Kürbispüree, selbstgemacht mit und ohne Thermomix

Kürbispüree ist eine wunderbare Grundlage für viele Gerichte, nicht nur für die Kürbis-Burgerbrötchen meines Herbstburgers (das Rezept dafür folgt übermorgen), sondern man kann es generell für Kürbisbrot & -brötchen, Risotto, gefüllte Pasta, Kürbispizza, -waffeln, -suppe, usw. verwenden.
Mittlerweile gibt es dieses Püree natürlich auch in Dosen und Gläsern, es ist aber so günstig und einfach herzustellen, dass das wirklich rausgeschmissenes Geld wäre. Kauft Euch lieber in der Saison ein paar regionale Kürbisse auf dem Wochenmarkt, verarbeitet die zu Püree und weckt das ein. So habt Ihr jederzeit Kürbispüree daheim, könnt die Einzelmengen Euren Bedürfnissen und Rezepten anpassen und seid nicht auf irgendwelchen Dosenkram angewiesen. 

Kürbispüree aus dem Thermomix
Wie ich eben festgestellt habe, hab ich bereits vor zwei Jahren ein Rezept für Kürbispüree gebloggt - so langsam verliere ich den Überblick über mein Rezept- archiv ;o)
Mittlerweile bereite ich das Püree allerdings etwas anders zu, daher bekommt Ihr heute noch einmal die Anleitung für ein Kürbispüree aus dem Thermomix und die Anleitung für den Kochtopf lege ich noch gratis oben druff. Damit hab ich dann aber auch alle möglichen Zubereitungsvarianten abgedeckt und Ihr seid für alle Eventualitäten gerüstet. 

Hokkaidokürbis in der Vorbereitung
Der Grund, bzw. die Gründe, weshalb ich das Kürbispüree ab sofort im Thermomix zubereite, liegen auf der Hand. Zum einen ist es für mich weniger Aufwand, da ich den Kürbis nur im Varoma dämpfen und anschließend im Mixtopf pürieren muss, es ist aber außerdem auch weniger Energieaufwand als im Backofen, denn der verbraucht in 45 Minuten natürlich deutlich mehr als der kleine Thermomix in nur 30.
gewürfelter Kürbis im Varoma
Insgesamt passen ca. 1,8 kg gewürfeltes Kürbisfleisch in den Varoma, dann ist er bis obenhin gefüllt und Ihr erhaltet eine gute Menge Püree, so um und bei 1,4 kg.

Ganz entscheidend für das Endergebnis ist die Wahl der Kürbissorte. Ich hab kürzlich ein Püree aus Muskatkürbis zubereitet, dessen Konsistenz mich sehr an Apfelmus erinnert hat, während das Püree aus einem Hokkaido eher einem Kartoffelbrei gleicht. 
Für die Weiterverwendung ist das insofern ausschlaggebend, weil man mit einem festeren Kürbispüree natürlich deutlich mehr Püree in Rezepten verarbeiten kann. Ich bevorzuge daher eindeutig den Hokkaidokürbis, der außerdem noch den Vorteil hat, dass er nicht geschält werden muss, sondern inkl. Schale verarbeitet werden kann.

gedämpfter Kürbis im Mixtopf
Das fertige Püree wecke ich mir in unterschiedlich großen Gläsern ein, so hab ich für jedes Rezept die richtige Menge parat und kann auch außerhalb der Kürbissaison leckere Kürbispasta, -risotto, etc essen. 
Je nachdem, wie groß die Menge ist, die Ihr einweckt, könnt Ihr das auch sehr gut in einem normalen Kochtopf machen. Ihr braucht also kein spezielles Einkoch- equipment, sondern nur Gläser und Deckel (die könnt Ihr natürlich auch recyclen), einen Topf und schon kann's losgehen.

Kürbispüree vor dem Einwecken
Zutaten
Hokkaidokürbis 

Zubereitung im Thermomix
Den Kürbis gründlich waschen, halbieren und die Kerne und Trennwände mit einem großen Löffel herausschaben. Den Kürbis erst in Scheiben, dann in Würfel schneiden und in den Varoma geben. 
Den Mixtopf mit 600 ml Wasser füllen, mit dem Deckel verschließen und den Varoma daraufsetzen.
Für 30 Minuten, Varomastufe 1 garen, dann mit einer Gabel eine Garprobe machen. Ist der Kürbis weich, den Varoma herunternehmen, beiseitestellen und den Kürbis 10 Minuten ausdampfen lassen. 
Das Wasser aus dem Mixtopf gießen und den ausgedampften Kürbis einfüllen. Je nach Menge für ca. 20 Sekunden auf Stufe 5 pürieren, dabei evtl. ein wenig mit dem Spatel nachhelfen, so wird die Masse schneller in die Schneidmesser eingezogen. 

Zubereitung im Kochtopf
Kürbisree kann auch, wie ein Kartoffelpüree, im Kochtopf gekocht werden. Dazu braucht es ein wenig Kochflüssigkeit, damit der Kürbis nicht ansetzt und ähnlich wie im Thermomix oder Dampfgarer dämpft, bzw. kocht. 
Ich habe dafür gerne Karottensaft verwendet, es klappt aber auch mit Wasser. 
Der Kürbis wird wie gehabt entkernt und gewürfelt, dann zusammen mit einem Schluck Karottensaft in einen Topf gegeben. Nicht zuviel Flüssigkeit verwenden, sonst wird das Püree zu weich, sondern später lieber noch etwas nachgießen.
Einen Deckel aufsetzen und den Kürbis für ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze garen, dabei aufpassen, dass die Flüssigkeit nicht vollständig verkocht und der Kürbis ansetzt. 
Sobald der Kürbis gar ist (auch hier wieder mit einer Gabel die Garprobe machen), mit einem Kartoffelstampfer oder Pürierstab zu einem Püree verarbeiten. 

