Kräuterbutter zwischen Haut und Fleisch verteilen, mit dem Rest das Hähnchen von außen einreiben. Zusätzlich noch von außen und innen mit Salz und Pfeffer würzen. 
Das Gemüse waschen, schälen und nach Belieben portionieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit einigen Zitronenspalten in einen Bräter geben. Den Wein angießen und das Hähnchen daraufsetzen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen 1 - 1 1/2 Stunden garen, dann das Hähnchen portionieren und mit dem Gemüse und Beilagen nach Wahl servieren.
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Kommentare:

Asle hat gesagt…

liebe Steph,

ich bin seid kurzem wieder häufiger auf Deine Seite und sehe gerade dieses leckere Bärlauch-Hähnchen.
Jetzt habe ich doch tatsächlich diesen Hähnchenbräter bestellt. ;-)
Sobald er da ist werde ich ihn ausprobieren.

liebe Grüße, Asle

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph, toll sieht das Hühnchen aus ... ich komm auch grad eben vom Bauern, mein frisch geschlachtetes Huhn abgeholt, leider hatte ich es teilen lassen ... es gibt Griechisches Zitronenhuhn ... aber die Idee mit dem Bräter ist ja gigantisch. Vielleicht sollte ich ihn mir auch bestellen, wenn es so schön knusprig dadurch wird, das Gemüse noch dabei, traumhaft !! Danke für den Tipp !
Ein Bärlauchhuhn wird es aber nicht geben ... meine Familie mag ihn nicht obwohl ich soooo viel im Garten davon habe.
Eine schöne Restwoche für Dich. LG Margit

Trolleira hat gesagt…

Also, Bierdose mag ja vielleicht nicht ökologisch richtig sein, dafür wird das Hähnchen innen sooo saftig! Und ich hab noch nie erlebt, dass Lack/Farbe/die Dose selbst sich irgendwie durch die Hitze verändert hätte.

Steph hat gesagt…

Es ist nicht nur ökologisch bedenklich, sondern auch ungesund, Trolleira. Google einfach mal "Brathähnchen, Dose, ungesund" und Du wirst reichlich Informationen dazu finden.
Nur weil man es nicht sieht, bedeutet es nicht, dass da Nix passiert...

Julia Erdbeerqueen hat gesagt…

Hallo Steph, des Hingkel sieht ja fantastisch aus. So schön knusprig, genauso wie ich es mag. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich am Synchronbrathähnchen teilnehmen soll, weil ich das noch nie gemacht habe. Aber mal sehen...

Viele Grüße,
Julia

Redpepper hat gesagt…

Ich bin immer wieder begeistert von deinen leckeren Rezepten. Es macht einfach unheimlich viel Spaß auf deiner Seite zu stöbern. Das Hähnchen-Rezept lässt mir schon jetzt das Wasser im Mund zusammen laufen :-)

Asle hat gesagt…

Hallo Steph,
am 12. den Bräter bestellt und am 13. war er schon da. ;-)
da ich noch frischen Bärlauch hatte habe ich Dein Rezept gleich ausprobiert.
jamjam so Lecker.

liebe Grüße,
Asle

 

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