Feta-Strudel-Ecken

Käse ist bei mir sone Sache, auf Brot mag ich eigentlich nur ganz leichten "Mädchenkäse", der möglichst mild sein muss und auf keinen Fall stinken oder eine glitschige Rinde haben darf, da bin ich sehr eigen ;o) Zum Überbacken, Füllen oder für Saucen darf's aber gern auch mal etwas kräftiger sein. 
Mit Feta ist es ganz genauso, im kalten Zustand mag ich ihn eigentlich nicht so gern, im Sigara oder Peynirli böreği dafür aber umso lieber, da könnte ich mich regelrecht reinsetzen. 
Um mal etwas Neues auszuprobieren hab ich die Käsefüllung diesmal nicht wie eine Zigarre in Strudelstangen aufgerollt, sondern zu schicken Dreiecken geformt und im Backofen gebacken. Wer mag, kann die Ecken natürlich auch frittieren, aus dem Backofen sind sie aber ganz genauso lecker, viel fettärmer und die Wohnung stinkt danach nicht wie ne Frittenbude. 

Ihr wisst vielleicht mittlerweile, dass ich ein großer Fan unseres norddeutschen Käses bin und in meiner Küche eigentlich alle verbreiteten Käsesorten wie Parmesan, Bergkäse, usw. durch ein norddeutsches Pendant ersetzt hab, von einigen besonderen Spezialitäten jetzt mal abgesehen. 
Auch Feta macht mein Lieblingskäsemann selbst, so dass ich auch hier glücklicherweise auf ein regionales Bio-Produkt zurückgreifen kann. Der Feta, oder in diesem Fall Capros, ist ganz wunderbar aromatisch und je nach Ausführung (es gibt eine cremige und eine etwas festere) perfekt für diese Strudelecken geeignet.

Beim Peynirli böreği hab ich Yufkateig verwendet, der aber insofern schwierig zu verarbeiten ist, als dass er gerne mal reißt und bricht und sich daher einfach schlecht knicken und zu Taschen formen lässt. Um nicht irgendwann fluchend über nem Haufen Teigbrösel mit Käsefüllung zu stehen, bin ich diesmal auf fertigen Strudelteig ausgewichen. Natürlich kann man den auch selbst machen, soweit gehen meine Ambitionen aber nun wirklich nicht, außerdem sollten die Strudelecken eine schnellgemachte Kleinigkeit werden und kein tagesfüllendes Kochprogramm.

Die Füllung ist natürlich ganz leicht nach Eurem persönlichen Geschmack abwandelbar, lasst da Eure Phantasie entscheiden. Ich hab auch schon ein paar Ideen, wie ich die Füllung jahreszeitlich entsprechend anpassen kann. 

Die Strudelecken eignen sich übrigens auch wunderbar für ein Buffet oder Picknick, denn sie schmecken nicht nur warm, sondern auch kalt sehr gut. Als Beilage passt ein knackiger Salat mit nem leckeren Dressing und vielleicht noch eine leichte Joghurtsauce aus Joghurt, etwas Milch, Olivenöl, confiertem Knoblauch, Salz, Pfeffer und ner Prise Chili.

Das Rezept für eine selbstgemachte Za'atar-Gewürzmischung bekommt Ihr übrigens am Freitag, ich könnte mir vorstellen, dass es am Mittwoch aus gegebenem Anlass mal wieder was Süßes gibt ;o)   

Zutaten 
1 Paket Strudelteig (10 Blätter)
150 g Capros 
ca. 50 g eingelegte, getrocknete Tomaten
1/2 Bund Dill 
1/2-1 Tl Za'atar
Piment d'Espelette nach Geschmack
2 großzügige EL Olivenöl 

1 Ei + 1 EL Milch zum Bestreichen 
Schwarzkümmel, Sesam und Mohn zum Bestreuen

Zubereitung 
Den Käse zerkrümeln, die getrockneten Tomaten klein schneiden, den Dill fein hacken. Den Käse mit den Tomaten, dem Dill und Olivenöl verrühren, Gewürze zufügen und alles vermischen. 

