Apple Shortcake

Apfelkuchen mag ich eigentlich in jeder Form, Apfelstrudel, gedeckter Apfelkuchen, Apple Crumble, Apfeltaschen oder eben ein Apple Shortcake - Hauptsache ohne Rosinen und natürlich vor allem ohne Zimt. Dazu noch ein klitzekleiner Klecks Vanillesahne, eine große Kanne Tee und dann nichts wie ab aufs Sofa und den ganzen Sonntagnachmittag nicht mehr aufstehen - so einfach ist das ...

Der Boden dieses Kuchens ist im Gegensatz zu einem Tarteboden aus Mürbeteig nicht wirklich stabil, d.h. ein Stückchen unfallfrei und im Ganzen aus der Form und auf den Teller zu bringen ist Glücksache. Ganz Ähnlich wie bei einer Pie sollte man daher einfach beherzt mit einem großem Löffel eine Portion abstechen - hier spielt das Äußere eindeutig eine untergeordnete Rolle, die inneren Werte zählen. 
Ach so, und macht nicht wie ich den Fehler eine Tarteform zu verwenden, eine Spring- oder Pieform mit einem glatten Rand ist sehr viel praktischer.

Zutaten
150 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Ei
250 g Mehl
1 TL Backpulver

Füllung
1,2 kg Äpfel (Cox, Topaz, Boskoop)
50 g Butter
1 gehäufter EL Zucker
1 Vanilleschote

Außerdem
Milch zum Bestreichen
Zucker zum Bestreuen

Zubereitung
Die Butter zusammen mit dem Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Mixer oder der Küchenmaschine schauming rühren. Das Ei dazugeben und gut verrühren. Nach und nach das Mehl und das Backpulver unterrühren.
Auf die sehr gut bemehlte Arbeitsfläche geben und mit ebenfalls gut bemehlten Händen einige Minuten kneten, bis weicher, glatter Teig entstanden ist.
Die Teigmenge halbieren und eine Hälfte kreisrund ausrollen und eine handelsübliche gefettete und gemehlte Spring- oder Pieform damit auslegen, den restlichen Teig in Frischhaltefolie wickeln. Sowohl die mit Teig ausgelegte Form, als auch den restlichen Teig in den Kühlschrank legen.
In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
In einer tiefen Pfanne die Butter erhitzen, den Zucker dazugeben und ganz leicht karamellisieren lassen. Die Vanilleschote längs aufschneiden, mit dem Messerrücken das Mark herauskratzen und zusammen mit der ausgekratzten Schote und den Apfelscheiben in die Pfanne geben. Durchschwenken und solange köcheln lassen, bis die Apfelscheiben etwas weich geworden sind, sie sollen nicht zerfallen.

Die mit Teig ausgelegte Backform aus dem Kühlschrank nehmen und die Oberkante des Teigrandes ganz leicht mit der warmen Apfelflüssigkeit der Füllung bestreichen. Die Apfelfüllung hineingeben, den restlichen Teig kreisrund ausrollen und vorsichtig als Deckel auf die Backform legen. Vorsichtig andrücken und besonders gut die Teigränder festdrücken.
Mit etwas Milch bestreichen und mit Zucker bestreuen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 40 Minuten backen, bis der Kuchen goldbraun  und knusprig ist.

Lauwarm mit Vanillesahne servieren. 

Kommentare:

lunchforone hat gesagt…

Jetzt äussere ich mich bestimmt als totaler Laie, aber den Unterschied zum normalen Pie erkenne ich jetzt nur bedingt....
Das passende Wetter für so einen "Sonntagnachmittag auf dem Sofa mit Soulfood" hätten wir heute ja ..nur nicht den Sonntag

Christina hat gesagt…

Hihi, bei deiner ausgewachsenen Zimtphobie darfst du derzeit keinesfalls bei mir reinschauen... ;-) Ich habe übrigens eine Tarteform mit gewelltem Rand, bei der man den Boden herausnehmen kann. Man hebt dann quasi einfach von unten in der Mitte an und - tadaah - hat die ganze Pracht unversehrt aus der Form bugsiert. Das schreit förmlich nach deinem Rezept, so gedeckt möchte ich das nämlich auch mal ausprobieren. LG

Mikaela hat gesagt…

Das habe ich mich auch gefragt. Shortcakes kenne ich als kleine Kuchen, die mit Beeren serviert werden. Dein Kuchen sieht wie ein klassischer Applepie aus. Warum heißt er Shortcake?

Täglich Freude am Kochen hat gesagt…

Ich habe dieselbe Kuchenform wie Christina. Ist ja furchtbar praktisch. Und dein Kuchen ist aufgeschrieben!

Anikó hat gesagt…

Das Buch ist wirklich großartig! Habe es wie einen Roman weg gelesen! Nigel Slater ist mein neuer Koch-Held, so schöner Schreibstil, so schlüssige Rezepte. Einfach nur toll!
Aber bis ich wieder 'nen Apfelkuche backe, muss es etwas herbstiger werden :-) Aber Dein Exemplar sieht traumhaft aus!

Steph hat gesagt…

@ lunchforone & Mikaela
Shortcake ganz einfach deshalb, weil dieser Kuchen bei Nigel Slater so heißt ;o)

@ Christina & Magdi
Ich habe einige dieser Tarte- und Quicheformen bei denen man den Boden herausnehmen kann, die auf dem Bild abgebildete ist auch so eine, bei diesem Kuchen bringt das aber leider nichts, da der Boden nicht so stabil ist und der Rand gern auch hier und da kleben bleibt. Eine kreisrunde Pie- oder Springform ist da doch praktischer.

@ Anikó
Stimmt, das Buch ist wirklich toll - aber Apfelkuchen geht doch immer ;o)

Mini-Küche hat gesagt…

Und dabei passt ZIMT so TOLL zu Äpfeln :)

Der Shortcake oder Pie oder wie auch immer er bezeichnet werden will sieht jedenfalls extrem fantastisch und großartig lecker aus. Kann ich mir auch mit ein bisschen Ingwer o.ä. gut vorstellen......

Raphael hat gesagt…

Welchen Teig nehme ich wenn es Fertigteig ist?

Steph hat gesagt…

Hä?

Raphael hat gesagt…

Meinte welchen Teig ich als Fertigteig nehmen muss? Bin zu faul um den Teig selbst zu "basteln". Kuchenteig? Mürbeteig?

Steph hat gesagt…

Wer zu faul ist, nen Teig zu kneten, hat auch keinen Kuchen verdient ;o)

Ganz im Ernst, das is echt keine Arbeit und diese Fertigteige sind nur gruselig. Wenn's aber nicht anders geht, nimm nen Mürbeteig - ich geb aber keine Gewähr, dass das klappt!

 

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