Einkochen
Die Gläser im Backofen sterilisieren. Dafür werden sie ohne Deckel in den Backofen gestellt und bei 150°C für 15 Minuten erhitzt. Die Deckel in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken und zum Kochen bringen. Für 5 Minuten kochen. Die Gläser herausnehmen und abkühlen lassen. 
Das fertige Kürbispüree in die Gläser füllen, dabei die Gläser ab und zu kräftig aufsetzen, so dass die Hohlräume ausgeschlagen werden. Nach oben hin einen cm frei lassen. Den Deckel fest verschließen und in einen Weck- oder einen anderen Topf, der groß genug ist und sich verschließen lässt, stellen. Das Wasser sollte ungefähr die Temperatur des Kürbispürees haben. Auf 90°C erhitzen und für ca. 30 Minuten einwecken.
Die Gläser herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. 

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Moin Moin, ich liebe Ihren Blog! Aber haben Sie es echt nötig diese Staubsaugedrückerkolonnenvertreter von Vorwerk zu unterstützen? Och finde es so traurig, dass immer mehr echt gute Blogs Ihr Lachen "Tim Thalermäßig" an diesen Thermomix Müll verkaufen!!! Sie können doch kochen!!! B3 12min, C6 18min.... Das hat doch nix mit Kochen zu tun!!!! Echt Schade!!!!

Steph hat gesagt…

@ Anonym (Ein Name wäre als Ansprache wirklich nett gewesen, schade eigentlich...)

Natürlich kann ich kochen, ich nutze aber schon seit Jahren andere Küchengeräte wie einen Blender, Food Processor, Küchenmaschine, Stabmixer, usw.

Den Thermomix nutze ich nicht - wie zugegeben sicher viele "Thermifeen" - zum Kochen ganzer Mahlzeiten, sondern er nimmt mir oben bereits erwähnte Arbeitsschritte ab. So ersetzt er mir beispielsweise den Blender (denn er liefert weitaus bessere Ergebnisse als mein bisheriges Gerät), ich dämpfe darin sehr gerne Gemüse, Knödel, usw., temperiere empfindliche Saucen, usw. usf.

Auch ich war aufgrund des Hausfrauen-Images lange ein vehementer Kritiker dieses Gerätes, habe mich aber vor einiger Zeit unvoreingenommen damit beschäftigt (auch, weil mir langsam aber sicher dämmerte, dass diese Geräte sicher nicht ganz zu Unrecht in fast jeder Profiküche zu finden sind) und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass der Thermomix auch für meine Art zu kochen eine große Erleichterung ist.

Ich besitze keinen eingebauten Dampfgarer, daher ist der Thermomix besonders in diesem Bereich eine große Hilfe für mich. Das Aufschlagen von Eismassen oder Saucen zur Rose ist körperlich eine große Belastung für mich und wird vom Thermomix besser umgesetzt, als ich es könnte.

Wie Sie aber bestimmt gesehen haben, erläutere ich in den "Thermi-Rezepten" immer auch die Zubereitung des Gerichts ohne den Thermomix. Für Nichtbesitzer des Thermomixes kann es also egal sein, ob ich damit koche oder nicht.

Davon abgesehen, auch bei Backrezepten wird die Temperatur und Backzeit angegeben, das ist also kein Unterschied zur Einstellung beim Thermomix.

Wenn man den Thermomix als ganz normales Küchengerät betrachtet und ihm weder sektenartig huldigt, noch von vornherein verteufelt, lässt es sich deutlich entspannter kochen und backen, glauben Sie es mir ;o)

Barbara hat gesagt…

Hallo Steph!
Nach diesem blöden Thermomix-Post von anonym muss ich Dir doch endlich mal sagen, dass ich deinen Foodblog wirklich toll finde. Sehr kreative Rezepte und optisch wirklich sehenswert. Was den TM betrifft sehe ich das genauso wie du. Es ist eine sehr gute Küchenmaschine, nicht mehr und nicht weniger. Ich kann dieses Bashing echt genauso wenig hören wie die Leute, die aus der Benutzung dieses Gerätes eine Religion machen. Kein Mensch käme auf die Idee sich so zu ereifern, wenn Du schreiben würdest "dieses oder jenes auf dem Gasherd so und so lange auf kleiner Flamme garen".
Also - einfach so toll weiter machen wie bisher!
Viele Grüße aus Hamburg-Hoheluft
Barbara

teamworkart hat gesagt…

Hallo Steph,

ich frage mich schon länger, warum man eigentlich diese "Twist Off-Gläser" noch mal einwecken muss, bzw. warum du das so machst. Dient das der zusätzlichen Sicherheit, dass die Gläser wirklich verschlossen sind? Ich mache das nie, und bis jetzt hab ich auch keine Probleme gehabt. Vorausgesetzt natürlich, die Deckel haben das nötige Vakuum geschaffen.

Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, meine Kuchen im Glas einzukochen!? ;.)

LG Sabine

Nicole hat gesagt…

Hallo Steph,
ich habe jetzt schon öfter versucht Kürbispüree einzuwecken, es hat aber nie dauerhaft geklappt. Ich hab nachgelesen dass mehr Flüssigkeit im Kochgut vorhanden sein muss, damit es möglich ist ein ausreichendes Vakuum zu ziehen. Hattest Du damit noch nie Probleme? Vielleicht versuch ich es jetzt nochmal.

 

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