Die Strudelblätter von der Längsseite her zweimal überschlagen und einen guten Esslöffel der Füllung auf die untere Ecke geben. Die untere linke Ecke schräg hochklappen, so das eine Spitze entsteht. Das entstandene Dreieck nach oben klappen. Das Dreieck nach links klappen. Nochmals nach oben klappen, die überstehende Kante mit Eigelb-Milch bestreichen und umklappen. 
Mit den verbliebenen Strudelblättern ebenso verfahren und die Ecken auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit der Eiermilch bestreichen und nach Geschmack mit Schwarzkümmel, Sesam und Mohn  bestreuen. 
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen backen bis die Strudelecken schön gebräunt sind, mit einem grünen Salat und evtl. einer leichten Joghurtsauce servieren.

Kommentare:

jultchik hat gesagt…

es sieht sehr lecker aus:)
mit Filo-Teig kann mir auch gut vorstellen)

Island Girl hat gesagt…

Hallo Steph, die Fotos machen richtig Appetit, Du hast Glueck, dass Du so einen guten Kaesehaendler in der Naehe hast.
LG
Gudrun

Jana hat gesagt…

Wow, das sieht toll aus! Vor allem diese Falttechnik sieht interessant aus ;)

Liebe Grüße
Jana ♥
(→Blogvorstellung)

Turbohausfrau hat gesagt…

Danke für diese tolle Falt-Anleitung! Ich hab bisher bei Tascherln immer herumgewurschtelt und versucht, die Fülle in die Mitte zu setzen und die Ecken irgendwie so umzuschlagen, dass es so etwas Ähnliches wie dreieckig wird. Und weil das Ergebnis nie wirklich dreieckig wurde, gibt es auch keine entsprechenden Blog-Einträge.

Täglich Freude am Kochen hat gesagt…

Ich kann den Geruch von Frittiertem auch nicht ausstehen:)

Eve hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
~Lilly hat gesagt…

Mh, das kommt wie gerufen - ich hab noch ne halbe Packung Strudelteig im Kühlschrank und Feta sollte es heute sowieso geben. Ich mag übrigens NUR Mädchenkäse, ausschließlich ;)

Liebe Grüße,

~ Lilly

Tini hat gesagt…

Den Yufka Teig gibt es bei uns leider nicht so oft zu finden. Aber Feta ist schon was sehr feines,
wird nachgekocht!

Liebe Grüße

Tini

cookiesandcrystal

Phil hat gesagt…

Vielen Dank für die Faltanleitung!
Ähnlich wie die Turbohausfrau hatte ich bisher immer alles um die Mitte rum gefaltet - mit recht unbefriedigenden Ergebnis.

SchokoCupcake hat gesagt…

mhhh... die sehen wirklich lecker aus... bekomme gerade Hunger.
Liebe Grüße

Wilde Henne hat gesagt…

Die Kombination Strudelteig und Faltanleitung ist super. Mit Filoteig schlage ich mich nämlich immer fürchterlich rum. Und die Falterei war bislang eben auch so ein Murks.
Ab sofort aber nicht mehr :-)

Frau Momo hat gesagt…

Das ist ein Rezept für mich. Ich liebe Feta, egal ob roh, gebraten oder mariniert.
Der Käsehändler steht leider auf Biomärkten, auf die ich nur selten komme. In Ottensen steht er leider nicht. Müßte ich vielleicht mal meine Mutter drauf ansetzen, wenn sie Samstags in Eppendorf zum BioMarkt geht. Für uns brechen da eh harte Zeiten an, wenn wir erstmal umgezogen sind.... denn Einkaufen wird da echt schwierig.

Julia hat gesagt…

Yufka-Teig ist wirklich tolles Zeug. Den gibt es in (fast) jedem türkischen Supermarkt oder Gemüseladen. Kann ich nur empfehlen. Ich habe neulich Börek gerollt. Mit dem Rest der Teigplatten könnte ich mir aber auch die Käsetaschen vorstellen. Vielen Dank für die ausführliche Anleitung :)

Anonym hat gesagt…

Hallo Steph,

deine Rezepte sind ja allesamt so köstlich, dass ich schon beim Anblick Magenknurren bekomme.

Das Problem mit dem Yufka Teig habe ich nie wenn ich Zigarren Börek rolle.

Ich stelle mich dann immer eine dieser Blumenspritzen (die Dinger die man auch beim Bügel nimmt, wenn man kein Dampfbügeleisen besitzt)und mache die Blätter richtig nass. In der Anleitung steht ja, man soll sie bissl anfeuchten aber je nasser sie sind, desto besser lassen sie sich verarbeiten. Dann bröselt und bricht nichts und man kann die Yufka Blätter sogar ein wenig in Form zupfen.

Viele Grüße, Lieselotte

 

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